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  • im Glöckelchen
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Neuigkeiten & Berichte

Vorschau Saison 2026/27

Erster Mannschaft gelingt Auftakt nach Maß

12.09.2026

Im Folgenden möchte ich eine kleine Vorschau auf die anstehende Schachsaison geben, insbesondere für unsere Teams. Außer Frage steht wohl für alle, dass es eine lange und schwere Saison werden wird. Nach mehreren Aufstiegen und dem Muss, weitere Bretter dadurch besetzen zu müssen, wird unsere Personaldecke weiter strapaziert. Wir sind gesamtheitlich eigentlich gut aufgestellt, in der vergangenen Runde haben wir davon stark profitieren können und oftmals sehr sorglos aufspielen können. Doch nun werden wir den Luxus nahezu dauerhaft auf Ersatzleute zurückgreifen zu können nicht mehr haben.

SC Groß-Zimmern I. - Schachforum Darmstadt II.
Mit einem gelungenen Auftakt ist unsere erste in die Saison gestartet und erwartet als nächsten Gegner beim ersten Heimspiel den Landesklassenabsteiger Schachforum Darmstadt II. Die zweite Mannschaft des Schachforums schätze ich persönlich etwas schwächer ein als deren dritte, mit jungen Leuten besetzte Garde. Daher sollten wir auch am nächsten Sonntag auf Sieg spielen und weitere zwei Punkte gegen den Abstieg sammeln, der in einer übervollen Starkenburgliga mehr droht denn je.
Der Klassenerhalt ist vorerst auch das angepeilte Saisonziel - für mehr wird es womöglich noch nicht reichen. Ein Aufstieg in die hessischen Gefilde strebe ich aber mit der sich fortsetzenden Entwicklung unserer Jugend in den nächsten Jahren definitiv an. Doch vorerst heißt es Stellung halten und die Nachwuchskräfte weiter stärker werden lassen. In der aktuellen Saison wird hierzu bei 11 Spieltagen genug Gelegenheit sein - auch die eigene Ausdauer zu testen. Sollten wir nicht allzu viele Ausfälle haben, wird das sicherlich gelingen.

SK Dieburg I. - SC Groß-Zimmern II.
Nach dem Aufstieg der zweiten Mannschaft wird man in der stark besetzten Bezirksklasse offensichtlicher gegen den Abstieg kämpfen müssen. Doch auch hier ist die Devise, dass die aufgestellte Mannschaft die Klasse halten kann, wenn die Stammbesetzung nicht allzu oft reißt. Die Spielstärke für die Bezirksklasse ist definitiv gegeben, was man beim Auftakt gegen den Nachbarn Dieburg unter Beweis stellen kann und meiner Einschätzung nach auch wird.

SC Breuberg II. - SC Groß-Zimmern III.
Unsere dritte Mannschaft hat nach einer sehr starken Saison und dem verdienten Aufstieg wohl das schwerste Los in der A-Klasse. Diese ist dieses Jahr auch recht gut besetzt und wird öfters als einem lieb wäre "um Ausgleich kämpfen müssen", wie es im Schachjargon so schön heißt.
Nichts destotrotz hat unsere dritte des öfteren die Qualität auch kleinste sich bietende Chancen zu ergreifen schon gezeigt und sollte sich diese Eigenschaft auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen. Dann klappt auch hier ein Klassenerhalt. Sollte der Abstieg aber am Ende sportlich nicht verhindert werden können, ist das kein Beinbruch.

SC Groß-Zimmern IV. - SC Groß-Zimmern V.
Die C-Klasse ist dank etwas verringerter Anzahl an Teams nun wieder zusammengelegt worden, was bedeutet, dass unsere vierte und fünfte Mannschaft den Auftakt in die Saison untereinander ausmachen müssen. Da für beide Teams gilt, weiter Erfahrung zu sammeln und Einsteigern die Chance bieten soll, ihr Können am Brett weiter zu schärfen, gibt es hier auch keine großen sportlichen Sorgen. Ich bin gespannt, ob die Mannschaften wie in der vergangenen Saison ebenso gut abschneiden und den Meistertitel verteidigen können. Spaß wird man allemal haben.

1. Spieltag Starkenburgliga Saison 2026/27

Erster Mannschaft gelingt Auftakt nach Maß

06.09.2026

SC Reinheim/Groß-Bieberau I. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 5½
Während erst in zwei Wochen für die anderen Klassen die neue Saison im Bezirk losgeht, musste unsere erste heute schon ran. In der übervollen Starkenburgliga gibt es nämlich nicht 9, sondern 11 Spieltage zu bewältigen. Der Gegner zum ersten Saisonspiel hieß Reinheim/Groß-Bieberau I., eine gestandene Mannschaft der höchsten Bezirksliga, die uns im letzten Jahr mit einer 3 : 5 Heimniederlage den Schneid abkaufen konnte.

Pünktlich im Hofgut zu Reinheim angekommen, starteten die Partien in exakt der Aufstellung, wie ich sie vorab vermutete. Dementsprechend gut vorbereitet gingen wir in die einzelnen Partien, die dann aber doch zeigten, dass die meiste Vorbereitung auf unserem Niveau gar keine Rolle spielt.
Nach rund zwei Stunden Spielzeit beendeten Lev und dessen Gegner ihre Partie mit einer Punkteteilung. Nachdem sich beide aktiv entwickelten und im Zentrum keiner der beiden einen Vorteil erspielen konnte, wurde viel heruntergetauscht. Levs Gegner hatte zwar in der Schlussstellung einen Bauern mehr, konnte diesen aber in der vorausgesehenen Folge dank aktiven Gegenspiels von Lev nicht halten. Das Remis geht damit in Ordnung.

Hiernach gingen wir schnell und deutlich in Führung: Tobias half am 8. Brett aus und gewann aus einer scharf geführten Eröffnung am Königsflügel einen Bauern, der sich dadurch auch öffnete. Da sein Gegner lang wegrochierte und einen zweiten Bauern zum Abschluss der Entwicklung hergab, konnte Tobias die beiden Bauern mobil machen und unter einem Qualitätsopfer gewinnbringend vordrücken.

Steffen G. gewann eine ebenso scharf geführte Partie im Endspiel mit Freibauern und einem Springer, der sich einem hilflos eingekeilten Turm übermächtig gegenüber stellte. Steffen griff zuvor am Königsflügel an, hatte selbst zum Damenflügel rochiert und damit genug offene Linien. Er gewann im Zentrum zusätzlich zwei Bauern, konnte vorteilhaft ins Endspiel abtauschen und drückte ohne etwas anbrennen zu lassen einen Freibauern zur Dame durch. Das Matt zwei Züge später krönte die sauber geführte Partie!

Den nächsten Punkt für Groß-Zimmern konnte Paul ergattern. Dem generellen Trend treu geblieben, spielte auch Paul mit seinem Gegner scharfe Varianten mit offenem Visier. Es brannte eigentlich auf dem ganzen Brett. Beide Könige wurde entblößt, der Damenflügel lag bei beiden brach und im Zentrum konnten zwischenzeitlich 6 sich gegenüberstehende Bauern ineinander schlagen. Als sich der Pulverdampf verzog, hatte Paul einen Springer, Läufer, die Dame und zwei Bauern gegen einen Springer, Dame und Turm. Ehe dieses interessante Endspiel weiter ausgespielt werden konnte, verlor Pauls Gegner auf Zeit.

Reinheim gelang dann allerdings auch ein Punktsieg: Lukas wurde schon in der Eröffnung ein Bauer abgeluchst. Spätestens als sich kurze Zeit später ein zweiter hinzukam, war die Partie technisch gelaufen. Nichts destotrotz versuchte Lukas mit der Brechstange und unter Opferung einer Qualität zu Gegenspiel zu kommen. Doch sein Gegner blieb kaltschnäuzig und verwertet den materiellen Vorteil zielstrebig und schnell.

Der Auswärtssieg wurde mit dem Sieg von Roland am 2. Brett dann aber besiegelt. Mit einem komplett von Bauern verkeilten Zentrum wurde Roland früh Remis geboten, dass er (auch nach Rücksprache mit mir) selbstverständlich ablehnte. In der Folge öffnete Roland nach abgeschlossener Entwicklung am Damenflügel die Stellung, drückte so lange gegen eine Schwäche im Feindeslager, bis ein Bauer gewonnen wurde, und tauschte schlussendlich in ein reines Bauernendspiel ab, das klar und einfach gewonnen war.

Die Schlusspunkte (oder eher halben) kamen von Niclas (Brett 5.) und mir (Brett 1.). Bei mir gibt es nicht viel zu berichten. Nach viel Lavieren und ersten Figurentauschen konnte keine Seite durchbrechen oder aktiv werden, womit wir uns über eine Punkteteilung einig wurden. Niclas bot sich mehrfach die Gelegenheit sein vorteilhaftes Mittel- und Endspiel, bei dem er einen guten, der Gegner einen schlechten Läufer hatte, zu gewinnen. Hie und da konnte eine Qualität oder ein Bauer eingeheimst werden, doch das schlechtere Zeitmanagement ließ nur wenig Bedenkzeit für Niclas übrig, der damit die entscheidenden Kombinationen übersah und sich mit Remis begnügte.

Die erste Mannschaft feiert damit einen starken 2½ : 5½ Auswärtssieg und einen Auftakt nach Maß. Während Lev bei der Rückfahrt schon vom Aufstieg träumte, wäre ich mit einem Klassenerhalt mehr als zufrieden.

Bezirksmeisterschaften 2026

5 Zimmner auf der Jagd nach dem Titel

01.09.2026

Mit einer kleinen Verspätung folgt nun der Bericht zur diesjährigen Bezirksmeisterschaft, die wie gewohnt vom Babenhäuser Schachclub "Fallender König" ausgerichtet wurde. Da leider in diesem Jahr zeitgleich in Groß-Zimmern Kerb war, konnte ich mir selbst keinen Eindruck vom Turnier machen oder gar mitspielen. Dafür fuhren Harald, Lev, Leon, Niclas und Frank aufs Turnier und versuchten bei 5 Runden beschleunigtem Schweizer System den Bezirksmeistertitel nach Groß-Zimmern zu holen.

Durch den beschleunigten Turniermodus ergaben sich in den ersten Runden bereits harte Lose für alle - mit Ausnahme Haralds, der durch seinen Setzlistenplatz jemand DWZ-losen bekam und schnell siegte. Punkte konnten auch Niclas (ein Schwarzsieg zum Auftakt) und Leon (Remis gegen einen Gegner mit 1731 DWZ) erspielen, während Frank zum Beginn verlor und auch Lev sich geschlagen geben musste - das allerdings gegen den späteren Turniersieger.

In den folgenden Runden entwickelte sich für alle fünf ein unterschiedliches Turnier. Harald avancierte bis zur Mitte des Turniers zum Mitfavorit auf den Gesamtsieg. Nach 3 Runden standen 2½ Punkte auf seiner Habenseite, was aber bedeutete nun endgültig im vorderen Haifischbecken gelandet zu sein und den guten Start gegen die besten Teilnehmer verteidigen und ausbauen zu müssen. Am finalen Turniertag konnte Harald aber den anderen Favoriten nichts mehr abringen und beendete mit zwei Niederlagen die Bezirksmeisterschaften auf Platz 26.

Frank verlor beide Auftaktspiele und musste hiernach eine Runde spielfrei aussetzen, da das Turnier ungerade besetzt war. Als er ab Runde 4. wieder hat mitspielen dürfen, hatte er durch das zuvor zugeteilte Freilos einen kampflosen Punkt und konnte in der finalen fünften Runde auch noch einen ganzen Punkt am Brett erspielen. Er schloss dann mit 2 Punkten auf Platz 41. ab.

Leons Turnier lief erneut sehr gut, was am Ende mit dem Gewinn seiner Ratingklasse belohnt werden sollte. Nach dem Remis am Freitagabend wurde Leon zwar am Samstag zweimal besiegt, doch er kam mit zwei Siegen am Sonntag unbeeindruckt zurück und schaffte so 2½ Punkte. Platz 30. und wie erwähnt der Gewinn seiner Ratingklasse bis 1600 DWZ.

Niclas und Lev erzielten die besten Zimmner Ergebnisse. Beide schlossen das Turnier mit 3 Punkten im obenren Mittelfeld ab und hatten am Sonntag ebenso wie Harald gute Chancen noch weiter vorne in der Tabelle zu landen. Lev konnte nach der ersten Runde dreimal in Folge gewinnen, verlor dann aber Runde 5. und wurde dadurch "nur" 14ter.
Niclas musste sich nach einem Sieg und zwei Remisen leider einmal in Runde 4. geschlagen geben und war damit auch aus dem Rennen um die vordersten Plätze. Dennoch konnte er in der 5. Runde nochmal gewinnen und landete auf Platz 20.

Alle haben sich durch ihre Ergebnisse ein kleines DWZ-Plus von 10-20 Punkten erspielt und sich mit dem Turnier nun wohl endgültig fit für die kommende Saison und unser Jubiläumsopen gemacht. Die Abschlusstabelle gibt es beim Fallenden König auf deren Vereinswebsite, einen Abschlussbericht der Turnierleiterin gibt es beim Bezirk.

Blitz, Schnellschach und Bogenschießen

Die Jugend vom Verein

23.08.2026

Seit mehreren Wochen, wenn nicht sogar schon seit Monaten, läuft ohne Schach kein Wochenende ab. So zumindest gilt es für unsere unermüdliche und unersättliche Vereinsjugend, die ich um deren Kondition, sich immer wieder ans Brett zu setzen und hungrig Gegner um Gegner herauszufordern, sehr beneide. Klar, früher war ich ebenso schachverrückt, doch so viele Turniere habe ich nie gespielt, wenn es diese denn in der näheren Umgebung so häufig auch gab. Kein Wunder also, das von einem Schachboom gesprochen wird und sich unser Nachwuchs so gut entwickelt.

Hessische Blitzmeisterschaften 2026
Beginnen wir mit den diesjährigen Blitzmeisterschaften Hessens, die in Kombination mit den Schnellschachmeisterschaften in Frankfurt-Griesheim an zwei Tagen ausgetragen werden. Am Samstag fanden sich 127 Blitzspieler im Saalbau Griesheim ein um in 15 Runden (!) den neuen Hessenmeister im Blitzschach zu küren. Dieses Jahr heißt der Sieger Christian Glöckler, der mit ungeschlagenen 14½ praktisch durchmarschierte.
Von Groß-Zimmern aus spielte Niclas als an Setzlistenplatz 93. gemeldeter Spieler mit und kam nach den 15 Runden auf 6 Punkte. Er selbst war nicht zufrieden mit seinem Ergebnis, patzte in mehreren Partien einzügig Figuren oder gar die Dame, hatte aber insgesamt seinen Spaß, was ja die Hauptsache ist.
Er landete auf Platz 103. in der Abschlusstabelle.

Hessische Schnellschachmeisterschaften 2026
Zu der hessischen Schnellschachmeisterschaft, wurde Niclas dann von Leon und Lev am Sonntag begleitet. Gespielt wurde im Modus 15 Minuten + 5 Sekunden Inkrement - muss ich nicht mehr erklären, das ist der Standard. 9 Runden standen auf dem Plan und erneut war das Turnier auch von GMs, IMs und FMs gespickt und vorne hart umkämpft.
Um es vorweg zu nehmen: Unsere drei Jugendtalente spielten allesamt ein gutes Turnier, wie so oft wenn sie als Gemeinschaft zu Turnieren reisen. Ich kenne das selbst von gemeinsamen Ausflügen auf schachliche Wettbewerbe, denn es macht einfach in einer eingeschworenen Gruppe mehr Spaß und kann einen regelrecht zu besseren Leistungen beflügeln. Es freut mich sehr, dass das für Lev, Leon und Niclas ebenso gilt. Doch kommen wir damit zu den Ergebnissen.

Lev erspielte 50%, also 4½ Punkte. Nachdem er erst stark ins Turnier kam, verlor er in der Mitte des Turniers dreimal nacheinander gegen bessere Gegner, gewann aber die letzten beiden Runden und kommt daher auf ein solides Eloplus. Damit wurde Lev 101. der Endtabelle.

Einen halben Punkt weniger hatte Niclas vorzuweisen, der sich unter anderem auch einem IM und einem FM geschlagen geben musste. Mit 4 Punkten erhöht auch Niclas seine Rapidelo leicht und wurde 115. von insgesamt 198 Teilnehmern.

Wiederum nur einen halben Punkt entfernt auf Platz 139. schloss Leon mit 3½ Punkten die Schnellschachmeisterschaften ab. Eine Niederlage gab es leider auch gegen den eigenen Vereinskollegen Niclas in Runde 6. Nichts destotrotz hatte auch Leon starke Gegner. Sein Gegnerschnitt lag bei 1773, also schon deutlich über seinem Rating. Dass er in 9 Runden gegen diese Gegner 3½ Punkte holte ist sehr stark.

Es ist zwar aus Zimmner Sicht Nebensache, aber Christian Glöckler hat mit 8 aus 9 auch die Schnellschachmeisterschaft Hessens souverän vor allen anderen Titelträgern gewonnen. Der Sieger des Tages ist für mich aber erneut Marcin, ohne den es keine Bilder unserer Talente gäbe. Ein weitere Funfact am Rande ist, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meines Berichtes 8 neue Anmeldungen fürs Jubiläumsopen eingegangen sind, die auf die Werbung von Niclas zurückführbar sind.

Kommende Woche bietet sich bei den Bezirksmeisterschaften in Babenhausen die nächste Möglichkeit für die dreien Werbung zu machen. Nicht nur für unser Turnier, sondern auch für Groß-Zimmern und unsere Jugendarbeit selbst.

Bogenschießeung 2026 - Ehrung
Damit nicht genug, denn unsere Jugend war am Freitag auch bei der Siegerehrung der Bogenschützen, die die besten des Ortsvereinsschießen ehrten. Anbei die vielen Bilder, die Roland gemacht hat.

8. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Maurice alleiniger Erster

22.08.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Maurice Held 1866 26,5
2. Norbert Ziegler 1825 26,0
3. Harald Weber 1751 22,5
4. Steffen Heß 2090 14,5
5. Thomas Beutel 1869 4 17,0
6. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1694 4 15,5
7. Dieter Rauck 1735 4 14,5
8. Niclas Wagner 1796 23,0
9. Roland Rühm 1994 3 21,0
10. Siegfried Scholz 1600 3 19,0
11. Kosto Ilievski 1666 3 13,5
12. Lev Cherniavskii 1822 24,5
13. Paul Terre 1829 12,5
14. Torsten Wöhl 1696 2 3,5
15. Leon Skalski 1500 1 8,5
16. Mohib Utmankhil / 1 8,0
17. Frank Ahrens 1288 ½ 25,0
18. Anatoli Hermann 1139 0 16,0
19. Steffen Gathmann 1813 0 4,5
20. Antol Gasz 1387 0 7,0
21. Gerd Held 1588 0 2,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Antol Gasz 1 : 0
2. Leon Skalski - Kosto Ilievski 1 : 0
3. Niclas Wagner - Frank Ahrens 1 : 0
4. Mohib Utmankhil - Dieter Rauck 0 : 1
5. Maurice Held - Lev Cherniavskii 1 : 0
6. Thomas Beutel - Norbert Ziegler 1 : 0
7. Harald Weber - Siegfried Scholz 1 : 0
8. Roland Rühm - spielfrei

Die Urlaubszeit ist vorbei, was sich direkt in den Teilnehmerzahlen niederschlägt. Mit 15 anwesenden Spielern war er Verein gestern proppevoll besetzt. Ebenfalls sehr erfreulich ist der Umstand, dass die Spieler bei der Auslosung der Paarung - gewollt oder ungewollt - bislang größtenteils darauf achten, immer gegen jemand neues zu spielen und bereits gespielte Paarungen dadurch vermeiden. Das sorgt für eine gute Abwechslung und Durchmischung.

Die erste Partie des Tages lautete Wolfgang - Toni, dass der Routinier der zweiten Mannschaft schlussendlich gewann. Mehr Details kann ich leider hier nicht nennen, ebenso wenig bei der Paarung Leon - Kosto, wo diesmal nicht der erfahrenere Spieler, sondern das aufstrebende Talent die Nase vorne hatte. Als ich zugegebenermaßen sehr spät im Verein vorbeischaute stand auf dem Spielberichtsbogen bereits ein 1 : 0 für Leon, der seine ersten Punkt im Turnier erspielt.

In der dritten Partie standen sich nach der Wahl Niclas und Frank gegenüber. Frank hielt lange die mit und die Partie ausgeglichen, was auch die Engine und eine nachträgliche Analyse der beiden bestätigte. Dann gewann Niclas aber zwei Qualitäten und tütete bald den vollen Punkt souverän ein.

Mohib, der erst in der letzten Runde sein Debüt gab und sogleich gewinnen konnte, wurde in seiner zweiten Partie von Dieter regelrecht überrannt. Bereits nach wenigen Zügen verlor Mohib durch ein Schach einen an den Rand geirrten Springer und später durch Bauerngabel einen weiteren Läufer. Dieter hatte danach keine Mühen mehr den nächsten Sieg dingfest zu machen und seine Aufholjagd fortzusetzen.

Bei der wohl als Spitzenspiel anzusehenden Partie zwischen Maurice und Lev behielt Maurice die Nase vorn. Nach einem Bauerngewinn im Mittelspiel, hielt Maurice alle positionellen Trümpfe in der Hand. Die offene c-Linie diente zum Angriff auf Levs c-Bauer, während weiße Bauern gleichzeitig im Zentrum alle wichtigen Felder kontrollierten und Lev langsam ersticken sollten. Lev sah das sehr früh ein und stellte alsbald die Gegenwehr ein. Maurice zieht dem übrigen Feld damit davon und hat nun als einziger 5½ Punkte.

Zwischen Thomas und Norbert entbrannte ein bis Mitternacht andauernde Kampf. Thomas konnte nach einem falschen Springerzug Norberts die Initiative ergreifen und in der Folge am Damenflügel nahezu unaufhaltsam Bauern vorpreschen lassen. Mit dem Läuferpaar, verdoppelten Türmen und der Dame drückte Thomas am Ende seinen freien C-Bauern durch, gewann dabei einen ganzen Turm und schraubt das Punktekonto damit auf 4 hoch. Er klettert in der Tabelle auf den 5. Platz und hat zur Spitzengruppe nur einen halbes Pünktchen Abstand.

Der erste Sieger des neu aufgelegten Langzeitturniers befindet sich in eben jener Spitzengruppe. Harald hat nämlich nach einem Sieg über Turnierleiter Siggi (hier wurde durch Ausnutzung einer Fesselung ein Springer von Harald gewonnen) mit 4½ Punkten gute Chancen, das Turnier bis zum Ende spannend zu halten und sich selbst erneut die Krone aufzusetzen. Für den Moment ist Maurice aber wie geschrieben mit einem ganzen Punkt vorne und neben Harald in der Spitzengruppe gesellen sich vorerst Norbert und ich, wobei wir beide ohne Punkte heute blieben.

Da Roland spielfrei blieb, darf er in der nächsten Runde am 18.09. als erstes wählen.

Goldener Springer 2026

6 Runden KO-Turnier mit Lev, Leon und Niclas

09.08.2026

Obwohl das Wetter unermüdlich heizt, ließen sich Lev, Leon und Niclas nicht davon abhalten und fuhren am Wochenende nach Bad Soden zum diesjährigen Goldenen Springer, dem Einzelpokalturnier des Hessischen Schachverbandes. Wie beim 4er-Pokal werden die einzelnen Paarungen ausgelost - also wirklich zufällig gelost, sodass schon in Runde 1 die Favoriten gegeneinander kommen können. Das Turnier wird dann im KO-Modus gespielt, wer verliert fliegt raus, kann aber in einem parallelen Turnier im Schweizer System weiterspielen. Bei Remis müssen die beiden Kontrahenten Schnellschachpartien austragen, bis ein Sieger feststeht und dieser dann in die nächste Runde einzieht.

Für unsere drei Recken brachte die Auslosung der ersten Runde durchaus machbare Gegner und damit Chancen das Ticket für Runde 2 zu ziehen. Einzig Lev war leichter Underdog in seiner Paarung, aber spielstärketechnisch nicht weit von seinem Gegner entfernt. Schlussendlich schaffte es aber leider nur Niclas die erste Runde zu überstehen - wenn auch holpriger als erwünscht. In der Langzeitpartie verspielte er seinen positionellen Vorteil und schaffte nur Remis, konnte aber im Schnellschach ein Endspiel mit einer Mehrfigur gewinnen und eine Runde weiterziehen.

Bleiben wir auch noch bei Niclas und erzählen seinen Turnierverlauf zu Ende: In Runde zwei bekam er wieder etwas Losglück und war von den DWZ-Zahlen her Favorit. Diesmal ließ er nichts anbrennen, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und zerlegte den Gegner technisch sauber durch Läufereinschlag auf h7. In Runde 3. hieß der Gegner FM Samuel Weber - ein gestandener, junger 2300 Spieler aus Oberursel, der keine Lust hatte Niclas noch weiter kommen zu lassen. Standesgemäß musste sich Niclas, nachdem er die Partie in Zeitnot einpatzte, dann auch geschlagen geben.

Er gesellte sich dann mit der Niederlage zu Lev und Leon ins Parallelturnier und zog in Runde 4 sogleich Lev als Gegner. Die beiden trennten sich mit Remis, kämpften aber die Partie nicht voll aus um Kräfte zu schonen. Heute bekam Niclas dann nochmal einen IM als Gegner, von dem er sich vermöbeln ließ und schaffte in der Schlussrunde ein weiteres Remis. Er schloss das Turnier mit 2½ Punkten etwas unter seinen Erwartungen ab und wird trotz Platz 25. ein leichtes DWZ-Minus machen.

Leon zahlte in diesem Turnier leider etwas Lehrgeld, bekam aber häufig nur bessere Gegner. Nachdem er schon in Runde 1 aus dem KO-Turnier eliminiert wurde schaffte er es in den übrigen 5 Runden auf anderthalb Punkte und Platz 55. in der Abschlusstabelle.

Lev spielte ein weiteres solides Turnier. Nach der Auftaktniederlage erspielte Lev ungeschlagene 3½ Punkte aus 5 Partien, hierunter auch das bereits angesprochene Remis gegen Niclas. Er landete schlussendlich auf Platz 19. und wird ein schönes DWZ Plus machen.

Die Ergebnisse der einzelnen Runden und die Abschlusstabelle gibt es bei chess-results: Goldener Springer 2026.
Ein Bericht zum Goldenen Springer wird bestimmt auch noch beim Hessischen Schachverband erscheinen.

Neckarsteinacher Jugendopen 2026

Leon war mit dabei

03.08.2026

Am vergangenen Wochenende fand in Neckarsteinach das 10. Neckarsteinacher Jugendopen statt, ein fünf rundiges und nach DWZ gewertetes Turnier mit 60 Minuten Bedenkzeit, wobei nach 40 gespielten Zügen nochmals 30 Minuten draufkommen. Das ist insbesondere für die ja gewohntermaßen schnell spielenden Jugendlichen und Kinder ein angemessener Modus, der gepaart mit lediglich fünf angesetzten Runden ein flottes Turnier versprach.

Leon kam am Ende auf 2½ Punkte, bezwang hierbei zwei DWZ lose Spieler und schaffte gegen Spieler mit 1678, 1751 und 1685 DWZ immerhin ein Remis, obwohl er sich aussichtsreiche und vorteilhafte Stellungen erspielen konnte. Marcin war wie immer mit von der Partie und hat für das Bildmaterial gesorgt.

Ergebnisse gibt es hier: Offizielle Turnierseite

Für Leon ist nach dem Turnier vor dem Turnier. Am kommenden Wochenende nimmt er beim goldenen Springer in Bad Soden teil. Dort wird er aber von Lev und Niclas begleitet. Ich werde selbstverständlich berichten.

7. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Ein Führungstrio setzt sich ab

18.07.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Maurice Held 1866 21,0
2. Norbert Ziegler 1664 19,0
3. Steffen Heß 2078 12,5
4. Harald Weber 1548 17,5
5. Roland Rühm 1928 3 19,0
6. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1460 3 15,5
7. Siegfried Scholz 1313 3 12,5
8. Dieter Rauck 1524 3 11,5
9. Kosto Ilievski 1416 3 10,5
10. Thomas Beutel 1733 3 9,5
11. Niclas Wagner 1618 19,5
12. Lev Cherniavskii 1660 18,0
13. Paul Terre 1671 9,5
14. Torsten Wöhl 1429 2 3,5
15. Mohib Utmankhil / 1 3,0
16. Frank Ahrens 888 ½ 17,5
17. Anatoli Hermann 739 0 14,0
18. Leon Skalski 1109 0 4,5
19. Steffen Gathmann 1646 0 4,5
20. Antol Gasz 987 0 3,0
21. Gerd Held 1294 0 2,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Norbert Ziegler - Harald Weber 1 : 0
2. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Mohib Utmankhil 0 : 1
3. Maurice Held - Leon Skalski 1 : 0
4. Frank Ahrens - Torsten Wöhl 0 : 1
5. Dieter Rauck - Thomas Beutel 1 : 0
6. Roland Rühm - Lev Cherniavskii 1 : 0

Bei den gestern 12 anwesenden Teilnehmern des Langzeitturniers waren erneut zwei Debütanten mit von der Partie. Sowohl Leon als auch Mohib spielten ihre ersten Runden im stetig wachsenden Turnier. Währenddessen setzt sich nach 7 Runden ein Führungstrio deutlich ab - doch ob bei 5 zu spielenden Runden der anderthalb Punkte große Vorsprung der drei Ersten auf die Verfolger gehalten werden kann, sehen wir erst später im Verlauf des Turniers.

Da Norbert im Juni bei der Wahl ohne Partner blieb, durfte er gestern mit Vorzugswahlrecht mitspielen. Norbert, der seit Beginn der diesjährigen Ausgabe an der Spitze der Tabelle mitkämpft, wählte mit Harald kein einfaches Los. Harald hat bislang eine ausgezeichnete Bilanz: Bei vier Teilnahmen am Langzeitturnier gewann er zwei mal und wurde zwei mal nur knapp Zweiter. Die tabellarische Situation war für beide aussichtsreich. Beide konnten mit einem Punktgewinn in die Spitze vorstoßen. Nach einem übereifrigen Figurenopfer von Seiten Norberts war lange Zeit Harald im Vorteil, auch wenn er sehr lange seinen entblößten König schützen und Figuren umgruppieren musste. Als sich der erste Pulverdampf lichtete, war Harald mit der Mehrfigur am Drücker, stellte diese aber dann einzügig mitsamt der Partie ein, da Norbert mittels Turmopfer den zwischenzeitlich gesicherten König Haralds aufknacken konnte. Norbert bleibt mit 4½ auf den Treppchenplätzen, während Harald bei 3½ Punkten im Mittelfeld stehen bleibt.

Partie 2 lautete: Wolfgang - Mohib. Sein Debüt konnte Mohib direkt gewinnen - allerdings auch hier erst nach einem Figurenverlust. Aus der Eröffnung heraus schlug Mohib einen zweifach gedeckten Bauern mit einem Springer und verlor diesen dabei. Bis ins Endspiel behielt dann Wolfgang die Kontrolle, ließ aber nach einem Bauernopfer von Mohib den feindlichen König in die eigene Stellung einmarschieren, wo dieser sich einen weiteren Bauern schnappte und mit zwei Freibauern dann gegen den Läufer kurzen Prozess machte. Nach 64 Zügen gab sich Wolfgang geschlagen, der damit auch einen tabellarischen Sprung nach vorne verpasst.

In der dritten Partie spielte der zweite Debütant, Leon. Er nahm sich mit Maurice einen weiteren Spitzenspieler der Tabelle als Gegner. Es sollte sich auch in dieser Partie ein ähnliches Bild wie in beiden zuvor beschriebenen zeigen. Nachdem beide zu Anfang symmetrisch ihre Figuren entwickelten und echte Kampfhandlungen (in Form von Bauerntausch versteht sich) ins Mittelspiel verlagerten, übernahm Maurice mit aktiven Figurenzügen die Initiative und bildete sich einen gefährlichen Freibauern auf der d-Linie. Um diesen zu stoppen, opferte Leon einen Springer und war von da an mit einer Figur weniger chancenlos. Maurice erspielte sich damit einen weiteren Punkt und übernimmt mit 4½ Punkten dank bester Feinwertung Platz 1.

Kommen wir zur vierten Partie, in der Turnierleiter Torsten mit Frank um den Punkt spielte. Beide Spieler entwickelten sich in einer arg verkeilten Stellung zunächst untypisch. Mehrfach wurden Springer vor und zurück gespielt, immer bessere Felder suchend. Diesen ersten kleinen Kampf sollte Torsten für sich entscheiden, als er erfolgreich das Feld e4 als Vorposten für seine Figuren schaffen und sichern konnte. Doch auch wenn Torsten ab da an etwas aktiver stand, war die Partie noch in der Balance. Erst als sich das anfangs zugestellte Zentrum öffnete, schlug Torstens Aktivität durch und machte sich im Gewinn eines ersten Bauern bezahlt. Im resultierenden Endspiel rührte Torsten dann Zement an, wehrte präventiv alle Angriffsversuche ab und verstärkte dann immer weiter die eigene Stellung, bis er mit zwei Bauern mehr im Turmendspiel die Hand von Frank gereicht bekam.

Ein weiteres Highlight war die Partie Dieter - Thomas, die im Vergleich zu den anderen Spielen recht kurz ausfiel. Dieter mit Weiß brauchte unbedingt einen Sieg, um das eigene Punktekonto aufzustocken und damit als amtierender Vereinsmeister noch Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung zu wahren. So sollte es auch kommen: Dieter griff nach der Öffnung der f-Linie Thomas Königsstellung an bzw. ließ einen Angriff eigentlich erst losrollen, als Thomas ohne Not durch ein Abzugsschach die eigene Dame patzte. Hierbei zog Thomas einen Zug vorher die Dame noch in den Abzug hinein. Dieter kommt damit nun auf 3 Punkte und macht gleich mal 5 Plätze in der Tabelle gut. Dieses Tempo muss er bei einem Rückstand von 1½ Punkten zu Maurice aber auch beibehalten für die Mission Titelverteidigung.

Die finale Partie des Abends wurde von Roland und Lev ausgetragen. Roland provozierte Lev mit forschen Bauernvorstößen die eigene Rochadestellung auf den weißen Feldern zu schwächen, was in Kombination mit einer geöffneten e-Linie schnell zum Eindringen seiner Figuren in Levs Lager führte. Hier gab es bald keine Rettung für den schwarzen König oder anderweitige Gegenwehr mehr, sodass Lev wenige Züge vorm Matt oder großem Materialverlust aufgeben musste.

Die nächste Runde im August ist am 21.08.

Heinerfestpokal 2026

Kosto, Leon, Lev und Steffen stellen sich 150 Festspielern

05.07.2026

Seit 1992 führt das Schachforum parallel zum Heinerfest ein neun rundiges Schnellschachturnier durch, den sogenannten Heinerfestpokal. In der 33. Ausgabe des Turniers fanden sich unter 157 angemeldeten Spielern auch vier tapfere Zimmner im alten Schalthaus hinter dem Bahnhof Darmstadts ein: Kosto, Leon, Lev und meine Wenigkeit vertraten Groß-Zimmern im stark besetzten Teilnehmerfeld.

Wie bereits geschrieben ist der Heinerfestpokal ein etabliertes und angesehenes Turnier. Das lockte nicht nur mehrere GMs, IMs und FMs an, sondern gab mir auch wieder Gelegenheit unser Open im Herbst zu bewerben. Und wenn ich dann schon mal da war, spielte ich natürlich mit.
Gespielt wurde mit 30 Minuten Bedenkzeit ohne Inkrement, was einige heiße Zeitnotschlachten versprach. Gerade an den vordersten Brettern wurden diese vermehrt ausgetragen, hierbei aber stets fair und fast schon freundschaftlich entschieden. Vor Beginn des Turniers bekam Holger Bergmann für seine langjährige und unermüdliche Tätigkeit als Turnierleiter und als Träger vieler weitere Ehrenämter zurecht die goldene Ehrennadel des Hessischen Schachverbandes vom 1. Präsidenten Andreas Filman verliehen.

Dann fiel aber der Startschuss und wir stürzten uns in die erste Runde. Lev wurde in der 1. Runde ans 3. Brett gelost und musste sich nur wegen der ablaufenden Bedenkzeit einem gestandenen IM geschlagen geben. Auch Leon gelang zum Einstand ins Turnier ein respektabler Kampf gegen einen deutlich besseren Spieler, der aber in Zeitnot das nötige Quäntchen Glück hatte und einen Einsteller Leons zum Sieg nutzen konnte. Kosto, der an 71. gesetzt war und zu Beginn also der Favorit war, gewann schnell, während ich mich mit freundlicher Unterstützung meines Erstrundengegners über einen ersten Punkt freuen durfte.

Über die zwei Tage und neun Runden hinweg spielten wir dann alle ein solides Turnier, das vielleicht hier und da noch Luft nach oben gehabt hätte. Kosto schaffte es mit 4½ Punkten auf den 82. Platz und lag in seinem Soll. Gegen die Schwächeren und Gleichstarken punktete er wie erwartet, gegen die Besseren bezahlte er etwas Lehrgeld.

Bei Lev reichte es am Ende zu 4 Punkten und Platz 92. Er war zurecht etwas von seiner Leistung enttäuscht, konnte aber zwei 2100er Spieler umwemmsen (eine schöne Wortschöpfung). Das ist eben Schnellschach, sollte man nicht überbewerten.

Leon erspielte sich 3½ Punkte und war ebenfalls nicht 100% zufrieden. Ich finde aber, dass er damit in seinem erwarteten Score oder sogar leicht darüber gespielt und gepunktet hat. Als 131. gestarteter Teilnehmer hat er den 118. Platz gemacht, was das ganze nochmal bestätigt.

Nachdem ich am ersten Tag 3½ aus 4 gemacht hatte, wollte ich am zweiten Tag natürlich weit nach vorne kommen und gegen die besten im Turnier mithalten. Nach morgendlichen Startschwierigkeiten wurde ich aber in das der Spitze folgende Mittelfeld zurückgeworfen und musste die Tuchfühlung durch aggressives Aufspielen halten. Mit etwas Glück, gerade in der finalen Runde, gelangen mir 6½ aus 9 samt Platz 12. in der Gesamtwertung. Damit war "nur" Platz 2. in meiner Ratinggruppe zu gewinnen, da Peter Nies vom SK Gernsheim wie immer hauchdünn vor mir landete, dank besserer Drittwertung (sic!). Aber als Sympathieträger gönne ich Peter das selbstverständlich, er spielt ja auch besser als ich.

So gingen dann neun kurzweilige und spaßige Runden Schnellschach rum. Wer sich noch im Detail mit unseren Ergebnissen beschäftigen mag, kann das auf der Turnierwebsite tun:

33. Heinerfestpokal

Ein großes Dankeschön gebührt nicht nur den Ausrichtern und Turnierleitern vom Schachforum Darmstadt, sondern auch Marcin, der wieder mal im Dienste Groß-Zimmerns Photograph war. Hier noch weitere seiner Schnappschüsse.

Grillfest 2026

Der Hitze trotzen 37 Besucher

30.06.2026

Am vergangenen Samstag trafen wir uns zu unserem alljährlichen Grillfest bei Roland daheim. Wie die Jahre zuvor, bewiesen wir auch in 2026 Talent mit den heißesten Tag für unser Grillfest zu erwischen. So zeigte das Thermometer stolze 40 °C an, die sich entweder in Rolands mit Ventilatoren belüfteten Garage oder im Garten beim Rasensprenkler ertragen ließen.

Trotz alledem fanden sich 37 Mitglieder plus Anhang bei Roland ein, brachten reichlich kühle Getränke, köstlichste Salate und Kuchen, sowie eine Menge guter Laune mit.
Da war es kein Wunder, dass sich die Letzten erst um 04:50 Uhr Morgens auf den Heimweg machten.

Dank sei an dieser Stelle wie stets Roland ausgesprochen, der auch in diesem Jahr sein Heim zur Verfügung stellte, wie auch allen Helfern beim Auf- und Abbau, sowie auch beim Grillen - was angesichts den Temperaturen keine leichte Aufgabe war.

6. Runde Langzeitturnier ausgespielt

Die Tabelle verdichtet sich im Mittelfeld

19.06.2026

Gesamttabelle Langzeiturnier 2026
Platz Spieler DWZ Punkte Buchholz
1. Steffen Heß 2078 10,5
2. Maurice Held 1866 18,0
3. Norbert Ziegler 1664 13,5
4. Harald Weber 1548 12,0
5. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1460 3 12,5
6. Siegfried Scholz 1313 3 9,5
7. Kosto Ilievski 1416 3 9,5
8. Thomas Beutel 1733 3 6,5
9. Niclas Wagner 1618 16,5
10. Lev Cherniavskii 1660 13,0
11. Paul Terre 1671 12,0
12. Roland Rühm 1928 2 14,5
13. Dieter Rauck 1524 2 8,5
14. Torsten Wöhl 1429 1 3,0
15. Frank Ahrens 888 ½ 13,5
16. Anatoli Hermann 739 0 13,0
17. Steffen Gathmann 1646 0 4,5
18. Antol Gasz 987 0 3,0
19. Gerd Held 1294 0 1,0

Brett Weiß - Schwarz Ergebnis
1. Antol Gasz - Siegfried Scholz 0 : 1
2. Frank Ahrens - Kosto Ilievski 0 : 1
3. Dr. Wolfgang Beiersdorf - Roland Rühm 0 : 1
4. Harald Weber - Paul Terre ½ : ½
5. Niclas Wagner - Thomas Beutel ½ : ½
6. Maurice Held - Steffen Heß ½ : ½
7. Norbert Ziegler - spielfrei

Nach einem knackig warmen Sommertag fanden sich 13 hartgesottene Schachfreunde zur 6. Runde unseres Langzeitturniers im deutlich aufgeheizten Glöckelchen ein. Hierunter war mit Antol auch ein weiterer Debütant bei der diesjährigen Ausgabe mit dabei.

Somit durfte Antol auch als erstes wählen und sicherte sich gegen Turnierleiter Siggi die weißen Figuren. In ihrem Aufeinandertreffen ließ Antol Siggi sehr früh auf f2 einsteigen, was allerdings etwas ungewohnt nur einen Bauern kosten sollte. Siggi, dessen Entwicklung dann etwas rückständig war und diese nachholen musste, hatte in der Folge Glück, dass Antol nicht einen Turm für zwei Figuren gab und leichten materiellen Vorteil erspielte. Im weiteren Verlauf schnürte Siggi aber nach einem Qualitätsgewinn den weißen König in der Mitte des Brettes mehr und mehr zu. Als er einige Bauern dank einer kurzen Treibjagd des Monarchen mehr hatte, tauschte er gekonnt in ein gewonnenes Endspiel ab und gewann hiernach durch Aufgabe. Die Partie der beiden ging fast bis 12 Uhr Nachts und somit am längsten.

In der zweiten Partie des Tages wählte Frank mit Kosto den nächsten stärkeren Kontrahenten. In der slawischen Verteidigung des Damengambits konnte sich zunächst Frank mit den weißen Figuren Raumvorteil und Entwicklungsvorsprung verschaffen, aber gegen Kostos soliden Aufbau nichts weiteres unternehmen. Als Kosto die Entwicklung aufgeholt hatte, war die Partie wieder vollkommen offen. Offen ist auch das Stichwort für den weiteren Verlauf der Partie, denn die beiden öffneten schlussendlich das Zentrum und ließen den eigenen Figuren viele Einbruchsfelder zukommen. Als Frank Kostos zentralisierte Dame mittels eines Turmschwenks vertreiben wollte, konnte Kosto diesen Turm durch eine Springergabel gewinnen und Frank niederringen.

In der dritten Partie suchte sich Roland, der bislang glücklos im Turnier war, Wolfgang als neuen Gegner aus. Wolfgang loste sich Weiß zu, Roland bekam Schwarz. Die sich frühzeitig öffnende Stellung barg für Wolfgang hie und da einige Gefahren. So drohte Roland unter Umständen mal mittels Sxe4, Txc3 oder ähnlichen Taktiken seinen fianchettierten, schwarzen Läufer stark zu aktivieren. Den schlussendlichen Knockout habe ich leider nicht mitbekommen, doch Roland sicherte sich den zweiten Punkt im Turnier.

In der vierten Partie lautete das Endergebnis Remis. Die Punkte teilten sich hierbei Harald (Weiß) und Paul (Schwarz), die sich im Mittelspiel zu vielen Tauschaktionen verleitet sahen. Wer das Tauschen anfing, wurde am Ende der Partie noch heftigst diskutiert, doch als Harald mit einem Mehrbauern ins Damenendspiel ging bzw. gezwungen durch Paul gehen musste, war die eigenen Königsstellung zu offen, um lästigen Damenschachs zu entkommen. Nach dreifacher Stellungswiederholung gaben sich die beiden die Hand.

Auch zwischen Niclas und Thomas lautete das Endergebnis Remis, obwohl Niclas eine gewonnene Stellung auf dem Brett hatte. In der Eröffnung besetzte Niclas mit Weiß dominant das Zentrum, sicherte sich dadurch Raumvorteil und gutes Figurenspiel, was Thomas sogleich provozierte, einen Bauern vermeintlich zwischen zu opfern. Niclas konnte den Bauern aber mit einer präzisen Abwicklung vorerst festhalten und langsam in ein vorteilhaftes Endspiel abwickeln. Auf dem Weg dahin ließ Thomas noch eine Möglichkeit zur Rückeroberung des Bauern aus, bekam dann aber später ein Remisangebot von Niclas, das er nicht ablehnen konnte.

In der Partie zwischen Maurice und mir gab es auch eine Punkteteilung. Wir beide mischten viele Eröffnung durcheinander und spielten irgendwie Damengambit, Colle-Zukertort, Königsindisch und Grünfeld-Indisch zugleich, wodurch wir uns beide in unbekanntes Fahrwasser begaben. Im Mittelspiel schnupperte ich durch leicht abwartendes Spiel von Maurice etwas Vorteil, konnte diesen aber nicht wie eine Schachengine halten und die Partie plätscherte von da an ins Remis hinein, bei dem sich am Ende viele Bauern im Zentrum verkeilten und aller Vorraussicht nach über die einzige offene h-Linie die Schwerfiguren tauschen würden. Für Maurice ist das Ergebnis aus tabellarischer Sicht vielleicht etwas zu wenig, für mich vorteilhaft.

Denn Norbert blieb spielfrei und verliert damit einen halben Punkt auf mich, während ich durch das Remis auch gleichzeitig Maurice auf Abstand halten kann. Die nächste Runde im Juli ist am 17.07.

Leon beim Jugend Grand-Prix in Klingenberg

Toller 3. Platz in der U10

14.06.2026

Auch in Bayern werden viele Jugendturniere im Modus Schnellschach ausgetragen und finden dort gehörigen Anklang. So veranstaltet auch der SK Klingenberg jährlich einen Jugend Grand-Prix, zu dem auch Leon reiste und sich dort in der U10 mit 19 weiteren Teilnehmern messen wollte.
Gespielt wurden wie gewohnt sieben Runden mit 15 Minuten Grundbedenkzeit plus 5 Sekunden Inkrement. Leon konnte bis in die Schlussrunde das Turnier anführen und gab bis dahin nur gegen den an 1. gesetzten Spieler (1264 DWZ) ein Remis ab. Leider verlor er die finale Runde gegen den späteren Turniersieger und wurde dadurch noch auf den 3. Platz abgedrängt. Nichts destotrotz erneut eine starke Leistung von ihm und ein umso besseres Turnier. Neben dem Treppchenplatz wurde das auch gebührend mit einem Pokal geehrt.

Anbei noch Links zu den Ergebnissen:
Altersklasse U10

41. Internationales Mannschafts-Schnellschachturnier an Pfingsten in Leutasch (Tirol)

Roland berichtet von seiner Teilnamhme

04.06.2026

Wie bereits seit vielen Jahren war ich mit meinen früheren Schachkollegen vom SC Marienheide, Rolf Brensing und Gerhard Fuchs über Pfingsten wieder in Leutasch, Österreich. Dort findet alljährlich das internationale Schnellschachturnier des SV Jedesheim statt, zu dem aus ganz Europa Mannschaften und Schachfreunde anreisen. Rolf ist der einzige Spieler der an allen 41 Ausgaben des Turniers teilgenommen hat, Gerhard und ich kommen aber auch jeder auf über 35 Teilnahmen und sind damit vor Ort bereits berühmt berüchtigt.
Traditionell findet samstags die Vorrunde in 4 Gruppen statt. Die Mannschaften werden zufällig ausgelost und zusammen in die Gruppen gesteckt, sodass man auch in der Vorrunde bereits gegen einen GM, IM oder FM kommen kann. Gespielt wird in vierer Teams, ich selbst spiele schon immer an Brett 1.
Da wir nur zu dritt waren, hat uns ein Schachfreund aus Augsburg unterstützt. Er hat an beiden Tagen die besten Ergebnisse von uns geholt, ein würdiger Ersatzmann. In der Vorrunde war ich am 1. Brett der zehntstärkste von 13. Hier war ich sehr gut drauf und habe den Tag auf Platz 6 beendet. Dabei habe ich einen IM mit ELO 2363 und 4 weitete mit ELO 2100-2200 besiegen können. Damit war das abendliche Bier beim tagesschließenden Abendessen redlich verdient und hat dementsprechend super geschmeckt.

Das Abschneiden in der Vorrunde entscheidet dann, welche Mannschaft in welchem Hauptturnier antreten darf. Da wir die Vorrunde recht gut gespielt hatten, schafften wir es für den nächsten Tag in die B-Gruppe. Hier waren wir aber nicht nur nach der nominellen Wertung, sondern auch am Ende tabellarisch Letzter. Ich selbst hatte einen denkbar schlechten Start. Die ersten drei Partien verlor ich durch einfacher Figureneinsteller. Da ich als Ranglistenletzter nichts zu verlieren hatte, habe ich aus den letzten 8 Partien noch 4½ Punkte geholt. Dabei gelang es mir zwei FM und zwei Spieler mit weit über ELO 2100 zu schlagen, wodurch sich meine Laune auch wieder erheblich verbesserte. Das Turnier wurde übrigens von einem deutschen Viererteam gewonnen, das nur von GMs gespickt war.

Wir hatten herrliches Wetter. Ein Genuss sind auch die vielen bewirtschafteten Almen mit zünftigen Brotzeit und einem guten "Hellen". Wie immer war das Turnier und die restlichen Tage den Aufwand der Reise wert. Ich freue mich bereits jetzt auf das 42. Turnier in 2027, vielleicht fahren ja einige von euch mit!

Anbei noch Links zu den Ergebnissen:
Rolands Ergebnisse Vorrunde
Rolands Ergebnisse Hauptrunde
Finalgruppe B

Bereits über 60 Anmeldungen zum Jubiläumsopen

Hälfte des Turniers bald ausgebucht

02.06.2026

Unser im Herbst anstehendes 2. Zimmner Jubiläumsopen hat 4 Monate vor seinem Termin bereits 63 Anmeldungen zu verzeichnen. Die auf den verschiedenen Turnieren (Hessenmeisterschaft, Frankfurter Stadtmeisterschaft, Jugendopen und bald mehr) durch ausgelegte Flyer und aufgehängte Poster gemachte Werbung trägt also durchaus Früchte.
Vermutlich wird das Turnier über den Sommer nahe an die angepeilten 150 Teilnehmer kommen, vielleicht diese sogar erreichen. Es ist also allen Interessierten geraten, sich lieber früher als später anzumelden.

An dieser Stelle sei auch nochmal ausdrücklich unsere beiden Sponsoren gedankt, ohne die die Veranstaltung nicht möglich wäre. Das wäre zum einen Merck und zum anderen die Mainova AG. Herzlichen Dank für eure Unterstützung!


Ortsvereinsturnier der Bogenschützen 2026

Bilder von unserer Teilnahme

31.05.2026

Ein Kurzbericht von Roland:
Beim Turnier der Bogenschützen haben wir mit 5 Mannschaften teilgenommen. Neben 7 Erwachsenen haben auch 8 Jugendlichen mitgemacht und zum Teil sehr gut geschossen. Niclas war mit 95 Punkten der beste Schütze. Mit Torsten (87) und Harald (76) erzielte die Mannschaft beachtliche 258 Punkte. Auch die Kinder um Tina, Arina und Kir schossen 166 Punkte. Das Turnier hat allen, auch mir mit nur 42 Punkten viel Spaß gemacht.

Pfingst Jugendopen 2026

Niclas, Lev und Leon in Gernsheim

25.05.2026

Traditionell veranstaltet der SK 1980 Gernsheim zu Pfingsten sein über die hessischen Gefilden hinaus bekanntes Jugendopen, das in früheren, vor Corona stattfindenden Ausgaben über 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland und z.T. dem Ausland anziehen konnte. In diesem Jahr schaffte es der Gernsheimer Verein zu seinem Jugendturnier stolze 170 Teilnehmer zu gewinnen, brachte jedoch einige Neuerungen ins Turnier ein:

Die augenscheinlichste und für das Turnier selbst wichtigste Änderung ist die Aufsplittung des Opens in drei Einzelturniere, die nach Spielstärke gestaffelt wurden. Damit wurde das ursprünglich ab 1400 DWZ offene A-Turnier nochmal in zwei Gruppen aufgeteilt, um das Spielstärkegefälle nicht zu steil werden zu lassen. Leon, dessen Rating gerade die 1000er Marke überschritten hatte, startete im C-Turnier. Lev und Niclas meldeten sich im B-Turnier an, das bis zu 1800 DWZ offen war.

Angesetzt wurden sieben Runden Schweizer System mit 90 Minuten Bedenkzeit ohne Inkrement. Das versprach flotte Partien, aber auch die ein oder andere Zeitnotschlacht, in der Buchhalter sicherlich Niclas als offensichtlichen Kandidaten eingeordnet hätten. Am Samstag starteten unsere Nachwuchsspieler alle gut ins Turnier. Leon holte 1 Punkt aus den ersten beiden Partien, Lev und Niclas kamen jeweils zum Auftakt zu einem Sieg und einem Remis.

Doch ab dem zweiten Turniertag sollte das Turnier nicht mehr so rosig verlaufen. Als erstes "schlechtes" Omen zeigte die Paarung der 3. Runde ein direktes Duell zwischen Lev und Niclas an, das zwar Remis endete, in dem aber Niclas zwischendurch einen Bauern mehr und Gewinnchancen hatte. Lobenswert ist, dass die beiden nicht einfach Remis schoben, sondern wirklich um den Punkt kämpften. Ab Runde 4. war ich zum Zuschauen in Gernsheim dabei und wer sich ans Turnier in Ober-Ramstadt erinnert, der ahnt schon was meine Anwesenheit mit den Partien anrichtete. Niclas verlor seine erste Partie durch Verlust eines Bauern am Damenflügel, wodurch sein Gegner seine Bauernmajorität in beidseitiger starker Zeitnot durchdrücken konnte. In der Abendrunde des Sonntags bekam Niclas nach missglücktem Übergang ins Mittelspiel ein Remisangebot, das er gerne annahm.

Lev verlor sogar beide Partien, die ich beobachtete. Eine davon besonders unglücklich: Nachdem er seinen Gegner in der Eröffnung überspielt hatte und dessen Figuren zur Verteidigung sogar auf die Grundreihe zurückdrängte, verkalkulierte er sich in einer Kombination und verlor eine Figur. Immerhin lief es bei Leon im C-Turnier am zweiten Tag deutlich besser. Da er mit einem Sieg morgens startete, bekam er durchweg Gegner mit 1200 oder noch mehr DWZ und konnte sich hier erneut beweisen. Er schraubte sein Punktekonto zuletzt mit einem fein ausgespielten Turmendspiel mit zwei Mehrbauern auf 3 Punkte aus 5 Runden hoch und konnte dem finalen Turniertag heute entspannt entgegen sehen.

Heute erspielte Leon einen weiteren Punkt und schließt das Turnier mit 4 Punkten und einem mächtigen DWZ-Gewinn von ca. 130 Punkten auf Platz 31 ab. Lev kam auch nur noch zu einem Sieg und muss nach vielen guten Leistungen ein enttäuschendes Turnier mit einem DWZ-Minus von 86 Punkten abhaken. Niclas hielt bis 16:20 Uhr alle anderen Teilnehmer und die Turnierleitung auf, da er mit seinem Gegner die letzte Partie des Turniers ausfechten sollte. In arger Zeitnot übersah sein Gegner ein Läuferschach und beging mit einem Turm einen unmöglichen Zug, was Niclas einen beruhigenden Zeitbonus einbrachte. Seine Stellung mit einer Dame mehr war da aber auch schon locker gewonnen. Er kam am Ende auf 4 Punkte, schließt damit im oberen Tabellendrittel des B-Turniers ab und wird ein leichtes DWZ-Plus von 20 Punkten machen. Er knackt damit die 1600.

Ich denke mal, ohne heute dabei gewesen zu sein, dass alle drei bei dem Turnier mächtig Spaß hatten. Bis auf Lev, der sich zurecht ärgern wird, ist unsere Jugend bestimmt auch zufrieden mit dem Turnierverlauf, der besonders bei über 30 °C im Schatten doch sehr anstrengend gewesen sein muss. Zum Glück haben die Gernsheimer dieses Jahr für eine Menge Softeis gesorgt, das den vielen Gesprächen nach, die ich mit den Veranstaltern geführt habe, der Renner im Verkauf war.
Generell war das Turnier dem Eindruck nach erneut auf dem selben Niveau, wie ich es in Erinnerung hatte. Viele Kinder, ein hoher Andrang, eine Menge gutes, selbstgemachtes Essen aus den eigenen Vereinsreihen und eine familiäre Atmosphäre lassen das Turnier für mich weiterhin zu einem Meilenstein im Kalender werden - auch wenn ich leider zu alt bin um noch mitspielen zu dürfen. Schade ist gerade deswegen, dass wir es nur zu drei Teilnehmern aus den eigenen Reihen geschafft haben, was aber der einzige Minuspunkt bleibt. Natürlich habe ich vor Ort auch noch für unser Turnier im Herbst geworben, woraus sich hoffentlich die ein oder andere Anmeldung noch ergeben wird.

Ansonsten wie immer nachfolgend noch ein paar Bilder und die wichtigsten Links zu allen Ergebnissen und Tabellen:

Hessenmeisterschaften in Ober-Ramstadt

7 Zimmner mischen mit

17.05.2026

Zum 75. Vereinsjubiläum richtete der SC Ober-Ramstadt die diesjährigen Hessenmeisterschaften aus. An dieser Stelle sei natürlich den Bezirksnachbarn erst einmal zum erfolgreich genommen Meilenstein von 75 stolzen Vereinsjahren ausführlich gratuliert! Es ist schön zu sehen, wie lange der Schachsport schon in unserer Region durch die verschiedenen Ortsvereine gepflegt und hochgehalten wird. Davon zeugen die immer wieder mal aufploppenden, großen Jubiläumsjahre der einzelnen Vereine, die sich ihrer historischen Verantwortung bewusst sind und diese eben auch gebührend feiern. So auch, wie bereits erwähnt, Ober-Ramstadt mit der HEM 2026.

Zu dieser in vier Spielstärken aufgeteilten Landesmeisterschaft fanden sich 7 Zimmner ein, um im A- bis C-Turnier die neuen Hessenmeister zu erspielen. Hier die Aufteilung, wie die Turniere so gestaffelt waren und wer von uns wo gestartet ist:

Turnier: A-Turnier B-Turnier C-Turnier
Teilnehmer: 24 33 39
Spielstärke: 1800 - 2200 DWZ 1400 - 1850 DWZ 0 - 1450 DWZ
Zimmner Teilnehmer: Steffen, Maurice Norbert, Niclas, Lev, Torsten Leon

Angesetzt wurden 7 Runden Schweizer System, wobei der einrundig ausgetragene Spieltag der Freitag wurde. Ansonsten wurden an jedem Turniertag zwei Partien ausgetragen, wie es für solche Turniere üblich ist. Die Hessenmeisterschaft startete allerdings am Donnerstag deutlich verspätet. Schuld war ein streikender Drucker, durch den die Auslosung der 1. Runde für das B- und C-Turnier nur online einsehbar war und bei den Teilnehmern, die ihre Handys ja bereits ausgeschaltet hatten, für Verwirrung sorgte.

Nachdem die Startrunde dann aber noch erfolgreich verlief, setzte pünktlich zur 2. Runde die von der benachbarten Wirtschaft gebuchte Band lautstark an und umrahmte den Feiertag musikalisch, was auch im Turniersaal deutlich zu hören war, da die Wände der Ober-Ramstädter Stadthalle doch dünner waren, als ich in Erinnerung hatte. Sportlich lief es bei uns auch mit Licht und Schatten. Leon erspielte sich im C-Turnier 2 Punkte, kämpfte hierbei immer ordentliche Partien bis zum Ende aus und kann durchaus zufrieden mit der gezeigten Leistung sein. Er wurde 30ter.

Bei Norbert im B-Turnier fehlte hier und da nur etwas Glück. Ansonsten spielte er mit 2½ Punkten ein Turnier leicht unter seinem Wert. Da er aber mit viel Spaß dabei war, wird der sich einstellende leichte DWZ-Verlust keinen Schaden anrichten. Norbert landete auf Platz 26 der Endtabelle. Bei Torsten lief es ebenso glücklos. Er konnte lediglich ein Remis gegen den neuen Bezirksseniorenwart Buntkowsky einfahren, musste sich ansonsten immer gegen z.T. deutlich stärkere Gegner nach anstrengenden Kämpfen knapp geschlagen geben. Da er auch noch einmal ohne Spielpartner blieb und nur zu sechs Partien kam, sprang am Ende nur Rang 31. raus.

Niclas hingegen spielte ein solides Turnier, das wohl in seiner erwartbaren Leistungsbreite eingeordnet werden kann. Er schaffte es auf 3½ Punkte, ließ aber hier und da mehr zählbares liegen. Dafür war seine Zeiteinteilung in den Partien deutlich besser als in den vielen Saisonpartien, die wir mit ihm mitfiebern dürfen. Er wird ein leichtes DWZ-Plus machen und landete auf Rang 14.
Am besten schnitt Lev ab, der auf 5 Punkte kam. Leider war hierunter auch eine kampflose Partie, da sein Gegner in Runde 3. einfach nicht erschien. Dennoch war das restliche Turnier sehr stark von ihm gespielt. Er spielte ab Runde 5. sogar um den Turniersieg mit, konnte aber mit der Spitze dank zweier Remis vor der Schlussrunde nur Fühlung halten. Mit einem fein herausgespielten Schwarzsieg in der letzten Runde sicherte sich Lev Platz 3. und eine schöne Summe Preisgeld. Seine DWZ wird ebenso einen ordentlichen Sprung machen und die 1700er Marke knacken.

Kommen wir zum A-Turnier, das Maurice auf dem 9. Platz abschließt. Mit 4 Punkten gegen einen soliden Gegnerschnitt darf er sich über ein DWZ-Plus und ein gutes Turnierwochenende freuen. Bei mir lief es mit Ansage sehr schlecht, auch wenn 50% Punktausbeute erstmal nicht ganz verkehrt klingt. Ein DWZ-Minus von vorraussichtlich 40-45 Punkten zeigt aber deutlich auf, dass ich im Tiefflug unter den Erwartungen gespielt habe. Reden wir deshalb nicht weiter drüber, sondern erwähnen, dass Roland und Thomas die Tage über als Zuschauer ebenfalls mit dabei waren. Beide haben sich trotz des mäßigen Wetters auf ihre Drahtesel geschwungen und auf den Weg nach Ober-Ramstadt gemacht, um den meisten von uns tröstende Worte nach den vergeigten Partien zukommen zu lassen.

Trotzdem war das Turnier in direkter Nachbarschaft eine schöne Erfahrung, die wiederum ihre Eigenarten hat. Jedes Turnier hat seinen eigenen Charakter, so auch die diesjährige Hessenmeisterschaft. Die Turnierleitung fuhr eine meines Erachtens teilweise sehr strenge, aber irgendwo einer offiziellen Landesmeisterschaft auch angebrachte Linie. Das Turnier selbst ähnelte von der Besetzung her dabei eher einer Bezirksmeisterschaft, was eben der Spielort mitten in unserem Bezirk eben mit sich bringt. Auch die Siegerehrung bzw. der Weg dahin war besonders. Denn in der zeitgleich ausgetragenen Frauenmeisterschaft spielten die spätere Hessenmeisterin und ihre Gegnerin knapp 120 Züge und reizten die angesetzte Bedenkzeit vollends aus. Als es dann zur Reklamation einer dreifachen Stellungswiederholung in einem absolut untypischen Bauernendspiel (Weiß: Bauern auf f2, f4, f5 (sic!); Schwarz: Bauer auf f6) kam, musste die gesamte Partie an zwei extra herangeschafften Brettern nachgespielt werden. Nach ca. 30 Minuten wurde der Reklamation stattgegeben und die Hessenmeisterschaft beendet, sodass es gegen halb 10 zur Siegerehrung kam. Bei dieser wurde dann wie erwähnt auch Lev endlich als Dritter des B-Turniers geehrt.

Zum Abschluss muss man den Ober-Ramstädtern erneut für die Ausrichtung des Turniers danken. Aber auch Fabian Czappa, der am ersten Tag vor Ort war und professionelle Bilder von Turniersaal und Teilnehmern gemacht, sowie mir diese direkt hat zukommen lassen. Leider wurden nicht von allen Bilder geschossen, aber ich lasse euch trotzdem nun einen Einblick ins Turniergeschehen werfen. Zuvor sei aber noch sein offizieller Bericht zur Hessenmeisterschaft verlinkt.