Leon beim Jugend Grand-Prix in Klingenberg
Toller 3. Platz in der U10
14.06.2026
Auch in Bayern werden viele Jugendturniere im Modus Schnellschach ausgetragen und finden dort gehörigen Anklang. So
veranstaltet auch der SK Klingenberg jährlich
einen Jugend Grand-Prix, zu dem auch Leon reiste und sich dort in der U10 mit 19 weiteren Teilnehmern messen wollte.
Gespielt wurden wie gewohnt sieben Runden mit 15 Minuten Grundbedenkzeit plus 5 Sekunden Inkrement. Leon konnte bis in die
Schlussrunde das Turnier anführen und gab bis dahin nur gegen den an 1. gesetzten Spieler (1264 DWZ) ein Remis ab. Leider
verlor er die finale Runde gegen den späteren Turniersieger und wurde dadurch noch auf den 3. Platz abgedrängt.
Nichts destotrotz erneut eine starke Leistung von ihm und ein umso besseres Turnier. Neben dem Treppchenplatz wurde das
auch gebührend mit einem Pokal geehrt.
Anbei noch Links zu den Ergebnissen:
Altersklasse U10
41. Internationales Mannschafts-Schnellschachturnier an Pfingsten in Leutasch (Tirol)
Roland berichtet von seiner Teilnamhme
04.06.2026
Wie bereits seit vielen Jahren war ich mit meinen früheren Schachkollegen vom SC Marienheide, Rolf Brensing und
Gerhard Fuchs über Pfingsten wieder in Leutasch, Österreich. Dort findet alljährlich das internationale
Schnellschachturnier des SV Jedesheim statt, zu dem aus ganz Europa Mannschaften und Schachfreunde anreisen.
Rolf ist der einzige Spieler der an allen 41 Ausgaben des Turniers teilgenommen hat, Gerhard und
ich kommen aber auch jeder auf über 35 Teilnahmen und sind damit vor Ort bereits berühmt berüchtigt.
Traditionell findet samstags die Vorrunde in 4 Gruppen statt. Die Mannschaften werden zufällig ausgelost und zusammen in die Gruppen gesteckt,
sodass man auch in der Vorrunde bereits gegen einen GM, IM oder FM kommen kann. Gespielt wird in vierer Teams, ich selbst spiele schon immer
an Brett 1.
Da wir nur zu dritt waren, hat uns ein Schachfreund aus Augsburg unterstützt. Er hat an beiden Tagen die besten Ergebnisse von uns geholt,
ein würdiger Ersatzmann. In der Vorrunde war ich am 1. Brett der zehntstärkste von 13. Hier war ich sehr gut drauf und habe den Tag
auf Platz 6 beendet. Dabei habe ich einen IM mit ELO 2363 und 4 weitete mit ELO 2100-2200 besiegen können. Damit war das
abendliche Bier beim tagesschließenden Abendessen redlich verdient und hat dementsprechend super geschmeckt.
Das Abschneiden in der Vorrunde entscheidet dann, welche Mannschaft in welchem Hauptturnier antreten darf. Da wir die
Vorrunde recht gut gespielt hatten, schafften wir es für den nächsten Tag in die B-Gruppe.
Hier waren wir aber nicht nur nach der nominellen Wertung, sondern auch am Ende tabellarisch Letzter. Ich selbst hatte einen denkbar
schlechten Start. Die ersten drei Partien verlor ich durch einfacher Figureneinsteller. Da ich als Ranglistenletzter nichts zu verlieren hatte,
habe ich aus den letzten 8 Partien noch 4½ Punkte geholt. Dabei gelang es mir zwei FM und zwei Spieler mit weit über ELO 2100 zu
schlagen, wodurch sich meine Laune auch wieder erheblich verbesserte.
Das Turnier wurde übrigens von einem deutschen Viererteam gewonnen, das nur von GMs gespickt war.
Wir hatten herrliches Wetter. Ein Genuss sind auch die vielen bewirtschafteten Almen mit zünftigen Brotzeit und einem guten "Hellen".
Wie immer war das Turnier und die restlichen Tage den Aufwand der Reise wert.
Ich freue mich bereits jetzt auf das 42. Turnier in 2027, vielleicht fahren ja einige von euch mit!
Anbei noch Links zu den Ergebnissen:
Rolands Ergebnisse Vorrunde
Rolands Ergebnisse Hauptrunde
Finalgruppe B
Bereits über 60 Anmeldungen zum Jubiläumsopen
Hälfte des Turniers bald ausgebucht
02.06.2026
Unser im Herbst anstehendes 2. Zimmner Jubiläumsopen hat 4 Monate vor seinem Termin
bereits 63 Anmeldungen zu verzeichnen. Die auf den verschiedenen Turnieren (Hessenmeisterschaft, Frankfurter Stadtmeisterschaft, Jugendopen und bald mehr)
durch ausgelegte Flyer und aufgehängte Poster gemachte Werbung trägt also durchaus Früchte.
Vermutlich wird das Turnier über den Sommer nahe an die angepeilten 150 Teilnehmer kommen, vielleicht diese sogar erreichen. Es ist also allen Interessierten
geraten, sich lieber früher als später anzumelden.
An dieser Stelle sei auch nochmal ausdrücklich unsere beiden Sponsoren gedankt, ohne die die Veranstaltung nicht möglich wäre. Das wäre zum einen Merck und zum anderen die Mainova AG. Herzlichen Dank für eure Unterstützung!
Ortsvereinsturnier der Bogenschützen 2026
Bilder von unserer Teilnahme
31.05.2026
Ein Kurzbericht von Roland:
Beim Turnier der Bogenschützen haben wir mit 5 Mannschaften teilgenommen.
Neben 7 Erwachsenen haben auch 8 Jugendlichen mitgemacht und zum Teil sehr gut geschossen.
Niclas war mit 95 Punkten der beste Schütze. Mit Torsten (87) und Harald (76) erzielte die Mannschaft beachtliche 258 Punkte.
Auch die Kinder um Tina, Arina und Kir schossen 166 Punkte. Das Turnier hat allen, auch mir mit nur 42 Punkten viel Spaß gemacht.
Pfingst Jugendopen 2026
Niclas, Lev und Leon in Gernsheim
25.05.2026
Traditionell veranstaltet der SK 1980 Gernsheim zu Pfingsten sein über die hessischen Gefilden hinaus bekanntes
Jugendopen, das in früheren, vor Corona stattfindenden Ausgaben über 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland und z.T.
dem Ausland anziehen konnte. In diesem Jahr schaffte es der Gernsheimer Verein zu seinem Jugendturnier stolze 170
Teilnehmer zu gewinnen, brachte jedoch einige Neuerungen ins Turnier ein:
Die augenscheinlichste und für das Turnier selbst wichtigste Änderung ist die Aufsplittung des Opens in drei Einzelturniere, die
nach Spielstärke gestaffelt wurden. Damit wurde das ursprünglich ab 1400 DWZ offene A-Turnier nochmal in zwei Gruppen
aufgeteilt, um das Spielstärkegefälle nicht zu steil werden zu lassen. Leon, dessen Rating gerade die 1000er Marke überschritten hatte,
startete im C-Turnier. Lev und Niclas meldeten sich im B-Turnier an, das bis zu 1800 DWZ offen war.
Angesetzt wurden sieben Runden Schweizer System mit 90 Minuten Bedenkzeit ohne Inkrement. Das versprach flotte Partien, aber auch
die ein oder andere Zeitnotschlacht, in der Buchhalter sicherlich Niclas als offensichtlichen Kandidaten eingeordnet hätten. Am Samstag
starteten unsere Nachwuchsspieler alle gut ins Turnier. Leon holte 1 Punkt aus den ersten beiden Partien, Lev und Niclas kamen jeweils zum
Auftakt zu einem Sieg und einem Remis.
Doch ab dem zweiten Turniertag sollte das Turnier nicht mehr so rosig verlaufen. Als erstes "schlechtes" Omen zeigte die Paarung der 3. Runde
ein direktes Duell zwischen Lev und Niclas an, das zwar Remis endete, in dem aber Niclas zwischendurch einen Bauern mehr und Gewinnchancen
hatte. Lobenswert ist, dass die beiden nicht einfach Remis schoben, sondern wirklich um den Punkt kämpften. Ab Runde 4. war ich zum Zuschauen
in Gernsheim dabei und wer sich ans Turnier in Ober-Ramstadt erinnert, der ahnt schon was meine Anwesenheit mit den Partien anrichtete.
Niclas verlor seine erste Partie durch Verlust eines Bauern am Damenflügel, wodurch sein Gegner seine Bauernmajorität in beidseitiger starker
Zeitnot durchdrücken konnte. In der Abendrunde des Sonntags bekam Niclas nach missglücktem Übergang ins Mittelspiel ein Remisangebot, das
er gerne annahm.
Lev verlor sogar beide Partien, die ich beobachtete. Eine davon besonders unglücklich: Nachdem er seinen Gegner in der Eröffnung überspielt hatte
und dessen Figuren zur Verteidigung sogar auf die Grundreihe zurückdrängte, verkalkulierte er sich in einer Kombination und verlor eine Figur.
Immerhin lief es bei Leon im C-Turnier am zweiten Tag deutlich besser. Da er mit einem Sieg morgens startete, bekam er durchweg Gegner mit 1200
oder noch mehr DWZ und konnte sich hier erneut beweisen. Er schraubte sein Punktekonto zuletzt mit einem fein ausgespielten Turmendspiel mit zwei
Mehrbauern auf 3 Punkte aus 5 Runden hoch und konnte dem finalen Turniertag heute entspannt entgegen sehen.
Heute erspielte Leon einen weiteren Punkt und schließt das Turnier mit 4 Punkten und einem mächtigen DWZ-Gewinn von ca. 130 Punkten auf Platz 31 ab.
Lev kam auch nur noch zu einem Sieg und muss nach vielen guten Leistungen ein enttäuschendes Turnier mit einem DWZ-Minus von 86 Punkten abhaken.
Niclas hielt bis 16:20 Uhr alle anderen Teilnehmer und die Turnierleitung auf, da er mit seinem Gegner die letzte Partie des Turniers ausfechten
sollte. In arger Zeitnot übersah sein Gegner ein Läuferschach und beging mit einem Turm einen unmöglichen Zug, was Niclas einen beruhigenden Zeitbonus
einbrachte. Seine Stellung mit einer Dame mehr war da aber auch schon locker gewonnen. Er kam am Ende auf 4 Punkte, schließt damit im oberen
Tabellendrittel des B-Turniers ab und wird ein leichtes DWZ-Plus von 20 Punkten machen. Er knackt damit die 1600.
Ich denke mal, ohne heute dabei gewesen zu sein, dass alle drei bei dem Turnier mächtig Spaß hatten. Bis auf Lev, der sich zurecht ärgern wird,
ist unsere Jugend bestimmt auch zufrieden mit dem Turnierverlauf, der besonders bei über 30 °C im Schatten doch sehr anstrengend gewesen sein muss.
Zum Glück haben die Gernsheimer dieses Jahr für eine Menge Softeis gesorgt, das den vielen Gesprächen nach, die ich mit den Veranstaltern geführt habe,
der Renner im Verkauf war.
Generell war das Turnier dem Eindruck nach erneut auf dem selben Niveau, wie ich es in Erinnerung hatte. Viele Kinder, ein hoher Andrang, eine Menge
gutes, selbstgemachtes Essen aus den eigenen Vereinsreihen und eine familiäre Atmosphäre lassen das Turnier für mich weiterhin zu einem Meilenstein
im Kalender werden - auch wenn ich leider zu alt bin um noch mitspielen zu dürfen. Schade ist gerade deswegen, dass wir es nur zu drei Teilnehmern aus
den eigenen Reihen geschafft haben, was aber der einzige Minuspunkt bleibt. Natürlich habe ich vor Ort auch noch für unser Turnier im Herbst geworben,
woraus sich hoffentlich die ein oder andere Anmeldung noch ergeben wird.
Ansonsten wie immer nachfolgend noch ein paar Bilder und die wichtigsten Links zu allen Ergebnissen und Tabellen:
- Offizielle Turnierseite: Pfingst Jugendopen
- Das B-Turnier auf chess-results.com
- Das C-Turnier auf chess-results.com
Hessenmeisterschaften in Ober-Ramstadt
7 Zimmner mischen mit
17.05.2026
Zum 75. Vereinsjubiläum richtete der SC Ober-Ramstadt die diesjährigen Hessenmeisterschaften aus. An dieser Stelle
sei natürlich den Bezirksnachbarn erst einmal zum erfolgreich genommen Meilenstein von 75 stolzen Vereinsjahren ausführlich gratuliert!
Es ist schön zu sehen, wie lange der Schachsport schon in unserer Region durch die verschiedenen Ortsvereine gepflegt und hochgehalten wird.
Davon zeugen die immer wieder mal aufploppenden, großen Jubiläumsjahre der einzelnen Vereine, die sich ihrer historischen Verantwortung
bewusst sind und diese eben auch gebührend feiern. So auch, wie bereits erwähnt, Ober-Ramstadt mit der
HEM 2026.
Zu dieser in vier Spielstärken aufgeteilten Landesmeisterschaft fanden sich 7 Zimmner ein, um im A- bis C-Turnier die neuen Hessenmeister zu
erspielen. Hier die Aufteilung, wie die Turniere so gestaffelt waren und wer von uns wo gestartet ist:
| Turnier: | A-Turnier | B-Turnier | C-Turnier |
| Teilnehmer: | 24 | 33 | 39 |
| Spielstärke: | 1800 - 2200 DWZ | 1400 - 1850 DWZ | 0 - 1450 DWZ |
| Zimmner Teilnehmer: | Steffen, Maurice | Norbert, Niclas, Lev, Torsten | Leon |
Angesetzt wurden 7 Runden Schweizer System, wobei der einrundig ausgetragene Spieltag der Freitag wurde. Ansonsten wurden an jedem Turniertag
zwei Partien ausgetragen, wie es für solche Turniere üblich ist. Die Hessenmeisterschaft startete allerdings am Donnerstag deutlich
verspätet. Schuld war ein streikender Drucker, durch den die Auslosung der 1. Runde für das B- und C-Turnier nur online einsehbar war und
bei den Teilnehmern, die ihre Handys ja bereits ausgeschaltet hatten, für Verwirrung sorgte.
Nachdem die Startrunde dann aber noch erfolgreich verlief, setzte pünktlich zur 2. Runde die von der benachbarten Wirtschaft gebuchte Band
lautstark an und umrahmte den Feiertag musikalisch, was auch im Turniersaal deutlich zu hören war, da die Wände der Ober-Ramstädter Stadthalle
doch dünner waren, als ich in Erinnerung hatte. Sportlich lief es bei uns auch mit Licht und Schatten. Leon erspielte sich im C-Turnier 2 Punkte,
kämpfte hierbei immer ordentliche Partien bis zum Ende aus und kann durchaus zufrieden mit der gezeigten Leistung sein. Er wurde 30ter.
Bei Norbert im B-Turnier fehlte hier und da nur etwas Glück. Ansonsten spielte er mit 2½ Punkten ein Turnier leicht unter seinem Wert. Da er aber
mit viel Spaß dabei war, wird der sich einstellende leichte DWZ-Verlust keinen Schaden anrichten. Norbert landete auf Platz 26 der Endtabelle.
Bei Torsten lief es ebenso glücklos. Er konnte lediglich ein Remis gegen den neuen Bezirksseniorenwart Buntkowsky einfahren, musste sich
ansonsten immer gegen z.T. deutlich stärkere Gegner nach anstrengenden Kämpfen knapp geschlagen geben. Da er auch noch einmal ohne Spielpartner
blieb und nur zu sechs Partien kam, sprang am Ende nur Rang 31. raus.
Niclas hingegen spielte ein solides Turnier, das wohl in seiner erwartbaren Leistungsbreite eingeordnet werden kann. Er schaffte es auf 3½
Punkte, ließ aber hier und da mehr zählbares liegen. Dafür war seine Zeiteinteilung in den Partien deutlich besser als in den vielen
Saisonpartien, die wir mit ihm mitfiebern dürfen. Er wird ein leichtes DWZ-Plus machen und landete auf Rang 14.
Am besten schnitt Lev ab, der auf 5 Punkte kam. Leider war hierunter auch eine kampflose Partie, da sein Gegner in Runde 3. einfach nicht erschien.
Dennoch war das restliche Turnier sehr stark von ihm gespielt. Er spielte ab Runde 5. sogar um den Turniersieg mit, konnte aber mit der Spitze
dank zweier Remis vor der Schlussrunde nur Fühlung halten. Mit einem fein herausgespielten Schwarzsieg in der letzten Runde sicherte sich Lev
Platz 3. und eine schöne Summe Preisgeld. Seine DWZ wird ebenso einen ordentlichen Sprung machen und die 1700er Marke knacken.
Kommen wir zum A-Turnier, das Maurice auf dem 9. Platz abschließt. Mit 4 Punkten gegen einen soliden Gegnerschnitt darf er sich über ein DWZ-Plus
und ein gutes Turnierwochenende freuen. Bei mir lief es mit Ansage sehr schlecht, auch wenn 50% Punktausbeute erstmal nicht ganz verkehrt klingt.
Ein DWZ-Minus von vorraussichtlich 40-45 Punkten zeigt aber deutlich auf, dass ich im Tiefflug unter den Erwartungen gespielt habe. Reden wir deshalb nicht
weiter drüber, sondern erwähnen, dass Roland und Thomas die Tage über als Zuschauer ebenfalls mit dabei waren. Beide haben sich trotz des mäßigen Wetters
auf ihre Drahtesel geschwungen und auf den Weg nach Ober-Ramstadt gemacht, um den meisten von uns tröstende Worte nach den vergeigten Partien
zukommen zu lassen.
Trotzdem war das Turnier in direkter Nachbarschaft eine schöne Erfahrung, die wiederum ihre Eigenarten hat. Jedes Turnier hat seinen eigenen
Charakter, so auch die diesjährige Hessenmeisterschaft. Die Turnierleitung fuhr eine meines Erachtens teilweise sehr strenge, aber irgendwo
einer offiziellen Landesmeisterschaft auch angebrachte Linie. Das Turnier selbst ähnelte von der Besetzung her dabei eher einer
Bezirksmeisterschaft, was eben der Spielort mitten in unserem Bezirk eben mit sich bringt. Auch die Siegerehrung bzw. der Weg dahin war besonders.
Denn in der zeitgleich ausgetragenen Frauenmeisterschaft spielten die spätere Hessenmeisterin und ihre Gegnerin knapp 120 Züge und reizten die
angesetzte Bedenkzeit vollends aus. Als es dann zur Reklamation einer dreifachen Stellungswiederholung in einem absolut untypischen Bauernendspiel
(Weiß: Bauern auf f2, f4, f5 (sic!); Schwarz: Bauer auf f6) kam, musste die gesamte Partie an zwei extra herangeschafften Brettern nachgespielt werden.
Nach ca. 30 Minuten wurde der Reklamation stattgegeben und die Hessenmeisterschaft beendet, sodass es gegen halb 10 zur Siegerehrung kam. Bei dieser
wurde dann wie erwähnt auch Lev endlich als Dritter des B-Turniers geehrt.
Zum Abschluss muss man den Ober-Ramstädtern erneut für die Ausrichtung des Turniers danken. Aber auch Fabian Czappa, der am ersten Tag vor Ort war und professionelle Bilder von Turniersaal und Teilnehmern gemacht, sowie mir diese direkt hat zukommen lassen. Leider wurden nicht von allen Bilder geschossen, aber ich lasse euch trotzdem nun einen Einblick ins Turniergeschehen werfen. Zuvor sei aber noch sein offizieller Bericht zur Hessenmeisterschaft verlinkt.
Ortsvereinsturnier Pétanque
4 Teams vom Schachclub mischen mit
03.05.2026
Bei der diesjährigen Ausgabe des Ortsvereinsturniers im Pétanque waren sage und schreibe 20 Mannschaften von mehreren Vereinen
und Privatleuten angemeldet. Der starke Zuwachs in der Teilnehmerzahl ist nicht nur der steigenden Popularität des Pétanques selbst
geschuldet, sondern auch dem Umstand, dass der Schachclub ganz 4 Mannschaften stellen konnte.
So fanden insgesamt 14 Spieler von uns trotz immer wieder kurzzeitig einsetzendem Nieselregen den Weg in die Bahnstraße, darunter unsere halbe
Jugend. Die Teams setzten sich wie folgt zusammen:
- SC 1
- Bogdan Michaelis
- Lev Cherniavskii
- Niclas Wagner
- SC 2
- Demid Michaelis
- Arina Fraint
- Kir Fraint
- SC 3
- Torsten Wöhl
- Frank Ahrens
- Steffen Heß
- SC 4
- Roland Rühm
- Julian Czwak
- Bernd Czwak
Leider gab es bei der hiesigen Menge an Spielern auch das ein oder andere organisatorische Problem: Niclas vertat sich in der Uhrzeit und kam
mitten in der 1. Runde an, ich musste mich nach 3 Spielen durch meinen Vater Thilo auswechseln lassen, da ein verknackster Knöchel mich zum
Ziehen der Reißleine zwang, und Bernd konnte nur bis halb 12 mitspielen, ehe er von Marianne ersetzt werden musste.
Trotzdem schaffte es jede Mannschaft alle 5 Spiele mitzumachen und durchaus auch gute Platzierungen zu erspielen. Am besten Schnitt SC Groß-Zimmern
1 ab. Mit 3 Siegen und einem deutlichen Punkteplus in der Feinwertung wurde das junge Team um Bogdan, Niclas und Lev Fünfter der Gesamtwertung.
Alle anderen Teams von uns folgten im Mittelfeld mit jeweils 2 Siegen und 3 Niederlagen.
Neben der starken Konkurrenz gelang es damit nicht, den 3. Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen, es stand aber für uns alle sowieso mehr der
Spaß und die Geselligkeit im Vordergrund.
Im nächsten Jahr, sind wir sicher wieder mit von der Partie!
9. Spieltag - Bericht
Saisonabschluss für alle Mannschaften
26.04.2026
FK Babenhausen - SC Groß-Zimmern I. 5 : 3
Zum Abschluss der Saison mussten wir heute nochmal nach Babenhausen fahren - zum vorzeitigen Meister und Aufsteiger in die Landesklasse Süd.
Da Babenhausen die Saison über immer komplett und in Bestbesetzung antrat, war die Aufstellung für den heutigen Spieltag leicht zu erraten.
Dummerweise fielen bei uns gleich 3 Stammkräfte aus und konnten nur von zwei tapferen Ersatzleuten aufgefangen werden, womit wir sogleich
einen Punkt der diesjährigen Übermannschaft hinterrennen mussten.
Das erste Ergebnis ergab sich am 5. Brett, wo Lev auf den Jugendleiter des Bezirks, Alexander Diehm, traf.
Hier spielte quasi Schüler gegen Meister, denn Lev ist einer der Stammgäste im Bezirksjugendkader, der von Alexander geleitet wird. Nach
unkonventioneller Variantenwahl geriet Lev bereits in der Eröffnung in Nachteil. Er stellte früh einen Bauern im Zentrum ein und wurde
in der Folge weiter überspielt, bis er drei Bauern im Nachteil war und sich geschlagen gab.
Dann gelang es Norbert aber, unseren Punktezähler auf seine Funktionalität zu prüfen: In einer sehr verkeilten
Stellung wurden die Springer getauscht, Einbruchsfelder gestopft und dann Remis geboten. Norbert nahm das Angebot nach Rücksprache mit mir
dann an. Ich gab keine direkte Order mehr raus, auch wenn wir 2:0 hinten lagen - die Saison war für uns ja mit dem erreichten Klassenerhalt
bereits erfolgreich abgeschlossen. Norbert konnte sich dann freuen, ungeschlagen durch die Saison gekommen zu sein.
Da ich mich bereits erwähnte, passt es ganz gut, dass ich als nächstes auch fertig war. In meiner Partie drohte ich im Mittelspiel einen
gefährlichen Einschlag auf e7 mit einem Zwischenopfer einer Figur, die ich kurze Zeit später mit Zinsen zurückgewinnen sollte. Nachdem
der Einschlag eine Zeit lang verteidigt wurde, ging eer plötzlich doch und ich ließ mich nicht zweifach bitten. Mit einem Bauern und einer
Qualität mehr war es nur noch eine Frage der Technik bzw. der Zeit, bis ich den vollen Punkt zugesprochen bekam.
Hiernach ging es aber leider nicht sehr erfreulich für uns weiter: Frank, der bereits in der Eröffnung stark im
Figurenspiel zurückgedrängt wurde, hielt dem aufgebauten Druck auf dem Damenflügel nicht mehr stand und musste einen Freibauern mittels
Figurenopfer aufhalten, gab sich aber umgehend hiernach geschlagen, da keine Gegenwehr mehr zu leisten war.
Auch Niclas verlor recht zügig im Endspiel. Aus der Eröffnung kam er noch recht gut raus, ließ aber einen sehr guten,
weil Raum gewinnenden Zug im Zentrum aus und ließ seinen Gegner mit einem Bauernhebel zurück ins Spiel kommen. Als sich erste Figuren tauschten,
waren die weißen Steine plötzlich deutlich aktiver und Niclas, der langsam in Zeitnot geriet, verlor zwei Bauern.
Da Babenhausen damit schon auf 4½ Punkte kam, half es nichts, dass Steffen G. nach einer starken Partie gewann.
Er griff mit seinen Bauern forsch am Damenflügel an und nutzte die unkoordinierte Aufstellung der weißen Figuren entscheidend aus erst einen
Bauern, dann eine Qualität zu gewinnen. Am Ende durfte er mit beiden Türmen den aus dem Versteck gelaufenen König fangen.
Den Schlusspunkt des Tages setzte Roland, der erst sehr gut aus der Eröffnug kam, dann seinen positionellen Vorteil mit
einem zu schnellen Bauernvorstoß vergab und am Ende mit einem Bauern weniger ums Überleben kämpfte. Da sein Gegner ihm aber nochmal eine Möglichkeit
zum Dauerschach gab, nahm Roland das Remis mit.
Die erste Mannschaft schließt mit 10 Punkten eine äußerst gute Saison auf Platz 4. der Starkenburgliga ab.
SC Groß-Zimmern II. - FK Babenhausen II. 1½ : 4½
Gegen Babenhausen II. hatte unsere zweite Mannschaft heute leider keine Chance. Auch hier ist die Babenhäuser Mannschaft von der Spielanlage her
eine Klasse besser für die betreffende Liga und stand vorab als Meister und Aufsteiger in die Bezirksklasse fest.
Manuel remisierte die finale Partie der Saison und ist ebenfalls einer der wenigen, die ungeschlagen blieben. In seiner Partie
war sprichwörtlich nicht viel los. Beide Seiten entwickelten sich gut, tauschten Figuren und ein Turmpaar über die einzige, offene Linie, wonach
es weder Schwachpunkte noch Einbruchsfelder gab. Also einigte man sich auf Remis.
Nicht anders verlief im Prinzip die Partie von Harald, der nach Abtausch aller Figuren im reinen Bauernendspiel zwar einen
gedeckten Freibauern bewachen musste, aber durch Zustellung aller weiteren Bauern auch dem feindlichen Monarchen den Zutritt ins eigene Lager
verwehrte, sodass die Punkteteilung beschlossen wurde.
Von Dieters Partie ist mir leider nur die Aussage seiner in Babenhausen eintreffenden Gegnerin bekannt, die eine wilde, aber sehr interessante
Partie beschrieb. Dieter verlor diese leider. Ebenso wenig Infos habe ich zur Partie von Bogdan, der aber zu einem
Remis gegen den Topscorer der A-Klasse kam.
Kosto geriet nach der Eröffnug in einen tödlichen Königsangriff. Seine Rochadestellung wurde mittels Figurenopfer
geknackt, der König über die halbe Grundreih gejagt und am Ende Matt gesetzt.
Am 6. Brett wurde auch Leon nicht verschont. Babenhausen setzte für die A-Klasse auch ungewöhnlich starke
Ersatzleute ein. So musste Leon gegen einen Gegner mit 1661 DWZ bestehen - eine noch zu große Aufgabe. Als im Mittelspiel eine Bauer verloren ging,
leitete Leons Gegner zu einem Endspiel über und gewann dieses mit dem Mehrbauern einfach, in dem er diesen durchschob. Saubere Technik!
Unsere zweite Mannschaft steigt nach einer wahnsinnig guten Saison als Tabellenzweiter mit 12 Punkten in die Bezirksklasse auf. Die Etablierung
neuer und vor allem junger Spieler fruchtete also auch hier. Spannend wir die Aufstellung der nächsten Saison, aber lassen wir mal den
Sommer kommen und uns erst mal eine starke Saison für den ganzen Verein feiern!
Groß-Zimmern beim Schach für alle
Niclas, Lev, Leon und Maurice beim Turnier in Roßdorf
19.04.2026
Zum zweiten (oder schon dritten Mal?) veranstaltete der SC Ladja Roßdorf im Bürgerzentrum ein Schnellschachturnier unter dem
Namen "Schach für alle", der gleichzeitig Programm sein sollte. Denn zu dem Turnier sind nicht nur Clubspieler willkommen,
sondern auch Hobbyspieler, die sich meiner Erinnerung nach bei der Erstausgabe erstaunlicherweise auch zahlreich rekrutieren ließen.
Dieses Jahr sollte das nicht anders sein und sich in der Startrangliste mehrheitlich Spieler wiederfinden, die noch keine Ratingzahl
oder Vereinszugehörigkeit aufweisen konnten.
Zur diesjährigen Ausgabe reiste mit Maurice, Leon, Lev und Niclas praktisch unsere halbe Jugend an und kämpfte um die ersten Plätze.
Bei 32 Teilnehmern und 7 Runden Schweizer System ergaben sich folgende Endplatzierungen für unsere jungen Kämpfer:
Leon, der als 31. der Setzliste startete, erspielte sich mit einem Sieg in der letzten Runde insgesamt 3½ Punkte, was ihn
auf Rang 16 das Turnier enden ließ.
Die anderen drei landeten allesamt in der Top 10: Niclas belegte mit 4 Punkten den zehnten Platz, hätte aber durchaus weiter vorne landen
können, wenn die letzte Runde nicht verloren gegangen wäre. Lev brachte es auf 4½ Punkte und belegte Platz 7. Maurice schrammte
als an 2. gesetzter Spieler haarscharf am Treppchen vorbei. Er wurde mit 5 Punkten Vierter.
Die Bilder habe ich von Roland erhalten, dem Vorjahressieger des Turniers, der dieses Jahr allerdings nur zuschauen wollte.
Osterturnier der Jugend
13 Schachkinder spielen mit
19.04.2026
Am Freitag fand auch das diesjährige Osterturnier unserer Schachjugend statt. Jugendleiter Roland veranstaltet immer um Ostern rum mit
allen interessierten Kindern ein Blitzturnier, zu dem als Preise Süßigkeiten winken. Dieses Jahr waren 13 unserer Schachkinder
dabei und spielten, aufgeteilt in eine Mädels- und eine Jungsgruppe, jeweils ein jeder-gegen-jeden Rundenturnier.
Bei den Mädels setzte sich Asenath im doppelrundig ausgetragenen Turnier noch vor der Vorjahressiegerin Tina durch. Asenath erspielte 7 Punkte,
während Tina auf 6 Punkte kam. Ihnen folgte mit 4 erspielten Punkten Arina auf dem 3. Platz.
| Platz | Spieler | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | BP |
| 1. | Asenath Ali | 1 | 2 | 2 | 2 | 7 | |
| 2. | Tina Gasz | 1 | 1 | 2 | 2 | 6 | |
| 3. | Arina Fraint | 0 | 1 | 1 | 2 | 4 | |
| 4. | Athena Ali | 0 | 0 | 1 | 2 | 3 | |
| 5. | Mila Fischer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Platz | Spieler | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | BP |
| 1. | Niclas Wagner | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 6 | |
| 2. | Demid Michaelis | 0 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 5 | |
| 3. | Bogdan Michaelis | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 1 | 3 | |
| 4. | Leon Skalski | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 3 | |
| 5. | Kir Fraint | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 2 | |
| 6. | Leon Yan | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | 2 | |
| 7. | Julian | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
In der Gruppe der Jungs wurden 6 Runden, also einrundig gespielt. Hier setzte sich der Favorit Niclas klar und deutlich mit 100% Ausbeute, also 6 Punkten durch. Zweiter wurde Demid, der mit 5 Punkten die restliche Konkurrenz hinter sich ließ. Auf dem 3. Platz folgte Bogdan mit 3 Punkten, der den direkten Vergleich gegen den punktgleichen Leon S. gewann und daher noch auf dem Treppchen landete.
4. Runde Langzeitturnier ausgespielt
Vorbericht mit ersten Details
18.04.2026
| Gesamttabelle Langzeiturnier 2026 | ||||
| Platz | Spieler | DWZ | Punkte | Buchholz |
| 1. | Steffen Heß | 2084 | 4 | 4,5 |
| 2. | Maurice Held | 1866 | 3 | 6,5 |
| 3. | Lev Cherniavskii | 1505 | 2½ | 10,5 |
| 4. | Norbert Ziegler | 1676 | 2½ | 6,5 |
| 5. | Harald Weber | 1561 | 2½ | 4,5 |
| 6. | Kosto Ilievski | 1416 | 2 | 7,5 |
| 7. | Dr. Wolfgang Beiersdorf | 1452 | 2 | 6,0 |
| 8. | Siegfried Scholz | 1341 | 2 | 5,5 |
| 9. | Dieter Rauck | 1531 | 2 | 3,5 |
| 10. | Thomas Beutel | 1741 | 2 | 0,5 |
| 11. | Niclas Wagner | 1436 | 1 | 9,5 |
| 12. | Roland Rühm | 1955 | 1 | 9,5 |
| 13. | Paul Terre | 1621 | 1 | 6,5 |
| 14. | Torsten Wöhl | 1384 | 1 | 1,0 |
| 15. | Frank Ahrens | 786 | ½ | 8,5 |
| 16. | Anatoli Hermann | 745 | 0 | 7,0 |
| 17. | Steffen Gathmann | 1599 | 0 | 4,0 |
| 18. | Gerd Held | 1313 | 0 | 1,0 |
| Brett | Weiß | - | Schwarz | Ergebnis |
| 1. | Maurice Held | - | Harald Weber | 0 : 1 |
| 2. | Steffen Gathmann | - | Steffen Heß | 0 : 1 |
| 3. | Anatoli Hermann | - | Niclas Wagner | 0 : 1 |
| 4. | Lev Cherniavskii | - | Kosto Ilievski | 1 : 0 |
| 5. | Roland Rühm | - | Norbert Ziegler | 1 : 0 |
| 6. | Frank Ahrens | - | Dr. Wolfgang Beiersdorf | 0 : 1 |
| 7. | Torsten Wöhl | - | Siegfried Scholz | 0 : 1 |
| 8. | Dieter Rauck | - | spielfrei |
Auch die vierte Runde des Langzeitturniers erfreute sich eines großen Teilnehmerandrangs. Ein neuer Rekord wurde zwar nicht aufgestellt,
das wäre auch schwer möglich gewesen, doch immerhin 15 Teilnehmer fanden sich pünktlich im Glöckelchen ein. Dieter blieb bei der
Auslosung ohne Gegner und hat damit in der kommenden Runde Vorzugswahlrecht.
Das hatte heute Harald inne, nachdem er in Runde 3. spielfrei blieb. Harald wählte selbstbewusst den Tabellenführer Maurice aus und bekam
nach dessen Farblosung die schwarzen Steine. Die beiden wählten eine eigentlich schnell scharf werdende Variante des Königsinders, tasteten
sich dann aber doch anfangs nur etwas ab. Maurice, der dadurch fast konkurrenzlos das Zentrum besetzen durfte, stand zwischenzeitlich deutlich
aktiver. Harald konnte aber in der Folge viele Figuren tauschen und die Stellung in der Balance halten. Im Schwerfigurenendspiel hatte Maurice
immer noch Raumvorteil, aber Harald Kontrolle über die einzig offene Linie. Hier gerieten beide in Zeitnot, was Maurice am Ende zum Verhängnis
wurde. Er verlor in leicht vorteilhafter Stellung auf Zeit.
In der zweiten Partie spielte Steffen Gathmann sein Debüt in diesem Jahreszyklus und wählte mit mir den zweiten noch verlustpunktfreien Spieler
aus. In unserer Partie opferte ich im Mittelspiel einen Bauern für aktives Spiel, bekam dieses auch und opferte auf e3 einen Springer, um die
Kräfte von Steffen vollends zu knebeln. Leider fand ich den Ausmacher nicht, rechnete viel und ließ Steffen, der sich wacker verteidigte und
präzise Verteidigungszüge fand, wieder mehr und mehr rauskommen. Am Ende patzte Steffen nochmal und ließ mich über einen Doppelangriff
die entscheidende Figur gewinnen.
Von der dritten Partie ist mir leider nur das Ergebnis bislang bekannt. Hier bezwang Niclas mit Schwarz Anatoli, der Niclas zum Kampf herausforderte.
Für Niclas bedeutet das den ersten Punkt in diesem Jahr.
Nicht viel mehr weiß ich von der Partie Lev - Kosto, in der Lev nach einer Abwicklung eine Mehrfigur behielt und diese sicher nach Hause spielte.
Lev schraubt sein Punktekonto auf 2½ hoch und arbeitet sich tabellarisch weit nach vorne. Er steht jetzt auf dem 3. Rang.
Zwischen Roland und Norbert, der bereits das vierte Mal Schwarz in der Auslosung zog, entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch. So
interessant, dass die beiden zwischendrin während der laufenden Partie schon leicht ins analysieren abschweiften. Schlussendlich hatte Roland
das bessere Ende und damit ebenfalls seinen ersten Punkt eingefahren. Norbert tritt damit auf der Stelle und muss wie schon erwähnt seinen
zuvor besessenen 3. Platz an Lev abgeben.
Frank verlor gegen Wolfgang, der mit Schwarz den sonst solide und zäh spielenden Frank auf dem falschen Fuß erwischte. Leider weiß ich auch hier nicht
mehr von der Partie im Detail.
Zu Guter letzt betrachten wir aber die Partie Torsten - Siggi. Die beiden Turnierleiter spielten lange Zeit eine ausgeglichene Partie. Erst versuchte
Torsten am Königsflügel Spiel zu erzeugen, brach den eingeleiteten Angriff aber nach einem Zentrumsvorstoß von Siggi ab. Dann wurde der Damenflügel
Ort des Geschehens, wo sich viele Figuren, inklusive der Damen, tauschten. Am Ende drang Siggi gewinnbringend mit seinen Türmen ins weiße Lager ein
und gewann ganz entscheidend einen Bauern auf f2, den sich Torsten nicht erst schlagen ließ, sondern aufgab.
Die nächste Runde wird am 22. Mai ausgetragen.
Gernsheimer Schnellschachcup
Maurice und Niclas spielen mit
12.04.2026
In Gernsheim fand am Samstag die Frühjahrsausgabe des erfolgreichen
Schnellschachcups statt.
Zu diesem auf sieben Runden ausgelegten Schnellschachturnier (Bedenkzeit 15 min + 10 sec Inkrement) nach Schweizer System fuhren heute Maurice
und Niclas, um im recht stark besetzten Teilnehmerfeld um ihre Rapidelo zu spielen. Die Elo-Auswertung macht wohl auch den Reiz des noch neuen
Gernsheimer Formats aus, was auch einige FMs zur Teilnahme anlockte.
Maurice war im Mittelfeld gesetzt, während Niclas nach Elozahlen weiter hinten startete. Nach den sieben Runden kamen beide auf jeweils 4 Punkte.
Maurice, der in der ersten Runde des mit 50 Teilnehmern bestückten Turniers zu einem kampflosen Punkt kam, schloss mit den geholten Punkten leicht
unter seinem Erwartungsscore ab, während Niclas mitunter deutlich stärkere Gegner hatte und dementsprechend das Turnier als erfolgreich verbuchen kann.
Er macht ein gutes Eloplus von 28 Punkten, Maurice verliert nach inoffizieller Auswertung durch chess-results 20 Elopunkte.
Die beiden fuhren nicht nur zusammen hin, sondern landeten auch in der Tabelle auf benachbarten Plätzen: Maurice wurde 17ter, Niclas folgte ihm auf
Platz 18. mit leicht schlechterer Feinwertung. Zusätzlich staubte Niclas (wie ja eigentlich immer) den Ratingpreis kleiner 1700 Elo ab.
Herzlichen Glückwunsch hierzu!
Die Einzelergebnisse der beiden in den einzelnen Runden und die Enttabelle gibt es wie angedeutet bei chess-results:
1. Schnellschach-Frühlings-Cup.
SC Groß-Zimmern beim Grenke Chess Open!
"Ein Turnier, das jeder Schachspieler in seinem Leben einmal spielen sollte" - Péter Lékó
07.04.2026
Nicht besser wie das im Titel aufgeführte Zitat von Vizeweltmeister Péter Lékó kann ich das Grenke Schachfestival beschreiben. Über Ostern hinweg wurde Karlsruhe zur Schachhauptstadt der Welt - auch wenn gerade auf Zypern das diesjährige Kandidatenturnier stattfindet. Rund 4000 Spieler traten aufgeteilt in A-, B- und C-Open im klassischen sowie im Freestyle Schach an. Eine schier unglaubliche Zahl, die mit Blick auf frühere Ausgaben vielleicht nicht überraschend für manchen sein mag, doch einfach für ein Schachturnier eine sonst unerreichbare Hausnummer bleibt. Das Grenke Chess Open ist seit Jahren weltweit ein maßgebendes Event und setzt viele Standards, egal ob es um organisatorische Qualitäten oder Turniermodalitäten geht. Das Turnier gleicht gefühlt auch mehr einem großen Festival, als einem Schachwettbewerb. Das sticht für mich persönlich nicht nur durch die angelockte Masse an Schachfreunden heraus, die ja irgendwie überzeugt wurden mitzuspielen, sondern viel mehr durch die vielen professionell aufbereiteten Details während des Turniers. Das fängt beim Spielmaterial in allen Turnieren an, wo nur die aktuellsten und höherwertigsten Holzfigurensets eingesetzt wurden, geht über mediale Vermarktung des Turniers mit Liveübertragung und Kommentar im Internet bis hin zu den optisch edel gestalteten Tischnummerschildern oder dem Online-Checkin für vorangemeldete Spieler. Das alles und noch vieles mehr runden eine Veranstaltung dieser Größe derart ab, dass man wirklich von einem für Schachfans organisierten Schachfestival reden kann.
Von diesen Eindrücken konnten sich auch sechs Schachfreunde unseres Vereins überzeugen: Paul, Anatoli, Roland, Maurice und 2x Steffen nahmen an der diesjährigen Ausgabe des Grenke Chess Opens teil. Während Anatoli im C-Open spielte und Steffen H. im A-Open bei den Profis sein Glück probierte, waren die anderen vier im mit 1531 Leuten übervollen B-Open angetreten. Jeder von uns hatte sich für das Turnier etwas eigenes vorgenommen, doch stand selbstverständlich der Spaß und das "Dabeisein" im Fokus des Turniers.
Dazu gehörte natürlich auch gemeinschaftlich als Verein anzureisen und aufzutreten. Dementsprechend packten wir unsere Vereinsklamotten ein,
bildeten Fahrgemeinschaften und wohnten zusammen in der selben Ferienwohnung, in der wir abends Freud und Leid der zuvor gespielten Partien
teilen sollten. Auch wenn wir nach jeweils 2 Spielen pro Tag abends sehr ausgelaugt waren, durften allabendliche Analysen und eine Vorbereitung
mit der neusten und extra für das Turnier beschafften Datenbank nicht fehlen. Wir kamen daher auch selten (also eigentlich nie) vor 12 Uhr nachts
ins Bett und selbst im Schlaf nicht aus dem schachlichen Fokus. Ob das auf Dauer gesund ist, sei dahingestellt. Doch als leidenschaftlicher
Schachspieler braucht es eben ab und an einer solchen Schachkur!
Doch schieben wir kurz noch folgende Anekdote ein: Während Paul und Antoli mit der Familie reisten, fuhr Roland von Dortmund aus
alleine nach Karlsruhe. Maurice und die beiden Steffens bildeten demnach die letzte Fahrgemeinschaft, die bereits beim Start in Groß-Zimmern
beinahe ihr jehes Ende gefunden hätte: Als sich die drei zusammenfanden fragte ich nach, ob sie denn den Online-Checkin durchgeführt haben.
Mit diesem wurden vorangemeldete Spieler sicher zur ersten Runde ausgelost und mussten nicht nochmal vor dem Start zeitnah ins Kongresszentrum fahren.
Hier stellte sich plötzlich heraus, dass Steffen G. ganz vergessen hatte, sich anzumelden. Eine FIDE-ID hatte er auch nicht, die zwingend notwendig
war, um mitspielen zu dürfen! Da die Anmeldung zum Turnier über das Internet noch freigeschaltet war, meldete sich Steffen also kurz vor knapp noch an,
während ich ihm über den wohl in Sonderschicht arbeitenden Elobeauftragten des Deutschen Schachbundes eine FIDE-ID beantragte. Man mag es kaum glauben,
aber nach 30 Minuten lag diese vor und die Anmeldung ging noch durch, sodass Steffen, wie im Bild zu sehen, sichtlich erfreut noch mitspielen konnte.
Doch damit nicht genug, bei Ankunft in der Ferienwohnung musste auch Anatoli sich kurzfristig eine FIDE-ID beantragen, die aber keine 10 Minuten später
vorlag. Uns bzw. den beiden wird es nicht anders ergangen sein als vermeintlich einige Hundert andere Schachspieler, die am Turniertag feststellen mussten,
die entscheidende Beantragung der FIDE-ID vergessen zu haben. Wie dem auch sei, alles nochmal gut gegangen. Es hätte mich auch gewundert, wenn der Schachbund
und die FIDE sich bei einem Turnier diesen Formats querstellen und sich die Bearbeitungsgebühren durch die Lappen gehen lassen.
Kommen wir schnell zu unserem sportlichen Abschneiden. Ich gehe jetzt nicht auf jede Partie ein, das wäre zu viel aufzubereiten und auch zu lesen.
Ich stelle nur kurz für jeden den Turnierverlauf dar und verlinke immer mit dem Namen auf das entsprechende Ergebnistableau.
Fangen wir bei mir selbst an (der Esel nennt sich ja immer zuerst). Wie erwähnt startete ich im stark besetzten
A-Open und war dort fast ganz oben in der zweiten
Hälfte des Teilnehmerfeldes, also an 561 von 998 Teilnehmern gesetzt. Das bedeutete für mich in Runde 1. einem Profispieler
gegenüber zu sitzen, genauer gesagt einem ukrainsichen IM, der keine Lust auf einen missglückten Turnierstart hatte.
Nach einem dummen Fehler, der mich einen Bauern kostete, gab ich mich standesgemäß am 63. Brett des Opens, das auch live
ins Internet übertragen wurde, geschlagen. Danach folgten zwei Punkteteilungen gegen "schwächere" Gegner, also jeweils mit knapp unter 2000 DWZ.
Der dritte Turniertag sollte mein bester werden. Hier gewann ich zweimal recht überzeugend. Einmal ein Turmendspiel mit Mehrbauer und einmal
eine Partie mit Mehrturm, den ich zuvor in einer schönen Kombination herausgearbeitet hatte. Ab da wähnte ich mich im Turnier angekommen und
meinem Ziel, die 2100 zu knacken und mehr als 50% aus den 9 Runden gegen stärkere Gegner zu holen, nahe. Doch zwei unglückliche Niederlagen gegen 2300er, wo eigentlich
1½ Punkte herausspringen hätten müssen (!), machte mir das Turnier direkt zu nichte. Da half es auch nicht, in Runde 8. einen glücklichen
Sieg nach 4,5 h Spielzeit und ein Remis gegen einen jungen FM mit 2305 DWZ in Runde 9. zu ergattern. Es blieb dann bei den 4½
Punkten für mich und durch die dummen beiden vergeigten Partien an Tag 4 des Turniers bei einem DWZ-Zuwachs von mageren 2 Punkten.
Im B-Open wollte
Maurice
saubere Partien spielen und öfters mal "den Sack zu machen", heißt erarbeitete Vorteile zu Siegen zu verwerten. Als an 147 gesetzter Spieler
sollten ihm gerade zu Beginn des Turniers durchaus mehrfach Chancen hierfür gegeben werden. Doch es gelang ihm leider auch nicht, das angestrebte
Ziel zu erreichen. Nach Abschluss der Partien ärgerte er sich immer wieder mal, dass es nur zum Remis, auch gegen schwächere Gegner kam. Darüber
hinaus verlor Maurice leider auch zwei Partien, während zwei seiner Punkte gegen Gegner aus dem Ausland (darunter einem Streamer) und damit ohne DWZ waren. Das drückt seine
Wertungszahl erheblich auf ungefähr 1790. Aber Maurice zeigte sich dadurch eher angespornt und will demnächst mit mir (und gerne auch anderen
Mitstreitern) die in Ober-Ramstadt stattfindenden Hessenmeisterschaften mitspielen. Maurice landete mit 4½ Punkten auf Rang 740.
Steffen
war das Ziel ebenfalls gepflegtes Schach zu spielen und nachdem die Einstiegshürde (die verspätete Anmeldung) genommen war auch einfach
sein erstes Turnier erfolgreich zu gestalten. Er schaffte es am Ende der 9 Runden auf 3 Punkte und damit Rang 1259. Sein Turnierverlauf
war zu Beginn erwartbar: Gegen die besseren Leute ließ er Federn, gegen schwächere gewann Steffen. Meinem Beispiel aber folgend, war am
vierten Tag einfach der Wurm drin, ehe es am letzten Tag mit 1½ Punkten zu einer kleinen Ergebniskorrektur kam. In Runde 5 musste auch
Steffen sich einer Streamerin stellen. Somit wurden nicht nur seine Züge live ins Internet übertragen, sondern eben die Partie mit einer Kamera
verfolgt. Eine auch für mich noch absolut neue Erfahrung. Gesehen habe ich solche Bretter schon häufiger, da auch Schach natürlich mittlerweile
für den ein oder anderen eben erfolgreich vermarktet werden kann. So waren dieses Jahr ca. 20 dieser Schachstreamer dabei. Sie saßen in der
Haupthalle alle zusammen in einer Ecke, die man an den vielen aufgestellten Kamerastativen leicht erkannte. Doch zurück zu Steffen, der mit
-25 DWZ-Punkten leich unter seinen Erwartungen blieb und mit einem blauen Auge, aber einem Sack voll Erfahrung heimgefahren ist.
Roland
erreichte als an 24 ursprüglich gesetzter Teilnehmer und damit nach Zahlen Mitfavorit auf den Turniersieg schlussendlich 5½ Punkte und
Rang 292. Nach einer Auftaktniederlage am Donnerstagabend, wo Roland, als ich zum Schauen dazukam, ein Endspiel Läufer, Dame plus 3 Bauern gegen
Läufer, Dame, plus 3 Bauern knetete, erspielte Roland in vier Runden vier Punkte. Darunter waren viele sehr lange dauernde Spiele, die teilweise
solange liefen, bis Roland und dessen Gegner sich vom Zug zu Zug vom Inkrement ernähren mussten. Roland blieb vom schlimmen vierten Tag nicht
verschont. Hier erreichte er nur ein Remis in zwei Partien und reihte sich in den Turnierverlauf von uns anderen ein. Vielleicht war auch bei ihm
wie bei uns einfach nach fünf langen Runden etwas die Luft raus. Roland macht ebenfalls ein kleines DWZ-Minus von 18 Punkten.
Paul
erging es nicht besser. An 1076 gesetzt, bekam er nahezu durchgehend bessere Gegner, erspielte sich leider auch nur 3 Punkte und landete auf
Rang 1219 zum Ende. Seine Ausbeute mit Schwarz war hierbei sicherlich auch ein wichtiger Knackpunkt. Mit einem halben Punkt aus fünf Schwarzpartien -
auch gegen deutlich schwächere Gegner - lässt sich eben nicht viel anfangen. Paul verliert schmerzhafte 39 DWZ-Punkte auf nun 1582 DWZ.
Fehlt zum Abschluss noch
Anatoli. Das
dieses Jahr erweiterte C-Open ließ auch Spieler bis 1600 zu,
sodass Anatoli weit hinten gesetzt und viele deutlich stärkere oder uneinschätzbare DWZ-lose Gegner hatte. Er wollte aber wenigstens eine Partie
gewinnen und ging in jede Partie frisch rein. Nach zwei Auftaktniederlagen erspielte er sich schon mal das erste Remis, musste sicher aber danach erneut
zweimal geschlagen geben. Dann konnte er mit Weiß seinen angestrebten Turniersieg eintüten. Da er in der Vorschlussrunde nochmal kampflos gewann und
sonst immer recht früh fertig war, konnte Anatoli viel bei uns an den Brettern kiebitzen. Er wurde mit 2½ Punkten am Ende 550ter von 640 Teilnehmern
im C-Turnier.
Für uns alle war es ein Fest in Karlsruhe. Für mich ist neben dem Schachspielen auch das Kontakteknüpfen immer ein Höhepunkt auf Turnieren.
Das Wiedersehen vieler bekannter und befreundeter Schachspieler ist ebenfalls immer schön und eine gute Gelegenheit sich auszutauschen.
Nach Abschluss der Hessischen Jugendmeisterschaften waren unter den bekannten Gesichtern plötzlich auch Lev und Niclas vor Ort,
die uns dort am Ostersamstag besuchten und das Grenke Chess Open ebenfalls bestaunen konnten.
Ich kann jedem nur raten, nächstes Jahr mit uns wieder hinzufahren und sich ein unvergleichliches Erlebnis zu sichern!
Die Zimmner Jugend bei den Hessenmeisterschaften - Teil 2
Lev und Niclas spielen überragendes Turnier
07.04.2026
Im Anschluss an Ostern möchte ich nun auch zu den Turnieren von Lev und Niclas kommen, die wie bereits berichtet
bei den Hessenmeisterschaften der Jugend in ihren jeweiligen Altersklassen gespielt haben.
In der U16 war Lev an Setzlistenplatz 12 von
insgesamt 22 Teilnehmern gesetzt. Es sollte für Lev mit Blick auf die Teilnehmerliste kein einfaches Turnier werden und eine
Platzierung im vorderen Teil der Tabelle war scheinbar für die stärksten Spieler jenseits der 1900 DWZ, die es reichlich gab, reserviert.
Doch unser Youngster sollte uns eines besseren belehren.
Lev startete sogleich mit einem Ausrufezeichen und holte in Runde 1. im Bezirksduell gegen den Langener Shahzaib Thabrez (2003 DWZ)
nach Übergang ins Turmendspiel ein Remis. Auch Runde 2. konnte er remisieren, schlug in den beiden folgenden Runden aber gleich doppeltes
zu und war nach vier gespielten Partien mit 3 Punkten weit vorne dabei.
Zwischendrin wurde aber selbstverständlich sein Geburtstag mit allen Zimmergenossen gefeiert, der zufällig mitten ins Turnier fiel. Es standen also die direkten Duelle gegen die Topfavoriten an, die Lev keinesfalls einen Treppchenplatz gönnen wollten. Der spätere Hessenmeister der U16 mit stattlichen 2152 DWZ sollte ihm dann auch die einzige Turnierniederlage in Runde 5. zufügen, was aber in Anbetracht dessen Spielstärke kein Beinbruch war. Lev berappelte sich kurzerhand gewann nochmal die Vorschlussrunde und remisierte gegen den späteren Zweitplatzierten (1938 DWZ) in Runde 7. Mit insgesamt 4½ Punkten erreichte er den 4. Platz und schrammte hauchzart an einem Treppchenplatz vorbei. Nichts destotrotz kann er auf ein super Turnier zurückblicken und auch einen satten DWZ-Zugewinn von 167 Punkten auf nun 1672 DWZ mit nach Hause nehmen.
In der U18 standen die Vorzeichen
für Niclas ungefähr gleich. Er war auf 19 von 20 gesetzt und die absoluten Favoriten in seiner Altersklasse sind bereits
FM oder kurz davor mit jeweils grob 2200 DWZ. Er startete dementsprechend nahezu immer als Underdog in seine Partien und musste
im Gegensatz zu Lev deutlich mehr Federn lassen.
Die ersten beiden Runden konnte Niclas gegen die jeweiligen Favoriten ausgeglichene Stellungen erzeugen und die Partien bis zum Ende
auch in der Balance halten, ehe die einsetzende Zeitnot ihn jeweils in den Endspielen einen Bauern und damit die Partien kostete. Hier
muss auch erwähnt werden, dass Niclas in Summe bereits knapp 11 Stunden am Brett saß in den ersten beiden Runden, was sicherlich frühzeitig
die für lange laufende Turniere wichtige Kondition belastete. In Runde 3. gab es auch hier ein bezirksinternes Duell: Gegen den
Gernsheimer Nico Hafner (1663 DWZ) erreichte Niclas aber mit einem Remis den ersten halben Punkt im Turnier und hatte sogar Chancen auf mehr,
konnte diese aber abermals wegen Zeitnotphasen nicht umsetzen.
So oder so war war unser zweites großes Jugendtalent aber jetzt im Turnier angekommen: In Runde 4. gelang ein weiteres Remis auf die gleiche Weise. Über die Partie hinweg
boten sich ihm mehrere vorteilhafte Qualitätsopfer, die aber sehr kompliziert waren und beiden Spielern viel Bedenkzeit wegfraß, sodass Niclas
und sein Gegner sich in beidseitiger Zeitnot auf Remis einigten.
In Runde 5. gelang dann der erste Sieg. Gegen Adam Maximilian (SC Rotenburg - spielte im Sommer noch erfolgreich im Hessenpokal gegen unser
Pokalteam) verwertete Niclas einen gedeckten Freibauern unter Zuhilfenahme von zweien Figuren, die er für einen Turm gewann.
Nach diesem Erfolg gab es aber dem Trend entgegen in Runde 6. wieder eine Niederlage, als einem anrollenden Königsangriff zu spät Gegenspiel
entgegensetzt wurde. Zum Abschluss des Turniers traf Niclas nochmals auf einen Bezirksnachbarn und teilte sich mit Henning Musch (SK Langen) die Punkte,
sodass er mit 2½ Punkten auf Platz 18. in einem starken Teilnehmerfeld abschloss.
Auch Niclas konnte seine DWZ ordentlich steigern. Er hat nun 1498 DWZ, was einem Plus von 62 Punkten gleichkommt.
Wie im Titel des Artikels schon gesagt, haben beide ein Riesenturnier gespielt und das auch mit dem DWZ-Zuwachs untermauert. Eigentlich dürfte das
mit deren Ergebnissen aus der noch laufenden Saison niemanden überraschen, war aber dank der teilweise überstarken Konkurrenz so nicht zu erwarten.
Die beiden werden mit Abschluss der Saison noch weiter in ihrer DWZ klettern - das kann ich schon mal vorweg nehmen. Darüber hinaus ist es
sehr schön zu sehen, wie sich unsere Jugend weiterhin entwickelt und dementsprechend auch auf Landesebene Erfolge feiern kann. Das macht nicht nur
mich als Vereinsvorsitzender, sondern auch deren Trainer und insbesondere Jugendleiter Roland mächtig stolz.
Macht weiter so!
Die Zimmner Jugend bei den Hessenmeisterschaften
Leon, Lev und Niclas in Bad Homburg
29.03.2026
Über die kommenden Osterfeiertage findet in Bad Homburg wie jedes Jahr das
Zentrale Lager der Hessischen Schachjugend statt,
also die Hessenmeisterschaften
der Jugend. An diesen nehmen auch drei Nachwuchstalente von unserem Verein teil: Leon, der schon seit Freitag in der U10 um die vorderen
Plätze kämpft, sowie Lev (U16) und Niclas (U18), die beide erst zum heutigen Sonntag anreisen und morgen die ersten beiden Runden zu spielen haben.
In der U16 ist Lev an Setzlistenplatz 12 von
insgesamt 22 Teilnehmern gesetzt. Dort gibt es bis zum 10. Platz ein echtes Gefälle: Während die
Topspieler in der Altersklasse 2000-2100 DWZ vorweisen, hat der Großteil des sonstigen Feldes ca. 1500 DWZ. Inmitten dieser Masse ist Lev, der sich
womöglich keine Titelhoffnungen machen muss, aber sicherlich ein gutes Turnier spielen und seine DWZ nochmals aufstocken möchte.
In der U18 steht Niclas vor einem
ähnlichen Bild: auf 19 von 20 gesetzt wird er nicht um die Qualifikationsplätze für die Deutsche Meisterschaft
konkurrieren können. Die Favoriten in seiner Altersklasse sind bereits FM oder kurz davor mit jeweils
grob 2200 DWZ. Das sonstige Feld reicht von 1600
bis weit über die 2000, sodass hier viele harte Brocken auf Niclas warten.
Dessen aktuelle DWZ in Höhe von 1437 ist sicherlich zu niedrig angesetzt,
sodass er hier den ein oder anderen Favoriten bestimmt ärgern wird.
So oder so wünschen wir den beiden viel Erfolg bei der diesjährigen Hessenmeisterschaft!
Leon ist derweil bereits fertig, da seine Altersklasse vorgezogen an drei Tagen seit Freitag gespielt wurde. Er ist in der
offen U10 gestartet und konnte in den sieben angesetzten
Runden bei insgesamt 60 Teilnehmern starke 4 Punkte erspielen. Das brachte ihn weit vorne in der Tabelle Platz 16. ein und damit einhergehend eine erste
DWZ, die zwar noch offiziell ausgerechnet werden muss, aber irgendwo bei 900 landen sollte.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis!
Zu Leons Ergebnissen und den sonstigen Tabellen der U10 geht es unter folgendem Link:
Ergebnisse offene U10
Es folgt noch ein detaillierter Bericht von Leons Vater Marcin. Vielen Dank für die Infos und Bilder:
Am Freitagnachmittag spielte Leon zwei Schachpartien.
In der ersten Partie hatte er die schwarzen Figuren. Er erlangte schnell materiellen Vorteil,
gewann zwei Bauern und tauschte einen Springer gegen einen Turm. Schließlich konnte er einen Bauern
zur Dame umwandeln und seinen Gegner mattsetzen, der am Ende den 6. Platz im Turnier belegte.
In der zweiten Partie spielte Leon mit Weiß. Auch hier gewann er früh einen Springer, baute seinen Vorteil
weiter aus und setzte den schwarzen König im 39. Zug matt.
Am Samstag fand die dritte Partie statt – leider seine erste Niederlage. Leon verlor einen Turm und geriet
dadurch in Nachteil. Zwar versuchte er später noch anzugreifen, wurde am Ende jedoch in Matt gesetzt.
In der vierten Partie folgte ein schneller Sieg mit Weiß. Leon spielte das London-System, gewann einen Läufer,
schlug anschließend mehrere Bauern seines Gegners und setzte ihn im 24. Zug matt.
Die fünfte Partie war zugleich die längste von Leon – das Blitzturnier musste deswegen sogar um eine halbe Stunde
verschoben werden. Leon spielte mit Schwarz die Französische Verteidigung. Nach 12 Zügen hatte er eine leichte Vorteilstellung.
Sein Gegner machte zwar einen Fehler, doch leider übersah Leon eine Kombination von fünf bis sechs Zügen, mit der er
entscheidenden materiellen Vorteil hätte erzielen können. Die Partie blieb ausgeglichen, doch im Endspiel setzte sich
schließlich Weiß durch, verwandelte einen Bauern in eine Dame und Leon verlor im 70. Zug. Sein Gegner belegte am Ende den 4. Platz im Turnier.
In der sechsten Partie erlitt Leon eine unerwartete Niederlage mit Weiß. Der Gegner spielte sehr aggressiv.
Nach mehreren Tauschaktionen entstand eine ausgeglichene Stellung, doch ein einziger Fehler führte dazu, dass
Leon einen Schachangriff mit dem Läufer nur durch das Opfern seiner Dame abwehren konnte. Schwarz nutzte den
Vorteil konsequent aus, und Leon gab die Partie auf.
In der siebten Partie ließ sich Leon von der vorherigen Niederlage nicht entmutigen und kämpfte weiter.
Er spielte mit Schwarz. Bereits im 9. Zug verlor er einen Springer gegen zwei Bauern, setzte die Partie
jedoch entschlossen fort. Später gewann er das Material zurück und baute seinen Vorteil aus. Im Endspiel
eroberte er zwei Bauern und führte seine eigenen Bauern sicher zur Umwandlung. Einer davon wurde zur Dame,
womit er den weißen König mattsetzte.
Leon gewann schließlich 4 von 7 Partien und erzielte dank einer sehr hohen Buchholz-Wertung den 16. Platz unter 60 Teilnehmern.
Zusätzlich zum klassischen Turnier wurde auch ein Blitzturnier (3+2) ausgetragen, in dem Leon ebenfalls 4 von 7 Partien gewann.
Auch wenn es diesmal nicht für einen Platz auf dem Podium gereicht hat, sammelte Leon wertvolle Erfahrungen,
die sich in Zukunft sicherlich auszahlen werden.
Mehr Berichte im Archiv: Berichte aus 2026
