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  • Freitags
  • Jugendliche: 18:00 Uhr
  • Erwachsene: 20:00 Uhr

  • im Glöckelchen
  • Angelstraße 18
  • Groß-Zimmern

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Neuigkeiten & Berichte

Groß-Zimmern beim Schach für alle

Niclas, Lev, Leon und Maurice beim Turnier in Roßdorf

19.04.2026

Zum zweiten (oder schon dritten Mal?) veranstaltete der SC Ladja Roßdorf im Bürgerzentrum ein Schnellschachturnier unter dem Namen "Schach für alle", der gleichzeitig Programm sein sollte. Denn zu dem Turnier sind nicht nur Clubspieler willkommen, sondern auch Hobbyspieler, die sich meiner Erinnerung nach bei der Erstausgabe erstaunlicherweise auch zahlreich rekrutieren ließen. Dieses Jahr sollte das nicht anders sein und sich in der Startrangliste mehrheitlich Spieler wiederfinden, die noch keine Ratingzahl oder Vereinszugehörigkeit aufweisen konnten. Zur diesjährigen Ausgabe reiste mit Maurice, Leon, Lev und Niclas praktisch unsere halbe Jugend an und kämpfte um die ersten Plätze.

Bei 32 Teilnehmern und 7 Runden Schweizer System ergaben sich folgende Endplatzierungen für unsere jungen Kämpfer: Leon, der als 31. der Setzliste startete, erspielte sich mit einem Sieg in der letzten Runde insgesamt 3½ Punkte, was ihn auf Rang 16 das Turnier enden ließ.

Die anderen drei landeten allesamt in der Top 10: Niclas belegte mit 4 Punkten den zehnten Platz, hätte aber durchaus weiter vorne landen können, wenn die letzte Runde nicht verloren gegangen wäre. Lev brachte es auf 4½ Punkte und belegte Platz 7. Maurice schrammte als an 2. gesetzter Spieler haarscharf am Treppchen vorbei. Er wurde mit 5 Punkten Vierter.

Die Bilder habe ich von Roland erhalten, dem Vorjahressieger des Turniers, der dieses Jahr allerdings nur zuschauen wollte.

Osterturnier der Jugend

13 Schachkinder spielen mit

19.04.2026

Am Freitag fand auch das diesjährige Osterturnier unserer Schachjugend statt. Jugendleiter Roland veranstaltet immer um Ostern rum mit allen interessierten Kindern ein Blitzturnier, zu dem als Preise Süßigkeiten winken. Dieses Jahr waren 13 unserer Schachkinder dabei und spielten, aufgeteilt in eine Mädels- und eine Jungsgruppe, jeweils ein jeder-gegen-jeden Rundenturnier.

Bei den Mädels setzte sich Asenath im doppelrundig ausgetragenen Turnier noch vor der Vorjahressiegerin Tina durch. Asenath erspielte 7 Punkte, während Tina auf 6 Punkte kam. Ihnen folgte mit 4 erspielten Punkten Arina auf dem 3. Platz.

Platz Spieler 1 2 3 4 5 BP
1. Asenath Ali   1 2 2 2 7
2. Tina Gasz 1   1 2 2 6
3. Arina Fraint 0 1   1 2 4
4. Athena Ali 0 0 1   2 3
5. Mila Fischer 0 0 0 0   0
Platz Spieler 1 2 3 4 5 6 7 BP
1. Niclas Wagner   1 1 1 1 1 1 6
2. Demid Michaelis 0   1 1 1 1 1 5
3. Bogdan Michaelis 0 0   1 1 0 1 3
4. Leon Skalski 0 0 0   1 1 1 3
5. Kir Fraint 0 0 0 0   1 1 2
6. Leon Yan 0 0 1 0 0   1 2
7. Julian 0 0 0 0 0 0   0

In der Gruppe der Jungs wurden 6 Runden, also einrundig gespielt. Hier setzte sich der Favorit Niclas klar und deutlich mit 100% Ausbeute, also 6 Punkten durch. Zweiter wurde Demid, der mit 5 Punkten die restliche Konkurrenz hinter sich ließ. Auf dem 3. Platz folgte Bogdan mit 3 Punkten, der den direkten Vergleich gegen den punktgleichen Leon S. gewann und daher noch auf dem Treppchen landete.

4. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Vorbericht mit ersten Details

18.04.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Steffen Heß 2084 4 4,5
2. Maurice Held 1866 3 6,5
3. Lev Cherniavskii 1505 10,5
4. Norbert Ziegler 1676 6,5
5. Harald Weber 1561 4,5
6. Kosto Ilievski 1416 2 7,5
7. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 2 6,0
8. Siegfried Scholz 1341 2 5,5
9. Dieter Rauck 1531 2 3,5
10. Thomas Beutel 1741 2 0,5
11. Niclas Wagner 1436 1 9,5
12. Roland Rühm 1955 1 9,5
13. Paul Terre 1621 1 6,5
14. Torsten Wöhl 1384 1 1,0
15. Frank Ahrens 786 ½ 8,5
16. Anatoli Hermann 745 0 7,0
17. Steffen Gathmann 1599 0 4,0
18. Gerd Held 1313 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Maurice Held - Harald Weber 0 : 1
2. Steffen Gathmann - Steffen Heß 0 : 1
3. Anatoli Hermann - Niclas Wagner 0 : 1
4. Lev Cherniavskii - Kosto Ilievski 1 : 0
5. Roland Rühm - Norbert Ziegler 1 : 0
6. Frank Ahrens - Dr. Wolfgang Beiersdorf 0 : 1
7. Torsten Wöhl - Siegfried Scholz 0 : 1
8. Dieter Rauck - spielfrei

Auch die vierte Runde des Langzeitturniers erfreute sich eines großen Teilnehmerandrangs. Ein neuer Rekord wurde zwar nicht aufgestellt, das wäre auch schwer möglich gewesen, doch immerhin 15 Teilnehmer fanden sich pünktlich im Glöckelchen ein. Dieter blieb bei der Auslosung ohne Gegner und hat damit in der kommenden Runde Vorzugswahlrecht.

Das hatte heute Harald inne, nachdem er in Runde 3. spielfrei blieb. Harald wählte selbstbewusst den Tabellenführer Maurice aus und bekam nach dessen Farblosung die schwarzen Steine. Die beiden wählten eine eigentlich schnell scharf werdende Variante des Königsinders, tasteten sich dann aber doch anfangs nur etwas ab. Maurice, der dadurch fast konkurrenzlos das Zentrum besetzen durfte, stand zwischenzeitlich deutlich aktiver. Harald konnte aber in der Folge viele Figuren tauschen und die Stellung in der Balance halten. Im Schwerfigurenendspiel hatte Maurice immer noch Raumvorteil, aber Harald Kontrolle über die einzig offene Linie. Hier gerieten beide in Zeitnot, was Maurice am Ende zum Verhängnis wurde. Er verlor in leicht vorteilhafter Stellung auf Zeit.

In der zweiten Partie spielte Steffen Gathmann sein Debüt in diesem Jahreszyklus und wählte mit mir den zweiten noch verlustpunktfreien Spieler aus. In unserer Partie opferte ich im Mittelspiel einen Bauern für aktives Spiel, bekam dieses auch und opferte auf e3 einen Springer, um die Kräfte von Steffen vollends zu knebeln. Leider fand ich den Ausmacher nicht, rechnete viel und ließ Steffen, der sich wacker verteidigte und präzise Verteidigungszüge fand, wieder mehr und mehr rauskommen. Am Ende patzte Steffen nochmal und ließ mich über einen Doppelangriff die entscheidende Figur gewinnen.

Von der dritten Partie ist mir leider nur das Ergebnis bislang bekannt. Hier bezwang Niclas mit Schwarz Anatoli, der Niclas zum Kampf herausforderte. Für Niclas bedeutet das den ersten Punkt in diesem Jahr.

Nicht viel mehr weiß ich von der Partie Lev - Kosto, in der Lev nach einer Abwicklung eine Mehrfigur behielt und diese sicher nach Hause spielte. Lev schraubt sein Punktekonto auf 2½ hoch und arbeitet sich tabellarisch weit nach vorne. Er steht jetzt auf dem 3. Rang.

Zwischen Roland und Norbert, der bereits das vierte Mal Schwarz in der Auslosung zog, entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch. So interessant, dass die beiden zwischendrin während der laufenden Partie schon leicht ins analysieren abschweiften. Schlussendlich hatte Roland das bessere Ende und damit ebenfalls seinen ersten Punkt eingefahren. Norbert tritt damit auf der Stelle und muss wie schon erwähnt seinen zuvor besessenen 3. Platz an Lev abgeben.

Frank verlor gegen Wolfgang, der mit Schwarz den sonst solide und zäh spielenden Frank auf dem falschen Fuß erwischte. Leider weiß ich auch hier nicht mehr von der Partie im Detail.

Zu Guter letzt betrachten wir aber die Partie Torsten - Siggi. Die beiden Turnierleiter spielten lange Zeit eine ausgeglichene Partie. Erst versuchte Torsten am Königsflügel Spiel zu erzeugen, brach den eingeleiteten Angriff aber nach einem Zentrumsvorstoß von Siggi ab. Dann wurde der Damenflügel Ort des Geschehens, wo sich viele Figuren, inklusive der Damen, tauschten. Am Ende drang Siggi gewinnbringend mit seinen Türmen ins weiße Lager ein und gewann ganz entscheidend einen Bauern auf f2, den sich Torsten nicht erst schlagen ließ, sondern aufgab.

Die nächste Runde wird am 22. Mai ausgetragen.

Gernsheimer Schnellschachcup

Maurice und Niclas spielen mit

12.04.2026

In Gernsheim fand am Samstag die Frühjahrsausgabe des erfolgreichen Schnellschachcups statt. Zu diesem auf sieben Runden ausgelegten Schnellschachturnier (Bedenkzeit 15 min + 10 sec Inkrement) nach Schweizer System fuhren heute Maurice und Niclas, um im recht stark besetzten Teilnehmerfeld um ihre Rapidelo zu spielen. Die Elo-Auswertung macht wohl auch den Reiz des noch neuen Gernsheimer Formats aus, was auch einige FMs zur Teilnahme anlockte.

Maurice war im Mittelfeld gesetzt, während Niclas nach Elozahlen weiter hinten startete. Nach den sieben Runden kamen beide auf jeweils 4 Punkte. Maurice, der in der ersten Runde des mit 50 Teilnehmern bestückten Turniers zu einem kampflosen Punkt kam, schloss mit den geholten Punkten leicht unter seinem Erwartungsscore ab, während Niclas mitunter deutlich stärkere Gegner hatte und dementsprechend das Turnier als erfolgreich verbuchen kann. Er macht ein gutes Eloplus von 28 Punkten, Maurice verliert nach inoffizieller Auswertung durch chess-results 20 Elopunkte. Die beiden fuhren nicht nur zusammen hin, sondern landeten auch in der Tabelle auf benachbarten Plätzen: Maurice wurde 17ter, Niclas folgte ihm auf Platz 18. mit leicht schlechterer Feinwertung. Zusätzlich staubte Niclas (wie ja eigentlich immer) den Ratingpreis kleiner 1700 Elo ab. Herzlichen Glückwunsch hierzu!

Die Einzelergebnisse der beiden in den einzelnen Runden und die Enttabelle gibt es wie angedeutet bei chess-results: 1. Schnellschach-Frühlings-Cup.

SC Groß-Zimmern beim Grenke Chess Open!

"Ein Turnier, das jeder Schachspieler in seinem Leben einmal spielen sollte" - Péter Lékó

07.04.2026

Nicht besser wie das im Titel aufgeführte Zitat von Vizeweltmeister Péter Lékó kann ich das Grenke Schachfestival beschreiben. Über Ostern hinweg wurde Karlsruhe zur Schachhauptstadt der Welt - auch wenn gerade auf Zypern das diesjährige Kandidatenturnier stattfindet. Rund 4000 Spieler traten aufgeteilt in A-, B- und C-Open im klassischen sowie im Freestyle Schach an. Eine schier unglaubliche Zahl, die mit Blick auf frühere Ausgaben vielleicht nicht überraschend für manchen sein mag, doch einfach für ein Schachturnier eine sonst unerreichbare Hausnummer bleibt. Das Grenke Chess Open ist seit Jahren weltweit ein maßgebendes Event und setzt viele Standards, egal ob es um organisatorische Qualitäten oder Turniermodalitäten geht. Das Turnier gleicht gefühlt auch mehr einem großen Festival, als einem Schachwettbewerb. Das sticht für mich persönlich nicht nur durch die angelockte Masse an Schachfreunden heraus, die ja irgendwie überzeugt wurden mitzuspielen, sondern viel mehr durch die vielen professionell aufbereiteten Details während des Turniers. Das fängt beim Spielmaterial in allen Turnieren an, wo nur die aktuellsten und höherwertigsten Holzfigurensets eingesetzt wurden, geht über mediale Vermarktung des Turniers mit Liveübertragung und Kommentar im Internet bis hin zu den optisch edel gestalteten Tischnummerschildern oder dem Online-Checkin für vorangemeldete Spieler. Das alles und noch vieles mehr runden eine Veranstaltung dieser Größe derart ab, dass man wirklich von einem für Schachfans organisierten Schachfestival reden kann.

Von diesen Eindrücken konnten sich auch sechs Schachfreunde unseres Vereins überzeugen: Paul, Anatoli, Roland, Maurice und 2x Steffen nahmen an der diesjährigen Ausgabe des Grenke Chess Opens teil. Während Anatoli im C-Open spielte und Steffen H. im A-Open bei den Profis sein Glück probierte, waren die anderen vier im mit 1531 Leuten übervollen B-Open angetreten. Jeder von uns hatte sich für das Turnier etwas eigenes vorgenommen, doch stand selbstverständlich der Spaß und das "Dabeisein" im Fokus des Turniers.

Dazu gehörte natürlich auch gemeinschaftlich als Verein anzureisen und aufzutreten. Dementsprechend packten wir unsere Vereinsklamotten ein, bildeten Fahrgemeinschaften und wohnten zusammen in der selben Ferienwohnung, in der wir abends Freud und Leid der zuvor gespielten Partien teilen sollten. Auch wenn wir nach jeweils 2 Spielen pro Tag abends sehr ausgelaugt waren, durften allabendliche Analysen und eine Vorbereitung mit der neusten und extra für das Turnier beschafften Datenbank nicht fehlen. Wir kamen daher auch selten (also eigentlich nie) vor 12 Uhr nachts ins Bett und selbst im Schlaf nicht aus dem schachlichen Fokus. Ob das auf Dauer gesund ist, sei dahingestellt. Doch als leidenschaftlicher Schachspieler braucht es eben ab und an einer solchen Schachkur!

Doch schieben wir kurz noch folgende Anekdote ein: Während Paul und Antoli mit der Familie reisten, fuhr Roland von Dortmund aus alleine nach Karlsruhe. Maurice und die beiden Steffens bildeten demnach die letzte Fahrgemeinschaft, die bereits beim Start in Groß-Zimmern beinahe ihr jehes Ende gefunden hätte: Als sich die drei zusammenfanden fragte ich nach, ob sie denn den Online-Checkin durchgeführt haben. Mit diesem wurden vorangemeldete Spieler sicher zur ersten Runde ausgelost und mussten nicht nochmal vor dem Start zeitnah ins Kongresszentrum fahren. Hier stellte sich plötzlich heraus, dass Steffen G. ganz vergessen hatte, sich anzumelden. Eine FIDE-ID hatte er auch nicht, die zwingend notwendig war, um mitspielen zu dürfen! Da die Anmeldung zum Turnier über das Internet noch freigeschaltet war, meldete sich Steffen also kurz vor knapp noch an, während ich ihm über den wohl in Sonderschicht arbeitenden Elobeauftragten des Deutschen Schachbundes eine FIDE-ID beantragte. Man mag es kaum glauben, aber nach 30 Minuten lag diese vor und die Anmeldung ging noch durch, sodass Steffen, wie im Bild zu sehen, sichtlich erfreut noch mitspielen konnte.
Doch damit nicht genug, bei Ankunft in der Ferienwohnung musste auch Anatoli sich kurzfristig eine FIDE-ID beantragen, die aber keine 10 Minuten später vorlag. Uns bzw. den beiden wird es nicht anders ergangen sein als vermeintlich einige Hundert andere Schachspieler, die am Turniertag feststellen mussten, die entscheidende Beantragung der FIDE-ID vergessen zu haben. Wie dem auch sei, alles nochmal gut gegangen. Es hätte mich auch gewundert, wenn der Schachbund und die FIDE sich bei einem Turnier diesen Formats querstellen und sich die Bearbeitungsgebühren durch die Lappen gehen lassen.

Kommen wir schnell zu unserem sportlichen Abschneiden. Ich gehe jetzt nicht auf jede Partie ein, das wäre zu viel aufzubereiten und auch zu lesen. Ich stelle nur kurz für jeden den Turnierverlauf dar und verlinke immer mit dem Namen auf das entsprechende Ergebnistableau.

Fangen wir bei mir selbst an (der Esel nennt sich ja immer zuerst). Wie erwähnt startete ich im stark besetzten A-Open und war dort fast ganz oben in der zweiten Hälfte des Teilnehmerfeldes, also an 561 von 998 Teilnehmern gesetzt. Das bedeutete für mich in Runde 1. einem Profispieler gegenüber zu sitzen, genauer gesagt einem ukrainsichen IM, der keine Lust auf einen missglückten Turnierstart hatte. Nach einem dummen Fehler, der mich einen Bauern kostete, gab ich mich standesgemäß am 63. Brett des Opens, das auch live ins Internet übertragen wurde, geschlagen. Danach folgten zwei Punkteteilungen gegen "schwächere" Gegner, also jeweils mit knapp unter 2000 DWZ. Der dritte Turniertag sollte mein bester werden. Hier gewann ich zweimal recht überzeugend. Einmal ein Turmendspiel mit Mehrbauer und einmal eine Partie mit Mehrturm, den ich zuvor in einer schönen Kombination herausgearbeitet hatte. Ab da wähnte ich mich im Turnier angekommen und meinem Ziel, die 2100 zu knacken und mehr als 50% aus den 9 Runden gegen stärkere Gegner zu holen, nahe. Doch zwei unglückliche Niederlagen gegen 2300er, wo eigentlich 1½ Punkte herausspringen hätten müssen (!), machte mir das Turnier direkt zu nichte. Da half es auch nicht, in Runde 8. einen glücklichen Sieg nach 4,5 h Spielzeit und ein Remis gegen einen jungen FM mit 2305 DWZ in Runde 9. zu ergattern. Es blieb dann bei den 4½ Punkten für mich und durch die dummen beiden vergeigten Partien an Tag 4 des Turniers bei einem DWZ-Zuwachs von mageren 2 Punkten.

Im B-Open wollte Maurice saubere Partien spielen und öfters mal "den Sack zu machen", heißt erarbeitete Vorteile zu Siegen zu verwerten. Als an 147 gesetzter Spieler sollten ihm gerade zu Beginn des Turniers durchaus mehrfach Chancen hierfür gegeben werden. Doch es gelang ihm leider auch nicht, das angestrebte Ziel zu erreichen. Nach Abschluss der Partien ärgerte er sich immer wieder mal, dass es nur zum Remis, auch gegen schwächere Gegner kam. Darüber hinaus verlor Maurice leider auch zwei Partien, während zwei seiner Punkte gegen Gegner aus dem Ausland (darunter einem Streamer) und damit ohne DWZ waren. Das drückt seine Wertungszahl erheblich auf ungefähr 1790. Aber Maurice zeigte sich dadurch eher angespornt und will demnächst mit mir (und gerne auch anderen Mitstreitern) die in Ober-Ramstadt stattfindenden Hessenmeisterschaften mitspielen. Maurice landete mit 4½ Punkten auf Rang 740.

Steffen war das Ziel ebenfalls gepflegtes Schach zu spielen und nachdem die Einstiegshürde (die verspätete Anmeldung) genommen war auch einfach sein erstes Turnier erfolgreich zu gestalten. Er schaffte es am Ende der 9 Runden auf 3 Punkte und damit Rang 1259. Sein Turnierverlauf war zu Beginn erwartbar: Gegen die besseren Leute ließ er Federn, gegen schwächere gewann Steffen. Meinem Beispiel aber folgend, war am vierten Tag einfach der Wurm drin, ehe es am letzten Tag mit 1½ Punkten zu einer kleinen Ergebniskorrektur kam. In Runde 5 musste auch Steffen sich einer Streamerin stellen. Somit wurden nicht nur seine Züge live ins Internet übertragen, sondern eben die Partie mit einer Kamera verfolgt. Eine auch für mich noch absolut neue Erfahrung. Gesehen habe ich solche Bretter schon häufiger, da auch Schach natürlich mittlerweile für den ein oder anderen eben erfolgreich vermarktet werden kann. So waren dieses Jahr ca. 20 dieser Schachstreamer dabei. Sie saßen in der Haupthalle alle zusammen in einer Ecke, die man an den vielen aufgestellten Kamerastativen leicht erkannte. Doch zurück zu Steffen, der mit -25 DWZ-Punkten leich unter seinen Erwartungen blieb und mit einem blauen Auge, aber einem Sack voll Erfahrung heimgefahren ist.

Roland erreichte als an 24 ursprüglich gesetzter Teilnehmer und damit nach Zahlen Mitfavorit auf den Turniersieg schlussendlich 5½ Punkte und Rang 292. Nach einer Auftaktniederlage am Donnerstagabend, wo Roland, als ich zum Schauen dazukam, ein Endspiel Läufer, Dame plus 3 Bauern gegen Läufer, Dame, plus 3 Bauern knetete, erspielte Roland in vier Runden vier Punkte. Darunter waren viele sehr lange dauernde Spiele, die teilweise solange liefen, bis Roland und dessen Gegner sich vom Zug zu Zug vom Inkrement ernähren mussten. Roland blieb vom schlimmen vierten Tag nicht verschont. Hier erreichte er nur ein Remis in zwei Partien und reihte sich in den Turnierverlauf von uns anderen ein. Vielleicht war auch bei ihm wie bei uns einfach nach fünf langen Runden etwas die Luft raus. Roland macht ebenfalls ein kleines DWZ-Minus von 18 Punkten.

Paul erging es nicht besser. An 1076 gesetzt, bekam er nahezu durchgehend bessere Gegner, erspielte sich leider auch nur 3 Punkte und landete auf Rang 1219 zum Ende. Seine Ausbeute mit Schwarz war hierbei sicherlich auch ein wichtiger Knackpunkt. Mit einem halben Punkt aus fünf Schwarzpartien - auch gegen deutlich schwächere Gegner - lässt sich eben nicht viel anfangen. Paul verliert schmerzhafte 39 DWZ-Punkte auf nun 1582 DWZ.

Fehlt zum Abschluss noch Anatoli. Das dieses Jahr erweiterte C-Open ließ auch Spieler bis 1600 zu, sodass Anatoli weit hinten gesetzt und viele deutlich stärkere oder uneinschätzbare DWZ-lose Gegner hatte. Er wollte aber wenigstens eine Partie gewinnen und ging in jede Partie frisch rein. Nach zwei Auftaktniederlagen erspielte er sich schon mal das erste Remis, musste sicher aber danach erneut zweimal geschlagen geben. Dann konnte er mit Weiß seinen angestrebten Turniersieg eintüten. Da er in der Vorschlussrunde nochmal kampflos gewann und sonst immer recht früh fertig war, konnte Anatoli viel bei uns an den Brettern kiebitzen. Er wurde mit 2½ Punkten am Ende 550ter von 640 Teilnehmern im C-Turnier.

Für uns alle war es ein Fest in Karlsruhe. Für mich ist neben dem Schachspielen auch das Kontakteknüpfen immer ein Höhepunkt auf Turnieren. Das Wiedersehen vieler bekannter und befreundeter Schachspieler ist ebenfalls immer schön und eine gute Gelegenheit sich auszutauschen. Nach Abschluss der Hessischen Jugendmeisterschaften waren unter den bekannten Gesichtern plötzlich auch Lev und Niclas vor Ort, die uns dort am Ostersamstag besuchten und das Grenke Chess Open ebenfalls bestaunen konnten.

Ich kann jedem nur raten, nächstes Jahr mit uns wieder hinzufahren und sich ein unvergleichliches Erlebnis zu sichern!

Die Zimmner Jugend bei den Hessenmeisterschaften - Teil 2

Lev und Niclas spielen überragendes Turnier

07.04.2026

Im Anschluss an Ostern möchte ich nun auch zu den Turnieren von Lev und Niclas kommen, die wie bereits berichtet bei den Hessenmeisterschaften der Jugend in ihren jeweiligen Altersklassen gespielt haben.

In der U16 war Lev an Setzlistenplatz 12 von insgesamt 22 Teilnehmern gesetzt. Es sollte für Lev mit Blick auf die Teilnehmerliste kein einfaches Turnier werden und eine Platzierung im vorderen Teil der Tabelle war scheinbar für die stärksten Spieler jenseits der 1900 DWZ, die es reichlich gab, reserviert. Doch unser Youngster sollte uns eines besseren belehren.
Lev startete sogleich mit einem Ausrufezeichen und holte in Runde 1. im Bezirksduell gegen den Langener Shahzaib Thabrez (2003 DWZ) nach Übergang ins Turmendspiel ein Remis. Auch Runde 2. konnte er remisieren, schlug in den beiden folgenden Runden aber gleich doppeltes zu und war nach vier gespielten Partien mit 3 Punkten weit vorne dabei.

Zwischendrin wurde aber selbstverständlich sein Geburtstag mit allen Zimmergenossen gefeiert, der zufällig mitten ins Turnier fiel. Es standen also die direkten Duelle gegen die Topfavoriten an, die Lev keinesfalls einen Treppchenplatz gönnen wollten. Der spätere Hessenmeister der U16 mit stattlichen 2152 DWZ sollte ihm dann auch die einzige Turnierniederlage in Runde 5. zufügen, was aber in Anbetracht dessen Spielstärke kein Beinbruch war. Lev berappelte sich kurzerhand gewann nochmal die Vorschlussrunde und remisierte gegen den späteren Zweitplatzierten (1938 DWZ) in Runde 7. Mit insgesamt 4½ Punkten erreichte er den 4. Platz und schrammte hauchzart an einem Treppchenplatz vorbei. Nichts destotrotz kann er auf ein super Turnier zurückblicken und auch einen satten DWZ-Zugewinn von 167 Punkten auf nun 1672 DWZ mit nach Hause nehmen.

In der U18 standen die Vorzeichen für Niclas ungefähr gleich. Er war auf 19 von 20 gesetzt und die absoluten Favoriten in seiner Altersklasse sind bereits FM oder kurz davor mit jeweils grob 2200 DWZ. Er startete dementsprechend nahezu immer als Underdog in seine Partien und musste im Gegensatz zu Lev deutlich mehr Federn lassen.
Die ersten beiden Runden konnte Niclas gegen die jeweiligen Favoriten ausgeglichene Stellungen erzeugen und die Partien bis zum Ende auch in der Balance halten, ehe die einsetzende Zeitnot ihn jeweils in den Endspielen einen Bauern und damit die Partien kostete. Hier muss auch erwähnt werden, dass Niclas in Summe bereits knapp 11 Stunden am Brett saß in den ersten beiden Runden, was sicherlich frühzeitig die für lange laufende Turniere wichtige Kondition belastete. In Runde 3. gab es auch hier ein bezirksinternes Duell: Gegen den Gernsheimer Nico Hafner (1663 DWZ) erreichte Niclas aber mit einem Remis den ersten halben Punkt im Turnier und hatte sogar Chancen auf mehr, konnte diese aber abermals wegen Zeitnotphasen nicht umsetzen.
So oder so war war unser zweites großes Jugendtalent aber jetzt im Turnier angekommen: In Runde 4. gelang ein weiteres Remis auf die gleiche Weise. Über die Partie hinweg boten sich ihm mehrere vorteilhafte Qualitätsopfer, die aber sehr kompliziert waren und beiden Spielern viel Bedenkzeit wegfraß, sodass Niclas und sein Gegner sich in beidseitiger Zeitnot auf Remis einigten. In Runde 5. gelang dann der erste Sieg. Gegen Adam Maximilian (SC Rotenburg - spielte im Sommer noch erfolgreich im Hessenpokal gegen unser Pokalteam) verwertete Niclas einen gedeckten Freibauern unter Zuhilfenahme von zweien Figuren, die er für einen Turm gewann. Nach diesem Erfolg gab es aber dem Trend entgegen in Runde 6. wieder eine Niederlage, als einem anrollenden Königsangriff zu spät Gegenspiel entgegensetzt wurde. Zum Abschluss des Turniers traf Niclas nochmals auf einen Bezirksnachbarn und teilte sich mit Henning Musch (SK Langen) die Punkte, sodass er mit 2½ Punkten auf Platz 18. in einem starken Teilnehmerfeld abschloss.
Auch Niclas konnte seine DWZ ordentlich steigern. Er hat nun 1498 DWZ, was einem Plus von 62 Punkten gleichkommt.

Wie im Titel des Artikels schon gesagt, haben beide ein Riesenturnier gespielt und das auch mit dem DWZ-Zuwachs untermauert. Eigentlich dürfte das mit deren Ergebnissen aus der noch laufenden Saison niemanden überraschen, war aber dank der teilweise überstarken Konkurrenz so nicht zu erwarten. Die beiden werden mit Abschluss der Saison noch weiter in ihrer DWZ klettern - das kann ich schon mal vorweg nehmen. Darüber hinaus ist es sehr schön zu sehen, wie sich unsere Jugend weiterhin entwickelt und dementsprechend auch auf Landesebene Erfolge feiern kann. Das macht nicht nur mich als Vereinsvorsitzender, sondern auch deren Trainer und insbesondere Jugendleiter Roland mächtig stolz.
Macht weiter so!

Die Zimmner Jugend bei den Hessenmeisterschaften

Leon, Lev und Niclas in Bad Homburg

29.03.2026

Über die kommenden Osterfeiertage findet in Bad Homburg wie jedes Jahr das Zentrale Lager der Hessischen Schachjugend statt, also die Hessenmeisterschaften der Jugend. An diesen nehmen auch drei Nachwuchstalente von unserem Verein teil: Leon, der schon seit Freitag in der U10 um die vorderen Plätze kämpft, sowie Lev (U16) und Niclas (U18), die beide erst zum heutigen Sonntag anreisen und morgen die ersten beiden Runden zu spielen haben.

In der U16 ist Lev an Setzlistenplatz 12 von insgesamt 22 Teilnehmern gesetzt. Dort gibt es bis zum 10. Platz ein echtes Gefälle: Während die Topspieler in der Altersklasse 2000-2100 DWZ vorweisen, hat der Großteil des sonstigen Feldes ca. 1500 DWZ. Inmitten dieser Masse ist Lev, der sich womöglich keine Titelhoffnungen machen muss, aber sicherlich ein gutes Turnier spielen und seine DWZ nochmals aufstocken möchte.

In der U18 steht Niclas vor einem ähnlichen Bild: auf 19 von 20 gesetzt wird er nicht um die Qualifikationsplätze für die Deutsche Meisterschaft konkurrieren können. Die Favoriten in seiner Altersklasse sind bereits FM oder kurz davor mit jeweils grob 2200 DWZ. Das sonstige Feld reicht von 1600 bis weit über die 2000, sodass hier viele harte Brocken auf Niclas warten. Dessen aktuelle DWZ in Höhe von 1437 ist sicherlich zu niedrig angesetzt, sodass er hier den ein oder anderen Favoriten bestimmt ärgern wird.

So oder so wünschen wir den beiden viel Erfolg bei der diesjährigen Hessenmeisterschaft!

Leon ist derweil bereits fertig, da seine Altersklasse vorgezogen an drei Tagen seit Freitag gespielt wurde. Er ist in der offen U10 gestartet und konnte in den sieben angesetzten Runden bei insgesamt 60 Teilnehmern starke 4 Punkte erspielen. Das brachte ihn weit vorne in der Tabelle Platz 16. ein und damit einhergehend eine erste DWZ, die zwar noch offiziell ausgerechnet werden muss, aber irgendwo bei 900 landen sollte.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis!

Zu Leons Ergebnissen und den sonstigen Tabellen der U10 geht es unter folgendem Link: Ergebnisse offene U10

Es folgt noch ein detaillierter Bericht von Leons Vater Marcin. Vielen Dank für die Infos und Bilder:

Am Freitagnachmittag spielte Leon zwei Schachpartien. In der ersten Partie hatte er die schwarzen Figuren. Er erlangte schnell materiellen Vorteil, gewann zwei Bauern und tauschte einen Springer gegen einen Turm. Schließlich konnte er einen Bauern zur Dame umwandeln und seinen Gegner mattsetzen, der am Ende den 6. Platz im Turnier belegte.

In der zweiten Partie spielte Leon mit Weiß. Auch hier gewann er früh einen Springer, baute seinen Vorteil weiter aus und setzte den schwarzen König im 39. Zug matt.

Am Samstag fand die dritte Partie statt – leider seine erste Niederlage. Leon verlor einen Turm und geriet dadurch in Nachteil. Zwar versuchte er später noch anzugreifen, wurde am Ende jedoch in Matt gesetzt.

In der vierten Partie folgte ein schneller Sieg mit Weiß. Leon spielte das London-System, gewann einen Läufer, schlug anschließend mehrere Bauern seines Gegners und setzte ihn im 24. Zug matt.

Die fünfte Partie war zugleich die längste von Leon – das Blitzturnier musste deswegen sogar um eine halbe Stunde verschoben werden. Leon spielte mit Schwarz die Französische Verteidigung. Nach 12 Zügen hatte er eine leichte Vorteilstellung. Sein Gegner machte zwar einen Fehler, doch leider übersah Leon eine Kombination von fünf bis sechs Zügen, mit der er entscheidenden materiellen Vorteil hätte erzielen können. Die Partie blieb ausgeglichen, doch im Endspiel setzte sich schließlich Weiß durch, verwandelte einen Bauern in eine Dame und Leon verlor im 70. Zug. Sein Gegner belegte am Ende den 4. Platz im Turnier.

In der sechsten Partie erlitt Leon eine unerwartete Niederlage mit Weiß. Der Gegner spielte sehr aggressiv. Nach mehreren Tauschaktionen entstand eine ausgeglichene Stellung, doch ein einziger Fehler führte dazu, dass Leon einen Schachangriff mit dem Läufer nur durch das Opfern seiner Dame abwehren konnte. Schwarz nutzte den Vorteil konsequent aus, und Leon gab die Partie auf.

In der siebten Partie ließ sich Leon von der vorherigen Niederlage nicht entmutigen und kämpfte weiter. Er spielte mit Schwarz. Bereits im 9. Zug verlor er einen Springer gegen zwei Bauern, setzte die Partie jedoch entschlossen fort. Später gewann er das Material zurück und baute seinen Vorteil aus. Im Endspiel eroberte er zwei Bauern und führte seine eigenen Bauern sicher zur Umwandlung. Einer davon wurde zur Dame, womit er den weißen König mattsetzte.

Leon gewann schließlich 4 von 7 Partien und erzielte dank einer sehr hohen Buchholz-Wertung den 16. Platz unter 60 Teilnehmern.

Zusätzlich zum klassischen Turnier wurde auch ein Blitzturnier (3+2) ausgetragen, in dem Leon ebenfalls 4 von 7 Partien gewann.

Auch wenn es diesmal nicht für einen Platz auf dem Podium gereicht hat, sammelte Leon wertvolle Erfahrungen, die sich in Zukunft sicherlich auszahlen werden.

3. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Erneute Teilnehmersteigerung - 8 spannende Partien

28.03.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Maurice Held 1866 3 2,0
2. Steffen Heß 2084 3 1,5
3. Norbert Ziegler 1676 2,5
4. Kosto Ilievski 1416 2 4,0
5. Dieter Rauck 1531 2 2,5
6. Thomas Beutel 1741 2 0,5
7. Lev Cherniavskii 1505 6,5
8. Harald Weber 1561 1,5
9. Siegfried Scholz 1341 1 4,5
10. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 1 4,5
11. Paul Terre 1621 1 4,5
12. Torsten Wöhl 1384 1 0,0
13. Frank Ahrens 786 ½ 5,5
14. Niclas Wagner 1436 0 8,5
15. Roland Rühm 1955 0 6,0
16. Anatoli Hermann 745 0 5,0
17. Gerd Held 1313 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Kosto Ilievski - Anatoli Hermann 1 : 0
2. Gerd Held - Torsten Wöhl 0 : 1
3. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Paul Terre 1 : 0
4. Niclas Wagner - Steffen Heß 0 : 1
5. Roland Rühm - Maurice Held 0 : 1
6. Thomas Beutel - Frank Ahrens 1 : 0
7. Siegfried Scholz - Dieter Rauck 0 : 1
8. Lev Cherniavskii - Norbert Ziegler ½ : ½
9. Harald Weber - spielfrei

17 Teilnehmer fanden sich gestern zur 3. Runde des Langzeitturniers im Glöckelchen ein. Da damit nur ein armer Tropf zusehen musste, kam es nicht zu einer Auslagerung weiterer Spieler auf den Gang, wie es bei der zweiten Runde mit Dino und Anatoli der Fall war. Trotzdem stellen 17 Spieler einen erneuten Teilnehmerrekord dar, der es für Torsten und Siggi als Turnierleiter langsam echt schwierig werden lässt, den sich als gackernden Hühnerhaufen darstellen Pulk an Leuten bei Turnierbeginn einzufangen und die Auslosung korrekt vorzunehmen. Aber das wurde von beiden trotz aller Widrigkeiten souverän durchgeführt:

Anatoli wählte als erstes, wollte ursprünglich Thomas als Spielpartner, wurde aber dann davon überzeugt, doch mal jemand neues zu wählen, da er gegen Thomas schon öfters gespielt hatte. Es wurde schlussendlich Kosto, der mit den schwarzen Steinen Anatoli im Mittelspiel mit forschen Bauernvorstößen unter Druck setzte. Anatoli opferte auf e6 einen Turm, um Kostos unrochiertem König zu Leibe zu rücken, doch die Verteidigung Kostos war stark genug, das Opfer zu widerlegen und mit dem Mehrmaterial den vollen Punkt durch Matt bald zu erspielen.

In der zweiten Partie trafen die beiden Mannschaftskollegen Gerd und Torsten aufeinander. Leider ist mir von dieser Partie nur das Ergebnis bekannt, aber keine Details. Torsten gewann mit Schwarz.

In der dritten Partie wählte Wolfgang (Weiß) Paul (Schwarz) aus und musste sich einer früh geöffneten f-Linie und angesetztem Angriff von Paul erwehren. Durch eine Bauerngabel verlor Paul einen Springer und konnte mit der Figur weniger Wolfgang keine großen Probleme mehr bereiten, sodass Wolfgang nach seinem Sieg am Sonntag weiter auf der Erfolgswelle treibt.

Thomas bekam mit Frank wie gewünscht einen neuen Gegner und wie Wolfgang alsbald zu einem Figurengewinn: Ein Läufer von Frank verirrte sich über a3 und b4 im feindlichen weißen Lager und hatte keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. Danach schien der Drops gelutscht, doch Frank schaffte es noch im Endspiel Thomas zu überspielen und einen Freibauern bis auf die vorletzte Reihe zu drücken. Thomas versuchte mittels eines Mattnetzes zu kontern, in das Frank, der dann zu schnell zur Dame umwandelte, prompt hineinlief.

Partie 5 lautete Siggi - Dieter, wo letztgenannter durch eine geschickte Figurenaufstellung und tödlicher Springergabel einen ganzen Turm gewann, nachdem Siggi in nicht vollständig abgeschlossener Entwicklung übereifrig selbst auf Figurenfang gehen wollte. Der Mehrturm entschied auch kurze Zeit später die Partie zu Gunsten des Titelverteidigers, der mit dem Sieg an der Spitzengruppe dranbleibt.

In dieser kam es zum Duell Roland - Maurice. Roland wollte sich einen ersten Punkt erspielen, Maurice seine weiße Weste erhalten. Das gelang ihm auch, da Roland zu immer später werden Stunde die Konzentration verließ und Material verlor. Mit 3 aus 3 steht Maurice damit weiterhin auf dem 1. Platz der Tabelle.

Zwischen Niclas und mir entbrannte ein heißer Kampf, der durch ein doppeltes Bauernopfer von Niclas erzeugt wurde. Um das überstarke weiße Bauernzentrum aufzuhalten und vom Brett zu nehmen, musste ich die Entwicklung böse vernachlässigen und einem Angriff von Niclas mit genauen Zügen standhalten. Niclas spielte aber trotz einer zusätzlich ins Geschäft gesteckten Figur brillant weiter, fand Ressource um Ressource und setzte mich gehörig unter Druck. Irgendwann fand er aber keine weitere Verstärkung mehr und wickelte in ein Endspiel ab, in dem ich zwei Figuren und einen Bauern gegen einen Turm behielt und gab kurze Zeit darauf auf.

In der finalen Partie des Tages (also die letzte, die bei den Wahlen zu Beginn ausgelost wurde) traf Lev auf Norbert, der mit 2 aus 2 ebenfalls noch an der Spitze stand. Lev konnte im Mittelspiel nach Öffnung des Zentrums die Dame für einen Turm und einen Springer opfern, erhielt hierfür einen Freibauern auf f7 und eine offene Stellung für sein Läuferpaar. Da Norbert aber ebenfalls aktiv mitspielen konnte, reichte all das nicht, um die Spielstärke der Dame zu übertreffen. Die Partie endete dann mit Dauerschach im Remis. Norbert verteidigt damit immerhin einen Treppchenplatz, hat aber nun auf Maurice und Steffen einen halben Punkt Rückstand - sofern man nach 3 von 12 Spieltagen von Rückstand reden kann.

Die nächste Runde wird am 17. April ausgetragen.

8. Spieltag - Bericht

3 Siege, 2 Unentschieden und 2 Aufstiege zum Feiern!

08.03.2026

SC Groß-Zimmern I. - SC Groß-Umstadt 5 : 3
Mit etwas Glück, dass uns zuletzt fehlte, gewinnen wir heute den Vergleich gegen Groß-Umstadt, das ich persönlich als eine der besten Mannschaften der Starkenburglig ansehe. Aber irgendwie kamen die Gäste diese Saison über nicht richtig in Fahrt und bestätigten heute die durchwachsene Saison.

Steffen G. machte zwar das 1 : 0 für uns, allerdings ohne einen Gegner gehabt zu haben, denn leider kamen die Groß-Umstädter nur zu siebt. Paul (heute Brett 4.) steuerte dann ein schnelles Remis bei, das sich in der Analyse als schmeichelhaft für den Gegner herausstellte. Pauls Stellung war deutlich besser, zuvor verdoppelte er auf der f-Linie die Türme und griff mit einem weit vorgeschobenen f-Bauern an. Der Angriff wäre zu einem gewinnbringenden Vorteil verwertbar gewesen, aber Paul einigte sich sicherheitshalber vorzeitig auf Remis, was seine Serie ohne Niederlage zumindest nicht abreißen lässt.

Hiernach vergingen erst mal zwei ganze Stunden, ehe es dann an Brett 7. und 8. Schlag auf Schlag ging: Frank, der sein Debüt in der ersten Mannschaft geben konnte nachdem die vierte Mannschaft eine Spielabsage erhielt, hielt sich gegen einen DWZ überstarken Gegner lange sehr gut. In einem unachtsamen Moment verlor Frank aber einen ersten Bauern und nach vielen Abtauschen dann einen zweiten, der sich als zu viel im resultierenden Springer-Läufer-Endspiel erwies. Trotzdem musste Franks Gegner ihn bis zum 44. Zug niederringen.

An Brett 8. brachte uns aber Wolfgang umgehend wieder in Führung. Er gewann nach der Eröffnung einen Bauern und brachte diesen Materialvorteil durch. Leider gelang das Niclas am 6. Brett heute nicht. In einer Variante des Damengambits ließ er sich hinreißen, mit der Dame über b7 auf Abenteuerreise zu gehen und vernachlässigte beinahe sträflich die weitere Entwicklung. Da auch sein Gegner infolgedessen nicht sauber spielte, ließ er Niclas, der sich abermals in starker Zeitnot befand, mehr und mehr rauskommen und die Stellung ausgleichen. Als dann Niclas nach Konsolidierung seiner Figuren das bessere Endspiel hatte, patzte er im Glauben einen Bauern durch Ausnutzung einer Fesselung gewinnen zu können seinen Läufer ein und verlor leider die Partie.

Lev konnte seine komplizierte, aber am Ende leicht bessere Stellung auch nicht zu einem vollen Punkt ummünzen und musste sich nach Abtausch der letzten Leichtfigur im reinen Turmendspiel mit einem Remis begnügen. Ab da stand es 3 : 3 und nur noch die beiden Spitzenbretter spielten.

An Brett 2. setzte Roland seiner Negativserie aber endlich ein Ende und gewann ein wunderschönes Läuferendspiel mit ungleichfarbigen Läufern dank der Bildung zweier unaufhaltsamer Freibauern auf der a- und h-Linie, die den feindlichen Läufer derart überlasteten, dass dieser einen der beiden Freibauern zur Dame marschieren lassen musste. Zuvor war die Partie geprägt von vielen zersplitterten Bauern und einigem Figurenlavieren, was es für beide Seiten nicht einfach machte, die komplizierte Stellung voll durchzurechnen. Roland behielt aber die Zügel in der Hand und übernahm nach Abtausch der Damen schlussendlich die Initiative.

An Brett 1. reichte dann theoretisch ein Remis von mir zu einem Mannschaftssieg. Leichter gesagt als getan, denn nach den ersten grob 10-12 Zügen rechnete ich mit einer frühen Niederlage meinerseits. Ich wollte mal etwas Neues probieren und spielte nach Betrachten eines Lehrvideos gestern Abend Jan Gustafssons "Quadratsystem" (1. d4 d5 2. c4 c5) gegen Damengambit. Laut unserem Nationaltrainer ist das System valide und von seinen Computeranalysen gedeckt, spielt sich aber mitunter kompliziert und man muss sich etwas auskennen. Mir riss irgendwo am Anfang aber der Erinnerungsfaden und ich musste mit viel Zeitaufwand die richtigen Züge finden. Irgendwann landete ein weißer Springer auf c7 und bedrohte meinen noch eingesperrten Turm auf a7. Irgendwie wickelten wir dann in ein besseres Endspiel für mich ab, bei dem ich anstatt einen gebildeten Freibauern einfach durchzudrücken diesen einfach herschenkte und dann in beidseitiger Zeitnot in einem absolut remislichen Endspiel noch durch einen Patzer eine Figur und damit die wilde Partie (unverdient) gewann.

Mit dem 5 : 3 sichern wir Platz 4. der Starkenburgliga ab und machen nach drei Niederlagen in Folge mal wieder einen - wenn auch unerwarteten - Stich. Im Finalspiel im April wartet der vorzeitige Meister und Aufsteiger Babenhausen, dass sich als mindestens eine Klasse zu stark für die Starkenburgliga erwiesen hat. Allerdings kann auch Babenhausen "bluten", wie das heutige 4 : 4 gegen Langen beweist. Warten wir mal ab, wie es im April aussieht.

SK Pfungstadt - SC Groß-Zimmern II. 3 : 3

Tag der Weiß-Partien: Zweite Mannschaft spielt 3:3 in Pfungstadt

Am achten Spieltag reisten wir nach Pfungstadt und wussten: „es geht um die Worscht“. Nach dem Sieg gegen Eberstadt am vorherigen Spieltag lagen wir auf Platz 2, und Tabellenführer Babenhausen sollte als hoher Favorit gegen den Dritten Eberstadt antreten. Mit einem Sieg in „Pfungscht“ wären wir ziemlich sicher „durch“ gewesen.

Leider fiel Bogdan erkrankt aus, und auch Wolfgang fehlte. Er musste als Ersatz bei der Ersten antreten, auch wenn es dort nur noch um „Schmuck am Nachthemd“ ging, da die Erste ja schon lange und souverän die Klasse gehalten hatte.

Zum Glück wurden wir erneut durch Leon Skalski verstärkt, der weit mehr als ein Ersatz ist. Damit lagen wir zum Start – genau genommen erst um 10 Uhr – „nur“ 0:1 zurück.

Es sollte der Tag der Weiß-Partien werden. Nach etwa einer Stunde waren noch keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden, nach ca. 1,5h hatten wir an allen Weiß-Brettern (Manuel an 1., Norbert an 3., Dieter an 5.) klaren Vorteil.


Diagramm 1

An Brett 3. konnte Norbert dann nach knapp 2 Stunden seinem Gegner das Schachlicht ausknipsen. In einem Londoner-System nahm mein Gegner netterweise den London-Läufer auf g3, öffnet damit die h-Linie für meinen Turm, was später sein Sargnagel werden sollte. Zusätzlich rochierte er später im 16. Zug kurz. Den Lockruf vernehmend macht sich auch in dieser Partie mein g-Bauer auf den Weg um sich auf g5 zu opfern. Bauer gegen Partie war ein fairer Tausch.

Stellung nach 19. - Tfe8. (Diagramm 1)
Es folgte 20.Dh3 Kf8 21.Dh8+ Ke7 22.Dxg7 Tf8 23.Sg6+ 1-0 (Schwarz verliert einen Turm und Haus und Hof)

Somit stand es 1:1. Ausgleich, geht doch!


Diagramm 2

Beachte: erfolgt statt 21. - Ke7 der Zug 21. - Sg8, dann gewinnt Dxg7+! Warum kann Schwarz dann nicht die Dame auf g7 nehmen? Findet es heraus!

An Brett 1. bereitete Manuel seinem Gegner keine Freude und nahm ihn nach Strich und Faden auseinander. Offensichtlich hatte sich sein Gegner am Abend zuvor mit dem Buch „blecherne Eröffnungsregeln“ vorbereitet, es folgt die Stellung nach 4. - g6?! (Diagramm links) Man darf sicher sein: Manuel war spätestens hier „aus dem Buch“ raus.

Weiß verstärkte seine Stellung, hatte ein bärenstarkes Läuferpaar auf d2 und d3 und schob die Königsbauern vor. (Diagramm mitte)

Diese Stellung wird von der Engine bereits mit +8,4 (!) bewertet. In der Folge verlor Schwarz eine Figur, versuchte zuvor noch mit Drohung Matt-in-Eins Weiß zu übertölpeln, um in der Schlussstellung dann nach 47. Kg6 aufzugeben. (Diagramm rechts)

Somit stand es 2:1. Läuft!
An den Schwarz-Brettern stand es noch ausgeglichen.


Diagramm 6

Dieter an Brett 5 ließ seinen Gegner faktisch nur mit reduziertem Figurensatz spielen und stand klar auf Gewinn. Sein Gegner spielte auf e4 1. - c6, um dann doch den Bauern nach c5 zu ziehen, so kann man auch Caro-Kann in eine Art französisch überleiten. Weiß konnte zwei „ewige“ Bauern nach e5 und f6 bringen, der Sg8 (er stand zwischenzeitlich sogar mal auf h6) war damit gefangen, und Schwarz spielte mit einem Springer und einem Turm weniger, siehe Diagramm 6.

Schwarz sah sich zu Sxf6 gezwungen, um wenigstens den Turm ins Spiel zu bringen. Mit einer Figur mehr ließ Dieter seinen Gegner nicht mehr ins Spiel kommen, tauschte am Ende noch die Dame ab um sich sofort eine neue Dame holen zu können. Das wollte sein Gegner nicht mehr sehen und gab folgerichtig auf.

Nun stand es 3:1. Läuft besser!

An Brett zwei kämpfte Harald weiter einen ausgeglichenen und schwierigen Kampf.

Kommen wir zu Leon an Brett 6. Leon spielte abermals gut auf. Mit Schwarz und abgelehntem Damengambit gab es bis zum 20. Zug keine nennenswerten Schwächen. Er stand etwas gedrückter, jedoch hatte sein Gegner keinen richtigen Ansatz. Etwas 5 bis 6 Züge später hatte Leon dann seine Stellung deutlich verbessert und leichten Vorteil. Das ließ hoffen! Leider versemmelte er den Vorteil einzügig, zog selbst seine Dame in eine Fesselung und verlor einen wertvollen Bauern auf c4. In der Folge brach seine Struktur auseinander, 2 weitere Bauern gingen flöten. Kurz keimte Hoffnung auf, als sein Gegner zweizügig die Qualität patzte. Leon hat dies am Brett a Tempo gesehen (ich hingegen nicht sofort). Dennoch war das Endspiel mit 2 Türmen und 3 Bauern gegen Turm, Läufer und 6 Bauern, da von 2 verbundene Freibauern auf der a und b Linie, leider nicht zu halten. Weiß schob beide Bauern vor, Leon gab fair einen Zug vor der Umwandlung auf.

Nun stand es 3:2. Aber Harald ist ja noch da.

Kommen wir zu Harald an Brett 2, dem Emil-Zatopek des Tages. Damenbauerspiel, beide Seiten mit Königsfianchetto. Stellung ausgeglichen. Weiß hatte das ganze Spiel über einen kleinen Hauch mehr an Druck, aber es gab nichts absolut Zwingendes auf beiden Seiten. Es wurde in ein Endspiel Weiß Dame + weißfeldriger Läufer gegen Schwarz Dame und Springer abgewickelt. Je vier Bauern am Königsflügel, zusätzlich weißer Bauern auf b3 und schwarzer Bauern auf b4. Dummerweise standen Haralds Bauern am Königsflügel auf den weißen und damit falschen Feldern. Weiß baute über mehr als 20 Züge ständig Druck auf f7 auf, schlussendlich ging ein Bauer und in der Folge auch die Partie verloren. Nach ca. 70 Zügen, viereinhalb Stunden und starkem Kampf gab Harald auf. Schade, ein Remis wäre verdient gewesen.

Nun stand es 3:3. Das nennt man Unentschieden.

Die Überraschung kam auf der Rückfahrt. Vermöge moderner Nachrichtentechnik, ihr wisst schon, dieses neumodische Internet (wird sich nicht durchsetzen!) wurde via nuLiga die Kunde zuteil: Eberstadt hat 0:6 gegen Babenhausen verloren! Sie waren nicht angetreten. Damit haben wir 2 Mannschafts- und 6 Brettpunkte Vorsprung vor Eberstadt, sind somit sicher Zweiter.

Newsticker:
*** SC Zimmern II steigt in die Bezirksklasse auf *** SC Zimmern II steigt in die Bezirksklasse auf *** SC Zimmern II steigt in die Bezirksklasse auf ***

Nun gilt es noch am letzten Spieltag dem neuen Meister Babenhausen II. ein würdiger Gegner zu sein.

Zurück im Glöckelchen konnten wir noch bei Bauernbrot und grober Hausmacher, hier geht der Dank an den Spender Thomas, den Schachtag ausklingen lassen.

Wie gesagt: es ging um die Worscht!

Schachforum Darmstadt VII. - SC Groß-Zimmern III. 1 : 4

Auch die dritte Mannschaft kann nach einem 1 : 4 Auswärtssieg beim Schachforum Darmstadt den Aufstieg feiern! Obwohl man den finalen Spieltag im April aussetzen wird, ist man vom 2. Platz der B-Klasse nicht mehr zu verdrängen, womit man in die A-Klasse aufrückt.

Siggi brachte die dritte Mannschaft früh in Führung. Nach bereits 40 Minuten Spielzeit war das 1 : 0 gemacht. Nach bereits sieben Zügen gewann Siggi durch einen Läuferspieß die feindliche Dame und hatte hiernach keine Probleme mehr, den Vorteil zu halten. Als er durch einen gefesselten Bauern eine weitere Figur einsackte, die durch die Fesselung nicht zurückgeschlagen werden konnte, gab sein Gegner auf.

Eine Viertelstunde später schnappte sich auch Leon einen vollen Punkt und damit seinen ersten Sieg! Nach dem Abtausch sämtlicher Leichtfiguren ließ sein Gegner plötzlich einen ganzen Turm stehen und wurde kurze Zeit hiernach von Leon mit beiden Türmen Matt gesetzt. Sehr stark gemacht!

Den Mannschaftssieg wurde da schon von Torsten am 3. Brett gesichert. Er knackte mit geschickten Hebeln das feindliche Zentrum und gewann nach einem Läufereinschlag auf c7 eine Qualität, da beide Türme (auf d8 und b8 stehend) vom Läufer angegriffen wurde. Danach tauschte Torsten weiter runter und gewann im Endspiel nach einem weiteren Patzer den letzten schwarzen Springer, wonach direkt Schluss war.

Am 1. Brett kam Kosto zu einem leichten Sieg wie nach dem Lehrbuch. Nach einem großen Leichtfigurenabtausch gewann Kosto im Zentrum einen Bauern, tauschte danach ins reine Bauernendspiel runter und drückte mit dem König mustergültig den Mehrbauern zur Dame.

Den Ehrenpunkt für die Darmstädter wurde gelang gegen Gerd am 2. Brett. Gerds Partie ging 54 Züge lang und war dementsprechend umkämpft. Erst übersah Gerd eine für ihn vorteilhafte Abwicklung, in der er zwei Figuren für einen Turm erhalten hätte. Danach verlor erst die Qualität, holte sich diese aber durch äußerst aktives Figurenspiel zurück. Dann fing sein junger Gegner aber an, wie ein Schachcomputer zu spielen und mit einer starken Kombination nach der anderen Material zu gewinnen. Im Endspiel mit zwei Bauern weniger und einem Läufer gegen einen Springer gab sich Gerd geschlagen.

Auch wenn die Niederlage Gerds ärgerlich ist, so hat die dritte Mannschaft mit dem heutigen Kantersieg den zweiten Platz gefestigt und steigt nach einer überragenden Saison einen Spieltag vor Schluss auf. Am letzten Spieltag hat man zwar spielfrei, aber durch drei Punkte Vorsprung ein komfortables Polster. Herzlichen Glückwunsch an euch als Team für diese starke Saison!

Schachforum Darmstadt IX. - SC Groß-Zimmern IV. 0 : 4 (kl)

Da das Schachforum IX. nicht antreten konnte, gewann unsere vierte Mannschaft heute nochmal kampflos. Damit schließt die Mannschaft auf Platz 3. der C1-Klasse ab bei 7 erspielten Mannschaftspunkten. Z.T. kamen die Spieler heute in den anderen Mannschaften zum Einsatz.

SC Groß-Zimmern V. - SC Groß-Umstadt III. 2 : 2

Knapp an einem Saisonsieg vorbeigeschrammt ist unsere fünfte heute daheim im letzten Saisonspiel gegen SC Groß-Umstadt II., wo es ein 2 : 2 Mannschaftsremis gab. Ziemlich früh konnte Arina heute am 4. Brett das 1 : 0 erzielen. Sie verlor zwar anfangs viel Material, nutzte aber eine Unachtsamkeit des Gegners zum Mattsetzen aus und gewann damit ihre erste Partie! Herzlichen Glückwunsch!

Ihr Bruder Kir spielte am 3. Brett eine wilde und abermals sehr schnelle Partie, in der er aber diesmal die Oberhand erhalten sollte. Kir gewann schnell viel Material und musste am Ende den nackten König fangen, setzte diesen aber leider nur Patt anstatt Matt, wonach die Partie nur Remis wurde. Mit mehr als 90 Minuten auf der Uhr war auch wieder klar, dass Kir hier zu schnell spielte, was sein Trainer Roland ihm hinterher auch eindringlich klar machte. Trotzdem gut gespielt!

Am 2. Brett versuchte Tina nach einem Bauernverlust in der Eröffnung mittels schnellem Angriff Druck zu erzeugen, geriet aber durch einen fiesen Läuferspieß materiell stark in Nachteil und konnte die Partie hinterher nicht mehr halten.

Am Spitzenbrett kämpfte Julianna dann noch um den Mannschaftssieg, einigte sich aber mit ihrem Gegner am Ende auf ein Remis. Die Punkteteilung wurde meiner Meinung nach etwas zu früh beschlossen, da Julianna deutlich besser Stand und am Drücker war, das weiße Zentrum aufzuknacken und dort eventuell einen Bauern zu gewinnen. So blieb es aber beim 2 : 2 und einem neuerlichen Punktgewinn für unsere fünfte, die die Saison auf dem 6. Platz der C2-Klasse beendet.

7. Spieltag - Bericht

Ein Spieltag voller Kuriositäten: Erste verliert erneut unglücklich, Zweite trumpft in Eberstadt auf, Vierte gegen Langen chancenlos

08.03.2026

SC Groß-Zimmern I. - SC Reinheim/Groß-Bieberau I. 3 : 5
Und erneut muss sich unsere erste etwas unglücklich und knapp geschlagen geben. Gegen die Gäste aus Reinheim/Groß-Bieberau setzte es die dritte Saisonniederlage in Folge, die dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wird. Beim schlussendlichen 3 : 5 war durchaus mehr drin.

Lev kam am 6. Brett früh zu einem Remis, nachdem nur die e-Linie geöffnet war, sich die ersten Figuren tauschten und die Partie im Mittelspiel recht verflacht war. Natürlich kann man auch solche Partien weiterspielen, aber in unserer Situation gebe ich keine Anweisungen mehr weiterzukämpfen, da wir sowieso nicht mehr absteigen können. Danach ging Reinheim in Führung. Steffen G. (Brett 5.) wurde im Damengambit überrollt, als er zu früh seinen weißfeldrigen Läufer entwickelte und seine schwachen Punkte b7 und d5 nicht mehr decken konnte. Aus zwei Minusbauern wurde danach schnell mehr und die Partie war rum.

Wie so oft konnten wir aber bald darauf ausgleichen. Denn Thomas gewann endlich seine erste Partie der Saison am 3. Brett. Zwischenzeitlich wurde Thomas aber überspielt, musste für Spiel eine Qualität geben, konnte dann aber umso stärker kontern, als sein Gegner nicht mehr so stark fortsetzte. Schlussendlich gewann Thomas seine verlorene Qualität mit ein paar Bauern als Zinsen zurück und konnte einen Mattangriff starten, der entweder den König oder eine weitere Figur per Abzug gewann und damit die Partie beendete.

Dann kippte der Spieltag aber leider komplett. An Brett 1. verträumte ich unnötig meine Bedenkzeit, nur um in den entscheidenden Abwicklungen des Mittelspiels mit ein paar Restsekunden grob 10 Züge machen zu müssen. Hier patzte ich plötzlich in leicht besserer Stellung eine Figur und gab mich kurz darauf geschlagen.

Ersatzmann Wolfgang kam nicht zur Rochade, hielt aber alles beisammen und konnte den ersten Angriff durch Damentausch bald abwehren. Danach verlor Wolfgang leider hier und da einen Bauern und fand kein ausreichendes Gegenspiel mehr.
Bei Niclas (Brett 7.) lief es etwas besser. Er kam in einer vorbereiteten Englischvariante mit Schwarz sauber aus der Eröffnung und hatte auch bis zum Endspiel keine Probleme die Partie in neutralen Fahrwassern zu halten. Als beide ins Läuferendspiel kamen, hatte Niclas zwar den besseren Läufer, aber keine Ein- oder Durchbruchsmöglichkeiten, sodass eine Punkteteilung nach Angebot beschlossen wurde. Ein gerechtes Ergebnis.

Als dann auch Roland (Brett 2.) noch bezwungen wurde, war für Reinheim/Groß-Bieberau der Spieltag entschieden. Roland baute sich in der Eröffnung ein mächtiges Zentrum auf, bekam auf der g- und c-Linie zwei Doppelbauern verpasst und fand kein allzu aktives Spiel. Den genauen Schluss der Partie habe ich leider nicht mitbekommen, doch als sich die Stellung etwas öffnete, müssen die schwarzen Figuren irgendwie gewinnbringend ins weiße Lager eingedrungen sein.

Den etwas versöhnlichen Schlusspunkt setzte Paul am 4. Brett. Nach sauberer Eröffnung und gegenseitiger Rochaden behielt Paul auf beiden Flügeln seinen Raumvorteil. Er ließ die gegnerischen Figuren nicht ins Spiel kommen und erhöhte am Königsflügel den Druck. Als nur noch jeweils ein Turm und die Damen auf dem Brett waren, fielen beide Spieler mit den Damen ins feindliche Lager ein. Da sich Pauls Einbruch als gefährlicher und zwingender herausstellte, gewann er bald zwei Bauern und schob einen davon zur zweiten Dame einfach durch, ohne dabei irgendeinen Konter zu zulassen.

Mit der neuerlichen Niederlage rutschen wir auf Rang 4 ab. Schade ist, dass wir wieder etwas mehr an uns selbst scheitern, als an den Gegnern, denen wir weiterhin auf Augenhöhe nach dem Aufstieg begegnen können.

SK Eberstadt - SC Groß-Zimmern II. 2½ : 3½

Sonniger Tag, sonniges Glück - ein Bericht von Norbert

Der siebte Spieltag führte unsere zweite Mannschaft an einem kalten, aber sonnigen Morgen zum Tabellenzweiten nach Eberstadt. Auf Platz drei und einen Mannschaftspunkt zurück liegend war klar: nur ein Sieg würde uns weiter bringen. Doch wer wollte davon träumen, waren wir am Freitag doch nur noch zu dritt. Manuel an Brett 1 fiel aus, Wolfgang gab sein Debüt in der Ersten, Bogdan konnte erkrankt nicht teilnehmen. Wenigstens sollte uns noch Kosto verstärken.

Doch Caissa war in der Form mit uns, dass der Gegner unserer Dritten „absagte“ (siehe anderweitige Berichterstattung). Dadurch konnten wir noch an Brett 5 Leon Skalski und an Brett 6 Demid Michaelis aufbieten, anstatt sofort mit 0:2 zurück zu liegen

Mit reichlich Verspätung ging es um 9:15h los. Der späte Anfang war trödeligem Aufbau wie auch verspätetem Erscheinen einzelner Protagonisten geschuldet. Aber vielleicht lag es auch dem hohen Stockwerk, den vielen Stufen, nicht absehbarer Parkraumsituation oder sonstigen Schicksalsschlägen. Ärgerlich dennoch immer für alle, die pünktlich sind.

Nach wohl nicht einmal einer Stunde nahm Harald mit Weiß an Brett 1 das Großmeister Remisangebot seines deutlich DWZ-stärkeren Gegner in leicht vorteilhafter Stellung an. Beide Parteien hatten kurz rochiert und fianchettierte Läufer. Weiß dabei das Zentrum etwas mehr unter Kontrolle. Ich bin aber sicher: Harald hat schon schlechtere Geschäfte gemacht.

An Brett 5 zeigte sich eine der Schönheiten des Schachsports. Jung trat an gegen Alt, und die gegnerische Mannschaft beneidete uns um unsere jungen „Buben“. Leons Widersacher war sicherlich mehr als 7 Jahrzehnte älter, ohne despektierlich sein zu wollen lagen Anleihen an „Geri’s Game“ (ein schöner Animationsfilm zum Thema Schach - Anm. der Redaktion) nahe. Als Leon nach seinem Alter gefragt wurde und brav „Neun“ antwortete, wurde er in Folge sofort nach seiner DWZ ausgehorcht. Nachtigall, man hörte ihr trapsen. Das war es dann aber auch mit den Nettigkeiten, und am Brett ließ Weiß keinen Zweifel, wer hier der Bessere sei. Es wurde gegenläufig rochiert, Leon öffnete die f-Linie und drang mit beiden Türmen in das gegnerische Lager ein. Dann tauschte er seine Türme gegen die Dame. Das verbleiben Endspiel war nicht trivial gewonnen. Allerdings zog Schwarz den „falschen“ Turm, so das Weiß mit der Dame einen Doppelangriff auf die Türme starten konnte. Diese wollte Schwarz unter Opferung eines Läufers abwehren. Leon verschmähte allerdings den Läufer und bevorzugte es in 3 oder 4 Zügen (so schnell konnte man nicht mit zählen) Matt zu setzen. Ein toller Sieg!

An Brett 6 stand Demid auch lange Zeit vorteilhaft. Leider verpatzte er ohne Not einen ganzen Turm und damit die Partie. Dies, als wir grade in Führung gegangen waren. Schade, hier war mehr drin. Somit stand es erneut Unentschieden. Es gilt aber: wer als Schachspieler noch nie eine Figur eingestellt hat, werfe den ersten Spielstein.

An Brett 4 spielte derweil Kosto auf. Mit Schwarz in einem Endspiel Turm, Springer, Läufer gegen Turm und Läuferpaar samt je 3 Bauern auf beiden Flügeln und beiden Seiten konnte er mit dem Turm die 7. Reihe besetzen. Das feindliche Läuferpaar war nicht so stark wie gemeinhin von Läuferpaaren angenommen. Anstatt aber den weißen Bauern auf f2 zu gewinnen tanzte er mit dem Turm auf der siebten Reihe die Läufer aus. Leider stolperte er beim Cha-Cha-Cha über die eigenen Füße und übersah einen Abtausch mit Schachgebot, so dass er entscheidend Material verlor und aufgab. Spielstand 1,5 : 2,5
Eine Anekdote sei noch ergänzt: kurz vorher zückte der Kostos Gegner (82) sein Smartphone mit der Bitte, ob ich nicht ihn und Kosto fotografieren könne. Schließlich hätten sie noch nie gegeneinander gespielt, und er hätte es schon mit Kosto geklärt. Der Bitte kam ich sicherlich mit einem leichten inneren Schmunzeln nach.

An Brett 3 hatte Norbert mit Weiß in einer Art französisch, in welcher der gegnerische Springer auf c6 steht und damit der weißfeldrige Läufer noch schlechter als sonst ist, seinen Gegner relativ sicher im Griff, jedoch übereilig eine gute Angriffsstellung auf den König verhunzt. Just in dem Moment gerieten wir in Rückstand und mein Gegner, ebenfalls ein alter, gewiefter Fuchs, bot sofort Remis an. Als ob er geahnt hätte, dass ich noch einen dringenden Termin im Biergarten hatte. Verlockend! Das hätte allerdings das 2:3 bedeutet und war daher absolut unannehmbar. Hier gewann somit Caissa gegen Gambrinus, wenn auch nur knapp. Also die Figuren auf den Damenflügel umgelenkt und Druck gemacht. Netterweise half mir mein Gegner beim Öffnen seiner g-Linie vor dem König. Daher wieder zurück auf den Königsflügel. Während ich noch über den Angriff brütete...

... drang von Brett 2 der Ruf „der Zug war richtig gut!“. Es spielte Dieter mit Schwarz seinen gewohnten Franzosen, Vorstoßvariante. Er konnte recht früh den Königsspringer gegen den weißen Lf1 abtauschen und die damit gegnerische Rochade verhindern. Insgesamt hatte er einige Drohungen aufgebaut und lugte auch von Ferne in die Königsstellung hinein. Dem Ruf war aber im ersten Moment nicht zu entnehmen, wer denn da nun einen guten Zug gemacht haben sollte. Mein erster Gedanke war: alles vorbei! Zum Glück war Dieter der „Gut Zieher“, und sein Gegner gab kurze Zeit später auf. Damit stand es 2,5 zu 2,5.

Zurück zu meiner Partie, die ich nun doch gewinnen wollte (oder auch verlieren). Am Ende „opferte“ ich 2 Figuren auf dem Damenflügel (sprich: soll er sie nehmen, kann er sich nicht leisten) um im Gegenzug den schwarzen Monarchen einzudosen. Laut Harald und Dieter soll es sie einige Nerven gekostet haben zuzusehen, ob Weiß auch ja die richtigen Züge findet. Leider konnte ich ich ihrer Erwartung mit dem von ihnen vorgeschlagenen Matt in 10 nicht gerecht werden (soweit konnte ich nicht mehr zählen, auch wenn es forciert war). Dafür bevorzugte ich ein nettes Matt in 5. Siehe Diagramm. Man war es aber dennoch zufrieden

Rechnerisch:
37.gxh7+ Kh8 38.Qg6 Qg5 39.Qxg5 Ra7 40.Qg8+ Rxg8 41.hxg8=Q#

Faktisch:
37.gxh7+ Kh8 38.Qg6! (Matt auf g8, g7 oder auch h7 ist unvermeidbar) bxc2 (zu gierig aber auch schon egal) 39.Qg8+ Rxg8 40.hxg8=Q# 1-0
Die längere Lösung statt 38.Qg6! wäre 38.Rg8+ gewesen.

So endete der siebte Spieltag ebenso sonnig aber wärmer und mit 2 Mannschaftspunkten mehr als er begonnen hatte. In zwei Wochen bietet sich mit einem Sieg gegen den Tabellen Achten SK Pfungstadt 1 die große Chance die Weichen auf Aufstieg zu stellen. Zumal auch die beiden Kontrahenten SC FK Babenhausen 2 und SK Eberstadt 1 direkt gegeneinander spielen.

Bestbesetzung wäre wünschenswert!
Ein Dank zum Schluss noch mal an unsere beiden Youngster Demid und Leon für ihren prima Einsatz.

SC Groß-Zimmern III. - SV Weiterstadt III. 5 : 0 (kl)

Kommen wir damit zu den angekündigten Kuriositäten. Gestern Abend erreichte mich vom Mannschaftsführer der Weiterstädter eine Absage für den Wettkampf. Leider war in der Mail nicht genauer erwähnt, welche weiterstädter Mannschaft denn ausfallen würde oder welche Spielklasse das betraf. Ich ging davon aus, dass die B-Klasse gemeint war. Der Mannschaftsführer der Weiterstädter, der aber gleichzeitig der 1. Vorsitzende des Vereins ist, meinte offenbar das Spiel Weiterstadt V. - Groß-Zimmern V. aus der C2-Klasse. Denn um kurz vor 9 war die dritte Mannschaft der Weiterstädter in der Mehrzweckhalle und suchte vergebens nach einem Gegner. Unserer dritten hatte ich aber durch die (falsch verstandene) Absagemail einen freien Sonntag eröffnet.

Nach kurzer Rücksprache kamen wir insoweit überein, dass man die Mail falsch verstehen konnte und erwarten nun die Entscheidung vom Turnierleiter des Bezirks mal ab. Die Weiterstädter nahmen es uns und ihrem Vorsitzenden/Mannschaftsführer aber nicht krumm, sondern blieben noch etwas da und kiebitzten bei uns mit.

Sollte das Spiel mit 5 : 0 kampflos für uns gewertet werden, wovon ich mal vorsichtig ausgehe, schiebt sich die dritte Mannschaft auf den zweiten Tabellenplatz der B-Klasse vor. Obwohl man nur einen Punkt hinter Groß-Umstadt II. ist, wird man aber nicht mehr aufsteigen können, da nur noch ein Spiel verbleibt, ehe man am letzten Spieltag in der ungerade besetzten B-Klasse spielfrei ist.

SC Groß-Zimmern IV. - SK Langen 0 : 4

In der C1-Klasse kam unsere vierte Mannschaft heute leider deutlich unter die Räder und verlor mit 0 : 4 gegen Langen.

Arina bekam am vierten Brett ausgerechnet den wohl besten der Langener als Gegner und verlor sehr schnell durch Matt. Auch bei Kir kamen frühzeitig viele Figuren vom Brett. Beim Nachzählen behielt sein Gegner einen Läufer mehr und nutzte diesen Vorteil auch bei extrem schnellem Spiel beider zum Gewinn der Partie.
Kurz darauf war auch Leon Y., der am 3. Brett sein zweites Spiel machte, fertig. Ich weiß leider nicht genau wie, aber im Mittelspiel verlor Leon seine Dame gegen eine Figur und wurde mit dem Materialnachteil auch chancenlos überspielt.

Am längsten kämpfte Frank, der das Spitzenbrett besetzte. Dazu wäre es heute beinahe nicht mehr gekommen, da die Rampe für Rollstuhlfahrer der Mehrzweckhalle heute mehr streike, als funktionierte und Frank beinahe nicht in den 1. Stock gekommen wäre. Irgendwie, mit vielem Probieren, manuellen Ausklappen, Schlüssel hier rein, Schlüssel da rein, haben wir es dann doch noch geschafft, die Automatikrampe zur Einsicht und Frank hoch in den Spielsaal zu bringen. Hier verlor Frank nach dem Tausch der Damen einen Bauern und geriet bei der Jagd, diesen zurück zu gewinnen, in einen Mattangriff, der nicht mehr abgwehrt werden konnte.

Die vierte Mannschft rutscht damit tabellarisch auch etwas ab und ist jetzt Fünfter.

SV Weiterstadt V. - SC Groß-Zimmern V. 0 : 4 (kl)

Das Ergebnis der fünften Mannschaft hatte ich ja bereits vorweg genommen. Leider sind Toni, Tina, Asenath und Athena umsonst nach Weiterstadt gefahren, haben sich aber bei der Rückkehr trotzdem über ein 4 : 0 gefreut.

2. Zimmner Jubiläumsopen

Website online, Ausschreibung folgt die Tage

25.02.2026

Liebe Schachfreunde,

Es freut mich sehr bekannt geben zu können, dass wir im Oktober im Zuge der Festlichkeiten rund um das 750 jährigen Bestehen unserer Gemeinde Groß-Zimmern das 2. Zimmner Schachjubiläumsopen veranstalten werden.

Die offizielle Turnierwebsite hierzu ist nun online und kann zur Anmeldung genutzt werden. Eine ausführliche Ausschreibung wurde nun ebenfalls veröffentlicht. Hier kann man sie downloaden: Link zur Ausschreibung. Stand jetzt sind bereits 9 Leute für das auf 150 Teilnehmer maximal ausgelegte Turnier angemeldet.

An dieser Stelle sei unserem Sponsor, der Merck KGaA, schon im Voraus für die großzügige Unterstützung gedankt, ohne die die Ausführung des Turniers nicht im selben Umfang möglich wäre.

2. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Rekordteilnahme setzt sich fort

21.02.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Norbert Ziegler 1676 2 1,0
2. Maurice Held 1866 2 1,0
3. Steffen Heß 2084 2 1,0
4. Harald Weber 1561 1,5
5. Paul Terre 1621 1 2,5
6. Siegfried Scholz 1341 1 2,0
7. Kosto Ilievski 1416 1 2,0
8. Lev Cherniavskii 1505 1 2,0
9. Dieter Rauck 1531 1 1,5
10. Thomas Beutel 1741 1 0,0
11. Frank Ahrens 786 ½ 2,5
12. Niclas Wagner 1436 0 4,0
13. Anatoli Hermann 745 0 2,0
14. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 0 2,0
15. Roland Rühm 1955 0 2,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Roland Rühm - Steffen Heß 0 : 1
2. Siegfried Scholz - Anatoli Hermann 1 : 0
3. Niclas Wagner - Norbert Ziegler 0 : 1
4. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Lev Cherniavskii 0 : 1
5. Frank Ahrens - Dieter Rauck 0 : 1
6. Paul Terre - Harald Weber 0 : 1
7. Kosto Ilievski - Maurice Held 0 : 1

Wieder 7 Partien kamen am gestrigen Freitag zur zweiten Runde unseres Langzeitturniers zustande. Damit setzt sich die Rekordteilnahme erfreulicherweise fort. Nachdem alle Begegnungen ausgelost waren, sollten sich nahezu alle Schwarzspieler durchsetzen - ein nahezu beispielloses Ergebnis, gerade bei sieben Partien.

Roland, der Vorzugswahlrecht hatte, wählte Steffen als Gegner aus. Nach Auslosung durfte Roland mit Weiß starten und konnte nach der Eröffnung durch schnellere Entwicklung Druck machen. Steffens Dame fand Rolands Türmen gegenüber gestellt kein gescheites Feld und auch die übrigen Figuren drohten inaktiv zu bleiben. Doch nach Abtausch zweier Leichtfiguren konnte Steffen den Entwicklungsvorsprung von Roland dank dessen schwacher Grundreihe aufholen. Im folgenden Endspiel stellt Roland plötzlich ohne Not einen Bauern ein und die Partie war dahin.

Anatoli wählte dann Turnierleiter Siggi als Gegner, der wiederum Weiß beim Auslosen der Farben erhielt. Nach bereits 6 Zügen konnte Siggi auf f7 mit einem Springer einsteigen und einen ganzen Turm gewinnen. Anatoli wehrte sich hiernach noch nach Kräften, kam aber gegen den sich ausweitenden Materialvorsprung Siggis nicht mehr an und verlor noch im Mittelspiel.

In der dritten Partie trafen die zwei "Aussiedler" aus Münster aufeinander. Niclas wählte Norbert, der loste sich die schwarzen Steine zu. Nach der Eröffnung war schnell klar, dass bei Weiß (Niclas) etwas schief gelaufen war. Norbert hatte am Damenflügel die Bauernmajorität, dazu einen gedeckten Freibauern und die bessere Entwicklung. Als Niclas über die a-Linie Gegenspiel suchte, konnte Norbert durch den starken Läuferrückzug 19. ... Lc8! gehörig Druck machen. Niclas musste in der Folge Norbert zwei verbundene Freibauern überlassen, um nicht materiell in Nachteil zu gelangen. Er fand unter Druck noch ein starkes Läuferopfer, danach aber die korrekte Fortsetzung nicht mehr und fand sich plötzlich ersatzlos mit einer Figur im Hintertreffen. Norbert spielte den Rest dann auch eiskalt runter und schnappte sich den vollen Punkt.

Die vierte Partie lautete Wolfgang - Lev. Nach der Eröffnung übersah Wolfgang auf c2 eine Springergabel, nach der Lev glatt eine Figur mehr hatte und technisch sauber ins Endspiel runtertauschte. Wolfgang versuchte mit den verbleibenden Kräften noch zurück zu kommen, stemmte sich aber vergebens gegen die sich abzeichnende Niederlage.

Dieter wählte Frank als Gegner und bekam die schwarzen Figuren. Beide Seiten kämpften in der positionell geführten Partie um wichtige Zentrumsfelder für die eigenen Bauern und Springer, brachten dann eine eher für den Stonewall typische Bauernstruktur aufs Brett und gingen nach dem Damentausch ins Endspiel über. Hier bekam Frank langsam Oberwasser, da er immer wieder schwache Punkte von Dieter mit den Figur angriff und die schwarzen Kräfte so an die Verteidigung band. Dann ließ Frank aber in aussichtsreicher Stellung einen ganzen Turm stehen und musste sich dem Titelverteidiger geschlagen geben.

Harald, der das Turnier auch schon gewinnen konnte, wählte Paul als seinen Zweitrundengegner. Paul bekam die weißen Steine und suchte - wie Harald, der auch mit offenem Visier spielte - nach Angriff. Harald ließ zwischenzeitlich mehrfach direkte Gewinne durch Einschläge in Pauls Rochadestellung aus, kam dann aber doch noch zum vollen Punkt, als er im Mittelspiel Materil gewann und ins Endspiel mit einer Qualität mehr gehen konnte. Hier ließ Harald nichts mehr anbrennen und setzte sich verdient durch.

Einen ähnlichen Verlauf hatte die letzte Partie des Abends zwischen Kosto (Weiß) und Maurice (Schwarz). Allerdings drehte sich hier der Materialunterschied um einen Bauern, den Maurice ins Turmendspiel durchbringen konnte. Hier wurde er nach Sicherung aller Einbruchsfelder selbst aktiv mit den Türmen und schnappte sich einen zweiten Bauern, wonach Kosto sich bereits geschlagen gab.

Die nächste Runde wird am 27. März ausgetragen.

Bickenbacher Fastnachtsturnier 2026

Lev und Niclas närrisch unterwegs

15.02.2026

Der Schachklub Bickenbach richtete am gestrigen Samstag sein mittlerweile zur Tradition herangewachsenes Fastnachtsturnier im heimischen Bürgerhaus aus. Das auf 140 Teilnehmer ausgelegte und zeitnah ausgebuchte (und mit Warteliste überbuchte!) Schnellschachturnier wurde mit 9 Runden Schweizer System bei 15 Minuten Bedenkzeit ausgespielt. Unter den Teilnehmern fanden sich auch einige, prominentere Profispieler, sowie viele Gesichter aus unserem Bezirk.

Mit dabei waren auch Lev und Niclas, die im stark besetzten Teilnehmerfeld einige Skalps sammeln konnten. Niclas schaffte es auf 3 Punkte und belegte den 103. Platz. Lev wurde mit starken 5 Punkten 57.ter, was ihm den wohlverdienten Ratingpreis bis 1600 DWZ gewann.
Gewonnen hat das Turnier übrigens GM Vitaly Kunin, vor FM Igor Zuyev und IM Bogdan Grabarczyk. Der ursprüngliche Turnierfavorit und ehemaliger deutscher Nationalspieler GM Georg Meier wurde mit einem Punkt Abstand auf Platz 6. verdrängt.

Weitere Infos gibt es beim SK Bickenbach:

Rangliste nach 9. Runden
Fortschrittstabelle
Ausschreibung

Blitzturnier Februar

Monatsblitz wird mit 14 Teilnehmern zum Blitzfestival

07.02.2026

Am gestrigen Freitag stand wie zu jedem ersten Spielabend im Monat unser Monatsblitz an. Mit sage und schreibe 14 Mann, die unter 20 Anwesenden mitblitzten, wurde unser Blitzturnier zum Festival. Da Harald gestern auch noch Geburtstag hatte, war für das leibliche Wohl der Riesentruppe ebenfalls bestens gesorgt. Allerdings wurden dem Geburtstagskind im Turnier selbst nicht viele Geschenke gemacht, sondern wie gewohnt kampfbetonte Partien gespielt.

Am Ende setzte sich Steffen mit 13 Punkten aus 13 Spielen klar durch. Auf dem 2. Platz lag am Ende ebenso deutlich Maurice, der es auf 10½ Punkte brachte und Lev mit 9 Punkten auf Rang 3. folgen ließ. Lev spielte ein überragendes Turnier, brach aber zwei Runden vor Schluss das Turnier ab, das bis um kurz nach halb 12 lief, und vergab somit sogar Chancen auf den zweiten Platz. Geburtstagskind Harald wurde mit 8 Punkten Vierter.
Ebenso bemerkenswert war die erste Teilnahme von Leon, der mit seinen 9 Jahren respektable 1½ bei den Erwachsenen erspielte und häufig nur knapp verlor. Abschließend muss ich auch noch etwas zum Foto sagen: Anatoli und Dino fanden neben den Blitzern und dem aufgebauten Buffet Haralds keinen Platz zum Spielen mehr und mussten zeitweise vor unseren Trainingsraum auf dem Gang mit zu einem Tisch umfunktionierten Wasserkästen vorlieb nehmen. So aus den Nähten geplatzt ist unser Freitagabend schon lange nicht mehr!

Wie gewohnt gibt es die Ergebnistabelle des Februarturniers sowie die Gesamtwertung unter dem Menüpunkt Blitzturniere.

6. Spieltag - Bericht

Platz 3. "erfolglos" gehalten

01.02.2026

SK Langen II. - SC Groß-Zimmern I. 5 : 3
Zum ersten Spiel im neuen Jahr musste die erste Mannschaft heute nach Langen reisen. Dort wollten wir die erste Saisonniederlage, die uns Roßdorf noch im Dezember zugefügt hatte, wieder abschütteln und gegen Langen punkten, das von der Kragenweite ungefähr gleich gestellt ist. Nachdem Stammkraft Lukas für das Spiel ausfiel, rückte Bogdan in die erste Mannschaft nach und gab sein Debüt. Aber auch Langen trat mit zwei Ersatzleuten, die allerdings sehr stark aufspielen sollten.

Paul (Brett 3.) beendete als erstes seine Partie und remisierte frühzeitig im Mittelspiel, ohne dass es zu größeren Kampfhandlungen kam. Kurz darauf musste sich Niclas geschlagen geben, dessen Gegner mit 1953 DWZ eine Hausnummer als Ersatzmann war. Dennoch bot sich bereits nach wenigen Zügen Niclas die Möglichkeit in Vorteil zu kommen, da sein Gegner ungenau in der slawischen Verteidigung den weißfeldrigen Läufer entwickelte. Vor ein paar Wochen hatten Niclas und ich mögliche Varianten dieser Eröffnung durchgesprochen, aber an die genauen Züge konnte Niclas sich nicht mehr erinnern. Die weitere Partie war dennoch gut behandelt von ihm, ehe er eine bösartige Taktik übersah, die mittels Tempozug durch eben jenen weißfeldrigen, schwarzen Läufer eine Qualität gewann. Danach setzte sich die deutlich höhere DWZ technisch einwandfrei eben durch.

Wir kamen aber schnell zurück: ich durfte an Brett 1. meinen Gegner am Königsflügel vollkommen einschnüren und überspielen, als dieser einen sich immer nur anbahnenden Angriff präventiv versuchte zu verhindern. Das gab mir Zeit meine Figuren vollständig zu entwickeln und geschwächte Felder zu besetzen, ehe ich nach einem Einschlag auf f7 einen Turm ersatzlos gewann.
Dann gelang uns sogar die Führung: Lev machte an Brett 6. durch ein Turmopfer kurzen Prozess. Er konnte einfach einen Läufer nehmen, der von der gegnerischen Dame nicht zurückgeschlagen werden konnte, da sie sonst von einem Läufer gegen ihren König aufgespießt worden wäre. Vorher hielt Lev durch aktives Spiel an den Flügeln das weiße Zentrum gut unter Kontrolle und ließ kein aktives Spiel für den Gegner zu.

Hiernach schnappte Langen sich aber ein Brett nach dem anderen. Steffen G. gab sich schlussendlich nach dem Opfern dreier Figuren geschlagen, als kein Notmatt ersichtlich wurde. Vorher entbrannte ein komplexer, positioneller Kampf um aktive Felder für die Figuren, den Steffens Gegner mehr und mehr für sich entscheiden konnte, ehe Steffen sich zum Opfern genötigt sah.

Auch Bogdan wurde besiegt, obwohl er bis zum bitteren Ende im Bauernendspiel alles in die Waagschale warf. Da er aber im Mittelspiel einen Bauern verlor, wurde dieser ihm zum Verhängnis. Sein Gegner brachte den Mehrbauern sicher zur Dame und setzte Bogdan Matt. Trotzdem hartnäckig und gut zum Einstand gekämpft, Bogdan!

Bei Thomas neutralisierten sich lange alle Figuren und auch ein groß angelegter Angriff der weißen Schwerfiguren auf Thomas König wurde nach dem Damentausch erfolgreich abgewehrt. Hiernach hatte plötzlich Thomas einen starken Freibauern auf der d-Linie, der optisch Vorteil versprach. Doch es gelang Thomas nicht diesen siegreich in arger Zeitnot zu verwerten. Nach einem großen Tauschreigen, in dem der Übergang ins Bauernendspiel gefunden wurde, wurden schlussendlich alle Bauern vom Brett genommen und die Partie mit einer Punkteteilung beendet.

Praktisch mit dem Ende von Thomas Partie gab auch Roland auf. Er vergriff sich im Mittelspiel und verlor einen Bauern, der im resultierenden Läuferendspiel kriegsentscheidend wurde. Roland musste da nämlich zwei Freibauern mit König und Läufer halten, die auf der a- und h-Linie standen. Leider eine unmögliche Aufgabe.

Im neuen Jahr gibt es ein knappes 5:3 auswärts und damit die zweite Niederlage der Saison. Wir bleiben dank besserer Brettpunkte Dritter und sehen einmal mehr, dass man vor der Starkenburgliga keine Angst haben muss. Mit etwas mehr Glück hier und da hätten wir sogar Punkte aus Langen mitnehmen können.

SC Groß-Zimmern II. - SC Breuberg II. 3 : 3

Leistungsgerechtes Remis der zweiten Mannschaft gegen Breuberg II - Norbert berichtet

Neuer Monat, neuer Gast. So konnten wir daher am sechsten Spieltag den Mitkonkurrenten Breuberg II im Glöckelchen begrüßen, von dem wir uns 3 : 3 Unentschieden trennten. Unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können. Beide Mannschaften halten damit direkt Fühlung mit der Spitzengruppe Eberscht I / Babe II (Eberstadt I u. Babenhausen II - Anm. d. Red.) bzw. sind Teil derselben und können weiter ein klein wenig vom Aufstieg träumen.

An Brett 1. mussten wir auf Manuel verzichten, ferner unsere bisherige Punktedruckmaschine Bogdan von Brett 5. an die Erste ausleihen. Diese Zwei wurden allerdings mehr als würdig durch Demid an Brett 5. und Leon S. an Brett 6. vertreten. Beide spielten sehr solide Partien, wie auch alle übrigen Spieler an diesem Sonntag. Grobe Patzer waren nicht zu beobachten („ … niemand hat die Absicht eine Springergabel zu übersehen“). Die Partien endeten chronologisch (fast) in absteigender Brettreihenfolge:

Zuerst musste sich Leon S. nach knapp zwei Stunden geschlagen geben, obwohl er zwischenzeitlich eine vielversprechende Stellung bei vollem Brett hatte. Demid hingegen lag einen Bauern zurück, konnte aber diesen wieder erobern und schlussendlich die Partie remisieren. Dieser erste halbe Punkt sollte sich noch als wertvoll erweisen.

Wolfgang an Brett 4. stand mit Weiß in einer englischen Partie von Beginn an deutlich besser, konnte einen Bauern abgrasen, sowie dem Gegner einen Isolani verpassen. Mit materiellem Vorteil, besserer Struktur und reichlich Erfahrung brachte er die Partie im Endspiel dann souverän über die Ziellinie. Als er dort auch noch eine Mehrfigur hatte, gab sein Gegner auf. Damit stand es wieder ausgeglichen. Wolfgang bleibt mit 4 aus 5 weiterhin ungeschlagen.

An Brett 2. spielte Norbert mit Weiß gegen seinen Namensvetter (das ich das noch erlebten durfte!). Somit war klar: Norbert würde in Summe exakt einen Punkt erzielen. Mit einer „Reti-Keymer in abgelehntes Damengambit“ übergehende Eröffnung ergab sich alles, aber kein ruhiges Spiel. Da der Autor die Rochade weiterhin für einen total überschätzten Zug hält, verzichtete er auch diesmal darauf. Sein Gegner konnte demzufolge ebenfalls erst im 21. Zug lang rochieren.

Stellung nach dem 20. Zug von Schwarz. Hier hätte b5! Schwarz eher vor Probleme gestellt als das gespielte Dc4. Nach 0-0-0 verflachten die weißen Drohungen, der potentielle Monsterspringer Sd5 war zum Glück weniger gefährlich als es scheint.

Nachdem sich Schwarz etwas befreien und eigene Initiative wie Druck aufbauen konnte, musste Weiß dies abwehren, was zum Glück gelang. Im Endspiel D+T nebst 5 Bauern bot Schwarz im 32. Zug Remis zum 2:2 an, was Norbert (wer auch sonst) annahm. Die Schlussstellung mag zwar objektiv und im Engine-Sinne besser für Weiß gewesen sein (...sprich: hätte man noch kneten können), unter dem Strich ein jedoch gerechtes Ergebnis (Maschinen ermüden nicht, Menschen schon eher).

An Brett 1 kämpfte sich Harald mit Schwarz im Sizilianer durch seine Partie. Weiß baute die ganze Partie über ziemlichen Druck auf (Aufbau mit e4, f4) und hatte anhaltendes Spiel. Die dunklen Wolken um Haralds Königsstellung verdüsterten sich immer mehr, und nach einem klitzekleinen Fehler spuckte er 2 Bauern samt Stellung. Das Ende war nah. Doch wie so oft im Leben: wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine Turmverdoppelung von Schwarz auf der f-Linie samt Rückeroberung eines Bauern daher. (O.K., das Versmaß ist inkorrekt). Plötzlich sah es so aus, als ob Weiß zermalmt wird. Leider fehlte das berühmte eine Tempo, welches man mehr haben müsste. Als Harald auch noch den zweiten Bauer (einsamer Harry-6) zurück erobern konnte, einigten sich die Kontrahenten auf Remis.

Die Schlussstellung des Spitzenbrettes sieht man links. Die Bewertung der KI meiner Wahl möchte ich euch noch zu Teil werden lassen, die „wichtigsten“ Stellen habe ich mal hervorgehoben:

Dieses Bild zeigt eine fortgeschrittene Schachpartie, in der die strategische Anordnung der verbleibenden Figuren auf dem Brett eine spannungsgeladene Endspielphase suggeriert. Neben dem Spielfeld ruht eine beachtliche Ansammlung bereits geschlagener Spielfiguren, was auf einen intensiven Schlagabtausch und einen hohen Materialverlust auf beiden Seiten hindeutet. Die alltägliche Umgebung mit Wasserflaschen und Schreibutensilien lässt darauf schließen, dass es sich um einen authentischen Wettkampf oder eine konzentrierte Übungseinheit in einem privaten oder vereinsbasierten Rahmen handelt. Insgesamt vermittelt die Szene das Bild einer tiefen geistigen Auseinandersetzung, bei der die Logik und Präzision des königlichen Spiels im Mittelpunkt stehen.
Schöner hätte selbst ich dies nicht formulieren wollen.

Wo aber bleibt Dieter? Natürlich an Brett 3. Hier entspann sich ein „seltsamer Franzose“, in dem doch allen Ernstes Weiß lang rochierte. Man lernt nie aus. Weiß hatte die Initiative, temporär auch einen Mehrbauern. Das Spiel war in Summe allerdings ausgeglichen, und beide Spieler reizten ihr Zeitkontingent fast bis zur Neige aus, im 33. Zug hatte Weiß noch ca. drei Minuten, Schwarz fünf Minuten auf der Uhr. Die Zeitkontrolle wurde dann mit ca. 50 Sekunden Rest von Weiß gemeistert. Zum Glück fror Schwarz nicht ein (soll es geben, hab ich gelesen…) und schaffte ebenfalls fristgerecht die Zugabgabe. Während dieser Phase Stand Dieter massiv unter Druck und Weiß objektiv besser. Mit mehr Zeit wäre hier vermutlich ein anderer Spielausgang erfolgt. Hätte-Wenn Aber ist jedoch egal, Dieter verteidigte sich zäh, hatte noch Schwindelchancen und eine (leider nicht fruchtbare) Abzugsdrohung. Taktisch clever bot er Remis, in das sein Gegner einwilligte.

Als nächstes stehen dann um die Iden des März die Spiele gegen Eberstadt I und später dann gegen Tabellenführer Babenhausen an. Da auch diese Gegner nur mit Wasser kochen, muss uns nicht bange sein.

Die zweite Mannschaft steht nach dem heutigen Mannschaftsremis auf Platz 3. der A-Klasse.

SC Groß-Umstadt II. - SC Groß-Zimmern III. 3½ : 1½

Beim Topspiel der B-Klasse gegen den Tabellenführer Groß-Umstadt II. setzte es heute leider die zweite Niederlage der Saison. Dafür kam Leon Y. zu seinem Debüt, als er Demid ersetzte, der in der zweiten Mannschaft als Ersatzmann gebraucht wurde. Nach rund anderthalb Stunden musste Leon allerdings seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Nach solider Eröffnung verlor Leon durch einen Springereinschlag auf g3 zwei Bauern und kam nicht mehr zurück in die Partie - trotz heftigster Gegenwehr. Sein Gegner wandelte einen der Mehrbauern schlussendlich zur Dame um.

Erstmals einen halben Punkt abgeben musste heute Torsten am 2. Brett. Nach einem überhastetem Figurenopfer seines Gegners musste er zwar erst mal mit dem angegriffenen Monarchen auf die andere Brettseite wandern, konnte hiernach aber mit der Entwicklung der eigenen Figuren fortsetzen und sich auf Bauernjagd begeben. Ein Turmopfer, das Torsten nicht optimal widerlegte, brachte den Gegner mit bedrohlichen Freibauern zurück in die Partie. Hier behielt Torsten aber einen ruhigen Kopf, stoppte und eroberte den gefährlichsten Freibauer. Dadurch wurden auch die letzten Figuren getauscht und das resultierende Bauerendspiel war Remis.

Am 3. Brett hatte Siggi alle Trümpfe in der Hand und wohl schlussendlich auch den Ausgang des Mannschaftskampfes. Nach wenigen Zügen konnte er durch ein Figurenopfer in Vorteil kommen, sich die eingangs investierte Figur durch Fesselung zurückerobern und eine weitere Figur als Zins schnappen. Er ließ auch danach nicht locker, griff den feindlichen König an, gewann per Springergabel eine Qualität und war kurz davor den Sack zuzumachen, da patzte Siggi ein Grundreihenschach samt Turm und verlor die sicher geglaubte Partie noch.

Kosto konnte auch ein Remis zum Punktekonto beisteuern. Hier drehte sich alles um die e-Linie, in der Kosto durch Verdopplung einen zuvor eingestellten Bauern zurückgewann und danach ins Turmendspiel runtertauschen konnte, wo man sich zum Remis die Hände reichte.

Zuletzt kam auch Gerd nicht über einen halben Punkt hinaus, womit der Spieltag besiegelt wurde. Die dritte Mannschaft kann dem Tabellenführer unglücklich nichts Zählbares abtrotzen, hält sich aber wie die anderen beiden Teams auf dem dritten Tabellenplatz.

1. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Rekordteilnahme zum Auftakt

24.01.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Kosto Ilievski 1416 1 0,0
2. Paul Terre 1621 1 0,0
3. Norbert Ziegler 1676 1 0,0
4. Thomas Beutel 1741 1 0,0
5. Maurice Held 1866 1 0,0
6. Steffen Heß 2084 1 0,0
7. Frank Ahrens 786 ½ 0,5
8. Harald Weber 1561 ½ 0,5
9. Anatoli Hermann 745 0 1,0
10. Siegfried Scholz 1341 0 1,0
11. Niclas Wagner 1436 0 1,0
12. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 0 1,0
13. Lev Cherniavskii 1505 0 1,0
14. Dieter Rauck 1531 0 1,0
15. Roland Rühm 1955 0 0,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Thomas Beutel - Anatoli Hermann 1 : 0
2. Frank Ahrens - Harald Weber ½ : ½
3. Siegfried Scholz - Norbert Ziegler 0 : 1
4. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Kosto Ilievski 0 : 1
5. Maurice Held - Niclas Wagner 1 : 0
6. Steffen Heß - Lev Cherniavskii 1 : 0
7. Paul Terre - Dieter Rauck + : -
8. Roland Rühm - spielfrei

Beinahe 8 Partien kamen gestern Abend zur Auftaktrunde des Langzeitturniers 2026 zustande. Auch wenn bei 15 Teilnehmern ein Anwesender spielfrei bleiben sollte (Das betraf Roland, der damit Vorzugswahlrecht in Runde 2 bekommt), war die erste Runde rekordverdächtig besucht. Das neue Turnierleiterduo Torsten und Siggi sorgten dann trotz einem "vollem Hühnerstall" für eine zügige und reibungslose Auslosung, die die folgenen Partien ergab:

Anatoli forderte Thomas zum Duell heraus - eine Paarung, die schon oft auf dem Turnierbogen zu finden war und bislang auch immer zu Gunsten von Thomas ausging. Also probierte Anatoli einen neuerlichen Anlauf, den er mit den schwarzen Figuren spielen musste, da Thomas sich Weiß ausloste. Nach eher ruhiger und entwicklungsbetonter Eröffung beiderseits, konnte Thomas mit einem Bauernvorstoß eine Figur Anatolis gewinnen und fuhr abermals den ganzen Punkt mit diesem Materialvorteil locker nach Hause.

Als zweites bekam Frank das Wahlrecht und wollte es gegen Harald Wissen. Hier erhielt nach der Farblosung Frank Weiß und Harald Schwarz. In einer bald im Zentrum und Damenflügel verkeilten Stellung, in der die Leichtfiguren früh das Brett verließen, warfen beide ihre Schwerfiguren zum Königsflügel. Frank und Harald versuchten dort Dominanz aufzubauen und einen Angriff zum Durchbruch zu bringen, doch es gab für beide Seiten zunächst kein Durchkommen. Plötzlich ließ Harald aber einen ganzen Turm stehen, der nur vermeintlich durch einen gefesselten Bauern gedeckt war, fand sich aber nochmal vom Glück geküsst, da Frank das zwischenzeitliche Damenopfer zum Gewinn des Turmes übersah. Hiernach wurde auch das beidseitige Turmpaar getauscht und im Damenendspiel bald Remis gemacht.

Turnierleiter Siggi spielte ebenfalls mit und suchte sich Norbert als Gegner aus, der mit schwarz einen Abtauschfranzosen bald zu einem Königsangriff umbaute. Siggis König sah am Königsflügel dunkle Wolken aufziehen und versuchte durch Vorziehen der Rochadebauern die Stellung zu schließen. Norbert tanzte allerdings mit Springer und Dame geschickt um die Bauern herum und entblößte Siggis König zuletzt vollends. Nach dem Gewinn zweier Bauern, aktiver Stellung und immer noch andauerndem Angriff, der wohl bald weiter durchschlagen sollte, gab sich Siggi geschlagen.

Eine Wiederholung der 11. Runde vom Vorjahr gab es an Brett 4. zwischen Wolfgang (Weiß) und Kosto (Schwarz). Beim letzten Aufeinandertreffen war Kosto lange am Drücker und schob nahezu unaufhaltsam einen Zentrumsbauern mithilfe der Schwerfiguren gen Grundreihe, ehe Wolfgang einen Konter mit der Dame fand, der Kosto mattsetzen sollte. Die gestrige Partie folgte ähnlichen Mustern: Zunächst schoben beide an allen Flügeln ihre Bauern vor und verkeilten die komplizierte Stellung. Als sich mit den ersten Abtauschen der Pulverdampf des plötzlich losbrechenden Kampfes verzog, hatten beide erneut ein Schwerfigurenendspiel auf dem Brett, bei dem Kosto im Zentrum zwei sehr starke Bauern hatte und diese in Richtung der Grundreihe schob. Allerdings ließ er diesmal nichts mehr anbrennen und verwandelte den Vorteil sicher zum ganzen Punkt.

Hiernach folgten zwei Duelle der Starkenburgliga: Niclas rang mit Schwarz gegen Maurice mit Weiß. Nach Start der Partie zeigte sich ein gewohntes Bild: Niclas investierte noch mitten in der Eröffnung viel Bedenkzeit um komplizierte Abwicklungen durchzurechnen, anstatt die einfachen Varianten einfach runter zu spielen. Hierbei "überrechnete" er sich anscheinend mehrfach und sah teilweise Drohungen, die es gar nicht auf dem Brett gab. Nachdem er einen Bauern im Mittelspiel weniger hatte lief die Zeit schlussendlich sogar ganz ab, sodass Maurice auf Zeit gewann.

Lev hatte sich mit mir auch einen Herausforderung ausgesucht, musste mir aber im Königsinder mit Weiß standhalten. Ich spiele ganz gerne leicht abwegig der Hauptvarianten der Theorie, womit ich oftmals meine Gegner in Fahrwasser bringe, die ich besser kenne und somit leichter zu besserem Spiel komme. Das sollte sich auch gegen Lev auszahlen. Nach dem gestoppten schwarzen Königsangriff wickelte ich in ein klar gewonnenes Endspiel guter Springer vs. schlechter Läufer ab und gewann bald durch Materialgewinn. Bis dahin hatte sich Lev keinen offensichtlichen oder groben Fehler erlaubt, sondern gut mitgespielt. Es fehlt ihm einfach die Erfahrung, wie die entstandenen Stellungstypen richtig zu behandeln sind.

Zuletzt fehlt noch die Begegnung von Paul (Weiß) und Dieter (Schwarz), wobei letzterer schlussendlich verhindert war und dadurch kampflos verlor.

Die nächste Runde wird am 20. Februar ausgetragen.

Abschluss des Jugend Grand-Prixs in Ober-Ramstadt

Bogdan, Demid, Kir und Leon waren dabei

18.01.2026

Die diesjährige Ausgabe des Starkenburger Jugend Grand-Prixs ging mit dem Turnier in Ober-Ramstadt am gestrigen Samstag zu Ende. Ursprünglich sollte das vierte Teilturnier der Serie bei uns im Glöckelchen stattfinden, musste aber schlussendlich nach Ober-Ramstadt vergeben werden, da wir weder das Glöckelchen noch Ausweichlokale am gewünschten Termin nutzen konnten. Trotz der Umstellung wurde das Turnier ein Erfolg. 48 Kinder- und Jugendliche fanden sich in der Stadthalle Ober-Ramstadts ein und spielten das Schnellschachturnier wie gewohnt in zwei nach Altersklassen geteilten Gruppen.

Aus Groß-Zimmern mit dabei waren Bogdan, Demid, Kir und Leon, die bei sieben Runden Schweizer System um die Siegerplätze spielten. Am Ende konnten alle vier gute Plätze erspielen, teilweise sogar auf dem Siegertreppchen: Bogdan erspielte sich Platz 2. in der U14, Leon landete ebenfalls auf Platz 2. der U10. Demid belegte Platz 8. in der U12 und Kir stand schlussendlich auf Platz 7. in der jüngsten Altersklasse, der U8.

Neben Urkunden gab es damit für unsere Nachwuchsspieler auch Pokale und Sachpreise. Für Lev und Niclas, die beide in der U20 gemeldet waren und die drei Turniere zuvor mitspielten, gab es sogar noch Geldpreise in Abwesenheit, da sie in der Gesamttabelle nicht mehr überholt wurden. Lev wurde in der Gesamtwertung der U20 Zweiter, Niclas Dritter.

Der 8. Starkenburger Jugend Grand-Prix endet damit erneut sehr erfolgreich und es lässt sich mit recht behaupten, dass die Serie sich fest etabliert hat. Ich hoffe, dass wir in der kommenden Ausgabe wieder mit dabei sein können und zumindest ein Teilturnier im heimischen Glöckelchen ausrichten können. Für unsere Kinder wäre es ein Heimspiel, dass sie für das gelungene und Früchte tragende Training verdient hätten!

Kein weiteres Pokalmärchen für Groß-Zimmern

Frühes aus in Runde 1 gegen Roßdorf

17.01.2026

Ladja Roßdorf I. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 1½
Wie im Vorjahr richtet der FK Babenhausen das an einem Wochenende angesetzte Turnier des Bezirks 4er-Pokal aus. In diesem Jahr meldeten sich 7 Mannschaften an, zwei weniger wie im Jahr zuvor. Das ist einerseits schade, denn nach den Erfahrungen aller war die Zusammenlegung des Pokals zu einem zentralen Turnier an zwei Tagen eine merkliche Verbesserung der Veranstaltung, die auch zu einer starken Teilnehmerzahl führte. Dass es nun in diesem Jahr weniger Mannschaften wurden, kann auch terminlichen Problemen geschuldet sein, und sieben Teams - auch im Hinblick auf die nominelle Stärke der jeweiligen Aufstellungen - lassen zumindest den Schluss zu, dass es einen harten Kern an Vereinen gibt, die das Turnier in der neuen Formsache gerne annehmen.

Der durch sieben Mannschaften in zwei Hälfen geteilte Turnierbaum sollte uns in diesem Jahr einen deutlich leichteren Weg gen Finale bescheren. Der Erstrundengegner Roßdorf war zwar im Gegensatz zu Gernsheim, die in 2025 unser Gegner waren, kein Oberligist, aber nominell in Summe über alle Bretter hinweg favorisiert. Die erste Runde fing auch nicht so gut an. Erst kamen wir verspätet, aber irgendwie doch noch pünktlich zum Spielbeginn in den Turniersaal, dann kippten auch die einzelnen Partien.

Lev an Brett 3. tauschte früh durch eine lange Abwicklung die Damen, verlor dabei das Rochaderecht und war in gedrückter Stellung. Seine beste Figur, der schwarzfeldrige am Königsflügel fianchettierte Läufer, musste am Ende der Abwicklung eigentlich auf c3 ebenfalls abgetauscht werden. Das hätte seinem Gegner einen unästhetischen Doppelbauern verpasst und Lev die Möglichkeit gegeben, sich sicherer zu entwickeln und im Spiel zu bleiben. Lev behielt aber seinen Läufer, kam nicht zur gewünschten Entwicklung des Damenflügels und verlor als sein König gejagt wurde eine Figur. 1 : 0 für Roßdorf.

Bei mir an Brett 1. lief es auch nicht viel runder. In der Eröffnung musste ich nach einem unerwarteten 2. ... f5 meines Gegners zwischen zwei Varianten wählen, die ich sonst immer darauf im Onlineblitz spiele. Meine Wahl fiel auf etwas solides, das aber schlussendlich zu harmlos war und nur im Ausgleich endete. Nach einer Ungenauigkeit meines Gegners fanden meine Springer zwar noch gescheite Felder, aber ein Durchkommen war nicht auszumachen. Also wurde die Stellung durch dreifache Wiederholung (Springer greift Turm an, Turm geht zurück, Springer greift Turm nochmal an, Turm geht wieder vor und Springer greift Turm an mit Schaukel) Remis gegeben.

Damit hieß es für uns schon, dass wir zwingend die letzten beiden Partien wegen der Berliner-Wertung gewinnen mussten. Andreas, der das 4. Brett besetzte, trug auch seinen Beitrag bei und gewann eine Anfangs bärisch stark begonnene Angriffspartie. Er gewann bereits in der Eröffnung einen Bauern plus Qualität, hielt den materiellen Vorsprung bis ins Endspiel fest und tauschte die Damen ab, die sein Gegner zum letzten Gefecht in den Angriff warf.

Zuletzt kämpfte noch Niclas an Brett 2. bis zum bitteren Ende. In der Eröffnung ließ Niclas wie gewohnt seine Bedenkzeit, die im Pokal auf 90 Minuten für alles plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug begrenzt ist, bereits nach 9 Zügen auf bedenkliche 20 Minuten runterlaufen und kam kurz darauf auch in arge Zeitnot, was der komplizierten Partie natürlich keinen Gefallen tat. Er verlor eine Qualität für einen Bauern, versuchte aber mit den aktiven Figuren noch das Blatt zu wenden. Ihm kam zu Gute, dass sein Gegner ebenfalls leicht in Zeitnot kam und auf sicher spielte, anstatt den materiellen Vorteil direkt auszunutzen. An einer Stelle bot sich Niclas mit einem zwischenzeitlichen Turmopfer auf d2 eine ganze Figur glatt zu gewinnen. Die Chance wurde aber vertan, da Niclas bereits jeden Zug mit den verbleibenden Sekunden Inkrement machen musste und den Einschlag nicht sah. Es dauerte zwar hiernach immer noch lange, bis das Mehrmaterial endlich angstfrei vom Gegner zum Sieg verwertet wurde, aber am Endergebnis war natürlich ab dem verpassten Turmopfer nicht mehr zu verhindern.

Damit fliegen wir dieses Jahr schon in Runde 1. raus und können den märchenhaften Durchmarsch ins Finale samt Qualifikation für den Hessenpokal nicht wiederholen. Schade eigentlich! Die Auslosung und der Verlauf der Partien gaben durchaus Hoffnung auf ein Weiterkommen. Auch der Zweitrundengegner wäre dankbar gewesen, denn Babenhausen II. ist nicht allzu stark aufgestellt. Aber sei es drum, so ist es im Pokal. Da half es auch nicht, das Roland uns als Kiebitz moralische Unterstützung bot. Nächstes Jahr spielen wir wieder mit und hoffen einfach, dass es besser laufen wird.

Wer sich für den weiteren Verlauf interessiert, findet die Ergebnisse auf nuLiga: 4er-Pokal auf nuLiga