Archiv Aktuelle Berichte
Berichte aus 2025
Berichte aus 2024
Berichte aus 2023
Berichte aus 2022
Berichte aus 2021
Berichte aus 2020
Berichte aus 2019
Berichte aus 2018

Trainingszeiten

  • Freitags
  • Jugendliche: 18:00 Uhr
  • Erwachsene: 20:00 Uhr

  • im Glöckelchen
  • Angelstraße 18
  • Groß-Zimmern

Kontakt

Falls Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten, schreiben Sie uns einfach eine Mail an:

  • vorstand@scgross-zimmern.de
  • oder
  • webmaster@scgross-zimmern.de

Lust auf Schach?

Das Glöckelchen befindet sich in der Angelstraße 18 in Groß-Zimmern. Der Vereinsraum ist bequem über die stählerne Außentreppe zu erreichen. Parkplätze sind genügend vorhanden.

Berichte aus 2025

Lev und Niclas bei der HEM 2025 in Bad Soden

Tolle Ergebnisse und Platz 3.

31.12.2025

Der ortsansässige Schachverein Bad Sodens hat sich für die eher ruhigen Tage zwischen den Jahren noch etwas besonderes aufgehoben und die diesjährigen Hessenmeisterschaften ausgetragen. Das auf sieben Runden ausgelegte Turnier wurde in insgesamt vier Einzelgruppen aufgeteilt, in denen die insgesamt 166 Teilnehmer getrennt in ihrer Spielstärke antraten. Unter diesen befanden sich auch Lev, der mit seiner Wertungszahl im B-Turnier (1850 - 1400 DWZ) spielte, und Niclas, der dank einer eigentlich deutlich zu niedrigen Wertungszahl noch im C-Turnier (1450 - 0 DWZ) startberechtigt war und sich dort Chancen auf den Turniersieg ausmalen konnte.

Samstag ging es frisch (oder weniger frisch nach den Feiertagen) in die erste Runde der Hessenmeisterschaft. Lev, der im B-Turnier weit unten gesetzt war, sollte nur stärkere Gegner bekommen und musste sich sogleich in Runde 1. dem späteren Turniersieger und Titelverteidiger Nam Nguyen (SV Hofheim) geschlagen geben. Hierauf folgten allerdings drei Sahnepartien, in denen Lev 2½ Punkte gegen einen Gegnerschnitt von 1650 holen konnte. Das bedeutete für Montag und den abschließenden Dienstag nochmals drei Gegner aus den vorderen Rängen jenseits der 1700er DWZ-Grenze, denen Lev sich allen nach hartem Kampf geschlagen geben musste. Mit 2½ Punkten aus 7 Partien erreichte Lev aber einen respektablen 39.ten Platz in der Endtabelle und macht ein gutes DWZ-Plus von 51 Punkten auf 1515.

Bei Niclas sollte es noch besser laufen. Wie erwähnt war er im erweiterten Favoritenkreis auf den Turniersieg anzusiedeln und spielte dementsprechend auf. Nach vier Runden konnte er alle bis dahin zugelosten Konkurrenten besiegen und spielte um Platz 1. mit. Nach einem ausgefochtenen Remis in Runde 5 verlor er leider in einer guten Stellung nach einem Springeropfer die sechste Runde und stand in der finalen Runde gestern Abend unter Siegzwang, um die Preisränge noch zu erreichen. Sein dwzloser Gegner aus Bad Schwalbach sollte es ihm nicht einfach machen, doch nach einem Qualitätsgewinn war der ganze Punkt nur noch Formsache für Niclas, der sich 5½ Punkte erspielte und damit den 3. Platz des C-Turniers samt 100 € Preisgeld sicherte. Auch er macht ein nicht zu verachtendes DWZ-Plus von 154 Punkten auf nun 1443 DWZ und bescherte sich ein nachgezogenes Weihnachtsgeschenk selbst. Herzlichen Glückwunsch hierzu!

Wer die Ergebnisse und Endtabellen im Einzelnen betrachten möchte, kann das unter dem unten stehenden Links tun. Einen Bericht beim Hessischen Schachverband zum Turnier gibt es auch bereits, in der Niclas ebenfalls namentliche Erwähnung findet. Den Artikel von Fabian Czappe findet man beim Hessischen Schachverband.
HEM 2025 B-Turnier bei chess-results: HEM B
HEM 2025 C-Turnier bei chess-results: HEM C

Die nächste Hessenmeisterschaft ist bereits im Mai kommenden Jahres. Der Ausrichter wird jubiläumsbedingt der benachbarte SC Ober-Ramstadt sein. Der Termin lautet: 14.05.-17.05.2026.

Jahresrückblick 2025

Der Schachclub beendet ein erfolgreiches Schachjahr

20.12.2025

Liebe Vereinsmitglieder,

Auch das Jahr 2025 steht bereits kurz vor seinem Ende und wie wahr gestaltet sich das Sprichwort „kurz sind die Jahre, lang die Tage“, wenn ich nun wie gewohnt zum Jahreswechsel meine Gedanken zum Verein in einem Rückblick niederschreibe. Wie vieles andere im Leben entwickelt sich auch der Schachclub stetig weiter – allerdings bisweilen erfreulicherweise nur im positiven Sinne. Es fällt ja schon regelrecht schwer zu entscheiden, mit welcher Erfolgsmeldung ich den Rückblick beginne, um einen roten Faden einzuweben. Beginnen wir doch mit dem Verein selbst, der als Institution von den Mitgliedern – also euch – gemacht wird.

Die Mitgliederzahl des Vereins wächst stetig in die Höhe und durchbricht die seit den 2000er Jahren nicht mehr erreichte Marke von 70 Mitgliedern. Der Anstieg ist hauptsächlich angetrieben durch die vielen Nachwuchsspieler in der Kinder- und Jugendabteilung, zu der praktisch pro Monat 1-2 neue Gesichter dazukamen und noch immer kommen. Die von den Betreuern geleistete, harte Jugendarbeit zahlt sich hierbei weiter aus und wirft immer wieder neue Erträge ab. Viele unserer Jugendlichen haben den Übergang zu den Erwachsenen mit Bravour geschafft und sich in den höheren Mannschaften und Spielklassen etabliert. Auch auf Turnieren zeichnen sie sich immer wieder aus und werden regelmäßig zum Bezirks- sowie neuerdings auch zum Hessenkader eingeladen, der Leistungsschmiede auf Landesebene, bei der eben nur die Besten teilnehmen dürfen.

Aber auch bei den Erwachsenen gab es Zuwachs und hier beginne ich nun mal auch ein paar Namen zu nennen. Denn mit Norbert bspw. ist uns ein Neuzugang gelungen, der sich nicht nur schnell in die Gemeinschaft eingefunden hat, sondern auch übermäßig in die Vereinsarbeit einbringt. So war Norbert sogleich bereit sich als Schiedsrichter für die zweite Mannschaft ausbilden zu lassen, frische Ideen für die Mannschaftsaufstellungen vorzuschlagen und das Jugendtraining zu unterstützen. Hier muss erfreulicherweise nicht mehr allein Roland die gesamte Betreuung der Jugendlichen stemmen, da Harald, Torsten, Paul und eben auch Norbert neben vielen anderen regelmäßig, aber auch mal in Vertretung hauptverantwortlich die Jugendlichen trainieren. Diese profitieren wie bereits erwähnt enorm davon und deren Erfolg färbt natürlich auch maßgeblich auf den Verein ab.

Sportlich gibt es dementsprechend ebenfalls nur Positives zu berichten. Im Bezirks 4er-Pokal hat sich der Verein nach ausgezeichneter Leistung bis ins Finale gespielt, hierbei auf dem Weg sogar eine Oberligamannschaft aus dem Weg geräumt und sich durch die Teilnahme am Bezirksfinale für den Hessenpokal qualifiziert, wo wir erst an der überlegenen Spielstärke von König Nied in Runde 2 scheiterten. Nachdem wir im vergangenen Jahr mit vier Mannschaften in den Bezirksligen antraten, konnten wir mit der neu gewonnenen Masse an Spielern eine weitere, fünfte Mannschaft etablieren und die so angewachsene Spielerdecke bislang ohne größere Probleme ausreizen. Abgesehen von der Bezirksklasse, die die 1. Mannschaft nach oben hin verließ, sind wir nun in allen bestehenden Ligen mit einem Team vertreten. Die 1. Mannschaft schlägt sich in der deutlich besser besetzten Starkenburgliga zur Saisonhälfte prächtig und hat den Klassenerhalt nach fünf Spieltagen gesichert. Neben Lev, der schon im vergangenen Jahr den Sprung geschafft hat, wurde nun auch Niclas in die 1. Mannschaft geholt und spielt dort eine sehr erfolgreiche erste Saison. In der 2. Mannschaft ist Bogdan mit 4 aus 5 eine tragende Stütze der Mannschaft, die sich abermals im oberen Tabellendrittel der A-Klasse mit überzeugenden Siegen festsetzen und um den Aufstieg mitspielen kann. Neu ist unsere 3. Mannschaft in der B-Klasse, die sich dort ebenfalls schnell einfinden konnte. In unserer vierten und fünften Mannschaft starten wie zuvor jeweils unsere Jugendlichen und Anfänger in ihre ersten ernsten Wettkampfpartien. Ein Novum stellt hierbei unsere fünfte Mannschaft dar: Sie besteht nämlich nur aus unseren Nachwuchsspielerinnen, die sich in ihren Einsätzen abwechseln und von Julianna als Mannschaftsführerin angeleitet werden. Mit ihnen stellen wir als Verein bezirksweit die einzige, reine Mädchenmannschaft! Es ist schön, dass wir auch in dieser Sparte des Schachs nun Fuß gefasst haben und in Zukunft bei Frauen- und Mädchenmeisterschaften wohl die ein oder andere Vertreterin des Vereins anfeuern dürfen!

In den vergangenen Jahren habe ich auch immer einen kurzen Blick auf das Vereinsleben geworfen, den ich auch jetzt nicht aussparen möchte. Bilden die Mitglieder metaphorisch gesprochen das Herz des Vereins, so sind die Vereinsabende der Herzschlag, der anzeigt, ob ein Verein „lebt“ oder nur auf dem Papier existiert. Hier freut es mich sehr, dass unser Vereinsraum im Glöckelchen freitags eher an seine Fassungsgrenzen stößt, anstatt noch viel Platz zu lassen. Im vergangenen Jahr haben wir auch neues ausprobiert und nach Vorstellung durch Tobias ein Chess960-Turnier veranstaltet, das guten Anklang fand. Neue Ideen werden mittlerweile auch proaktiv von den Mitgliedern an den Trainingsabenden geäußert und vorbereitet, sodass auch diese Themenabende rege besucht werden. Aber auch das Blitz- sowie das Langzeitturnier werden seit langem von mindestens 10, eher bald 15 Leuten pro Runde angenommen. Passend dazu darf ich verkünden, dass es auch bei diesen beiden vereinsinternen Turnieren engagierte Mitglieder gibt, die sich in Zukunft hauptverantwortlich um die Austragung kümmern. Für die Blitzturniere wird Paul in Zukunft der ständige Turnierleiter sein, da er das Monatsblitz immer zuverlässig mitspielt. Und für das Langzeitturnier sind ab 2026 Siggi und Torsten in Personalunion verantwortlich. Ich danke den Dreien für ihren Einsatz unsere Vereinsmeisterschaften federführend zu leiten und wünsche mir von allen Teilnehmern, dass sie weiterhin nicht nur in großer Zahl teilnehmen, sondern die drei in ihren Tätigkeiten unterstützen. Das Blitzturnier wird hierbei auf mehrfachen Wunsch in der Startzeit dem Langzeitturnier angepasst und beginnt ab 2026 um 20:15 Uhr.

Doch zurück zum Vereinsleben: das alljährliche Grillfest war erstmals von mehr Kindern als Erwachsenen besucht, was die Entwicklung und Verjüngung des Vereins nochmals unterstreicht. Wer es nicht glaubt, darf gerne nochmal einen Blick auf die Bilder werfen und nachzählen. Rolands Garten wurde so zum Outdoorspielplatz und das Grillfest abermals ein schöner Erfolg.

Für das kommende Jahr stehen allerdings schon neue Herausforderungen an. Einerseits wollen wir das 750-jährige Jubiläum der Gemeinde Groß-Zimmern am Festwochenende im Juni mitfeiern und uns am Festgeschehen mit einem eigenen Stand beteiligen, andererseits planen wir im Herbst ein großes Schachopen in der Mehrzweckhalle. Zu beiden Veranstaltungen laufen die Vorbereitungen im Vorstand bereits auf Hochtouren und bald wird auch Manpower von den Mitgliedern erforderlich werden, wenn uns beides gelingen soll. Allerdings habe ich keine Zweifel daran, dass der Verein sich in gebührender Weise einbringen und präsentieren wird.

Damit bleibt mir nur noch mich bei allen Mitgliedern für das vergangene, erfolgreiche Jahr herzlichst zu bedanken! Ich wünsche euch allen frohe Feiertage, eine erholsame und entschleunigte Zeit zwischen den Jahren und einen guten Rutsch ins neue Schachjahr, das ja schon bald beginnt. Der Verein öffnet am 02. Januar auch schon wieder seien Pforten, das erste Blitzturnier findet am 09. Januar statt. Danach folgen selbstverständlich der Start des Langzeitturniers, der 4er-Pokal und die zweite Saisonhälfte. Hier lohnt ein Blick in den aktualisieren Kalender.

Steffen Heß
1. Vorsitzender

Weihnachtsfeier der Jugend

17 Kinder spielen traditionelles Weihnachtsblitz

20.12.2025

Am gestrigen Freitag war es dann auch für unsere Kinder- und Jugendabteilung soweit. Es stand die Weihnachtsfeier vor der Winterpause an, bei der traditionell unter der Leitung von Roland ein Weihnachtsblitzturnier veranstaltet wird. In der ersten Gruppe spielten 11 Jungs mit, in der zweiten Gruppe traten 6 Mädchen an und spielten um die ebenfalls von Roland gestifteten Preise.

Bei den Mädchen setzte sich am Ende Athena mit starken 5 aus 5 durch und ließ damit keine Zweifel am Turniersieg aufkommen. Ihr folgten Arina mit 4 Punkten und Mila mit 3 Punkten auf dem Siegertreppchen.
Das Feld bei den Jungs war durchaus noch umkämpfter. Bis kurz vor Schluss zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lev und Niclas an. Lev gewann bis dahin alles, während Niclas gegen Demid lediglich ein Remis abgab. Im direkten Duell der beiden 1. Mannschaftspieler konnte Niclas durch einen derben Patzer von Lev die Führung übernehmen und gab sie nicht mehr her. Er gewann mit 9½ aus 10 vor Lev mit 9. Den beiden Tabellenersten folgte Luca mit 7½ auf Platz 3.

Zur Stärkung während des Turniers gab es von Angelika gebackenen Kuchen und Bretzeln, was bei den Kids selbstredend gut ankam. Herzlichen Dank für die Mühen und die schöne Bereicherung für die Kinder!

Bei der Siegerehrung überreichte Roland dann auch seine aus China mitgebrachten Preise: wunderschön verzierte Lesezeichen in verschiedenen Motiven, ebenso traditionell verzierte Stäbchen und die berühmten Erdnüsse, die wir auch schon bei den verschiedenen Vereinsfesten genießen durften. Zusätzlich gab es natürlich auch in weihnachtlicher Manier für jeden Teilnehmer Schokolade, womit die Weihnachtsfeier der Kinder- und Jugendabteilung harmonisch zu Ende ging.

5. Spieltag - Bericht

Ein auf Augenhöhe geführter Spieltag

14.12.2025

SC Groß-Zimmern I. - Ladja Roßdorf I. 3½ : 4½
Nach dem erspielten Klassenerhalt kann die erste Mannschaft nun jedes Match ganz locker angehen und empfing zum heutigen Spitzenspiel der Starkenburgliga nicht nur Ladja Roßdorf, sondern auch den Rückkehrer Roland, der die Mannschaft somit vervollständigte. Erstmals traten wir damit in der gemeldeten Bestbesetzung an und führten gegen ein leicht ersatzgeschwächtes Roßdorf einen Kampf auf Augenhöhe, der dem Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter sicherlich gerecht geworden ist.

Roland an Brett 2. war dann auch der erste, dessen Partie endete. Nachdem er in der Eröffnung für Entwicklung einen Bauern opferte einigte er sich mit seinem Gegner zeitnah auf die Punkteteilung als klar wurde, dass er für den geopferten Bauern zwar Kompensation hatte, aber wohl nicht mehr erreichen konnte. Roland durfte damit seinen Einstand in diese Saison recht kräfteschonend angehen und den übrigen Partien zusehen, die den ein oder anderen schönen Kampf boten.

Das Ergebnis lautete erneut Remis. Diesmal zwischen Paul und seinem Gegner am 4. Brett, wo einfach beide Seiten nach vielen Abtauschen kaum noch Möglichkeiten hatte, irgendwas zu probieren. In beiden Lagern gab es keine Schwächen, noch waren diese durch Tricks zu provozieren, sodass das Endspiel mit Leichtfigur, Dame und Turm auf beiden Seiten Remis gegeben wurde.

Auch nach dem Remis von Lukas, der an Brett 3. spielte, konnte keine Mannschaft in Führung gehen. Hier ging es doch schon schärfer zu, denn beide Könige blieben irgendwie in der Mitte stecken und mussten ohne zu rochieren zum Königsflügel laufen, während sie unter Feuer standen. Nachdem das erste Geplänkel aber überstanden war, konnte keiner mit den übrig gebliebenen Schwerfiguren so richtig durchschlagend angreifen, wonach man sich auch hier auf Remis einigte.
Dann gelang Roßdorf aber die Führung: Thomas an Brett 5. gab sich endlich geschlagen, nachdem er bereits in der Eröffnung eine Figur für zwei Bauern verlor. Er versuchte lange Zeit mit der intakten Bauernkette den Laden dicht zu halten, musste sich aber der Mehrfigur des Gegners schlussendlich fügen.

Steffen G. steuerte ebenfalls einen halben Punkt bei. In der Eröffnung verbrauchte er viel Bedenkzeit, um irgendwo das Vorteil sichernde Detail zu finden, konnte aber der Stellung kein Geheimnis entlocken und tauschte daher einige Figuren runter. Im resultierenden reinen Bauernendspiel bildeten sich beide Seiten einen Freibauern und brachten diesen zur Dame durch ehe ein Dauerschach das Remis besiegelte. Bei genauem Spiel, hätte Steffen das Bauernendspiel sogar gewinnen können, spielte aber zu schnell und sah nicht, dass der eigene König den gegnerischen Freibauern hätte aufhalten können.

Lev stand da schon auf Verlust. Nachdem er sich in der Eröffnung überspielen hat lassen und Weiß ohne Not ein starkes Bauernzentrum zugestand, verlor sein Gegner allerdings etwas den Faden. Lev ließ sich dann aber den König entblößen und musste in ein verlorenes Läuferendspiel runtertauschen, wo der Gegner auch die richtige Technik zeigte und locker gewann.

Auch Niclas remisierte eine eigentlich gewonnene Stellung. Im Mittelspiel neutralisierten sich beide Spieler, ehe Niclas Gegner am Königsflügel nach Angriff strebte. Hierbei verlor er aber eine Figur und Niclas war am Drücker. In Zeitnot verlor Niclas aber die Figur wieder und das schlussendliche Turmendspiel wurde Remis gegeben.

Den Schlusspunkt setzte ich dann am 1. Brett mit einem Sieg gegen Maurice und erspielte somit dem Ehrenpunkt für die gut kämpfende Mannschaft. Nach den ersten Zügen der Eröffnung wussten wir beide nicht mehr genau, wie die richtigen Fortsetzungen lauteten, doch Maurice spielte zwei ungenaue Züge nacheinander und ließ mich materiell durch Abzugsspringeropfer in Vorteil kommen. Ich musste zwar mein Läuferpaar abgeben, erhielt aber einen Turm und zwei Bauern dafür, die trotz Ungenauigkeiten meinerseits dank der Zeitnot von Maurice am Ende zum vollen Punkt reichen sollten.

Die erste Mannschaft muss etwas unglücklich und mit nicht genutzten Chancen ihre erste Niederlage der Saison einstecken. Da wir aber den Klassenerhalt schon sicher haben ist das heutige 3½ : 4½ kein Beinbruch.

TEC Darmstadt II. - SC Groß-Zimmern II. 3 : 3

Gegen Darmstadt musste man zu fünft antreten, da Norbert in einem wohlverdienten Weihnachtsurlaub weilt und sonst von Harald einfach kein Ersatzspieler aufzutreiben war. Nichtsdestotrotz rechneten wir uns gegen TEC Darmstadt II., das nicht sonderlich stark aufgestellt war, gute Chancen aus und konnten immerhin einen Punkt dort erspielen. Wolfgang, der mit Bogdan die Bretter tauschte, um dessen Farbwunsch zu entsprechen, hatte hierbei selbst keinen Gegner. Damit stand es also 1 : 1 von Beginn an.

Bogdan verlor dann in einer ausgeglichenen Stellung, wo er zu viel wollte, seine erste Partie der Saison und brachte damit Groß-Zimmern II. in Rückstand.
Den Ausgleich stellte Manuel an Brett 1 her. Manuels Gegner setzte früh auf Angriff, wo keiner war und opferte einen Springer in seine Rochadestellung, wonach Manuel im weiteren Verlauf einfach mit der Mehrfigur selbst auf Angriff schaltete, den schwarzen König übers halbe Brett trieb und nach dem Damengewinn Matt setzte.
Leider gelang es Darmstadt wieder in Führung zu gehen: Harald musste sich im Turmendspiel geschlagen geben. Bei gleichem Material entschied ein entfernter Freibauer des Gegners. Harald konnte den Bauern zwar mit Turm und König gewinnen, musste dafür aber den gegnerischen Monarchen in die eigene Bauernstruktur eindringen lassen, sodass dieser sich widerstandslos bedienen konnte.

Schlussendlich sicherte aber Dieter den Mannschaftspunkt, auch wenn er erneut nicht gut aus der Eröffnung kam und bedenklich eng stand. Sein Gegner ließ sich aber früh zu einem inkorrekten Läuferopfer hinreißen, womit Dieter, der das Opfer für zwei Bauern natürlich annahm, Oberwasser bekam. Die Mehrfigur wurde von ihm sicher zum 3 : 3 Endstand verwertet.

Die zweite Mannschaft klettert dank passender Ergebnisse mit dem Mannschaftsremis sogar tabellarisch etwas und ist nun vor der Winterpause auf dem 2. Platz der A-Klasse zu finden. Mit 8 Punkten und genügend Vorsprung hatte man nie etwas mit dem Abstieg zu tun und wird es im Laufe der Saison auch nicht mehr mit diesem zu tun bekommen. Eher winkt vielleicht sogar ein Aufstieg in die Bezirksklasse, der aber mit Blick auf die übrigen Paarungen ein hartes Stück Arbeit wäre.

SC Groß-Zimmern III. - SC Ober-Ramstadt II. 3 : 2

Beim Heimspiel gegen Ober-Ramstadt II. setzte sich die dritte Mannschaft knapp, aber verdient mit 3 : 2 durch und muss sich nur leicht ärgern, nicht noch höher gewonnen zu haben.

Den Reigen eröffnete Siggi am 5. Brett, der bereits nach der Eröffnung einfach auf eine zwischenzeitlich gewonnene Mehrfigur setzen konnte. Als später dank eines sauberen Königsangriffs die Dame dazu kam, dauerte es nicht mehr lange und Siggi setzte seinen jungen Gegner bald Matt.

Am 3. Brett einigten sich Gerd und dessen Gegner nach Abtausch aller Leichtfiguren und der Dame schnell auf Remis. Die Turmpaare spielten in der noch von Bauern verschlossenen Stellung keine Rolle, sodass die Punkteteilung mehr als gerecht ist.

Torsten setzt seinen Lauf fort und gewinnt die vierte Partie nacheinander. In der Eröffnung und nach dem Damentausch machte sich Torstens Entwicklungsvorsprung stark bemerkbar als er mit einem Springer auf d6 die halbe schwarze Mannschaft auf den Startfeldern festnagelte. Etwas später gab sein Gegner eine Qualität in hoffnungsloser Stellung ab, um wenigstens die Entwicklung abschließen zu können, doch die Qualität mehr auf Seiten Torstens war mächtig genug, um den Sack bald zuzuschnüren.

Am 1. Brett gelang Kosto ebenfalls ein Remis, an das ich zwischenzeitlich nicht wirklich geglaubt habe. Die Eröffnung behandelte er grenzwertig und verlor nach der langen Rochade plötzlich einfach eine Qualität, konnte das materielle Gleichgewicht aber durch einen Patzer des Gegners wieder herstellen. Hiernach bekam er ein Remisangebot und nahm an, da die Mannschaft damit auf gewinnbringende 3 Punkte kam.

Geschlagen geben musste sicher abermals nur Demid, der einen Sieg heute verdient gehabt hätte. Wie Siggi erspielte er sich nach der Eröffnung eine glatte Mehrfigur, fand in der dann doch noch kompliziert werdenden Stellung die richtige Umgruppierung für die eigenen Figuren und öffnete durch weitere Abtausche die Stellung, die ich als unverlierbar einschätzte. Leider weiß ich nicht wie Demid die Partie noch einstellte, aber mir wurde zugetragen er übersah einen Bauerndurchstoß auf die Grundreihe.

Die dritte Mannschaft kommt somit zurück in die Erfolgsspur und erobert Rang 3. der B-Klasse.

SC Groß-Zimmern IV. - SC Ober-Ramstadt III. 2 : 2
Die vierte Mannschaft kann mit einem 2 : 2 die am letzten Spieltag eroberte Tabellenführung erfolgreich verteidigen. Kir spielte am 3. Brett wie die Feuerwehr und war nach rund 30 Minuten fertig. Leider verlor er seine zwischenzeitlich aussichtsreiche Stellung nach zwei Patzern sehr schnell, aber das ist eben oftmals der Preis für (zu) schnelles Spielen.

Als Ersatzmann ans 4. Brett gekommen, gewann Anatoli eine lange Zeit ausgeglichene Partie durch ein schönes Matt mit Dame und Läufer. Bis dahin tauschten Anatoli und sein Gegner munter Figuren und es bahnte sich ein Remis an. Doch dann übersah der junge Ober-Ramstädter die Mattdrohung und Anatoli ließ sich nicht zweimal bitten.

Frank brachte die vierte Mannschaft dann sogar in Führung, obwohl er zu Beginn ziemlichen Quatsch spielte. Er ließ sich einen Springer fesseln, zog ohne Not dessen Schutzbauer weg, deckte den Springer dann mit Dame und König (!) mitten auf dem Brett und hatte Glück, dass der Gegner rochierte, anstatt mit Se4+ eine glatte Figur zu gewinnen. Aber auch danach stand Frank sehr unkoordiniert, konnte aber mit Springer und Läufer in die gegnerische Rochadestellung einsteigen und per Abzugsschach einen Turm und eine Figur gewinnen. Danach war Schluss.

Bleibt noch über Dinos Partie zu berichten. Dino war nicht fit und es war am Samstag noch fraglich, ob er überhaupt spielen konnte. Am Brett zeigte sich dann auch, dass Dino nicht sein volles Potenzial ausschöpfen konnte. Er opferte einen Läufer und versuchte mittels Doppelangriff mit der Dame, die Figur zurückzugewinnen. Doch der angegriffene Springer konnte sich zurückziehen und gleichzeitig das Schach der Dame parieren, wonach Dino zwar noch lange weiterkämpfte, aber der verlorenen Figur schlussendlich umsonst nachjagte.
Damit endete der Wettkampf mit Ober-Ramstadt etwas glücklich 2 : 2, aber das gehört auch mal dazu.

Schachforum Darmstadt X. - SC Groß-Zimmern V. 3 : 1
Auch beim Schachforum konnte unsere Mädchenmannschaft nicht vollzählig antreten und geht dementsprechend mit leeren Händen aus.

Antol, der als Ersatzmann von der vierten Mannschaft rüber zur fünften wechselte, ließ sich auf der e-Linie einen Doppelbauern verpassen, von dem er später einfach einen Bauern verlor. Danach tauschte sein Gegner mustergültig alles ab und spielte ein reines Bauernendspiel mit Mehrbauer wie nach dem Lehrbuch, sodass Antol aufgeben musste.

Julianna gewann schon früh in der Eröffnung einfach einen Turm, den der Gegner einfach stehen ließ, als er mit dem Läufer angegriffen wurde. Wenig später spießte sie die feindliche Dame mit dem zweiten Läufer auf und bekam die Hand zum Sieg gereicht.

Tina setzte den Schlusspunkt der Begegnung, wurde aber zügig Matt, nachdem sie in der Eröffnung einen Einschlag der weißen Dame auf g7 samt Turmverlust übersehen hatte.

Unserer fünften Mannschaft gelingt somit leider immer noch nicht der ersehnte erste Punkt, doch nach der Winterpause kann erneut angegriffen werden.

12. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Dieter verteidigt Vereinsmeistertitel im direkten Duell gegen Harald!

12.12.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 8 34,5
2. Harald Weber 1561 8 31,0
3. Siegfried Scholz 1341 5 36,5
4. Norbert Ziegler 1714 25,5
5. Paul Terre 1619 18,0
6. Thomas Beutel 1741 18,0
7. Kosto Ilievski 1432 4 30,5
8. Andreas Heun 1637 4 21,0
9. Frank Ahrens 786 3 40,0
10. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 3 31,5
11. Lev Cherniavskii 1428 25,0
12. Steffen Heß 2093 6,0
13. Antol Gasz / 2 16,5
14. Dino Turic 966 2 12,0
15. Torsten Wöhl 1404 14,0
16. Niclas Wagner 1290 1 23,5
17. Roland Rühm 1948 1 8,0
18. Helmut Weiser 1128 1 4,5
19. Joshua Gütte / ½ 6,5
20. Maurice Held 1866 ½ 2,5
21. Anatoli Hermann 745 0 13,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Anatoli Hermann - Antol Gasz 0 : 1
2. Niclas Wagner - Steffen Heß 0 : 1
3. Lev Cherniavskii - Thomas Beutel ½ : ½
4. Siegfried Scholz - Frank Ahrens ½ : ½
5. Andreas Heun - Dr. Wolfgang Beiersdorf 1 : 0
6. Paul Terre - Kosto Ilievski ½ : ½
7. Dieter Rauck - Harald Weber 0 : 1

Erneut 14 Spieler und einige Zuschauer haben sich zur Finalrunde im Glöckelchen eingefunden um den neuen Vereinsmeister im Langzeitturnier zu küren. In der 12. und abschließenden Runde war der Kampf noch offen, wenn auch auf zwei Spieler limitiert. Dieter führte die Tabelle mit 8 Punkten und einigen Buchholzpunkten vor Harald mit 7 Punkten an. Doch sollte Harald in der letzten Runde den einen Punkt aufholen und günstige Ergebnisse in den übrigen Partien ihm auch noch den ein oder anderen Buchholzpunkt verschaffen, wäre eine Aufholjagd noch möglich gewesen. Doch kommen wir zu den sportlichen Details:
Anatoli durfte als erster wählen. Seine Wahl fiel auf Antol, der sich die schwarzen Steine zuloste. Nachdem beide relativ unbeschadet die Eröffnung überstanden, konnte Antol im Mittelspiel eine Figur gewinnen, die ihm dann im weiteren Verlauf der Partie zum Sieg reichte. Am Ende setzte er auf der Grundreihe mit einem Turm Matt.

Der nächste Wahlberechtigte war Niclas. Unser Jugendtalent spielt in letzter Zeit so stark auf, dass er sich vor einer Herausforderung auch heute nicht scheute. Ich wollte im Moment seiner Wahl noch zu Paul flüstern: "Wetten, dass er mich heute nimmt?" und so sollte es auch kommen. Passend zum kommenden Spieltag loste ich mir Schwarz zu und kam im Altinder (eine heutzutage zurecht eher selten gewählte Verteidigung) echt nicht gut aus der Eröffnung. Nach den ersten Figurentauschen und Öffnung der b-Linie geriet ich unter Druck, da Niclas für seine wertvolleren Figuren bessere Felder fand und mein Zentrum gefährlich aufsprengte. Leider verlor er hier den Faden, ließ mir nach dem Damentausch zu viel Spiel zukommen und verlor erst zwei Bauern, dann seinen Läufer ehe er aufgeben musste. Eine bis zum Wendepunkt sehr gute Partie von Niclas, der nur noch wenige Feinheiten und Details missen lässt, bevor er mich einfach zusammenschiebt.

Unser zweites Jugendtalent Lev forderte Thomas heraus, der bereits in der Eröffnung eigentlich die Partie einpatzte. In einer recht bekannten Eröffnungsfalle hätte Thomas bei den richtigen Abwicklungen von Seiten Levs mindestens eine Qualität verlieren müssen, doch Lev jagte einem Bauern nach, den Thomas sicher mit präzisem Gegenspiel zurückgewann. Nachdem alle Schwerfiguren vom Brett verschwanden und man mit jeweils zwei Leichtfiguren plus sechs Bauern eine symmetrische Stellung erreichte, einigten sich beide auf Remis. Lev lässt hier einen Punkt liegen, den er mit seinem taktischen Auge sonst eigentlich einfährt und Thomas kommt zum Abschluss des Turniers mit einem blauen Auge davon.

Turnierleiter Siggi bekam es mit Frank zu tun und fand sich nach der Eröffnung im Hintertreffen. Frank eröffnete nicht ganz sauber, konnte Siggi aber mit einem Abzug überlisten und einen Bauern gewinnen. Nach einem verheerend aussehenden Angriff mit Springer und Dame auf Siggis im Zentrum stecken gebliebenen König, dachte ich schon, dass Frank den Sack bald zu machen würde. Doch es folgten Tauschabwicklungen, die plötzlich im doppelte Turmendspiel mündeten, das nach Angebot von seiten Siggi im Remis endete. Frank zeigt eigentlich einmal mehr, dass auch er einen gewaltigen Sprung gemacht hat. Doch der schlussendliche Killerinstinkt lässt er noch ein wenig vermissen, sodass auch Siggi froh über ein gewonnenes Remis sein kann.

Partie 5. lautete Andreas - Wolfgang, wobei letzterer am Königsflügel einen Bauern verlor. Dieser sollte im resultierenden Endspiel nach einiger Vorbereitung durch die weißen Türme und König Andreas zum Sieg verhelfen. Wie die Partie im Detail ausgegangen ist, kann ich nicht berichten, da mir das Ende entgangen ist, doch es wird sich um den weißen Freibauern gedreht haben.

In der Partie Paul - Kosto ging es tatsächlich noch um Platz 3. Paul hätte hierfür gegen Kosto gewinnen müssen, biss sich allerdings an dessen hartnäckiger Verteidigung, die durch verkeilte Bauern begünstigt wurde, die Zähne aus. Paul hatte hierbei sogar das Läuferpaar, dass aber dank der geschlossenen Stellung keine Wirkung entfalten konnte. Im Endspiel blockierte Kosto alle Einbruchsfelder für Pauls König und erzwang dadurch einfach die Punkteteilung.

Kommen wir damit zu der Paarung, auf die alle gebannt heute blickten. Harald forderte Dieter tatsächlich in einem 1-gegen-1-Duell zum Finale, musste aber mit den schwarzen Figuren Druckspiel erzielen und die Partie, die Dieter früh durch Abtauschen zu verflachen suchte, am leben erhalten. Tief in der Nacht, schon nach 0 Uhr, kneteten beide ihre Stellung immer noch, in der beide eine Dame, einen Turm und 3 Bauern hatten. Harald hatte hierbei sehr lange die Möglichkeit über Schachs mit der Dame dem geöffneten König von Dieter zu Laibe zu rücken. Nach über 10 Zügen fand er tatsächlich noch die richtigen Ressourcen und setzte Dieter am Ende doch noch Matt, womit das Rätselraten und Rechnen losging, wer denn nun gewonnen hat. Harald schaffte durch den Sieg im direkten Vergleich noch mit Dieter nach Punkten gleichzuziehen. Beide lagen bei starken 8 Punkten. Doch die Buchholzwertung, in der Dieter zweieinhalb Punkte Vorsprung hatte, hielt und Dieter verteidigte trotz einer Niederlage in der Finalrunde erfolgreich den Vereinsmeistertitel im Langzeitturnier!

Herzlichen Glückwunsch hierzu! Ihm folgen auf Rang 2. Harald, der sich trotz erbitterstem Kampf mit Silber begnügen muss, und auf Rang 3. Siggi, dem das Remis gegen Frank reicht, Paul auf Abstand zu halten. Mit 5 Punkten sicherte er sich den Treppchenplatz.

Jugendbezirksmeisterschaften im Einzel 2025

Ergebnisse von Lev und Niclas

07.12.2025

Wie zuvor bereits berichtet, haben Lev und Niclas bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Jugend in Darmstadt teilgenommen. Die Altersklassen U14, U16 und U18 spielten hierbei ein gemeinsames Turnier, das auf fünf Runden ausgelegt war und gleichzeitig die Qualifikation für die Hessenmeisterschaften über Ostern darstellt.

Am Samstag standen drei Runden auf dem Spielplan. Lev startete in der U16, Niclas in der U18. Beide waren der DWZ nach in der oberen Tabellenhälfte angesiedelt und in Runde 1. als Favoriten gesetzt. Dementsprechend gab es gegen nominell deutlich unterlegene Gegner keine Überraschungen, sondern je einen vollen Punkt für unsere Nachwuchsspieler. In Runde 2 konnte Lev dann nochmal als stärkerer Spieler voll zugreifen, während Niclas gegen den an 2. gesetzten Darmstädter Medhansh Nain antreten musste. Niclas erspielte sich eine bessere Stellung, patzte sie aber später wieder ein. Zur dritten Runde wurden die beiden Zimmner sogar gegeneinander gepaart und spielten fix Remis, um Kräfte für den Sonntag und die finalen Runden zu sparen.

Lev, der mit 2½ aus 3 dann auch super Chancen hatte, das Turnier zu gewinnen, musste in der vierten Runde gegen den Turnierfavoriten und verlustpunktfreien Ersten Shahzaib Shanawaz Thrabrez aus Langen antreten. Hier setzte sich erneut der Favorit durch, der dann auch durchmarschierte und das Turnier gewinnen sollte. Lev spielte dann in der finalen Runde noch ein fixes Remis, da er nach der Niederlage in Runde 4 keine Chancen mehr auf den Turniersieg hatte. Niclas holte leider wie Lev nur noch einen halben Punkt aus den beiden Schlussrunden. In der ersten Runde heute Morgen verspielte er abermals in Zeitnot eine gewonnene Stellung und musste dann gegen den einzigen anderen Teilnehmer der U18, Nico Hafner (SK Gernsheim), um die Qualifikation zur Hessen und den Bezirksmeistertitel spielen. Hier kam er zwar schlechter aus der Eröffnung, hatte aber im Mittelspiel plötzlich die besseren Felder für die Figuren. Allerdings schlug die Zeitnot nochmals zu und nach einem Springeropfer verlor Niclas einen Turm, wonach er kurze Zeit später die Gegenwehr einstellte.

Leider sind den beiden damit trotz guter Kämpfe keine Titel oder Qualifikationen zur Hessen gelungen. Lev hat einfach das Pech in der eigenen Altersklasse mit Shahzaib einen um locker zwei Klassen besser spielenden Gegner zu haben, während Niclas viele Punkte durch Zeitnot hat liegen lassen.
Ergebnisse und Tabellen gibt es bei chess-results: BJEM 2025

Weihnachtsblitz 2025

Ein neuer Vereinsmeister ist gefunden | Erfolgreiche Weihnachtsfeier des Schachclubs

06.12.2025

Zum Abschluss des Jahres haben wir am Freitag wie gewohnt unser Weihnachtsblitz veranstaltet. Beim letzten Monatsturnier der Vereinsmeisterschaft wurden die anwesenden Mitglieder mit den üblichen Köstlichkeiten (Warme Würstchen, Frisches Brot, Gurken und Pizzabrötchen von Pauls Frau - vielen Dank nochmals an dieser Stelle!) bewirtet, konnten aber wählen, ob sie das normale Blitzturnier spielen oder am Nachbartisch Skat spielten.

Beide Angebote wurden rege angenommen. So spielten Torsten, Siggi und Gerd den Abend hinweg eine lustige Skatrunde, in der Gerd mit sage und schriebe 1168 Punkten und deutlichem Vorsprung am Ende gewann. Beim Blitzturnier hatten sich 11 Spieler eingefunden. Unter diesen setzte sich schlussendlich Steffen mit 9½ Punkten gegenüber der Konkurrenz durch. Das Turnier selbst war sehr ansonsten sehr ausgeglichen verlaufen. Den zweiten und Vorletzten trennen gerade mal 2½ Punke. Unterstrichen wird dieser Umstand auch vom Tunierergebnis von Niclas, der zwar "nur" vier Punkte holte, diese jedoch gegen Leute auf den Plätzen 2.-4., also die späteren Turniersieger.

Nach Abschluss der Gesamttabelle können wir damit dann einen neuen Vereinsmeister krönen. Tobias, der gestern überraschend nicht da war und beim Weihnachtsblitz nicht antrat, konnte von Paul nicht mehr eingeholt werden. Er wird in Abewesenheit mit starken 915,8 Punkten Vereinsmeister 2025. Hinter ihm landet Paul mit 845,2 Punkten und Roland, der trotz lediglich 7 Teilnahmen auf 654,8 Punkte kam. Auch er konnte in Abwesenheit nicht mehr vom Treppchen gestoßen werden. Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger!

Niclas und Lev spielen darüber hinaus in Darmstadt auch die Jugendbezirksmeisterschaften der Altersklassen U14-U18 mit. Das Turnier, das erst morgen Abend fertig werden wird, ist gleichzeitig das Qualifikationsturnier für die an Ostern stattfindende Hessenmeisterschaft. Natürlich werde ich über den Ausgang berichten.
Martin hat der derweil beim Nikolausblitz des SK Gernsheim teilgenommen. Das ELO ausgewertete Turnier wurde mit 15 Runden nach Schweizer System ausgetragen und zog 72 Spieler an. Martin schaffte es auf 7½ Punkte, also 50 %. In der ersten Turnierhälfte gewann er jeweils mit Weiß, verlor aber mit Schwarz gegen bessere Gegner. In der zweiten Hälfte des Turniers wechselte sich das komplett und Martin holte nur noch volle Punkte mit den schwarzen Steinen. Er landete auf dem 31. Platz.
Weitere Einzelergebnisse und Tabellenstände gibt es bei chess-results: Nikolausblitz Gernsheim

Jugend Grand-Prix in Babenhausen

Niclas, Lev und Joshua berichten von ihrer Teilnahme

30.11.2025

Zum dritten Teilturnier des diesjährigen Starkenburger Jugend Grand-Prixs fuhren Lev, Niclas und Joshua gemeinsam nach Babenhausen und nahmen dort in den Altersklassen U20 teil. Gewohnterweise wurden die anwesenden Teilnehmer in mehreren Altersklassen als ein Gesamtturnier zusammengefasst, sodass es auch zu Duellen zwischen den zimmner Nachwuchsspielern kam. Hier konnte Niclas eine eigentlich ausgeglichene Stellung gegen Lev gewinnen und den ganzen Punkt für sich beanspruchen.

Nichts destotrotz machten alle drei in Babenhausen eine gute Figur. Das lag nicht zuletzt auch an den neuen Vereinsklamotten, die Paul für uns angefertigt hatte. Aber auch an der sportlichen Leistung der drei. Joshua, der sein zweites Turnier spielte und weiter Erfahrung sammelt, schaffte 1½ Punkte aus den 7 angesetzten Runden und hätte es auch auf 2 volle Punkte bringen können, setzte aber in einer seiner Partien den Gegner patt, sodass es zu einer Punkteteilung kam.
Lev holte insgesamt 4 Punkte und belegte den 4. Platz der U20. Niclas erspielte sich einen halben Punkt mehr und damit den 3. Platz der U20. Beide sammeln für die Gesamtwertung wichtige Serienpunkte, die sie beim abschließenden Turnier in Ober-Ramstadt noch weiter aufstocken können. Anbei noch der Link zu den Endtabellen des Turniers in Babenhausen: 3. Teilturnier.

Währenddessen florierte das Jugendtraining in unserem Vereinsheim, dem Glöckelchen, am vergangenen Freitag mal wieder so richtig auf. Nahezu 20 Kinder waren da und wurden von Torsten, Paul und mir betreut, bis alle müde gespielt waren. Anbei mal ein Blick in den proppevollen Trainingsraum.

3. Gernsheimer Schnellschachcup 2025

Niclas, Lev und Steffen können es nicht lassen

22.11.2025

Bei frostigen Minusgraden haben sich heute Lev, Niclas und spontan auch Steffen auf den Weg nach Gernsheim gemacht, um dort den 3. Schnellschachcup mitzuspielen. Das auf sieben Runden ausgelegte Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement hat für viele Schachfreunde, die die kleinen Turniere in Gernsheim als Dauergäste mitspielen, ebenso seinen Reiz. Denn neben kleinen Geldpreisen wird das Turnier nach Rapid-Elo ausgewertet. Dass Langzeitturniere mit einer offiziellen Ratingzahl ausgewertet werden, kennt man ja. Dass das aber auch bei Schnell- oder Blitzschach gemacht wird, ist zumindest in Deutschland eher ungewöhnlich.

Die Gernsheimer, die als Turnierorganisatoren ein glückliches Händchen haben, zogen so immerhin 39 Spieler ins eigene Vereinsheim. Darunter drei FMs und einige gute Spieler jenseits der 2000 Elo, mitsamt Fabian Czappa, der als Schiedsrichter gewonnen werden konnte. Bereits in Runde 1. gab es ein internes, zimmner Duell. Lev und ich spielten am 6. Brett gegeneinander. Wir hatten uns vorab im Wechsel mit Niclas schon in einigen Blitzpartien warmgespielt (was bei den heutigen Temperaturen nicht zu unterschätzen war!) und kamen daher schnell in eine bereits zuvor angeteste Eröffnungsvariante des Najdorf-Sizilianers. Hier überspielte Lev mich mit seinem Läuferpaar mehr und mehr, fand dann aber keine zielführende Verstärkung und verlor am Ende sogar noch knapp auf Zeit.
Levs Auftakt war damit eher verhunzt, er steckte aber nicht auf und spielte ein grundsolides Turnier bis zur letzten Runde. Nach Abschluss der siebten Runde brachte Lev es auf 4 Punkte und den 17. Platz, was ihm den Ratingpreis <1700 Elo einbrachte. In der auf chess-results angegebenen Rapidwertung hat er nun 1788 Elo.

Niclas erwischte leider ein Turnier zum vergessen. Obwohl er sich in den meisten Partien wacker schlug, wollten ihm einfach keine Punkte gelingen. Immer wieder patzte er in entscheidenden Momenten seine Partien weg, woran auch die hin und wieder auftretende Zeitnot mitschuld war. Mit 2 Punkten aus sieben Runden wurde er 35ter, knapp hinter seinem Startrang. Seine Rapid-Elo liegt bei 1267 und damit nahe seiner aktuellen DWZ, die allerdings deutlich zu niedrig eingestuft sein dürfte.

Obwohl ich ursprünglich gar nicht mitspielen wollte und Niclas am Abend zuvor mich noch überredete teilzunehmen, bin ich im Nachhinhein froh, mit nach Gernsheim gekommen zu sein. Nach meinem glücklichen Auftaktsieg über Lev, torkelte ich bis zum Ende des Turniers weiter auf dem Glückspfad voran und schaffte es auf 5½ Punkte. Geschlagen geben musste ich mich nur dem späteren Turniersieger FM Zuyev, konnte aber in der finalen Runde gegen Maximilian Müller (bekanntlich auch FM) noch einmal voll zuschlagen mir den 3. Platz des Turniers sichern. Meine Rapid-Elo soll in der Erstauswertung 2224 betragen - wers glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Wie dem auch sei, den Gernsheimern sei ein Dank und Lob für dieses kurzweilige Schnellschachturnier ausgesprochen, zu dem ich im nächsten Jahr gerne wieder kommen werde, um meinen Treppchenplatz zu verteidigen. Das angefügte Bild habe ich ebenfalls vom SK Gernsheim gestohlen - was aber sicherlich in Ordnung geht.

Wer sich für die Einzelergebnisse und Abschlusstabelle interessiert, wird unter chess-results.com fündig: Gernsheimer Schnellschach-Cup

11. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Entscheidung vertagt!

15.11.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 8 23,0
2. Harald Weber 1561 7 20,5
3. Siegfried Scholz 1341 29,5
4. Norbert Ziegler 1714 24,0
5. Paul Terre 1619 4 25,5
6. Thomas Beutel 1741 4 14,0
7. Kosto Ilievski 1432 24,0
8. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 3 25,0
9. Andreas Heun 1637 3 16,0
10. Frank Ahrens 786 32,0
11. Lev Cherniavskii 1428 2 19,0
12. Dino Turic 966 2 11,0
13. Torsten Wöhl 1404 9,0
14. Steffen Heß 2093 4,5
15. Niclas Wagner 1290 1 18,5
16. Antol Gasz / 1 15,5
17. Roland Rühm 1948 1 8,0
18. Helmut Weiser 1128 1 4,0
19. Joshua Gütte / ½ 5,5
20. Maurice Held 1866 ½ 1,5
21. Anatoli Hermann 745 0 10,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Maurice Held - Steffen Heß ½ : ½
2. Antol Gasz - Joshua Gütte ½ : ½
3. Norbert Ziegler - Niclas Wagner 1 : 0
4. Lev Cherniavskii - Paul Terre 1 : 0
5. Siegfried Scholz - Andreas Heun 0 : 1
6. Kosto Ilievski - Dr. Wolfgang Beiersdorf 0 : 1
7. Frank Ahrens - Dieter Rauck ½ : ½

In der Vorschlussrunde fanden sich sage und schreibe 14 Teilnehmer für das Langzeitturnier im Glöckelchen ein. Auch die resultierenden Paarungen waren nicht von großen DWZ Unterschieden geprägt, sondern fanden eher auf Augenhöhe statt, sodass sich an jedem Brett eine spannende Partie entwickelte. Insbesondere von Bedeutung war die Abwesenheit von Harald, der als einziger Dieter noch von der Titelverteidigung abhalten kann. Dementsprechend hatte Dieter, der vor der Runde bereits einen halben Punkt mehr als Harald hatte, die Chance mit einem Sieg eine Vorentscheidung im Titelrennen herbeizuführen. Doch dazu am Ende mehr.
Der erste Wahlberechtigte war Neueinsteiger Maurice, dessen Wahl auf mich fiel. Da ich mir die schwarzen Figuren loste, kam es zu einem Vorgeplänkel des nächsten Spieltags, wo wir zwei mit der selben Farbverteilung aufeinander treffen. Maurice verpasste mir in der Eröffnung einen Isolani und versuchte diesen zu belagern und zu gewinnen. Wir kamen ins reine Schwerfiguenendspiel, wo ich zunächst keine Probleme hatte, den Bauern zu halten. Maurice tauschte auch beide Türme ab und brachte uns ins Damenendspiel, wo wir uns eigentlich schon früh auf Remis hätten einigen können. Doch wir zockten in Zeitnot noch weiter bis die auch die Damen vom Brett verschwanden, brachten beiderseits im resultierenden, risikoreichen Bauernendspiel einen Bauern durch und waren zurück in einem Damenendspiel, das durch Dauerschach Remis endete. Laut Computer war die Partie an einer Stelle für mich, an der anderen für Maurice gewonnen, doch die Zeitnot verhinderte für uns beide schlimmeres.

In der zweiten Partie trafen Antol mit Weiß und Joshua mit Schwarz aufeinander. Die beiden folgten längere Zeit bekannten spanischen Fahrwassern, ehe Antol positionell in Vorteil kam. Er verpasste Joshua zwei Doppelbauern, gewann als die Stellung sich öffnete auch zwischenzeitlich zwei Bauern, ließ Joshua aber dadurch mit den restlichen Figuren gut ins Spiel kommen. Nach einer Springergabel und Aktivierung der Türme auf die zweite Reihe, konnte Joshua in ein remisliches Bauernendspiel überleiten und den halben Punkt festhalten.

Die nächste Paarung lautete Norbert - Niclas. Hier entwickelte sich trotz des deutlich größeren Entwicklungsvorsprungs von Norbert ein heißer Kampf um Norberts weißen König. Der fühlte sich in seiner langen Rochade deutlich unwohl, als Niclas mit beiden Springern und seinem weißfeldrigen Läufer wichtige Felder rund um Norberts Monarchen in Beschlag nahm. Im weiteren Verlauf gab Niclas zwei Figuren für einen Turm und dadurch die Initiative ab. Norbert ließ sich danach den Vorteil auch nicht mehr nehmen und gewann die zwischenzeitlich bedenklich gewordene Partie.

Lev forderte Paul zu einer Revanche heraus und bekam bei der Auslosung die weißen Figuren. In einer sich schnell entwickelnden Partie gewann Lev frühzeitig eine Qualität für einen Bauern und hatte Pauls König schon in die Brettmitte getrieben. Hier gab es mehrerer Wege den Sack frühzeitig zu zu machen, doch Lev spielte nicht ganz sauber weiter und ließ Paul noch etwas Gegenspiel aufziehen. Paul griff mit Läufer, Springer und dem verbleibenden Turm Levs König an, gewann auch einen weiteren Bauern, den Lev zur Sicherheit des eigenen Königs gab, hatte danach aber einen Aussetzer und vergriff sich in der noch kampfbetonten Partie, sodass Lev gewann. Ich habe das genaue Ende leider nicht mitbekommen, gehe aber davon aus, dass Lev durch einen Einsteller noch groß Material gewann.

In der fünften Partie des Abends wählte Andreas Siggi als Gegner aus. Siggi, der die weißen Steine führte, geriet aber früh unter Druck als Andreas die Rochadestellung Siggis zerstörte, ihm einen Doppelbauern auf f3 verpasste und dabei eine ganze Figur einheimste. Mit dieser Mehrfigur war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis Siggi die Waffen streckte, da Andreas die nötige Technik besaß und die Partie locker runterspielen konnte.

In der sechsten Partie musste sich Wolfgang einem stark aufspielenden Kosto und dessen weißen Figuren erwehren. Kosto ergriff im Mittelspiel die Initiative, drängte mit Bauernvorstößen am Königsflügel Wolfgangs Schwerfiguren aus dem Zentrum heraus und drückte einen Freibauern bis nach d7. Hier drohte Kosto mehrfach über das Feld c8 mit Schach den Bauern auf Wolfgangs Grundreihe zu schieben, doch Wolfgang setzte alles auf eine Karte und suchte über die lange Diagonale g1-a7 mittels Mattangriff auf den geöffneten König Kostos Gegenspiel. Nach einem Schach wählte Kosto das falsche Fluchtfeld für den König und wurde kurzerhand von Wolfgang mattgesetzt.

Kommen wir damit zur Partie Frank - Dieter, in der wie eingangs erwähnt Dieter durch einen Sieg vorzeitig hätte Vereinsmeister werden können. Doch Frank wollte es Dieter nicht leicht machen: In einer verkeilten Stellung gewann Frank einen Qualität und befand sich schon auf der Siegerstraße. Zuvor hatte er alle Gelegenheiten durch Bauernhebel die Stellung zu öffnen, ausgeschlagen und insbesondere für Dieters Springer die Stellung verkeilt und ihn so nicht zu Spiel kommen lassen. Nach einem ersten Remisangebot von Seiten Dieters schlug Frank, der die Stellung soweit richtig und für sich selbst vorteilhaft einschätzte, die Punkteteilung aus, bot aber kurze Zeit später selbst Remis an, das von Dieter sogleich angenommen wurde.
Bei entsprechend ausfallenden Ergebnissen, hätte auch dieses Remis Dieter zur direkten Verteidigung des Vereinsmeistertitels gereicht, da seine Buchholzwertung gegenüber der von Harald uneinholbar gewesen wäre. Nun ist die Entscheidung aber vertagt. Haralds Gegner aus dem gesamten Spieljahr punkteten gestern besser, als die von Dieter, sodass rechnerisch noch alles möglich ist. Dieter hat indes aber nun einen ganzen Punkt Vorsprung und kann sich bei einem Remis in der finalen Runde - vielleicht auch gegen Harald selbst - den zweiten Vereinsmeistertitel in Folge sichern. Sollte Dieter allerdings die finale Runde verlieren und Harald gewinnen, egal ob im direkten Duell oder nicht, kommt es auf die angesprochene Buchholzwertung an. Hier schmolz der Vorsprung Dieters von 4 Punkten auf 2,5 Punkte zusammen. Das ist an für sich immer noch komfortabel, aber alles andere als uneinholbar.
Doch warten wir die Schlussrunde mal mit Spannung ab. Runde 12. wird am 12. Dezember gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

2. Falkensteiner Schnellschachopen 2025 & Hessischer Schulschachwettbewerb

Niclas gewinnt Ratingpreis DWZ bis 1500 DWZ | Lev mit Schulmannschaft erfolgreich

12.11.2025

Im idyllischen Falkenstein in Rheinland-Pfalz fand am vergangenen Samstag das 2. Falkensteiner Schnellschachopen statt, das von Martin, der dort seine neue Heimat gefunden hat, organisiert und geleitet wurde. Angesetzt waren sieben Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten + 5 Sekunden Inkrement von Beginn der Partie. Niclas und ich haben uns auf die Einladung von Martin auf den Weg gemacht und sind hingefahren. Leider haben wir uns auf dem Weg dorthin ab Mainz ganz schön verfahren und mussten mehr als uns lieb ab das Navi bemühen, um immerhin noch mitten in der ersten Runde ins Turnier zu platzen und mitzuspielen.

Glücklicherweise waren wir aufgrund der teilnehmenden Spieler auch in der ersten Runde direkt gegeneinader gepaart und konnten ohne jemanden warten zu lassen unsere Runde ausspielen, in der ich mit meiner Erfahrenheit nochmal siegreich war, als Niclas eine gedeckte Figur in Zeitnot mit der Dame schlug und diese dadurch verlor. Danach mussten wir uns in einem sehr stark besetzten Feld aus 22 Teilnehmern gegen z.T. auch Oberligaspieler beweisen. Unter den Teilnehmern war ein IM und die halbe Mannschaft der SF Kaiserslautern, die im Schnitt von 2100 bis 2350 DWZ auf die Waage brachten und dadurch logischerweise als Favoriten auf den Turniersieg anzusehen waren.

Nach 4 Runden war Mittagspause und ich brachte es auf 3 Punkte, darunter zwei Remis aus äußerst bedenklichen Stellungen gegen eben zwei Oberligaspieler, aus denen ich mich wie durch ein Wunder noch retten konnte - Schnellschach eben. Niclas stand bei soliden 2 Punkten und hatte auch schon zwei bessere Gegner gehabt, gegen die er sich nur knapp geschlagen geben musste. Nachdem wir uns in der halbstündigen Mittagspause durch die angebotenen Speisen (jede Menge Kuchen, belegte Brötchen, Obst und eine wärmende Suppe) gestärkt hatten, waren wir für den Endspurt und die finalen drei Runden bestens vorbereitet.

Bei mir lief es nicht mehr ganz so rund. Nach einem Sieg in Runde 5 gegen einen nominell auch schlechteren Gegner folgten zwei knappe, aber verdiente Niederlagen gegen den späteren Turniersieger IM Murani und dem letzten Oberligisten aus Kaiserslautern. Mit 4 Punkten landete ich dann im Mittelfeld. Niclas hingegen konnte auch nochmal doppelt Punkten und ebenfalls mit 4 Punkten einen guten Platz erspielen, der ihm für die Leistung auch den Ratingpreis unter 1500 DWZ einbrachte.
Nach der Siegerehrung wurden wir vom Turniersieger noch zur nächsten Tankstelle begleitet, denn meine Tankanzeige neigte sich bedenklich der 0 Km Restfüllung, sodass wir schon leicht zitterten, ob wir es denn noch heim schafften. Doch auch das gelang uns dann einwandfrei und mit erleichterten Minen und einem schönen Samstagnachmittag in der Tasche fuhren wir glücklich heim.
Vielen Dank an Martin für die tolle Organisation und das Angebot, das, wie bereits geschrieben, auch einige sehr gute Schachspieler überzeugen und anziehen konnte. Es wäre schön, wenn es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben würde, an dem auch noch mehr Zimmner teilnehmen.

Auch Lev war die vergangene Woche neben dem Sonntagsspiel schachlich sehr aktiv und nahm mit seiner Schulmannschaft der Lichtenbergschule am hessischen Schulschachwettbewerb statt. Im vergangenen Jahr war den Jungs (3 Nachwuchsspieler des Schachforums zusammen mit Lev) bereits ein herausragender Treppchenplatz gelungen. Der Erfolg wurde dieses Jahr wiederholt. Die Mannschaft wurde in der Kategorie U18 Zweiter. Lev selbst spielte am dritten Brett mit 4 Punkten aus 5 Partien die beste Brettleistung und wurde mit einem Pokal belohnt.

Herzlichen Glückwunsch auch zu dieser Leistung! Im vergangenen Jahr berichtete sogar die Hessenschau über das Turnier und die Turniersieger. In diesem Jahr fand ich leider keinen Beitrag, was der Leistung aber keinen Abbruch tut. Danke auch an Julia, die mich hier mit den nötigen Infos versorgte und Bilder zuschickte, die ich gerne mit euch teile.

4. Spieltag - Bericht

Erste sichert Klassenerhalt an schwierigem Spieltag für gesamten Verein

09.11.2025

Obwohl der gesamte Verein sportlich sehr gut in die Saison gekommen ist und in allen Ligen auf oder gar über dem eigenen Niveau spielt, standen die Vorzeichen des heutigen Spieltags nicht sonderlich gut. Krankheitsbedingt fielen über alle Mannschaften hinweg am Samstag noch viele Spieler aus, sodass kurzfristig "groß rochiert" werden musste, wer denn nun wo spielt und welche Mannschaft mit vielen Leuten überhaupt antritt. Am Ende haben wir alle Mannschaften mehr oder minder spielfähig aufgestellt bekommen und erneut einen eigentlich recht erfolgreichen Spieltag trotz der widrigen Umstände bestritten.

TEC Darmstadt I. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 5½
Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen hatte die erste Mannschaft heute die Chance den praktischen Klassenerhalt (unser Saisonziel!) gegen den Gastgeber TEC Darmstadt I. dingfest zu machen. Ich hätte vorab gerne die erste Mannschaft so stark wie möglich aufgestellt, wir mussten dann aber mit sieben Stammkräften und einem freien Brett anreisen, sodass ich erneut leichte Bedenken hatte, wie das Spiel verlaufen wird. Doch ohne zu viel vorwegzunehmen, die erste Mannschaft spielt eine sehr gute und stabile Saison und unterstrich die aufgebaute Serie heute erneut mit einer beachtenswerten Leistung.

Das Spiel gegen den TEC nahm anfangs den gleichen Verlauf wie gegen Bad König. Da wir Brett 2. frei ließen, lagen wir sogleich mit 0 : 1 hinten, ehe Lev an Brett 7. den schnellen Ausgleich herstellen konnte. Sein Gegner opferte auf f2 einen Läufer gegen - ja gegen was eigentlich? Lev glaubte dem Bluff zurecht ebenso wenig, nahm den Läufer eiskalt raus und spielte sein Spiel mit der Mehrfigur ganz sauber zum vollen Punkt runter. Lev beweist damit einmal mehr, was er gelernt hat und erweist sich als zu abgezockt, um solch einen Vorteil noch aus der Hand zu geben. Ganz stark gespielt!

Am 5. Brett brachte uns Paul kurz darauf auch in Führung. Nachdem er mit einem genialen Angriff auf der f-Linie die gegnerischen Bauern vertrippelte und den feindlichen König entblößte - kurz gesagt also den Ronny machte - musste sein Gegner in ein klar verlorenes Turmendspiel mit zwei Bauern weniger runtertauschen und gab sich kurz danach geschlagen, da Paul trotz Endspiel die Kontrolle nie abgab.

Die erste Führung hielt nicht lange, da Thomas, der an Brett 4. spielte, bald seine Stellung vergeigte. Er hatte zu Beginn noch deutlichen Raumvorteil am Königsflügel und griff an, verlor aber in Zeitnot den Faden und ließ sich selbst überspielen. Sichtlich über den eigenen Partieverlauf verärgert, kiebitzte Thomas aber dann noch bei den anderen Brettern und fieberte mit, wie sich der Rest der Mannschaft beim Stand von 2 : 2 schlägt.
Das zwischenzeitliche 2½ : 2½ besorgte Lukas an Brett 3. Als er den in der Mitte stecken gebliebenen, schwarzen König über den offenen Königsflügel unter Feuer nahm, stand Lukas auf Gewinn, doch der Gewinnweg war schwer zu sehen und zieht sich über einige computerartigen Zugfolgen hinweg. Die Verteidigung hielt also und es wurde in ein Endspiel Springer plus 3 Bauern gegen Springer plus 3 Bauern runtergetauscht, dass gerechterweise Remis endete.

Dann wurden final die weichen auf Auswärtssieg gestellt: An Brett 1 konnte ich meine Partie kurz nach beendeter Zeitkontrolle durch Aufgabe gewinnen. Im Verlauf der Partie verirrte sich die feindliche Dame über a3 in mein Lager, hatte aber keine Rückzugsfelder mehr, sodass mein Gegner einen Springer für 3 Bauern geben musste. Da meine Figuren noch sehr unkoordiniert standen und sein mächtiges Bauernzentrum anzurollen drohte, durfte ich keine Zeit mehr verlieren und spielte so aktiv wie möglich gegen den wunden Punkt d5, auf dem ich meinen Springer schlussendlich platzieren und die Bauernwalze stoppen konnte. In Zeitnot patzte mein Gegner zwei Springergabeln und Material, sodass die unklare Partie vorbei war.

Auch Steffen G. spielte eine saubere Partie und gewann im Turmendspiel recht einfach. Er hatte im Mittelspiel bei zwei Türmen plus Läufer auf beiden Seiten die Kontrolle übernommen und dann einen Bauern fürs reine Turmendspiel gewonnen. Dieser Mehrbauer hätte deutlich schneller siegreich verwertet werden können, doch auch wenn Steffen hier leicht die Technik vermissen ließ, spielte er es ungefährdet nach Hause und sicherte kurz vor halb 3 den Mannschaftssieg.

Kurz darauf war auch Niclas endlich fertig. Nach ausgeglichener Eröffnung und gutem Kampf in gedrückter Stellung im Mittelspiel, schaffte er den Übergang in ein klar und einfach gewonnenes Endspiel 3 Bauern gegen 2 am selben Flügel. Als beide Spieler in der zweiten Zeitkontrolle waren und noch jeweils 30 Minuten Bedenkzeit hatten, verfiel Niclas aber in tiefstes Grübeln und zog mit sage und schreibe 2 Sekunden Restzeit endlich einen Zug. Den Rest der Partie musste er runterblitzen, schaffte es aber einen Bauern zur Dame zu bringen und Matt zu geben. Uns allen, die zugeschaut haben, fiel ein schwerer Stein vom Herzen - ihm ebenfalls.

Das war der Schlusspunkt zu einem verdienten 2½ : 5½ Auswärtserfolg in Darmstadt. Wir schrauben das Punktekonto auf 8 Zähler hoch und können den Rest der Saison äußerst entspannt angehen. Mit dem Abstieg sollten wir, wenn alles seinen rechten Weg geht, nichts mehr zu tun bekommen. Wer hätte nach 4 Spieltagen darauf gewettet? Ich persönlich nicht, dafür freut mich die bis hierhin herausragende Saison umso mehr. Insbesondere den jungen Leuten Niclas und Lev das Vertrauen auszusprechen und sie mit in die Starkenburgliga zu nehmen, stellt sich zur Hälfte der Saison als goldrichtig heraus. Meine Glückwunsche an euch für die klasse Leistung!

SC Groß-Zimmern II. - SV Griesheim 4½ : 1½
Es folgt erneut ein Bericht von Norbert, dem ich für die abgenommene Arbeit danken möchte!

Zweite Mannschaft gewinnt überlegen 4½ : 1½

Am vierten Spieltag hatten wir den Tabellenvorletzten Griesheim I. im Glöckelchen zu Gast. Dem Gegner sollte an diesem tristen Novembersonntag allerdings keine gute Stunde schlagen. Dies, obwohl unsere Nummer 1 Manuel erkrankt absagen musste, und wir daher das Spitzenbrett kampflos abgaben. Zudem fehlte Dieter, wurde aber durch Siggi aus der Dritten an Brett 6 ersetzt.

Kurz nach fast pünktlichem Beginn musste ich an meinem ersten Spieltag als "spielender Schiedsrichter" (nota bene: nicht aber „Unparteiischer“) tatsächlich eingreifen: an Brett 5 war die Uhr nicht in Gang gesetzt worden. Bei dieser Regel-Petitesse sollte es aber zum Glück auch bleiben.
Nach bereits nicht mal einer viertel Stunde standen bereits Bogdan an Brett 5 und auch Wolfgang an Brett 4 klar auf Gewinn, da sie schon in der Eröffnung ihrem Gegner eine Leichtfigur abnehmen konnten. So etwas entspannt dann ungemein.
Unglaublich war, dass Bogdan als Schwarzspieler tatsächlich mit der bekannten (?!) London-Trap den London-Läufer auf f4 abgreifen konnte. Die genau Zugfolge ist mir nicht bekannt, Grundidee ist aber wie folgt: nach 1. d4 d5 2. Lf4 h5?! 3. e3? e5! verliert Weiß den Läufer.

Es könnte folgen: 4. Lxe5 f6 5. Lg3 h4 6. Lf4 g5 und der Sack ist zu.

Sicherlich ist 2. ... h5 objektiv mindestens fragwürdig und sollte nicht (mehr) eingesetzt werden. Man muss sein Glück nicht überstrapazieren.
Wer allerdings geglaubt hatte, die Partien seien schnell beendet, sah sich getäuscht. So war es an Siggi nach ca. 2 Stunden den ersten Punkt und einzufahren und damit auf Ausgleich zu stellen. Zu Beginn stand er in der Eröffnung klar besser und hätte dort wohl bereits Bauer / Material und Stellung gewinnen können, verpatzte aber wohl statt dessen einen Bauern. Um seinen ca. 20. Zug herum hatte ich ihn zutiefst beneidet. Das lag erneut nicht an der Stellung, sondern daran, dass er Essen auspackte, was ich vergessen hatte. Derart gestärkt machte er in der Folge nicht so ganz kurzen Prozess mit seiner Gegnerin und nahm ihr Figur nach Figur ab, bis er mit 2T + S den Schwarzen vollends zusammen schob, was diese sich bis kurz vor Matt noch zeigen ließ.

Bogdan kam super aus der Eröffnung heraus und hätte schon dort früh das Spiel mit Königsangriff bei offener h-Line und Mehrfigur entscheiden müssen. Dies gelang aber nicht, vermutlich auch da er unnötig schnell zog und sich von seinem Gegner dazu anstecken ließ. Er musste tatsächlich bis weit über 40 Züge in das Endspiel gehen. In diesem hatte er dann mit Turm + 2 Springer gegen Turm um eine weitere Leichtfigur erhöhen können. Da Weiß keinerlei Schwindelchancen besaß, gab er schlussendlich auf. 2:1 für uns.
Nur wenige Zeit später kam es auch an Brett 4 zum Finale. Hier wickelte Wolfgang mit Springer und Läufer gegen ungleichfarbigen Läufer und 3 Bauern am Königsflügel in das Endspiel ab. Er hätte sich durchaus noch mühen müssen, aber in tätiger Nächstenliebe tauscht sein Gegner Läufer gegen Springer und machte es Weiß damit leicht. Wolfgang holte sich noch zwei (in Zahlen: 2) fabrikneue Damen. Die Kunst bestand darin, nicht Patt zu setzen, worauf sein Gegner wohl vergeblich spekulierte. Nach Matt musste er auch nicht mehr aufgeben. 3:1 für uns.

An den Brettern 2 und 3 wurde auch noch gespielt. Harald spielte als Weißer und zur Jahreszeit passend seinen geliebten soliden Zukertort 1. Sf3 (leider ohne „c“, oft aber mit c4). In einer soliden Partie konnte keine der beiden Parteien Vorteil erzielen. Es kam dann auch kurz nach dem 3:1 zu zweifacher Stellungswiederholung und damit zu Remis, was für uns das 3½ : 1½ und damit den Sieg bedeutete. Das entspannt noch mal mehr.

Norbert hatte mit Schwarz abgelehntes Damengambit auf dem Brett (war ja klar, da ich mich auf e4 vorbereitet hatte ...), von beiden Seiten ebenfalls weitgehend solide und bis zum 17. Zug absolut ausgeglichen gespielt.
An dem „blauen Teil“ sollten wir alle noch arbeiten. Falls Lust vorhanden. Jedoch steht zu befürchten bei 97% Genauigkeit in das Visier von GM Kramnik zu geraten (Cheater! Ban him!).

Allerdings verfolgte Weiß mit 18. f4?! einen wohl eher fragwürdigen Plan.

Weiß schafft sich damit unnötig 2 Schwächen: rückständiger Bauer auf e3 und Schwäche auf e4. Dort einen Vorpostenspringer zu platzieren war ein möglicher Plan für Schwarz. Der Angriff auf e3 der Andere.

Weiß konnte zwar in Folge den guten weißfeldrigen Läufer von Schwarz abtauschen. Nach 18. ... Sed7 19. Lf3 Lxf3 20. Sxf3 Lc5 21. Te1? Lb4! gewinnt eben genau ein Zug: Lb4! Vordergründig scheint nur der Bauer auf b2 flöten zu gehen, insgesamt bricht aber die weiße Stellung auseinander. Engines bewerten bereits nach 21. Te1? die Stellung von -0,3 auf -2,5. Allerdings muss man die Folge schon noch selbst am Brett finden und umsetzen.

Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:1 für uns. Als kurze Zeit später Harald den Sieg eingetütet hatte, bot mir mein Gegner in hochgradiger Verluststellung Remis an. Vermutlich nach dem Motto „kurzer Sonntag“ und „man kann es ja mal probieren“. Kurze Zeit später und durch Zugausführung abgelehntes Angebot kam es zu dieser netten Stellung:

Hier sind gleich 3 Figuren des Gegners gleichzeitig angegriffen. Hoher Materialverlust ist unausweichlich. Weiß probierte noch „Dönekes“ (um mit den Worten von TBG zu sprechen), gab dann aber nach Zug 31 auf.

Insgesamt ein gelungener Spieltag mit überzeugender Mannschaftsleistung aller Spieler! Durch den Sieg setzen wir uns oben in der Tabelle auf Platz 2 oder 3 fest, je nach Ausgang der Spitzenpaarung Eberscht vs.TEC.

Über Abstieg müssen wir sicherlich nicht reden. Aber eventuell vom Aufstieg träumen sei erlaubt!? Jedoch haben die Götter da ja bekanntermaßen noch den Schweiß vor den Erfolg gesetzt. Und bisher hatten wir ja auch eher die leichten Gegner. Die „dicken Brocken“ kommen noch.

Unseren Joker Siggi werden wir vermutlich nicht mehr so schnell einsetzen können, da er sich sonst festspielt. Bleibt zu hoffen, dass sich in der Dritten noch ein weiterer Spieler „warm“ läuft, wir werden ganz sicher erneut Ersatz benötigen.

SC Bad König II. - SC Groß-Zimmern III. 4 : 1

Die dritte Mannschaft wird nach einem 4 : 1 in Bad König entthront und rutscht in der Tabelle durch die erste Saisonniederlage etwas ab. Man muss dazu sagen, dass die dritte durch die vielen krankheitsbedingten Ausfälle am stärksten betroffen war und nur zu dritt in den Odenwald fuhr, sich dafür aber wacker bei meist übermächtigen Gegnern schlug.

Den einzigen Punkt erspielte Torsten am 3. Brett, nachdem er durch eine vorbereitete Taktik einen nur vermeintlich gedeckten Bauern schlagen konnte. Hätte der Schutzbauer den gerade vom Brett genommenen Kollegen zurückgeschlagen, wäre die Dame des Gegners flöten gegangen, sodass Torsten den Rest der Partie mit einem Mehrbauern spielen konnte. Er schaffte sich am Damenflügel nach dem Damentausch einen Freibauern und gewann mit einer weiteren Fesselung gegen den König den letzten schwarzen Läufer, der vergebens versuchte am Damenflügel eigene Bauern zu decken.

Am 2. Brett kämpfte Gerd erneut bis zum Äußersten, konnte aber den Spieß nach dem Einsteller einer Qualität nicht mehr umdrehen. Er übersah einfach zwischenzeitlich, dass sein Turm hing und lief dem Materialnachteil vergeblich hinterher, ehe er im 54. Zug die Waffen streckte.

Zu guter letzt fehlt noch der Bericht zum zweiten Spiel von Joshua, der Ersatzmann in der dritten machte. Nach guter Eröffnung zeigte Joshua abermals, dass er schon ein gutes Schachverständnis hat und hielt gegen einen routinierten Gegner lange Zeit gut mit. Im Turmendspiel ließ er sich dann aber von der Erfahrenheit des Gegners in die Passivität drücken und verlor zwei Bauern, sodass er am Ende im reinen Bauernendspiel schnell verlor. Trotz der Niederlage waren wir bei der Analyse im Glöckelchen alle sehr angetan von Joshuas Partie, dem offensichtlich nur noch etwas Erfahrung fehlt. Weiter so!

SK Gernsheim VI. - SC Groß-Zimmern IV. ½ : 2½
Die vierte Mannschaft ist beim Tabellenführer der C1-Klasse erfolgreich und siegt zu dritt mit ½ : 2½, da auch Gernsheim am gleichen Brett wie wir keinen Spieler hatte.

Kir fehlte leider, sodass am 3. Brett keine Partie entstand. Dino besetzte als Mannschaftsführer das erste Brett und ging eigentlich mit wehenden Fahnen unter, als er plötzlich kontern konnte. Er wurde von seinem überlegenen Gegner schnell überspielt und verlor drei Figuren. Andere hätten bereits aufgegeben, Dino trickste aber nochmal und setzte plötzlich mit den verbleibenden Kräften Matt!

Auch Antol an Brett 4. gewann seine Partie. Er verlor durch Bauerngabel zunächst eine Figur, kämpfte sich aber mit einem Freibauern zurück ins Spiel. Sein Gegner verteidigte diesen nicht konsequent und verlor einen ganzen Turm, um den Bauern aufzuhalten. Danach war es einfach für Antol, noch mehr Material einzusammeln und zum 60. Zug durch gewinn des gegnerischen Läufers die Partie zu beenden.

Frank steuerte das finale Remis bei. Seine Figuren gerieten nach der Eröffnung nicht wirklich zu Raum, da Weiß im Zentrum eine Bauernfront vorschob. Als sich die Stellung leicht öffnete wurden die Damen getauscht und darauf auch ein paar Bauern. Weiß opferte sogar einen Bauern für besseres Spiel, was Frank aber durch Deckung wichtiger Felder und der eigenen siebten Reihe decken konnte. Nach einem weiteren Bauerngewinn einigte sich Frank im Sinne der Mannschaft auf Remis um den Mannschaftssieg festzuhalten.

FK Babenhausen IV. - SC Groß-Zimmern V. 3 : 1
Gegen ein überstarkes Babenhausen und dazu noch nur zu dritt angetreten, konnten unsere Mädels leider nichts ausrichten.

Emma rotierte für Athena, Arina und Asenath rein, die allesamt krank fehlten. In ihrem zweiten Spiel wurde sie abermals besiegt, braucht sich aber in Anbetracht des stärkeren Gegners keine Vorwürfe zu machen.

Julianna verlor nach einem Damenausfall zwei wichtige Zentrumsbauern, bekam diese aber umgehend wieder geschenkt. Der Gegner opferte den g- und h-Bauern um über diese Linien mit den Türmen Juliannas rochierten König anzugreifen. Sie hielt aber die Deckung oben und drohte ihrerseits plötzlich nach einem Turmopfer die Dame zu gewinnen! Es tauschten sich daher mehr und mehr Kräfte und man einigte sich mit allen Schwerfiguren auf dem Brett auf Remis.

An Brett 2. hielt auch Tina die Punkteteilung fest. Nachdem sie durch ein Schach der früh ins Spiel gekommenen schwarzen Dame das Rochaderecht verloren hatte, kämpfte sie sich mit feinen taktischen Zügen zurück, tauschte die nervige Dame ab, besetzte mit den beiden Springer gute zentrale Felder und gewann einen Bauern. Als ein Springer des Gegners einen Turm Tinas immer wieder bedrohte und die beiden mehrfach hin und her zogen, war die Partie remis. Auch ein sehr gutes Ergebnis gegen den nominell besseren Gegner!

3. Spieltag - Bericht

Fast alle Mannschaften punkten beim Megaheimspieltag!

26.10.2025

Gleich vier Mannschaften traten heute zum dritten Spieltag zuhause an und machten damit die angesetzten Heimspiele zum Großspieltag. Während lediglich die zweite Mannschaft nach Darmstadt reisen musste, durften die erste, dritte, vierte und fünfte Mannschaft gemeinsam im Chorraum der Mehrzweckhalle um die vollen Punkte spielen und taten das auch mit Bravour, wie wir wie folgt sehen werden:

SC Groß-Zimmern I. - SC Springer Bad König 5 : 3
Gegen Bad König hieß es für unsere erste Mannschaft auch heute auf Sieg zu spielen um möglichst früh das Punktekonto dick werden zu lassen und den baldigen Klassenerhalt einzutüten. Die Gäste aus Bad König waren allerdings nicht zu unterschätzen: Der bald sein Jubiläum feiernde odenwälder Verein gehört vielleicht nicht zu den spielstärketechnisch besten Teams der Starkenburgliga, ist dafür aber in seiner Stammbesetzung gleichmäßig ohne großes Gefälle aufgestellt. Heute konnte Bad König darüber hinaus auch nur mit vier Ersatzleuten antreten, da die halbe Stammmannschaft fehlte. Das sollte für uns schon ein gutes Omen sein, doch bei uns war die Personaldecke ebenso bis zum Bersten gespannt, wie schon lange nicht mehr. Krankheitsbedingt mussten drei Bretter nachbesetzt werden. Nach einem halben Tag Ersatz nachorganisieren am gestrigen Samstag, schafften wir es dann immerhin auf sieben besetzte Bretter, wobei wir Brett 2 freilassen mussten.

Der Spieltag lief mit dem 0 : 1 im Rücken auch nicht viel besser an: Lev spielte heute komplett entgegen seiner Form von Beginn an viel Murks am 5. Brett, verlor hierbei unnötig das Rochaderecht und den Bauern auf f7 und war in der Entwicklung böse hinterher. Das baldige Ende, nachdem noch mehr Material verloren ging, ließ nicht lange auf sich warten und Bad König baute die Führung auf ein 0 : 2 aus. Am 4. Brett wurde dazu noch Paul durch einen Einschlag in seine Rochadestellung und nachfolgendem Dauerschach zum Remis gezwungen, was unsere Chancen den Spieß noch umzudrehen schon erheblich schlechter werden ließ.

Hiernach dauerte es länger, bis weitere Ergebnisse feststanden und in einigen Partien schien Bad König sich mehr und mehr Vorteil zu erspielen, sodass ich zwischenzeitlich nicht mehr große Hoffnungen hatte. Manuel, der an Brett 7. als Ersatzmann einsprang, war aber der erste, der die Hoffnung wieder aufleben ließ. Schon in böser Zeitnot steckend packte er plötzlich eine mächtige Kombination aus, die nicht nur eine Figur gewann, sondern ihm einen Freibauern schaffte, der einfach durchlaufen konnte. Ein Konter des Gegners mit beiden Türmen auf Manuels siebter Reihe wurde ohne Probleme durch den Läufer, den Manuel mehr hatte, pariert und der Gegner gab sich geschlagen.
Wir blieben am Drücker, da auch Niclas an Brett 6. seine Partie nach einem schmackhaften Turmopfer auf f7 technisch sauber nach Hause fuhr. Meiner Meinung nach war er kurz zuvor beim Übergang ins Mittelspiel auf dem Holzweg - doch die Engine bekräftigte Niclas Entscheidungen und geben ihm Recht. Nach dem Turmeinschlag in die gegnerische Rochadestellung warf Niclas, der abermals mehr mit seinem Zeitmanagement als mit dem Gegner zu kämpfen hatte, alles auf den entblößten König und ließ den Gegner nicht mehr aus dem Würgegriff entkommen. Eine starke Partie!

Thomas an Brett 3. sprengte das gegnerische Zentrum heute unter zwischenzeitlichem Bauernopfer auf und tauschte hiernach risikolos in ein Endspiel runter, wo er zwar einen Bauern weniger, dafür aber ungleichfarbige Läufer auf dem Brett behielt. Ich glaube, dass der Weiße etwas zu früh die Punkteteilung akzeptierte und Thomas noch etwas prüfen hätte können, doch wahrscheinlich bleibt die Partie einfach trotz des Mehrbauern remis.

Kommen wir zu Tobias, den ich zwischenzeitlich nach einigen Remisangeboten seines Gegners zum Weiterkämpfen anhalten musste - obwohl beide eine hochkomplizierte Partie spielten, in der Tobias früh zwei Figuren für einen Turm und Bauern plus Entwicklungsvorsprung ins Geschäft steckte. Als der Pulverdampf zu Ende der Partie sich langsam verzog, drückte Tobias einen Freibauern auf der a-Linie entscheidend durch und gewann ein erneut wichtiges Spiel für uns.

Blieb nur meine Partie am 1. Brett, in der ich aber mittlerweile auch glatt auf Gewinn stand. In der Eröffnung rochierten mein Gegner und ich in entgegengesetzte Richtungen, was Angriff auf allen Seite hieß. Um schneller zu sein als ich, opferte mein Gegner vor meiner Rochadestellung einen Bauern, den ich mir schnappte und nicht mehr hergab. Als ich den Übergang ins Turmendspiel herbeiführen konnte, machte dieser Mehr- und Freibauer einfach den Unterschied und gewann schnell.

Obwohl ich zwischenzeitlich kein gutes Gefühl hatte, blieb die Mannschaft stabil und besiegte Bad König verdient mit 5 : 3. Durch den nun dritten Sieg im dritten Spiel bleiben wir verlustpunktfrei oben in der Tabelle, müssen aber nach einem fulminanten 7½ : ½ über Breuberg den Babenhäusern dank besserer Brettpunkte die Tabellenführung überlassen. Das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal - wichtiger ist für mich, dass wir nicht mehr weit vom Klassenerhalt entfernt sind und eine starke Saison spielen!

Schachforum Darmstadt V. - SC Groß-Zimmern II. 2 : 4
Die zweite Mannschaft kommt auswärts zum nächsten Erfolg und spielte dabei auch noch fast daheim. Da irgendwer oder irgendetwas den Darmstädtern im Laufe der Woche das Spiellokal beschädigte, bot ich an, bei uns zu spielen, sollte das Schlößchen des Prinz-Emil-Gartens am heutigen Sonntag unpässlich sein. Doch zum Heimspiel aller fünf Mannschaften kam es nicht. Es berichtet Norbert, der für mich die Berichterstattung übernimmt. Vielen Dank dafür!

Alter trotzt Jugend: zweite Mannschaft schlägt SF Darmstadt V mit 2:4

Am dritten Spieltag führte es die Zwote nach Darmstadt in das Prinz-Emil-Schlösschen. Der Spielort war einige Zeit vakant, da angeblich wegen Vandalismus nicht nutzbar. Dies schien dann aber doch nur ein Sturmschaden gewesen sein. So konnten wir bei schönstem Sonnenschein, der leider nur die ungeraden Bretter traf, Schach spielen. Nachdem auch jeder (!) einen Tisch erhalten hatte und das Licht ab ca. Zug 10 zugeschaltet wurde, klappte dies auch recht leidlich.
Da unser Brett 1. ausfiel (Manuel musste in der ersten spielen wie berichtet - Anm. d. Red.), wurden wir durch Kosto an Brett 6. verstärkt. Bogdan an Brett 5. konnte mit Dame gegen zwei Türme ins Endspiel abwickeln, leider aber aussichtsreiche Bauern auf dem Damenflügel nicht umwandeln, um dann ein Remis zu erzielen. Damit bleibt er weiterhin mit 2,5 aus 3 ungeschlagen. Weiter so!

Norbert an Brett 2. kam Dank seiner Unkenntnis der Theorie (französisch Reti) mit Schwarz in leichten Vorteil, da sein Gegner die Widerlegung nicht fand. Beim Versuch von Weiß am Damenflügel den Monsterspringer von Schwarz auf b4 zu vertreiben verlor er seinerseits ein Roß, kurz darauf als Schwarz an das Verwerten ging durch Springergabel auch noch einen ganzen Turm, so daß Weiß alsbald im 33. Zug die Waffen streckte.

Dieter an Brett drei konnte in einer sizilianischen Partie durch ein beachtenswertes Motiv mit Dc4 einen Springer und damit sehr bald die Partie gewinnen. Siehe Diagramm. Schwarz am Zug verliert eine Figur: die Dame konnte nicht gedeckt werden, Abtausch verbietet sich aufgrund Bauerngabel, Abzugsdrohungen gab es nicht. Hier tauchen die Motive Gabel, Überlastung, hängende Figur zusammen auf.

Zwischenzeitlich, als sich Dieters Sieg schon abzeichnete, erhaschte Kosto an Brett 6. in gedrückter Stellung ein Remis, so dass wir komfortabel 1:3 führten. An Brett 3 sah es für Wolfgang nicht rosig aus, da ihm nach Angriff die Qualität abhanden kam. So musste er Endspiel mit Läuferpaar gegen (schwachen) Läufer, Turm und starken Freibauer verteidigen.

Harald hatte bei ausgeglichenem Material und 3 gegen 2 Bauern die Bauernmajorität am Damenflügel und leichten Vorteil. Er konnte zB die c-Linie im Turmendspiel mit beiden Türmen besetzen und damit sicher den noch fehlenden halben Punkt einfahren. Wolfgangs zähe Verteidigung zahlte sich aus, er steuerte einen weiteren halben Punkt zum letztlich verdienten und sicheren 2:4 Sieg der Mannschaft bei.

Wäre die Wertung nach Altersquotient erfolgt, hätten wir mindestens 1,5 zu 4,5 gewinnen müssen. Wie lange wir der aufstrebenden Jugend (alle spielen weit besser als ihre DWZ erahnen lässt) noch Paroli bieten können wird sich nächstes Jahr zeigen. Es sei denn, wir steigen auf. 😀

SC Groß-Zimmern III. - SG Rödermark/Eppertshausen III. 3 : 2

Auch die dritte Mannschaft findet nach einem Unentschieden im letzten Spiel zurück zur doppelten Erfolgsspur und besiegt ein gut aufgestelltes Rödermark/Eppertshausen mit 3 : 2.

Als erster war der Mannschaftsführer der dritten Mannschaft, Torsten fertig. Er spielte absolut furchtlos, opferte für den Moment einen Läufer und ließ eine Bauernwalze auf seinen König zurennen, berechnete aber korrekt, dass er die Figur zwingend samt besserer Position zurück bekam. Mittels eines Zwischenschachs platzierte er auf c7 einen Freibauern und konnte bald danach auf f7 den nächsten Freibauern vorstoßen, der zeitgleich einen Turm auf e8 und einen Springer auf g8 gabelte, wonach die Partie vorbei war.

Eine weitere, unglückliche Niederlage musste Demid an Brett 3 hinnehmen. Er verlor kurz nach der Eröffnung eine Figur, danach Bauer um Bauer und streckte bald die Waffen. Ich hoffe sehr, dass ihm diese Durststrecke nicht zu sehr zusetzt, aber Harald beruhigte mich schon, dass Demid zäh ist und als Kämpfer nur daran wachsen kann.

Routinier Siggi gewann noch in der Eröffnung eine Figur gegen zwei Bauern und spielte den Materialvorteil gut runter. Auch wenn sein Gegner eine mächtige Bauernkette von a6 bis d3 bekam, setzte sich die Mehrfigur Siggis schlussendlich durch. Den finalen Schlag machte seine Dame, die sich nach einem Zwischenschach auf der Grundreihe opferte, sodass ein nachladender Turm von Siggi Matt geben konnte.

Den Heimsieg machte dann der auf Brett 1. aufgerückte Gerd klar, der es dort natürlich mit einem schachlichen Schwergewicht in Form des Mannschaftsführers der Gäste zu tun bekam. Zunächst verzettelte sich Gerd aber in einer Abwicklung und fand sich mit einer Figur weniger in einer bedenklichen Situation wieder. Hiernach opferte sein Gegner aber zum Mattangriff die gewonnene Figur in die Rochadestellung Gerds, der sich verteidigen und den materiellen Ausgleich herstellen konnte. Später stellte Gerds Gegner selbst einzügig einen Springer ein und gratulierte danach umgehend Gerd zum Sieg.

Ersatzmann Frank kämpfte nahezu gleich lang wie die erste Mannschaft und gab wirklich alles, um das Punktekonto der dritten Mannschaft noch mehr aufzustocken. Nachdem beide Seiten jeweils unästhetische Doppelbauern auf der e- und c-Linie erhielten, verlor Frank einen Bauern und probierte alle Tricks, um das Material wieder auszugleichen. Sein Gegner blockte leider alle Versuche Franks ab und schob das schlussendliche Bauernendspiel sicher nach Hause.

Nach einem harten, aber erfolgreichen Kampf, sichert sich die dritte Mannschaft die nächsten zwei Punkte und steht mit 5 aus 6 möglichen ebenfalls ganz oben in der Tabelle.

SC Groß-Zimmern IV. - Schachforum Darmstadt VIII. 2 : 2
Die vierte Mannschaft bleibt nach einem weiteren 2 : 2 weiter ungeschlagen. Der heutige Gegner kam hierbei in Stammbesetzung und damit eigentlich sehr stark aufgestellt nach Groß-Zimmern, während mit Dino und Frank zwei Stammkräfte bei der vierten fehlten.

Arina kam dadurch zu ihrem zweiten Spiel und kämpfte heute mit den schwarzen Steinen gegen einen erfahrenen Jugendlichen der Darmstädter, der bald Material gewinnen und Arina dadurch besiegen konnte. Auch Kir, der das 1. Brett halten musste, kam etwas zu schnell unter die Räder und wurde auf g7 Mattgesetzt, nachdem sein Gegner einen lehrbuchhaften Angriff über die schwarzen Felder ansetzte.

Dann begann aber die Aufholjagd von der vierten Mannschaft! Antol geriet nach der Eröffnung erst in Bedrängnis, verlor durch einen schönen Läufereinschlag auf f2 zwei Bauern und kam eigentlich nicht mehr zurück in die Partie, da sein Gegner stark weiterspielte. Als sich die h-Linie öffnete, besetzte Antol diese mit Dame und Turm und konnte nach einem derben Patzer plötzlich Matt setzen, als ein nur vom König gedeckter Turm nach h8 zog.

Joshua gab kurzfristig sein Debüt in der vierten Mannschaft und machte das erste Spiel überhaupt sonntags für Groß-Zimmern. Er gewann nach guter Eröffnung eine Qualität, musste aber noch lange den materiellen Vorteil verwerten, ehe er mit den beiden Türmen zum Mattangriff ansetzte und durch Aufgabe gewann. Ein gelungener Einstand.

SC Groß-Zimmern V. - SG Schaafheim II. 1½ : 2½
Haarscharf, äußerst knapp oder hauchdünn schrammen unsere Mädels heute an einem Punktgewinn vorbei. Schaafheim durfte etwas glücklich zwei Punkte aus Groß-Zimmern entführen, obwohl die Mädchen eine große Leistungssteigerung zeigten.

Athena setzte ziemlich fix sogar das 1 : 0 für unsere vierte Mannschaft auf den Spielberichtsbogen, nachdem sie den gegnerischen König Matt setzte. Das gleiche Schicksal ereilte aber leider Juliannas und Tinas König, die beide durch das Zusammenspiel vieler feindlicher Figuren Matt wurden.

Asenath kämpfte hiernach noch um den vollen Punkt und hatte alle Chancen, diesen auch zu machen: Sie gewann im Mittelspiel beide Läufer des Gegners für einen Turm und griff danach den rochierten König des Gegners an. Dieser versuchte durch Abtausch der Damen und Angriff seiner beiden Türme auf Asenaths König für Entlastung zu sorgen, konnte dann noch einen Turm tauschen und die direkte Niederlage gerade so verhindern. Mit der richtigen Technik war die Stellung hier immer noch für Asenath gewonnen, doch das kann man in der C-Klasse einfach noch nicht erwarten. Die beiden einigten sich auf Remis und beendeten damit für beide Teams den heutigen Spieltag.

Lev und Niclas beim Jugend Grand-Prix in Breuberg

Lev gewinnt U20!

25.10.2025

Beim zweiten Teilturnier der Serie des Jugend Grand-Prixs waren Lev und Niclas heute in Breuberg und spielten dort beide in der U20 um den Sieg und Punkte für die Serie. Niclas landete hierbei wieder nur knapp am Treppchen vorbei auf Platz 4., während Lev der große Coup gelang: Er sicherte sich mit dem 1. Platz den Turniersieg.

Herzlichen Glückwunsch an euch zwo! Ein weiterer Pokal schmückt nun die Trophäensammlung unserer Nachwuchsspieler, die sich mit der Turnierteilnahme heute auch wieder gebührend auf den morgigen Spieltag vorbereiteten.

Mehr Details, Tabellen und Ergebnisse wird es im Laufe des Abends wohl auf der Bezirksseite geben.

10. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Dieter wieder alleiniger Erster

19.10.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 20,0
2. Harald Weber 1561 7 16,0
3. Siegfried Scholz 1341 24,5
4. Paul Terre 1619 4 23,0
5. Thomas Beutel 1741 4 12,5
6. Norbert Ziegler 1714 20,5
7. Kosto Ilievski 1432 19,5
8. Frank Ahrens 786 2 30,0
9. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 2 20,5
10. Andreas Heun 1637 2 11,5
11. Dino Turic 966 2 9,5
12. Torsten Wöhl 1404 7,5
13. Lev Cherniavskii 1428 1 18,5
14. Niclas Wagner 1290 1 13,0
15. Roland Rühm 1948 1 7,5
16. Helmut Weiser 1128 1 4,0
17. Steffen Heß 2093 1 4,0
18. Antol Gasz / ½ 14,0
19. Anatoli Hermann 745 0 10,5
20. Joshua Gütte / 0 3,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Joshua Gütte - Norbert Ziegler 0 : 1
2. Paul Terre - Niclas Wagner 0 : 1
3. Torsten Wöhl - Frank Ahrens ½ : ½
4. Dieter Rauck - Lev Cherniavskii 1 : 0
5. Harald Weber - Siegfried Scholz ½ : ½

Nach der zehnten Runde gibt es wieder einen alleinigen Ersten in der Tabelle. Dieter setzt sich mit einem halben Punkt ab, ist aber nach wie vor in einem Kopf an Kopf Rennen mit Harald, der ihm dicht auf den Fersen bleibt und in den beiden noch anstehenden Schlussrunden auf Patzer von Dieter (vielleicht auch im direkten Vergleich) hoffen muss.
Die erste Partie des Freitagabends lautete aber Joshua - Norbert. Unser neustes Mitglied Joshua wählte unser zweitneustes Mitglied Norbert als Spielpartner aus und vergriff sich erst im Mittelspiel. Norbert schlug einen Zentrumsbauer mit seinem c-Bauer und wollte das weiße Zentrum abtauschen. Doch Joshua nahm den Bauern nicht zurück, sondern zog vorbei. Der Patzer kostete eine Figur, da der Springer auf c3 gleichfalls attackiert war, und Norbert gewann danach locker durch den hohen Materialvorteil.

In der zweiten Partie erspielte sich Niclas den ersten Punkt im Turnier. Er gewann eine Figur in einer Abwicklung im Mittelspiel gegen Paul, der über die f-Linie Druck machte sich aber hierbei vergriff. Mit einem Läufer mehr im Endspiel konnte Niclas ohne Probleme den Punkt trotz arger Zeitnot eintüten.
Remis trennten sich Torsten und Frank, die im Schwerfigurenendspiel jeweils die gegnerischen Könige unter Beschuss nahmen. Anfangs war Torsten am Drücker und zwang Franks Figuren zur passiven Verteidigung des wichtigen g7-Bauerns. Torsten gruppierte dann um und versuchte über den Damenflügel Fortschritte zu erzielen, was Frank ausnutzte und aktive Felder für die Dame und den verbleibenden Turm besetzte. Bevor es für Torsten jedoch brenzlig werden konnte, zwang er Frank per Zugwiederholung zur Punkteteilung.

Kommen wir damit zum Tabellenführer: Dieter wurde von Lev herausgefordert und gewann eine arg zugestellte Partie mit den weißen Figuren. Leider weiß ich vom Verlauf der Partie nicht mehr. Dank des vollen Punktes ist Dieter aber nun wieder alleiniger Tabellenführer vor Harald, der gegen Siggi nicht über ein Remis hinauskam. Zwischenzeitlich standen Haralds Figuren um seinen isolierten d-Bauer aber auch sehr unkoordiniert und damit insgesamt Siggi etwas besser, der Harald so von der Punkteteilung überzeugen konnte.

Runde 11. wird am 15. November gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Oktoberblitzturnier

Bilder vom Freitagabend

11.10.2025

Darmstadt kann Schachturnier!

Steffen berichtet vom Darmstädter Jubiläumsopen 2025

06.10.2025

Da Schach in Darmstadt nach historischen Quellen und Belegen eine bereits 150 jährige Historie hat, richtete das Schachforum Darmstadt über das lange Wochenende des 3. Oktobers das Darmstädter Jubiläums-Open 2025 aus. Zu diesem auf sieben Runden angelegten Turnier waren 150-Teilnehmer im Maximum zugelassen, die ohne weitere Probleme auch gefunden wurden, wodurch das Turnier voll besetzt war. Ein Grund hierfür wird sicherlich in der Organisation und Turnierleitung des Turniers liegen. Das Schachforum hat sich nämlich mit zwei großen Turnieren in 2024 (die Hessenmeisterschaften und das Open zum 30-jährigen Vereinsjubiläum) bereits als fähiger Veranstalter hervorgetan und mit Fabian Czappa sowie Holger Bergmann ein ideales Dreamteam für die Turnierleitung in den eigenen Reihen. Das konnte nicht nur Schachfreunde aus ganz Deutschland anziehen, die bspw. aus Bremen, Stuttgart oder Saarbrücken kamen, sondern auch weltweites Interesse wecken und einen Spieler aus Südkorea (sic!) überzeugen, extra nach Darmstadt zur Teilnahme zu reisen.
Darüber hinaus kann auch ich nach Abschluss des Turniers nur lobende Worte finden, werde diese aber für das Ende des Berichtes vorerst aufsparen und nun über die vier erlebten Tage und das sportliche sprechen:

Am Donnerstagabend war die 1. Runde an- und ich an Startrang 13. gesetzt, womit ich (halbernst zumindest) nominell zum erweiterten Favoritenkreis zählen durfte. Neben mir waren etliche Schachfreunde aus dem umliegenden Bezirksvereinen angetreten, was mich persönlich bei solchen Veranstaltungen immer sehr freut. Denn erstens sieht man so viele freundliche Gesichter wieder und kann so manchen lockeren Kontakt durch Gespräche enger knüpfen und zweitens ist es schön zu sehen, dass die Vereine sich gegenseitig unterstützen und Veranstaltungen wie diese annehmen, auch wenn es nur durch eine passive Teilnahme ist.
Nachdem man sich also in ersten Begegnugen mit dem typischen Smalltalk zu Beginn eines Turniers begrüßt hatte, ging es auch schon los. Walther Pauli hielt eine kurze Rede zum Veranstaltungsgrund des Turniers und gab Einblicke in die 150 jährige Geschichte des darmstädter Schachs, während Holger Bergmann und Fabian Czappa mit einigen Infos zum Turnier selbst die Bretter freigaben. Da ich in Runde 1. gesetzt war, stand ich mehr oder weniger unter Siegzwang. Nach fast vier Stunden Spielzeit bekam ich in einem absolut remislichen Turmendspiel die Hand zum Sieg gereicht, da mein Gegner die Stellung als verloren einschätzte. Vorher entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, bei dem ich erfolglos versuchte mit allen Mitteln das Spiel in komplizierte und taktische Gewässer überzuleiten - eine bewährte Methode gegen DWZ schwächere Gegner, die von alleine nichts einstellen wollen. Ehrlichweise etwas überrascht von der plötzlichen Aufgabe nach hervorragendem Kampf, aber doch froh um den ganzen Punkt sah ich dann Runde 2. entgegen.

Hier waren die Startbedingungen gleich: schwächerer Gegner und daher leichter Siegzwang. Hier gelang allerdings der von mir angesprochene Plan, durch immer mehr Druck und komplizierte Stellungen einen derben Patzer zu provozieren und groß Material durch ein Turmopfer zu gewinnen. In Runde 3. folgte dann ein zugegeben nicht wirklich ausgekämpftes Schnellremis, in dem ich mich nach der Eröffnung in einer reinen Verteidigungsstellung wiederfand. Hier muss ich leider noch folgende Anekdote aus dem Turnier zum besten geben: Während dieser Runde drehten sich mehrfach einige Köpfe der spielenden Teilnehmern fragend in der Halle um. Denn ungefähr eine Stunde nach Spielbeginn piepte es unentwegt aus der Mitte der Halle. Erste Vermutungen, der mit einem Tablet ausgestattete Haustechniker, der die Jalousien der Halle runterfahren ließ, wäre verantwortlich, wurden schnell verworfen als eine bewaffnete Polizeistreife mitten im Turniersaal auftauchte und einen Spieler samt dessen piepsenden Rucksack mitnahm. Es stellte sich heraus, dass zwei Kopfhörer, die per GPS-Signal getrackt werden konnten, von diesem Spieler gefunden und eingesteckt wurden. Der ursprüngliche Besitzer schaltete die Nachverfolgung der Kopfhörer an, die sich unter anderem auch unter einem Piepen bemerkbar macht und ausgerechnet mitten im Turniersaal losging.

Am dritten Turniertag war ich mit 2½ aus 3 guter Dinge und bekam in Runde 4. mit Jan Blanquett den Turnierleiter des Bessunger Schachpokals zugelost. Gegen Jan habe ich schon manche Schlacht geschlagen und in letzter Zeit konnte Jan auch einiges an Spielstärke gewinnen. Dementsprechend kampfbetont wurde die Partie dann auch, in der ich viel Bedenkzeit verbraten musste. Als ich durch eine Unachtsamkeit einen Bauern gewann, stellte ich diesen dank Zeitnot bald wieder ein, doch Jan übersah die Möglichkeit zum Comeback und ließ mich in ein gewonnenes Endspiel abwickeln, aus dem ich ihn nicht mehr rausließ. Danach spielte Jan noch ein gutes Turnier, brachte es aber etwas unglücklich nur zu 4 Punkten, obwohl in seinen Partien viel Potenzial zu mehr punkten drin war. In Runde 5. war ich dann mal der Underdog und wurde seit langem mal wieder in einer Partie chancenlos niedergemacht. Trotzdem bereitete mir die Partie, in der ich mich im siebten Zug einfach in der Theorie vergriff und ab da auf verlorenem Posten kämpfte, viel Spaß, da ich sehr lehrreich mitansehen konnte, wie ich Zug um Zug von meinem jungen Gegner ausgespielt wurde.

Am finalen Spieltag hieß es dann für mich zweimal zum Siegen verdammt zu sein, wenn ich Chancen auf einen der Preise haben und einen DWZ-Minus vermeiden wollte. In der sechsten Runde überspielte mich mein Gegner in der Eröffnung dank besserer (oder besser gesagt überhaupt vorhandener Vorbereitung). Das ist übrigens ein Motiv, das sich durch das ganze Turnier zog. In sechs von sieben Partien hatte ich das eindringliche Gefühl, dass ich aktuell und länger schon viele Punkte und Potenzial verschenke, da meinen Eröffnungen nicht sitzen und z.T. bei entsprechender Gegenwehr absolut harmlos, wenn nicht leicht nachteilig sind. Trotzdem schaffte ich es die sechste Partie in ein vorteilhaftes Turmendspiel umzukneten, in dem mein Gegner dank passiver Züge mit zwei Bauern weniger absolut verloren war. In der finalen Runde spielte ich dann nochmal groß auf. Da mein Gegner eine unkonventionelle Eröffnung und Aufstellung für die Figuren wählte (1. b3), musste ich von Beginn an neue Wege gehen und eröffnete ausnahmsweise mal blitzsauber und aktiv. Das brachte mich positionell so schnell in Vorteil, dass ich bald +3 stand und einen Bauern mehr hatte. Dann klingelte plötzlich zur aller Not noch das Handy des Gegners, wodurch wir die Stellung nicht mehr ausspielen mussten. Mit 5½ aus 7 landete ich dann auf Platz 8. und staubte den Ratingpreis bis 2100 DWZ ab, samt einem kleinen DWZ Plus von 7 Punkten. Dass ich nach dem Abbau des Turniers, bei dem ich etwas half, von den Darmstädtern noch in die Gaststätte des Bürgermeister-Pohl-Hauses (dem Spiellokal in Darmstadt-Wixhausen) eingeladen wurde, war dann der krönende Abschluss eines in allen Ebenen gelungenen Turniers.

Damit komme ich zu den eingangs angekündigten lobenden Worten. Zunächst aber sei mein Dank an die Veranstalter des Schachforums unter Führung des Vorsitzenden Walther Pauli und die Turnierleitung um Holger und Fabian ausgesprochen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz das Turnier erst ermöglichten. Darunter fällt natürlich auch eine gewisse Manpower, die der Verein mit 220 Mitgliedern (übrigens Hessens größter Schachverein!) eben hat. Schön zu sehen ist auch, dass viele Mitglieder und Gäste vor der Siegerehrung gemeinsam den Turniersaal und das Spielmaterial abbauten, was allen damit eine schnellere Heimreise nach vier anspruchsvollen Tagen ermöglichte. Unter den Helfern befand sich auch der Turniersieger FM Samuel Weber vom SV Oberursel, der mir persönlich in dieser Hinsicht schon öfters positiv aufgefallen ist. Die Siegerehrung selbst war dank der vielen ausgelobten Preise ein Novum für mich. Sicherlich mehr als 50, wenn nicht sogar 75 Leute waren noch da und gratulierten den Siegern für die erbachte Leistung. Normalerweise reisen viele der Spieler, die nichts gewinnen, schon vorzeitig nach der letzten eigenen Partie ab, sodass die Siegerehrungen immer recht mau besucht sind. Hier war das überraschend und erfreulich anders.
Um es dann festzuhalten: Darmstadt kann Schachturnier! Eine in allen Maßen top organisierte und erfolgreich verlaufene Veranstaltung, die sich auch in vielen Details auszeichnet. Darunter zähle ich persönlich die nach Ende der letzten Partie fast zeitgleiche Übermittlung der Ergebnisse und Auslosung der Folgerunde ins Internet oder das rechtzeitige Auslegen von Ergebnismeldekärtchen an jeden Tisch. Aber auch übergeordnet gibt es nichts zu meckern. Der Spielort war mehr als geeignet für das Turnier in dieser Größe, das eingesetzte Spielmaterial in bestem Zustand, egal ob in Plastik an den hinteren oder in Holz an den vorderen Brettern. Ein rundum gelungenes Open. Ich würde den Darmstädtern raten, die Veranstaltung regelmäßig zu wiederholen und sich als Turnierveranstalter dahingehend zu etablieren. Alle Voraussetzungen hierfür sind meiner Meinung nach gegeben.

Niclas, Joshua und Lev in Darmstadt

1. Turnier des diesjährigen Grand-Prix

28.09.2025

Wie in den Jahren zuvor veranstaltet der Bezirk Starkenburg die nun vierte Auflage des Starkenburger Jugend Grand-Prixs unter kräftiger Mithilfe der ausrichtenden Vereine Schachforum Darmstadt, Gernsheim, Babenhausen, Breuberg und uns.

Natürlich ist die Turnierserie im Herbst und Winter auch bei den zimmner Jugendlichen fester Bestandteil im Turnierkalender, sodass beim ersten Teilturnier in Darmstadt sowohl Lev, Niclas und auch Neuzugang Joshua in der U20 antraten. Das Turnier ist in gewohntem Stile auf sieben Runden ausgelegt mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten + 5 Sekunden Inkrement für die ganze Partie.

Nach den sieben Runden schaffte es Joshua auf 2 Punkte. Ein respektabler Einstand für das erste Turnier, das auch noch viele starke und bereits wettkampferfahrene Konkurrenten im Teilnehmerfeld hatte. Lev schaffte es 3½ Punkte, bekam aber die stärksten Gegner im Turnier, denen er sich in harten Kämpfen knapp geschlagen geben musste. Das belegt auch seine Buchholzwertung, die im gesamten Turnier am höchsten war. Unter seinen Gegnern war auch Niclas, der nicht nur das interne zimmner Duell für sich entscheiden konnte, sondern auch sonst ein stabiles Turnier spielte und mit 4½ Punkten den 3. Platz in der U20 erspielte - und das gegen einen Gegnerschnitt von immerhin 1535 bei einer eigenen (wohl nicht mehr gerechten oder zutreffenden) DWZ von 1290! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

2. Spieltag - Bericht

Erneut erfolgreicher Spieltag für Groß-Zimmern | Vierte und Fünfte Mannschaft starten in Saison

28.09.2025

Mit dem heute ausgetragenen Spieltag starteten auch die vierte und fünfte Mannschaft in die Saison. Während bereits die ersten drei Teams am ersten Spieltag erfolgreich waren, kann man mit Blick auf den zweiten Spieltag konstatieren, dass uns ein erfolgreicher Start in die Saison gelungen ist.

SG Rödermark/Eppertshausen II. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 5½
Nach dem hohen Auftakterfolg daheim gegen Breuberg, fuhr die erste Mannschaft heute nach Eppertshausen zum ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison. Dort empfing uns die bereits bekannte zweite Mannschaft der SG Rödermark/Eppertshausen II., die in der vergangenen Saison nach einem Sieg in der Schlussrunde doch noch vor uns Meister der Bezirksklasse wurde und sich den eigentlich einzigen Aufstiegsplatz sicherte. In der Starkenburgliga spielt Rödermark/Eppertshausen II. wie wir um den Klassenerhalt, war aber am ersten Spieltag nur mit 6 Leuten angetreten und ging dementsprechend hoch in Langen unter, während wir mit Elan anreisten.

Beide Teams konnten nicht in Stammbesetzung antreten, dennoch entbrannte zu Beginn ein auf Augenhöhe geführter Mannschaftskampf. Das sollte sich auch nicht ändern, als Tobias gewann, der als Ersatzmann am 8. Brett den ersten Saisoneinsatz hatte. Nach der Eröffnung verlor er zwar zunächst einen Bauern, lockte seinen Gegner aber erfolgreich in eine Falle, die Tobias zu einem schönen Matt mit Läuferopfer verhalf.

Es dauerte rund eine weitere Stunde, ehe das nächste Ergebnis feststand: Remis an Brett 5, wo Steffen nach vielen Abtauschen ein Turmendspiel mit beidseitigen Doppelbauern nicht weiter hätte auf Sieg spielen können. An einigen Brettern kippte hiernach die Waagschale zugunsten der Gastgeber, an anderen waren wir am Drücker. So auch am 1. Brett, an dem ich nach einem Patzer meines Gegners einen wichtigen Schutzbauern auf f5 einfach einkassieren und dessen Rochadestellung unaufhaltsam stürmen durfte.

Als Steffen, Tobias und ich draußen standen, da wir ja schon fertig waren, wurde uns der Sieg von Niclas gemeldet, der eine blitzsaubere Partie spielte und die früh gewonnene Zentrumskontrolle nach voller Entwicklung und Druckspiel gegen den schwachen Punkt f7 zu Materialvorteil umwandelte. Das resultierende Endspiel mit der Qualität und einem Bauern mehr, ließ sich der Gegner nicht mehr lange zeigen. Niclas opferte die Qualität zurück um ins klar gewonnene Bauernendspiel überzuleiten und bekam die Hand zum Sieg gereicht.

Lukas spielte eine scharfe Partie am 2. Brett. Er opferte seinen h-Bauern um am Königsflügel über die geöffneten Linien anzugreifen und behielt den König unrochiert in der Mitte. Nachdem die Damen getauscht waren, konnte Lukas durch einen taktischen Einschlag seines Springers in die Rochade des Gegners den Bauern zurückgewinnen und bekam dadurch ein Remis angeboten. Nach Rücksprache mit mir, riet ich ihm das Remis anzunehmen und dadurch schon mal den ersten Mannschaftspunkt für uns zu sichern. Allerdings hatte Lukas eine klare Gewinnstellung auf dem Brett und ich übersah bei meiner Ansage an ihn, dass er einfach einen Turm mit seinem Springer nehmen und in ein gewonnenes Endspiel überleiten kann. Lukas, den ich durch meine Antwort verunsicherte, nahm das Remis an und verschenkte dadurch einen halben Punkt, den er sicherlich beim Ausspielen geholt hätte. Solch ein Versäumnis meinerseits ist mir als Mannschaftsführer noch nie passiert - und wird es hoffentlich in Zukunft auch nicht mehr.

Glücklicherweise konnte Eppertshausen den Fauxpas nicht mehr bestrafen. Bei Lev entwickelte sich bis dahin eine schwierige Stellung, in der er wenig Raum zur Entfaltung der eigenen Figuren bekam. Zwei zwischenzeitlich geopferte Bauern änderten daran anfangs nicht viel. Levs König geriet nämlich plötzlich mächtig unter Druck, als ein Turm, ein Springer und die weiße Dame Matt drohten. Lev schaffte es aber mit präziser Rechenarbeit alle Drohungen abzuwehren und über die schwachen schwarzen Felder zu kontern. Am Ende nahm Lev etwas hastig ein Dauerschach und damit eine Punkteteilung mit, obwohl er mit der richtigen Zugfolge sogar selbst ein Mattnetz spinnen konnte.

Damit war der entscheidende halbe Punkt für den Mannschaftssieg gemacht und Thomas an Brett 4. konnte befreiter seine leicht nachteilige Stellung mit Minusbauer weiterspielen. Da Thomas Gegner etwas zahnlos versuchte die Partie zu verwerten, kamen Thomas Figuren wieder ins Spiel, schafften einen Freibauern und hielten die Partie somit in der Balance. Am Ende nutzte auch Thomas ein Dauerschach als Mittel zum Remis.

Zuletzt kämpfte Paul noch um den vollen Punkt. Nach gelungener Eröffnung beiderseits ließ Pauls Gegner f5 zu und geriet am Königsflügel unter Druck. Zur Entlastung bot der Gegner Damentausch samt einem Bauern als Zinsen an, wonach Paul sich nicht lange bitten ließ und ins gewonnene Endspiel abwickelte. Es bot sich die Chance, den verbleibenden schwarzen Springer gegen seinen weißen Läufer abzutauschen und ins Turmendspiel zu vereinfachen. Das wurde von Paul aber zugunsten eines weiteren Bauerngewinns unterlassen und sein Gegner bekam neues Gegenspiel, das nach weiteren Ungenauigkeiten von Paul auch zum Remis reichen sollte.

Auch wenn in der ein oder anderen Partie ein halber Punkt mehr drin war, feiert die erste Mannschaft einen verdienten 5½ : 2½ Auswärtserfolg und grüßt mit nun 4 Punkten von der Tabellenspitze. Sollten wir im nächsten Spiel gegen Bad König ebenso erfolgreich sein und weitere zwei Punkte erspielen können, wäre der Klassenerhalt schon in greifbarer Nähe.

SC Groß-Zimmern II. - SK Gernsheim V. 3 : 3
Die zweite Mannschaft kann auch im zweiten Spiel zuhause punkten, wenn auch nur mit einem 3 : 3 gegen vermeintlich unterlegene Gernsheimer.

Harald, der heute am 2. Brett einen jüngeren Gegner hatte, erwischte es leider eiskalt. In der Eröffnung wurde er durch einen plötzlichen Bauernvorstoß überrascht. Das drängte Haralds Figuren zurück und er verlor einige Tempi in der Entwicklung. Auch ein Damentausch brachte wenig Entlastung, da Haralds Figuren unkoordiniert standen und er verlor bald darauf einen Bauern, der sich im Endspiel als tödlich erwies.

Am 1. Brett hatte Manuel leichte Hilfe durch den Gegner selbst. Obwohl beide Seiten lange eine ungefähr ausgeglichene Stellung manövrierten (Manuel mit besserer Bauernstruktur, der Gegner mit dem Läuferpaar), patzte Manuels Gegner plötzlich ein Matt auf b2, das zur Abwehr einen ganzen Turm gekostet hätte. Manuel bleibt mit dieser List bei einer weißen Weste und hat nun 2 aus 2 in dieser Saison.

Zum vollen Punkt kam auch Bogdan, dessen Stellung nach Hörensagen anfangs deutlich schlechter gewesen sein soll. Leider weiß ich abgesehen vom Ausgang keine weiteren Details der Partie. Angemerkt sei aber, dass Bogdan nun auch bei 2 aus 2 steht, nachdem er den Sprung von der C- in die A-Klasse gemacht hat. Das ist schon ein beachtenswertes Ausrufezeichen seinerseits.

Wolfgang steuerte ein Remis zum Punktekonto bei. Die Eröffnung folgte noch bekannten und gewöhnlichen Wegen, ehe Wolfgangs Gegner nach kritischen Ungenauigkeiten nur dank des gefundenen Dauerschachs Remis halten konnte.

Das zweite Remis des Tages erspielte Dino, der sich wieder einmal für den Verein aufopferte und in einer höheren Mannschaft antrat. In der Eröffnung konnte Dino die geöffnete f-Linie ausnutzen und dem Gegner auf f6 einen Doppelbauern verpassen. Allerdings öffnete das auch die g-Linie für Angriff auf Dinos König, sodass nach vielen Tauschaktionen die Partie verflachte und man sich auf Remis einigte.

Dieter verlor seine Partie in einer Variante, bei der er eigentlich wusste, dass das von Weiß angedrohte Opfer in die Rochadestellung inkorrekt ist, bekam aber aus nicht erklärlichen Gründen doch Angst und verzettelte sich in der Abwehr.

Mit 3 Punkten aus zwei Spielen startet die zweite Mannschaft ebenfalls gut in die Saison, auch wenn man gegen Gernsheim sicherlich hat Punkte liegen lassen. Zumindest nach DWZ-Werten war Gernsheim eine absolute Pflichtaufgabe. Nichts destotrotz spielt die zweite Mannschaft nach dem Umbau zum Vorjahr gut zusammen und punktet. Da bleibt wenig zu meckern.

Schachforum Darmstadt VI. - SC Groß-Zimmern III. 2½ : 2½
Zu einem Mannschaftsremis kommt auch unsere dritte Mannschaft zu Gast beim Schachforum Darmstadt. Deren sechste Mannschaft ist aufgrund einiger junger Spieler ohne DWZ etwas unberechenbar. Das musste auch Siggi erkennen, dessen junger Gegner in einer ausgeglichenen Stellung plötzlich aufgab, da er gehen musste.

Demid spielte an Brett 4. und wurde von einer unkonventionellen Eröffnungswahl des Gegners überrascht. Nach plötzlichen Bauernvorstößen geriet er immer mehr ins Hintertreffen und fand für die eigenen Figuren keine guten Felder. Als er lang rochierte, übersah er zu allem Übel noch einen Dameneinschlag und wurde bald Matt.

Somit wurde nur noch an den drei vorderen Brettern die Entscheidung ausgespielt. Dabei zeichnete sich ab, dass Gerd wohl als erster in den Remishafen hineinschippern wird. Er gewann am 3. Brett kurz nach der Eröffnung am Damenflügel einen Bauern und brach die Rochadestellung des Gegners durch Einschlag auf f6 auf, hatte aber am Ende doch nur Dauerschach und keine weitere Gewinnmöglichkeit.

Am 1. Brett verlor Kosto durch einen Läuferspieß eine Qualität und kam danach nicht mehr ins Spiel zurück. Nachdem die Damen vom Brett verschwanden, konnte der Gegner mit dem Turm mehr schnell viele Bauern gewinnen und den Sack zu machen.

Das Mannschaftsremis sicherte Torsten, von dem entsprechend als letzter Spielender höchste Aufmerksamkeit gefordert war. Trotz erreichtem Materialvorteil in Höhe eines Turmes und einer Qualität, probierte Torstens Gegner alles, um dem schwarzen König gefährlich zu werden. Als im 50. Zug das Pulver verschossen war, gab der Gegner auf.

Auch die dritte Mannschaft startet dadurch mit 3 Punkten aus zwei Spielen in die Saison und ist nun Zweiter der B-Klasse. Ein gelungener Auftakt und Einstand!

SC Groß-Zimmern IV. - SC Weiterstadt IV. 2 : 2
Dank eines 2 : 2 startet auch die vierte Mannschaft mit einem Punktgewinn in die neue Saison - und das obwohl man Dino an die zweite Mannschaft abgeben musste.

Frank übernahm das 1. Brett und spielte stark auf. Nach einem Bauernvorstoß waren plötzlich die Dame und ein Turm von Franks Läufer aufgespießt. Ein Figurenopfer des Gegners half dabei auch nicht, sodass Frank mit einem ganzen Turm mehr ins Mittelspiel kam. Dort patzte er leider etwas unkonzentriert über mehrere Züge den geholten Materialvorteil wieder weg, durfte aber über ein Schach den letzten weißen Turm gewinnen und sein Gegner gab auf. Damit belohnt sich Frank nach etlichen starken Partien endlich auch sonntags mal!

Von den Partien von Julianna, Antol und Kir weiß ich leider keine Details, aber da nur noch Julianna mit einem Sieg etwas zum Punktekonto beisteuern konnte, endete der Wettkampf 2 : 2 unentschieden.

Die vierte Mannschaft sichert sich den ersten Punkt und ist nun auch endlich in die Saison gestartet. Sollte Dino auch mal das Spitzenbrett besetzen können, sollte die vierte Mannschaft auch zu einigen Siegen in der C1-Klasse kommen.

SG Rödermark/Eppertshausen IV. - SC Groß-Zimmern V. 4 : 0
Unsere Mädchenmannschaft reiste mit der ersten Mannschaft nach Eppertshausen, um im Bahnhofsgebäude, das als Spiellokal dient, den ersten Wettkampf gegen Rödermark/Eppertshausen IV. zu bestehen. Mit Asenath, Athena, Arina und Emma war die Mannschaft wie vor der Saison geplant auch nur mit unseren Nachwuchsspielerinnen besetzt, die nun erste Spielpraxis sammeln können, aber auch neben dem Training im Glöckelchen auf Sonntagsspielen eine Mannschaft bilden müssen. Trotz der nach dem Ergebnis deutlich ausfallenden 4 : 0 Niederlage, konnten unsere Mädchen zeigen, wie weit sie ihre Spielstärke schon trainiert haben. Arina spielte gegen Routinier Junkers und musste bald einen Einschlag mit der Dame auf g7 hinnehmen und auf die Rochade verzichten. Das verlorene Material versuchte sie noch zurück zu gewinnen, wurde dann aber auf der anderen Brettseite am Damenflügel von Turm und Dame matt gesetzt.

Asenath kam gut aus der Eröffnung, verlor dann aber eine Figur und die Kontrolle des Spiels ging an den Gegner über, der sich nicht mehr beirren ließ.

Ebenso erging es ihrer Schwester Athena, die früh viel Material verlor und keine Chance auf einen Ausgleich bekam.

Emma spielte die längste Partie von den vieren. Sie spielte - ohne, dass sie oder jemand der Gegner es bemerkte - mit vertauschten Figuren, also mit der Dame auf e1, anstatt d1, und dem König auf d1, anstatt auf e1. Mir fiel es auf, als bereits 12 oder etwas mehr Züge gespielt waren. Danach darf nach den offiziellen Regeln die Partie nicht neu begonnen werden, weswegen ich auch nicht eingriff, zumal als Gastspieler. Wie dem auch sei, Emma konnte in der Eröffnung eine Figur, die der Gegner plötzlich stehen ließ gewinnen, verlor aber genau in dem Moment die Dame und kam materiell nicht mehr hinterher, sodass sie bald Matt gesetzt wurde.

Auch wenn die Niederlage deutlich ausfällt und sich die Mädchen aus dem ersten Spiel sicherlich mehr erhofft hatten, so gab es am Ende des Spieltags keine langen Gesichter. Nach einem kurzen Gespräch mit allen vieren war eher zu spüren, dass die vier der Ehrgeiz gepackt hat, nun die Partien zu analysieren und Fehler zu suchen. Alle vier erklärten mir, wo die Partien ungefähr ihrer Einschätzung nach kippten und dass sie gut aus der Eröffnung kamen.
Die aufgestellten Gegner der SG Rödermark/Eppertshausen waren allesamt erfahrene, z.T. erwachsene Spieler, wonach das 4 : 0 kein falsches Licht auf die Mädels wirft. Für das aller erste Mannschaftsspiel überhaupt, hat man sich teuer verkauft und soweit gut mithalten können. Das lässt weitere Spiele spannend werden!

1. Spieltag - Bericht

Erfolgreicher Auftakt für alle drei Mannschaften

14.09.2025

Während die vierte und fünfte Mannschaft noch zwei Wochen auf das erste Spiel warten müssen, ist den ersten drei Mannschaften der Auftakt in die neue Saison überzeugend geglückt. Sowohl beide Heimspiele der ersten und dritten Mannschaft, sowie das Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft konnte gewonnen und wichtige Punkte für die Saison erspielt werden.

SC Groß-Zimmern I. - Turm Breubeg I. 6 : 2
Die erste Mannschaft sieht wohl einer schwierigen Saison entgegen. In der höherklassigen Starkenburgliga muss man erst mal Fuß fassen und Breuberg war eine der Mannschaften, die man nach der gemeldeten Aufstellung besiegen konnte. Die Breuberger verlieren an den hinteren 4 Brettern deutlich an Spielstärke, daher war unsere Strategie, dort maximal stark aufzustellen. Da Niclas und Roland fehlten, verstärkten wir uns mit Manuel und Norbert aus der zweiten Mannschaft. Breuberg selbst reiste dann nur zu sechst an, sodass Norbert an Brett 8. und Lukas an Brett 2. kampflos zu Siegen und wir mit 2 : 0 in Führung kamen. Damit war der Grundstein für einen erfolgreichen Spieltag bereits gelegt und wir konnten ohne großen Druck frei aufspielen.
Den Reigen der ausgespielten Partien eröffnete Lev, der seine starke Form seit der Bezirksmeisterschaft weiter behielt und einen vollen Punkt auf den Spielberichtsbogen setzte. Nachdem er in der Eröffnung die gegnerischen Bauern zersplitterte und dank des Eröffnungsvorteils den besseren Übergang ins Endspiel fand, setzte Lev mit einer die Qualität gewinnenden Kombination zum Finale an. Mit der Qualität mehr war das Endspiel schnell vorbei.

Das baldige 4 : 0 für uns sollte Manuel machen. Im Mittelspiel rechnete er in einer Abwicklung etwas weiter als sein Gegner und gewann einen Bauern. Nachdem der Gegner mit aller Gewalt weitere Abtausche vermeiden wollte, kamen Manuels Figuren zu immer aktiveren Feldern und Manuel ging in den Angriff über, der nach wenigen Zügen die Dame gewann.

Die Breuberger gingen damit an allen Brettern volles Risiko, sollten sich aber für den Mut nicht mehr belohnen. Als Paul auch noch gewann, war der Spieltag bereits entschieden. In einer taktischen Abwicklung gewann Paul zwei Figuren (das Läuferpaar) gegen einen Turm und einen Bauern. Im resultierenden Endspiel erwiesen sich die Läufer auch in der nachträglichen Analyse als bärenstark und Paul gewann nach einem Turm- und Läuferschach einen ganzen Turm.

Auch Steffen kam nach riskanter Eröffnungswahl zum vollen Punkt. Er musste um unbeschadet die Eröffnung abzuschließen einen Bauern abgeben, kam dann aber mit den Figuren voll ins Spiel und drängte die Kräfte des Gegners bis ins Endspiel weiter zurück. Dort schnappte sich Steffen genügend Bauern, um den Gegner zur Aufgabe zu bewegen.

Zum Schluss kamen die Breuberger aber noch zu zwei Ehrenpunkten. Den einen konnte der Gegner von Thomas an Brett 3. beisteuern. In einer ausgeglichenen und bis auf die d-Linie geschlossenen Stellung, patzte Thomas, der einen Zwischenzug übersah, einen Bauern und kam nicht mehr in die Partie zurück.

An Brett 1. setzte sich nach einem überzeugenden Springeropfer ins schwarze Bauernzentrum auch die höhere Spielstärke der Breuberger durch. Es gab zwei Möglichkeiten: erstens das Opfer anzunehmen und eine schlechtere Stellung auf Sieg zu spielen, da man ja eine Figur mehr behält, wenn man überlebt. Oder zweitens die Figur zurückzugeben und gegen das Läuferpaar ins Endspiel zu gehen, das wohl etwas unangenehmer zu spielen, aber noch remis sein sollte. Ich entschied mich beim Stand von 4 : 0 für uns für den riskanteren Weg und nahm das Opfer an, wurde aber durch die nachfolgenden starken Züge meines Gegners schnell überspielt. Um halb 1 war damit der Spieltag auch dank des neuen, schnelleren Spielmodus vorbei.

Mit einem hohen Auftaktsieg kann die erste Mannschaft die ersten beiden Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.

Ladja Roßdorf II. - SC Groß-Zimmern II. 2 : 4
In Roßdorf kam auch die zweite Mannschaft zu einem Auftakterfolg und fuhr nach einem 2 : 4 siegreich nach Hause. Während Spitzenspieler Manuel und Neuzugang Norbert in die erste Mannschaft gezogen wurden, halfen Siggi und Demid, der damit auch sein Debüt in der zweiten Mannschaft machen konnte, hinten aus.

Auch Bogdan debütierte nach einer grandiosen Vorsaison in der C-Klasse in der zweiten Mannschaft, wo er deutlich stärkere Gegner bekommen wird. Beim heutigen ersten Spieltag war es auch soweit und er musste gegen einen Gegner mit 1250 DWZ bestehen. Das hat er auch mit Bravour geschafft und feiert einen Sieg im Bauernendspiel. Zuvor hatte er kurz nach der Eröffnung einen Bauern gewonnen, dann technisch gekonnt runtergetauscht und den Mehrbauern sicher verwertet.

Sein Bruder Demid musste heute allerdings Lehrgeld bezahlen. In der Eröffnung brachte Demid zu früh die Dame raus, bekam dadurch Schwierigkeiten und war früh am Rande einer Niederlage. Da sein Gegner aber auf dem taktischen Auge nicht gut sah, konnte Demid das materielle Gleichgewicht zum Preis von deutlichem Entwicklungsnachteil halten. Dieser sollte schlussendlich aber doch ausschlaggebend werden, als ein weiterer Mattangriff folgte, der nicht abgewehrt werden konnte.

Auch Siggi, der als Ersatzmann aushalf, musste zum Auftakt eine Niederlage hinnehmen, bei der ein vorgerückter schwarzer Bauer seinen König Matt setzte. Wolfgang hingegen konnte seine Partie, von der ich leider die Einzelheiten nicht weiß, gewinnen und das zimmner Punktekonto weiter auffüllen.

Mannschaftsführer und Spieler am 1. Brett Harald steuerte ebenfalls einen ganzen Punkt bei. Bei einem am Brett erfundenen Wolgagambit mit Weiß (und dadurch im Anzug) ergriff Harald am Damenflügel die Initiative und gewann erst seinen geopferten Bauern und später nach weiteren Ungenauigkeiten des Gegners einen weiteren Bauern, womit er die Partie locker heimfuhr.

Den Schlusspunkt setzte Dieter am 2. Brett, der mit einem Mehrbauern lange noch einen Angriff gegen die eigene Rochadestellung aushalten und verteidigen musste. Beim Übergang ins Springerendspiel durch verschiedene Abtauschaktionen war der Drops dank des aktiveren Königs von Dieter samt dem nie hergegebenen Mehrbauer bald gelutscht.

Die zweite Mannschaft startet also auch mit voller Ausbeute in die neue Saison.

SC Groß-Zimmern III. - FK Babenhausen III. 4 : 1
Gegen die Babenhäuser Gäste konnte ein solider 4 : 1 Heimsieg gefeiert werden, womit sich die dritte Mannschaft in die Serie der ersten und zweiten Mannschaft einreiht. Gerd hatte hierbei leider keinen Gegner und gewann kampflos, womit die dritte 1 : 0 in Führung ging.

Kosto spielte an Brett 1. eine blitzsaubere Partie: Er gewann eine Figur, musste aber vielen weißen Bauern den Weg zur Grundreihe versperren. Dank aktiver Figurenstellung und Einsatz beider Türme gelang ihm das auch überzeugend, sodass er die Hand zum Sieg gereicht bekam.

Vorher war auch schon Kir fertig, der am 5. Brett als Ersatzmann aushalf. Er setzte seinen Gegner auf h2 Matt, nachdem dieser sich an der falschen Stelle ein Luftloch machte und den König nur vermeintlich sicherte.

Dino folgte Kirs Beispiel und gewann sehr schnell. In der Eröffnung gewann er bereits durch Läuferspieß eine Qualität, zu der sich bald ein Bauer gesellte. Das reichte dem jungen Gegner nach knapp 20 Zügen bereits zum Aufgeben, da er korrekt einschätzte, keine Chance auf ein Comeback mehr zu haben.

Zu guter letzt kämpfte Frank am 3. Brett noch verbissen gegen die sich immer weiter abzeichnende Niederlage, musste jedoch am Ende vergebens mit einem Turm weniger, den er im Mittelspiel hat stehen lassen, die Waffen strecken.

Die dritte Mannschaft feiert damit einen hoch ausfallenden 4 : 1 Sieg, der sogleich an die Tabellenspitze führt.

9. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Dieter und Harald auf der Zielgeraden

13.09.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 17,0
2. Harald Weber 1561 9,0
3. Paul Terre 1619 4 16,0
4. Siegfried Scholz 1341 4 12,5
5. Thomas Beutel 1741 4 12,0
6. Kosto Ilievski 1432 17,5
7. Norbert Ziegler 1714 18,5
8. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 2 18,0
9. Andreas Heun 1637 2 10,0
10. Dino Turic 966 2 8,0
11. Frank Ahrens 786 26,0
12. Lev Cherniavskii 1428 1 10,5
13. Roland Rühm 1948 1 6,5
14. Helmut Weiser 1128 1 4,0
15. Torsten Wöhl 1404 1 5,5
16. Steffen Heß 2093 1 4,0
17. Antol Gasz / ½ 12,0
18. Anatoli Hermann 745 0 10,0
19. Niclas Wagner 1290 0 8,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Lev Cherniavskii - Harald Weber 1 : 0
2. Frank Ahrens - Antol Gasz 1 : 0
3. Norbert Ziegler - Dr. Wolfgang Beiersdorf 0 : 1
4. Siegfried Scholz - Paul Terre 0 : 1
5. Dieter Rauck - Kosto Ilievski ½ : ½

Mit der neunten Runde gibt es einen erneuten Wechsel in der Tabellenführung, nachdem Harald diese in der achten Runde von Dieter übernommen hatte. Mir liegen leider die Partien im Detail nicht vor, in den vorliegenden und weiter unten angefügten Bildern lässt sich allerdings die ein oder andere Stellung durchaus informativ auswerten.
Harald musste am gestrigen Freitag die erste Niederlage im Turnier hinnehmen. In der Partie gegen Lev, der die weißen Steine führte, konnte Harald entscheidenden Materialverlust in einer wilden Angriffspartie nicht vermeiden. Im Mittelspiel konnte Lev mit den verdoppelten Türmen auf der f-Linie und herangezogenen Leichtfiguren einen gefesselten Springer Haralds auf f6 übermächtig belagern und Harald in eine für ihn nachteilige Abwicklung zwingen. Während Lev seinen ersten Punkt im Turnier macht und nach den Bezirksmeisterschaften weiterhin eine starke Form unterstreicht, bleibt Harald damit vorerst bei 6½ Punkten sitzen.

Die Vorlage von Lev wurde dann von Dieter dankend angenommen und zur Rückeroberung der Tabellenführung ausgenutzt. Mit einem Remis gegen Kosto in arg verkeilter Stellung, in der wohl keine Seite zu entscheidenden Durchbrüchen gelangte, kann Dieter nämlich auch 6½ Punkte vorweisen und Harald dank besserer Feinwertung vom Thron stoßen. Kosto steht mit 3½ im oberen Mittelfeld der Tabelle.
Endlich den ersten Sieg verbuchen konnte im neunten Anlauf auch Frank, der sich im Duell mit Antol durchsetzen konnte. Nach der Eröffnung war Frank mit einer Figur bereits im Plus und konnte hiernach gegen Antols unrochiertem König weiter Druck machen, womit der Punktgewinn von Frank sicher heimgefahren wurde. Mit 1½ Punkten und der nach wie vor höchsten Buchholz macht Frank 5 Plätze tabellarisch gut.

Im Duell der beiden Turnierleiter zwischen Siggi mit Weiß und Paul mit Schwarz galt es für beide Seiten durch einen Sieg Fühlung mit den beiden Tabellenersten Harald und Dieter zu halten, die vor Beginn der Partien bereits mit weitem Abstand (zu Siggi 2½, zu Paul sogar 3½ Punkte) vorwegliefen. Obwohl auch beide mit offenem Visier spielten, setzte sich schlussendlich Paul durch, der damit auf 4 Punkte kommt und Siggi überholen kann. Siggi verpasst damit eine Großchance zu den Tabellenführern aufzuschließen und den Abstand auf 1½ Punkte zu reduzieren.

Zu Guter letzt kämpften die beiden Mannschaftskollegen Norbert und Wolfgang noch um einen vollen Punkt. Hier setzte sich Wolfgang mit Schwarz durch, der nach der Eröffnung Raum am Damenflügel und Zentrum für sich beanspruchen konnte. Mehr kann ich leider von der Partie nicht berichten.

Drei Runden vor Schluss haben damit Harald und Dieter das Turnier weiterhin fest im Griff und werden vorraussichtlich den Titel unter sich ausmachen müssen. Die nachfolgende Konkurrenz ist mit 2½ Punkten Abstand weit genug distanziert, um ihnen nur noch rechnerische Möglichkeiten zu lassen. Ein direktes Duell (oder mehrere?) zwichen Dieter und Harald sollte in den nächsten Runden klare Verhältnisse schaffen.

Runde 10. wird am 17. Oktober gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Bezirksmeisterschaften 2025

Norbert, Lev und Steffen waren dabei

31.08.2025

Wie gewohnt fand kurz vor der neuen Saison die Bezirksmeisterschaft in Babenhausen statt. Das auf 60 Teilnehmer ausgelegte Turnier zog abermals die bekannten und treuen Fans des Turniers, sowie einige neue Schachspieler in die behagliche Eduard-Flanagan-Schule. Dort fanden sich auch drei Groß-Zimmner ein: Norbert, der sein erstes Turnier in unserem Trikot bestritt, Lev, der das Turnier zur Vorbereitung auf die Saison nutzen wollte, und Steffen, der wie jedes Jahr versucht mit dem Bezirksmeistertitel Ruhm und Ehre zu erspielen.
An drei angesetzten Spieltagen standen 5 Runden nach beschleunigtem Schweizer System auf dem Plan. Gespielt wurde mit 90 Minuten Grundbedenkzeit für die gesamte Partie zusätzlich eines Inkrementes von 30 Sekunden pro Zug. Dieser Modus machte das Turnier sehr flott, hatte sich aber auch in früheren Jahren bewährt. Am ersten Tag, dem Freitagabend, gelang es uns dreien beinahe 100 % zu holen: Lev bekam einen deutlich schwächeren Gegner und gewann früh erst die gegnerische Dame, dann eine Figur und einen Turm. Ich bekam nach rund 30 Minuten die Hand zum Sieg gereicht, da mein Gegner einfach in der Eröffnung schon einen Turm einstellte. Die längste Partie des Abends sollte Norbert spielen, der aber nach viereinhalb Stunden Spielzeit nichts auf der Habenseite hatte. Er ließ über die g-Linie einen Angriff der Schwerfiguren rollen, setzte zu einer gewinnbringenden Kombination mit doppeltem Turmopfer (für die gegnerische Dame) an, patzte dann aber unter Zeitnot die eigene Dame. Sein Gegner quittierte den schmeichelhaften Sieg mit den Worten "das habe ich nicht verdient".

Tag 2 begann erst einmal nicht besser: Auf dem Hinweg zum Turniersaal wurden wir von einem neuen, selbstauslösenden Fotoapparat der Stadt Babenhausen unfreiwillig geknippst. Die Partien des Morgens gestalteten sich schwierig: Norbert kam in einer scharfen Partie, in der ein schwarzer Bauer seinen Weg bis nach d2 fand, obwohl beide Seiten gerade erst aus der Eröffnung kamen, nicht über eine Punkteteilung hinaus. Ebenso erging es mir, da ich in der Eröffnung zu harmlos spielte und die Partie schnell verflachte. Lev bekam es mit einem gestandenen 1600er zu tun und bekam eine Lektion, sodass wir alle drei auf die Nachmittagsrunde hoffen mussten.
Die 3. Runde lief allerdings nur für mich besser: Nach erneut schwacher Eröffnung leitete ich in ein deutlich besseres Endspiel guter Springer vs. schlechter Läufer ab, konnte aber meinen gut mithaltenden Gegner lange nicht austanzen. In Zeitnot seinerseits wurde ich endlich erlöst, gewann einen Bauern und die aufgebaute Festung stürmen. Lev hatte ein wenig Lospech und musste gegen einen 1900er bestehen. Das gelang ihm, obwohl beide Seiten mit offenem Visier spielten und Chancen hatten, schlussendlich nicht. Norbert bekam mit Thomas Mohr von Babenhausen ebenfalls ein schachliches Schwergewicht zugelost und musste nach einem überzeugendem Läuferopfer in die eigene Rochadestellung bald die Waffen strecken.

Die finalen beiden Runden standen heute auf dem Plan. Norbert und Lev strebten danach, ihr Turnier durch Punkte noch zu verbessern, ich hielt mich in Tuchfühlung mit den vorderen Plätzen. Also hieß es für uns alle zur Morgenrunde Angriff! Norbert hatte den nominell schwächsten Gegner und machte mit diesem auch kurzen Prozess dank frühzeitigem Materialgewinn. Lev, der erneut gegen einen Gegner mit 1900 DWZ spielte, blieb sich treu und angriffslustig. In der äußerst komplizierten und scharfen Partie konnte er sich endlich auch belohnen und rang den übermächtigen Gegner nieder. Das dürfte sein erstes 1900-Skalp sein. Ich konnte ein irrwitziges Turmendspiel gewinnen, in dem ich zwischenzeitlich auf e4, e5 und e6 einen Triplebauern hatte.
In der fünften Runde schaffte ich "nur" noch ein Remis, was angesichts der gespielten Partie mehr Geschenk wie erspielte Leistung war, und landete nach Abschluss aller Berechnungen auf dem 4. Platz dank schlechterer Feinwertung. Norbert wandelte seine letzte Partie auch nochmal in einen vollen Punkt um und wurde mit 2½ Punkte 30ter. Lev spielte zum Abschluss nochmal Remis, schaffte ebenfalls 2½ Punkte und wurde 27ter. Mit dieser Leistung gewann er auch gerechterweise den Jugendpreis. Er macht sogar ein sattes DWZ Plus von 70 Punkten auf nun 1497.

8. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Die Tabellenführer straucheln!

09.08.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Harald Weber 1561 6,0
2. Dieter Rauck 1531 6 11,5
3. Siegfried Scholz 1341 4 10,5
4. Thomas Beutel 1741 4 8,5
5. Paul Terre 1619 3 13,5
6. Kosto Ilievski 1432 3 11,0
7. Norbert Ziegler 1714 15,0
8. Andreas Heun 1637 2 9,5
9. Dino Turic 966 2 6,0
10. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 1 15,5
11. Roland Rühm 1948 1 6,0
12. Helmut Weiser 1128 1 4,0
13. Torsten Wöhl 1404 1 4,0
14. Steffen Heß 2093 1 3,0
15. Frank Ahrens 786 ½ 24,5
16. Antol Gasz / ½ 10,5
17. Anatoli Hermann 745 0 10,0
18. Lev Cherniavskii 1428 0 9,5
19. Niclas Wagner 1290 0 8,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Paul Terre - Frank Ahrens 1 : 0
2. Thomas Beutel - Dr. Wolfgang Beiersdorf 1 : 0
3. Kosto Ilievski - Andreas Heun 0 : 1
4. Harald Weber - Norbert Ziegler ½ : ½
5. Dieter Rauck - Roland Rühm 0 : 1

Nach Runde 8 lässt sich konstatieren: Die Tabellenführer straucheln erstmals! Doch großartig bestraft wurden sie dadurch nicht, wie bei der Betrachtung der weiteren Ergebnisse ersichtlich wird. Doch fangen wir tabellarisch oben an:
Nachdem die anderen vier Partien ausgelost waren, standen nur noch Dieter und Roland ohne Spielpartner da und waren damit automatisch gegeneinander gepaart. Im Laufe der Partie konnte Roland mit der Zeit zwei Bauern zu seinem Vorteil gewinnen und in ein gewonnenes Endspiel abwickeln. Als Dieter hier mit den verdoppelten Türmen nochmals aktiv werden wollte, opferte Roland zur Unterbindung dessen eine Qualität und setzte auf die erspielten zwei verbundenen Freibauern. Diese konnten dann auch problemlos zur Grundreihe durchgezogen werden, obwohl Dieter mit den beiden verbliebenen Türmen und dem König Blockaden versuchte zu setzen. Während Roland seine erste Partie im Turnier direkt gewinnen kann, muss Dieter nach einer lange anhaltenden Siegesserie eine Niederlage hinnehmen, was ihn sogleich die Tabellenführung kosten sollte:

Denn Co-Spitzenreiter Harald gelang gegen Norbert aus einer schwierigen Stellung heraus noch eine Punkteteilung. In der Eröffnung besetzte Norbert konsequent das Zentrum und Harald - der sich sonst nicht lange bitten lässt diesem positionellen Vorteil mit eigenen zentralen Vorstößen die Stirn zu bieten - spielte zögerlich und wurde bald ins reine Verteidigen gedrängt. Hier gelang ihm aber ein überzeugendes Springerzwischenopfer, das viele Probleme lösen sollte. Norbert investierte viel Bedenkzeit in eine mögliche Widerlegung des Opfers, fand aber keine direkt gewinnbringende Kombination. Er gewann in der Folge immerhin einen Bauern dank besserer und aktiverer Figurenaufstellung, schaffte es aber nicht im Schwerfigurenendspiel mit Springer, Turm und Dame Haralds zähe Verteidigung zu durchbrechen. Nach Abtausch ins Damenendspiel einigten sich die beiden kurz nach Mitternacht auf Remis.
Harald kann mit dem halben Punkt auch dank des Spielverlaufs gut leben und überholt Titelverteidiger Dieter für den Moment. Da die zwei aber sicherlich im Turnier noch aufeinander treffen werden, ist hier gar nichts entschieden. Beide hatten indes auch noch etwas Glück, dass die tabellarischen Verfolger gestern nicht antreten oder gewinnen konnten. Der komfortable 2-Punkte Vorsprung (bei Harald 2½) bleibt also erhalten.

Dazu beigetragen hat auch Andreas, der eben Kosto niederringen konnte. Kosto, der seine Partien davor allesamt gewinnen und mächtig Strecke in der Tabelle machen konnte, verlor in einem langwierigen Mittelspiel etwas den Faden und bald durch eine Kombination einen ganzen Turm, sodass er sich Andreas direkt darauf geschlagen geben musste. Für Andreas bedeutete der Gewinn gestern den 2. Punkt im Turnier, während Kosto vorerst bei 3 Punkten stehen bleibt und eine große Chance Anschluss an die Tabellenführer herzustellen verpasst.

Wieder in der Erfolgsspur befindet sich nach einem Sieg über Wolfgang auch Thomas, der einen bösen Bauernabzug zum Gewinn nutzen konnte. Nachdem Wolfgang druckvoll Thomas Zentrum angreifen wollte und Thomas diese Versuche parieren konnte, bekam er einen mächtigen d-Bauern auf der fünften Reihe, hinter dem Thomas bedrohlich seine Dame aufbaute. Als Wolfgang ebenfalls im Zentrum Raum gewinnen wollte und seinen f-Bauern vorschob, schnappte Thomas Falle zu. Mittels Läuferopfer auf c7 wurde Wolfgangs auf d6 stehende Dame abgelenkt und der Bauernabzug ermöglicht. In der Folge wäre mindestens eine Figur verlorenen gegangen, sodass Wolfgang aufgab.

Last, but not least ist die Partie von Paul und Frank zu erwähnen, die nach den Auslosungen her die erste Partie des Abends war. Frank gebührt an dieser Stelle durchaus Anerkennung, da er sich auch am gestrigen Abend keinen allzu leichten, sondern eher deutlich besseren Gegner auswählte und sich seiner Linie bei den Gegnerwahlen treu blieb. Das spiegelt sich auch in der mittlerweile angesammelten Buchholz wider - stolze 24,5 Punkte hat er da! Und auch Paul fand nach der Partie lobende Worte, als er Frank bis zu seinem entscheidenden Fehler ein Spiel auf Augenhöhe und damit eine nachhaltig steigende Lernkurve attestierte. Bis ins fortgerückte Mittelspiel konnte Frank seinen Figuren aktive Felder sichern und die Balance der Partie halten. Dann wählte er aber leider ein etwas passives Abspiel, das Paul schnell zu seinem berühmten Angriff nutzte und Frank damit überrumpelte. Während Frank trotz bestem Kampfgeist immer noch auf seinen ersten Sieg im Turnier wartet, schraubt Paul sich in der Tabelle wieder etwas vor und hat nun 3 Punkte.

Runde 9. wird am 12. September gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

In Runde 2. des Hessenpokals ist Schluss

König Nied setzt sich klar gegen uns durch

13.07.2025

Erneut bei hochsommerlichen Temperaturen und bestem Sonntagswetter durften (oder mussten) wir im heimischen Glöckelchen gegen überregionale, hessische Teams ran und im hessischen 4er-Pokal die 2. Runde ausspielen. Nach dem Sieg über den Landesligisten Rotenburg in Runde 1, bekamen wir mit König Nied einen Verbandsligisten und somit das nächst höhere Kaliber. Mit Blick auf deren Mannschaftsmeldung für den Pokal war klar, dass wir nur die Rolle des Underdogs haben werden. Die gemeldete Stammmannschaft bringt im Schnitt 2200-2100 DWZ auf die Waage und auch die Ersatzleute bewegen sich zwischen 2000 und 1800 DWZ. Allerdings reisten unsere Gegner nicht mit der "A-Mannschaft" an, sondern mit 3 guten Ersatzleuten mit je ca. 1950 DWZ, wodurch sich der Spalt in der Tür für uns etwas weiter öffnete und wir - nicht zuletzt gestützt auf die Partien und und deren Verlauf - durchaus Chancen aufs Weiterkommen hatten.
Der Wettkampf, der auch mehrere Zuschauer ins Glöckelchen lockte, dauerte insgesamt 3 h und war pünktlichst um 17 Uhr beendet. Paul, der heute am 4. Brett mit Schwarz spielen musste, geriet im Mittelspiel unter Druck und sein Gegner drohte ihm einen Läufer abzunehmen, der zweimal angegriffen, aber nur einmal gedeckt war. Mit einer Springergabel als Gegenangriff versuchte Paul die Stellung zu klären, doch der Gegner fand eine trickreiche und außergewöhnliche Abtauschkombination. In dieser wurde die weiße Dame gegen einen Bauern, zwei Türme und einen Läufer geopfert und ein derart großes materielles Ungleichgewicht geschaffen, dass Pauls Dame und verbleibender Springer nicht mehr entscheidend in die Partie eingreifen konnten. Die Partie wurde vom Frankfurter Gegner dann auch technisch sauber runtergespielt.
Am 1. Brett trafen sich die nach Zahlen besten Spieler beider Mannschaften. Nach ungenauer Eröffnung meinerseits, die nicht überzeugend zu Entwicklungsvorteil durch meinen Gegner genutzt wurde, verflachte bald die Partie. Nach Abtausch einiger Figuren hatten wir plötzlich eine absolut ausgeglichene und symmetrische Stellung, wonach ich ein Remisangebot erhielt. Die Einschätzung der Stellung war für mich ebenfalls klar remislich, daher nahm ich das Friedensangebot an, obwohl aus taktischer Sicht mit dem 0 : 1 im Rücken ein Weiterspielen eigentlich angezeigt war.
Es lag daher unter anderem an Norbert das Ruder zu unseren Gunsten umzureißen. An der Vorbereitung sollte es nicht scheitern: Nachdem er heute Morgen noch Varianten studierte und diese aufs Brett kam, war Norbert für die Partie gerüstet. Norbert bekam ein gutes Bauernzentrum auf der d- und c-Linie, das Gegner bis zum Ende unter Feuer nahm. Als viele Figuren getauscht waren und beide Seiten nur noch das Turmpaar und einen Läufer hatten, nutzte Norberts Gegner einen Aussetzer sofort aus. Der vermeintlich durch die Zentrumsbauern gedeckte eigene weiße Läufer wurde plötzlich durch einen Turm geschlagen und entblößte damit Norberts Grundreihe, die nicht gedeckt war. Bei einem zurückschlagen hätte Norberts Gegner Matt geben können und durfte daher die Mehrfigur kostenlos behalten.
Damit war das Spiel zu Gunsten der Gäste bereits entschieden, doch es kam noch bitterer: Auch Roland, der am 2. Brett kämpfte, musste plötzlich die Waffen strecken. Nach gewohnt solider Eröffnungsbehandlung und vollständiger Entwicklung versuchte Roland am Damenflügel mit seinen Bauern anzugreifen. Bei einem einfachen Gegenangriff auf einen Zentrumsbauern unterlief Roland bei dem Versuch den Bauern zu decken ein dicker Patzer: Er öffnete mit dem Zug f3 die Diagonale g1-a7, in der sein König und eine bereits zum Abzug bereitgestellte Batterie aus Turm und Dame stand. Der Abzug wurde selbstverständlich sofort zum Damengewinn genutzt und der Schlusspunkt des Wettkampfes gesetzt.

In Runde 2. endet dann die Reise im Hessenpokal für uns, wobei wir uns etwas teurer verkauften, als das Ergebnis anmuten lässt. Der Wettkampf war in einem Moment noch vollkommen offen, im nächsten Moment patzten wir durch zwei Konzentrationsschwächen leider entscheidend und eliminieren uns damit selbst. Nichts destotrotz können wir mit erhobenem Haupt das Feld verlassen. Noch nie konnten wir im stark besetzten Hessenpokal Runde 2 erreichen und uns Chancen auf ein Weiterkommen in die dritte Runde erspielen. Darüber hinaus darf man nun bis zum Saisonstart im Herbst das sommerliche Wetter genießen und muss in der kommenden Runde nicht in Kassel antreten.

Brett SC Groß-Zimmern I. - SC König Nied I. ½ : 3½
1. Heß, Steffen (2053) - Schlapp, Thomas (2138) ½ : ½
2. Rühm, Roland (1948) - Goll, Christof (1975) 0 : 1
3. Ziegler, Norbert (1714) - Perlitz, Sven (1966) 0 : 1
4. Terre, Paul (1619) - Rutsatz, Mario (1911) 0 : 1

7. Runde Langzeitturnier ausgespielt

An der Spitze nichts neues

11.07.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 6 9,0
2. Harald Weber 1561 6 2,5
3. Siegfried Scholz 1341 4 10,5
4. Kosto Ilievski 1432 3 8,0
5. Thomas Beutel 1741 3 6,5
6. Paul Terre 1619 2 12,0
7. Norbert Ziegler 1714 2 8,5
8. Dino Turic 966 2 4,5
9. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 1 11,0
10. Andreas Heun 1637 1 6,0
11. Torsten Wöhl 1404 1 4,0
12. Helmut Weiser 1128 1 3,0
13. Steffen Heß 2093 1 2,0
14. Frank Ahrens 786 ½ 19,5
15. Antol Gasz / ½ 10,5
16. Anatoli Hermann 745 0 9,0
17. Lev Cherniavskii 1428 0 8,0
18. Niclas Wagner 1290 0 7,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Kosto Ilievski - Thomas Beutel 1 : 0
2. Siegfried Scholz - Anatoli Hermann 1 : 0
3. Harald Weber - Frank Ahrens 1 : 0
4. Dino Turic - Paul Terre 0 : 1
5. Norbert Ziegler - Dieter Rauck 0 : 1

In Runde 7 gibt es 5 Partien zu betrachten. Aus diesen ergaben sich - trotz teilweise spannendem Verlauf - keine großen Überraschungen, sodass die tabellarische Situation kurz nach der Halbzeit unverändert bleibt.
Von den 10 anwesenden Spielern hatte Kosto, der im Juni ohne Spielpartner blieb, Vorzugswahlrecht. Er wählte kampfbewusst Thomas als seinen Gegner aus, der für sich Schwarz, für Kosto Weiß ausloste. Da die Partie lange Zeit in der Balance war und sich beide Seiten über die offenen a- und b-Linien neutralisierten, war es nicht verwunderlich, dass Kosto und Thomas bis kurz nach Mitternacht spielten. Beide versuchten mit einem jeweils vorgeschobenen Springer Drohungen zu schaffen und nachfolgendem Eindringen der Schwerfiguren einen Mattangriff zu starten. Da Thomas kurz vor dem Ende der Partie mehr und mehr die Bedenkzeit ausging, konnte Kosto die Partie einen Zug vor dem Matt auf Zeit gewinnen. Thomas verpasste hier noch einen zum Remis führenden Konter, bei dem er einen ganzen Turm in die Rochadestellung Kostos hätte opfern müssen, um ein Dauerschach zu erreichen. Dafür war aber wie erwähnt leider keine Bedenkzeit mehr über. Kosto, der nun im dritten Spiel den dritten Punkt einheimst, schiebt sich an Thomas vorbei auf Platz 4.

Partie 2 des Abends lautete Siegfried - Anatoli, die im Gegensatz zu der eben besprochenen Partie deutlich schneller vorbei war. Bereits im 10 Zug gelang Siegfried ein Läuferspieß, der Anatoli die Dame kosten sollte. Hiernach flogen eine Figur nach der anderen vom Brett, da Siggi mit dem materiellen Vorteil unaufhaltsam aufspielen konnte. Anatoli wurde schlussendlich auf g7 durch den Verbund Dame und Springer von Siggi mattgesetzt. Mit dem Sieg schraubt Siggi sein Punktekonto auf 4 hoch und - so schrieb ich nun öfters - kann an der Spitze dranbleiben.

Dort sitzt nach wie vor Harald, der es gestern mit Frank zu tun bekam. Frank geriet unter Druck, einen weit vorgerückten Freibauern Haralds aufzuhalten und musste diesen, obwohl er vergiftet war, kurz vor der Umwandlung auf der siebten Reihe schlagen. Da hiernach sofort ein Bauernhebel von Harald angesetzt werden konnte, ging entscheidend Material und die Partie damit verloren. Harald bleibt damit mit 6 Punkten ganz oben und hält die nachfolgende Konkurrenz erfolgreich auf Abstand.

In der vierten Partie zwischen Dino und Paul setzte sich Paul mit den schwarzen Figuren frühzeitig durch. Nach Abschluss der Entwicklung rollte über die geöffnete f-Linie plötzlich ein Angriff auf Dinos König, der nach einem doppelten Springereinschlag auf h3 und f2 entblößt war. Da Dino dabei zwei Bauern ersatzlos verlor und sich weiterer Attacken gegenüber sah, gab er folgerichtig auf.

Norbert und Dieter bleiben nach der Spielpartnerwahl als einzige beiden übrig und durften ihre erste Partie demnach gegeneinander ausfechten. In der Eröffnung wurde Dieter etwas von der Entwicklung Norberts überrascht, konnte sich aber vorerst stabilisieren - wenn auch leicht auf Kosten von Raum und Entwicklungsvorsprung. Im Mittelspiel hatte Norbert die Initiative und wollte diese durch Besetzung aktiver Felder verbessern, stellte aber einzügig die eigene Dame ein. Dieter, der den Fehler sofort erkannte, ließ sich nicht zweimal bitten und beendete durch Schlagen der Dame sofort die Partie. Auch er lässt also keine Federn an der Spitze und führt dank besserer Buchholzwertung mit 6 Punkten die Tabelle an.

Runde 8. wird am 08. August gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Grillfest 2025

51 Leute bei Roland!

06.07.2025

Zum diesjährigen Grillfest fanden sich insgesamt 51 Leute ein, darunter viele unserer Schachkinder mit ihrern Eltern und Geschwistern. Ein neuer Teilnehmerrekord, der es langsam schwierig werden lässt, die gesamte Gruppe auf ein Foto zur Erinnerung zu pressen - aber das sind Luxusprobleme, die wir gerne haben!
Während die Kinder im Garten von Roland, der wie immer sein Heim zur Verfügung stellte, tollten, fangen und Tichtennis spielten, hingen die Köpfer der übrigen Mitglieder entweder in verschiedensten Gesprächen oder in Schachpartien vertieft zusammen. Beendet haben wir dieses Jahr gegen 3 Uhr Nachts, was für unsere Sommerfeste in etwa mittelspät ist. Dank zahlreicher Salat- und Kuchenspenden, kühler Getränke und bester Laune konnten wir die Sommerpause mit dem Grillfest gebührend überbrücken und das Vereinsgefüge durch den gemeinsamen Tag sicherlich erneut verstärken. Hiermit sei allen Gästen und Helfern gedankt, die zum Gelingen des gestrigen Tages beitrugen! Insbesondere Dank geht an Roland, der die Hauptlast der Organisation auf seinen Schultern trug.

Runde 1. des Hessenpokals bestanden

Groß-Zimmern schlägt Rotenburg nach Berliner Wertung 6 : 4

29.06.2025

Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden sich heute neben vielen Kiebitzen vier spielfreudige Schachfreunde zur ersten Runde des Hessischen 4er-Pokals ein, zu dem wir uns dank einer herausragenden Leistung im Bezirks-4er-Pokal Anfang des Jahres qualifiziert hatten. Rotenburg lautete der Gegner, der entgegen meiner Erwartungen nicht so stark aufgestellt anreiste, wie es für den Landesklassenabsteiger möglich gewesen wäre. Auch wir waren nicht in Topbesetzung, aber für unsere Verhältnisse trotzdem gut aufgestellt. So machte auch Norbert sein erstes offizielles Spiel für unseren Verein und das direkt am 2. Brett, das in der Regel stärker besetzt ist.
Nach knapp dreieinhalb Stunden stand das Ergebnis, ein 2 : 2 Unentschieden, fest. Nach Beobachtung aller Partien kamen wir dank der Berliner Wertung allerdings wohl leistungsgerecht weiter. Als erster war Paul fertig, der seinem Gegner, dessen unrochierter König nie in Sicherheit war, mittels aktivem Schwerfigurenangriff arg zusetzte. Die genaue Endstellung habe ich leider nicht mitbekommen, aber die kurzen Varianten, die nach Beendigung der Partie durchgesprochen wurden, zeigten klaren Vorteil für Paul an.
Hiermit kommen wir wie angesprochen zu Norberts Debüt. In einem offenen Sizilianer tauschte Norbert mit Weiß frühzeitig ins Figurenendspiel ab, hatte dort auch einige positionelle Vorteile: Unter anderem standen die meisten seiner Bauern auf schwarzen, die des Gegners auf weißen Feldern. Da beide einen weißfeldrigen Läufer hatten, war der von Norbert der deutlich wertvollere. Daneben besaß Norbert die Bauernmajorität am Damenflügel, was in Endspielen, sofern die Bauern mobil werden, immer gefährlich ist. Leider fasste Norbert nicht den richtigen Plan, tauschte die übrigen Figuren weitr runter und fand sich in einem schlechteren Bauernendspiel wieder, für das es kein Halten mehr gab. Trotz der Auftaktniederlage im Zimmner Trikot ein guter, kämpferischer Einstand.
An Brett 4. komplettierte Kosto unser Team heute. Nachdem sein Gegner viel Raum am Damenflügel mit Bauernvorstößen gewann, hielt Kosto im Zentrum dagegen und versuchte das weiße Zentrum mittels e5 zu sprengen. Kostos Gegner konnte über h6 die schwarzfeldrigen Läufer (Kosto hatte zuvor g6 gespielt) tauschen, die f-Linie öffnen und danach den Entwicklungsnachteil Kostos zu einem durchschlagenden Angriff nutzen. Hiernach stand es plötzlich 1:2 für Rotenburg.
Es lag dann also am 1. Brett, wie der Wettkampf ausgehen sollte. Da ich allerdings bereits auf Sieg stand, konnten wir frühzeitig durchatmen. In der Eröffnung lavierten beide Seiten viel rum und platzierten auf c4 einen schwarzen, auf c5 einen weißen Springer, die beide tief in die gegnerischen Lager einwirkten. Nach Öffnung der Stellung und Abtausch der starken Springer, bekam ich einen bärenstarken weißfeldrigen Läufer auf der lagen Diagonale h1-a8 - für Französisch recht ungewöhnlich. Zusätzlich mit einem Freibauern auf der c-Linie hatte ich die Kontrolle über die Partie und nutzte die Fesselung des verbliebenden weißen Springers zu entscheidendem Materialgewinn aus. Mit dem 2 : 2 Ausgleich gewannen wir mit 6 : 4 nach Berliner Wertung, wo den einzelnen Brettern nochmal Wertigkeiten zugeordnet werden und Brett 1 vier Punte wert ist.

Damit überstehen wir die 1. Runde des Hessenpokals und dürfen in 2 Wochen (am 13.07.) König Nied als nächsten Gegner empfangen, die mit einem Freilos heute direkt in Runde 2 einziehen konnten. Womöglich dürfen wir aufgrund der niedrigeren Klassenzugehörigkeit wieder daheim antreten. Nied wird so oder so eine deutlich härtere Nuss zu knacken, aber der Pokal schreibt seine eigene Geschichte...

Brett SC Groß-Zimmern I. - SC Rotenburg I. 2 : 2 (6:4 nach BW)
1. Heß, Steffen (2053) - Davidov, Georgi (1908) 1 : 0
2. Ziegler, Norbert (1714) - Gnilka, David (1553) 0 : 1
3. Terre, Paul (1619) - Wadowski, Adam (1394) 1 : 0
4. Ilievski, Kosto (1432) - Adam, Maximilian (1394) 0 : 1

Roland bleibt Seniorenmeister & Hessischer 4er-Pokal

Teil 2

27.06.2025

Seniorenmeisterschaft im Schnellschach 2024/25
Vor ein paar Wochen konnte ich bereits eine ähnliche Meldung verlautbaren. Nun hat Roland auch im Schnellschach zugeschlagen und mit 4 Punkten aus 5 Partien den Titel im Schnellschach der Bezirkssenioren im zweiten Anlauf erspielen können. Nur in der letzten Runde musste er sich geschlagen geben, wo er durch einen Patzer in gewonnener Stellung dem späteren Zweitplatzierten Dr. Heinrich Heckwolf (SC Münster) den vollen Punkt zugestehen musste.
Herzlichen Glückwunsch an dich, Roland!
Auch Dieter hatte an dem Turnier im Schlößchen des Prinz-Emil-Gartens in Darmstadt teilgenommen und mit 2 aus 2 anfangs gute Chancen selbst den Titel zu erspielen. Nach zwei unglücklichen Niederlagen und einem weiteren Remis landete er am Ende leider nur auf Platz 7. mit 2½ Punkten, damit aber noch in der oberen Tabellenhälfte bei 17 Teilnehmern.

Abermals ist mir leider keine detailliertere Tabelle oder ein Siegerfoto bekannt.

1. Runde des Hessischen 4er-Pokals 2024/25 steht an
Diesen Sonntag findet die 1. Runde des Hessenpokals in unserem Glöckelchen statt. Die Wettervorhersage prognostiziert sommerliche 33 °C, was will man da mehr als Schach spielen? Ich hoffe, dass wir uns bei diesem Temperaturen nicht umsonst ans Brett quälen und die erste Runde überstehen. Wie berichtet treffen wir auf den Absteiger der Landesklasse Nord, SC Rotenburg, der nicht unterschätzt werden sollte. Ich werde selbstverständlich über den Ausgang berichten, allerdings ist auch jeder zur Unterstützung unserer Pokalmannschaft gerne im Glöckelchen willkommen.

6. Runde Langzeitturnier ausgespielt

11 Mitspieler zur Halbzeit

14.06.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 5 6,0
2. Harald Weber 1561 5 3,0
3. Siegfried Scholz 1341 3 8,5
4. Thomas Beutel 1741 3 2,5
5. Kosto Ilievski 1432 2 4,0
6. Dino Turic 966 2 2,5
7. Norbert Ziegler 1714 2 2,5
8. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 1 14,0
9. Paul Terre 1619 1 9,0
10. Andreas Heun 1637 1 5,0
11. Helmut Weiser 1128 1 3,0
12. Torsten Wöhl 1404 1 3,0
13. Steffen Heß 2093 1 1,0
14. Frank Ahrens 786 ½ 12,5
15. Antol Gasz / ½ 8,5
16. Anatoli Hermann 745 0 8,0
17. Niclas Wagner 1290 0 6,0
18. Lev Cherniavskii 1428 0 6,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Harald Weber - Lev Cherniavskii 1 : 0
2. Antol Gasz - Siegfried Scholz 0 : 1
3. Frank Ahrens - Thomas Beutel 0 : 1
4. Norbert Ziegler - Dino Turic 1 : 0
5. Paul Terre - Dieter Rauck 0 : 1
6. Kosto Ilievski - spielfrei

Nach nun bereits sechs ausgespielten Runden ist nicht nur das Jahr, sondern auch das interne Langzeitturnier in der Halbzeit. Am vorangegangenen Spieltag setzten sich mit Dieter und Harald die zwei Dauerbrenner und Gewinner des Turniers vom Rest des Teilnehmerfeldes ab, was sich auch am gestrigen Freitag nicht ändern sollte.
Bei 11 anwesenden Spielern musste logischerweise einer am Ende ohne Spielpartner bleiben. Das Los traf hierbei Kosto, der somit zur 7. Runde Vorzugswahlrecht bekommt, damit er nicht erneut leer ausgeht und ohne Spielpartner bleibt. Als erstes durfte gestern Abend Lev mit der Wahl seines Gegners beginnen. Harald wurde als Gegner auserkoren, konnte aber nach der Farblosung Weiß für sich beanspruchen. Lev spielte nach abgeschlossener Eröffnung angriffslustig auf beiden Flügeln und brachte Harald schnell in die Passivität. Als aber alle Drohungen pariert und ein paar Figuren getauscht waren, konnte Harald den Spieß umdrehen, seinerseits aktive Drohungen aufstellen und einen Läufer gewinnen. Das reichte zum Sieg und zum 5 Punkt im 5 Spiel von Harald.

Die zweite Partie des Abends lautete Antol - Siegfried. Hier entschied Siggi ein Läuferendspiel für sich und bleibt mit nun 3 Punkten in der Verfolgergruppe hinter den beiden Tabellenführern Dieter und Harald.

In Partie 3 wählte Frank wagemutig wie immer Thomas als seinen Gegner des Abends. Thomas loste sich Schwarz, Frank Weiß zu. Bei den beiden tauschten sich früh das komplette Läuferpaar, wonach die Springer auf beiden Seiten wichtig wurden. Thomas zentralisierte einen seiner Springer auf dem Vorposten e4, während Frank über f5 versuchte Spiel zu generieren. Hierbei spielte er etwas zu rücksichtslos und entblößte - ohne Not - freiwillig den eigenen, rochierten König mit Vorstößen der Schutzbauern. Das war das Zeichen für Thomas zum Angriff zu blasen und die Königsstellung Franks wurde mustergültig zerschlagen. Im anrollenden Angriff opferte Frank einen Springer, konnte aber die Niederlage nicht mehr abwenden. Auch Thomas bleibt damit an Dieter und Harald dran und hat wie Siggi nun 3 Punkte.

In der vierten Partie konnte Norbert mit Weiß Dino besiegen. Nachdem Dino im Zentrum einen Bauern stehen ließ, konnte Norbert auf der c-Linie einen Freibauern bilden und mit diesem mächtig vorrücken. Dino versuchte die Figuren zu zentralisieren, ließ sich aber auf e4 einen Springer fangen. Norbert brachte hierbei mit einem feinen Zwischenzug den eigenen Springer mittels Gegenangriff auf einen der Türme Dinos in Sicherheit.

In der letzten Partie trafen Paul (Weiß) und Dieter (Schwarz) nun bereits zum dritten Mal in diesem Turnier aufeinander. Damit sind weitere Begegnungen der zwei im Laufe der folgenden Runden des Turniers ausgeschlossen, worauf bei den zukünftigen Auslosungen zu achten ist. Wie bereits in den beiden Runden zuvor konnte sich auch gestern Abend Dieter durchsetzen und den 5 Punkt erspielen. Mehr ist mir von der Partie nicht bekannt.

Runde 7. wird am 11. Juli gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Roland bleibt Seniorenmeister & Hessischer 4er-Pokal

Von der Bezirksseniorenmeisterschaft und der Auslosung für die 1. Runde des 4er-Pokals

09.06.2025

Seniorenmeisterschaft 2024/25
Auch in der Saison 2024/25 suchte der TLfS (Turnierleiter für Senioren) des Bezirks, Wolfgang Ebert, den Seniorenmeister und organisierte hierfür ein fünfrundiges Turnier im Schlößchen des Prinz-Emil-Gartens. Zu diesem Turnier fanden sich mit 16 Teilnehmern etwas mehr als im Vorjahr ein - ein Trend, der mit der Fülle an spielberechtigten Schachfreunden im Bezirk hoffentlich anhält und in den kommenden Jahren noch mehr Teilnehmer anzieht. Helfen würde unter anderem auch eine rundenaktuelle Berichterstattung auf den Kanälen des Bezirks, die bislang leider immer ausblieb. Mir persönlich lagen einfach keine Infos über Zwischenstände und ähnliches vor und Wolfgang veröffentlicht leider auch nur die Ergebnisse nach Abschluss des Turniers. Das sollte sich ebenfalls in den kommenden Jahren ändern, wenn man denn die Seniorenmeisterschaft erhalten und ausbauen möchte.
Kommen wir aber zurück zum sportlichen. Von uns nahm Roland nach seinem Erfolg im letzten Jahr als Titelverteidiger in diesem Jahr selbstverständlich wieder teil. Nach vier siegreichen Runden musste Roland in der finalen Partie gegen Manfred Parusel (SC Münster), dem einzigen sonstigen Teilnehmer, dem es bis dahin gelang ungeschlagen zu bleiben, nur ein Remis halten oder gewinnen um auf Platz 1. zu landen. Das gelang Roland mit Schwarz, wenn auch nur mit viel Aufwand. Ich zitiere den Bericht auf der Bezirksseite: [...]" Allerdings musste er (gemeint ist Roland - Anmerkung von mir) sich in einer spannenden Schlussrunde gegen den Tabellenzweiten Manfred Parusel (SC Münster) behauten, der selbst noch mit Titelchancen die weißen Steine führte und dabei eine überlegene Druckstellung aufbaute. Die sorgfältige Verteidigung des Titelverteidigers führte schließlich zu einem verdienten Remis, wodurch beide Spieler auch als einzige ungeschlagen blieben."

Zu diesem Erfolg und dem Verteidigen des Titels herzlichen Glückwunsch an Roland! Leider ist mir von der Siegerehrung auch kein Bild überliefert, sodass ich nur eine reine Textnachricht absetzen kann.

Auslosung des Hessischen 4er-Pokals 2024/25
Zum Hessischen 4er-Pokal haben wir uns direkt nach Jahreswechsel bei einem zentral durchgeführten Turnier in Babenhausen wie berichtet und bekannt qualifizieren können. Nun wurde drei Wochen vor der 1. Spielrunde die Auslosung der Spielpaarungen mit den 24 Mannschaften live per Videokonferenz durchgeführt. Während der Turnierleiter Oliver Uwira die zugeschalteten Zuhörer durch den Losungsmodus und Spielbaum führte, war der Präsident des HSV Andreas Filmann der Rolle der Losfee zugedacht.
Kurz und knapp sei gesagt, dass wir in der ersten Runde auf den SC Rotenburg treffen. Die Rotenburger haben vergangene Saison in der Landesklasse Nord gespielt, also zwei Klassen über uns, sind aber nach einer schwieriegen Saison als Tabellenletzter zurück in ihren Bezirk abgestiegen. Schaut man sich die Aufstellung der ersten Mannschaft auf nuLiga an, müssen wir trotz der höherklassigen Erfahrung keine Angst haben und können ein Spiel auf Augenhöhe erwarten. Dazu haben wir am 29. Juni auch noch Heimrecht. Bei einem Weiterkommen treffen wir auf den Verbandsligisten König Nied, was schon ein schwerer Brocken wäre.

Chess960 - Turnier

Thomas gewinnt erste Ausgabe überzeugend - Ein Bericht von Tobias

02.06.2025

Tabelle nach 6. Runden
Platz Spieler Punkte
1. Thomas Beutel
2. Tobias Schüssele
3. Dieter Rauck 4
4. Norbert Ziegler
5. Harald Weber 3
6. Maurice Held 3
7. Siegfried Scholz 3
8. Frank Ahrens 2
9. Lev Cherniavskii
10. Antol Gasz 0

Am vergangenen Freitag fand Turniertag 2 des Chess960-Turniers bei uns statt. Hierzu ein Bericht von Turnierleiter Tobias:

Teil Zwei des Chess960 Turniers lief leider nicht so reibungslos wie die erste Runde. Es begann damit, dass das nur für diesen Zweck heruntergeladene kostenlose Programm für die Erstellung der Paarungen für das schweizer System pünktlich zur dritten Runde den Geist aufgegeben hat oder zumindest Paarungen geliefert hat, bei der in Runde vier zwei Freilose spielen sollten. Womöglich kam das Programm auch einfach mit einem zwischengespeicherten Turnier nicht klar. Da ich die Rundenplanung jedenfalls für nicht plausibel hielt, habe ich angefangen, die Runden-Zuweisungen selbst zu erstellen, was mir bis auf die letzte Runde auch sauber gelungen ist, in der ich das letzte Brett seine vorherige Partie mit vertauschen Farben wiederholen ließ, weil ich sonst die letzte Rundenplanung von vorne hätte aufstellen müssen und die Zeit ohnehin schon ziemlich fortgeschritten war.

Der zweite Dämpfer war, dass von den 10 Teilnehmern aus der ersten Runde diesmal nur 8 angetreten waren, da Lev und Antol ferngeblieben sind. Schade war das insbesondere wegen Lev, der am ersten Turnierabend 1,5 aus 3 Punkte geholt hat, obwohl er dabei gegen die zwei stärksten Turnierteilnehmer gespielt hatte. Insbesondere war er der einzige, der Thomas überhaupt einen halben Punkt abluchsen konnte. Ich habe beide Spieler als Freilose im Turnier belassen. Roland hatte die Spiele für Antol außer Konkurrenz mitgespielt und sehr viel Spaß dabei, soweit ich das beurteilen kann 🙂

Sobald der Umgang mit den Freilosen geklärt war, konnten die tatsächlichen Spielrunden beginnen. Zumindest an meinem Brett gingen die Partien immer ziemlich heiß her, und mehr als einmal verbrannte ich mir diesmal fast oder tatsächlich die Finger an einer überreizten Stellung, wohingegen ich am ersten Spieltag noch viel Glück in meinen Partien hatte. Während Steffen in seinem Kommentar zur letzten Runde noch von teilweise sehr defensiven Eröffnungen gesprochen hatte, konnte zumindest ich diesmal nichts mehr davon spüren. Alle meine Gegner spielten deutlich nach vorne. Thomas hat mich in gefühlt recht ausgeglichener Stellung in eine unangenehme Fesslung gebracht, die ich nicht gut gehändelt und dadurch schließlich eine Qualität verloren habe. Danach war nichts mehr zu holen. Gegen Maurice kam es zu einer extrem scharfen Stellung, in der ich das Glück hatte, meine Stellung gegen seinen Ansturm halten zu können und danach auf Gewinn stand. Gegen Norbert habe ich die Eröffnung nicht gut gewählt und meine Dame daran gehindert, gut ins Spiel kommen zu können. Die Gedrängtheit hat ausgereicht, dass ich auch diesmal wieder eine Qualität hergeben musste. Norbert hat aber mit der deutlich schlechteren Zeit und wohl einer falschen Materialberechnung Remis geboten, das ich gerne annahm.

Da ich selbst spielte, habe ich von anderen Partien leider nur einzelne Stellungen mitbekommen, aber auch auf den anderen Brettern kann von Langeweile keine Rede sein, soweit ich das beurteilen kann.

Da die Zusammenstellungen der Folgerunden von Hand relativ viel Zeit in Anspruch genommen haben und es am Ende wieder später geworden war als geplant, habe ich den Abend beendet, ohne ein Feedback zum Turnier einzuholen. Mein persönlicher Eindruck war aber, dass die Teilnehmer mit einem positiven Gefühl nach Hause gegangen sind. Für mich persönlich war es ein Dämpfer, dass das Programm für das Schweizer System nicht wie gewünscht funktioniert hatte. Abgesehen davon hat mir das Turnier aber sehr viel Spaß gemacht. Das unvorhersehbare Format bringt eine Würze in die Partien, die mir so im klassischen Schach mit seinen ausanalysierten Eröffnungen nicht begegnet. Weitere Turniere – vielleicht auf jährlicher Basis – wären in meinen Augen begrüßenswert, ich wäre auf jeden Fall gerne wieder dabei.

4. Runde
Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Tobias Schüssele - Thomas Beutel 0 : 1
2. Norbert Ziegler - Maurice Held 0 : 1
3. Lev Cherniavskii - Harald Weber - : +
4. Dieter Rauck - Antol Gasz + : -
5. Frank Ahrens - Siegfried Scholz 0 : 1
5. Runde
Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Thomas Beutel - Harald Weber 1 : 0
2. Maurice Held - Tobias Schüssele 0 : 1
3. Dieter Rauck - Siegfried Scholz 1 : 0
4. Lev Cherniavskii - Norbert Ziegler - : +
5. Antol Gasz - Frank Ahrens - : +
6. Runde
Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Maurice Held - Thomas Beutel 0 : 1
2. Tobias Schüssele - Norbert Ziegler ½ : ½
3. Harald Weber - Dieter Rauck 0 : 1
4. Siegfried Scholz - Lev Cherniavskii + : -
5. Frank Ahrens - Antol Gasz + : -

30 Jahre Schachforum Darmstadt

Akademische Feier und GM Simultan

26.05.2025

Zum 30. Bestandsjubiläum veranstaltete das Schachforum Darmstadt schon im vergangenen Jahr ein großes Open, zu dem 128 Teilnehmer mitspielten. In 2025 holten die Darmstädter nun ihre Jubiläumsfeier nach und veranstalteten hierzu in ihrer Vereinsstätte, dem Schlößchen im Prinz-Emil-Garten, ein Simultan mit GM Nikolas & WGM Melanie Lubbe. Zu diesem wurden auch Freunde und Gönner des Schachforums eingeladen, so dass auch ich eine Einladungsmail von Fabian Czappa in meinem Briefkasten fand und die ich selbstverständlich annahm.
Ursprünglich wollte ich nur zum akademischen Teil der Jubiläumsfeier kommen, ein paar Worte sagen und unser Geschenk vom Verein überreichen (zu sehen in einem der nachgefügten Bilder). Eine ältere Schachuhr aus analogen Zeiten, verziert mit einer Plakette mit Text: "Zum 30. Jubiläum - in Freundschaft SC Groß-Zimmern". Die Schachuhr hat nun einige Jahrzehnte auf dem Buckel, läuft noch und wird - obwohl wir im digitalen Zeitalter angekommen sind - auch in Zukunft sicherlich noch funktionabel bleiben. Sie steht damit sinnbildlich für das, was ich dem Schachforum für die Zukunft wünsche und ist von mir als symbolisches Geschenk gedacht gewesen. Auch wenn Schach schon 175 Jahre Geschichte in Darmstadt hat, konnte das Schachforum mit seinen noch jungen 30 Jahren bereits einige Maßstäbe setzen. Dank herausragender Vereinsarbeit und hohem ehrenamtlichen Engagement einiger (Walter, Fabian, Holger und mehr) ist das Schachforum nicht nur im Bezirk, sondern auch Hessens größter Verein mit über 100 Jugendlichen und Nachwuchsspielern und spielt über alle Klassen hinweg sehr erfolgreich Schach. Das spiegelt nicht zuletzt die vergangene Saison wieder, wo nahezu in jeder Klasse eine Mannschaft des Schachforums Meister wurde und den Aufstieg feiern konnte.

Passend hierzu war die gestrige Veranstaltung ein voller Erfolg. Die Simultanveranstaltung lief über knapp 5 Stunden und wurde von Melanie und Nikolas Lubbe äußerst locker und unterhaltsam gestaltet. Es wurde mehr miteinander geredet, gescherzt und gelacht, als absolut ernst und trocken Schach gespielt - auch wenn der entsprechende Ehrgeiz die Partien zu gewinnen von allen Seiten gezeigt wurde. Wie anfangs erwähnt, wollte ich ursprünglich gar nicht mitspielen, sondern eher einen lockeren, erholsamen Sonntag verbringen. Als dann doch noch das ein oder andere Brett frei blieb, wurde ich freundlich mit den Worten "Da sind doch noch Bretter frei! Setz dich endlich hin, Steffen, und spiel mit" gebeten, am Simultan teilzunehmen. Da konnte ich mich nicht erwehren und nahm am letzten Brett Platz. Dort gelang mir dann etwas überraschend sogar ein Sieg gegen das GM Ehepaar, bei dem ich nach Gewinn eines dritten Bauern die Hände zur Gratulation gereicht bekam. Man muss dazu sagen, es ist natürlich schwer an 27 Brettern gleichzeitig zu zweit zu spielen, gerade wenn man nacheinander zieht und der eine die Ideen und Gedanken des anderen nicht lesen kann. In einer echten Turnierpartie hätte ich sicherlich nicht so einfach mit Schwarz gewonnen - aber seis drum. In der vorliegenden Stellung sieht man fast die Schlussstellung. Ich zog gerade 22. ... Se4 und drohe nun einen Turm zu gewinnen, gleichzeitig aber auch auf f2 einzusteigen. Nach 23. Txc8 Lxc8! 24. Tf1 La6 25. Te1 Dxf2+ 26. Kh2 Sd2 drohte ich unabwendbar mit drei Bauern mehr die Damen zu tauschen, sodass Feierabend war.

Das abendliche Festbuffet, bei dem alle geladenen Gäste nochmal miteinander ins Gespräch kamen, war dann ein runder Abschluss für die gelungene Feier, die ich nach einem weiteren, stundenlangen Austausch mit den vielen bekannten Gesichtern gegen 22 Uhr erst verlassen konnte - obwohl ich mich, wie so oft, schon früher verabschieden wollte. Man blieb halt immer wieder gern hier und da hängen, wie es in gemütlichen Gemeinschaften eben so ist.

Ich wünsche euch im Namen des ganzen SC Groß-Zimmern, dass es für euch erfolgreich in den nächsten 30 Jahren weitergeht und das Schachforum noch lange der Schachwelt erhalten bleibt. Vielen Dank für den gelungenen Sonntag!

Chess960 - Turnier

Die ersten 3 Runden sind ausgespielt

24.05.2025

Tabelle nach 3. Runden
Platz Spieler Punkte
1. Tobias Schüssele 3
2. Thomas Beutel
3. Harald Weber 2
4. Maurice Held 2
5. Norbert Ziegler 2
6. Lev Cherniavskii
7. Siegfried Scholz 1
8. Dieter Rauck 1
9. Frank Ahrens 0
10. Antol Gasz 0

Der aktuelle Trend in der Schachwelt geht mit der Freestyle, Fischer Random oder Chess960 genannten Variante des Schachspiels. So ergab es nur Sinn, dass nach Vorschlag und Vorstellung durch Tobias auch mal Chess960 bei uns im Verein ausprobiert und bei genügend Interesse ein Turnier dazu ausgespielt wird. So startete am gestrigen Freitag das auf 6 Runden ausgelegte und auf 2 Freitage verteilte erste Chess960-Turnier, das immerhin 10 Startteilnehmer aufweisen kann. Diese 10 warfen sich dann auch nach einer erneuten kurzen Erklärrunde von Tobias, der der Turnierleiter ist, in die erste ausgeloste Startstellung und spielten Runde 1. aus.
Da ich als Schiedsrichter überraschend wenig Hilfe leisten musste, konnte ich die einzelnen Partien verfolgen, die die unterschiedlichsten Ideen und Herangehensweisen aus den gewürfelten Ausgangsstellungen zu Tage förderten. Besonders interessant zu sehen war, wie die einzelnen Leute Chess960 auch mit ihrem Spielstil anfärben wollten. Die einen versuchten "normale" Entwicklungszüge zu finden und die Stellung schnell in eine gewohnte Schachpartie zu überführen, andere mauerten von Beginn an, da man offenbar mit der ungewohnten Konstellation der Figuren nicht wusste, aus welcher Richtung die Gefahr drohte. Aber auch sehr dynamisches und angriffslustiges Spiel konnte beobachtet werden und in Summe ließ all das den Abend und die ersten drei Runden richtig vielfältig und ansehnlich werden.

Jede Runde wurde mit 25 Minuten Bedenkzeit pro Spieler gespielt, inklusive 5 Minuten Gewöhnungszeit an die neue Stellung, bei der jeder Spieler sich vor Beginn der Partie mit der ausgelosten Stellung vertraut machen konnte. Nach 3 Runden liegt nun Tobias vorne, der alle seine Partien gewinnen konnte, dicht gefolgt von Thomas, der lediglich ein Remis abgab. Dahinter liegen Norbert, Harald und Maurice mit jeweils 2 Punkten, die allesamt noch gute Chancen auf den Turniersieg haben.
Das Stimmungsbild am Ende der drei Runden war durchweg positiv. Jeder hatte zwar mit den Widrigkeiten des Chess960 zu kämpfen, aber gerade deswegen viel Spaß dabei. Es ist einfach wieder etwas ganz neues und man entdeckt die Schönheit des Schachs selbst nochmal komplett aufs neue. Am kommenden Freitag wird das Turnier zu Ende gespielt und ich bin auf den weiteren Verlauf gespannt!

1. Runde
Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Lev Cherniavskii - Frank Ahrens 1 : 0
2. Thomas Beutel - Dieter Rauck 1 : 0
3. Norbert Ziegler - Antol Gasz 1 : 0
4. Maurice Held - Harald Weber 0 : 1
5. Siegfried Scholz - Tobias Schüssele 0 : 1
2. Runde
Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Tobias Schüssele - Lev Cherniavskii 1 : 0
2. Dieter Rauck - Norbert Ziegler 1 : 0
3. Frank Ahrens - Thomas Beutel 0 : 1
4. Harald Weber - Siegfried Scholz 1 : 0
5. Antol Gasz - Maurice Held 0 : 1
3. Runde
Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Harald Weber - Tobias Schüssele 0 : 1
2. Thomas Beutel - Lev Cherniavskii ½ : ½
3. Norbert Ziegler - Frank Ahrens 1 : 0
4. Maurice Held - Dieter Rauck 1 : 0
5. Siegfried Scholz - Antol Gasz 1 : 0

5. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Die Tabellenführer setzen sich ab

17.05.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1608 4 4,0
2. Harald Weber 1558 4 2,0
3. Siegfried Scholz 1404 2 7,0
4. Kosto Ilievski 1432 2 3,0
5. Thomas Beutel 1729 2 2,0
6. Dino Turic 897 2 0,5
7. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1469 1 7,0
8. Paul Terre 1595 1 7,0
9. Andreas Heun 1637 1 4,0
10. Torsten Wöhl 1459 1 3,0
11. Helmut Weiser 1128 1 2,0
12. Steffen Heß 2102 1 1,0
13. Norbert Ziegler / 1 0,5
14. Frank Ahrens / ½ 7,5
15. Antol Gasz / ½ 4,5
16. Anatoli Hermann 764 0 6,0
17. Niclas Wagner 1246 0 5,0
18. Lev Cherniavskii 1385 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Frank Ahrens - Norbert Ziegler 0 : 1
2. Antol Gasz - Dieter Rauck 0 : 1
3. Dino Turic - Anatoli Hermann 1 : 0
4. Niclas Wagner - Andreas Heun 0 : 1
5. Siegfried Scholz - Kosto Ilievski 0 : 1
6. Harald Weber - Dr. Wolfgang Beiersdorf 1 : 0
7. Thomas Beutel - Paul Terre 1 : 0

Die fünfte Runde unserers Langzeitturniers wurde gestern Abend mit 14 Leuten á 7 Partien ausgespielt. Ein Novum, denn so viele Partien kamen seit Einführung noch nie zusammen. Damit wandelte sich unser sonst recht lebhafter und mit Musik untermalter Trainingraum in einen an die sonntäglichen Wettkämpfe erinnernden Spielsaal um, in dem mit vollem Fokus um die Punkte gespielt wird.
Norbert, der in das Turnier einstieg, hatte das erste Wahlrecht und entschied sich für Frank, der sich die weißen Figuren auslosen konnte. Beide entwickelten sich für Damenbauernspiele typisch: Die Figuren fanden in der halboffenen Stellung schnell gute und aktive Plätze und es lag einiges an Dynamik in der Luft. Norbert hatte eine Zeit lang die Möglichkeit mit der Dame auf b2 in Franks Stellung einzusteigen, unterließ das Schlagen auf b2 aber und öffnete im Zentrum die Stellung. Das wurde bald belohnt, als Frank eine Figur durch Fesselung verlor.

Als Zweites durfte Niclas wählen, entschied sich erst für mich, bekam aber am Ende Andreas als Gegner, da ich mich aus dem Turnier immer zurückziehe, wenn es sonst eine ungerade Teilnehmerzahl gibt. Andreas loste für sich Schwarz, für Niclas Weiß aus. Die Partie endete kurz nach dem eigentlichen Übergang ins Mittelspiel mit einem Sieg von Andreas, der nach einem unachtsamen Bauernvorstoß von Niclas mit einem Springer abziehen und auf d3 eindringen konnte. Größerer Materialverlust war nicht zu verhindern und Niclas gab folgerichtig auf.

Die dritte Partie hieß Dieter - Antol, wobei letzterer versuchte dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Das gelang ihm nicht, da er nach beidseitiger langer Rochade einen Springer verlor, der plötzlich kein Rückzugsfeld mehr hatte und von einem Bauern angegriffen wurde. Mit der Mehrfigur war es für Dieter nicht schwer, den vierten Punkt zu erspielen und die Tabellenführung zu bestätigen.

Ihm folgt nach einem weiteren Sieg über Wolfgang mit nun ebenfalls 4 Punkten Harald. Harald wurde von Wolfgang ausgewählt, loste sich selbst die weißen Figuren aus, geriet dann aber in der Eröffnung unter Druck und ins Wanken. Wolfgang machte Druck, konnte aber die schwachen Bauern Haralds nicht entscheidend angreifen. Hiernach kippte die Partie und Harald behielt im reinen Bauernendspiel die Nase vorn, als er mit zwei Freibauern leicht zur Dame durchziehen konnte.

Partie Nr. 5 war ein Duell aus der C-Klasse: Dino traf auf Anatoli und konnte diesen bereits in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischen. Anatoli übersah, dass Dino mittels en passent einen vorgezogenen Bauern schlagen und dadurch einen Springer Anatolis mit dem Turm gegen den unrochierten König fesseln konnte. Die Figur ging in der Folge verloren, aber Dino ließ nicht locker und griff überzeugend mit allen Figuren Anatolis König an, bis dieser Matt war.

Die längste Partie des Abends spielten Turnierleiter Siggi mit Weiß und Kosto mit schwarz, wo sich beide lange Zeit mit aktiven Aktionen zurückhielten und peu a peu die Stellung durch Bauernkeile schlossen. Siggi konnte das eher recht sein, da er mit einem Doppelbauern auf d3 und d4 die ungünstigere Bauernstruktur hatte, während Kostos König in der Mitte stecken blieb. Als Siggi dann durch einen Springertausch die Doppelbauern auflöste, konnte Kosto das Zentrum mit Bauern auf der d-, e- und f-Linie besetzen und entscheidend Siggis Kräfte zurückdrängen. Nach einem zwischenzeitlichen Gewinn der Dame gab Kosto diese für ein gewonnenes Bauernendspiel zurück und sackte leicht den ganzen Punkt ein.

Blieben zuletzt noch Thomas und Paul übrig, die sich ebenfalls einen wilden Ritt als Partie gönnten. Bei geschlossenem Zentrum griff Thomas am Damenflügel an, Paul am Königsflügel. Hier war Thomas schlussendlich doch etwas schneller, da er mittels Turmopfer Pauls Damenflügel schnell sturmreif schießen konnte. Pauls König war in der Folge nicht mehr zu verteidigen und der eigene Angriff geriet ebenfalls ins Stocken, sodass Paul aufgab.

Runde 6. wird am 13. Juni gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Ortsvereinsschießen bei den Tellschützen

Roland, Jinghui, Torsten und Steffen waren dabei

15.05.2025

Und das nächste Turnier der Ortsvereine stand auf dem Plan. Dieses mal waren wir bei den Tellschützen im Waldeck, die traditionell zum Luftgewehrschießen einluden. Ein Team bestand aus 3 Schützen, die nach jeweils fünf Probeschüssen für die schlussendliche Wertung 10 Schuss auf die Scheibe wagen konnten. In den vergangenen Jahren war der Schachclub immer gut vertreten und erzielte vereinzelt auch sehr gute Ergebnisse. Die Teilnahme dieses Jahr sollte auch da keine große Ausnahme werden: Nach der ersten Runde waren die geschossenen Ringe noch ausbaufähig. 71, 75 und 86 wurden ausgerufen - eine im Vergleich zu den Vorjahren eher maue Ausbeute. Daher entschlossen wir uns ein zweites mal anzutreten und unsere Punkte nach oben zu schrauben. Da zwischen den beiden Runden auch dank einiger Softwareprobleme der Schützen viel Zeit zum konsumieren von Zielwasser war, verbesserten wir unser Gesamtergebnis auch um 12 Punkte.
Torsten schaffte es auf 75 Ringe, Steffen auf 79 und Jinghui, die mehr Fokus und Gelduld beim Anlegen und Zielen hatte, stolze 90 Ringe! Damit reihen wir uns wohl irgendwo im Mittelfeld ein, Jinghui hat mit 90 Ringen Chancen auf einen Treppchenplatz der Frauenwertung. Erste wird sie allerdings wohl nicht, den eine weitere anwesende Dame schoß sagenhafte 95 Punkte!

Für die Organisation und das leibliche Wohl währenddessen sorgte die Tellschützen wie gewohnt mit großem Engagement, dem hiermit auch nochmal Dank ausgesprochen sein soll. Wir kommen zum nächsten Ortsvereinsschießen gerne wieder!

Ortsvereinsturnier des Pétanquevereins

Schachclub auf dem Treppchen

04.05.2025

Auch beim Turnier der Ortsvereine der zimmner Pétanquefreunde war der Schachclub mit einer Mannschaft angemeldet. Roland, Torsten und Steffen traten als Spieler an, während Wilhelm uns von der Seitenlinie aus mit allerlei guten und erfahrenen Ratschlägen coachte und zur Belohnung für Siege mit kühlen Bierrunden belohnte. Eigentlich sollte bei dem Ortsvereinsturnier mit besten Wetterbedingungen der Spaß im Vordergrund stehen. Trotzdem wurde des Öfteren, gerade bei wichtigen Punkten gefordert, die geworfenen Kugeln in ihrem Abstand zum Zielkügelchen zu messen. So musste Roland häufig auf die Knie gehen und mit dem Maßband nachmessen. Selbstverständlich wurde bei knappen Verhältnissen auch dem Maßband nicht immer Vertrauen geschenkt und hie und da von unseren ehrgeizigen Gegenspielern Zweifel angebracht. In 5 Runden nach Schweizer System konnten wir drei Spiele recht deutlich gewinnen (13:9, 13:9 und 13:7) und mussten uns in zwei Begegnungen denkbar knapp mit jeweils 13:11 geschlagen geben. Durch das daraus resultierende, hohe positive Handicap waren wir die beste Mannschaft mit 3 Siegen und wurden in der Gesamtwertung bei 13 teilnehmenden Teams Dritter. Für diese Leistung gab es neben Trophäen auch eine Flasche Weißwein und wie immer schöne Bilder!

Für die Organisation und das leibliche Wohl währenddessen sorgte der Pétanqueverein, dem hiermit auch nochmal Dank ausgesprochen sein soll. Wir kommen zum nächsten Ortsvereinsturnier gerne wieder!

Offene Schulmeisterschaften Schach 2025 der Eichwaldschule Schaafheim

16 (!) zimmner Nachwuchsspieler in Schaafheim

03.05.2025

Rang Teilnehmer Punkte
5. Lev Cherniavskii U18
8. Demid Michaelis U12
10. Niclas Wagner U18 6
15. Bogdan Michaelis U14 6
29. Tina Gasz U12 5
38. Kir Fraint U8 4
44. Timur Ptitsyn U12 4
49. Asenath Ali U14 4
52 Mila Fischer U10
54. Tomas Cherniavskii U10
55. Athena Ali U12 3
59. Timo Martin U10 3
60. Arina Fraint U12 3
63. Paul Cushmann U10
64. Elias Wick U12
65. Emma Terre U10

Auch in 2025 veranstaltete die SG Schaafheim die offene Schulmeisterschaft im Schach in der ortsansässigen Eichwaldschule. Zu früheren Ausgaben war auch ich mit den damaligen Kollegen aus dem Jugendtraining vor Ort und habe das Schnellschachturnier immer fest im Kalender eingeplant, da es einen besonderen Flair hat in der dortigen Schule mit unzähligen anderen Kindern zu spielen.
Zur diesjährigen Meisterschaft fuhren begleitet durch viele Eltern und Jugendleiter Roland insgesamt 16 (!) unserer Nachwuchstalente nach Schaafheim, um sich dort in den verschiedensten Altersklassen bis zur U18 zu messen. Namentlich waren das: Lev, Tomas, Niclas, Bogdan, Emma, Asenath, Tina, Kir, Demid, Timur, Mila, Athena, Timo, Arina, Paul und Elias. Damit stellte unsere Jugend die größte Teilnehmergruppe unter insgesamt 69 Teilnehmern, noch vor den gastgebenden Schaafheimer oder deren Nachbarn aus Babenhausen oder Klingenberg.
Für viele Kinder war es das erste Turnier überhaupt und dementsprechend sicherlich ein Abenteuer, während unsere Veteranen versuchten, das Turnier oder ihre jeweilige Altersklasse zu gewinnen. Neben starker Konkurrenz konnten auch viele gute Plätze und Preise erspielt werden. Heraus sticht allerdings zunächst Demid, der mit 6½ Punkten aus 9 Runden klar die U12 gewinnen konnte. Lev erreichte ebenfalls 6½ Punkte und wurde dadurch 3. in der U18, vor Niclas, der mit 6 Punkten auf dem 5. Platz der U18 landete. Die weiteren Ergebnisse und Endplatzierung sind der beigefügten Tabelle zu entnehmen.
Zum Abschluss gibt es wie immer unzählige tolle Bilder vom Turnier, unserer Teilnehmer und der Siegerehrung. Vielen Dank für die Bereitstellung dieser an alle Eltern und auch an die SG Schaafheim, für die Ausrichtung des Turniers. Wir kommen im kommenden Jahr gerne wieder.

9. Spieltag - Bericht

Erste verliert unglücklich | Zweite verliert knapp | Dritte gewinnt in Gernsheim | Vierte siegreich in Darmstadt

27.04.2025


Nicht nur Dieter stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben...

SC Groß-Zimmern I. - SG Rödermark/Eppertshausen II. 2 : 5
Im Finale der Bezirksklasse kam es zu einem direkten Duell der beiden Tabellenführer. Mit Rödermark/Eppertshausen II. empfingen wir den stärksten Gegner der Saison, der mit um den Aufstieg in die Starkenburgliga spielen und kein leichtes Los werden wollte. Nach insgesamt 4 h Spielzeit war der Wettkampf entschieden, leider zugunsten der Gäste, die durch einen souveränen Auftritt in Bestbesetzung 2 : 5 gewannen.

Der Spieltag startete durchaus positiv: Lev an Brett 6. brachte uns nach einem überzeugenden Königsangriff, der die Dame des Gegners gewann, zunächst in Führung. Dann konnte Paul, der gegen einen besseren Gegner an Brett 3. nach einem Bauernverlust in dessen geöffnete Rochadestellung mit Läufer und Dame eindrang, noch eine Punkteteilung erreichen. Das aktive Läuferpaar zwang Pauls Gegner passiv den König zu schützen, wonach ein Remisangebot von Paul nicht auszuschlagen war.

Da auch die übrigen Partien zu diesem frühen Zeitpunkt im Wettkampf noch vielversprechend aussahen, einigte sich Harald, der an Brett 7. Ersatz machte, mit seinem Gegner auch auf ein Remis. Nachdem beide viel tauschten und nur noch mit Dame und Turm nebst ein paar Bauern spielten, war die Stellung auch verflacht genug.

Mit dem 2 : 1 Zwischenstand hatte sich entspannt weiterspielen lassen. Allerdings entglitt nacheinander ein Brett nach dem anderen unserem Zugriff. Als erster musste ich an Brett 1. die Waffen strecken. Nach arg verkeilter Eröffnung, in dem beide Seiten durch Umgruppierungen die eigenen Figuren auf immer bessere und aktivere Felder zu stellen versuchten, patzte ich in eigentlich vorteilhafter Stellung die ganze Partie ein und wurde Matt gesetzt. Ausschlaggebend war mitunter meine Zeitnot, die ich durch ein schlechtes Zeitmanagement mir selbst bereitet hatte.

Auch bei Roland an Brett 2. kippte die Partie mit einem plötzlichen Fehler. Roland übersah einen Springereinschlag in sein Zentrum, was ihn einfach einen Bauern kostete. Das resultierende Endspiel wurde vom Gegner absolut kontrolliert zu Ende gespielt und gewonnen.

Da mittlerweile auch Dieter an 5. und Steffen an 4. schon auf verlorenem Posten kämpften, war allen Beteiligten klar, dass es mit der Meisterschaft nichts mehr werden würde. Dieter verlor eine Figur am Damenflügel, wo er lange Zeit gedrückt stand und den finalen Schlag eigentlich nur abwarten konnte. Steffen wurde am Damenflügel nach frühem Tausch der Damen überrollt und verlor ebenfalls erst eine Figur, dann nach und nach die Bauern, sodass er mit seiner Aufgabe den Spieltag für die erste Mannschaft abschloss.

Die erste Mannschaft verliert damit nicht nur das letzte Spiel, sondern auch den 1. Platz, der von den Gästen Rödermark/Eppertshausen II. übernommen wird. Unter schlechtesten Umständen ist damit neben der Meisterschaft auch der Aufstieg vertan, da je nach Ausgangslage der Landesklasse Süd nur eine Mannschaft aus der Bezirksklasse in die Starkenburgliga aufsteigt. Das wäre nach einer eigentlich überzeugenden Saison sehr schade, aber kein Beinbruch. Sollten wir in der Bezirksklasse verbleiben, greifen wir nächste Saison erneut an.

SC Groß-Zimmern II. - SK Dieburg I.
Gegen ein überstark aufgestelltes Dieburg war unsere zweite Mannschaft heute chancenlos, kann aber abermals lange und gut Paroli bieten und dadurch das Feld erhobenen Hauptes verlassen.

Nach rund einer Stunde stand es auch hier zunächst 1 : 0 für Groß-Zimmern: Wolfgang hatte nach der Eröffnung einen Bauern mehr und gewann, als sein Gegner einen Einschlag mit Dame und Läufer auf f7 einen zweiten in deutlich besserer Stellung. Das reichte, um den dieburger Gegner zur frühzeitigen Aufgabe zu bewegen.

Dieburg gelang durch einen Sieg an Brett 3. der direkte Ausgleich. Torsten geriet nach einer Kombination, in der auch die Damen vom Brett verschwanden, materiell in Nachteil. Zwei Figuren plus ein Bauer gegen einen Turm waren zu mächtig.

Bei Siggi an Brett 5. wurden die Punkte geteilt, da sich beide Seiten in ihren Kräften neutralisierten. Auch bei Martin, der heute an Brett 2. spielte, wurde ein Remis vereinbart. Im Läuferendspiel schaffte es Martin nicht seinen Gegner niederzuringen.

Niclas, der an Brett 6. als Ersatzmann nochmal aushalf, musste ausgerechnet heute seine erste Saisonniederlage hinnehmen. In der Eröffnung ließ er sich einen Isolani auf d4 vom Gegner machen, der dann allerdings nie wirklich unter Feuer genommen wurde. Beim Abtausch ins Endspiel wickelte Niclas dann in Zeitnot falsch ab und konnte einen gegnerischen Freibauern nicht mehr aufhalten.

Schlussendlich musste sich auch Manuel dem besten Dieburger an Brett 1. geschlagen geben. Nach wilder Eröffnung und komplizierten Mittelspiel mit entgegengesetzten Rochaden, sprengte Manuels Gegner dessen Königsstellung mittels Springeropfer erfolgreich auf und konnte in ein gewonnenes Endspiel mit zwei Mehrbauern trotz bester Verteidigung von Manuel abwickeln.

Die zweite Mannschaft beendet eine außerordentlich solide Saison verdient auf Platz 4.

SK Gernsheim VI. - SC Groß-Zimmern III. 1½ : 2½
In Gernsheim beendete die dritte Mannschaft mit einem Auswärtssieg erfolgreich die Saison. Von Beginn an lag man mit 0 : 1 vorne, da Tina am 4. Brett ohne Gegner blieb. Nachdem Frank verlor, aber Julianna gewann, konnte Dino an Brett 1. mit einem Remis den Mannschaftssieg und damit einen erfolgreichen Abschluss der Saison festmachen. Leider fehlen mir für detailliertere Berichte die nötigen Infos über die einzelnen Partien.

Die dritte Mannschaft wird mit 6 Punkten aus 9 Spielen zwar Vorletzter der C-Klasse, hat sich aber für die erste Saison wacker geschlagen. Mit den gemachten Erfahrungen werden die kommenden Runden sicherlich einfacher.

Schachforum Darmstadt VII. - SC Groß-Zimmern IV.
Die vierte Mannschaft, die bereits vor einigen Spieltagen uneinholbar auf dem 1. Platz lag und vorzeitig Meister wurde, konnte zum Abschluss beim Tabellenzweiten Schachforum Darmstadt VII. mit 1 : 3 gewinnen.

Für Niclas, der in der zweiten Mannschaft aushalf, rückte Antol nach, der am 4. Brett auch gewinnen konnte. Sowohl Bogdan an Brett 1. als auch Kir an Brett 3. steuerten jeweils noch einen vollen Punkt bei, während Demid an Brett 2. die erste und einzige Niederlage in seinem ersten Schachjahr beigefügt bekam. Auch hier liegen mir keine weiteren Infos vor, sodass ich nichts über die Partien berichten kann.

Über die herausragende Saison der vierten Mannschaft, die zurecht mit dem Meistertitel gekrönt wurde, muss ich nicht viel weiter Worte verlieren. Die junge Truppe muss im kommenden Jahr in höheren Klassen andere Herausforderung suchen, um einerseits der jetzigen Spielstärke gerecht zu werden und andererseits die Entwicklung fortzusetzen.

Osterturnier der Jugend 2025

Roland veranstaltet Schnellschachturnier

26.04.2025

Traditionell um Ostern rum veranstaltet Roland mit den vielen, vielen Kindern und Jugendlichen, die der Verein mittlerweile hat, ein Schnellschachturnier. So auch am gestrigen Freitag, dem ersten Trainingsabend nach den Osterferien. Zu gewinnen gibt es kleine, von Roland angefertigte Ostergeschenke und - als Neuheit gestern - auch verschiedene Schachuhren, die bei der Preisvergabe gut ankamen.

Genauere Ergebnisse lasse ich noch folgen, sobald diese vorliegen. Allerdings kann ich schon viele schöne Bilder einstellen, die Torsten geschossen hat.

Grenke Chess Open 2025

Niclas beim C-Open des größten Schachturniers der Welt

21.04.2025

Über die Osterfeiertage wurde in Karlsruhe auch wieder das größte Schachturnier der Welt veranstaltet, das Grenke Chess Open. Das Interesse am Turnier ist nach wie vor ungebrochen und lockt nicht nur deutschlandweit Spieler in die Schwarzwaldhalle des Karlsruher Kongresszentrum, sondern auch Schachfreunde aus aller Welt inklusive die Topelite des Schachs. Namen wie Carlsen, Caruana, Keymer und andere sind keine Seltenheit, sondern eher die Regel und reihen sich in allen Einzelturnieren des Opens ein. Eine Besonderheit in diesem Jahr stellt die Aufteilung des Opens dar: Neben den gewohnten A-, B- und C-Open gibt es auch ein Freestyle (oder Chess960) Turnier, das sich ebenfalls in drei einzelne, nach Spielstärke unterteilte Open splittet.

Niclas startete im normalen C-Open, neben 521 weiteren Spielern. Insgesamt waren 3166 Schachspieler vor Ort, davon spielten 1152 Leute Freestyleschach - ein stolzer Wert für die Erstausgabe des Turniers. Das unterstreicht auch nochmal eindrucksvoll, wie sehr die stark beworbenen Spezialturniere für Großmeister Werbung für die aufkommende, neue Schachvariante machen.

Mit seiner DWZ von 1246 war Niclas an 160. im C-Turnier gesetzt und zumindest die ersten Runden über Favorit in seinen Partien. Nach den ersten Runden, in denen Niclas mit Weiß gewann, aber mit Schwarz jeweils das nachsehen hatte, stabilisierte er sich in der Mitte des Turniers mit zwei Remis. In den finalen drei Runden wollte Niclas nochmal voll zuschlagen, verlor aber abermals seine letzte Schwarzpartie und schaffte es schlussendlich mit einem Sieg in Runde 9 auf 5 Punkte. Eine gute Leistung im größten Turnier der Welt. Ob sich seine DWZ auch ändert, bleibt noch abzuwarten, da er leider nur Gegner ohne DWZ oder ELO hatte.

So oder so hatte Niclas ein unvergessliches Ostern, auf das ich persönlich doch schon neidisch bin. Das Grenke Chess Open muss man einfach mal mitgemacht haben. Die Atmosphäre neben 3000+ weiteren Schachbegeisterten in einer flugzeughangargroßen Halle zu spielen ist unvergleichbar. Daneben wird selbstredend alles mit einem Livestream auf Youtube kommentiert und begleitet. Sollte es nächstes Jahr zeitlich passen, werde ich Niclas bei seiner zweiten Teilnahme gerne begleiten!

9. Spieltag - Vorschau

Erste spielt um Aufstieg | Zweite empfängt Dieburg zum Derby | Dritte in Gernsheim | Vierte im Topspiel gegen Darmstadt

19.04.2025

SC Groß-Zimmern I. - SG Rödermark/Eppertshausen II.
Zum letzten Spieltag wartet ein großes Finale auf die erste Mannschaft. Mit der SG Rödermark/Eppertshausen II. empfängt man den Tabellenzweiten, der der einzige verbliebende Konkurrent um den Meistertitel und Aufstieg ist. Mit einem Punkt Vorsprung ist klar, dass wir nach Möglichkeit einfach nicht verlieren sollten, um eben Meister zu werden und den Aufstieg in die Starkenburgliga zu schaffen. Der Plan klingt simpel, wird aber in der Umsetzung sicherlich deutlich schwerer werden. Rödermark/Eppertshausen ist nicht nur der Aufstellung nach sehr konsistent und gut besetzt, sondern hat auch die Saison über solide gespielt (klar, sonst wären sie ja nicht auf Platz 2).
Mit einer konzentrierten und fokussierten Vorstellung dürften wir daheim punkten. Ich tippe auf ein 4 : 3 für uns.

SC Groß-Zimmern II. - SK Dieburg I.
Die zweite Mannschaft wird ihre bis dato beste Saison der A-Klasse mit einem Derby gegen Dieburg beenden. Dieburg war in den vergangenen Jahren immer leichts schwächer besetzt, konnte aber in dieser Saison einige starke Spieler melden, die auch gleich gezeigt haben, dass mit ihnen zu rechnen war. Tabellarisch steht Dieburg nach einer guten Saison, in der streckenweise auch um den Aufstieg mitgespielt werden konnte, vor uns und wird kein Zuckerschlecken als Gegner sein.
Mein Tipp: ein 3 : 3 Unentschieden.

SK Gernsheim VI. - SC Groß-Zimmern III.
Die dritte Mannschaft muss zum Abschluss der Saison nochmal weiter reisen. In Gernsheim trifft man auf eine nicht zu unterschätzende Mannschaft, die insbesondere dank guter Ersatzspieler an den hinteren Brettern ordentlich aufgestellt war. Je nach Tagesform, sollte aber auch hier was gehen.
Ein weiterer Punktgewinn zum Abschluss hätte sich die dritte Mannschaft verdient: 2 : 2.

Schachforum Darmstadt VII. - SC Groß-Zimmern IV.
Zum Abschluss einer herausragenden Saison der C-Klasse kommt es auch dort zum Spitzenspiel 1. gegen 2. der Tabelle. Auch wenn nach dem vorzeitlich klargemachten Aufstieg samt Meistertitel das kommende Duell der Tabellenführer keine große Bedeutung für das Ende der Saison hat, ist es doch immer interessant zu sehen, wie die besten Teams einer Klasse aufeinander treffen. Die vierte Mannschaft sollte dabei aber trotzdem als Favorit gehandelt werden, mit Blick auf die Gesamtsaison.
Ein 1 : 3 Auswärtssieg würde sich wunderbar in die Statistik einreihen.

4. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Dieter und Harald wieder vorne

13.04.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1608 3 3,5
2. Harald Weber 1558 3 1,0
3. Siegfried Scholz 1404 2 4,0
4. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1469 1 6,0
5. Paul Terre 1595 1 4,0
6. Torsten Wöhl 1459 1 2,0
7. Helmut Weiser 1128 1 1,0
8. Kosto Ilievski 1432 1 1,0
9. Thomas Beutel 1729 1 1,0
10. Steffen Heß 2102 1 1,0
11. Dino Turic 897 1 0,5
12. Frank Ahrens / ½ 4,5
13. Antol Gasz / ½ 0,5
14. Anatoli Hermann 764 0 3,0
15. Niclas Wagner 1246 0 3,0
16. Andreas Heun 1637 0 3,0
17. Lev Cherniavskii 1385 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Helmut Weiser - Thomas Beutel 1 : 0
2. Harald Weber - Andreas Heun 1 : 0
3. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Siegfried Scholz 1 : 0
4. Torsten Wöhl - Kosto Ilievski 0 : 1
5. Dieter Rauck - Paul Terre 1 : 0

Am Freitag wurde die vierte Runde des Langzeitturniers ausgespielt. Dank 3 neuer Teilnehmer wurden insgesamt 5 Partien ausgelost und gespielt, von denen sich vier mal der jeweilige Spieler mit Weiß durchsetzen konnte.
Als Neueinsteiger und Gast durfte sich Helmut Weiser als erster den Gegner des Abends aussuchen. Er entschied sich für Thomas als seinen Gegner, der sich selbst Schwarz ausloste. Nach ausgeglichener Eröffnung, hätte Thomas mit einem Tausch auf e4 und nachfolgendem Bauernvorstoß d5 ins Zentrum eine bequeme Stellung erhalten können, unterließ diese Möglichkeit aber und geriet trotz Läuferpaars von den gegnerischen Figuren, insbesondere den Springern, zunehmend unter Druck. Schlussendlich konnte Helmut Weiser sein Debüt beim Langzeitturnier mit einem Sieg krönen.

Andreas, der ebenfalls neu ins Turnier einstieg, konnte gegen Harald leider nichts zählbares bei seiner Erstteilnahme erspielen. Auch hier war die Partie nach der Eröffnung ausgeglichen und Andreas konnte die Kräfte Haralds auch dank einer Fesselung des Springers auf f3 bequem und sorglos neutralisieren. Nach weiteren Abtauschen entstand allerdings ein Turmendspiel mit Bauernmajorität auf dem Damenflügel für Harald, der das Endspiel dank des berühmten entfernten Freibauers dann im reinen Bauernendspiel gewann. Harald hat damit eine Punktausbeute von 100%, obwohl er zwischenzeitlich eine Runde aussetzte. Mit 3 Punkten führt er neben Dieter die Tabelle an.

Nach einer Niederlage gegen Siggi in Runde 3, fand Dieter nämlich am Freitag mit einem Sieg über Paul wieder zurück in die Erfolgsspur und hat nun auch 3 Punkte. In der Eröffnung opferte Dieter für Entwicklung und ein mächtiges Zentrum einen Bauern. Paul konnte aber nach einer Unachtsamkeit durch einen taktischen Einschlag auf d4 einen zweiten Bauern gewinnen und wichtige Felder für seine Figuren dabei erobern. Die Partie war an dieser Stelle technisch verloren für Dieter, der aber nach einem durchschlagenden Königsangriff, den er als letzte Option ansetzte, Paul doch noch überrumpeln konnte.

Überrumpelt wurde auch Turnierleiter Siggi mit den schwarzen Steinen. Ein ebenso mächtiges Bauernzentrum Wolfgangs machte Siggi viel Raum streitig, sodass dieser in der Not eine Figur für das Zentrum opferte, aber nicht die erhoffte Befreiung dadurch erlangen konnte. Für Wolfgang war es mit der Mehrfigur und der besseren Stellung mehr eine Sache der Übung, den vollen Punkt dingfest zu machen. Siggi verliert damit wieder den Anschluss an die beiden davonziehenden Tabellenführer Harald und Dieter, die jetzt beide einen Punkt Vorsprung haben.

In der Partie Torsten - Kosto hatte letzterer die Oberhand. Torsten setzte nach dem Damentausch auf einen Bauernsturm am Königsflügel, wohin Kosto rochiert hatte. Bei der Öffnung der Stellung gelang Kosto jedoch durch einen taktischen Abzug der Gewinn einer Figur, was auch ihm ausreichte um nicht nur den anrollenden Angriff Torstens abzuwehren, sondern die Partie zu gewinnen.

Runde 5. wird am 16. Mai gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

8. Spieltag - Bericht

Erste weiter auf Aufstiegskurs | Zweite mit knappem Auswärtssieg | Dritte verliert knapp | Vierte teilt Punkte

30.03.2025

Zum heutigen Spieltag fand sich der gesamte Verein in einer lang nicht mehr gesehenen Lage wieder. Nach einigen weit im voraus bekannt gewordenen Absagen, mussten wir unser gesamtes Kontingent an Ersatzleuten aufbieten. Als dann auch noch mit Steffen und Wolfgang zwei weitere Stammkräfte kurzfristig ausfielen, konnten wir mit der ersten und zweiten Mannschaft nicht vollzählig antreten. Allerdings machten wir das beste daraus:

SK Gernsheim IV. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 3½
Gegen Gernsheim war die erste Mannschaft als Favorit gehandelt und entsprechend der tabellarischen Situation samt dem ausgegebenen Ziel, den Aufstieg in die Starkenburgliga zu schaffen, unter Siegzwang. Mit Paul, Steffen G. und Lukas mussten wir allerdings die halbe Mannschaft ersetzen, was uns mit Harald und Niclas zwar gebührend gelang. Aber vollzählig waren wir dadurch nicht. Glücklicherweise erging es Gernsheim nicht anders, sodass am Ende 6 Gernsheimer gegen 6 Zimmner antraten und passenderweise Brett 2 unbesetzt ließen.
Den Reigen eröffnete Niclas, der nicht nur sein Debüt in der ersten Mannschaft gab, sondern dieses auch direkt mit einem fein ausgespielten Sieg krönte. Bereits in der Eröffnung schenkte der Gegner einfach eine geschlagene Figur her, die Niclas für einen Turm zurückgab. Nach 15 Zügen mit einem Mehrturm auf der Habenseite war die Partie praktisch gelaufen. Allerdings entwickelte sich Niclas nicht gebührend zu Ende, sodass sein Gegner noch leichte Chancen auf ein Comeback gehabt hätte. Da dieser aber auch nicht überzeugend weiterspielte, machte Niclas bald kurzen Prozess und gab nach vielen Abtauschen mit einer neuen Dame Matt.

Das baldige 2 : 0 für uns sollte Harald auf den Berichtsbogen setzen. Nach einer leichtfertig beendeten Eröffnung, geriet er im Mittelspiel unter Druck. Das Sprichwort "Springer am Rand, bringt Kummer und Schand" sollte sich hier auch wieder mal bestätigen. Nach Haralds Springerausfall an den Rand, ging die Initiative vollkommen an die Gegnerin über, die die entscheidenden Zwischenzüge nicht fand und durch einen großen Tauschreigen den Druck vom Brett nahm. Im resultierenden Läuferendspiel bewies Harald die bessere Technik: Mit dem aktiveren König und dem besseren Läufer gewann Harald sehr schnell.

Nachdem unsere Joker also beide voll einschlugen und uns komfortabel in Führung brachten, wurde es nach dem Sieg von mir am 1. Brett sogar noch besser. Im Mittelspiel ließ mein Gegner einen Bauern einfach stehen und fand sich nach einem Zwischenzug meinerseits, der einem Qualitätsopfer aus dem Weg ging, auf verlorenem Posten. Größerer Materialverlust war selbst bei genauem Spiel nicht mehr zu vermeiden und als ich nach einem weiteren Patzer einen ganzen Turm gewann, war die Partie vorbei.

Hiernach folgte ein Spielverlauf, der sich in den letzten Spieltagen schon öfters zeigte. Obwohl wir an den übrigen drei Brettern teilweise deutlich besser bis remislich standen, wurde es nochmal äußerst knapp. Erst überspielte Roland am 3. Brett seinen Gegner mit feinen Zügen, jagte den schwarzen König über das halbe Brett, übersah da dann aber Matt in 1 und ließ den Schwarzen entwichen. Mit der gewonnen Königssicherheit kippte die Partie dann noch zugunsten von Rolands Gegner und dieser setzte mit einem schönen Mattnetz Roland Matt.

Bei Dieter an Brett 4. lief es nicht besser: In der Eröffnung war er erst zu zögerlich, einen unzureichend gedeckten Bauern zu schlagen, dann machte Dieter einige positionelle Zugeständnisse und fand sich in gedrückter Stellung mit Minusbauer wieder. In beidseitiger Zeitnot vor der ersten Zeitkontrolle patzte Dieters Gegner allerdings plötzlich eine ganze Figur (oder Turm, je nach Abwicklung). Anstatt die zweizügige Kombination zu sehen, verlor Dieter ersatzlos seinen Springer, den er auf ein gedecktes Feld stellte um von dort aus Schach zu geben.

Lev gewann nach der Eröffnung durch einen schönen Angriff auf die feindliche Königsstellung eine Qualität für einen Bauern und musste im Endspiel die aktiven feindlichen Figuren zurückdrängen. Das gelang im leider nicht vollständig, sodass er sich nach Dauerschach mit einem Remis zufrieden geben musste.

Trotz des freigelassenen Brettes und hinten raus sehr nervösen Vorstellung gewinnen wir in Gernsheim sehr knapp und sind weiter auf Aufstiegskurs. Am letzten Spieltag wartet mit Rödermark/Eppertshausen II. der zweitplatzierte Verfolger, gegen den wir nicht verlieren dürfen, wenn wir aufsteigen wollen. Ein Unentschieden würde reichen, da wir einen Punkt Vorsprung haben.

SC Bad König II. - SC Groß-Zimmern II. 2½ : 3½
Wie eingangs erwähnt reisten 5 Zimmner nach Bad König, das selbst auch nur 5 Spieler an die Bretter brachte. Während Bad König Brett 1 freilassen musste, war es bei uns Brett 6. Nutznießer am 1. Brett war Manuel, der danach zum Reporter mutierte und die vielen Bilder schoß.

Thomas konnte schon früh in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und hielt im weiteren Verlauf der Partie die Stellung gut beisammen. Nach abgeschlossener Entwicklung besetzt er wichtige Felder im Zentrum und am Königsflügel mit seinen beiden Springern und gewann nach einer Fesslung durch die Dame bald erst einen Qualität, dann einen ganzen Turm und schob zu guterletzt einen Freibauer entscheidend durch.

Auch Tobias, der am 5. Brett als Joker zum Einsatz kam, ergatterte den vollen Punkt. Er war nach der Eröffnung mit einem Bauer im materiellen Nachteil, konnte sich dafür aber voll entwickeln und mit den aktiven Figuren dem Gegner arge Probleme bereiten. Ein Freibauer von Tobias fand seinen Weg nach d6, während der gegnerische König noch in der Mitte stand und stecken blieb. Die überlegene, positionelle Stellung nutzte Tobias in der Folge (mir leider im Detail nicht bekannt) zum vollen Punktgewinn aus.

Da die Mannschaft mit einem weiteren Sieg oder Remis den Wettkampf gegen Bad König II. gewinnen würde, einigte sich Torsten nach einem Remisgebot seines Gegners auf die Punkteteilung. Im entstandenden Endspiel, das Torsten mit dem Läuferpaar beherrschte, war die letzte Lebensversicherung des Gegners ein weit vorgerückter und unterstützter Freibauer, der sonst schon zwei Bauern weniger hatte. Bei genauem Spiel, hätte Torsten wohl den vollen Punkt machen können, sicherte aber wie beschrieben den Gesamtsieg mit der Annahme des Remisangebotes.

Dadurch fiel auch die Niederlage von Siggi nicht mehr ins Gewicht, der selbst mit einem Turmopfer hätte gewinnen können. Durch einen Einschlag in die Rochadestellung, wäre der feindliche König bald Matt geworden, doch Siggi fand das Opfer nicht. Auch hier kippte die Stellung noch zu Gunsten des davongekommenen Gegners, der sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ.

Die zweite Mannschaft gewann unter erschwerten Umständen dann doch souverän gegen den Abstiegskandidaten Bad König II. und festigt die eigene Stellung im Mittelfeld der A-Klasse.

SC Groß-Zimmern III. - FK Babenhausen IV. 1½ : 2½
Gegen die Babenhäuser Gäste, die heute nahezu in Bestbestzung antraten, konnte die dritte Mannschaft leider nichts zählbares einholen, auch wenn der Wettkampf knapp für die Gäste entschieden wurde. Da Mannschaftsführer Dino heute fehlte, konnte Maximilian am 4. Brett durch seinen Einsatz auch gleich sein Debüt geben. Sein Gegner, der schon einige Jahre Erfahrung hat, konnte Maximilian allerdings den Einstand vermiesen und ihn besiegen.

Tina bekam den stärksten Babenhäuser am 3. Brett und konnte schlussendlich der nominellen Überlegenheit nicht standhalten.

Die Hoffnung beruhte dann auf den Spitzenbrettern. Julianna am 2. Brett setzte mit einem Sieg mit den weißen Steinen den Anschluss.

Diese Vorlage wollte Frank selbstredend am 1. Brett mit einem eigenen Sieg zur Punkteteilung der Mannschaften verwandeln. Nach zweieinhalb Stunden Kampf, bei dem Frank erst gefährlich in die Rochadestellung des Gegners einbrechen konnte, aber nicht durch die geschickte Verteidigung kam, musste er sich im Turmendspiel ins Remis fügen.

Die dritte Mannschaft verliert nach dem ersten Saisonsieg mal wieder ein Spiel, kann aber erneut eine Leistungssteigerung, auch im einzelnen zeigen.

SC Groß-Zimmern IV.- SK Gernsheim VI. 2 : 2
Nachdem die vierte Mannschaft am letzten Spieltag bereits Meister geworden ist und uneinholbar auf dem Spitzenplatz liegt, wurden heute erstmals Punkte verschenkt und nicht gewonnen. Gernsheim VI. trotzte dem neuen Meister der C-Klasse ein 2 : 2 Mannschaftsremis ab.
Bogdan und Demid gewannen an 1. und 2., während Anatoli und Kir heute Pech hatten und verloren. Mehr ist mir von den Partien leider nicht bekannt, kann aber von Niclas, der sich die Partien der dritten und vierten Mannschaft wieder zu Gemüte führt, nachgereicht werden.

8. Spieltag - Vorschau

Erste in Gernsheim gefordert | Zweite reist nach Bad König | Dritte empfängt Babenhausen | Vierte gegen Gernsheim

24.03.2025

SK Gernsheim IV. - SC Groß-Zimmern I.
In Gernsheim wartet eine Mannschaft auf uns, die bis zum letzten Spieltag selbst noch Chancen hatte um den Aufstieg mitzuspielen. Jetzt kann Gernsheim zwar selbst nicht mehr aufsteigen, aber dem ein oder anderen Team Schützenhilfe leisten. Daher wird die Begegnung für uns wichtig und wir werden gefordert sein, sehr achtsam aufzuspielen. Denn auch wenn wir den Aufstieg in eigener Hand haben und auf dem Papier nominell besser sein sollten, dürfen wir uns mit einem Punkt Vorsprung auf Schaafheim und Rödermark/Eppertshausen keine weiteren Fehler erlauben.
Mein Tipp: 2½ : 4½ Auswärtssieg.

Bad König II. - SC Groß-Zimmern II.
Kurz vor Abschluss der Saison darf die zweite Mannschaft nochmal in den Odenwald reisen. Der Gastgeber und Gegner zum 8. Spieltag heißt Bad König und sollte eine machbare Aufgabe darstellen. Bad König hatte die Saison über mit Ausfällen zu kämpfen und hat dementsprechend nicht groß gepunktet. Auf den Abstiegsplatz hat der Vorletzte lediglich einen Punkt Vorsprung und wird zwei Runden vor Schluss zum Siegen verpflichtet sein. Auch hier heißt es also aufmerksam bleiben, die vermeintliche Überlegenheit nutzen und souverän gewinnen.
Ein 2 : 4 Sieg sollte daher im Bereich des Möglichen liegen.

SC Groß-Zimmern III. - Babenhausen IV.
Babenhausen IV. reist erneut als Gast an und muss nach einer deutlichen Niederlage gegen unsere vierte Mannschaft nun auch gegen unsere dritte bestehen. Die hat im letzten Mannschaftskampf ihren ersten Saisonsieg eingefahren und nimmt hoffentlich den Schwung mit ins nächste Spiel. Dann kann die Begegnung gegen Babenhausen weitere Früchte tragen.
Wenn der Trend anhält, sollte man daheim etwas zählbares holen. 2½ : 1½.

SC Groß-Zimmern IV. - SK Gernsheim VI.
Der neue Meister der C-Klasse bekommt es mit Gernsheim VI. zu tun. Die vierte Mannschaft wird sicherlich nicht nur von mir als Favorit gehandelt und als solcher auch auftreten. Daher wäre es für mich verwunderlich, wenn man ausgerechnet nach Gewinn der Meisterschaft daheim stolpern sollte.
3 : 1 für uns, wie so oft die Saison gesehen. Was sonst?

Roland gewinnt in Roßdorf

Auch Demid und Niclas erfolgreich beim Schach für alle

23.03.2025

Der benachbarte Verein Ladja Roßdorf veranstaltete gestern das zweite Turnier "Schach für alle" im Bürgerzentrum Roßdorfs, zu dem abermal um die 40 Leute zum Mitspielen kamen. Darunter war auch eine Delegation Groß-Zimmerns, die sich aus Jugendleiter Roland plus einigen Nachwuchstalenten, namentlich Niclas, Demid, Bogdan und Kir, zusammensetzte und bei frühlingshaft sonnigem Wetter per Fahrrad anreiste. Dort trafen sie auch noch auf Andreas, der ja in beiden Vereinen Mitglied ist.
Gespielt wurden 7 Runden Schnellschach nach Schweizer System mit 15 Minuten Bedenkzeit, was sicherlich zu der ein oder anderen Zeitnotphase geführt haben wird. Aber der Zeitmodus heißt ja nicht umsonst Schnellschach. Nach Abschluss der sieben Runden stand Roland, der alle Partien gewann, als Sieger des Turniers fest. Niclas wurde nach Feinwertung Achter, war allerdings mit dem drittplatzierten Andreas punktgleich, und erspielte sich starke 5 Punkte aus 7 Partien.
Auf 4 Punkte und damit zum Sieg in der Kinderwertung brachte es Demid, der insgesamt auf Platz 20. landete. Zweiter hinter Demid in der selben Wertung lag Kir, der 2 Punkte erspielte. Bogdan gewann drei Partien, was aber leider für keinen der vorderen Plätze in den verschiedenen Wertungen reichen sollte.

Weitere Infos und einen Teil der Abschlusstabelle gibt es bei kdfb auf der Homepage: kdfb-schach.blogspot.com

3. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Neues Trio führt Tabelle an

22.03.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1608 2 3,5
2. Siegfried Scholz 1404 2 2,0
3. Harald Weber 1558 2 0,0
4. Paul Terre 1595 1 3,0
5. Steffen Heß 2102 1 1,0
6. Dino Turic 897 1 0,5
7. Torsten Wöhl 1459 1 0,0
8. Thomas Beutel 1729 1 0,0
9. Frank Ahrens / ½ 3,5
10. Antol Gasz / ½ 0,5
11. Anatoli Hermann 764 0 3,0
12. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1469 0 3,0
13. Niclas Wagner 1246 0 2,0
14. Lev Cherniavskii 1385 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Antol Gasz - Frank Ahrens ½ : ½
2. Harald Weber - Niclas Wagner 1 : 0
3. Paul Terre - Lev Cherniavskii 1 : 0
4. Siegfried Scholz - Dieter Rauck 1 : 0

Passend zur dritten Runde führen nun drei Leute mit 2 Punkten die Tabelle des Langzeitturniers an. Titelverteidiger und bis gestern alleiniger Tabellenführer Dieter musste im direkten Duell mit Siggi Federn lassen. Siggi schließt damit zu Dieter auf und hat ebenfalls nun 2 Punkte. Auch Harald ergatterte den zweiten Punkt nach seinem Sieg über Niclas. Die drei sind nun gemeinsam an der Spitze und lediglich durch die Buchholzwertung getrennt. Da es aber noch früh im Turnier ist, kann sich noch viel ändern.
Darüber hinaus konnte auch Paul endlich den ersten Punkt erspielen. Er gewann mit Weiß gegen Lev. Frank und Antol trennten sich zuletzt unentschieden und teilen sich den Punkt durch das Remis.

Runde 4. wird bereits am 11. April stattfinden, da kurz darauf Ostern ist. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Niclas und Lev gewinnen in Mörlenbach

2. Turnier des Bergsträßer Jugend Grand-Prix

16.03.2025

Wie vor 4 Wochen berichtet war der Bergsträßer Bezirk 10 vom Starkenburger Jugend Grand-Prix derart überzeugt, dass man kurzerhand eine eigene Turnierserie aufsetzte und das Angebot für Kinder und Jugendliche in puncto Wettkampfschach erweiterte. Am gestrigen Samstag stand nun das zweite Teilturnier des auf vier Einzelturniere ausgelegten Grand-Prixs in Mörlenbach an, zu dem erneut eine Delegation unserer Nachwuchstalente reiste.

Neben Niclas (U18) und Lev (U16), die wie gewohnt in der Gruppe der etwas höheren Altersklassen mitspielten, war auch Tomas (U10) dabei. Nach 6 Runden lag er mit 2 Siegen, einem Remis und 3 Niederlagen auf Platz 20. Wie er das Turnier schlussendlich abgeschlossen hat, kann ich nicht beantworten, da weder beim Bezirk 10, noch beim austragenden Verein Mörlenbach-Birkenau weitere Infos gepostet wurden. Tomas konnte allerdings nach Abschluss des Turniers eine Medaille erringen, wie zumindest die Fotos, die mir vorliegen, bestätigen. Hierzu herzlichen Glückwunsch!

Bei Lev und Niclas kann ich allerdings von finalen Ergebnissen berichten: Nach 7 Runden schaffte es Niclas auf 4½ Punkte und Platz 3. im Gesamtturnier, Lev erspielte 4 Punkte und wurde direkt hinter Niclas Vierter in der Tabelle. Damit gewannen beide ihre jeweiligen Altersklassen, nahmen die maximale Punktausbeute für die über alle vier Turniere fortschreitende Gesamtwertung mit und bekamen für ihren Erfolg natürlich Siegerpokale. Auch hier herzlichen Glückwunsch zum erneuten Turniergewinn!

7. Spieltag - Bericht

Erste erobert Tabellenspitze zurück | Zweite verliert knapp | Dritte mit erstem Saisonsieg | Vierte vorzeitig Meister der C-Klasse!

09.03.2025

SC Groß-Zimmern I. - SK Langen III. 5 : 2
Die erste Mannschaft erobert nach einem 5 : 2 Heimsieg über Langen III. die Tabellenspitze von Schaafheim zurück. Langen reiste schon nur zu sechst an, darunter gerade mal 3 Stammspieler, sodass erste Weichen für den Erfolg eigentlich gestellt sein sollten. Trotzdem wurde der Mannschaftskampf knapper, als das Ergebnis vermuten lässt.
Am 1. Brett zog ich das Freilos, sodass es 1 : 0 für uns stand. Als nächstes konnte Paul am 2. Brett auch schon auf 2 : 0 für uns stellen. Nachdem sein Gegner sich nicht schnell genug entwickelte, konnte Paul mit dem Bauernvorstoß f4-f5-f6 früh ernste Drohungen aufstellen und den Gegner zur Aufopferung einer Figur überzeugen. Mit dem Mehrmaterial ließ Paul nichts mehr anbrennen: Er besetzte wichtige Felder, unterdrückte jegliches Gegenspiel des Gegners und zog unabwendbare Mattdrohungen auf, sodass sein Gegner aufgab.

Als kurz darauf auch noch Roland auf 3 : 0 stellte, schien der Drops gelutscht. Im Mittelspiel bekam Roland viele positionelle Zugeständnisse im Zentrum, die er langsam aber sicher für einen Angriff auf den feindlichen König ummünzen wollte. Schlussendlich konnte der König durch ein Läuferopfer aus der Deckung gelockt werden und Roland durch schöne Abzüge entscheidend Material gewinnen oder Matt setzen.

Langen kam dann aber schnell zurück: Erst gab sich Steffen nach langem Kampf in aussichtsloser Stellung an Brett 5. geschlagen, nachdem er bereits in der Eröffnung einen Fehlgriff machte und ersatzlos einen Bauern und eine Qualität abgeben musste. Dann gelang Langen der Anschluss am 6. Brett, wo Dieters entblößter König durch einen Angriff der Schwerfiguren unabwendbar Matt gesetzt wurde.

Auch die Partie von Lukas drohte zu kippen, doch dann kam die Meldung über den Sieg von Lev am 7. Brett, der lange Zeit eine ausgeglichene Partie kneten musste. Im Mittelspiel neutralisierten sich noch alle Kräfte, ehe sich von beiden Seiten die Figuren auf den Damenflügel konzentrierten. Auch dort konnte keine Seite einen entscheidenden Durchbruch erzwingen. Doch ein Patzer der Gegnerin erlaubte Lev einen schnellen Sieg.

So kämpfte zuletzt noch Lukas an Brett 3., dessen Gegner im Königsangriff einen Turm für zwei Figuren opferte. Lukas musste hiernach die eigenen Kräfte umgruppieren und ins Spiel kriegen. Er ließ aber in der unübersichtlichen und komplizerten Stellung plötzlich einen Turm auf a8 stehen und fand sich auf verlorenem Posten. Doch der Gegner machte glücklicherweise nicht den Sack zu, ließ sich die Dame auf a8 einsperren und fangen. Nach großem Schlagabtausch (im wahrsten Sinne des Wortes) behielt Lukas die Dame für einen Turm, bekam schlussendlich durch eine Konzentrationsschwäche noch den letzten Läufer geschenkt und gewann zum 5 : 2 Endstand.

Die erste Mannschaft findet also nach langer Pause wieder in die Erfolgsspur und erobert den 1. Platz zurück, da Schaafheim spielfrei war. Es liegt nun wieder in eigener Hand, Meister zu werden und den Aufstieg zu schaffen.

SC Groß-Zimmern II. - Ladja Roßdorf II. 2½ : 3½
Nach einem zähen Ringen auf Augenhöhe hatte Roßdorf das glücklichere Händchen und entführt beide Mannschaftspunkte aus dem Glöckelchen. Der Mannschaftskampf wurde von einer einzigen Partie, die verloren wurde, entschieden. Siggi war hier der Unglücksrabe, der sich nach einer unbekannten Eröffnung nicht richtig entwickeln konnte und schnell materiell ins Hintertreffen geriet. Nachdem also an Brett 5. Roßdorf in Führung kam, folgten fünf z.T. hart ausgefochtene Punkteteilungen:

Torstens Gegner an Brett 4. gewann nach der Eröffnung am Königsflügel durch typische Bauernvorstöße viel Raum, den er für einen Angriff auf Torstens König nutzen wollte. Torsten verteidigte aber achtsam, tauschte viele Kräfte runter und man einigte sich nach der Verflachung der Partie auf Remis.

Am 3. Brett kam auch Wolfgang nicht über ein Remis hinaus. Zunächst überließ Wolfgang seinem Gegner zu Beginn der Partie viel Platz im Zentrum und entwickelte sich fertig, um später mit allen Kräften in die Partie einzusteigen. Das gelang ihm auch, sodass auch hier die Partie durch viele Abtausche verflachte und die beidseitigen Bemühungen um den Gewinn eingestellt wurden.

Thomas am 1. Brett durfte sich indes über das Remis nicht beschweren. In einer anfangs sehr geschlossenen Stellung patzte Thomas plötzlich einen entscheidenden Bauern, wollte schon aufgeben, kämpfte dann aber doch noch weiter. Als sein Gegner beim Übergang vom Mittel- zum Endspiel ebenfalls einen taktischen Schlag übersah, konnte Thomas die Partie ausgleichen und das Remis erzwingen.

An den beiden übrigen Brettern sah es lange Zeit nach zwei Siegen für uns aus. Manuel wickelte in ein überlegenes Läuferendspiel ab, bei dem die feindlichen Bauern auf der Farbe des Läufers standen. Mit den richtigen Tricks und Ideen wäre ein Einbruch in die Stellung gelungen und Manuel hätte den Gegner in Zugzwang bringen können. Das wurde aber leider übersehen, sodass Manuel die Partie Remis gab.

Schlussendlich lag es also an Gerd, der am 6. Brett bis ins Turmendspiel Druck machte. Dort gewann er dank eines starken Freibauern auf der h-Linie einen Bauern und hätte unter Aufgabe des eigenen Freibauern ins feindliche Lager einbrechen und das resultierende Bauernendspiel einfach gewinnen können. Doch nach 4 h Spielzeit fand auch er diese Idee nicht und bot Remis an.

Die zweite Mannschaft unterliegt also etwas unglücklich, ist aber dadurch nicht gefährdet kurz vor Saisonende noch in die Abstiegszone zu rutschen.



Niclas berichtet über die Ergebnisse der dritten und vierten Mannschaft:

SC Ober-Ramstadt II. - SC Groß-Zimmern III. 0 : 4
Die dritte Mannschaft kehrte mit einer weißen Weste und ihrem ersten Sieg zurück nach Groß-Zimmern. Den Beginn machte Dino am 1. Brett. Er gewann nach einem Turmtausch auf e8 einen auf g5 stehenden, ungedeckten Läufer mit der Dame. Dino gewann ein paar Züge später die Partie durch eine Aufgabe des Gegners.

Auch Frank machte kurzen Prozess an Brett 2., an dem er mit Schwarz schnellen Ausgleich in der Eröffnung erlangte. Einen frühen Damenausfall seines Gegners nutzte Frank aus, um mit dem Bauernzug d5 die feindliche Dame durch Abzug mit dem Läufer auf c8 anzugreifen und unter Druck zu setzen. Ein Nehmen auf d5 mit der Dame war auch keine Option da der Springer diesen deckte, so verlor der Gegner seinen Läufer auf c4. Nachdem die Entwicklung vollständig ausgeführt war, gab sein Gegner auf.

Ebenfalls schloss sich auch Tina mit einem Punkt an. Sie und ihr Gegner lieferten sich einen erbitterten Kampf, bei dem immer mehr Figuren auf beiden Seiten hingen und geschlagen wurden. Allerdings fand Tina den Knockout mit einem Damenschach auf e6, das den feindlichen Monarchen in die Ecke drängte. Nun tauschte Tina den letzten verteidigenden Turm ab und setzte anschließend auf der Grundreihe den schwarzen König mit der Dame Matt.

Als letztes Gewann auch Antol seine Partie, bei der er früh die Damen tauschte und auch die weiteren Figuren aufs Minimum reduzierte. Als sein Gegner einen Bauern opferte, um einen Königsangriff mit seinem schwarzfeldrigen Läufer und seinem Turm durchzufuhren, entschied er sich zu einem fatalen Turmeinschlag auf g7. Antol übersah allerdings die Möglichkeit, sich nun zu befreien und zog seinen König aus dem Angriff. Im nächsten Zug patzte sein Gegner erneut in dem er seinen Turm in die Diagonale eines Läufers von Antol stellte. Antol ließ sich nicht zweimal bitten und schlug den Turm mit dem Läufer, daraufhin erfolgte auch bereits die Aufgabe, womit Antol den vierten Punkt klarmachte und den Schlussstrich unter den Spieltag setzte.

SK Langen IV. - SC Groß-Zimmern IV. 1 : 3
Die vierte Mannschaft sicherte sich ohne große Mühe, durch einen 3 – 1 Sieg gegen Langen IV., die Meisterschaft in der C-Klasse, da Spitzenverfolger Darmstadt VII. seinem Gegner SC Weiterstadt IV. nur ein 2 : 2 abringen konnte. Den ersten Schritt zur Meisterschaft machte eines unserer aufstrebenden Talente Bogdan an Brett 2: Dieser überrumpelte seinen Gegner in der Eröffnung des Vierspringerspiels und wurde früh angriffslustig. Dabei vernachlässigte Bogdan seine Entwicklung, woraus der Gegner dankenswerterweise aber kein Vorteil schlug. Mit einem weiteren waghalsigen Spielstil setzte er seinen Gegner mit 1:45 h auf der Uhr gekonnt mit einer Springer-Damen Kombination Matt.

Dicht gefolgt fand auch Demid, einer unserer Jüngsten, an Brett 3. sein Spiel in den Varianten des Vierspringerspiels. Während der Gegner seine Eröffnung aus der Luft greifen musste, stand Demid bereits im Übergang ins Mittelspiel. Er gewann durch das konsequenzlose schlagen mit seinen Randbauern beide gegnerischen Springer und entzog in eingeübter Blitzmanier ebenfalls einen weiteren Punkt unseren Gastgebern im Kampf um die Topplätze.

An Brett 4. spielte Anatoli. Er überspielte seinen Gegner in der Eröffnung so gut, dass einer seiner Springer einen Platz auf d4 fand und er durch diesen einen verheerenden Königsangriff startete. Dieser begann mit dem Aufreißen der Bauernstellung am Königsflügel durch einen Leichtfigurenabtausch. Anatolis Gegner wehrte sich mit Händen und Füßen gegen ein Matt in 6, welches durch Einbinden der Dame in den Angriff ermöglicht wurde. Allerdings übersah Anatoli das Matt, welches zwischenzeitlich auch in drei Zügen möglich war. Er verlor nun eine Figur und Bauern. Es hielt ihn allerdings nicht davon ab, so weiterzuspielen wie zuvor. Er erkämpfte sich einen Freibauern im Endspiel, welcher in der Kombination mit seinem Turm gefährlich geworden wäre. Sein Gegner war allerdings schneller, setzte zu gezielten Angriffen gegen König den eigenen Turm ein und gewann die Partie mit einem Spieß.

Ich (Niclas) nahm an Brett 1. platz, wo ich wie gewohnt das Damengambit auf das Brett zauberte. Allerdings nicht so bezaubernd war meine Verkalkulation bei welcher ich durch eine Verdoppelung von Dame und Läufer meines Gegners stark unter Beschuss geriet. Dabei kam ich mit einem blauen Auge und einem Doppelbauer davon, da mein Gegner den nicht einfach ersichtlichen Gewinn nicht sah. So opferte ich einen vergifteten Bauern, der allerdings indirekt gedeckt war. Mein Gegner schlug freudig den Bauern mit seiner Dame und lief in ein Abzugsschach meines Turmes, wobei die feindliche Dame verloren ging. Nach einem zermürbenden Endspiel, wo ich bis auf seinen Turm und seinen Springer abtauschen konnte, gewann ich durch ein Abzugsschach seinen Springer und setzte anschließend mit Dame und Springer Matt.

7. Spieltag - Vorschau

Erste greift wieder an | Zweite empfängt Roßdorf | Dritte reist nach Ober-Ramstadt | Vierte in Langen

05.03.2025

SC Groß-Zimmern I. - SK Langen III.
Nach der ersten Saisonniederlage zu Beginn des Jahres und einem Monat Pause darf die erste Mannschaft, die zwischenzeitlich die Tabellenführung verloren hat, wieder ins Geschehen eingreifen. Der Gegner und Gast aus Langen hat noch theoretische Chancen auf den Aufstieg und war bis zum Jahreswechsel eine Zeit lang ärgster Verfolger. Nun stehen beide Teams mehr oder minder unter Siegzwang, wenn man die genannten Chancen wahren will. Es wartet also ein spannender Kampf auf uns.
Ich tippe auf ein knappes 4 : 3 für uns.

SC Groß-Zimmern II. - Ladja Roßdorf II.
Mit Roßdorf II. kommt es zu einem ersten Derby in der A-Klasse für die zweite Mannschaft. Die Gäste haben ein relativ ausgeglichenes Punktekonto bis hierhin erspielt und rotieren in ihrer Aufstellung dank vieler Ersatzleute kräftig durch. Das dürfte je nach Tagesform ein Spiel auf Augenhöhe geben, wobei ich uns leicht im Vorteil wähne. Unsere zweite Mannschaft hat bislang eine blitzsaubere Saison.
Ich tippe daher auf 4 : 2 Heimsieg.

SC Ober-Ramstadt II. - SC Groß-Zimmern III.
In Ober-Ramstadt kommt es zu einem Duell zweier glückloser Mannschaften. Letzter gegen Vorletzter lautet die Begegnung offiziell, wobei beide Teams noch auf den ersten Saisonsieg warten. Auch hier sehe ich uns nominell aufgestellt vorne, sodass ich fest an den ersten Saisonsieg der dritten glaube.
Das gibt einen 1 : 3 Auswärtssieg.

SK Langen IV. - SC Groß-Zimmern IV.
Zur vierten Mannschaft muss ich nicht mehr viel sagen. Ungeschlagen und verlustpunktfrei als Erstplatzierter der Klasse reist man nun nach Langen, wo man mit einem weiteren Sieg die vorzeitige Meisterschaft sichern kann. Langen IV. spielt allerdings auch eine gute Saison und ist gefährlich, sodass konzentriert rangegangen werden muss.
Ich denke mal ein weiteres 1 : 3 für uns ist nicht unmöglich und würde in den Trend gut passen.

2. Runde Langzeitturnier & Jugendblitz

Dieter alleiniger Erster | 13 Kinder beim Jugendblitz

22.02.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1608 2 0,0
2. Dino Turic 897 1 0,0
3. Torsten Wöhl 1459 1 0,0
4. Harald Weber 1558 1 0,0
5. Thomas Beutel 1729 1 0,0
6. Steffen Heß 2102 1 0,0
7. Frank Ahrens / 0 3,0
8. Paul Terre 1595 0 3,0
9. Anatoli Hermann 764 0 2,0
10. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1469 0 2,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Dino Turic - Frank Ahrens 1 : 0
2. Anatoli Hermann - Siegfried Scholz 0 : 1
3. Torsten Wöhl - Dr. Wolfgang Beiersdorf 1 : 0
4. Paul Terre - Dieter Rauck 0 : 1

Nach der zweiten Runde des Langzeitturniers gibt es einen neuen, alleinigen Erstplatzierten, der mit seinem Sieg am gestrigen Abend nun auch einen Vorsprung in Höhe eines ganzen Punktes hat. Die Rede ist von Dieter, der gegen Paul gewinnen konnte. Dino und Torsten, die beide zur zweiten Runde ins Turnier einstiegen, konnten ihre Auftaktspiele direkt gewinnen und einerseits Frank, andererseits Wolfgang in ihre Schranken verweisen. Zu guter Letzt gewann co-Turnierleiter Siggi gegen Anatoli.

Runde 3. wird am 21. März stattfinden. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Zuvor spielten unsere Nachwuchsspieler im Training ein internes Blitzturnier aus. 13 Kinder spielten eine Runde jeder-gegen-jeden, sodass viel im Vereinsraum los war. Die Bilder beweisen es:

Zimmner Jugend erfolgreich in Bensheim

Demid gewinnt U10, Kir gewinnt U8!

16.02.2025

Nach den großartigen Erfolgen mit den Jugend Grand-Prixs in Rheinhessen und auch bei uns im Bezirk Starkenburg, entschloss sich der Bezirk 10 - Bergstraße nun auch eine Schnellschachserie in Form der Grand-Prixturniere ins Leben zu rufen und für Kinder- und Jugendliche noch mehr Turniere anzubieten. Eine begrüßenswerte Idee, die vermehrt den vielen Nachwuchsspielern immer weitere Möglichkeiten gibt, sich regelmäßig mit gleichaltrigen Spielern zu messen.

Zur ersten Ausgabe reisten Niclas, Bogdan, Demid und Kir nach Wilmshausen, einem Stadtteil Bensheims, der auch das Vereinsheim der SG Bensheim beherbergt, das an der malerischen Nibelungenstraße gelegen ist. Je nach Anfahrtsweg fährt man von uns aus nämlich einmal quer durch den Odenwald und über Lautertal zur Bergstraße. Zum Auftakt des 1. Bergsträßer Jugend Grand-Prixs fanden sich 53 Teilnehmer im Bensheimer Vereinsheim ein - abermals ein Beweis, dass die Turniere in ihrer Form goldrichtig geplant sind und durchgeführt werden. Das Turnier wurde nach den bekannten Altersklassen eingeteilt und in zwei Hauptturnieren ausgetragen. Einerseits spielte die U18 und die U14 zusammen, andererseits die U12, U10 und U8.

Von unseren Nachwuchstalenten starten demnach Niclas (U18) und Bogdan (U14) in der Gruppe der älteren, Demid (U10) und Kir (U8) in der Gruppe der jüngeren Kinder. Da genauere Ergebnisse und Punktestände erst noch im Laufe der Woche auf der Seite der SG Bensheim veröffentlich werden, kann ich nur einen Kurzbericht von unserem Jugendleiter Roland wiedergeben:

"Demid und Kir waren besonders gut in Form. Die Altersgruppe U12-U8 mit 27 Teilnehmern gewann Demid, Kir wurde sensationell dritter! Demid wurde damit erster in der U12 und Kir erster in der U10. Beide konnten sich über ihre gewonnen Pokale freuen.
Nicht ganz so gut lief es trotz guten Spiels bei Bogdan und Niclas, allerdings hatte sie auch bärenstarke Gegner. Bogdan wurde in der Gruppe U18-U14 mit 23 Teilnehmern Neunter. Niclas belegte den 16. Platz.
Es war ein schönes Turnier, das allen vieren viel Spaß gemacht hat."


Auch von meiner Seite aus herzlichen Glückwunsch an Demid und Kir zu ihren tollen Leistungen!

6. Spieltag - Bericht

Erste spielfrei | Zweite gewinnt knapp | Dritte verliert unglücklich | Vierte siegt mit 3 : 1 souverän

09.02.2025

SC Groß-Zimmern I. - spielfrei
Wie im Vorbericht erwähnt, hatte die erste Mannschaft heute spielfrei.

SV Griesheim I. - SC Groß-Zimmern II. 2½ : 3½
In Griesheim kam die zweite Mannschaft zu einem knappen 2½ : 3½ Erfolg und sammelt zwei weitere Punkte, die allerspätestens jetzt den Klassenerhalt gesichert haben sollten. Gegen eine nominell und leistungstechnisch vermeintlich unterlegene Truppe trat man nahezu in Bestbesetzung an. Es fehlte lediglich Martin, der von Niclas ersetzt wurde und damit zu einem weiteren Einsatz in der nächst höheren Mannschaft kommt.

Die Ergebnismeldung eröffnete allerdings Griesheim: Am 5. Brett verlor Siggi eine zerfledderte Stellung schnell, nachdem er in der Eröffnung nicht nach Theorie spielte, sondern seinem Bauchgefühl folgte, und dabei einen Zentralbauern stehen ließ. Im Nachgang zu diesem Patzer schwächte Siggi mit forschen Bauernzügen wichtige Felder um den König und geriet in eine Springergabel, die eine Figur kostete, sodass er aufgab.

Den Ausgleich stellte wenige Augenblicke später aber bereits Wolfgang her, der das 3. Brett besetzte. Nachdem sein Gegner frühzeitig Remis bot, das Wolfgang aber ablehnte, gewann Wolfgang nach einem Springerrückzug über die offene f-Linie einfach eine Figur, die der Gegner nicht mehr gebührend beachtete.

Manuel, der an Brett 1. aufgestellt war, verlor im Mittelspiel nach einem unvorsichtigen Zug einen wichtigen Zentrumsbauern und versuchte dann mit der Brechstange einen Königsangriff zu produzieren. Allerdings geriet sein König selbst unter Feuer und nach einem Turmopfer des Gegners verlor Manuel seine Dame. Damit war die Partie verloren und Griesheim wieder vorne.

An Brett 4. nutzte Torsten sein starkes Bauernzentrum um bereits in der Eröffnung um eine Figur zu gewinnen und wickelte in der Folge geschickt den Vorteil ab. Mittels Mattangriff gewann er weiteres Material, entblößte den feindlichen König und heimste den letzten Turm über eine Gabel ein. Da sein Gegner nicht aufgab, setzte Torsten ihn schlussendlich mit Dame und Läufer Matt.

Ersatzmann Niclas kämpfte am 6. Brett ein kompliziertes Damenendspiel lange aus. Er gewann im Laufe vieler Schachgebote zwei Bauern und bekam oft die Dame zum Tausch angeboten. Bei genauem Durchrechnen wäre seine Partie im reinen Bauernendspiel gewonnen gewesen. Er nahm aber im Sinne der Mannschaft das Remisangebot ohne Damentausch an, da dieses mit Blick auf die Partie von Thomas zum Mannschaftssieg reichen sollte.

Thomas sicherte mit einem Sieg an Brett 2. dann wie erwähnt den doppelten Punktgewinn der Mannschaft. Er entschied sich im Mittelspiel einen Turm gegen zwei Figuren zu opfern und übernahm mit dem Läuferpaar die Kontrolle. Als sein Gegner weiteres Material stehen ließ, hatte Thomas im Endspiel einen Springer mehr und gewann locker, als er auch den letzten Trumpf des Gegners, einen Freibauern auf der a-Linie, aufhielt.

Die zweite Mannschaft nimmt auch die Pflichtaufgabe Griesheim erfolgreich und schraubt das eigene Punktekonto auf 7 hoch. Damit wurde Platz 4. der Tabelle der A-Klasse verteidigt und vorzeitig wohl der Klassenerhalt gesichert.

SC Groß-Zimmern III. - Schachforum Darmstadt VIII. 1 : 3
Die dritte Mannschaft kommt auch im sechsten Spiel der Saison nicht zum sehnlichst gewünschten ersten Saisonsieg und verliert den Vergleich mit dem Schachforum Darmstadt VIII. unglücklich 1 : 3. Tina wurde am 4. Brett von einer starken Ersatzspielerin am Königsflügel chancenlos überspielt. Ihre Rochadestellung wurde erfolgreich geöffnet und ein nachfolgender Angriff auf den entblößten König kostete die eigene Dame. Der materielle Nachteil besiegelte auch kurz danach die Partie und brachte das Schachforum in Führung.

Als nächsten erwischte es leider Frank an Brett 2., der bis zum Schluss äußerst stark aufspielte, aber drei Mal Chancen zum direkten Gewinn ausließ und am Ende sogar einen Turm patzte. Nach der Eröffnung, in der Franks Gegner lang rochierte, hatte Frank dank den besser platzierten Figuren und einer offenen b-Linie sehr gute Angriffschancen, die er auch versuchte zu nutzen. Mit vielen, wenn auch eigentlich nicht ausreichenden Tricks, verteidigte Franks Gegner aber so listig, dass Frank den Mut zur eigenen Courage verlor. Mehrfach konnte Frank mittels Läuferopfer die feindliche Königsstellung stürmen und viel Material gewinnen, übersah die Taktik aber und zog schlussendlich einen seiner Türme auf ein nicht ausreichend gedecktes Feld, sodass dieser ersatzlos verloren ging.

Da auch Julianna am 3. Brett verlor, war der Mannschaftskampf früh entschieden. In der Eröffnung blockierte sich Julianna mit einem schlechten Läuferzug lange selbst und musste einen anrollenden Angriff auf den eigenen König abwehren. Ihre Stellung wurde mehr und mehr schwierig zu spielen, da sie von ihrem Gegner und dessen vorpreschenden Bauern langsam aber sicher zurückgedrängt wurde. Als sie das Eindringen der weißen Dame über h6 zum eigenen König zuließ, konnte ihr Gegner sie unabwendbar Matt setzen.

An Brett 1. kämpfte Dino trotzdem mit aller Kraft um den vollen Punkt. Nachdem er in der Eröffnung dem Gegner auf dem Königsflügel einen Doppelbauern verpassen konnte, drang er mit einem seiner Türme ins feindliche Lager ein. Er öffnete für seinen Läufer die lange Diagonale und drohte gefährlich auf g2 einen gewinnbringenden Einschlag, den der Gegner aber lange geschickt mit Gegendrohungen hinauszögern konnte. Als nach einem Turmtausch vermeintlich alle Drohungen Dinos zunächst abgewehrt schienen, gewann dieser über eine zweizügige Kombination mit dem Turm eine Figur und gewann das entstandene Endspiel mit der Mehrfigur locker.

Die dritte Mannschaft verliert damit ein weiteres, gut ausgekämpftes Spiel und muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten.

SC Groß-Zimmern IV. - Babenhausen IV. 3 : 1
Die vierte Mannschaft belohnt sich nach einem starken Auftritt gegen Babenhausen IV. mit einem 3 : 1 Heimsieg und festigt die Tabellenführung weiter. Den Auftakt machte Kir, der Niclas ersetzte, der ja in der zweiten spielte. Kir setzte seinen Gegner nach großem Materialgewinn mit Turm und Dame gekonnt Matt. Beachtlich war die Bedenkzeit der beiden am Ende der Partie, wie das beigefügte Bild zeigt. Kir und dessen Gegner blitzten regelrecht die Partie runter, sodass beide mehr Zeit auf der Uhr hatten, als bei Beginn der Partie.

Kurz darauf war auch Bogdan fertig. Er spielte an Brett 1. und gewann zwei Bauern, die er im Turmendspiel verwerten konnte, obwohl er hier und da sehr ungenau spielte und nach dem Verlust des eigenen h-Bauern dem Gegner sogar noch gute Gegenchancen gab, das Rennen um den Einzug der Freibauern zu gewinnen. Doch sein Gegner spielte auch ungenau weiter und half Bogdan bei der Verwertung der Stellung.

Demid an Brett 2. gewann in einer ausgeglichenen Partie durch Mattdrohung eine Figur, die er im Endspiel souverän zur Verwertung eines Freibauern einsetzte.

Nur Anatoli musste erneut ohne Punktgewinn den Schlusspunkt des Spieltags setzen. Die Eröffnung spielten beide Seiten nicht ganz sauber, doch Anatoli kam mit Mehrfigur ins Mittelspiel, bei dem er auf dem offenen Damenflügel mit den Schwerfiguren Druck erzeugen wollte. Dann ließ er sich plötzlich zu einem überstürzten Königsangriff verleiten, der aber zu nichts führen sollte. Denn die Drohungen, die Anatoli aufstellen wollte, waren keine und als sein Gegnerin im Gegenzug selbst Matt drohte, übersah Anatoli diesen Gegenschlag und verlor eine eigentlich gewonnene Stellung noch.

Mit dem 3 : 1 baut die vierte Mannschaft die Tabellenführung weiter aus und ist drei Spiele vor Schluss nur noch sehr schwer aufzuhalten.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Termin: 19. März | Start: 19 Uhr | Ort: Glöckelchen

08.02.2025

Jugend Grand-Prix in Breuberg

Update zur Meldung vom 26.01.

01.02.2025

Wie versprochen, erfolgt ein kleines Update zu den Ergebnissen unserer Jugend beim letzten Grand-Prix in Breuberg, da die Ergebnisse hierzu vorliegen.
In Breuberg nahmen 51 Kinder und Jugendlichen in den gewohnten fünf Altersklassen teil. Die einzelnen Altersklassen wurde in zwei Gruppen zusammengefasst und unter einander in je zwei großen Turnieren ausgespielt. Niclas kam in der U20 zu starken 4 Punkten in einem nicht zu verachtenden, starken Teilnehmerfeld. In der Gesamtwertung schaffte er es mit drei Teilnahmen auf den 6. Platz der U20.

Lev konnte sich mit dem 2. Platz im Turnier von Breuberg auch den 2. Platz in der Gesamtwertung der U14 erspielen. Er wurde lediglich von Philipp Tresper vom Schachforum, der bereits 1807 Elo hat, vom Siegerplatz verdrängt. Auch Bogdan spielte in der diesjährigen Ausgabe des starkenburger Jugend Grand-Prix stark auf und belohnt sich mit einem 4. Platz in der Gesamtwertung der U14.

Tina, die in Breuberg fehlte, schaffte es durch zwei Teilnahmen an der Viererserie immerhin noch auf Platz 12. in der U12, die überzeugend von Nain Medhansh, ebenfalls Schachforum Darmstadt, gewonnen wurde. Er gewann alle vier Einzelturniere in der U12 und ließ der Konkurrenz dadurch keine Chance.

In der U10 schaffte es noch ein Zimmner Nachwuchstalent aufs Treppchen: Demid, der die U10 in Breuberg gewann, wurde in der Endtabelle nach allen vier Turnieren Zweiter seiner Altersklasse. Da er ein Turnier aussetzte, konnte er noch vom 1. Platz verdrängt werden. Emma landete auf dem 22. Platz der Gesamttabelle, hat aber nur ein Turnier (das in Groß-Zimmern) mitgespielt.

Bleibt noch die U8, wo Kir mit drei Teilnahmen und respektablen Ergebnissen auf Platz 10. landete.

Die Gesamtstände gibt es auf der Bezirksseite. Dort wird auch angegeben, dass Groß-Zimmern mit 7 Teilnehmern die drittstärkste Fraktion bei den Turnieren war. Das unterstreicht nochmal den Aufwind, den der Verein in den letzten Jahren gerade im Nachwuchsbereich erlebt.

6. Spieltag - Vorschau

Erste spielfrei | Zweite in Griesheim | Dritte gegen Schachforum VIII. | Vierte empfängt Babenhausen IV.

28.01.2025

SC Groß-Zimmern I. - spielfrei
Nach der ersten Saisonniederlage darf man nun verlängert Wunden lecken. Zum sechsten Spieltag muss man in der mit einer ungeraden Anzahl Mannschaften besetzten Bezirksklasse spielfrei zuschauen. Unter Umständen geht sogar die Tabellenführung zwischenzeitlich verloren. Diese könnte aber am siebten Spieltag sofort aus eigener Kraft zurückerobert werden.

SV Griesheim I. - SC Groß-Zimmern II.
Die zweite Mannschaft muss nach Griesheim reisen, wo der Gegner des sechsten Spieltags wartet. Griesheim hat bislang nur zwei Unentschieden erreicht und ist für die A-Klasse nicht sonderlich gut aufgestellt. Mit dem durch gute Leistungen erspielten Rückenwind und dank der hohen Form dürfte unsere zweite also auswärts um zwei volle Punkte spielen. Wenn alles glatt geht, sehe ich wenig Probleme aufkommen, diese auch mit nach Hause zu bringen.
Ich tippe daher auf einen souveränen 2 : 4 Auswärtserfolg.

SC Groß-Zimmern III. - Schachforum Darmstadt VIII.
Die dritte Mannschaft empfängt die achte Mannschaft des Schachforums zum sechsten Spieltag in heimischen Gefilden. Nominell treffen sich hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe, sodass ein spannender Wettkampf wohl von der konzentrierter auftretenden Truppe gewonnen wird.
Ich tippe auf einen 3 : 1 Heimerfolg.

SC Groß-Zimmern IV. - Babenhausen IV.
Die vierte Mannschaft empfängt Babenhausen IV., eine Mannschaft die schon oft bei uns punkten konnte. Darüber hinaus spielt Babenhausen eine gute Saison bis hierhin. Einer Niederlage stehen zwei Unentschieden und zwei Siege gegenüber samt eines respektablen 4. Platzes. Babenhausen muss also durchaus ernst genommen und konzentriert angegangen werden, dann macht unsere vierte Mannschaft einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft.
Mein Tipp: 3 : 1 Heimsieg.

Jugend Grand-Prix in Breuberg

Demid gewinnt U10

26.01.2025

In Breuberg fand gestern das finale vierte Turnier des Starkenburger Jugend Grand-Prix statt. Von uns mit am Start waren Niclas, Lev, Bogdan und Demid, die in ihren jeweiligen Altersklassen noch um die ersten Plätze spielen konnten. Da bislang leider keine genauen Ergebnisse, sondern nur Kurzmeldungen aus unserer Jugendgruppe in Whatsapp vorhanden sind, kann ich bislang auch nur berichten, dass Demid die U10 gewonnen hat. Diesen Erfolg ermöglichte ein 1. Platz im vierten Turnier, der genügend Punkte für die Gesamtwertung des Grand-Prixs einbrachte. Ein schöner Erfolg, herzlichen Glückwunsch! Auch Lev war wieder erfolgreich unterwegs und wurde in seiner Altersklasse, der U14, Zweiter, nachdem er auch im breuberger Teilturnier insgesamt den 2. Platz erspielen konnte. Vom Abschneiden der beiden anderen, Niclas und Bogdan, habe ich keine Infos vorliegen.

Ich hoffe, bald detailliertere Infos für euch zu haben. Weder auf der Bezirksseite, noch auf der Homepage des SC Breuberg findet sich näheres auf den Ausgang des Turnieres. Man hat auf chess-results zwar eine Seite für den Grand-Prix eingerichtet (wie wir damals im Oktober, wo man live die Ergebnisse jeder Runde mitverfolgen konnte - kann man alles sogar automatisch von SwissChess aktualisieren lassen), aber dann nicht weiter für die Runden genutzt, sodass man nur eine unvollständige Teilnehmerliste angezeigt bekommt.
Ich denke, alles in allem, lief der Grand-Prix wieder sehr gut und die Kids waren allesamt happy, teilnehmen zu können. Es gibt mittlerweile vom starkenburger Grand-Prix inspirierte Ableger (bspw. der Bezirk Bergstraße plant aktuell einen eigenen Grand-Prix), dabei war das Turnier ja selbst von der rheinhessischen Schachjugend nur abgekupfert. Doch das und der große Teilnehmerandrang an den einzelnen Turnieren zeigt ja, dass viel Bedarf an solchen Turnieren da ist und man so oder so einen Erfolg mit der Ausrichtung landet. Trotzdem sehe ich noch ein paar kleine Verbesserungen, die das Turnier weiter abrunden könnten. Z.B. wie oben angesprochen die Liveübertragung der Ergebnisse über chess-results, was dem Bezirksjugendleiter sicherlich auch eine schnellere Auswertung der Gesamttabellen ermöglicht, sollte er mal nicht vor Ort bei den Turnieren sein können.

5. Spieltag - Bericht

Erste, Zweite und Dritte verlieren Großspieltag gegen Schachforum | Vierte in Weiterstadt erfolgreich

19.01.2025

SC Groß-Zimmern I. - Schachforum Darmstadt III. 2½ : 4½
Darmstadt entführt zwei Punkte aus dem Glöckelchen und verpasst uns eine eiskalte Niederlage. Es lief heute nicht viel zusammen, obwohl wir gut starteten:
Paul war nach einem Angriff auf den feindlichen König als erster an Brett 4. fertig. Paul schnürte seinen Gegner durch die eigenen Figuren mehr und mehr ein, zog seine Kräfte zusammen und drohte durch verschiedene Springergabeln Material zu gewinnen. Das ließ sich Pauls Gegner nicht mehr zeigen und gab auf.

Durch Roland, der wie gewohnt Brett 2 besetzte, stellten wir sogar auf 2 : 0. Er gewann schnell nach der Eröffnung eine Figur, als ein Läufer und ein Springer sich in Rolands Bauernnetz verirrten. Bis hierhin sah es auch an den anderen Brettern noch nicht allzu schlimm aus, sodass man auf einen weiteren Punktgewinn hoffen konnte.

An Brett 3. konnte Lukas sogar noch ein Remis beisteuern. Im Mittelspiel mit ungleichfarbigen Läufern ließ sich, nachdem beide Seiten ihre Stellung abgesichert hatten, keine Gewinnidee finden, sodass man die Punkte teilte.

Hiernach ging es leider bergab: Lev an Brett 7. verlor eine ausgeglichene Stellung weit im Endspiel mit dem berühmten schlechten Läufer gegen einen guten Springer. Da der Läufer von den eigenen Bauern in der Bewegungsfreiheit gehindert war, konnte Levs Gegner agil mit dem Springer Bauer um Bauer gewinnen.

Auch Steffen an Brett 5 verlor im Endspiel. Im Mittelspiel verlor er einen Bauern und konnte den materiellen Nachteil nie wett machen. Darmstadt gewann auch am Spitzenbrett, wo ich bereits in der Eröffnung bösen Mist spielte und einen vorzeitigen Angriff mit Aufsprengung meines Zentrums übersah. Mein unrochierter König und die unentwickelten Figuren ließen keine Hoffnung auf ein längeres Durchhalten aufkommen. Doch mein Gegner, der bis hierhin so stark aufgespielt hatte, fand den Knock-Out nicht. Ich gewann plötzlich einen Bauern, konnte angreifende Figuren abtauschen und auf mindestens einen halben Punkt hoffen - da patzte ich ein Matt, das mich viel Material kostete, um es zu verhindern. Kurze Zeit später gab ich auf.

Zuletzt musste sich auch Dieter an Brett 6. geschlagen geben. Sein Gegner brach am Damenflügel bei ihm ein, gewann eine Figur und parierte Dieters Gegenschlag am Königsflügel.

Eine eiskalte Dusche für die erste Mannschaft, die eventuell wichtige Punkte um den Aufstieg liegen lässt. Die kommenden Gegner, insbesondere die Verfolger Langen und Gernsheim, werden sich freuen. Bis zum März hat die erste aber erstmal spielfrei. Genug Zeit den Stolperer heute abzuschütteln.

SC Groß-Zimmern II. - Schachforum Darmstadt IV. 2½ : 3½
Dem Tabellenführer der A-Klasse war heute kein Bein zu stellen. Die zweite Mannschaft verkauft sich mit vielen Ersatzspielern zwar teuer, muss sich aber am Ende geschlagen geben.

Einer schnellen Niederlage Wolfgangs an Brett 2., folgte auch die Aufgabe von Siggi an Brett 3. Siggi verlor im Mittelspiel zwei Bauern und wurde im Endspiel mit diesen und einem Turm Matt gesetzt.

Gerd wurde von einem vorpreschenden e-Bauern überrascht und musste sich kurz auf die Verteidigung konzentrieren. Es drohte seine Bauernstruktur und Rochadestellung zu schwächen, was Gerd aber nicht zuließ. In der Folge konnte er seine Figuren vollständig entwickeln und die Partie in der Balance halten, sodass es zum Remis kam.

Am 6. Brett gewann Harald mit einer Bauerngabel eine Figur und bekam sofort die Hand zum Sieg gereicht, ohne, dass er den Materialvorteil lange nutzen musste.

Am Spitzenbrett hielt Thomas bis ins Turmendspiel lange mit. Mit beiden Türmen auf beiden Seiten wurden Freibauer gebildet und diese vorgeschoben. Leider konnte Thomas Freibauer einfach aufgehalten werden, während er die feindlichen Bauern nicht stoppen konnte. Nach dem Tausch eines Turmpaares wurde der Vorteil seines Gegners noch deutlicher, sodass dieser die Partie zum vollen Punkt verwerten konnte.

Den Schlusspunkt setzte Tobias in einem schönen Endspiel. Er hatte zwar einen Bauern weniger, dafür aber auf der a- und d-Linie je einen Freibauer und einen aktiven Springer, während sein Gegner einen schlechten, passiven Läufer behielt und mit seinen drei verbundenen Freibauern nichts ausrichten konnte. Tobias opferte einen seiner Bauern, sperrte mit dem Springer den schwarzen Läufer ab und schob den zweiten Freibauern zur Dame durch.

Die zweite Mannschaft verliert mit erhobenem Haupt gegen eine überstarke Mannschaft des Schachforums, das in der A-Klasse wenig Konkurrenz hat.

Schachforum Darmstadt VII. - SC Groß-Zimmern III. 4 : 0 (kampflos)
Leider musste die dritte Mannschaft krankheitsbedingt ihr Spiel absagen und verliert dieses damit kampflos.

SC Weiterstadt IV. - SC Groß-Zimmern IV. 1 : 3
Der Sieg der vierten Mannschaft bleibt der einzige Lichtblick heute. In Weiterstadt kamen unsere Nachwuchstalente zu einem ungefährdeten 1 : 3 Auswärtssieg.

Anatoli verlor, obwohl er eine Figur durch Bauerngabel gewann, selbst noch Material und damit den Zugriff aufs Spiel. Danach wurde er am Königsflügel überspielt und musste aufgeben.

Demid gewann nach Turmopfer mittels Mattangriff, wo er den feindlichen König quer übers ganze Brett jagte. Auch sein Bruder Bogdan konnte den einen ganzen Punkt erspielen.

Am 1. Brett sicherte Niclas mit Weiß den Mannschaftssieg. Er gewann durch Läuferspieß eine Qualität, drang mit seinem Turm auf der Grundreihe des Gegners ein und setzte mit der Dame danach Matt.

Die vierte Mannschaft bleibt sich treu und gewinnt mit 3 : 1. Sie bleibt unangefochtener Tabellenführer der C-Klasse.

1. Runde des Langzeitturniers ausgespielt

Dieter und Harald führen erneut Tabelle an

18.01.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Harald Weber 1558 1 0,0
2. Dieter Rauck 1608 1 0,0
3. Thomas Beutel 1729 1 0,0
4. Steffen Heß 2102 1 0,0
5. Frank Ahrens / 0 1,0
6. Anatoli Hermann 764 0 1,0
7. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1469 0 1,0
8. Paul Terre 1595 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Dieter Rauck - Frank Ahrens 1 : 0
2. Anatoli Hermann - Thomas Beutel 0 : 1
3. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Harald Weber 0 : 1
4. Paul Terre - Steffen Heß 0 : 1

Am gestrigen Freitagabend startete auch unser Langzeitturnier ins neue Jahr. Zur ersten Runde fanden sich acht Teilnehmer im Glöckelchen ein und losten wie gewohnt die einzelnen Paarungen nach der aktuellen Setzliste aus. Frank, der den Wahlreigen eröffnete, wählte sich mit Dieter den aktuellen Titelträger als Gegner. Die Farbauslosung gab Dieter die weißen Steine, Frank bekam Schwarz. Im Laufe der Partie, die beide mit offenem Visier spielten, gewann Dieter am Königsflügel zunächst einen Bauer, wurde aber nach einem Damenschach gezwungen den König zu ziehen und das Rochaderecht damit aufzugeben. Frank musste hier entscheiden, ob er den Bauern zurück nimmt, dafür aber auch nach einem nachfolgenden Schach auf die Rochade verzichtet, oder ob er erst rochiert und dann versucht die bessere Entwicklung zu nutzen. Er entschied sich für zweiteres und spielte von da an mit materiellem Nachteil, den Dieter bald zu einer Figur ausbauen konnte. Das Endspiel, in das sich beide dann nach und nach begaben, war für Dieter einfach zu gewinnen, auch wenn Frank bis um kurz vor Mitternacht alle Register zog, um die Partie zu halten. Wie im Vorjahr gibt es damit für den amtierenden Vereinsmeister einen Auftaktsieg.

In der zweiten Partie des Abends trafen Anatoli (Weiß) und Thomas (Schwarz) aufeinander. Anatoli eröffnete wild und angriffslustig. Er besetzte aktive Felder mit seinen Figuren und scheute sich nicht, hier und da Drohungen aufzustellen. Thomas konnte einen Bauern schnappen und im Weiteren Verlauf auf Messersschneide alle Drohungen parieren, sodass auch er mit dem materiellen Übergewicht gewann.

Die dritte Paarung lautete Wolfgang mit Weiß gegen Harald mit Schwarz. Hier gewann Harald im Mittelspiel eine Figur, schob einen Freibauern gefährlich weit nach vorne und holte sich schlussendlich dadurch den Sieg in Runde 1. Zuletzt spielten im Duell der beiden Vorsitzenden Paul und Steffen die vierte Partie des Tages aus. Nachdem Paul in der Eröffnung einen Bauern für offene Linien opferte und ich positionelle Zugeständnisse machen musste, war Paul am Drücker, mehr aus seinem Angriff zu machen. Zwei ungenaue Züge und Tempoverluste brachten mich aber zurück ins Spiel. Als ich etwas tauschen und einen zweiten Bauern gewinnen konnte, war die Partie leider gekippt und Paul ohne Chance nochmal zurückzukommen.

Runde 2. wird am 18. Februar stattfinden. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

Erfolg beim 4er-Pokal

Groß-Zimmern für Hessenpokal qualifiziert

12.01.2025

Am nun ausklingenden Wochenende fand der Bezirks 4er-Pokal zum ersten Mal in neuer Gestaltung statt. Das K.O.-Turnier wurde erstmals nicht an den jeweiligen Spielabenden der teilnehmenden Vereine rundenweise und über das Schachjahr verteilt gespielt, sondern an einem Wochenende zentral veranstaltet. Diese Umstellung soll den Pokal für die bezirkseigenen Vereine attraktiver machen und für höhere Beteiligung an selbigen sorgen. Die hat in den vergangenen Jahren mit absteigendem Trend arg gelitten und wurde schlussendlich auch auf dem Bezirkstag zum Diskussionsthema.
Mit der neuen Austragungsart fanden sich zu Beginn des neuen Jahres sogleich 9 Mannschaften in Babenhausen ein, wo der ortsansässige Verein "Fallender König" sich zum Ausrichten des Pokals bereit erklärte. Neben den eigentlich immer teilnehmenden Vereinen und Dauerbrennern, zu denen auch wir gehören, nahmen viele Vereine endlich mal wieder am Pokal teil und machen die Neuauflage sogleich zu einem Achtungserfolg und einem wieder vorzeigbaren Turnier. So reisten auch 4 von uns nach Babenhausen, um im Pokal für Groß-Zimmern mal wieder für etwas Wirbel zu sorgen. Der Turnierleiter für Mannschaftswettkämpfe Uwe Mohr loste die Paarungen aus und mit Gernsheim bekamen wir in der 1. Runde am Samstagmorgen sogleich ein dickes Brett zu bohren. Die Gernsheimer sind nicht nur Rekordsieger des Pokals (wenn man die letzten 10-15 Jahre betrachtet), sondern stellen erfahrungsgemäß zum Pokal immer bärisch stark auf. Damit war uns die Rolle des Underdogs zugedacht, der für eine Überraschung sorgen musste um in die nächste Runde zu kommen.

SC Groß-Zimmern I. - SK Gernsheim I. 2 : 2 (7:3 nach Berliner Wertung)
Gernsheim legte los wie die Feuerwehr. Am 4. Brett musste sich Paul nach einer schnellen Partie früh geschlagen geben. Er tauschte in einer Abwicklung, obwohl er es zuvor korrekt durchgerechnet hatte, falsch ab und verlor Material, das sein Gegner zum vollen Punkt ummünzen konnte.
Auch Andreas am 3. Brett hatte Schwierigkeiten mit seinem nominelle überlegenen Gegner mitzuhalten. Im Mittelspiel rollte ein einschnürender Bauernangriff am Damenflügel, der die Entscheidung bringen sollte. 0 : 2 hieß es von da an und Gernsheim stand mit einem Bein praktisch in der 2. Runde.
Roland hatte selbstverständlich aber was dagegen und überspielte seinen Gegner am Königsflügel in einem scharfen Angriff. Der feindliche Monarch konnte im lang anhaltenden Kampfgeschehen nur unter großem Materialverlust vor dem Matt gerettet werden. Nachdem sich der Pulverdampf der gröbsten Kämpfe verzogen hatte, hatte Roland einen Turm und einen Bauern mehr und stellte den Anschluss wieder her.
Den Schlussakt der 1. Runde musste also ich an Brett 1. setzen. Dort bekam ich es mit einem der besten Gernsheimer und einem gestandenen Oberligaspieler zu tun, der mich nach der Eröffnung schon unter Druck setzte. Ich hielt mit riskanten, aber aktiven Zügen dagegen und konnte in Endspiel mit gleichfarbigen Läufern runtertauschen, bei dem ich dank der besseren Bauernstruktur Gewinnchancen hatte. Als es zum zwingenden Abtauch der verbliebenden Läufern kam, hatte ich ein gewonnenes Bauernendspiel auf dem Brett und verwertete dies auch souverän.

Damit stand es 2 : 2 unentschieden, aber da wir die vorderen Bretter gewannen und im Pokal die sogenannte Berliner Wertung greift, bei der das 1. Brett vier Punkte, das 2. Brett drei Punkte, usw. wert ist, kamen wir mit 7 : 3 nach BW weiter. Der Turnierbaum für den Pokal wurde einige Tage vor Beginn des Wettkampfes ausgelost, und die Erstrundenpaarung, aus der sich unser Zweitrundengegner speiste, war auch schon fertig. Weiter ging es für uns am Nachmittag mit Babenhausen II., die ihre Mannschaft mit jungen, aufstrebenden Leuten und Nachwuchspielern besetzte. Nominell waren wir an allen Bretter klar bis deutlichst überlegen, aber der Pokal schreibt seine eigenen Regeln.

FK Babenhausen II. - SC Groß-Zimmern I. ½ : 3½
Auch in der zweiten Runde war es Paul am 4. Brett, der als erster fertig war. Er überspielte seinen jungen Gegner schnell und gewann im Angriff auf den feindlichen König eine Figur, die der Babenhäuser aus Verzweilfung opferte. Danach konnte Paul noch einen Turm durch zwischenzeitliches Damenopfer gewinnen und bald Matt setzen.
Das jähe 2 : 0 für uns stellte Andreas her. Nachdem er in der Eröffnung einen gefährlich aussehenden Königsangriff auf die eigene Rochadestellung gekonnt und präzise unterband, konnte er die Initiative an sich reißen und mehrere Bauern gewinnen, die im Turmendspiel unaufhaltbar wurden.
Den Mannschaftssieg stellte ich etwas später her. In der Eröffnung bekam ich durch einen taktischen Trugschluss meines Gegners einen Bauern geschenkt, musste als Preis dafür aber den erarbeiteten Stellungsvorteil abgeben. Der hatte sich damit also "materialisiert", wie es im Fachjargon heißt. Mein Gegner und ich tauschten schlussendlich auch wieder bis ins Bauernendspiel runter, wo ich dann dank des Mehrmaterials den feindlichen König austanzen und das Bauernendspiel locker gewinnen konnte.
Den Schlusspunkt setzte Roland, der von seinem Gegner früh am Königsflügel attackiert wurde. Roland hielt dem rollenden Angriff aber erfolgreich stand und verschaffte sich Einbruchsmöglichkeiten am Damenflügel, die gute Gewinnchancen einbrachten, aber noch viel Arbeit erforderlich machen sollte. Da wir bereits uneinholbar führten und die Mannschaft damit weiter war, einigte man sich ohne weiteres Ausspielen der Stellung auf Remis.

Nach rund drei Stunden Spielzeit stand also ein standesgemäßer Sieg gegen Babenhausen fest, der uns ins Finale des 4er-Pokals brachte. Dort hieß der Gegner Babenhausen I., der sich im Halbfinale gegen Breuberg durchsetzte. Die erste Garde des Gastgebers war anders als deren zweite Pokalmannschaft mit den besten und erfahrensten Leuten besetzt, was damit ein heißes Finale versprach.

SC Groß-Zimmern I. - FK Babenhausen I. 1 : 3
Babenhausen war zwar nicht in Bestbesetzung wie samstags angetreten, doch noch gut genug um uns vor etliche Probleme zu stellen. Paul musste im Mittelspiel nach einem Schach den König in die Mitte des Brettes ziehen, wo das feindliche Läuferpaar auf ihn wartete. Er teilte dafür hier und da mit Bauernvorstößen und drohenden Springergabeln auch ordentlich aus, hatte aber schlussendlich das Nachsehen.
Auch Andreas musste sich nach einer scharf geführten Partie mit Spiel im Zentrum und am Damenflügel geschlagen geben, als er nach einer Taktik Material verlieren oder einen Freibauer durchlaufen lassen musste. Damit war Babenhausen auf der Zielgeraden und von dieser leider nicht mehr abzubringen.
Roland verteidigte einen seit der Eröffnung auf seinen König laufenden Angriff souverän, opferte eine Figur für drei Bauern und die Initiative, konnte die Stellung aber dadurch nur ausgleichen, da sein Gegner umgehend die Figur für besagte Bauern zurückgab und einen großen Tauschreigen startete. Das Remis beim Übergang ins Endspiel war das gerechte Ergebnis.
Leider konnte auch ich am 1. Brett nichts großartiges zum Finale beitragen, fand mich nach der Eröffnung sogar etwas durch einen schnellen h-Bauervorstoß überrumpelt in einer leicht schlechteren Stellung wieder und kämpfte bis zum Endspiel ums Überleben. Auch in der Schlussstellung stand ich schlechter, bekam aber ein Remisangebot, da der Pokalfight bereits zu Ende war, das ich dann annahm.

Babenhausen gewinnt leistungsgerecht das Finale und die diesjährige Ausgabe des 4er-Pokals. Wir müssen uns ob der erbachten Leistung, erst gegen ein starkes Gernsheim weitergekommen, bis ins Finale vorgestoßen und vorzeitig für den Hessenpokal qualifiziert nicht schämen, auf dem 2. Platz gelandet zu sein. Es freut mich, dass der Pokal so viel Zustimmung erhalten hat und über zwei Tage erfolgreich veranstaltet wurde. Dank gebührt an der Stelle natürlich den Babenhäusern, die das Turnier ausgerichtet haben. Danken will ich aber auch unserem Team, dass sich die beiden Tage voll eingesetzt hat! Mal sehen, wo uns der Pokal auf Landesebene hinführt und welches Team wir als Erstrundengegner zugelost bekommen.

5. Spieltag - Vorschau

Erste, Zweite und Dritte gegen Schachforum Darmstadt gefordert | Vierte reist nach Weiterstadt

07.01.2025

SC Groß-Zimmern I. - Schachforum Darmstadt III.
Der erste Spieltag im neuen Jahr findet für die erste Mannschaft in heimischen Gefilden statt. Gegner wird die dritte Mannschaft des Schachforums sein, die ihrer Aufstellung nach sehr konsistent im Bereich 1600 DWZ besetzt ist. Das lässt den kommenden Spieltag recht berechenbar werden, weswegen ich folgenden Verlauf für die Begegnung annehme: An den vorderen und mittleren Brettern werden wir klar unsere nominellen Vorteile verwerten, während an den hinteren Brettern ein Schlagabtausch auf Augenhöhe stattfinden wird, dessen Ausgang offen ist. Von daher, sollten zwei weiteren Mannschaftspunkten samt Festigung der Tabellenführung nichts im Wege stehen.
Mein Tipp aus den Vorüberlegungen lautet: 5 : 2 für Groß-Zimmern.

SC Groß-Zimmern II. - Schachforum Darmstadt IV.
Auch die zweite Mannschaft startet mit einem Heimspiel gegen das Schachforum in die zweite Hälfte der Saison. Allerdings stehen die Vorzeichen hier etwas anders: Die vierte Mannschaft des Schachforums ist aktuell unangefochtene Nr. 1 der A-Klasse und noch verlustpunktfrei. In der Mannschaft spielt die gesamte aufstrebende Jugend des Schachforums unter Leitung des Jugendleiters eine bis hierhin blitzsaubere Saison und wird ein dickes Brett zu bohren sein. Mit etwas Glück und genügend Einsatz, kann man aber auch dieser Übermannschaft trotzen und einen weiteren Punktgewinn einstreichen. Der, wenn auch überraschend gelungene, hohe Kantersieg gegen Pfungstadt sollte den nötigen Elan geben.
Ein 3 : 3 sollte machbar sein.

Schachforum Darmstadt VII. - SC Groß-Zimmern III.
Die dritte Begegnung zwischen Groß-Zimmern und dem Schachforum Darmstadt findet in Darmstadt statt, wo deren Siebte auf unsere dritte Mannschaft trifft. Nach den Aufstellungen verspricht diese Begegnung auf Augenhöhe einen ausgeglichenen Kampf, in dem unsere dritte endlich auch den ersten Saisonsieg erreichen will.
Ein Bauchgefühl will mir hier nicht recht gelingen, so dass ich auf ein 2 : 2 tippe.

SC Weiterstadt IV. - SC Groß-Zimmern IV.
Die vierte Mannschaft reist nach Weiterstadt um gegen deren vierte Mannschaft den nächsten Schritt gen Meisterschaft in der C-Klasse zu tun. Die Mannschaft Weiterstadts ist ähnlich aufgebaut wie unsere vierte und besteht nur aus Nachwuchsspielern, die ebenso eine gute Saison bislang gespielt haben. Es gilt also aufzupassen und konzentriert zu spielen, dann sollte aber ein weiterer Mannschaftssieg drin sein.
Mein Tipp: 1 : 3 Auswärtssieg.