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Neuigkeiten & Berichte

7. Spieltag - Bericht

Ein Spieltag voller Kuriositäten: Erste verliert erneut unglücklich, Zweite trumpft in Eberstadt auf, Vierte gegen Langen chancenlos

08.03.2026

SC Groß-Zimmern I. - SC Reinheim/Groß-Bieberau I. 3 : 5
Und erneut muss sich unsere erste etwas unglücklich und knapp geschlagen geben. Gegen die Gäste aus Reinheim/Groß-Bieberau setzte es die dritte Saisonniederlage in Folge, die dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wird. Beim schlussendlichen 3 : 5 war durchaus mehr drin.

Lev kam am 6. Brett früh zu einem Remis, nachdem nur die e-Linie geöffnet war, sich die ersten Figuren tauschten und die Partie im Mittelspiel recht verflacht war. Natürlich kann man auch solche Partien weiterspielen, aber in unserer Situation gebe ich keine Anweisungen mehr weiterzukämpfen, da wir sowieso nicht mehr absteigen können. Danach ging Reinheim in Führung. Steffen G. (Brett 5.) wurde im Damengambit überrollt, als er zu früh seinen weißfeldrigen Läufer entwickelte und seine schwachen Punkte b7 und d5 nicht mehr decken konnte. Aus zwei Minusbauern wurde danach schnell mehr und die Partie war rum.

Wie so oft konnten wir aber bald darauf ausgleichen. Denn Thomas gewann endlich seine erste Partie der Saison am 3. Brett. Zwischenzeitlich wurde Thomas aber überspielt, musste für Spiel eine Qualität geben, konnte dann aber umso stärker kontern, als sein Gegner nicht mehr so stark fortsetzte. Schlussendlich gewann Thomas seine verlorene Qualität mit ein paar Bauern als Zinsen zurück und konnte einen Mattangriff starten, der entweder den König oder eine weitere Figur per Abzug gewann und damit die Partie beendete.

Dann kippte der Spieltag aber leider komplett. An Brett 1. verträumte ich unnötig meine Bedenkzeit, nur um in den entscheidenden Abwicklungen des Mittelspiels mit ein paar Restsekunden grob 10 Züge machen zu müssen. Hier patzte ich plötzlich in leicht besserer Stellung eine Figur und gab mich kurz darauf geschlagen.

Ersatzmann Wolfgang kam nicht zur Rochade, hielt aber alles beisammen und konnte den ersten Angriff durch Damentausch bald abwehren. Danach verlor Wolfgang leider hier und da einen Bauern und fand kein ausreichendes Gegenspiel mehr.
Bei Niclas (Brett 7.) lief es etwas besser. Er kam in einer vorbereiteten Englischvariante mit Schwarz sauber aus der Eröffnung und hatte auch bis zum Endspiel keine Probleme die Partie in neutralen Fahrwassern zu halten. Als beide ins Läuferendspiel kamen, hatte Niclas zwar den besseren Läufer, aber keine Ein- oder Durchbruchsmöglichkeiten, sodass eine Punkteteilung nach Angebot beschlossen wurde. Ein gerechtes Ergebnis.

Als dann auch Roland (Brett 2.) noch bezwungen wurde, war für Reinheim/Groß-Bieberau der Spieltag entschieden. Roland baute sich in der Eröffnung ein mächtiges Zentrum auf, bekam auf der g- und c-Linie zwei Doppelbauern verpasst und fand kein allzu aktives Spiel. Den genauen Schluss der Partie habe ich leider nicht mitbekommen, doch als sich die Stellung etwas öffnete, müssen die schwarzen Figuren irgendwie gewinnbringend ins weiße Lager eingedrungen sein.

Den etwas versöhnlichen Schlusspunkt setzte Paul am 4. Brett. Nach sauberer Eröffnung und gegenseitiger Rochaden behielt Paul auf beiden Flügeln seinen Raumvorteil. Er ließ die gegnerischen Figuren nicht ins Spiel kommen und erhöhte am Königsflügel den Druck. Als nur noch jeweils ein Turm und die Damen auf dem Brett waren, fielen beide Spieler mit den Damen ins feindliche Lager ein. Da sich Pauls Einbruch als gefährlicher und zwingender herausstellte, gewann er bald zwei Bauern und schob einen davon zur zweiten Dame einfach durch, ohne dabei irgendeinen Konter zu zulassen.

Mit der neuerlichen Niederlage rutschen wir auf Rang 4 ab. Schade ist, dass wir wieder etwas mehr an uns selbst scheitern, als an den Gegnern, denen wir weiterhin auf Augenhöhe nach dem Aufstieg begegnen können.

SK Eberstadt - SC Groß-Zimmern II. 2½ : 3½

Sonniger Tag, sonniges Glück - ein Bericht von Norbert

Der siebte Spieltag führte unsere zweite Mannschaft an einem kalten, aber sonnigen Morgen zum Tabellenzweiten nach Eberstadt. Auf Platz drei und einen Mannschaftspunkt zurück liegend war klar: nur ein Sieg würde uns weiter bringen. Doch wer wollte davon träumen, waren wir am Freitag doch nur noch zu dritt. Manuel an Brett 1 fiel aus, Wolfgang gab sein Debüt in der Ersten, Bogdan konnte erkrankt nicht teilnehmen. Wenigstens sollte uns noch Kosto verstärken.

Doch Caissa war in der Form mit uns, dass der Gegner unserer Dritten „absagte“ (siehe anderweitige Berichterstattung). Dadurch konnten wir noch an Brett 5 Leon Skalski und an Brett 6 Demid Michaelis aufbieten, anstatt sofort mit 0:2 zurück zu liegen

Mit reichlich Verspätung ging es um 9:15h los. Der späte Anfang war trödeligem Aufbau wie auch verspätetem Erscheinen einzelner Protagonisten geschuldet. Aber vielleicht lag es auch dem hohen Stockwerk, den vielen Stufen, nicht absehbarer Parkraumsituation oder sonstigen Schicksalsschlägen. Ärgerlich dennoch immer für alle, die pünktlich sind.

Nach wohl nicht einmal einer Stunde nahm Harald mit Weiß an Brett 1 das Großmeister Remisangebot seines deutlich DWZ-stärkeren Gegner in leicht vorteilhafter Stellung an. Beide Parteien hatten kurz rochiert und fianchettierte Läufer. Weiß dabei das Zentrum etwas mehr unter Kontrolle. Ich bin aber sicher: Harald hat schon schlechtere Geschäfte gemacht.

An Brett 5 zeigte sich eine der Schönheiten des Schachsports. Jung trat an gegen Alt, und die gegnerische Mannschaft beneidete uns um unsere jungen „Buben“. Leons Widersacher war sicherlich mehr als 7 Jahrzehnte älter, ohne despektierlich sein zu wollen lagen Anleihen an „Geri’s Game“ (ein schöner Animationsfilm zum Thema Schach - Anm. der Redaktion) nahe. Als Leon nach seinem Alter gefragt wurde und brav „Neun“ antwortete, wurde er in Folge sofort nach seiner DWZ ausgehorcht. Nachtigall, man hörte ihr trapsen. Das war es dann aber auch mit den Nettigkeiten, und am Brett ließ Weiß keinen Zweifel, wer hier der Bessere sei. Es wurde gegenläufig rochiert, Leon öffnete die f-Linie und drang mit beiden Türmen in das gegnerische Lager ein. Dann tauschte er seine Türme gegen die Dame. Das verbleiben Endspiel war nicht trivial gewonnen. Allerdings zog Schwarz den „falschen“ Turm, so das Weiß mit der Dame einen Doppelangriff auf die Türme starten konnte. Diese wollte Schwarz unter Opferung eines Läufers abwehren. Leon verschmähte allerdings den Läufer und bevorzugte es in 3 oder 4 Zügen (so schnell konnte man nicht mit zählen) Matt zu setzen. Ein toller Sieg!

An Brett 6 stand Demid auch lange Zeit vorteilhaft. Leider verpatzte er ohne Not einen ganzen Turm und damit die Partie. Dies, als wir grade in Führung gegangen waren. Schade, hier war mehr drin. Somit stand es erneut Unentschieden. Es gilt aber: wer als Schachspieler noch nie eine Figur eingestellt hat, werfe den ersten Spielstein.

An Brett 4 spielte derweil Kosto auf. Mit Schwarz in einem Endspiel Turm, Springer, Läufer gegen Turm und Läuferpaar samt je 3 Bauern auf beiden Flügeln und beiden Seiten konnte er mit dem Turm die 7. Reihe besetzen. Das feindliche Läuferpaar war nicht so stark wie gemeinhin von Läuferpaaren angenommen. Anstatt aber den weißen Bauern auf f2 zu gewinnen tanzte er mit dem Turm auf der siebten Reihe die Läufer aus. Leider stolperte er beim Cha-Cha-Cha über die eigenen Füße und übersah einen Abtausch mit Schachgebot, so dass er entscheidend Material verlor und aufgab. Spielstand 1,5 : 2,5
Eine Anekdote sei noch ergänzt: kurz vorher zückte der Kostos Gegner (82) sein Smartphone mit der Bitte, ob ich nicht ihn und Kosto fotografieren könne. Schließlich hätten sie noch nie gegeneinander gespielt, und er hätte es schon mit Kosto geklärt. Der Bitte kam ich sicherlich mit einem leichten inneren Schmunzeln nach.

An Brett 3 hatte Norbert mit Weiß in einer Art französisch, in welcher der gegnerische Springer auf c6 steht und damit der weißfeldrige Läufer noch schlechter als sonst ist, seinen Gegner relativ sicher im Griff, jedoch übereilig eine gute Angriffsstellung auf den König verhunzt. Just in dem Moment gerieten wir in Rückstand und mein Gegner, ebenfalls ein alter, gewiefter Fuchs, bot sofort Remis an. Als ob er geahnt hätte, dass ich noch einen dringenden Termin im Biergarten hatte. Verlockend! Das hätte allerdings das 2:3 bedeutet und war daher absolut unannehmbar. Hier gewann somit Caissa gegen Gambrinus, wenn auch nur knapp. Also die Figuren auf den Damenflügel umgelenkt und Druck gemacht. Netterweise half mir mein Gegner beim Öffnen seiner g-Linie vor dem König. Daher wieder zurück auf den Königsflügel. Während ich noch über den Angriff brütete...

... drang von Brett 2 der Ruf „der Zug war richtig gut!“. Es spielte Dieter mit Schwarz seinen gewohnten Franzosen, Vorstoßvariante. Er konnte recht früh den Königsspringer gegen den weißen Lf1 abtauschen und die damit gegnerische Rochade verhindern. Insgesamt hatte er einige Drohungen aufgebaut und lugte auch von Ferne in die Königsstellung hinein. Dem Ruf war aber im ersten Moment nicht zu entnehmen, wer denn da nun einen guten Zug gemacht haben sollte. Mein erster Gedanke war: alles vorbei! Zum Glück war Dieter der „Gut Zieher“, und sein Gegner gab kurze Zeit später auf. Damit stand es 2,5 zu 2,5.

Zurück zu meiner Partie, die ich nun doch gewinnen wollte (oder auch verlieren). Am Ende „opferte“ ich 2 Figuren auf dem Damenflügel (sprich: soll er sie nehmen, kann er sich nicht leisten) um im Gegenzug den schwarzen Monarchen einzudosen. Laut Harald und Dieter soll es sie einige Nerven gekostet haben zuzusehen, ob Weiß auch ja die richtigen Züge findet. Leider konnte ich ich ihrer Erwartung mit dem von ihnen vorgeschlagenen Matt in 10 nicht gerecht werden (soweit konnte ich nicht mehr zählen, auch wenn es forciert war). Dafür bevorzugte ich ein nettes Matt in 5. Siehe Diagramm. Man war es aber dennoch zufrieden

Rechnerisch:
37.gxh7+ Kh8 38.Qg6 Qg5 39.Qxg5 Ra7 40.Qg8+ Rxg8 41.hxg8=Q#

Faktisch:
37.gxh7+ Kh8 38.Qg6! (Matt auf g8, g7 oder auch h7 ist unvermeidbar) bxc2 (zu gierig aber auch schon egal) 39.Qg8+ Rxg8 40.hxg8=Q# 1-0
Die längere Lösung statt 38.Qg6! wäre 38.Rg8+ gewesen.

So endete der siebte Spieltag ebenso sonnig aber wärmer und mit 2 Mannschaftspunkten mehr als er begonnen hatte. In zwei Wochen bietet sich mit einem Sieg gegen den Tabellen Achten SK Pfungstadt 1 die große Chance die Weichen auf Aufstieg zu stellen. Zumal auch die beiden Kontrahenten SC FK Babenhausen 2 und SK Eberstadt 1 direkt gegeneinander spielen.

Bestbesetzung wäre wünschenswert!
Ein Dank zum Schluss noch mal an unsere beiden Youngster Demid und Leon für ihren prima Einsatz.

SC Groß-Zimmern III. - SV Weiterstadt III. 5 : 0 (kl)

Kommen wir damit zu den angekündigten Kuriositäten. Gestern Abend erreichte mich vom Mannschaftsführer der Weiterstädter eine Absage für den Wettkampf. Leider war in der Mail nicht genauer erwähnt, welche weiterstädter Mannschaft denn ausfallen würde oder welche Spielklasse das betraf. Ich ging davon aus, dass die B-Klasse gemeint war. Der Mannschaftsführer der Weiterstädter, der aber gleichzeitig der 1. Vorsitzende des Vereins ist, meinte offenbar das Spiel Weiterstadt V. - Groß-Zimmern V. aus der C2-Klasse. Denn um kurz vor 9 war die dritte Mannschaft der Weiterstädter in der Mehrzweckhalle und suchte vergebens nach einem Gegner. Unserer dritten hatte ich aber durch die (falsch verstandene) Absagemail einen freien Sonntag eröffnet.

Nach kurzer Rücksprache kamen wir insoweit überein, dass man die Mail falsch verstehen konnte und erwarten nun die Entscheidung vom Turnierleiter des Bezirks mal ab. Die Weiterstädter nahmen es uns und ihrem Vorsitzenden/Mannschaftsführer aber nicht krumm, sondern blieben noch etwas da und kiebitzten bei uns mit.

Sollte das Spiel mit 5 : 0 kampflos für uns gewertet werden, wovon ich mal vorsichtig ausgehe, schiebt sich die dritte Mannschaft auf den zweiten Tabellenplatz der B-Klasse vor. Obwohl man nur einen Punkt hinter Groß-Umstadt II. ist, wird man aber nicht mehr aufsteigen können, da nur noch ein Spiel verbleibt, ehe man am letzten Spieltag in der ungerade besetzten B-Klasse spielfrei ist.

SC Groß-Zimmern IV. - SK Langen 0 : 4

In der C1-Klasse kam unsere vierte Mannschaft heute leider deutlich unter die Räder und verlor mit 0 : 4 gegen Langen.

Arina bekam am vierten Brett ausgerechnet den wohl besten der Langener als Gegner und verlor sehr schnell durch Matt. Auch bei Kir kamen frühzeitig viele Figuren vom Brett. Beim Nachzählen behielt sein Gegner einen Läufer mehr und nutzte diesen Vorteil auch bei extrem schnellem Spiel beider zum Gewinn der Partie.
Kurz darauf war auch Leon Y., der am 3. Brett sein zweites Spiel machte, fertig. Ich weiß leider nicht genau wie, aber im Mittelspiel verlor Leon seine Dame gegen eine Figur und wurde mit dem Materialnachteil auch chancenlos überspielt.

Am längsten kämpfte Frank, der das Spitzenbrett besetzte. Dazu wäre es heute beinahe nicht mehr gekommen, da die Rampe für Rollstuhlfahrer der Mehrzweckhalle heute mehr streike, als funktionierte und Frank beinahe nicht in den 1. Stock gekommen wäre. Irgendwie, mit vielem Probieren, manuellen Ausklappen, Schlüssel hier rein, Schlüssel da rein, haben wir es dann doch noch geschafft, die Automatikrampe zur Einsicht und Frank hoch in den Spielsaal zu bringen. Hier verlor Frank nach dem Tausch der Damen einen Bauern und geriet bei der Jagd, diesen zurück zu gewinnen, in einen Mattangriff, der nicht mehr abgwehrt werden konnte.

Die vierte Mannschft rutscht damit tabellarisch auch etwas ab und ist jetzt Fünfter.

SV Weiterstadt V. - SC Groß-Zimmern V. 0 : 4 (kl)

Das Ergebnis der fünften Mannschaft hatte ich ja bereits vorweg genommen. Leider sind Toni, Tina, Asenath und Athena umsonst nach Weiterstadt gefahren, haben sich aber bei der Rückkehr trotzdem über ein 4 : 0 gefreut.

2. Zimmner Jubiläumsopen

Website online, Ausschreibung folgt die Tage

25.02.2026

Liebe Schachfreunde,

Es freut mich sehr bekannt geben zu können, dass wir im Oktober im Zuge der Festlichkeiten rund um das 750 jährigen Bestehen unserer Gemeinde Groß-Zimmern das 2. Zimmner Schachjubiläumsopen veranstalten werden.

Die offizielle Turnierwebsite hierzu ist nun online und kann zur Anmeldung genutzt werden. Eine ausführliche Ausschreibung wurde nun ebenfalls veröffentlicht. Hier kann man sie downloaden: Link zur Ausschreibung. Stand jetzt sind bereits 9 Leute für das auf 150 Teilnehmer maximal ausgelegte Turnier angemeldet.

An dieser Stelle sei unserem Sponsor, der Merck KGaA, schon im Voraus für die großzügige Unterstützung gedankt, ohne die die Ausführung des Turniers nicht im selben Umfang möglich wäre.

2. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Rekordteilnahme setzt sich fort

21.02.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Norbert Ziegler 1676 2 1,0
2. Maurice Held 1866 2 1,0
3. Steffen Heß 2084 2 1,0
4. Harald Weber 1561 1,5
5. Paul Terre 1621 1 2,5
6. Siegfried Scholz 1341 1 2,0
7. Kosto Ilievski 1416 1 2,0
8. Lev Cherniavskii 1505 1 2,0
9. Dieter Rauck 1531 1 1,5
10. Thomas Beutel 1741 1 0,0
11. Frank Ahrens 786 ½ 2,5
12. Niclas Wagner 1436 0 4,0
13. Anatoli Hermann 745 0 2,0
14. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 0 2,0
15. Roland Rühm 1955 0 2,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Roland Rühm - Steffen Heß 0 : 1
2. Siegfried Scholz - Anatoli Hermann 1 : 0
3. Niclas Wagner - Norbert Ziegler 0 : 1
4. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Lev Cherniavskii 0 : 1
5. Frank Ahrens - Dieter Rauck 0 : 1
6. Paul Terre - Harald Weber 0 : 1
7. Kosto Ilievski - Maurice Held 0 : 1

Wieder 7 Partien kamen am gestrigen Freitag zur zweiten Runde unseres Langzeitturniers zustande. Damit setzt sich die Rekordteilnahme erfreulicherweise fort. Nachdem alle Begegnungen ausgelost waren, sollten sich nahezu alle Schwarzspieler durchsetzen - ein nahezu beispielloses Ergebnis, gerade bei sieben Partien.

Roland, der Vorzugswahlrecht hatte, wählte Steffen als Gegner aus. Nach Auslosung durfte Roland mit Weiß starten und konnte nach der Eröffnung durch schnellere Entwicklung Druck machen. Steffens Dame fand Rolands Türmen gegenüber gestellt kein gescheites Feld und auch die übrigen Figuren drohten inaktiv zu bleiben. Doch nach Abtausch zweier Leichtfiguren konnte Steffen den Entwicklungsvorsprung von Roland dank dessen schwacher Grundreihe aufholen. Im folgenden Endspiel stellt Roland plötzlich ohne Not einen Bauern ein und die Partie war dahin.

Anatoli wählte dann Turnierleiter Siggi als Gegner, der wiederum Weiß beim Auslosen der Farben erhielt. Nach bereits 6 Zügen konnte Siggi auf f7 mit einem Springer einsteigen und einen ganzen Turm gewinnen. Anatoli wehrte sich hiernach noch nach Kräften, kam aber gegen den sich ausweitenden Materialvorsprung Siggis nicht mehr an und verlor noch im Mittelspiel.

In der dritten Partie trafen die zwei "Aussiedler" aus Münster aufeinander. Niclas wählte Norbert, der loste sich die schwarzen Steine zu. Nach der Eröffnung war schnell klar, dass bei Weiß (Niclas) etwas schief gelaufen war. Norbert hatte am Damenflügel die Bauernmajorität, dazu einen gedeckten Freibauern und die bessere Entwicklung. Als Niclas über die a-Linie Gegenspiel suchte, konnte Norbert durch den starken Läuferrückzug 19. ... Lc8! gehörig Druck machen. Niclas musste in der Folge Norbert zwei verbundene Freibauern überlassen, um nicht materiell in Nachteil zu gelangen. Er fand unter Druck noch ein starkes Läuferopfer, danach aber die korrekte Fortsetzung nicht mehr und fand sich plötzlich ersatzlos mit einer Figur im Hintertreffen. Norbert spielte den Rest dann auch eiskalt runter und schnappte sich den vollen Punkt.

Die vierte Partie lautete Wolfgang - Lev. Nach der Eröffnung übersah Wolfgang auf c2 eine Springergabel, nach der Lev glatt eine Figur mehr hatte und technisch sauber ins Endspiel runtertauschte. Wolfgang versuchte mit den verbleibenden Kräften noch zurück zu kommen, stemmte sich aber vergebens gegen die sich abzeichnende Niederlage.

Dieter wählte Frank als Gegner und bekam die schwarzen Figuren. Beide Seiten kämpften in der positionell geführten Partie um wichtige Zentrumsfelder für die eigenen Bauern und Springer, brachten dann eine eher für den Stonewall typische Bauernstruktur aufs Brett und gingen nach dem Damentausch ins Endspiel über. Hier bekam Frank langsam Oberwasser, da er immer wieder schwache Punkte von Dieter mit den Figur angriff und die schwarzen Kräfte so an die Verteidigung band. Dann ließ Frank aber in aussichtsreicher Stellung einen ganzen Turm stehen und musste sich dem Titelverteidiger geschlagen geben.

Harald, der das Turnier auch schon gewinnen konnte, wählte Paul als seinen Zweitrundengegner. Paul bekam die weißen Steine und suchte - wie Harald, der auch mit offenem Visier spielte - nach Angriff. Harald ließ zwischenzeitlich mehrfach direkte Gewinne durch Einschläge in Pauls Rochadestellung aus, kam dann aber doch noch zum vollen Punkt, als er im Mittelspiel Materil gewann und ins Endspiel mit einer Qualität mehr gehen konnte. Hier ließ Harald nichts mehr anbrennen und setzte sich verdient durch.

Einen ähnlichen Verlauf hatte die letzte Partie des Abends zwischen Kosto (Weiß) und Maurice (Schwarz). Allerdings drehte sich hier der Materialunterschied um einen Bauern, den Maurice ins Turmendspiel durchbringen konnte. Hier wurde er nach Sicherung aller Einbruchsfelder selbst aktiv mit den Türmen und schnappte sich einen zweiten Bauern, wonach Kosto sich bereits geschlagen gab.

Die nächste Runde wird am 27. März ausgetragen.

Bickenbacher Fastnachtsturnier 2026

Lev und Niclas närrisch unterwegs

15.02.2026

Der Schachklub Bickenbach richtete am gestrigen Samstag sein mittlerweile zur Tradition herangewachsenes Fastnachtsturnier im heimischen Bürgerhaus aus. Das auf 140 Teilnehmer ausgelegte und zeitnah ausgebuchte (und mit Warteliste überbuchte!) Schnellschachturnier wurde mit 9 Runden Schweizer System bei 15 Minuten Bedenkzeit ausgespielt. Unter den Teilnehmern fanden sich auch einige, prominentere Profispieler, sowie viele Gesichter aus unserem Bezirk.

Mit dabei waren auch Lev und Niclas, die im stark besetzten Teilnehmerfeld einige Skalps sammeln konnten. Niclas schaffte es auf 3 Punkte und belegte den 103. Platz. Lev wurde mit starken 5 Punkten 57.ter, was ihm den wohlverdienten Ratingpreis bis 1600 DWZ gewann.
Gewonnen hat das Turnier übrigens GM Vitaly Kunin, vor FM Igor Zuyev und IM Bogdan Grabarczyk. Der ursprüngliche Turnierfavorit und ehemaliger deutscher Nationalspieler GM Georg Meier wurde mit einem Punkt Abstand auf Platz 6. verdrängt.

Weitere Infos gibt es beim SK Bickenbach:

Rangliste nach 9. Runden
Fortschrittstabelle
Ausschreibung

Blitzturnier Februar

Monatsblitz wird mit 14 Teilnehmern zum Blitzfestival

07.02.2026

Am gestrigen Freitag stand wie zu jedem ersten Spielabend im Monat unser Monatsblitz an. Mit sage und schreibe 14 Mann, die unter 20 Anwesenden mitblitzten, wurde unser Blitzturnier zum Festival. Da Harald gestern auch noch Geburtstag hatte, war für das leibliche Wohl der Riesentruppe ebenfalls bestens gesorgt. Allerdings wurden dem Geburtstagskind im Turnier selbst nicht viele Geschenke gemacht, sondern wie gewohnt kampfbetonte Partien gespielt.

Am Ende setzte sich Steffen mit 13 Punkten aus 13 Spielen klar durch. Auf dem 2. Platz lag am Ende ebenso deutlich Maurice, der es auf 10½ Punkte brachte und Lev mit 9 Punkten auf Rang 3. folgen ließ. Lev spielte ein überragendes Turnier, brach aber zwei Runden vor Schluss das Turnier ab, das bis um kurz nach halb 12 lief, und vergab somit sogar Chancen auf den zweiten Platz. Geburtstagskind Harald wurde mit 8 Punkten Vierter.
Ebenso bemerkenswert war die erste Teilnahme von Leon, der mit seinen 9 Jahren respektable 1½ bei den Erwachsenen erspielte und häufig nur knapp verlor. Abschließend muss ich auch noch etwas zum Foto sagen: Anatoli und Dino fanden neben den Blitzern und dem aufgebauten Buffet Haralds keinen Platz zum Spielen mehr und mussten zeitweise vor unseren Trainingsraum auf dem Gang mit zu einem Tisch umfunktionierten Wasserkästen vorlieb nehmen. So aus den Nähten geplatzt ist unser Freitagabend schon lange nicht mehr!

Wie gewohnt gibt es die Ergebnistabelle des Februarturniers sowie die Gesamtwertung unter dem Menüpunkt Blitzturniere.

6. Spieltag - Bericht

Platz 3. "erfolglos" gehalten

01.02.2026

SK Langen II. - SC Groß-Zimmern I. 5 : 3
Zum ersten Spiel im neuen Jahr musste die erste Mannschaft heute nach Langen reisen. Dort wollten wir die erste Saisonniederlage, die uns Roßdorf noch im Dezember zugefügt hatte, wieder abschütteln und gegen Langen punkten, das von der Kragenweite ungefähr gleich gestellt ist. Nachdem Stammkraft Lukas für das Spiel ausfiel, rückte Bogdan in die erste Mannschaft nach und gab sein Debüt. Aber auch Langen trat mit zwei Ersatzleuten, die allerdings sehr stark aufspielen sollten.

Paul (Brett 3.) beendete als erstes seine Partie und remisierte frühzeitig im Mittelspiel, ohne dass es zu größeren Kampfhandlungen kam. Kurz darauf musste sich Niclas geschlagen geben, dessen Gegner mit 1953 DWZ eine Hausnummer als Ersatzmann war. Dennoch bot sich bereits nach wenigen Zügen Niclas die Möglichkeit in Vorteil zu kommen, da sein Gegner ungenau in der slawischen Verteidigung den weißfeldrigen Läufer entwickelte. Vor ein paar Wochen hatten Niclas und ich mögliche Varianten dieser Eröffnung durchgesprochen, aber an die genauen Züge konnte Niclas sich nicht mehr erinnern. Die weitere Partie war dennoch gut behandelt von ihm, ehe er eine bösartige Taktik übersah, die mittels Tempozug durch eben jenen weißfeldrigen, schwarzen Läufer eine Qualität gewann. Danach setzte sich die deutlich höhere DWZ technisch einwandfrei eben durch.

Wir kamen aber schnell zurück: ich durfte an Brett 1. meinen Gegner am Königsflügel vollkommen einschnüren und überspielen, als dieser einen sich immer nur anbahnenden Angriff präventiv versuchte zu verhindern. Das gab mir Zeit meine Figuren vollständig zu entwickeln und geschwächte Felder zu besetzen, ehe ich nach einem Einschlag auf f7 einen Turm ersatzlos gewann.
Dann gelang uns sogar die Führung: Lev machte an Brett 6. durch ein Turmopfer kurzen Prozess. Er konnte einfach einen Läufer nehmen, der von der gegnerischen Dame nicht zurückgeschlagen werden konnte, da sie sonst von einem Läufer gegen ihren König aufgespießt worden wäre. Vorher hielt Lev durch aktives Spiel an den Flügeln das weiße Zentrum gut unter Kontrolle und ließ kein aktives Spiel für den Gegner zu.

Hiernach schnappte Langen sich aber ein Brett nach dem anderen. Steffen G. gab sich schlussendlich nach dem Opfern dreier Figuren geschlagen, als kein Notmatt ersichtlich wurde. Vorher entbrannte ein komplexer, positioneller Kampf um aktive Felder für die Figuren, den Steffens Gegner mehr und mehr für sich entscheiden konnte, ehe Steffen sich zum Opfern genötigt sah.

Auch Bogdan wurde besiegt, obwohl er bis zum bitteren Ende im Bauernendspiel alles in die Waagschale warf. Da er aber im Mittelspiel einen Bauern verlor, wurde dieser ihm zum Verhängnis. Sein Gegner brachte den Mehrbauern sicher zur Dame und setzte Bogdan Matt. Trotzdem hartnäckig und gut zum Einstand gekämpft, Bogdan!

Bei Thomas neutralisierten sich lange alle Figuren und auch ein groß angelegter Angriff der weißen Schwerfiguren auf Thomas König wurde nach dem Damentausch erfolgreich abgewehrt. Hiernach hatte plötzlich Thomas einen starken Freibauern auf der d-Linie, der optisch Vorteil versprach. Doch es gelang Thomas nicht diesen siegreich in arger Zeitnot zu verwerten. Nach einem großen Tauschreigen, in dem der Übergang ins Bauernendspiel gefunden wurde, wurden schlussendlich alle Bauern vom Brett genommen und die Partie mit einer Punkteteilung beendet.

Praktisch mit dem Ende von Thomas Partie gab auch Roland auf. Er vergriff sich im Mittelspiel und verlor einen Bauern, der im resultierenden Läuferendspiel kriegsentscheidend wurde. Roland musste da nämlich zwei Freibauern mit König und Läufer halten, die auf der a- und h-Linie standen. Leider eine unmögliche Aufgabe.

Im neuen Jahr gibt es ein knappes 5:3 auswärts und damit die zweite Niederlage der Saison. Wir bleiben dank besserer Brettpunkte Dritter und sehen einmal mehr, dass man vor der Starkenburgliga keine Angst haben muss. Mit etwas mehr Glück hier und da hätten wir sogar Punkte aus Langen mitnehmen können.

SC Groß-Zimmern II. - SC Breuberg II. 3 : 3

Leistungsgerechtes Remis der zweiten Mannschaft gegen Breuberg II - Norbert berichtet

Neuer Monat, neuer Gast. So konnten wir daher am sechsten Spieltag den Mitkonkurrenten Breuberg II im Glöckelchen begrüßen, von dem wir uns 3 : 3 Unentschieden trennten. Unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können. Beide Mannschaften halten damit direkt Fühlung mit der Spitzengruppe Eberscht I / Babe II (Eberstadt I u. Babenhausen II - Anm. d. Red.) bzw. sind Teil derselben und können weiter ein klein wenig vom Aufstieg träumen.

An Brett 1. mussten wir auf Manuel verzichten, ferner unsere bisherige Punktedruckmaschine Bogdan von Brett 5. an die Erste ausleihen. Diese Zwei wurden allerdings mehr als würdig durch Demid an Brett 5. und Leon S. an Brett 6. vertreten. Beide spielten sehr solide Partien, wie auch alle übrigen Spieler an diesem Sonntag. Grobe Patzer waren nicht zu beobachten („ … niemand hat die Absicht eine Springergabel zu übersehen“). Die Partien endeten chronologisch (fast) in absteigender Brettreihenfolge:

Zuerst musste sich Leon S. nach knapp zwei Stunden geschlagen geben, obwohl er zwischenzeitlich eine vielversprechende Stellung bei vollem Brett hatte. Demid hingegen lag einen Bauern zurück, konnte aber diesen wieder erobern und schlussendlich die Partie remisieren. Dieser erste halbe Punkt sollte sich noch als wertvoll erweisen.

Wolfgang an Brett 4. stand mit Weiß in einer englischen Partie von Beginn an deutlich besser, konnte einen Bauern abgrasen, sowie dem Gegner einen Isolani verpassen. Mit materiellem Vorteil, besserer Struktur und reichlich Erfahrung brachte er die Partie im Endspiel dann souverän über die Ziellinie. Als er dort auch noch eine Mehrfigur hatte, gab sein Gegner auf. Damit stand es wieder ausgeglichen. Wolfgang bleibt mit 4 aus 5 weiterhin ungeschlagen.

An Brett 2. spielte Norbert mit Weiß gegen seinen Namensvetter (das ich das noch erlebten durfte!). Somit war klar: Norbert würde in Summe exakt einen Punkt erzielen. Mit einer „Reti-Keymer in abgelehntes Damengambit“ übergehende Eröffnung ergab sich alles, aber kein ruhiges Spiel. Da der Autor die Rochade weiterhin für einen total überschätzten Zug hält, verzichtete er auch diesmal darauf. Sein Gegner konnte demzufolge ebenfalls erst im 21. Zug lang rochieren.

Stellung nach dem 20. Zug von Schwarz. Hier hätte b5! Schwarz eher vor Probleme gestellt als das gespielte Dc4. Nach 0-0-0 verflachten die weißen Drohungen, der potentielle Monsterspringer Sd5 war zum Glück weniger gefährlich als es scheint.

Nachdem sich Schwarz etwas befreien und eigene Initiative wie Druck aufbauen konnte, musste Weiß dies abwehren, was zum Glück gelang. Im Endspiel D+T nebst 5 Bauern bot Schwarz im 32. Zug Remis zum 2:2 an, was Norbert (wer auch sonst) annahm. Die Schlussstellung mag zwar objektiv und im Engine-Sinne besser für Weiß gewesen sein (...sprich: hätte man noch kneten können), unter dem Strich ein jedoch gerechtes Ergebnis (Maschinen ermüden nicht, Menschen schon eher).

An Brett 1 kämpfte sich Harald mit Schwarz im Sizilianer durch seine Partie. Weiß baute die ganze Partie über ziemlichen Druck auf (Aufbau mit e4, f4) und hatte anhaltendes Spiel. Die dunklen Wolken um Haralds Königsstellung verdüsterten sich immer mehr, und nach einem klitzekleinen Fehler spuckte er 2 Bauern samt Stellung. Das Ende war nah. Doch wie so oft im Leben: wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine Turmverdoppelung von Schwarz auf der f-Linie samt Rückeroberung eines Bauern daher. (O.K., das Versmaß ist inkorrekt). Plötzlich sah es so aus, als ob Weiß zermalmt wird. Leider fehlte das berühmte eine Tempo, welches man mehr haben müsste. Als Harald auch noch den zweiten Bauer (einsamer Harry-6) zurück erobern konnte, einigten sich die Kontrahenten auf Remis.

Die Schlussstellung des Spitzenbrettes sieht man links. Die Bewertung der KI meiner Wahl möchte ich euch noch zu Teil werden lassen, die „wichtigsten“ Stellen habe ich mal hervorgehoben:

Dieses Bild zeigt eine fortgeschrittene Schachpartie, in der die strategische Anordnung der verbleibenden Figuren auf dem Brett eine spannungsgeladene Endspielphase suggeriert. Neben dem Spielfeld ruht eine beachtliche Ansammlung bereits geschlagener Spielfiguren, was auf einen intensiven Schlagabtausch und einen hohen Materialverlust auf beiden Seiten hindeutet. Die alltägliche Umgebung mit Wasserflaschen und Schreibutensilien lässt darauf schließen, dass es sich um einen authentischen Wettkampf oder eine konzentrierte Übungseinheit in einem privaten oder vereinsbasierten Rahmen handelt. Insgesamt vermittelt die Szene das Bild einer tiefen geistigen Auseinandersetzung, bei der die Logik und Präzision des königlichen Spiels im Mittelpunkt stehen.
Schöner hätte selbst ich dies nicht formulieren wollen.

Wo aber bleibt Dieter? Natürlich an Brett 3. Hier entspann sich ein „seltsamer Franzose“, in dem doch allen Ernstes Weiß lang rochierte. Man lernt nie aus. Weiß hatte die Initiative, temporär auch einen Mehrbauern. Das Spiel war in Summe allerdings ausgeglichen, und beide Spieler reizten ihr Zeitkontingent fast bis zur Neige aus, im 33. Zug hatte Weiß noch ca. drei Minuten, Schwarz fünf Minuten auf der Uhr. Die Zeitkontrolle wurde dann mit ca. 50 Sekunden Rest von Weiß gemeistert. Zum Glück fror Schwarz nicht ein (soll es geben, hab ich gelesen…) und schaffte ebenfalls fristgerecht die Zugabgabe. Während dieser Phase Stand Dieter massiv unter Druck und Weiß objektiv besser. Mit mehr Zeit wäre hier vermutlich ein anderer Spielausgang erfolgt. Hätte-Wenn Aber ist jedoch egal, Dieter verteidigte sich zäh, hatte noch Schwindelchancen und eine (leider nicht fruchtbare) Abzugsdrohung. Taktisch clever bot er Remis, in das sein Gegner einwilligte.

Als nächstes stehen dann um die Iden des März die Spiele gegen Eberstadt I und später dann gegen Tabellenführer Babenhausen an. Da auch diese Gegner nur mit Wasser kochen, muss uns nicht bange sein.

Die zweite Mannschaft steht nach dem heutigen Mannschaftsremis auf Platz 3. der A-Klasse.

SC Groß-Umstadt II. - SC Groß-Zimmern III. 3½ : 1½

Beim Topspiel der B-Klasse gegen den Tabellenführer Groß-Umstadt II. setzte es heute leider die zweite Niederlage der Saison. Dafür kam Leon Y. zu seinem Debüt, als er Demid ersetzte, der in der zweiten Mannschaft als Ersatzmann gebraucht wurde. Nach rund anderthalb Stunden musste Leon allerdings seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Nach solider Eröffnung verlor Leon durch einen Springereinschlag auf g3 zwei Bauern und kam nicht mehr zurück in die Partie - trotz heftigster Gegenwehr. Sein Gegner wandelte einen der Mehrbauern schlussendlich zur Dame um.

Erstmals einen halben Punkt abgeben musste heute Torsten am 2. Brett. Nach einem überhastetem Figurenopfer seines Gegners musste er zwar erst mal mit dem angegriffenen Monarchen auf die andere Brettseite wandern, konnte hiernach aber mit der Entwicklung der eigenen Figuren fortsetzen und sich auf Bauernjagd begeben. Ein Turmopfer, das Torsten nicht optimal widerlegte, brachte den Gegner mit bedrohlichen Freibauern zurück in die Partie. Hier behielt Torsten aber einen ruhigen Kopf, stoppte und eroberte den gefährlichsten Freibauer. Dadurch wurden auch die letzten Figuren getauscht und das resultierende Bauerendspiel war Remis.

Am 3. Brett hatte Siggi alle Trümpfe in der Hand und wohl schlussendlich auch den Ausgang des Mannschaftskampfes. Nach wenigen Zügen konnte er durch ein Figurenopfer in Vorteil kommen, sich die eingangs investierte Figur durch Fesselung zurückerobern und eine weitere Figur als Zins schnappen. Er ließ auch danach nicht locker, griff den feindlichen König an, gewann per Springergabel eine Qualität und war kurz davor den Sack zuzumachen, da patzte Siggi ein Grundreihenschach samt Turm und verlor die sicher geglaubte Partie noch.

Kosto konnte auch ein Remis zum Punktekonto beisteuern. Hier drehte sich alles um die e-Linie, in der Kosto durch Verdopplung einen zuvor eingestellten Bauern zurückgewann und danach ins Turmendspiel runtertauschen konnte, wo man sich zum Remis die Hände reichte.

Zuletzt kam auch Gerd nicht über einen halben Punkt hinaus, womit der Spieltag besiegelt wurde. Die dritte Mannschaft kann dem Tabellenführer unglücklich nichts Zählbares abtrotzen, hält sich aber wie die anderen beiden Teams auf dem dritten Tabellenplatz.

1. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Rekordteilnahme zum Auftakt

24.01.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Kosto Ilievski 1416 1 0,0
2. Paul Terre 1621 1 0,0
3. Norbert Ziegler 1676 1 0,0
4. Thomas Beutel 1741 1 0,0
5. Maurice Held 1866 1 0,0
6. Steffen Heß 2084 1 0,0
7. Frank Ahrens 786 ½ 0,5
8. Harald Weber 1561 ½ 0,5
9. Anatoli Hermann 745 0 1,0
10. Siegfried Scholz 1341 0 1,0
11. Niclas Wagner 1436 0 1,0
12. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 0 1,0
13. Lev Cherniavskii 1505 0 1,0
14. Dieter Rauck 1531 0 1,0
15. Roland Rühm 1955 0 0,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Thomas Beutel - Anatoli Hermann 1 : 0
2. Frank Ahrens - Harald Weber ½ : ½
3. Siegfried Scholz - Norbert Ziegler 0 : 1
4. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Kosto Ilievski 0 : 1
5. Maurice Held - Niclas Wagner 1 : 0
6. Steffen Heß - Lev Cherniavskii 1 : 0
7. Paul Terre - Dieter Rauck + : -
8. Roland Rühm - spielfrei

Beinahe 8 Partien kamen gestern Abend zur Auftaktrunde des Langzeitturniers 2026 zustande. Auch wenn bei 15 Teilnehmern ein Anwesender spielfrei bleiben sollte (Das betraf Roland, der damit Vorzugswahlrecht in Runde 2 bekommt), war die erste Runde rekordverdächtig besucht. Das neue Turnierleiterduo Torsten und Siggi sorgten dann trotz einem "vollem Hühnerstall" für eine zügige und reibungslose Auslosung, die die folgenen Partien ergab:

Anatoli forderte Thomas zum Duell heraus - eine Paarung, die schon oft auf dem Turnierbogen zu finden war und bislang auch immer zu Gunsten von Thomas ausging. Also probierte Anatoli einen neuerlichen Anlauf, den er mit den schwarzen Figuren spielen musste, da Thomas sich Weiß ausloste. Nach eher ruhiger und entwicklungsbetonter Eröffung beiderseits, konnte Thomas mit einem Bauernvorstoß eine Figur Anatolis gewinnen und fuhr abermals den ganzen Punkt mit diesem Materialvorteil locker nach Hause.

Als zweites bekam Frank das Wahlrecht und wollte es gegen Harald Wissen. Hier erhielt nach der Farblosung Frank Weiß und Harald Schwarz. In einer bald im Zentrum und Damenflügel verkeilten Stellung, in der die Leichtfiguren früh das Brett verließen, warfen beide ihre Schwerfiguren zum Königsflügel. Frank und Harald versuchten dort Dominanz aufzubauen und einen Angriff zum Durchbruch zu bringen, doch es gab für beide Seiten zunächst kein Durchkommen. Plötzlich ließ Harald aber einen ganzen Turm stehen, der nur vermeintlich durch einen gefesselten Bauern gedeckt war, fand sich aber nochmal vom Glück geküsst, da Frank das zwischenzeitliche Damenopfer zum Gewinn des Turmes übersah. Hiernach wurde auch das beidseitige Turmpaar getauscht und im Damenendspiel bald Remis gemacht.

Turnierleiter Siggi spielte ebenfalls mit und suchte sich Norbert als Gegner aus, der mit schwarz einen Abtauschfranzosen bald zu einem Königsangriff umbaute. Siggis König sah am Königsflügel dunkle Wolken aufziehen und versuchte durch Vorziehen der Rochadebauern die Stellung zu schließen. Norbert tanzte allerdings mit Springer und Dame geschickt um die Bauern herum und entblößte Siggis König zuletzt vollends. Nach dem Gewinn zweier Bauern, aktiver Stellung und immer noch andauerndem Angriff, der wohl bald weiter durchschlagen sollte, gab sich Siggi geschlagen.

Eine Wiederholung der 11. Runde vom Vorjahr gab es an Brett 4. zwischen Wolfgang (Weiß) und Kosto (Schwarz). Beim letzten Aufeinandertreffen war Kosto lange am Drücker und schob nahezu unaufhaltsam einen Zentrumsbauern mithilfe der Schwerfiguren gen Grundreihe, ehe Wolfgang einen Konter mit der Dame fand, der Kosto mattsetzen sollte. Die gestrige Partie folgte ähnlichen Mustern: Zunächst schoben beide an allen Flügeln ihre Bauern vor und verkeilten die komplizierte Stellung. Als sich mit den ersten Abtauschen der Pulverdampf des plötzlich losbrechenden Kampfes verzog, hatten beide erneut ein Schwerfigurenendspiel auf dem Brett, bei dem Kosto im Zentrum zwei sehr starke Bauern hatte und diese in Richtung der Grundreihe schob. Allerdings ließ er diesmal nichts mehr anbrennen und verwandelte den Vorteil sicher zum ganzen Punkt.

Hiernach folgten zwei Duelle der Starkenburgliga: Niclas rang mit Schwarz gegen Maurice mit Weiß. Nach Start der Partie zeigte sich ein gewohntes Bild: Niclas investierte noch mitten in der Eröffnung viel Bedenkzeit um komplizierte Abwicklungen durchzurechnen, anstatt die einfachen Varianten einfach runter zu spielen. Hierbei "überrechnete" er sich anscheinend mehrfach und sah teilweise Drohungen, die es gar nicht auf dem Brett gab. Nachdem er einen Bauern im Mittelspiel weniger hatte lief die Zeit schlussendlich sogar ganz ab, sodass Maurice auf Zeit gewann.

Lev hatte sich mit mir auch einen Herausforderung ausgesucht, musste mir aber im Königsinder mit Weiß standhalten. Ich spiele ganz gerne leicht abwegig der Hauptvarianten der Theorie, womit ich oftmals meine Gegner in Fahrwasser bringe, die ich besser kenne und somit leichter zu besserem Spiel komme. Das sollte sich auch gegen Lev auszahlen. Nach dem gestoppten schwarzen Königsangriff wickelte ich in ein klar gewonnenes Endspiel guter Springer vs. schlechter Läufer ab und gewann bald durch Materialgewinn. Bis dahin hatte sich Lev keinen offensichtlichen oder groben Fehler erlaubt, sondern gut mitgespielt. Es fehlt ihm einfach die Erfahrung, wie die entstandenen Stellungstypen richtig zu behandeln sind.

Zuletzt fehlt noch die Begegnung von Paul (Weiß) und Dieter (Schwarz), wobei letzterer schlussendlich verhindert war und dadurch kampflos verlor.

Die nächste Runde wird am 20. Februar ausgetragen.

Abschluss des Jugend Grand-Prixs in Ober-Ramstadt

Bogdan, Demid, Kir und Leon waren dabei

18.01.2026

Die diesjährige Ausgabe des Starkenburger Jugend Grand-Prixs ging mit dem Turnier in Ober-Ramstadt am gestrigen Samstag zu Ende. Ursprünglich sollte das vierte Teilturnier der Serie bei uns im Glöckelchen stattfinden, musste aber schlussendlich nach Ober-Ramstadt vergeben werden, da wir weder das Glöckelchen noch Ausweichlokale am gewünschten Termin nutzen konnten. Trotz der Umstellung wurde das Turnier ein Erfolg. 48 Kinder- und Jugendliche fanden sich in der Stadthalle Ober-Ramstadts ein und spielten das Schnellschachturnier wie gewohnt in zwei nach Altersklassen geteilten Gruppen.

Aus Groß-Zimmern mit dabei waren Bogdan, Demid, Kir und Leon, die bei sieben Runden Schweizer System um die Siegerplätze spielten. Am Ende konnten alle vier gute Plätze erspielen, teilweise sogar auf dem Siegertreppchen: Bogdan erspielte sich Platz 2. in der U14, Leon landete ebenfalls auf Platz 2. der U10. Demid belegte Platz 8. in der U12 und Kir stand schlussendlich auf Platz 7. in der jüngsten Altersklasse, der U8.

Neben Urkunden gab es damit für unsere Nachwuchsspieler auch Pokale und Sachpreise. Für Lev und Niclas, die beide in der U20 gemeldet waren und die drei Turniere zuvor mitspielten, gab es sogar noch Geldpreise in Abwesenheit, da sie in der Gesamttabelle nicht mehr überholt wurden. Lev wurde in der Gesamtwertung der U20 Zweiter, Niclas Dritter.

Der 8. Starkenburger Jugend Grand-Prix endet damit erneut sehr erfolgreich und es lässt sich mit recht behaupten, dass die Serie sich fest etabliert hat. Ich hoffe, dass wir in der kommenden Ausgabe wieder mit dabei sein können und zumindest ein Teilturnier im heimischen Glöckelchen ausrichten können. Für unsere Kinder wäre es ein Heimspiel, dass sie für das gelungene und Früchte tragende Training verdient hätten!

Kein weiteres Pokalmärchen für Groß-Zimmern

Frühes aus in Runde 1 gegen Roßdorf

17.01.2026

Ladja Roßdorf I. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 1½
Wie im Vorjahr richtet der FK Babenhausen das an einem Wochenende angesetzte Turnier des Bezirks 4er-Pokal aus. In diesem Jahr meldeten sich 7 Mannschaften an, zwei weniger wie im Jahr zuvor. Das ist einerseits schade, denn nach den Erfahrungen aller war die Zusammenlegung des Pokals zu einem zentralen Turnier an zwei Tagen eine merkliche Verbesserung der Veranstaltung, die auch zu einer starken Teilnehmerzahl führte. Dass es nun in diesem Jahr weniger Mannschaften wurden, kann auch terminlichen Problemen geschuldet sein, und sieben Teams - auch im Hinblick auf die nominelle Stärke der jeweiligen Aufstellungen - lassen zumindest den Schluss zu, dass es einen harten Kern an Vereinen gibt, die das Turnier in der neuen Formsache gerne annehmen.

Der durch sieben Mannschaften in zwei Hälfen geteilte Turnierbaum sollte uns in diesem Jahr einen deutlich leichteren Weg gen Finale bescheren. Der Erstrundengegner Roßdorf war zwar im Gegensatz zu Gernsheim, die in 2025 unser Gegner waren, kein Oberligist, aber nominell in Summe über alle Bretter hinweg favorisiert. Die erste Runde fing auch nicht so gut an. Erst kamen wir verspätet, aber irgendwie doch noch pünktlich zum Spielbeginn in den Turniersaal, dann kippten auch die einzelnen Partien.

Lev an Brett 3. tauschte früh durch eine lange Abwicklung die Damen, verlor dabei das Rochaderecht und war in gedrückter Stellung. Seine beste Figur, der schwarzfeldrige am Königsflügel fianchettierte Läufer, musste am Ende der Abwicklung eigentlich auf c3 ebenfalls abgetauscht werden. Das hätte seinem Gegner einen unästhetischen Doppelbauern verpasst und Lev die Möglichkeit gegeben, sich sicherer zu entwickeln und im Spiel zu bleiben. Lev behielt aber seinen Läufer, kam nicht zur gewünschten Entwicklung des Damenflügels und verlor als sein König gejagt wurde eine Figur. 1 : 0 für Roßdorf.

Bei mir an Brett 1. lief es auch nicht viel runder. In der Eröffnung musste ich nach einem unerwarteten 2. ... f5 meines Gegners zwischen zwei Varianten wählen, die ich sonst immer darauf im Onlineblitz spiele. Meine Wahl fiel auf etwas solides, das aber schlussendlich zu harmlos war und nur im Ausgleich endete. Nach einer Ungenauigkeit meines Gegners fanden meine Springer zwar noch gescheite Felder, aber ein Durchkommen war nicht auszumachen. Also wurde die Stellung durch dreifache Wiederholung (Springer greift Turm an, Turm geht zurück, Springer greift Turm nochmal an, Turm geht wieder vor und Springer greift Turm an mit Schaukel) Remis gegeben.

Damit hieß es für uns schon, dass wir zwingend die letzten beiden Partien wegen der Berliner-Wertung gewinnen mussten. Andreas, der das 4. Brett besetzte, trug auch seinen Beitrag bei und gewann eine Anfangs bärisch stark begonnene Angriffspartie. Er gewann bereits in der Eröffnung einen Bauern plus Qualität, hielt den materiellen Vorsprung bis ins Endspiel fest und tauschte die Damen ab, die sein Gegner zum letzten Gefecht in den Angriff warf.

Zuletzt kämpfte noch Niclas an Brett 2. bis zum bitteren Ende. In der Eröffnung ließ Niclas wie gewohnt seine Bedenkzeit, die im Pokal auf 90 Minuten für alles plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug begrenzt ist, bereits nach 9 Zügen auf bedenkliche 20 Minuten runterlaufen und kam kurz darauf auch in arge Zeitnot, was der komplizierten Partie natürlich keinen Gefallen tat. Er verlor eine Qualität für einen Bauern, versuchte aber mit den aktiven Figuren noch das Blatt zu wenden. Ihm kam zu Gute, dass sein Gegner ebenfalls leicht in Zeitnot kam und auf sicher spielte, anstatt den materiellen Vorteil direkt auszunutzen. An einer Stelle bot sich Niclas mit einem zwischenzeitlichen Turmopfer auf d2 eine ganze Figur glatt zu gewinnen. Die Chance wurde aber vertan, da Niclas bereits jeden Zug mit den verbleibenden Sekunden Inkrement machen musste und den Einschlag nicht sah. Es dauerte zwar hiernach immer noch lange, bis das Mehrmaterial endlich angstfrei vom Gegner zum Sieg verwertet wurde, aber am Endergebnis war natürlich ab dem verpassten Turmopfer nicht mehr zu verhindern.

Damit fliegen wir dieses Jahr schon in Runde 1. raus und können den märchenhaften Durchmarsch ins Finale samt Qualifikation für den Hessenpokal nicht wiederholen. Schade eigentlich! Die Auslosung und der Verlauf der Partien gaben durchaus Hoffnung auf ein Weiterkommen. Auch der Zweitrundengegner wäre dankbar gewesen, denn Babenhausen II. ist nicht allzu stark aufgestellt. Aber sei es drum, so ist es im Pokal. Da half es auch nicht, das Roland uns als Kiebitz moralische Unterstützung bot. Nächstes Jahr spielen wir wieder mit und hoffen einfach, dass es besser laufen wird.

Wer sich für den weiteren Verlauf interessiert, findet die Ergebnisse auf nuLiga: 4er-Pokal auf nuLiga

Lev und Niclas bei der HEM 2025 in Bad Soden

Tolle Ergebnisse und Platz 3.

31.12.2025

Der ortsansässige Schachverein Bad Sodens hat sich für die eher ruhigen Tage zwischen den Jahren noch etwas besonderes aufgehoben und die diesjährigen Hessenmeisterschaften ausgetragen. Das auf sieben Runden ausgelegte Turnier wurde in insgesamt vier Einzelgruppen aufgeteilt, in denen die insgesamt 166 Teilnehmer getrennt in ihrer Spielstärke antraten. Unter diesen befanden sich auch Lev, der mit seiner Wertungszahl im B-Turnier (1850 - 1400 DWZ) spielte, und Niclas, der dank einer eigentlich deutlich zu niedrigen Wertungszahl noch im C-Turnier (1450 - 0 DWZ) startberechtigt war und sich dort Chancen auf den Turniersieg ausmalen konnte.

Samstag ging es frisch (oder weniger frisch nach den Feiertagen) in die erste Runde der Hessenmeisterschaft. Lev, der im B-Turnier weit unten gesetzt war, sollte nur stärkere Gegner bekommen und musste sich sogleich in Runde 1. dem späteren Turniersieger und Titelverteidiger Nam Nguyen (SV Hofheim) geschlagen geben. Hierauf folgten allerdings drei Sahnepartien, in denen Lev 2½ Punkte gegen einen Gegnerschnitt von 1650 holen konnte. Das bedeutete für Montag und den abschließenden Dienstag nochmals drei Gegner aus den vorderen Rängen jenseits der 1700er DWZ-Grenze, denen Lev sich allen nach hartem Kampf geschlagen geben musste. Mit 2½ Punkten aus 7 Partien erreichte Lev aber einen respektablen 39.ten Platz in der Endtabelle und macht ein gutes DWZ-Plus von 51 Punkten auf 1515.

Bei Niclas sollte es noch besser laufen. Wie erwähnt war er im erweiterten Favoritenkreis auf den Turniersieg anzusiedeln und spielte dementsprechend auf. Nach vier Runden konnte er alle bis dahin zugelosten Konkurrenten besiegen und spielte um Platz 1. mit. Nach einem ausgefochtenen Remis in Runde 5 verlor er leider in einer guten Stellung nach einem Springeropfer die sechste Runde und stand in der finalen Runde gestern Abend unter Siegzwang, um die Preisränge noch zu erreichen. Sein dwzloser Gegner aus Bad Schwalbach sollte es ihm nicht einfach machen, doch nach einem Qualitätsgewinn war der ganze Punkt nur noch Formsache für Niclas, der sich 5½ Punkte erspielte und damit den 3. Platz des C-Turniers samt 100 € Preisgeld sicherte. Auch er macht ein nicht zu verachtendes DWZ-Plus von 154 Punkten auf nun 1443 DWZ und bescherte sich ein nachgezogenes Weihnachtsgeschenk selbst. Herzlichen Glückwunsch hierzu!

Wer die Ergebnisse und Endtabellen im Einzelnen betrachten möchte, kann das unter dem unten stehenden Links tun. Einen Bericht beim Hessischen Schachverband zum Turnier gibt es auch bereits, in der Niclas ebenfalls namentliche Erwähnung findet. Den Artikel von Fabian Czappe findet man beim Hessischen Schachverband.
HEM 2025 B-Turnier bei chess-results: HEM B
HEM 2025 C-Turnier bei chess-results: HEM C

Die nächste Hessenmeisterschaft ist bereits im Mai kommenden Jahres. Der Ausrichter wird jubiläumsbedingt der benachbarte SC Ober-Ramstadt sein. Der Termin lautet: 14.05.-17.05.2026.

Jahresrückblick 2025

Der Schachclub beendet ein erfolgreiches Schachjahr

20.12.2025

Liebe Vereinsmitglieder,

Auch das Jahr 2025 steht bereits kurz vor seinem Ende und wie wahr gestaltet sich das Sprichwort „kurz sind die Jahre, lang die Tage“, wenn ich nun wie gewohnt zum Jahreswechsel meine Gedanken zum Verein in einem Rückblick niederschreibe. Wie vieles andere im Leben entwickelt sich auch der Schachclub stetig weiter – allerdings bisweilen erfreulicherweise nur im positiven Sinne. Es fällt ja schon regelrecht schwer zu entscheiden, mit welcher Erfolgsmeldung ich den Rückblick beginne, um einen roten Faden einzuweben. Beginnen wir doch mit dem Verein selbst, der als Institution von den Mitgliedern – also euch – gemacht wird.

Die Mitgliederzahl des Vereins wächst stetig in die Höhe und durchbricht die seit den 2000er Jahren nicht mehr erreichte Marke von 70 Mitgliedern. Der Anstieg ist hauptsächlich angetrieben durch die vielen Nachwuchsspieler in der Kinder- und Jugendabteilung, zu der praktisch pro Monat 1-2 neue Gesichter dazukamen und noch immer kommen. Die von den Betreuern geleistete, harte Jugendarbeit zahlt sich hierbei weiter aus und wirft immer wieder neue Erträge ab. Viele unserer Jugendlichen haben den Übergang zu den Erwachsenen mit Bravour geschafft und sich in den höheren Mannschaften und Spielklassen etabliert. Auch auf Turnieren zeichnen sie sich immer wieder aus und werden regelmäßig zum Bezirks- sowie neuerdings auch zum Hessenkader eingeladen, der Leistungsschmiede auf Landesebene, bei der eben nur die Besten teilnehmen dürfen.

Aber auch bei den Erwachsenen gab es Zuwachs und hier beginne ich nun mal auch ein paar Namen zu nennen. Denn mit Norbert bspw. ist uns ein Neuzugang gelungen, der sich nicht nur schnell in die Gemeinschaft eingefunden hat, sondern auch übermäßig in die Vereinsarbeit einbringt. So war Norbert sogleich bereit sich als Schiedsrichter für die zweite Mannschaft ausbilden zu lassen, frische Ideen für die Mannschaftsaufstellungen vorzuschlagen und das Jugendtraining zu unterstützen. Hier muss erfreulicherweise nicht mehr allein Roland die gesamte Betreuung der Jugendlichen stemmen, da Harald, Torsten, Paul und eben auch Norbert neben vielen anderen regelmäßig, aber auch mal in Vertretung hauptverantwortlich die Jugendlichen trainieren. Diese profitieren wie bereits erwähnt enorm davon und deren Erfolg färbt natürlich auch maßgeblich auf den Verein ab.

Sportlich gibt es dementsprechend ebenfalls nur Positives zu berichten. Im Bezirks 4er-Pokal hat sich der Verein nach ausgezeichneter Leistung bis ins Finale gespielt, hierbei auf dem Weg sogar eine Oberligamannschaft aus dem Weg geräumt und sich durch die Teilnahme am Bezirksfinale für den Hessenpokal qualifiziert, wo wir erst an der überlegenen Spielstärke von König Nied in Runde 2 scheiterten. Nachdem wir im vergangenen Jahr mit vier Mannschaften in den Bezirksligen antraten, konnten wir mit der neu gewonnenen Masse an Spielern eine weitere, fünfte Mannschaft etablieren und die so angewachsene Spielerdecke bislang ohne größere Probleme ausreizen. Abgesehen von der Bezirksklasse, die die 1. Mannschaft nach oben hin verließ, sind wir nun in allen bestehenden Ligen mit einem Team vertreten. Die 1. Mannschaft schlägt sich in der deutlich besser besetzten Starkenburgliga zur Saisonhälfte prächtig und hat den Klassenerhalt nach fünf Spieltagen gesichert. Neben Lev, der schon im vergangenen Jahr den Sprung geschafft hat, wurde nun auch Niclas in die 1. Mannschaft geholt und spielt dort eine sehr erfolgreiche erste Saison. In der 2. Mannschaft ist Bogdan mit 4 aus 5 eine tragende Stütze der Mannschaft, die sich abermals im oberen Tabellendrittel der A-Klasse mit überzeugenden Siegen festsetzen und um den Aufstieg mitspielen kann. Neu ist unsere 3. Mannschaft in der B-Klasse, die sich dort ebenfalls schnell einfinden konnte. In unserer vierten und fünften Mannschaft starten wie zuvor jeweils unsere Jugendlichen und Anfänger in ihre ersten ernsten Wettkampfpartien. Ein Novum stellt hierbei unsere fünfte Mannschaft dar: Sie besteht nämlich nur aus unseren Nachwuchsspielerinnen, die sich in ihren Einsätzen abwechseln und von Julianna als Mannschaftsführerin angeleitet werden. Mit ihnen stellen wir als Verein bezirksweit die einzige, reine Mädchenmannschaft! Es ist schön, dass wir auch in dieser Sparte des Schachs nun Fuß gefasst haben und in Zukunft bei Frauen- und Mädchenmeisterschaften wohl die ein oder andere Vertreterin des Vereins anfeuern dürfen!

In den vergangenen Jahren habe ich auch immer einen kurzen Blick auf das Vereinsleben geworfen, den ich auch jetzt nicht aussparen möchte. Bilden die Mitglieder metaphorisch gesprochen das Herz des Vereins, so sind die Vereinsabende der Herzschlag, der anzeigt, ob ein Verein „lebt“ oder nur auf dem Papier existiert. Hier freut es mich sehr, dass unser Vereinsraum im Glöckelchen freitags eher an seine Fassungsgrenzen stößt, anstatt noch viel Platz zu lassen. Im vergangenen Jahr haben wir auch neues ausprobiert und nach Vorstellung durch Tobias ein Chess960-Turnier veranstaltet, das guten Anklang fand. Neue Ideen werden mittlerweile auch proaktiv von den Mitgliedern an den Trainingsabenden geäußert und vorbereitet, sodass auch diese Themenabende rege besucht werden. Aber auch das Blitz- sowie das Langzeitturnier werden seit langem von mindestens 10, eher bald 15 Leuten pro Runde angenommen. Passend dazu darf ich verkünden, dass es auch bei diesen beiden vereinsinternen Turnieren engagierte Mitglieder gibt, die sich in Zukunft hauptverantwortlich um die Austragung kümmern. Für die Blitzturniere wird Paul in Zukunft der ständige Turnierleiter sein, da er das Monatsblitz immer zuverlässig mitspielt. Und für das Langzeitturnier sind ab 2026 Siggi und Torsten in Personalunion verantwortlich. Ich danke den Dreien für ihren Einsatz unsere Vereinsmeisterschaften federführend zu leiten und wünsche mir von allen Teilnehmern, dass sie weiterhin nicht nur in großer Zahl teilnehmen, sondern die drei in ihren Tätigkeiten unterstützen. Das Blitzturnier wird hierbei auf mehrfachen Wunsch in der Startzeit dem Langzeitturnier angepasst und beginnt ab 2026 um 20:15 Uhr.

Doch zurück zum Vereinsleben: das alljährliche Grillfest war erstmals von mehr Kindern als Erwachsenen besucht, was die Entwicklung und Verjüngung des Vereins nochmals unterstreicht. Wer es nicht glaubt, darf gerne nochmal einen Blick auf die Bilder werfen und nachzählen. Rolands Garten wurde so zum Outdoorspielplatz und das Grillfest abermals ein schöner Erfolg.

Für das kommende Jahr stehen allerdings schon neue Herausforderungen an. Einerseits wollen wir das 750-jährige Jubiläum der Gemeinde Groß-Zimmern am Festwochenende im Juni mitfeiern und uns am Festgeschehen mit einem eigenen Stand beteiligen, andererseits planen wir im Herbst ein großes Schachopen in der Mehrzweckhalle. Zu beiden Veranstaltungen laufen die Vorbereitungen im Vorstand bereits auf Hochtouren und bald wird auch Manpower von den Mitgliedern erforderlich werden, wenn uns beides gelingen soll. Allerdings habe ich keine Zweifel daran, dass der Verein sich in gebührender Weise einbringen und präsentieren wird.

Damit bleibt mir nur noch mich bei allen Mitgliedern für das vergangene, erfolgreiche Jahr herzlichst zu bedanken! Ich wünsche euch allen frohe Feiertage, eine erholsame und entschleunigte Zeit zwischen den Jahren und einen guten Rutsch ins neue Schachjahr, das ja schon bald beginnt. Der Verein öffnet am 02. Januar auch schon wieder seien Pforten, das erste Blitzturnier findet am 09. Januar statt. Danach folgen selbstverständlich der Start des Langzeitturniers, der 4er-Pokal und die zweite Saisonhälfte. Hier lohnt ein Blick in den aktualisieren Kalender.

Steffen Heß
1. Vorsitzender

Weihnachtsfeier der Jugend

17 Kinder spielen traditionelles Weihnachtsblitz

20.12.2025

Am gestrigen Freitag war es dann auch für unsere Kinder- und Jugendabteilung soweit. Es stand die Weihnachtsfeier vor der Winterpause an, bei der traditionell unter der Leitung von Roland ein Weihnachtsblitzturnier veranstaltet wird. In der ersten Gruppe spielten 11 Jungs mit, in der zweiten Gruppe traten 6 Mädchen an und spielten um die ebenfalls von Roland gestifteten Preise.

Bei den Mädchen setzte sich am Ende Athena mit starken 5 aus 5 durch und ließ damit keine Zweifel am Turniersieg aufkommen. Ihr folgten Arina mit 4 Punkten und Mila mit 3 Punkten auf dem Siegertreppchen.
Das Feld bei den Jungs war durchaus noch umkämpfter. Bis kurz vor Schluss zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lev und Niclas an. Lev gewann bis dahin alles, während Niclas gegen Demid lediglich ein Remis abgab. Im direkten Duell der beiden 1. Mannschaftspieler konnte Niclas durch einen derben Patzer von Lev die Führung übernehmen und gab sie nicht mehr her. Er gewann mit 9½ aus 10 vor Lev mit 9. Den beiden Tabellenersten folgte Luca mit 7½ auf Platz 3.

Zur Stärkung während des Turniers gab es von Angelika gebackenen Kuchen und Bretzeln, was bei den Kids selbstredend gut ankam. Herzlichen Dank für die Mühen und die schöne Bereicherung für die Kinder!

Bei der Siegerehrung überreichte Roland dann auch seine aus China mitgebrachten Preise: wunderschön verzierte Lesezeichen in verschiedenen Motiven, ebenso traditionell verzierte Stäbchen und die berühmten Erdnüsse, die wir auch schon bei den verschiedenen Vereinsfesten genießen durften. Zusätzlich gab es natürlich auch in weihnachtlicher Manier für jeden Teilnehmer Schokolade, womit die Weihnachtsfeier der Kinder- und Jugendabteilung harmonisch zu Ende ging.

5. Spieltag - Bericht

Ein auf Augenhöhe geführter Spieltag

14.12.2025

SC Groß-Zimmern I. - Ladja Roßdorf I. 3½ : 4½
Nach dem erspielten Klassenerhalt kann die erste Mannschaft nun jedes Match ganz locker angehen und empfing zum heutigen Spitzenspiel der Starkenburgliga nicht nur Ladja Roßdorf, sondern auch den Rückkehrer Roland, der die Mannschaft somit vervollständigte. Erstmals traten wir damit in der gemeldeten Bestbesetzung an und führten gegen ein leicht ersatzgeschwächtes Roßdorf einen Kampf auf Augenhöhe, der dem Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter sicherlich gerecht geworden ist.

Roland an Brett 2. war dann auch der erste, dessen Partie endete. Nachdem er in der Eröffnung für Entwicklung einen Bauern opferte einigte er sich mit seinem Gegner zeitnah auf die Punkteteilung als klar wurde, dass er für den geopferten Bauern zwar Kompensation hatte, aber wohl nicht mehr erreichen konnte. Roland durfte damit seinen Einstand in diese Saison recht kräfteschonend angehen und den übrigen Partien zusehen, die den ein oder anderen schönen Kampf boten.

Das Ergebnis lautete erneut Remis. Diesmal zwischen Paul und seinem Gegner am 4. Brett, wo einfach beide Seiten nach vielen Abtauschen kaum noch Möglichkeiten hatte, irgendwas zu probieren. In beiden Lagern gab es keine Schwächen, noch waren diese durch Tricks zu provozieren, sodass das Endspiel mit Leichtfigur, Dame und Turm auf beiden Seiten Remis gegeben wurde.

Auch nach dem Remis von Lukas, der an Brett 3. spielte, konnte keine Mannschaft in Führung gehen. Hier ging es doch schon schärfer zu, denn beide Könige blieben irgendwie in der Mitte stecken und mussten ohne zu rochieren zum Königsflügel laufen, während sie unter Feuer standen. Nachdem das erste Geplänkel aber überstanden war, konnte keiner mit den übrig gebliebenen Schwerfiguren so richtig durchschlagend angreifen, wonach man sich auch hier auf Remis einigte.
Dann gelang Roßdorf aber die Führung: Thomas an Brett 5. gab sich endlich geschlagen, nachdem er bereits in der Eröffnung eine Figur für zwei Bauern verlor. Er versuchte lange Zeit mit der intakten Bauernkette den Laden dicht zu halten, musste sich aber der Mehrfigur des Gegners schlussendlich fügen.

Steffen G. steuerte ebenfalls einen halben Punkt bei. In der Eröffnung verbrauchte er viel Bedenkzeit, um irgendwo das Vorteil sichernde Detail zu finden, konnte aber der Stellung kein Geheimnis entlocken und tauschte daher einige Figuren runter. Im resultierenden reinen Bauernendspiel bildeten sich beide Seiten einen Freibauern und brachten diesen zur Dame durch ehe ein Dauerschach das Remis besiegelte. Bei genauem Spiel, hätte Steffen das Bauernendspiel sogar gewinnen können, spielte aber zu schnell und sah nicht, dass der eigene König den gegnerischen Freibauern hätte aufhalten können.

Lev stand da schon auf Verlust. Nachdem er sich in der Eröffnung überspielen hat lassen und Weiß ohne Not ein starkes Bauernzentrum zugestand, verlor sein Gegner allerdings etwas den Faden. Lev ließ sich dann aber den König entblößen und musste in ein verlorenes Läuferendspiel runtertauschen, wo der Gegner auch die richtige Technik zeigte und locker gewann.

Auch Niclas remisierte eine eigentlich gewonnene Stellung. Im Mittelspiel neutralisierten sich beide Spieler, ehe Niclas Gegner am Königsflügel nach Angriff strebte. Hierbei verlor er aber eine Figur und Niclas war am Drücker. In Zeitnot verlor Niclas aber die Figur wieder und das schlussendliche Turmendspiel wurde Remis gegeben.

Den Schlusspunkt setzte ich dann am 1. Brett mit einem Sieg gegen Maurice und erspielte somit dem Ehrenpunkt für die gut kämpfende Mannschaft. Nach den ersten Zügen der Eröffnung wussten wir beide nicht mehr genau, wie die richtigen Fortsetzungen lauteten, doch Maurice spielte zwei ungenaue Züge nacheinander und ließ mich materiell durch Abzugsspringeropfer in Vorteil kommen. Ich musste zwar mein Läuferpaar abgeben, erhielt aber einen Turm und zwei Bauern dafür, die trotz Ungenauigkeiten meinerseits dank der Zeitnot von Maurice am Ende zum vollen Punkt reichen sollten.

Die erste Mannschaft muss etwas unglücklich und mit nicht genutzten Chancen ihre erste Niederlage der Saison einstecken. Da wir aber den Klassenerhalt schon sicher haben ist das heutige 3½ : 4½ kein Beinbruch.

TEC Darmstadt II. - SC Groß-Zimmern II. 3 : 3

Gegen Darmstadt musste man zu fünft antreten, da Norbert in einem wohlverdienten Weihnachtsurlaub weilt und sonst von Harald einfach kein Ersatzspieler aufzutreiben war. Nichtsdestotrotz rechneten wir uns gegen TEC Darmstadt II., das nicht sonderlich stark aufgestellt war, gute Chancen aus und konnten immerhin einen Punkt dort erspielen. Wolfgang, der mit Bogdan die Bretter tauschte, um dessen Farbwunsch zu entsprechen, hatte hierbei selbst keinen Gegner. Damit stand es also 1 : 1 von Beginn an.

Bogdan verlor dann in einer ausgeglichenen Stellung, wo er zu viel wollte, seine erste Partie der Saison und brachte damit Groß-Zimmern II. in Rückstand.
Den Ausgleich stellte Manuel an Brett 1 her. Manuels Gegner setzte früh auf Angriff, wo keiner war und opferte einen Springer in seine Rochadestellung, wonach Manuel im weiteren Verlauf einfach mit der Mehrfigur selbst auf Angriff schaltete, den schwarzen König übers halbe Brett trieb und nach dem Damengewinn Matt setzte.
Leider gelang es Darmstadt wieder in Führung zu gehen: Harald musste sich im Turmendspiel geschlagen geben. Bei gleichem Material entschied ein entfernter Freibauer des Gegners. Harald konnte den Bauern zwar mit Turm und König gewinnen, musste dafür aber den gegnerischen Monarchen in die eigene Bauernstruktur eindringen lassen, sodass dieser sich widerstandslos bedienen konnte.

Schlussendlich sicherte aber Dieter den Mannschaftspunkt, auch wenn er erneut nicht gut aus der Eröffnung kam und bedenklich eng stand. Sein Gegner ließ sich aber früh zu einem inkorrekten Läuferopfer hinreißen, womit Dieter, der das Opfer für zwei Bauern natürlich annahm, Oberwasser bekam. Die Mehrfigur wurde von ihm sicher zum 3 : 3 Endstand verwertet.

Die zweite Mannschaft klettert dank passender Ergebnisse mit dem Mannschaftsremis sogar tabellarisch etwas und ist nun vor der Winterpause auf dem 2. Platz der A-Klasse zu finden. Mit 8 Punkten und genügend Vorsprung hatte man nie etwas mit dem Abstieg zu tun und wird es im Laufe der Saison auch nicht mehr mit diesem zu tun bekommen. Eher winkt vielleicht sogar ein Aufstieg in die Bezirksklasse, der aber mit Blick auf die übrigen Paarungen ein hartes Stück Arbeit wäre.

SC Groß-Zimmern III. - SC Ober-Ramstadt II. 3 : 2

Beim Heimspiel gegen Ober-Ramstadt II. setzte sich die dritte Mannschaft knapp, aber verdient mit 3 : 2 durch und muss sich nur leicht ärgern, nicht noch höher gewonnen zu haben.

Den Reigen eröffnete Siggi am 5. Brett, der bereits nach der Eröffnung einfach auf eine zwischenzeitlich gewonnene Mehrfigur setzen konnte. Als später dank eines sauberen Königsangriffs die Dame dazu kam, dauerte es nicht mehr lange und Siggi setzte seinen jungen Gegner bald Matt.

Am 3. Brett einigten sich Gerd und dessen Gegner nach Abtausch aller Leichtfiguren und der Dame schnell auf Remis. Die Turmpaare spielten in der noch von Bauern verschlossenen Stellung keine Rolle, sodass die Punkteteilung mehr als gerecht ist.

Torsten setzt seinen Lauf fort und gewinnt die vierte Partie nacheinander. In der Eröffnung und nach dem Damentausch machte sich Torstens Entwicklungsvorsprung stark bemerkbar als er mit einem Springer auf d6 die halbe schwarze Mannschaft auf den Startfeldern festnagelte. Etwas später gab sein Gegner eine Qualität in hoffnungsloser Stellung ab, um wenigstens die Entwicklung abschließen zu können, doch die Qualität mehr auf Seiten Torstens war mächtig genug, um den Sack bald zuzuschnüren.

Am 1. Brett gelang Kosto ebenfalls ein Remis, an das ich zwischenzeitlich nicht wirklich geglaubt habe. Die Eröffnung behandelte er grenzwertig und verlor nach der langen Rochade plötzlich einfach eine Qualität, konnte das materielle Gleichgewicht aber durch einen Patzer des Gegners wieder herstellen. Hiernach bekam er ein Remisangebot und nahm an, da die Mannschaft damit auf gewinnbringende 3 Punkte kam.

Geschlagen geben musste sicher abermals nur Demid, der einen Sieg heute verdient gehabt hätte. Wie Siggi erspielte er sich nach der Eröffnung eine glatte Mehrfigur, fand in der dann doch noch kompliziert werdenden Stellung die richtige Umgruppierung für die eigenen Figuren und öffnete durch weitere Abtausche die Stellung, die ich als unverlierbar einschätzte. Leider weiß ich nicht wie Demid die Partie noch einstellte, aber mir wurde zugetragen er übersah einen Bauerndurchstoß auf die Grundreihe.

Die dritte Mannschaft kommt somit zurück in die Erfolgsspur und erobert Rang 3. der B-Klasse.

SC Groß-Zimmern IV. - SC Ober-Ramstadt III. 2 : 2
Die vierte Mannschaft kann mit einem 2 : 2 die am letzten Spieltag eroberte Tabellenführung erfolgreich verteidigen. Kir spielte am 3. Brett wie die Feuerwehr und war nach rund 30 Minuten fertig. Leider verlor er seine zwischenzeitlich aussichtsreiche Stellung nach zwei Patzern sehr schnell, aber das ist eben oftmals der Preis für (zu) schnelles Spielen.

Als Ersatzmann ans 4. Brett gekommen, gewann Anatoli eine lange Zeit ausgeglichene Partie durch ein schönes Matt mit Dame und Läufer. Bis dahin tauschten Anatoli und sein Gegner munter Figuren und es bahnte sich ein Remis an. Doch dann übersah der junge Ober-Ramstädter die Mattdrohung und Anatoli ließ sich nicht zweimal bitten.

Frank brachte die vierte Mannschaft dann sogar in Führung, obwohl er zu Beginn ziemlichen Quatsch spielte. Er ließ sich einen Springer fesseln, zog ohne Not dessen Schutzbauer weg, deckte den Springer dann mit Dame und König (!) mitten auf dem Brett und hatte Glück, dass der Gegner rochierte, anstatt mit Se4+ eine glatte Figur zu gewinnen. Aber auch danach stand Frank sehr unkoordiniert, konnte aber mit Springer und Läufer in die gegnerische Rochadestellung einsteigen und per Abzugsschach einen Turm und eine Figur gewinnen. Danach war Schluss.

Bleibt noch über Dinos Partie zu berichten. Dino war nicht fit und es war am Samstag noch fraglich, ob er überhaupt spielen konnte. Am Brett zeigte sich dann auch, dass Dino nicht sein volles Potenzial ausschöpfen konnte. Er opferte einen Läufer und versuchte mittels Doppelangriff mit der Dame, die Figur zurückzugewinnen. Doch der angegriffene Springer konnte sich zurückziehen und gleichzeitig das Schach der Dame parieren, wonach Dino zwar noch lange weiterkämpfte, aber der verlorenen Figur schlussendlich umsonst nachjagte.
Damit endete der Wettkampf mit Ober-Ramstadt etwas glücklich 2 : 2, aber das gehört auch mal dazu.

Schachforum Darmstadt X. - SC Groß-Zimmern V. 3 : 1
Auch beim Schachforum konnte unsere Mädchenmannschaft nicht vollzählig antreten und geht dementsprechend mit leeren Händen aus.

Antol, der als Ersatzmann von der vierten Mannschaft rüber zur fünften wechselte, ließ sich auf der e-Linie einen Doppelbauern verpassen, von dem er später einfach einen Bauern verlor. Danach tauschte sein Gegner mustergültig alles ab und spielte ein reines Bauernendspiel mit Mehrbauer wie nach dem Lehrbuch, sodass Antol aufgeben musste.

Julianna gewann schon früh in der Eröffnung einfach einen Turm, den der Gegner einfach stehen ließ, als er mit dem Läufer angegriffen wurde. Wenig später spießte sie die feindliche Dame mit dem zweiten Läufer auf und bekam die Hand zum Sieg gereicht.

Tina setzte den Schlusspunkt der Begegnung, wurde aber zügig Matt, nachdem sie in der Eröffnung einen Einschlag der weißen Dame auf g7 samt Turmverlust übersehen hatte.

Unserer fünften Mannschaft gelingt somit leider immer noch nicht der ersehnte erste Punkt, doch nach der Winterpause kann erneut angegriffen werden.

12. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Dieter verteidigt Vereinsmeistertitel im direkten Duell gegen Harald!

12.12.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 8 34,5
2. Harald Weber 1561 8 31,0
3. Siegfried Scholz 1341 5 36,5
4. Norbert Ziegler 1714 25,5
5. Paul Terre 1619 18,0
6. Thomas Beutel 1741 18,0
7. Kosto Ilievski 1432 4 30,5
8. Andreas Heun 1637 4 21,0
9. Frank Ahrens 786 3 40,0
10. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 3 31,5
11. Lev Cherniavskii 1428 25,0
12. Steffen Heß 2093 6,0
13. Antol Gasz / 2 16,5
14. Dino Turic 966 2 12,0
15. Torsten Wöhl 1404 14,0
16. Niclas Wagner 1290 1 23,5
17. Roland Rühm 1948 1 8,0
18. Helmut Weiser 1128 1 4,5
19. Joshua Gütte / ½ 6,5
20. Maurice Held 1866 ½ 2,5
21. Anatoli Hermann 745 0 13,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Anatoli Hermann - Antol Gasz 0 : 1
2. Niclas Wagner - Steffen Heß 0 : 1
3. Lev Cherniavskii - Thomas Beutel ½ : ½
4. Siegfried Scholz - Frank Ahrens ½ : ½
5. Andreas Heun - Dr. Wolfgang Beiersdorf 1 : 0
6. Paul Terre - Kosto Ilievski ½ : ½
7. Dieter Rauck - Harald Weber 0 : 1

Erneut 14 Spieler und einige Zuschauer haben sich zur Finalrunde im Glöckelchen eingefunden um den neuen Vereinsmeister im Langzeitturnier zu küren. In der 12. und abschließenden Runde war der Kampf noch offen, wenn auch auf zwei Spieler limitiert. Dieter führte die Tabelle mit 8 Punkten und einigen Buchholzpunkten vor Harald mit 7 Punkten an. Doch sollte Harald in der letzten Runde den einen Punkt aufholen und günstige Ergebnisse in den übrigen Partien ihm auch noch den ein oder anderen Buchholzpunkt verschaffen, wäre eine Aufholjagd noch möglich gewesen. Doch kommen wir zu den sportlichen Details:
Anatoli durfte als erster wählen. Seine Wahl fiel auf Antol, der sich die schwarzen Steine zuloste. Nachdem beide relativ unbeschadet die Eröffnung überstanden, konnte Antol im Mittelspiel eine Figur gewinnen, die ihm dann im weiteren Verlauf der Partie zum Sieg reichte. Am Ende setzte er auf der Grundreihe mit einem Turm Matt.

Der nächste Wahlberechtigte war Niclas. Unser Jugendtalent spielt in letzter Zeit so stark auf, dass er sich vor einer Herausforderung auch heute nicht scheute. Ich wollte im Moment seiner Wahl noch zu Paul flüstern: "Wetten, dass er mich heute nimmt?" und so sollte es auch kommen. Passend zum kommenden Spieltag loste ich mir Schwarz zu und kam im Altinder (eine heutzutage zurecht eher selten gewählte Verteidigung) echt nicht gut aus der Eröffnung. Nach den ersten Figurentauschen und Öffnung der b-Linie geriet ich unter Druck, da Niclas für seine wertvolleren Figuren bessere Felder fand und mein Zentrum gefährlich aufsprengte. Leider verlor er hier den Faden, ließ mir nach dem Damentausch zu viel Spiel zukommen und verlor erst zwei Bauern, dann seinen Läufer ehe er aufgeben musste. Eine bis zum Wendepunkt sehr gute Partie von Niclas, der nur noch wenige Feinheiten und Details missen lässt, bevor er mich einfach zusammenschiebt.

Unser zweites Jugendtalent Lev forderte Thomas heraus, der bereits in der Eröffnung eigentlich die Partie einpatzte. In einer recht bekannten Eröffnungsfalle hätte Thomas bei den richtigen Abwicklungen von Seiten Levs mindestens eine Qualität verlieren müssen, doch Lev jagte einem Bauern nach, den Thomas sicher mit präzisem Gegenspiel zurückgewann. Nachdem alle Schwerfiguren vom Brett verschwanden und man mit jeweils zwei Leichtfiguren plus sechs Bauern eine symmetrische Stellung erreichte, einigten sich beide auf Remis. Lev lässt hier einen Punkt liegen, den er mit seinem taktischen Auge sonst eigentlich einfährt und Thomas kommt zum Abschluss des Turniers mit einem blauen Auge davon.

Turnierleiter Siggi bekam es mit Frank zu tun und fand sich nach der Eröffnung im Hintertreffen. Frank eröffnete nicht ganz sauber, konnte Siggi aber mit einem Abzug überlisten und einen Bauern gewinnen. Nach einem verheerend aussehenden Angriff mit Springer und Dame auf Siggis im Zentrum stecken gebliebenen König, dachte ich schon, dass Frank den Sack bald zu machen würde. Doch es folgten Tauschabwicklungen, die plötzlich im doppelte Turmendspiel mündeten, das nach Angebot von seiten Siggi im Remis endete. Frank zeigt eigentlich einmal mehr, dass auch er einen gewaltigen Sprung gemacht hat. Doch der schlussendliche Killerinstinkt lässt er noch ein wenig vermissen, sodass auch Siggi froh über ein gewonnenes Remis sein kann.

Partie 5. lautete Andreas - Wolfgang, wobei letzterer am Königsflügel einen Bauern verlor. Dieser sollte im resultierenden Endspiel nach einiger Vorbereitung durch die weißen Türme und König Andreas zum Sieg verhelfen. Wie die Partie im Detail ausgegangen ist, kann ich nicht berichten, da mir das Ende entgangen ist, doch es wird sich um den weißen Freibauern gedreht haben.

In der Partie Paul - Kosto ging es tatsächlich noch um Platz 3. Paul hätte hierfür gegen Kosto gewinnen müssen, biss sich allerdings an dessen hartnäckiger Verteidigung, die durch verkeilte Bauern begünstigt wurde, die Zähne aus. Paul hatte hierbei sogar das Läuferpaar, dass aber dank der geschlossenen Stellung keine Wirkung entfalten konnte. Im Endspiel blockierte Kosto alle Einbruchsfelder für Pauls König und erzwang dadurch einfach die Punkteteilung.

Kommen wir damit zu der Paarung, auf die alle gebannt heute blickten. Harald forderte Dieter tatsächlich in einem 1-gegen-1-Duell zum Finale, musste aber mit den schwarzen Figuren Druckspiel erzielen und die Partie, die Dieter früh durch Abtauschen zu verflachen suchte, am leben erhalten. Tief in der Nacht, schon nach 0 Uhr, kneteten beide ihre Stellung immer noch, in der beide eine Dame, einen Turm und 3 Bauern hatten. Harald hatte hierbei sehr lange die Möglichkeit über Schachs mit der Dame dem geöffneten König von Dieter zu Laibe zu rücken. Nach über 10 Zügen fand er tatsächlich noch die richtigen Ressourcen und setzte Dieter am Ende doch noch Matt, womit das Rätselraten und Rechnen losging, wer denn nun gewonnen hat. Harald schaffte durch den Sieg im direkten Vergleich noch mit Dieter nach Punkten gleichzuziehen. Beide lagen bei starken 8 Punkten. Doch die Buchholzwertung, in der Dieter zweieinhalb Punkte Vorsprung hatte, hielt und Dieter verteidigte trotz einer Niederlage in der Finalrunde erfolgreich den Vereinsmeistertitel im Langzeitturnier!

Herzlichen Glückwunsch hierzu! Ihm folgen auf Rang 2. Harald, der sich trotz erbitterstem Kampf mit Silber begnügen muss, und auf Rang 3. Siggi, dem das Remis gegen Frank reicht, Paul auf Abstand zu halten. Mit 5 Punkten sicherte er sich den Treppchenplatz.

Jugendbezirksmeisterschaften im Einzel 2025

Ergebnisse von Lev und Niclas

07.12.2025

Wie zuvor bereits berichtet, haben Lev und Niclas bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Jugend in Darmstadt teilgenommen. Die Altersklassen U14, U16 und U18 spielten hierbei ein gemeinsames Turnier, das auf fünf Runden ausgelegt war und gleichzeitig die Qualifikation für die Hessenmeisterschaften über Ostern darstellt.

Am Samstag standen drei Runden auf dem Spielplan. Lev startete in der U16, Niclas in der U18. Beide waren der DWZ nach in der oberen Tabellenhälfte angesiedelt und in Runde 1. als Favoriten gesetzt. Dementsprechend gab es gegen nominell deutlich unterlegene Gegner keine Überraschungen, sondern je einen vollen Punkt für unsere Nachwuchsspieler. In Runde 2 konnte Lev dann nochmal als stärkerer Spieler voll zugreifen, während Niclas gegen den an 2. gesetzten Darmstädter Medhansh Nain antreten musste. Niclas erspielte sich eine bessere Stellung, patzte sie aber später wieder ein. Zur dritten Runde wurden die beiden Zimmner sogar gegeneinander gepaart und spielten fix Remis, um Kräfte für den Sonntag und die finalen Runden zu sparen.

Lev, der mit 2½ aus 3 dann auch super Chancen hatte, das Turnier zu gewinnen, musste in der vierten Runde gegen den Turnierfavoriten und verlustpunktfreien Ersten Shahzaib Shanawaz Thrabrez aus Langen antreten. Hier setzte sich erneut der Favorit durch, der dann auch durchmarschierte und das Turnier gewinnen sollte. Lev spielte dann in der finalen Runde noch ein fixes Remis, da er nach der Niederlage in Runde 4 keine Chancen mehr auf den Turniersieg hatte. Niclas holte leider wie Lev nur noch einen halben Punkt aus den beiden Schlussrunden. In der ersten Runde heute Morgen verspielte er abermals in Zeitnot eine gewonnene Stellung und musste dann gegen den einzigen anderen Teilnehmer der U18, Nico Hafner (SK Gernsheim), um die Qualifikation zur Hessen und den Bezirksmeistertitel spielen. Hier kam er zwar schlechter aus der Eröffnung, hatte aber im Mittelspiel plötzlich die besseren Felder für die Figuren. Allerdings schlug die Zeitnot nochmals zu und nach einem Springeropfer verlor Niclas einen Turm, wonach er kurze Zeit später die Gegenwehr einstellte.

Leider sind den beiden damit trotz guter Kämpfe keine Titel oder Qualifikationen zur Hessen gelungen. Lev hat einfach das Pech in der eigenen Altersklasse mit Shahzaib einen um locker zwei Klassen besser spielenden Gegner zu haben, während Niclas viele Punkte durch Zeitnot hat liegen lassen.
Ergebnisse und Tabellen gibt es bei chess-results: BJEM 2025

Weihnachtsblitz 2025

Ein neuer Vereinsmeister ist gefunden | Erfolgreiche Weihnachtsfeier des Schachclubs

06.12.2025

Zum Abschluss des Jahres haben wir am Freitag wie gewohnt unser Weihnachtsblitz veranstaltet. Beim letzten Monatsturnier der Vereinsmeisterschaft wurden die anwesenden Mitglieder mit den üblichen Köstlichkeiten (Warme Würstchen, Frisches Brot, Gurken und Pizzabrötchen von Pauls Frau - vielen Dank nochmals an dieser Stelle!) bewirtet, konnten aber wählen, ob sie das normale Blitzturnier spielen oder am Nachbartisch Skat spielten.

Beide Angebote wurden rege angenommen. So spielten Torsten, Siggi und Gerd den Abend hinweg eine lustige Skatrunde, in der Gerd mit sage und schriebe 1168 Punkten und deutlichem Vorsprung am Ende gewann. Beim Blitzturnier hatten sich 11 Spieler eingefunden. Unter diesen setzte sich schlussendlich Steffen mit 9½ Punkten gegenüber der Konkurrenz durch. Das Turnier selbst war sehr ansonsten sehr ausgeglichen verlaufen. Den zweiten und Vorletzten trennen gerade mal 2½ Punke. Unterstrichen wird dieser Umstand auch vom Tunierergebnis von Niclas, der zwar "nur" vier Punkte holte, diese jedoch gegen Leute auf den Plätzen 2.-4., also die späteren Turniersieger.

Nach Abschluss der Gesamttabelle können wir damit dann einen neuen Vereinsmeister krönen. Tobias, der gestern überraschend nicht da war und beim Weihnachtsblitz nicht antrat, konnte von Paul nicht mehr eingeholt werden. Er wird in Abewesenheit mit starken 915,8 Punkten Vereinsmeister 2025. Hinter ihm landet Paul mit 845,2 Punkten und Roland, der trotz lediglich 7 Teilnahmen auf 654,8 Punkte kam. Auch er konnte in Abwesenheit nicht mehr vom Treppchen gestoßen werden. Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger!

Niclas und Lev spielen darüber hinaus in Darmstadt auch die Jugendbezirksmeisterschaften der Altersklassen U14-U18 mit. Das Turnier, das erst morgen Abend fertig werden wird, ist gleichzeitig das Qualifikationsturnier für die an Ostern stattfindende Hessenmeisterschaft. Natürlich werde ich über den Ausgang berichten.
Martin hat der derweil beim Nikolausblitz des SK Gernsheim teilgenommen. Das ELO ausgewertete Turnier wurde mit 15 Runden nach Schweizer System ausgetragen und zog 72 Spieler an. Martin schaffte es auf 7½ Punkte, also 50 %. In der ersten Turnierhälfte gewann er jeweils mit Weiß, verlor aber mit Schwarz gegen bessere Gegner. In der zweiten Hälfte des Turniers wechselte sich das komplett und Martin holte nur noch volle Punkte mit den schwarzen Steinen. Er landete auf dem 31. Platz.
Weitere Einzelergebnisse und Tabellenstände gibt es bei chess-results: Nikolausblitz Gernsheim

Jugend Grand-Prix in Babenhausen

Niclas, Lev und Joshua berichten von ihrer Teilnahme

30.11.2025

Zum dritten Teilturnier des diesjährigen Starkenburger Jugend Grand-Prixs fuhren Lev, Niclas und Joshua gemeinsam nach Babenhausen und nahmen dort in den Altersklassen U20 teil. Gewohnterweise wurden die anwesenden Teilnehmer in mehreren Altersklassen als ein Gesamtturnier zusammengefasst, sodass es auch zu Duellen zwischen den zimmner Nachwuchsspielern kam. Hier konnte Niclas eine eigentlich ausgeglichene Stellung gegen Lev gewinnen und den ganzen Punkt für sich beanspruchen.

Nichts destotrotz machten alle drei in Babenhausen eine gute Figur. Das lag nicht zuletzt auch an den neuen Vereinsklamotten, die Paul für uns angefertigt hatte. Aber auch an der sportlichen Leistung der drei. Joshua, der sein zweites Turnier spielte und weiter Erfahrung sammelt, schaffte 1½ Punkte aus den 7 angesetzten Runden und hätte es auch auf 2 volle Punkte bringen können, setzte aber in einer seiner Partien den Gegner patt, sodass es zu einer Punkteteilung kam.
Lev holte insgesamt 4 Punkte und belegte den 4. Platz der U20. Niclas erspielte sich einen halben Punkt mehr und damit den 3. Platz der U20. Beide sammeln für die Gesamtwertung wichtige Serienpunkte, die sie beim abschließenden Turnier in Ober-Ramstadt noch weiter aufstocken können. Anbei noch der Link zu den Endtabellen des Turniers in Babenhausen: 3. Teilturnier.

Währenddessen florierte das Jugendtraining in unserem Vereinsheim, dem Glöckelchen, am vergangenen Freitag mal wieder so richtig auf. Nahezu 20 Kinder waren da und wurden von Torsten, Paul und mir betreut, bis alle müde gespielt waren. Anbei mal ein Blick in den proppevollen Trainingsraum.

3. Gernsheimer Schnellschachcup 2025

Niclas, Lev und Steffen können es nicht lassen

22.11.2025

Bei frostigen Minusgraden haben sich heute Lev, Niclas und spontan auch Steffen auf den Weg nach Gernsheim gemacht, um dort den 3. Schnellschachcup mitzuspielen. Das auf sieben Runden ausgelegte Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement hat für viele Schachfreunde, die die kleinen Turniere in Gernsheim als Dauergäste mitspielen, ebenso seinen Reiz. Denn neben kleinen Geldpreisen wird das Turnier nach Rapid-Elo ausgewertet. Dass Langzeitturniere mit einer offiziellen Ratingzahl ausgewertet werden, kennt man ja. Dass das aber auch bei Schnell- oder Blitzschach gemacht wird, ist zumindest in Deutschland eher ungewöhnlich.

Die Gernsheimer, die als Turnierorganisatoren ein glückliches Händchen haben, zogen so immerhin 39 Spieler ins eigene Vereinsheim. Darunter drei FMs und einige gute Spieler jenseits der 2000 Elo, mitsamt Fabian Czappa, der als Schiedsrichter gewonnen werden konnte. Bereits in Runde 1. gab es ein internes, zimmner Duell. Lev und ich spielten am 6. Brett gegeneinander. Wir hatten uns vorab im Wechsel mit Niclas schon in einigen Blitzpartien warmgespielt (was bei den heutigen Temperaturen nicht zu unterschätzen war!) und kamen daher schnell in eine bereits zuvor angeteste Eröffnungsvariante des Najdorf-Sizilianers. Hier überspielte Lev mich mit seinem Läuferpaar mehr und mehr, fand dann aber keine zielführende Verstärkung und verlor am Ende sogar noch knapp auf Zeit.
Levs Auftakt war damit eher verhunzt, er steckte aber nicht auf und spielte ein grundsolides Turnier bis zur letzten Runde. Nach Abschluss der siebten Runde brachte Lev es auf 4 Punkte und den 17. Platz, was ihm den Ratingpreis <1700 Elo einbrachte. In der auf chess-results angegebenen Rapidwertung hat er nun 1788 Elo.

Niclas erwischte leider ein Turnier zum vergessen. Obwohl er sich in den meisten Partien wacker schlug, wollten ihm einfach keine Punkte gelingen. Immer wieder patzte er in entscheidenden Momenten seine Partien weg, woran auch die hin und wieder auftretende Zeitnot mitschuld war. Mit 2 Punkten aus sieben Runden wurde er 35ter, knapp hinter seinem Startrang. Seine Rapid-Elo liegt bei 1267 und damit nahe seiner aktuellen DWZ, die allerdings deutlich zu niedrig eingestuft sein dürfte.

Obwohl ich ursprünglich gar nicht mitspielen wollte und Niclas am Abend zuvor mich noch überredete teilzunehmen, bin ich im Nachhinhein froh, mit nach Gernsheim gekommen zu sein. Nach meinem glücklichen Auftaktsieg über Lev, torkelte ich bis zum Ende des Turniers weiter auf dem Glückspfad voran und schaffte es auf 5½ Punkte. Geschlagen geben musste ich mich nur dem späteren Turniersieger FM Zuyev, konnte aber in der finalen Runde gegen Maximilian Müller (bekanntlich auch FM) noch einmal voll zuschlagen mir den 3. Platz des Turniers sichern. Meine Rapid-Elo soll in der Erstauswertung 2224 betragen - wers glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Wie dem auch sei, den Gernsheimern sei ein Dank und Lob für dieses kurzweilige Schnellschachturnier ausgesprochen, zu dem ich im nächsten Jahr gerne wieder kommen werde, um meinen Treppchenplatz zu verteidigen. Das angefügte Bild habe ich ebenfalls vom SK Gernsheim gestohlen - was aber sicherlich in Ordnung geht.

Wer sich für die Einzelergebnisse und Abschlusstabelle interessiert, wird unter chess-results.com fündig: Gernsheimer Schnellschach-Cup

11. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Entscheidung vertagt!

15.11.2025

Gesamttabelle Langzeiturnier 2025
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Dieter Rauck 1531 8 23,0
2. Harald Weber 1561 7 20,5
3. Siegfried Scholz 1341 29,5
4. Norbert Ziegler 1714 24,0
5. Paul Terre 1619 4 25,5
6. Thomas Beutel 1741 4 14,0
7. Kosto Ilievski 1432 24,0
8. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1452 3 25,0
9. Andreas Heun 1637 3 16,0
10. Frank Ahrens 786 32,0
11. Lev Cherniavskii 1428 2 19,0
12. Dino Turic 966 2 11,0
13. Torsten Wöhl 1404 9,0
14. Steffen Heß 2093 4,5
15. Niclas Wagner 1290 1 18,5
16. Antol Gasz / 1 15,5
17. Roland Rühm 1948 1 8,0
18. Helmut Weiser 1128 1 4,0
19. Joshua Gütte / ½ 5,5
20. Maurice Held 1866 ½ 1,5
21. Anatoli Hermann 745 0 10,5

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Maurice Held - Steffen Heß ½ : ½
2. Antol Gasz - Joshua Gütte ½ : ½
3. Norbert Ziegler - Niclas Wagner 1 : 0
4. Lev Cherniavskii - Paul Terre 1 : 0
5. Siegfried Scholz - Andreas Heun 0 : 1
6. Kosto Ilievski - Dr. Wolfgang Beiersdorf 0 : 1
7. Frank Ahrens - Dieter Rauck ½ : ½

In der Vorschlussrunde fanden sich sage und schreibe 14 Teilnehmer für das Langzeitturnier im Glöckelchen ein. Auch die resultierenden Paarungen waren nicht von großen DWZ Unterschieden geprägt, sondern fanden eher auf Augenhöhe statt, sodass sich an jedem Brett eine spannende Partie entwickelte. Insbesondere von Bedeutung war die Abwesenheit von Harald, der als einziger Dieter noch von der Titelverteidigung abhalten kann. Dementsprechend hatte Dieter, der vor der Runde bereits einen halben Punkt mehr als Harald hatte, die Chance mit einem Sieg eine Vorentscheidung im Titelrennen herbeizuführen. Doch dazu am Ende mehr.
Der erste Wahlberechtigte war Neueinsteiger Maurice, dessen Wahl auf mich fiel. Da ich mir die schwarzen Figuren loste, kam es zu einem Vorgeplänkel des nächsten Spieltags, wo wir zwei mit der selben Farbverteilung aufeinander treffen. Maurice verpasste mir in der Eröffnung einen Isolani und versuchte diesen zu belagern und zu gewinnen. Wir kamen ins reine Schwerfiguenendspiel, wo ich zunächst keine Probleme hatte, den Bauern zu halten. Maurice tauschte auch beide Türme ab und brachte uns ins Damenendspiel, wo wir uns eigentlich schon früh auf Remis hätten einigen können. Doch wir zockten in Zeitnot noch weiter bis die auch die Damen vom Brett verschwanden, brachten beiderseits im resultierenden, risikoreichen Bauernendspiel einen Bauern durch und waren zurück in einem Damenendspiel, das durch Dauerschach Remis endete. Laut Computer war die Partie an einer Stelle für mich, an der anderen für Maurice gewonnen, doch die Zeitnot verhinderte für uns beide schlimmeres.

In der zweiten Partie trafen Antol mit Weiß und Joshua mit Schwarz aufeinander. Die beiden folgten längere Zeit bekannten spanischen Fahrwassern, ehe Antol positionell in Vorteil kam. Er verpasste Joshua zwei Doppelbauern, gewann als die Stellung sich öffnete auch zwischenzeitlich zwei Bauern, ließ Joshua aber dadurch mit den restlichen Figuren gut ins Spiel kommen. Nach einer Springergabel und Aktivierung der Türme auf die zweite Reihe, konnte Joshua in ein remisliches Bauernendspiel überleiten und den halben Punkt festhalten.

Die nächste Paarung lautete Norbert - Niclas. Hier entwickelte sich trotz des deutlich größeren Entwicklungsvorsprungs von Norbert ein heißer Kampf um Norberts weißen König. Der fühlte sich in seiner langen Rochade deutlich unwohl, als Niclas mit beiden Springern und seinem weißfeldrigen Läufer wichtige Felder rund um Norberts Monarchen in Beschlag nahm. Im weiteren Verlauf gab Niclas zwei Figuren für einen Turm und dadurch die Initiative ab. Norbert ließ sich danach den Vorteil auch nicht mehr nehmen und gewann die zwischenzeitlich bedenklich gewordene Partie.

Lev forderte Paul zu einer Revanche heraus und bekam bei der Auslosung die weißen Figuren. In einer sich schnell entwickelnden Partie gewann Lev frühzeitig eine Qualität für einen Bauern und hatte Pauls König schon in die Brettmitte getrieben. Hier gab es mehrerer Wege den Sack frühzeitig zu zu machen, doch Lev spielte nicht ganz sauber weiter und ließ Paul noch etwas Gegenspiel aufziehen. Paul griff mit Läufer, Springer und dem verbleibenden Turm Levs König an, gewann auch einen weiteren Bauern, den Lev zur Sicherheit des eigenen Königs gab, hatte danach aber einen Aussetzer und vergriff sich in der noch kampfbetonten Partie, sodass Lev gewann. Ich habe das genaue Ende leider nicht mitbekommen, gehe aber davon aus, dass Lev durch einen Einsteller noch groß Material gewann.

In der fünften Partie des Abends wählte Andreas Siggi als Gegner aus. Siggi, der die weißen Steine führte, geriet aber früh unter Druck als Andreas die Rochadestellung Siggis zerstörte, ihm einen Doppelbauern auf f3 verpasste und dabei eine ganze Figur einheimste. Mit dieser Mehrfigur war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis Siggi die Waffen streckte, da Andreas die nötige Technik besaß und die Partie locker runterspielen konnte.

In der sechsten Partie musste sich Wolfgang einem stark aufspielenden Kosto und dessen weißen Figuren erwehren. Kosto ergriff im Mittelspiel die Initiative, drängte mit Bauernvorstößen am Königsflügel Wolfgangs Schwerfiguren aus dem Zentrum heraus und drückte einen Freibauern bis nach d7. Hier drohte Kosto mehrfach über das Feld c8 mit Schach den Bauern auf Wolfgangs Grundreihe zu schieben, doch Wolfgang setzte alles auf eine Karte und suchte über die lange Diagonale g1-a7 mittels Mattangriff auf den geöffneten König Kostos Gegenspiel. Nach einem Schach wählte Kosto das falsche Fluchtfeld für den König und wurde kurzerhand von Wolfgang mattgesetzt.

Kommen wir damit zur Partie Frank - Dieter, in der wie eingangs erwähnt Dieter durch einen Sieg vorzeitig hätte Vereinsmeister werden können. Doch Frank wollte es Dieter nicht leicht machen: In einer verkeilten Stellung gewann Frank einen Qualität und befand sich schon auf der Siegerstraße. Zuvor hatte er alle Gelegenheiten durch Bauernhebel die Stellung zu öffnen, ausgeschlagen und insbesondere für Dieters Springer die Stellung verkeilt und ihn so nicht zu Spiel kommen lassen. Nach einem ersten Remisangebot von Seiten Dieters schlug Frank, der die Stellung soweit richtig und für sich selbst vorteilhaft einschätzte, die Punkteteilung aus, bot aber kurze Zeit später selbst Remis an, das von Dieter sogleich angenommen wurde.
Bei entsprechend ausfallenden Ergebnissen, hätte auch dieses Remis Dieter zur direkten Verteidigung des Vereinsmeistertitels gereicht, da seine Buchholzwertung gegenüber der von Harald uneinholbar gewesen wäre. Nun ist die Entscheidung aber vertagt. Haralds Gegner aus dem gesamten Spieljahr punkteten gestern besser, als die von Dieter, sodass rechnerisch noch alles möglich ist. Dieter hat indes aber nun einen ganzen Punkt Vorsprung und kann sich bei einem Remis in der finalen Runde - vielleicht auch gegen Harald selbst - den zweiten Vereinsmeistertitel in Folge sichern. Sollte Dieter allerdings die finale Runde verlieren und Harald gewinnen, egal ob im direkten Duell oder nicht, kommt es auf die angesprochene Buchholzwertung an. Hier schmolz der Vorsprung Dieters von 4 Punkten auf 2,5 Punkte zusammen. Das ist an für sich immer noch komfortabel, aber alles andere als uneinholbar.
Doch warten wir die Schlussrunde mal mit Spannung ab. Runde 12. wird am 12. Dezember gespielt. Die Übersicht gibt es unter dem Menüpunkt Langzeitturnier.

2. Falkensteiner Schnellschachopen 2025 & Hessischer Schulschachwettbewerb

Niclas gewinnt Ratingpreis DWZ bis 1500 DWZ | Lev mit Schulmannschaft erfolgreich

12.11.2025

Im idyllischen Falkenstein in Rheinland-Pfalz fand am vergangenen Samstag das 2. Falkensteiner Schnellschachopen statt, das von Martin, der dort seine neue Heimat gefunden hat, organisiert und geleitet wurde. Angesetzt waren sieben Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten + 5 Sekunden Inkrement von Beginn der Partie. Niclas und ich haben uns auf die Einladung von Martin auf den Weg gemacht und sind hingefahren. Leider haben wir uns auf dem Weg dorthin ab Mainz ganz schön verfahren und mussten mehr als uns lieb ab das Navi bemühen, um immerhin noch mitten in der ersten Runde ins Turnier zu platzen und mitzuspielen.

Glücklicherweise waren wir aufgrund der teilnehmenden Spieler auch in der ersten Runde direkt gegeneinader gepaart und konnten ohne jemanden warten zu lassen unsere Runde ausspielen, in der ich mit meiner Erfahrenheit nochmal siegreich war, als Niclas eine gedeckte Figur in Zeitnot mit der Dame schlug und diese dadurch verlor. Danach mussten wir uns in einem sehr stark besetzten Feld aus 22 Teilnehmern gegen z.T. auch Oberligaspieler beweisen. Unter den Teilnehmern war ein IM und die halbe Mannschaft der SF Kaiserslautern, die im Schnitt von 2100 bis 2350 DWZ auf die Waage brachten und dadurch logischerweise als Favoriten auf den Turniersieg anzusehen waren.

Nach 4 Runden war Mittagspause und ich brachte es auf 3 Punkte, darunter zwei Remis aus äußerst bedenklichen Stellungen gegen eben zwei Oberligaspieler, aus denen ich mich wie durch ein Wunder noch retten konnte - Schnellschach eben. Niclas stand bei soliden 2 Punkten und hatte auch schon zwei bessere Gegner gehabt, gegen die er sich nur knapp geschlagen geben musste. Nachdem wir uns in der halbstündigen Mittagspause durch die angebotenen Speisen (jede Menge Kuchen, belegte Brötchen, Obst und eine wärmende Suppe) gestärkt hatten, waren wir für den Endspurt und die finalen drei Runden bestens vorbereitet.

Bei mir lief es nicht mehr ganz so rund. Nach einem Sieg in Runde 5 gegen einen nominell auch schlechteren Gegner folgten zwei knappe, aber verdiente Niederlagen gegen den späteren Turniersieger IM Murani und dem letzten Oberligisten aus Kaiserslautern. Mit 4 Punkten landete ich dann im Mittelfeld. Niclas hingegen konnte auch nochmal doppelt Punkten und ebenfalls mit 4 Punkten einen guten Platz erspielen, der ihm für die Leistung auch den Ratingpreis unter 1500 DWZ einbrachte.
Nach der Siegerehrung wurden wir vom Turniersieger noch zur nächsten Tankstelle begleitet, denn meine Tankanzeige neigte sich bedenklich der 0 Km Restfüllung, sodass wir schon leicht zitterten, ob wir es denn noch heim schafften. Doch auch das gelang uns dann einwandfrei und mit erleichterten Minen und einem schönen Samstagnachmittag in der Tasche fuhren wir glücklich heim.
Vielen Dank an Martin für die tolle Organisation und das Angebot, das, wie bereits geschrieben, auch einige sehr gute Schachspieler überzeugen und anziehen konnte. Es wäre schön, wenn es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben würde, an dem auch noch mehr Zimmner teilnehmen.

Auch Lev war die vergangene Woche neben dem Sonntagsspiel schachlich sehr aktiv und nahm mit seiner Schulmannschaft der Lichtenbergschule am hessischen Schulschachwettbewerb statt. Im vergangenen Jahr war den Jungs (3 Nachwuchsspieler des Schachforums zusammen mit Lev) bereits ein herausragender Treppchenplatz gelungen. Der Erfolg wurde dieses Jahr wiederholt. Die Mannschaft wurde in der Kategorie U18 Zweiter. Lev selbst spielte am dritten Brett mit 4 Punkten aus 5 Partien die beste Brettleistung und wurde mit einem Pokal belohnt.

Herzlichen Glückwunsch auch zu dieser Leistung! Im vergangenen Jahr berichtete sogar die Hessenschau über das Turnier und die Turniersieger. In diesem Jahr fand ich leider keinen Beitrag, was der Leistung aber keinen Abbruch tut. Danke auch an Julia, die mich hier mit den nötigen Infos versorgte und Bilder zuschickte, die ich gerne mit euch teile.