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Trainingszeiten

  • Freitags
  • Jugendliche: 17:30 Uhr
  • Erwachsene: 20:00 Uhr

  • im Glöckelchen
  • Angelstraße 18
  • Groß-Zimmern

Lust auf Schach?

Das Glöckelchen befindet sich in der Angelstraße 18 in Groß-Zimmern. Der Vereinsraum ist bequem über die stählerne Außentreppe zu erreichen. Parkplätze sind genügend vorhanden.

Berichte aus 2021

2021

Ein persönlicher Jahresrückblick

26.12.2021

Liebe Vereinsmitglieder,

Nun befindet sich das Jahr 2021 in seinen letzten Zügen und ich hoffe ihr seid alle mit euren Familien, Freunden und generell Liebsten zur besinnlichsten Zeit des Jahres zusammengekommen und konntet den Ausklang des Jahres in guter Stimmung mit leckerem Essen und in bester Gesundheit genießen. Ebenso wünsche ich euch allen, dass ihr euch von den Strapazen und Mühen des vergangenen Jahres gut erholen und den ganzen Stress um die fortwährende Coronapandemie zumindest kurzzeitig vergessen könnt. Wie ich finde gehört zu diesem, auch für den Verein sehr besonderen Jahr ein kleiner Rückblick und eine persönliche Einordnung der Geschehnisse, die uns auf Vereinsebene begleitet haben.

Vorherrschendes Thema, egal ob ich chronologisch oder anders beginne, war, blieb und ist die Coronapandemie bis heute. Anfang des Jahres befanden wir uns im allgemeinen und vollständigen Lockdown. Restaurants, Kneipen und Geschäfte waren zu und das gesellschaftliche Leben war am Nullpunkt angelangt. Nicht besser erging es unserem Schachclub, der ebenfalls schließen musste und sich lediglich online oder über Videotelefonate mal "treffen" konnte - was selbstverständlich kein Ersatz für das verlorene Vereinsleben war.

Die Spielabende online abzuhalten, war anfangs nicht vom gewünschten Erfolg gekrönt bzw. nicht jedem direkt zugänglich. Die sonntäglichen Schachtreffs auf lichess und discord wurden nur mager angenommen, mit dem anbrechenden Frühling überkam aber immer mehr Schachfreunde der Wunsch, mal wieder zusammen zu spielen und die Teilnahme steigerte sich immerhin auf 9 Mitglieder. Kurz nach erreichen dieses Maximums machten es erste wirkliche Lockerungen wieder möglich im Glöckelchen zu trainieren, was vom "harten Kern" des Vereins dann auch dankend angenommen wurde. Man merkte es den meisten an, wie schmerzlich das freitägliche Beisammensein bei der ein oder anderen Partie Schach vermisst wurde und war umso glücklicher, auch mehrere neue Gesichter im Verein begrüßen zu dürfen, die sich direkt integrierten und in den Verein eingebracht haben und, viel wichtiger, auch geblieben sind!

Ein Höhepunkt während des Sommers war unser alljährliches Grillfest bei Roland, an dem dieses Jahr rekordverdächtige 21 Mitglieder erschienen. Das spiegelt auch nochmal das Vereinsgefühl und die Verbundenheit der Mitglieder mit dem Schachclub wider. Ich persönlich freue mich auch jedes Jahr auf diesen einen Samstag im Jahr und es freut mich umso mehr, dass es euch auch so geht.

Im selben Zeitraum, in dem wir unser Training wieder aufnehmen durften, entschied sich der Bezirk endgültig die 2019 angefangene Saison abzubrechen. Da auch die neu geplante Saison aktuell unterbrochen bzw. deren Start ins neue Jahr verlegt wurde, gibt es sportlich bis auf die Ergebnisse nichts weiteres zu berichten. Trotzdem freut es mich sehr, dass die 2. Mannschaft einen souveränen Aufstieg als verlustpunktfreier Meister der B-Klasse erspielt hat und sich fortan in der A-Klasse messen darf. Die 1. Mannschaft folgte ihrem Trend der letzten Jahre, sich vermehrt im Mittelfeld der Starkenburgliga zu etablieren, und sicherte als solider Vierter den Klassenerhalt.

Die Spieler aller Mannschaften, deren Zahl mittlerweile auf drei angewachsen ist, warten nun darauf sich in der neuen Saison zu beweisen. So auch die Debütanten aus unserem Kinder- und Jugendtraining, welches trotz aller Coronawidrigkeiten seit Wiederaufnahme des Trainings anwachsen konnte und immer besser läuft. Ermöglicht von Roland und Torsten, die sich durch ihren unermüdlichen Eifer und Einsatz ein dickes Lob und großes Dankeschön meinerseits verdient haben. Ohne die beiden könnten wir den schachinteressierten Kindern wohl kein solch zuverlässiges und förderndes Schachtraining derzeit anbieten.

Ansprechen möchte ich abermals aber auch unser 100. Vereinsjubiläum, das wir im Oktober nach anderthalb Jahren Vorbereitung sportlich mit dem Zimmner Jubiläumsopen begehen konnten und das für unseren Verein ein riesen Erfolg war (auch finanziell). Mit 100 Teilnehmern die Maximalteilnehmerzahl aus dem Stand erreicht und durchweg positives Feedback von den Teilnehmern erhalten, die teilweise aus den entferntesten Winkeln Deutschlands extra für unser Turnier anreisten - was will man mehr? Ich denke, wir haben uns als Verein und Veranstalter gut präsentiert und in der Öffentlichkeit auch eine gewisse Duftnote gesetzt. Der Wunsch nach einer Wiederholung wurde ebenfalls mehrfach genannt, ob wir diesem entsprechen können und in welcher Form ist noch offen. Das wird sich im Laufe des kommenden Jahres klären.

Während das schachlich sportliche Begehen des Jubiläums noch möglich war, haben wir es leider nicht geschafft eine 100 Jahrfeier für den Verein auszurichten. Das soll und wird aber im neuen Jahr definitiv nachgeholt. Auf die Form und die Ausmaße dieser Feier will ich mich noch nicht festlegen, aber ihr dürft schon gespannt sein.

Als Fazit aus dem Jahr 2021 und der gesamten Situation um den Verein sehe ich uns weiterhin auf einem guten, zukunftsreichen Weg. Wir wurden zwar jetzt des Öfteren ausgebremst und zu Zwangspausen gezwungen, aber wenn das alles mal vorbei ist, können wir uns an einem gestandenen Verein erfreuen, der neben einem gesunden Vereinsleben sich auch sportlich immer weiter entwickelt und auch vielversprechenden Nachwuchs sein eigen nennen kann.

Ich schließe meinen Jahresrückblick auch nochmal mit einem kräftigen Dankeschön an euch alle. Ohne euch wäre der Verein nicht da wo er ist und das, was er ist. Die erreichten Meilensteine, die wir mittlerweile vorzuweisen haben, und die eingeschlagenen Pfade für die Zukunft sind auch maßgeblich von euch erarbeitet und getragen worden.
Bleibt dem Schachclub bitte weiterhin so treu erhalten und bis wir uns wiedersehen, alles Gute!

Steffen Heß
1. Vorsitzender

24. Türchen

Guljajew, Schachmaty w SSSR 1940

24.12.2021

Leider habe ich im Vergleich zum letztjährigen Adventskalender keine Weihnachtsaufgabe, dafür aber eine schöne Komposition aus dem Jahr 1940. Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 24 - Weiß am Zug

Lösung

Schwarz steht beengt, doch der Freibauer scheint entscheidend zu sein. Aufhalten kann man den Bauern zwar, aber nur zu dem Preis Schwarz wieder gänzlich aktiv werden zu lassen. So steht Weiß nach 1. Lc5 hxg6 auf Verlust, da der schwarze Turm ins Spiel eingreift.

Der Lösungsweg geht über Zugzwang und die eigentliche Idee dahinter ist nicht sofort ersichtlich. Würde der Freibauer mit einem Tempo weniger einziehen, könnten wir Schwarz auf h8 Matt setzen. Der Plan 1. g7 f2 2. gxh8D+ Kxh8 3. Kf7 nebst 4. Lg7# scheitert an der Umwandlung auf f1 mit Schach. Also müsste der Läufer über f6 kommen und das Schach blocken.

Die Kombination aus diesem Erkenntnisgewinn, lässt die Lösung schneller finden: 1. g7 f2 2. Le7! f1D 3. Lf6 (droht jetzt Matt durch gxh8D, sodass der Läufer geschlagen werden muss. 3. ... Dxf6 4. gxh8D+! Dxh8 5. d4 und Zugzwang, da der Dame alle drei Felder zum ziehen genommen wurden (e5, f6 und g7 sind durch weiße Bauern gedeckt). Wir gewinnen die Dame und damit dann die Partie, da einer unserer Bauern durchlaufen wird.

23. Türchen

Tal - Olafsson, Las Palmas 1975

23.12.2021

Ich höre vereinzelt Kritik, dass die Aufgaben doch nicht so die Kracher seien und etwas zu einfach sind. Na dann ziehen wir die Schrauben mit Türchen 23. wieder an! In der vorliegenden Stellung hat Tal einen Bauern mehr und anscheinend Olafsson zum weiteren Tauschen gezwungen. Allerdings hat er sich da etwas verrechnet. Schwarz am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 23 - Schwarz am Zug

Lösung

1. ... Txd2 2. Txe8+ Kg7 3. Sxd2 bringt keinen Vorteil, sondern tauscht nur Dame gegen zwei Türme. Wir können den Turm auf e7 nicht nehmen, da sonst unser Td8 keine Deckung mehr hat. Gleichzeitig hängt unsere Dame. Betrachtet man aber die weißen Figuren, sieht man auch, dass die Dame den Weg nach d1 nicht frei machen darf bzw. irgendwie die Grundreihe im Auge behalten muss. Und diese Schwäche wird von Schwarz grandios ausgespielt.

1. ... Tf8! bringt den angegriffenen Turm aus der Schusslinie und droht nun wirklich Txd2. Jetzt kommt die Schwäche der weißen Grundreihe erst richtig zum Tragen. Wie antwortet man auf den schwarzen Rückzug, der trotzdem aggressiv eine Drohung aufstellt? Gehen wir die Varianten nach und nach durch.

1) 2. Dxf4 scheitert sofort an 2. ... Td1+ mit nachfolgendem Matt.

2) Der Springer geht verloren nach 2. De3 Td1+ 3. Se1 Dxe3 4. fxe3 Txe1+.

3) Den Turm auf e7 heimsen wir in folgender Variante ein 2. Dc3 Lxf3 3. gxf3 Dg5+ bzw. 2. Dc3 Lxf3 3. Dxf3 Dd6, jeweils mit Doppelangriff. Einmal durch ein direktes Schach, einmal durch die Drohung Dd1+ mit nachfolgendem Matt. Das gilt übrigens auch für 2. De2.

4) Einen weiteren Doppelangriff erhalten wir, wenn Weiß den Angriff auf die Dame mit dem Springer blockt 2. Sd4 Df6 und Schwarz verliert entweder den Turm oder den Springer.

5) Das Feld d1 weiterhin über das Feld c1 gedeckt zu halten, wird auch außer Kraft gesetzt: 2. Dc1 Lxf3 3. gxf3 (3. Dxf4 Td1+) 3. ... Dxf3 (droht Td1+ als nächstes) 4. Td2 Df4! mit Fesselung des Turms. Jetzt funktioniert 5. Txd8 wegen 5. ... Dxc1+ nicht. 5. Tc2 Dg4+ und Td1+ mit Damengewinn wird möglich.

6) Bleiben nur noch Varianten, in denen Weiß das Feld e1 beim Wegziehen der Dame im Auge behält. 2. Db4 Lxf3 3. gxf3 Td1+ 4. Kg2 Dg5+ 5. Kh3 Tg1 und Matt ist nicht mehr zu verhindern. Es folgt einfach Dg2+ und Dxh2#.

7) Kommen wir abschlißend zur schönsten Variante 2. Da5 Dg5! mit Überlastung der Dame und Doppelangriff! Ein Schlagen mit Dame oder Springer auf g5 resultiert nach Td1+ in Matt. Die weiße Dame ist angegriffen, ebenso der Turm auf e7. Außerdem droht Lxf3 mit Springergewinn und neuer Mattdrohung auf g2, nebst Erneuerung der Mattdrohung auf d1. Der Turmrückzug 3. Te5 scheitert an 3. ... Td1+ Se1 4. Dxe5 und 3. Txa7 an 3. ... Dxa5 4. Txa5 Td1+, sowie 3. Db4 an 3. ... Td1+ 4. Se1 Dxe7. Wahnsinn. Der letzte verzweifelte Gegenschlag 3. Dxd8 Txd8 4. Te8+ fällt nach 4. ... Kg7 in sich zusammen. Man kann die Dame auf g5 immer noch nicht nehmen, weil Td1+ droht. Gleichzeitig droht Lxf3 mit Springergewinn. heißt unterm Strich haben wir die Dame gegen einen Turm geben müssen, denn 5. Txd8 Lxf3 6. g3 Dxd8 verliert noch mehr Material. So oder so, die Stellung ist verloren.

22. Türchen

Bauer - Göllner, Berlin 1956

22.12.2021

Bei Türchen 22. hat Weiß vollends auf Angriff gespielt, aber Schwarz hat bislang alles decken und einen Bauern gewinnen können. Nach dxc4 geht hier aber die Partie verloren. Wie hat Weiß also die Partie beendet?

Türchen Nr. 22 - Weiß am Zug

Lösung

Der weiße Angriff schlägt durch und den Abschluss der Angriffskombination bildet das Läuferpaar, das in seiner Aktivität im englischsprachigen Raum manchmal "bishop pair of hell", also Läuferpaar der Hölle, betitelt wird. Damit deren Wirkung vollends entfaltet werden kann, müssen wir den schwarzen König blank machen.

1. Txh6+! gxh6 2. Dg8+! Sxg8 3. Lf5# und die beiden Läufer beenden die Partie.

Den Turm mit dem König zu schlagen, resultiert auch im Matt 1. ... Kxh6 2. Dg5+ Kh7 3. Dh4+ Kg6 4. f5#.

21. Türchen

Karstens - Schüller, Berlin 1934

21.12.2021

Wir nähern uns langsam dem Ende des Adventskalenders, also muss ich noch einige aufgesparte "Kracher" loswerden. Mit Kracher meine im Allgemeinen langwierige, komplexere Kombinationen, denen aber darüber hinaus ihre Ästhetik nicht verloren geht. Jetzt ist ja vieles Geschmackssache, aber Türchen 21. würde ich als solchen Kracher bezeichnen. Ich hoffe euch geht es beim Lösen wie mir. Weiß am Zug gewinnt!

Kleiner Hinweis an der Stelle, da diese Aufgabe doch etwas anders ist. Weiß gewinnt hier, wie es schon fast offensichtlich ist, durch Zugzwang.

Türchen Nr. 21 - Weiß am Zug

Lösung

Eine für Schwarz sehr traurige Stellung. Der Springer kann nicht ziehen, der König ist schon eingeschlossen. Auch der Th8 darf wegen Sxh7# niemals ziehen. Beweglich ist nur der Ta8, der aber an die Grundreihe gebunden ist, um Te8# zu decken. Wenn diesen Turm von der Grundreihe vertreiben könnten, wäre das Matt unausweichlich. Die Idee ist also die verbleibende, inaktive weiße Figur ins Spiel zu bringen und den Ta8 zu bedrängen. Die Rede ist von unserem König!

Zunächst macht sich klar, wo wir hin müssen. Das Feld b7 ist das Ziel für unseren weißen Monarchen. Allerdings muss dieser um seinen Turm einmal herumlaufen, damit er dessen Wirkung nach e8 nicht aufhebt. Sonst käme der schwarze Monach plötzlich über e7 raus. Auch wenn das den Sg7 ungedeckt lässt und dieser verloren geht, Schwarz wird nicht direkt Matt und kann beide Türme aktivieren. Da wird es plötzlich nochmal haarig auf dem Brett...

Außerdem müssen wir aufpassen, dass beim Wander nach b7 nicht plötzlich ein Schach auf der a-Linie fangen, das uns den Turm abtauscht. Sosnt gibt das wieder ein unklares Endspiel. Also nutzen wir erst die 1 und 2 Reihe, dann die a- und b-Linie zum hochwandern!

Es gewinnt also bspw. 1. Te3 Ta1+ 2. Kg2 Ta2+ 3. Kf1 Ta1+ 4. Ke2 Ta2+ 5. Kd1 Ta1+ 6. Kc2 Ta2+ 7. Kb3 Ta8 8. Kb4 Tb8+ 9. Ka5 Ta8+ 10. Kb6 Tb8+ 11. Ka7 Tc8 12. Kb7 Td8 13. Te1 und absoluter Zugzwang für Schwarz.

20. Türchen

Technikaufgabe, Rochade 01/22

20.12.2021

Da die neue Rochade noch so kurz vor Weihnachten bei mir eingetrudelt ist und bis ins neue Jahr keine weiteren Trainingsabende sind, kommt hier eine Aufgabe aus dem Heft. Es geht um die Technik, die folgende Stellung zu gewinnen. Weiß am Zug!

Türchen Nr. 20 - Weiß am Zug

Lösung

Schwarz droht aktuell Matt, doch auch sein König ist angreifbar und das nutzen wir aus. 1. Th8+ Kg6 2. Txh6+! und das schlägt in allen Varianten durch. Das Resultat ist entweder Damenverlust (1-3) oder Matt (4).

1) 2. ... Kxh6 3. Dh8+ Kg6 4. Dh5+ Kf6 5. g5+ Ke5 6. Dxf3 Abzug aufgebaut, abgezogen und die Dame ist futsch.

2) 2. ... gxh6 3. Dg8+ Kf6 4. Df8+ Ke5 5. Dxf3 und abermals verliert Schwarz die Dame.

3) 2. ... Kg5 3. Th5+ Kg6 4. De8+ Df7 5. Tg5+ Kxg5 6. Dxf7 hier musste man den Turm nur mehrfach zum Schlagen anbieten, bis er genommen werden musste. Betritt der König nach dem Turmschach über h5 die f-Linie folgt immer Tf5.

4) 2. ... Kf7 3. De6+ Kf8 4. Th8# ganz simple Mattfolge.

Übrigens führt die Variante 1. Th8+ Kg6 2. De8+ Df7 zu nichts für Weiß, da Schwarz nun zur Verteidigung die Dame zurückspielen konnte. Das gilt ebenso für 2. De6+ Df6

19. Türchen

Witkowski - Blaszak, Polen 1953

19.12.2021

Kaum zu glauben, dass auch die Stellung von Türchen 19. aus einer echten Partie stammt. Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 19 - Weiß am Zug

Lösung

Wie komponiert kommt mir die Stellung vor und der Verdacht erhärtet sich auch bei der Lösung, die sich zweier Abzüge mit Doppelschach bedient.

1. Dxe5+ Sxe5 lenkt den Springer ab und ermöglicht den ersten Abzug. 2. Lf6+ Kh6 ist durch das Doppelschach durch Läufer und Turm erzwungen (direkt Matt wird Schwarz nach 2. ... Kf8 3. Td8#). Und jetzt folgt der zweite Abzug und Matt: 3. Lg7+ Kh5 4. Th6#. Schon etwas irrwitzig, wie der Läufer umher wandert um schließlich auf g7 stehend das Feld h6 für den Turm abzudecken. Und dass beide Male der Läufer mit einem der Türme durch Abzug und Doppelschach zusammenarbeitet.

Auf 1. Dxe5+ gibt es auch keine anderen Antwortmöglichkeiten. Das Schach über f6 zu blocken verliert direkt viel Material und mit dem König nach f8 zu weichen ermöglicht wieder Matt über d8.

18. Türchen

Dr. Beiersdorf - N.N.

18.12.2021

Das Türchen Nr. 18 beinhaltet eine eingeschickte Stellung von Wolfgang aus einer seiner eigenen Partien. Zur Vorgeschichte: Weiß hat im Verlauf der Partie seine Dame für einen Turm und Läufer geben müssen und jetzt sind nach dem letzten schwarzen Zug Dc4 der weiße Turm auf e2 und der schwarze Läufer auf c5 angegriffen. Heißt also, man muss dynamisch und mit Tempo kontern! Weiß am Zug gewinnt.

Türchen Nr. 18 - Weiß am Zug

Lösung

Beide Figuren können nicht gleichzeitig gedeckt werden, also muss man angreifen! 1. e6+ der schwarze König steht sowieso schon beengt, da kann man es ihm auch noch kuscheliger machen. Nach dem Schach ergeben sich drei Schlagmöglichkeiten, denn geschlagen werden muss der Bauer. Rückzugsfelder für den König sind leider keine mehr vorhanden.

1) Schlägt Schwarz den Bauern mittels 1. ... Txe6 wird er durch das Zusammenspiel von Läufer und Turm einfach Matt 2. Tf8#

2) Auf 1. ... Kxe6 folgt 2. Txe3+ Kf7 3. Txe7#, oder man verliert durch 2. ... De4 3. Txe4+ fxe4 4. Lxe7 alles an Material und kann aufgeben.

3) Die kritische Variante ergibt sich aus dem Schlagen des Bauerns mit der Dame 1. ... Dxe6 und nun macht der nicht ganz so leicht zu findende Zug 2. Th8! den Unterschied. Es droht vernichtend auf h7 zu schlagen, danach alles an Material über e7 mit Schach abzutauschen und den h-Bauern umzuwandeln. Nach 1. ... Dxe6 hat sich Schwarz erzwungenermaßen auch noch das einzige Fluchtfeld für den König zu gestellt und kommt nicht weg. Das Decken des Bauerns auf h7 ist auch nicht möglich, sodass Schwarz in einer hoffnungslosen Lage steckt. Eine mögliche Variante lautet: 2. ... Dc4 3. Txh7+ Kg8 4. Txe7 Dxe2 5. h7+ Kh8 6. Le5# oder 2. ... Dc4 3. Txh7+ Ke6 4. Txe7+ Kd5 5. T2xe3 Dxa2 (falls 5. ... Kxc5 so. 6. Tc7+ und bei 5. ... Dxc5 6. Te5+) 6. h7 Da1 7. Kg2! und Feierabend, da der letzte Versuch mit der Dame über g1 Dauerschach zu geben verhindert wurde und der weiße Materialvorteil nach Umwandlung des Bauern übermächtig ist.

Zusatz zu 3)
Wer sich für 1. e6+ Dxe6 2. Txe3 entschieden hat, gewinnt die Partie ebenfalls, muss aber für den Punkt noch etwas mehr arbeiten. Nach dem erzwungenen 2. ... Dxe3+ 3. Lxe3 Txe3+ 4. Kf2 Te8 (sonst gewinnt Weiß schnell mittels Th8 den h-Bauern und drückt seinerseits den h-Bauern durch) hat man ein doch noch knetbares Turmendspiel. Das ist zwar auch gewonnen bei korrektem Spiel von Weiß, bedarf aber noch einiges an Hirnschmalz und eben präzisen Zügen.

Ein toller Schluss für die Partie! Danke für die Einsendung an Wolfgang, das war eine schöne Aufgabe!

17. Türchen

Kubbel, Listok Schachmatnogo 1921

17.12.2021

Und weiter geht es mit den harten Nüssen! Die vorliegende Stellung ist zugegebenermaßen komponiert, aber das schmälert nicht die Ästhetik der Kombination. Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 17 - Weiß am Zug

Lösung

Na, die offene Einladung dem schwarzen König einzuheizen, nehmen wir doch glatt an! Nach 1. De4+ Kb8 (1. ... Ka7 2. Ta6 Kb8 3. Ta8#) wäre es schön, wenn wir einfach 2. Ka6 spielen und dann Matt auf b7 geben könnten. Hinderlich ist nur, dass Schwarz mal eben zwischendurch 2. ... Dxh6+ spielt. Also muss unser Turm da mit Tempo weg! 2. Tb6+ Lxb6 3. Ka6 und nun deckt der feindliche Läufer den König gegen seitliche Schachgebote. Mit dem König nach c7 oder c8 zu laufen, reicht wegen Db7# nicht, aber Schwarz kann nun über die siebte Reihe b7 abdecken und dortiges Matt verhindern - doch genau das wollten wir: 3. ... Td7 4. Da8+!! Kxa8 5. Sxb6+ Kb8 6. Sxd7+ Kc8 7. Sxf8 und das resultierende Endspiel ist gewonnen.

Sollte Schwarz nach 2. Tb6+ Kc8 antworten, gewinnt 3. Db7+ Kd7 4. Se5+ Ke8 5. Dc6+ Ke7 6. Dxc7+ Ke8 7. Dxd8+ Kxd8 8. Tb8+ Ke7 9. Sc6+ richtig dick Material. Ein Fehler wäre die ähnliche Idee 4. Td6+, denn das treibt nur auf den ersten Blick den König weiter. Doch Schwarz kontert 4. ... Dxd6 5. Sxd6 Tb8 und auch wenn wir uns auf f7 bedienen dürfen, das Endspiel kann Schwarz halten.

16. Türchen

Teed, International Chess Magazine 1885 (!)

16.12.2021

Für alle, die unter dem Schwierigkeitsgrad leiden, habe ich hier eine doch schon öfter mal in Partien vorkommende Stellung, die Weiß nicht so trivial gewinnt, wie man auf den ersten Blick meint. Aber mit den wenigen Figuren auf dem Brett könnt ihr das zuhause an einem Brett mal aufbauen und gut studieren (oder probieren, je nachdem wie man es lieber hat).
Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 16 - Weiß am Zug

Lösung

1. Kf6?, mit der Idee nach 1. ... Kh8 2. Kg6 zu spielen, führt nur zum Remis, denn schwarz hat 1. ... h5! in der Hinterhand und die nachfolgenden Varianten lauten:

1) 2. gxh5 Kh6 und bspw. 3. Kf5 Kxh5 4. Kf6 Kh4 5. Kf5 Kxh3 6. Kxg5

2) 2. Kxg5 hxg4 und entweder 3. Kxg4 mit Randbauerendspiel, das Remis ist, oder 3. hxg4 Kg7 nebst Oppositionsgewinn und Remis.

3) 3. h4 hxg4 3. hxg5 g3 4. Kf7 (4. g6+ Kg8) 4. ... g2 5. g6+ Kh6 6. g7 g1D 7. g8D Dxg8+ 8. Kxg8

Also doch alles nicht so einfach und mal eben schnell runtergeblitzt. Dieses Endspiel muss daher gut studiert, und eingelernt sein. Es muss euch in Fleisch und Blut übergehen!
Hier die gewinnbringenden Züge.
Richtig ist 1. Kf7 h5 2. h4!! und hier entstehen die Varianten:

1) 2. ... hxg4 3. hxg5 g3 4. g6+ Kh6 5. g7 g2 6. g8D und wir sind ein Zug schneller.

2) Ebenso schneller sind wir bei 2. ... gxh4 3. g5 h3 4. g6+ Kh6 5. g7 h2 6. g8D h1D 7. Dg6#

3) Reine Überführung in die beiden ersten Varianten bleibt 2. ... Kh6 3. Kf6 und bspw. 3. ... Kh7 4. hxg5 h4 5. Kf7! h3 6. g6+ Kh6 7. g7 h2 8. g8D h1D 9. Dg6#. Egal, wie Schwarz fortsetzt, wir spielen einen unsrer Bauer nach g5 und drücken den mit Schach dann schnell vor. Wichtig ist nur, dass man in den Varianten, wo Schwarz irgendwann Kh7 wählt, in Opposition mit nach f7 zieht, um das Umwandlungsfeld g8 zu decken.

15. Türchen

Poljak - Lewin, Kiew 1949

15.12.2021

Wieso sind die schönsten Kombinationen eigentlich alle zwischen den 20ern und 60ern gespielt worden? Irgendwie war damals mehr Lametta - oder Feuer auf dem Brett. Seis drum, Türchen 15. hat mal wieder eine fast unglaubliche Kombination in petto, die man erst richtig begreift, wenn man sie komplett durch hat. Bis zu diesem Punkt hab ich mir nach gefühlt jedem Zug erst mal die Augen gerieben und mich gefragt, wie das weiter gehen soll. Schwarz am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 15 - Schwarz am Zug

Lösung

Gehen wir mal meinen Gedankengang beim Lösen der Aufgabe nach. Als erstes ist mir aufgefallen, dass die weiße Grundreihe schwach ist. Gleichzeitig ist der Td1, der meine Dame bedroht, an diese Grundreihe gebunden - zumindest für den Moment. Ebenso ist der Springer c3 an den Turm gebunden, der sonst keine Deckung vor meiner Dame hätte. Also sagt das Bauchgefühl direkt 1. ... Txc3, Deckungsfigur entfernen, Turm ablenken, Schach über c1 geben, was auch richtig ist, denn auf 2. Txd4 folgt das simple 2. ... Tc1+ 3. Df1 Txf1+ 4. Kxf1 Sxd4 und wir haben eine Figur mehr.

"Das war ja einfach, kann Weiß sich denn nicht besser verteidigen?", dachte ich, und dann sah ich 2. De2. "Mist, der ist gut! Wie rette ich jetzt Turm und Dame gleichzeitig? Und wie blöd ist das denn, meine Grundreihe ist ja auch schwach... wenn ich jetzt doof mit der Dame aus dem Weg gehe kommt entweder 3. Td8+ Sxe8 4. De8# (ok, das nicht, ich kann auf 3. Td8+ noch den Springer nach f8 spielen) - dann verliere ich aber den Turm auf c3 durch 3. bxc3. Dann kann 1. ... Txc3 wohl nicht richtig sein" und ich brach die Kalkulation der Variante an der Stelle zunächst ab, um in der Ausgangsstellung was anderes zu suchen. Da ich aber absolut nichts fand, kehrte ich zurück und fragte mich, wo ist der Haken? "Also nach 2. De2 ist meine Grundreihe der Knackpunkt, gleichzeitig hängen Dame und Turm. Die Dame kann ich nicht ziehen, also muss ich die Grundreihe decken und meinen Turm retten. Was ist mit ...?" und da sah ich dann 2. ... Tc8. Jetzt kann Weiß meine Dame nehmen, aber wir haben den Ball mit den Grundreihenproblemen einfach zurückgespielt. 3. Txd4 Sxd4 4. Dd1 Tc1! 5. Dxc1 Se2+ und wir gewinnen die Dame zurück und bleiben eine Figur im Vorteil.

Schwarz kann auch 2. ... Dc4 spielen, das ist der einzige Zug der den Turm rettet, da es gleichzeitig mit Angriff auf die ungedeckte Dame kommt. Nach dem erzwungenen Damentausch oder dem Wegziehen der weißen Dame können wir unseren Turm aus der Gefahrenzone bewegen.

Übrigens scheitert 2. Df1 an der selben Idee: 2. ... Tc8! 3. Txd4 Sxd4 und es droht der selbe Schluss wie nach 2. De2, allerdings ist jetzt die Dame nicht direkt angegriffen und Weiß hat ein Tempo zur Verteidgung mehr. Leider gibt es aber keine Verteidigung mehr. Sich ein Fluchtfeld durch Bauernzug zu machen oder die Dame irgendwo hin zu spielen, scheitert an 4. ... Tc1 und 5. ... Se2+. Also bliebe nur noch 4. Kh1, denn so hat man keine Gabel mehr auf e2 später. Dumm nur, dass wir nun 4. ... Se2 spielen und das Feld c1 für den Turm abdecken. So oder so, wir gewinnen durch das eingangs richtig gefühlte 1. ... Txc3 eine Figur.

14. Türchen

Hartston - Penrose, Hastings 1963

14.12.2021

Nachdem wir die gestrige Aufgabe gut verdaut haben - insbesondere deren Lösung - schauen wir uns mal wieder etwas einfacheres aus der Praxis an. Gespielt in Hastings 1963 hat Weiß hier den vollen Punkt schön eingetütet. Weiß am Zug gewinnt.

Türchen Nr. 13 - Weiß am Zug

Lösung

Nicht direkt ersichtlich, aber wahr, Weiß kann hier einen schnörkellosen Königsangriff mit Turmopfer von der Leine lassen.
1. Txf7 droht Matt auf g7, das nicht zu decken ist, da der schwarzfeldrige Läufer wegen der Dame auf c7 gefesselt ist. 1. ... Kxf7 2. Lc4+ und der schwarze Monarch darf nicht mehr hinter die schützenden Bauern zurück. 2. ... Kf8 (2. ... Kf6 ist direkt Matt nach 3. Tf1#) 3. Tf1+ Lf6 4. Txf6+ öffnet die Bauernstruktur für die einfallende Dame. Jetzt wird es nur nochmal kurz bis zum Ende technisch. 4. ... gxf6 5. Dg8+ Ke7 6. De6+ Kf8 7. Dxf6+ Df7 8. Dxf7#

"Aber halt, Steffen" höre ich euch rufen. "Was ist denn mit 1. ... g5 auf Txf7? Dann droht erst mal kein unmittelbares Matt mehr". Das ist korrekt, aber auch dann steht Schwarz auf verlorenem Posten. Ein wichtiger Schutzbauer wurde entfernt, die anderen Bauern zur Schwächung der Königsstellung gezwungen. Technisch spielt sich das für Weiß sehr einfach runter. 2. Tdf1 erhöht den Druck und entfesselt den Läufer, der über c4 mitwirken kann. Die weiße Dame dringt über das Startfeld h3 entweder nach e6, f5 oder h5 vor, während Schwarz nichts dagegen unternehmen kann. 2. ... Tf8 3. Lc4 Txf7 4. Txf7 und nicht mal ein Schach über d1 funktioniert, weil Weiß immer den Abzug Tf1+ hat. Selbst wenn Schwarz aus dem Abzug geht, verliert er schnell: 4. ... Kh8 5. Dh3 Td1+ 6. Lf1 Dd6 7. Df5 und Schwarz muss die Qualität auf f1 opfern um das direkte Matt zu verhindern.
Greift man vorher den Läufer an, zieht dieser nach d5 oder e6 in Sicherheit (je nach Angriffszeitpunkt) und die Drohungen bleiben alle aufrecht.

13. Türchen

N.N. - Rossolimo, Paris 1957

13.12.2021

Türchen 13. sieht gar nicht wie eine Aufgabe aus, denn auf den ersten Blick geht hier gar nichts für Schwarz, wenn dann eher für Weiß. Doch Schwarz kann hier eine schier unmögliche Kombination auspacken... Schwarz am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 13 - Schwarz am Zug

Lösung

Die Diagonale g1-a7 und die offene h-Linie sind die Schlüssel zum Finden der Motive. Wenn nur der Turm auf d4 nicht die besagte Diagonale blockieren würde, wäre der Punkt f2 schon unter Feuer des Läufers. Also räumen wir diese doch einfach!
1. ... Td1!! Wir lassen Dame und Turm gleichzeitig stehen und greifen ohne Rücksicht auf Verluste an. 1. ... Td1 fesselt den Turm auf f1, sodass f2 nun ungedeckt ist für den Moment. Der Variantenbaum gliedert sich wie folgt:

1) Zunächst wie immer die offensichtliche Frage, wieso nicht die Dame schlagen? 2. Dxb5 scheitert an Matt: 2. ... Lxf2+ 3. Kh2 Th8#

2) Soweit so gut, dann nehmen wir halt den Turm auf d1 raus: 2. Tfxd1 Lxf2+ 3. Kh2 Th8# und wir erleben das gleiche Schicksal mit Weiß. das Feld f1, obwohl vom Turm geräumt, bleibt für den König unzugänglich, da die Dame auf b5 eine Auge auf f1 hat. Übrigens scheitert 2. Tbxd1 einfach am Damenverlust 2. ... Dxb2.

3) Und nun zur Hauptvariante der Kombination: 1. ... Td1!! 2. Lxb7+ Kb8 (natürlich nicht 2. ... Kxb7?? 3. Dxb5+ und Schwarz verschenkt einfach alles. Lxb7 ist nur ein verzweifelter Versuch, eine Falle zu stellen) 3. c4 (deckt f2 mit der Dame und blockiert die Wirkung der schwarzen Dame nach f1) 3. ... Txf2 4. Dxf2 Dxb1 mit deutlichem Materialvorteil, denn die Dame geht ja auch noch verloren. Auch weißes 4. Dxb5 scheitert an Matt auf der h-Linie: 4. ... Tfxf1+ 5. Kh2 Th1#

4) Extrapunkte gibt es, wenn ihr folgende Variante auch noch gesehen und durchgerechnet habt: 1. ... Td1!! 2. Lxb7+ Kb8 3. Lc8 mit der Idee, die Dame durch den Läuferabzug zu fesseln und vielleicht drohende Mattbilder auf der h-Linie mit Lh3 sperren zu können. Andere Läuferzüge machen an der Stelle aber auch keinen Sinn, da immer Lxf2+ und Th8# droht. Erneutes Lob, wenn ihr kaltblütig mit 3. ... Lxf2+ 4. Kh2 Kxc8 5. Dc3+ Kd8 fortgesetzt habt, da sich ja prinzipiell nichts geändert hat. Es scheitern weiterhin alle Schlagversuche auf b5 und d1, sowie 6. Txf2 wegen Matt über h8 und übrig bleibt nur zu verlängern mittels 6. g4 Th8+ 7. Dh3 De5+ 8. Kh1 Txh3+ 9. gxh3 Dxe4+ 10. Kh2 Df4+ 11. Kh1 Df3+ 12. Kh2 Dg3+ 13. Kh1 Dxh3#.

Was ein Brett. Die hätte ich mir mal lieber für den 24ten aufgehoben....

Saison in Gefahr

2. Spieltag am 09.01.2022 abgesagt

12.12.2021

Mit Blick auf die laufende Welle und den getroffenen Maßnahmen von Seiten der Regierenden wird der zweite Spieltag, der am 09.01.2022 stattfinden sollte, ebenfalls abgesagt und in den Sommer verschoben. Sollte aus den selben Gründen auch der 3. Spieltag, geplant am 23.01.2022, entfallen müssen, erwägt man den gesamten Abbruch der neuen Saison, da sich keine weiteren Nachholtermine finden lassen, die nicht in irgendeiner Weise mit anderen Dingen anecken.

Wer die genaue Bekanntmachung einsehen mag, findet sie auf der Seite des Bezirks.
Aktualisiert habe ich mit den dortigen Infos auch unseren Kalender und die Infoseiten unserer Mannschaften:
1. Mannschaft | 2. Mannschaft | 3. Mannschaft

Ein Gedanke, der mir beim Lesen der Nachricht kam, war wie man die Saison vielleicht doch noch retten kann. Als erstes legt man die Saison komplett um in den Frühling Sommer. In diesem Zeitrahmen sollte die allgemeine Lage deutlich entspannter sein (siehe die letzten beiden Sommer). Diese "nutzbare" Zeitspanne dehnt sich auch gern in den Herbst aus, bestes Beispiel ist hierfür unser veranstaltetes Jubiläumsopen. Zusätzlich könnte man, analog höherer Spielklassen, an Wochenenden Doppelspieltage für die Pandemiezeit einführen um so die blockierten Sonntage zu umgehen, an denen Feiertage und Ferien sind bzw. angrenzen.
Noch weiter gesponnen, könnte man gleich auch noch an diesen Doppelspieltagen Mannschaften zentral zusammen an einem Ort spielen lassen. Das Bedarf aber einer gehörigen Portion Vorbereitung, Planung und Organisation seitens der Vereine. Das alleine, könnte dann der Bezirk nicht stämmen. Aber vielleicht tuts ja auch nur eine der genannten Möglichkeiten, um dem Wunsch aller, die Saison nicht ausfallen zu lassen, sondern möglich zu machen, zu entsprechen. Man darf auf die Entscheidungen des Bezirks im neuen Jahr gespannt sein.

12. Türchen

Vukic - Romanischin, Moskau 1977

12.12.2021

Mal wieder weg von wenig Figuren auf dem Brett zu viel Getümmel. Aus einer echten Partie und keiner Studie enstammt das Türchen 12. Schwarz steht etwas passiv da, während Weiß noch nicht alle Figuren im Spiel hat. Aber das kann man schnell ändern. Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 12 - Weiß am Zug

Lösung

Die weiße Dame schneidet dem schwarzen König schon gut die Luft ab - na zumindest mal die schwarzen Felder. Würden wir nur irgendwie einen Turm auf die Grundreihe spielen können, wäre Schwarz in arger Bedrängnis. Dafür bedarf es Tempozüge!
1. b4! diese Gabel ist ein guter Mehrzweckzug. Das Bauernopfer öffnet die b-Linie, die wir mit einem Turm besetzen und zum Eindringen auf die Grundreihe nutzen können. Gleichzeitig ist Schwarz gewzungen den Bauern mit der Dame zu schlagen, da Dame und Turm gegabelt sind. 1. ... Dxb4 2. Tab1 Dxc4, was erzwungen ist, da sonst sofort 3. Tb8+ mit baldigem Matt folgt. So kann man auf 3. Tb8+ immerhin noch 3. ... Tc8 spielen, denn der Turm ist von der Dame gedeckt. Soweit so gut, also müssen wir die Dame ablenken nach Möglichkeit, denn wenn diese nicht mehr auf der c-Linie steht, ist das Turmschach wieder gewinnbringend möglich.
3. Le2 Dc2 4. Ld3! Dc3 und mit Tempozügen, da direkte Angriffe auf die Dame, treiben wir diese nach c3, wo sie sich zum Tausch anbieten muss. Doch nach 5. Tb8+ Tc8 zwingen wir deren deckende Figur, den Turm c8, in eine Fesselung, sodass die Deckung der Dame aufgehoben ist. Und nach abschließendem 6. Dxc3 gewinnen wir die Dame - game over.

11. Türchen

Troitzki, Nowoje Wremja, 1896

11.12.2021

Und abermals finde ich eine Aufgabe, die aus noch länger zurück liegenden Zeiten kommt. Wir haben hier ein der vielen komponierten Studien vom russischen Schachtheoretiker Troitzki aus dem Jahre 1896 vorliegen, die zugleich Türchen 11. ist. Besonders berauschend sieht es um Weiß nicht aus, aber auch hier kann man mal wieder Remis halten, wenn man genau spielt....

Türchen Nr. 11 - Weiß am Zug

Lösung

Weiß muss zwingend eine der beiden schwarzen Leichtfiguren gewinnen, denn mit Läufer und Springer kann man Matt setzen - wenn man es kann ;)
Glücklicherweise haben wir bereits einen weit fortgeschrittenen Bauern, dessen Umwandlungsfeld zwar vom Läufer gedeckt ist, aber immerhin den Springer etwas vor sich her treiben kann. 1. c7 Sb7 und nun muss man die richtige Fortsetzung 2. c8S! wählen. Hiernach geht es weiter mit 2. ... Lxc8 (sonst ist es Remis, da der Springer als Verteidiger reicht) 3. Kb6 und die Königsgabel auf die zwei Figuren über das Feld c7 ist nicht mehr zu verhindern: 3. ... Sd6 4. Kc7, der Springer kommt nicht weit genug weg.

Übrigens verlieren die Fortsetzungen 2. c8D?, 2. c8T? und 2. c8L? wegen 2. ... Sd6+ und Schwarz behält beide Figuren und setzt uns Matt. Das Schlüsselfeld d6 wird nur durch einen Springer, den wir uns nach Einzug auf c8 holen, gedeckt und bildet so die einzige richtige Lösung.

11. Türchen

Troitzki, Nowoje Wremja, 1896

11.12.2021

Und abermals finde ich eine Aufgabe, die aus noch länger zurück liegenden Zeiten kommt. Wir haben hier ein der vielen komponierten Studien vom russischen Schachtheoretiker Troitzki aus dem Jahre 1896 vorliegen, die zugleich Türchen 11. ist. Besonders berauschend sieht es um Weiß nicht aus, aber auch hier kann man mal wieder Remis halten, wenn man genau spielt....

Türchen Nr. 11 - Weiß am Zug

Lösung

Weiß muss zwingend eine der beiden schwarzen Leichtfiguren gewinnen, denn mit Läufer und Springer kann man Matt setzen - wenn man es kann ;)
Glücklicherweise haben wir bereits einen weit fortgeschrittenen Bauern, dessen Umwandlungsfeld zwar vom Läufer gedeckt ist, aber immerhin den Springer etwas vor sich her treiben kann. 1. c7 Sb7 und nun muss man die richtige Fortsetzung 2. c8S! wählen. Hiernach geht es weiter mit 2. ... Lxc8 (sonst ist es Remis, da der Springer als Verteidiger reicht) 3. Kb6 und die Königsgabel auf die zwei Figuren über das Feld c7 ist nicht mehr zu verhindern: 3. ... Sd6 4. Kc7, der Springer kommt nicht weit genug weg.

Übrigens verlieren die Fortsetzungen 2. c8D?, 2. c8T? und 2. c8L? wegen 2. ... Sd6+ und Schwarz behält beide Figuren und setzt uns Matt. Das Schlüsselfeld d6 wird nur durch einen Springer, den wir uns nach Einzug auf c8 holen, gedeckt und bildet so die einzige richtige Lösung.

Weihnachtsfeier der Erwachsenen

Roland gewinnt Weihnachtsblitz mit 9/9 Punkten

10.12.2021

Am heutigen Freitagabend haben sich, leider durch 2G-Regel leicht verringert, doch immerhin 10 Schachfreunde zur diesjährigen Weihnachtsfeier im Glöckelchen versammelt und den traditionellen Abschluss des Jahres und unserer internen Vereinsmeisterschaft mit dem Weihnachtsblitz begangen.

Bei gutem Essen und Getränken auf den Verein, sowie guter Stimmung hat es sich Roland nicht nehmen lassen, das Weihnachtsblitz mit voller Punktzahl zu gewinnen. Damit gewinnt er auch die zusammengelegten Vereinsmeisterschaften der Jahre 2020 und 2021 überlegen und mit großem Abstand. In insgesamt 13 Turnieren sammelte Roland 88½ Brettpunkte und 1177,2 Wertungspunkte - ein neuer Rekord!

Meinen Glückwunsch an der Stelle an den Sieger Roland, dem auch der Dank für das Organisieren der Weihnachtsfeier gebührt. Es freut mich auch sehr, dass trotz aller Widrigkeiten das Weihnachtsblitz gut angenommen wurde. Hoffen wir, dass ab nächstem Jahr sowohl die Vereinsmeisterschaft als auch die Weihnachtsfeier normal laufen kann und an beidem weiterhin so rege teilgenommen wird.

Alle Einzelergebnisse des heutigen Turniers, die Tabellen und der Endstand der Blitzturniere gibt es unter dem Menüpunkt Vereinsmeisterschaft.

Weihnachtsblitz 2021
Platz Spieler alte ZWZ neu 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP VM
1. Roland Rühm 1941 1956 (+ 15)   1 1 1 1 1 1 1 1 1 9 110,0
2. Martin Göbel 1683 1685 (+ 2) 0   1 0 1 ½ 1 1 1 1 82,2
3. Kosto Ilievski 1628 1631 (+ 3) 0 0   1 1 1 0 1 1 1 6 76,7
4. Maximilian Hombach 1688 1676 (- 12) 0 1 0   0 1 1 1 1 1 6 76,7
5. Dr. Wolfgang Beiersdorf 1463 1483 (+ 20) 0 0 0 1   0 1 1 1 1 5 65,5
6. Jessica Wöhl 1411 1436 (+ 25) 0 ½ 0 0 1   1 0 1 1 60,0
7. Kiril Ilievski 984 1092 (+ 108) 0 0 1 0 0 0   1 0 1 3 43,3
8. Jonas Ruland 1542 1455 (- 87) 0 0 0 0 0 1 0   1 1 3 43,3
9. Torsten Wöhl 1370 1327 (- 43) 0 0 0 0 0 0 1 0   1 2 32,2
10. Anatoli Hermann / / 0 0 0 0 0 0 0 0 0   0 10,0

Weihnachtsblitz Weihnachtsblitz

10. Türchen

Kofman - Sacchetti, Bukarest

10.12.2021

In dieser Stellung gewinnt man nur, wenn man das Mattsetzen mit Springer und Läufer beherrscht und irgendwie den letzten Verteidiger des schwarzen Monarchen gewinnt. Setzen wir voraus, wir sind fähig mit den beiden Leichtfiguren Matt zu setzen, lautet die Aufgabe also zunächst mal den schwarzen Läufer zu erobern. Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 10 - Weiß am Zug

Lösung

Dem schwarzen Läufer fehlt es bereits etwas an Luft. Wir können ihn mittels 1. Kd1 schon weiter bedrängen und stellen fest, dass sowohl 1. ... La3 sowie 1. ... Lb2 an 2. Sc2+ und Verlust des Läufers scheitern. Also bleibt nur die Deckung durch den König mittels 1. ... Ld2. Weiß bleibt nun dem Plan treu, dem Läufer die Bewegungsfreiheit zu nehmen. 2. Sc6 und 2. ... Kd3 ist erzwungen, da alle Felder, die der Läufer betreten kann, bereits gedeckt sind. Nun setzen wir schlussendlich die Springergabel an und holen uns den Läufer ab. 3. Se5+ Ke3 4. Sc4+ bzw. 3. Se5+ Kc3 4. Sf3+ und 5. Sxd2 im nächsten Zug.

9. Türchen

Kofman - Sacchetti, Bukarest

09.12.2021

Schwarz droht Matt auf h3, aber Weiß kann sich dynamisch verteidigen. Türchen Nr. 9 läuft also abermals unter "Weiß am Zug gewinnt!"

Türchen Nr. 9 - Weiß am Zug

Lösung

Wir müssen das Matt abwenden und nebenbei noch etwas die schwarzen Figuren weiter umkoordinieren, damit die folgende Kombination funktioniert.

Nach 1. Te8+ Kd7 2. Te3 ist das Matt aufgehalten, da h3 nun vom Turm gedeckt ist. Der Turm kann nicht von Läufer geschlagen werden, da dieser gefesselt ist. Des Weiteren kann Schwarz aktuell kein weiteres Schach bieten, muss also die Dame zurückziehen und den Läufer decken. 2. ... Dh4 3. Txd4+ Dxd4 4. Td3 Dxd3 5. Se5+ mit Gewinn der Dame nach doppeltem Turmopfer auf der d-Linie.

8. Türchen

Onescus - Gharma, Rumänien 1956

08.12.2021

Schon wieder aus längst vergangenen Zeiten ist die Stellung des heutigen Türchens Nr. 8.
Schwarz hat einen sehr gefährlichen Angriff aufgebaut und Material dafür investiert. Die Mattdrohung über h2 scheint unabwendbar, oder kann Weiß am Zug seinen Kopf noch aus der Schlinge ziehen?

Türchen Nr. 8 - Weiß am Zug

Lösung

Weiß kann sich noch retten bzw. die Partie zu seinen Gunsten entscheiden. Zu decken ist das Matt auf h2 nicht mehr, aber die schwarze Dame ist durch den g-Bauer attackiert. Wenn man dessen Fesselung durch den Turm auf g8 aufheben könnte, wäre der Drops gelutscht. Und das geht wie folgt:

1. Sxf3 macht den Anfang. Es deckt für kurze Zeit mal h2, klärt aber die e-Linie, die für die Kombination noch wichtig wird. 1. ... exf3 2. Dg7+!! und dieses Hinlenkungsopfer der Dame klärt die Verhältnisse.
1) Auf 2. ... Kxg7 folgt schon 3. gxh4 und weitere Gegenwehr wird schnell sinnlos bei dem materiellen Übergewicht. Bspw. wird 3. ... Kf7+ 4. Kh1 Txh4 mit der Idee 5. ... Tg2 und 6. ... Thxh2# mittels 5. Tg1 einfach pariert. Danach entscheidet der Zweibauernvorteil.

2) Auch 2. ... Txg7 scheitert, da hierauf 3. Te8+ Tg8 4. Txg8+ Kxg8 5. gxh4 mit ähnlicher Stellung folgt.

7. Türchen

Messman, Tijdschrift v. d. KNSB 1959

07.12.2021

Türchen Nr. 7 musste etwas auf sich warten lassen. Wie Nepomniachtchi heute gegen Carlsen mit Weiß einen Läufer eingestellt hat, ist hier Weiß ebenfalls mit einer Figur weniger ins Endspiel gekommen. Dennoch kann er in der vorliegenden Stellung Remis halten. Wie?

Türchen Nr. 7 - Weiß am Zug

Lösung

Klar ist, wenn Weiß den schwarzen Bauern erobert ist die Stellung Remis. Doch da hat der schwarze Läufer noch etwas mitzureden.

Als logischer erster Zug nähern wir uns dem d-Bauern und machen das Umwandlungsfeld frei bzw. den Weg dazu unserem Freibauern: 1. Kf7
Nun kommt es auf die Wahl an, wie Schwarz der Drohung 2. g7 begegnen will. Die einfachste Lösung für uns um Remis zu halten wäre 1. ... Ld4 2. Kd7 d5 3. Kd6 und der Bauer ist weg.
Schwieriger fortzusetzen wird es nach 1. ... Lh6, denn der d-Bauer ist uns leider zu schnell, da er diesmal nicht vom Läufer blockiert ist. Es hilft also nur die Drohung g7 aufrecht zu halten, in dem wir den Läufer vertreiben: 2. Kg8! d5 3. Kh7 Lf8 4. Kg8 La3 5. Kf7 Lb2 6. Ke6 und nun geht der d-Bauer endgültig verloren, da er nicht nach d4 ziehen darf, wo er die Diagonale des Läufers blockieren würde, der unseren g-Bauern aufhalten muss.

6. Türchen

Spasski - Averkin, UdSSR 1937

06.12.2021

Da Nikolaus ist, gibts auch mal eine etwas härtere Nuss zum Knacken - zumindest habe ich beim erstmaligen Betrachten der Stellung die Lösung nicht gefunden. Spasski konnte in der vorliegenden Stellung seinen aufgebauten Stellungsaufbau durch einen hübsche Kombination auch in Messbares ummünzen. Kleiner Hinweis an der Stelle: g7 ist augenscheinlich nicht nur der Dreh- und Angelpunkt in der Partie, sondern auch ein schwacher Punkt, aber bekanntermaßen langt ein schwacher Punkt in der Regel nicht aus - oder doch?

Türchen Nr. 6 - Weiß am Zug

Lösung

Obwohl die weißen Figuren augenscheinlich sehr aktiv stehen und schon gefährlich auf den schwarzen König und insbesondere den schwachen Punkt g7 schielen, geht dort nichts direktes. 1. Txg7+ scheitert an fehlender Unterstützung, die nicht rechtzeitig nach dem Turmopfer herangeführt werden kann. Auch der Springerabzug 1. Sd5 scheitert schnell an der einfachen Abwicklung 1. ... Dxe1+ 2. Txe1 exd5 und 3. Txe7 geht nicht wegen 3. ... Tf6! und der weiße Läufer geht zwingend wegen Mattdrohungen auf der Grundreihe verloren.

Eine Schwäche bzw. ein schwacher Punkt reicht eben nicht aus. Es bedarf einer zweiten, die wir am Damenflügel finden. Die schwarze Dame, sowie der schwarze Turm auf b6 stehen in der selben Diagonale a5-d8 und können dort über c7 aufgespießt werden von unserem Läufer. 1. Lc7 erzwingt 1. ... Txc7, was den Turm nach c7 lockt und einen Doppelangriff zulässt: 2. De5 und jetzt gewinnt Weiß die Qualität wegen gleichzeitiger Mattdrohung auf g7.

5. Türchen

Börgström, Tidskrift för Schack, 1956

05.12.2021

Weniger ist mehr, heißt in diesem Fall mit weniger Figuren wird es komplizierter. Und Damenendspiele sind wohl die kompliziertesten, daher gibt es kurz vor Nikolaus im 5. Türchen ein solches mit der Aufgabenstellung: "Weiß am Zug gewinnt!". Viel Spaß.

Türchen Nr. 5 - Schwarz am Zug

Lösung

Trotz der zersplitterter Bauern und dem (scheinbar) inaktiveren, weil weiter weg vom Geschehen stehenden König kann Weiß hier durch die richtigen Züge gewinnen. Abermals wird die unglückliche Aufstellung der schwarzen Figuren dem schwarzen Monarchen zum Verhängnis.

1. Dc3 droht schlicht und ergreifend Matt auf e3. Nach 1. ... Dxf3 2. Dc1+! Ke4 3. Dc4# findet sich allerdings Schwarz mitten auf dem Brett in einem Matt wieder.
Auch 1. ... Kg5 vermeidet zunächst das Matt auf e3, aber dann baut Weiß eben um: 2. f4+ und die wählbaren Varianten lauten:
1) 2. ... Kxf4 3. De3#
2) 2. Kh6 3. Dh8#
3) 2. Kh4 3. Dg3#

4. Türchen

Mortensson - Karlsson, Esbjerb 1988

04.12.2021

Das 4. Türchen erklärt sich von selbst, steht ja auch drunter was zu tun ist. Schwarz am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 4 - Schwarz am Zug

Lösung

Weiß hat am Königsflügel alles aufgezogen und kann die Initiative mittels Tg3 an sich reißen, so jedenfalls seine Drohung. Doch Schwarz ist dran und lässt Weiß gar nicht zum Atmen kommen, es "räumt" regelrecht:

1. ... Txf3!. Dieses Räumungsopfer ist der Start und beseitigt gleichzeitig einen potentiellen Verteidiger für den König. Ja, für den König! Denn Schwarz hat es auf den weißen Monarchen abgesehen. 2. Txf3 (oder 2. gxf3) 2. ... Sb4 (erneute Räumung, um den Weg für den Läufer auf d7 frei zu machen) 3. axb4 La4 mit unabwendbaren Mattdrohungen, da das Feld c2 nicht zu decken ist.
1) 4. Kd1/d2 Dxc2+ 5. Ke1 Dd1#
2) 4. Kb1/b2 Dxc2+ 5. Ka1 Lb3 nebst 6. ... Da2#, egal was Weiß zieht.
Karlsson ließ sich diese Chance leider entgehen.

Weihnachtsfeier der Kinder und Jugendlichen

Weihnachtsturnier erfolgreich

03.12.2021

Wie bei vielen anderen stand in der nahen Weihnachts- und Adventszeit auch bei unseren Kindern und Jugendlichen die Weihnachtsfeier an, die heute Abend mit einem von Roland und Torsten organisierten Weihnachtsturnier stattfand. Teilgenommen haben insgesamt 8 Mitspieler, deren Partien unter den interessierten Blicken mehrerer Zuschauer gespielt wurden.

Den Spielern wurden jeweils 10 Minuten Bedenkzeit gegeben und das Teilnehmerfeld nach Spielstärke in zwei Gruppen aufgeteilt. In der einen Gruppe durften sich Lev und Kiril mit drei Erwachsenen Mitstreitern (Anatoli, Julianna und Toni) messen, während in der zweiten Gruppe Makar, Tina und Elias um den ersten Platz kämpften.

Das Weihnachtsturnier war ein schöner Erfolg und eine gelungene Abwechslung zum sonst reinen Training - und gewonnen hat auch jeder was! Die Ergebnisse sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Stimmung den unten angefügten Bildern.

Vielen Dank an Torsten und Roland für das Organisieren und Ausrichten!

Gruppe A
Spieler 1 2 3 4 5 6 Punkte Platz
Makar   1 1   1 1 4,0 1.
Elias 0   1 0   0 1,0 2.-3.
Tina 0 0   0 1   1,0 2.-3.
Gruppe A
Spieler 1 2 3 4 5 6 Punkte Platz
Lev   0 1 0 1   2,0 3.-4.
Kiril 1   1 0 0   2,0 3.-4.
Anatoli 0 0   0 0   0,0 5.
Julianna 1 1 1   ½   1.
Toni 0 1 1 ½     2.
Weihnachtsturnier

Weihnachtsturnier Weihnachtsturnier Weihnachtsturnier

3. Türchen

Schlagkräftige Kombination

03.12.2021

Nahtlos geht es weiter, das Türchen Nr. 3 wird geöffnet. Hinter diesem befindet sich heute eine Stellung aus einer meiner Partien. Schwarz konnte sich vermeintlich gut entwickeln und wäre mit der Entwicklung nach bspw. Sd7 auch fertig ohne Probleme. Aber in der vorliegenden Stellung konnte ich zu einem vorteilhaften Schlag ausholen. Wie lautet also die beste Fortsetzung für Weiß?

Türchen Nr. 3 - Weiß am Zug

Lösung

Die schwarzen Figuren sind leider nicht alle ausreichend gedeckt und es gibt einige Schwächen. Der Läufer auf f6 ist nicht gedeckt, der halbe Damenflügel steht noch unentwickelt auf der Grundreihe, daneben ist die Diagonale a8-d5 schwach. Das alles kann man zusammen, wenn man schnell ist, ausnutzen. Den Start macht

1. Sxd5. Das Springeropfer ist auf den ersten Blick nicht ganz naheliegend. Aber jede der möglichen Varianten klappen problemlos. Starten wir mit der Frage, was passiert wenn Schwarz einfach den Springer nimmt?
1) 1. ... exd5 2. Txc8+ Lxc8 3. Dxd5 mit Angriff auf den Turm a8, den wir zwingend gewinnen. Im Tausch dafür verlieren wir zusätzlich noch den Läufer auf b5, aber Schwarz kann seine beiden Figuren auf b8 und c8 nicht beide retten, wenn wir mit der Dame auf a8 gelandet sind. Heißt in der Summe bekommen wir die Qualität plus einen Bauern, das ist entscheidender Materialvorteil.
2) Es kann auch erst ein Turmtausch auf c1 erfolgen, dann tauschen wir aber mit Schach auf f6: 1. ... Txc1 2. Sxf6+ Kg7 3. Se8+ Kf8 4. Txc1 und das Schlagen auf b5 wird durch die nachfolgende Springergabel auf c7 neutralisiert: 4. ... Dxb5 5. Dxb5 Lxb5 6. Sc7 Lc6 7. Txc6 Sxc6 8. Sxa8 - Weiß hat eine Figur mehr.
3) Wenn Schwarz jetzt nicht den Springer nimmt und auch nicht auf c1 Türme tauscht, bleibt nicht viel übrig. 1. ... Dxb5 2. Dxb5 Lxb5 scheitert an dem ungedeckten Turm auf c8 3. Txc8+ Kg7 4. Sc7. Bleibt unterm Strich nichts weiter, als den Bauern auf d5 abzuschreiben und mittels 1. ... Ld8 das Feld c7 zu decken und gleichzeitig den schwarzfeldrigen Läufer zu retten. Dann spielt Schwarz aber dauerhaft mit einem Bauern weniger.

2. Türchen

Studie von 1944

02.12.2021

Hinter dem heutigen, zweiten Türchen verbirgt sich eine Studie aus dem Jahre 1944. In der vorliegenden Stellung ist Weiß am Zug und gewinnt.

Türchen Nr. 2 - Weiß am Zug

Lösung

König und Dame des Schwarzen stehen sehr ungünstig, doch ist der Lösungsweg nicht direkt ersichtlich. Man nutzt im Endeffekt den Raummangel des Königs mit Zugzwang aus:

1. Te6+ erzwingt 1. ... Kxe6 da 1. ... fxe6 an 2. Sg6+ scheitert. Auch das Ausweichen des Königs nach d8 verliert die Dame, diesmal durch die Springergabel auf f7 2. Sxf7+. Noch kürzer wird die Variante nach 1. ... Kf8, denn dann folgt 2. Sd7#.
Wir merken uns, dass für den schwarzen König die Felder d6 und d8 tabu sind wegen folgenden Springergabeln, die Schach bieten und die Dame angreifen. Aber nun gut, weiter mit der Hauptvariante. 2. d5+! Ke7 (einziges Feld) 3. d6+ Ke8 4. d7+! Ke7 5. d8D+ und nun wird Schwarz zu Kxd8 und damit auf ein verbotenes Feld für den König gezwungen oder 5. ... Dxd8 6. Sc6+ und Weiß steht nun vollkommen auf Gewinn. Es bleiben zwei Bauern gegen zwei Bauern plus ein weißer Läufer.
Allerdings hat Schwarz noch eine kleine Finte im Köcher. Nach 3. d6+ kann Schwarz auch nach f8 ausweichen und der weiße Freibauer geht nicht mit Schach, also mit Tempo weiter vor. Daher zieht man hier 3. ... Kf8 4. g6!, deckt seinen eigenen Läufer und sperrt die Dame hinter dem König ein. Wird der g-Bauer geschlagen, haben wir die Springergabel über g6. Schlägt man nicht, droht Weiß einfach mittels Sf7 die Dame zu gewinnen. Also bliebe nur mittels 4. ... Ke8 in die bereits besprochene Hauptvariante überzuleiten: 5. d7+ nebst den gezeigten Varianten.

Adventskalender ist zurück!

Heute erstes Türchen

01.12.2021

Letztes Jahr gut angekommen und in Lockdownzeiten immerhin ein kleiner Lichtschweif, so ersetzt er auch dieses Jahr hoffentlich etwas die Sehnsucht nach Schach. Der Adventskalender meldet sich mit dem ersten Türchen zurück, wie schnell doch die Zeit vergeht...

In der vorliegenden Stellung hat Weiß gerade eine Mattdrohung aufgebaut. Doch es ist Schwarz, der mit einem Konter die Partie beendet. Schwarz am Zug setzt Matt!

Türchen Nr. 1 - Schwarz am Zug

Lösung

Der Verbund von Springer und schwarzer Dame machen dem weißen König den Gar aus. Den Start macht natürlich das Schach auf f3 durch die Dame 1. ... Df3+. Danach hat Weiß die Wahl zwischen den Feldern f1, h3, h2 und g1. Der Variantenbaum gliedert sich wie folgt:

1) 2. Kf1 Dh1#, der Springer deckt das letzte Fluchtfeld e2 ab.
2) Aus der Bauernstellung rauslaufen bringt auch nichts: 2. Kh3 Dh1+ 2. Kg4 h5#
3) 2. Kh2 Dxf2+ 3. Kh1 Df1+ 4. Kh2 Sf3# oder nach 3. Kh3 Df1+ 4. Kg4 h5+.
4) Nach 2. Kg1 muss der Springer rangeführt werden. 2. ... Se2+ 3. Kf1 Sxg3+ 4. Kg1 Dh1# bzw. 4. Ke1 De2# oder 3. Kh2 Dxf2+ nebst Matt auf g1 oder g3.

Erster Spieltag abgesagt

Runde vom 05.12. durch Bezirk abgesagt

28.11.2021

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, Zahlen und Maßnahmen bezüglich der Coronapandemie sagt der Bezirk (und teilweise die darüber liegenden Verbände und Spielklassen ebenfalls) den für den 05. Dezember geplanten ersten Spieltag ab und möchte ihn, sofern möglich, im Frühjahr 2022 nachholen.

Die Meldung mit einer ausführlichen Erklärung von Holger Bergmann findet sich auf der Website des Bezirks.

Erneute Änderung des Hygienekonzeptes

Gültig ab 25.11.2021

25.11.2021

Mit erneut schärferen Maßnahmen müssen auch wir unser erst kürzlich aktualisiertes Hygienekonzept nochmals verschärfen.
So gilt ab heute für den Verein und dessen Trainings- sowie Spielbetrieb die 2G-Regel. Es dürfen nur noch nachweislich Geimpfte oder Genesene zum Training erscheinen. Darüber hinaus besteht durchgehend eine Maskentragepflicht in den Räumen des Glöckelchens während des Trainings.

Das Kinder- und Jugendtraining bleibt hiervon glücklicherweise soweit unberührt, dass es mit den Aktualisierungen von vor 2 Wochen weiterlaufen kann. Kinder unter 6 Jahren brauchen auch keine Maske tragen.

Schach- und Quiztreff

Sebastian Jacoby als Gast

23.11.2021

Die Frankfurt University of Applied Sciences bietet bereits seit 2011 einen Schach- und Quiztreff unter der Leitung von Simon Klein an, bei dem ich selbst schon einige Male mitgemacht habe. Nun steht etwas Besonderes an: Der aus dem Fernsehen bekannte "Jäger", mehrfache deutsche Quizmeister und Curler Sebastian Jacoby kommt nach Frankfurt, um am Samstag, 4. Dezember 2021, einem "bunten Quiz-Nachmittag" beizuwohnen. Wer dabei sein möchte und sich ggf. traut, einmal den "Quizgott" herauszufordern, sollte sich zeitnah beim Organisationsteam unter schach-quiz@fra-uas.de unter dem Betreff "Anmeldung Jäger & Gejagte" anmelden. Für diese Veranstaltung gilt die 2G-Regel. Bitte seid deshalb pünktlich und haltet vor dem Zugang in den Raum entsprechende Nachweise zur Kontrolle durch den externen Sicherheitsdienst bereit.

Neues Hygienekonzept

Gültig ab 15.11.2021

19.11.2021

Weihnachtsblitz am 10.12.2021

Mitglieder stimmen über Termin ab

15.11.2021

Die Mitglieder des Vereins haben über den Termin der diesjährigen Weihnachtsfeier abgestimmt und es der 10. Dezember geworden. Somit laden wir hiermit alle Mitglieder zum Weihnachtsblitz 2022 - ab 20 Uhr - ein.

Das Turnier bildet den Abschluss der zusammengefassten Vereinsmeisterschaften von 2019/20 und 2020/21, nach dessen Abschluss wir die Vereinsmeister kühren können.

Wir hoffen trotz der neuen, verschärften Maßnahmen auf rege Teilnahme.

Neues Hygienekonzept

Verordnung des Landes Hessen

14.11.2021

Leider zwingt uns die neue Verordnung des Landes Hessen zur Eindämmung des Covid-19 Viruses weitere Beschränkungen für den Spielbetrieb vorzunehmen. So dürfen ab sofort nur noch Personen am Spielabend erscheinen, die vollständig geimpft, nachweislich genesen oder mittels PCR-Test (nicht älter als 48h) negativ getestet sind.

Das Kinder- und Jugendtraining ist davon nicht allzu hart betroffen wie das Erwachsenentraining. Beim Kinder- und Jugendtraining muss lediglich der Nachweis einer Reihentestung von der Schule ("Testheft") vorgelegt werden.

In den kommenden Tagen wird auch noch unser daran angepasstes Hygienekonzept veröffentlich werden. Weiter Infos bis dahin erhält man auf der Seite des Landes Hessen.

Blitzturnier mit Rekordteilnahme

13 Mann spielen Novemberblitz aus

06.11.2021

Rekordverdächtige 13 Blitzlustige waren gestern bei der Novemberausgabe des Monatsblitz dabei, um kurz vor Schluss der zusammengelegten Vereinsmeisterschaften von 2020 und 2021 noch einige Punkte für die Gesamtwertung zu ergattern. Nach 13 langen Runden konnte Steffen mit voller Punktzahl sich hauchdünn vor Roland mit 11 Punkten die Krone aufsetzen. Kosto spielte ein sehr starkes Turnier und wurde verdient 3. bei 8½/12 Punkten.

Während sich an der Spitze der Gesamttabelle wenig geändert hat (und ich nehms vorweg, da wird auch das Weihnachtsblitz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts mehr ändern), gab es doch ein paar Sprünge und Überholmanöver.

Novemberblitz 2021 Novemberblitz 2021

Zimmner Jubiläumsopen

Ein Bericht aus Sicht des Vereins

19.10.2021

Weiterführende Infos | Ergebnisse | Bilder zum Turnier

Wo fange ich am besten an. Es gibt so viel zu sagen, so viel zu berichten. Ich habe das ganze selbst noch nicht ganz so verarbeitet, was war das ein einmaliges Wochenende, ein einmaliges Schachfestival! Ich versuche trotzdem meinen Gedanken und Gefühlen etwas Struktur zu geben und auch eine sachliche Einordnung der sportlichen Ergebnisse zu geben, in der Hoffnung dem Anspruch auf Vollständigkeit gerecht zu werden. Nun gut, steigen wir mal ein!

Ein grober zeitlicher Umriss
Zunächst mal sprechen wir grob über alles in chronologischer Reihenfolge. Ich erinnere mich noch an die Jahreshauptversammlung 2019, bei der ich das erste mal unser 100 jähriges Jubiläum ansprach und andeutete, dass wir da was großes aufziehen sollten. Ruckzuck waren die ersten Ideen da, ein Simultanwettkampf, ein Schaukampf auf dem roten Platz oder ein Turnier, aber welche Form und wie lange? Da noch viel Zeit bis 2021 war wurde einfach der Vorstand mit der weiteren Planfindung beauftragt und das Thema ruhte erst mal ein ganzes weiteres Jahr bis sich dann folgendes herauskristallisierte:
Es sollte ein großes Turnier geben mit langer Bedenkzeit, über mehrere Tage und so vielen Teilnehmern wie möglich, ausgelegt für insgesamt 100, mindestens aber 50 Teilnehmer eingeplant, und hauptsächlich an die umliegenden Vereine gerichtet. Die detaillierten Bedingungen wie Zeitmodus, Rundenzahl, Auswertung, Preisfonds und und und waren da immer noch nicht klar, aber bei der nächsten Jahreshauptversammlung wurde wiederum eifrig darüber diskutiert, ob man so einer dann selbst aufgebürdeten Aufgabe gewachsen sei. Auch die Frage der Finanzierung war ein kritischer Punkt, denn es waren sich die Mitglieder darüber einig, dass der Verein keinesfalls finanziellen Schaden von der wie auch immer aussehenden Jubiläumsveranstaltung nehmen sollte oder "was drauflegt". Zu viele mahnende Beispiele aus den umliegenden Vereinen, die Jubiläen mit Großmeistereinladungen oder ähnlichem gefeiert haben und kaum Resonanz erzeugen konnten, waren dafür bekannt. Nichts destotrotz entschieden wir uns daran festzuhalten, ein richtiges großes Schachopen zu veranstalten.
Und los ging es mit den Vorbereitungen: Regelmäßige Vorstandssitzungen zur Ausgestaltung der Modalitäten, Entwurf der Ausschreibung, Sponsorenfindung, Bereitstellung und Pflege einer Turnierwebsite, gefüttert mit allen Infos die es braucht, Werbung für das Turnier und umso wichtiger die Taufe auf "Zimmner Jubiläumsopen". So nahm es seinen Anfang...

Die Finanzierung
Die Finanzierung des Turniers sollte wie von den Mitgliedern auf der Versammlung abgesprochen durch Sponsoren und Förderungen erzielt werden. Und so habe ich mich ab Juni 2020 auf die Suche gemacht und insgesamt rund 180 Unternehmen, Amtsträger und andere Organisationen kontaktiert und um eine Spende für unser geplantes Vorhaben gebeten. Die ab Anfang 2020 eingetretene Coronapandemie ließ zwar auch die Sponsorensuche schwieriger werden, wie übrigens die gesamte Planung des Turniers, aber das hielt die schlussendlich gefundenen Sponsoren nicht davon ab unser Jubiläum zu fördern. 100 Jahre wird man ja auch nicht alle Tage, das ist schon was ganz besonderes. Glücklicherweise waren die versprochenen oder gar schon eingegangenen Fördersummen groß genug und die Sponsoren so zahlreich, dass die Planung nahezu sorgenfrei fortgesetzt und guten Gewissens an die Durchführung des Turniers geglaubt werden konnte.
Lange vor dem Turnier war dann auch klar, dass das so oder so ein finanzieller Erfolg für den Verein wird, also in der Hinsicht, dass wir wie geplant nichts drauflegen mussten.

Die restliche Planung vorab
Die vergangenen Monate über kamen all die kleineren Steine im großen Mosaik, die aber auf dem Weg zum Turnier von besonderer Bedeutung waren: Die Inbetriebnahme der Turnierwebsite, das Werben für unser Turnier durch Mundpropaganda, Flyer, Plakate, persönlich versendete Einladungen und Telefonate. Die Anmietung der als Spielort fungierenden Mehrzweckhalle, Suche nach Spielmaterial, Schiedsrichtern, der ganze Bürokratismus mit der Anmeldung des Turniers bei der FIDE und dem DSB zwecks Auswertung, ständige Kommunikation mit den sich anmeldenden Teilnehmern, Präzisierung der "groben Handarbeiten" bei Veranstaltungsbeginn und nochmals wöchentlich stattfinden Vorstandssitzungen und Absprachen dürfen in der Aufzählung ebenso nicht fehlen. Dazu muss man sagen, dass nahezu die ganze Planung innerhalb des harten Lockdowns von November 2020 bis Juni 2021 erledigt werden musste. Im Sommer noch war es nicht ganz klar, ob das Turnier stattfinden kann und wird, da die Coronalage immernoch nicht aus der Welt war und das Damoklesschwert eines vielleicht ab Herbst wieder beginnenden Lockdowns allzeit über dem Turnier hing. Bekanntermaßen trat dieser Fall nicht ein und die Zeichen standen dann urplötzlich ganz klar auf das wird was und kann stattfinden.

Die unmittelbare Phase vor dem Turnier
Die letzten Wochen und Tage vor dem Turnier ging es heiß her, immer mehr Kommunikation mit allen Schnittstellen war zu leisten, kurzfristige, den Verlauf stark beeinflussende Ereignisse und auftretende Probleme mussten zackig und adäquat gelöst werden. Beispielhaft sei hier der kurfristige Ausfall unseres Hauptschiedsrichters Holger Bergmann genannt, oder die Beantragung der fehlenden FIDE-IDs von vorangemeldeten Teilnehmern. Gleichzeitig mussten Werbemittel und das ganze Spielmaterial, Essen und Getränke abgeholt werden. Der Ausschnitt der aktualisierten Chronik, den wir während dem Turnier ausgestellt haben, beschäftigte mich bis Freitagmorgen kurz vor Turnierbeginn! Auch das Jonglieren mit den vielen An- und wieder Abmeldungen kostete einiges an Nerven, motivierte aber zeitgleich auch wieder alles zu geben, um den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, die soviele uns und unserem Turnier gaben.

Das Turnier
Nun kommen wir endlich zum Turnier selbst. Angefangen am Donnerstag mit dem Aufbau der Mehrzweckhalle. Der ganze Abend lief vorbildlich ab. Jeder war bis in die Haarspitzen motiviert nun die ganzen Ideen und Pläne 1a umzusetzen und das ganz große Ding draus zu machen. Nach schlappen 2 Stunden war der Wandel von der Mehrzweckahlle zum Schachtempel vollzogen, es fehlte nur noch an Kleinigkeiten wie Ausdrucke der Preisliste und ähnlichen Kleinigkeiten. Dann durfte jeder noch einmal schlafen um hoffentlich frisch der Feuertaufe entgegen zu treten.
Freitags fanden wir uns dann alle in der Halle ein und empfingen nach und nach die mitspielenden Schachfreunde. Ich selbst schmiss mich dem Anlass gebührend in Schale, wie auch jeder von uns schon stolz die neuen Polohemden anhatte. Und mit jeder Person mehr in der Halle und jeder vergangenen Minute wuchs meine Anspannung und Nervosität ins unermessliche. Viele bekannte Gesichter freuten sich auf ein lang ersehntes Wiedersehen und viele schöne Gespräche entspannen sich zwischen mir, den Gästen und allen Schachfreunden. Die Stimmung konnte an diesem Freitagabend nicht besser sein und dann kam noch die Meldung von Torsten und Fabian, unserem Schiedsrichter, dass tatsächlich alle 100 vorangemeldeten da wären um mitzuspielen. Wahnsinn! Wir haben es tatsächlich geschafft das Turnier voll zu kriegen. Nachdem die Finanzierung schon so gut lief, der Aufbau ein Klacks war, nun das. Ab diesem Zeitpunkt war eigentlich klar, das Ding muss ein Selbstläufer werden. Als dann die Auslosung draußen war und auch die Ehrengäste zur Eröffnung begrüßt werden konnten, ging es endlich los. Man war ich nervös bei der Eröffnungsrede. Und die wartenden Schachfreunde an ihren Brettern bestimmt ebenso! Mir selbst kribbelte es ja förmlich in den Fingern, selbst am Turnier teilzunehmen und endlich wieder Schach zu spielen. Man kann das als nicht Schachbegeisterter gar nicht nachvollziehen oder begreifen, welches innere Beben in einem dabei vorgeht.
Doch so schnell wie dann doch alles zum geplanten Termin zusammenlief, so schnell gingen drei phänomenale Turniertage ohne große Probleme, aber dafür mit allem, was ein Schachturnier ausmacht, wie im Flug vorüber. Es gab klasse Partien, grobe Patzer, geniale Züge, die solchen Turnieren eigene "Stille", bei der man Stecknadelköpfe trotz gefüllter Hallen fallen hören kann, das Mitfiebern bei allen Vereinskollegen, den Dramen am Brett und vieles mehr. Ich persönlich muss selbst noch viele gewonnene Eindrücke des Wochenendes verarbeiten und realisieren. Ich bin jetzt immer noch überwältigt von der Veranstaltung, die meinen kühnsten Träumen gleichkommt. Vom Verlauf, von der riesigen Resonanz, den vielen netten Gesprächen mit allen und dem schmerzlich vermissten Gefühl inmitten etwas ganz großem zu sein, trauere ich seit dem letzten Wort bei der Siegerehrung dem Turnier nach. Es hat mir die ganze Organisation im Vorfeld, die Durchführung, das Mitspielen und selbstverständlich die Zusammenarbeit mit euch allen riesig Spaß gemacht. Ich habe es auf der Jahreshauptversammlung gesagt, ich sage es hier nochmal. Das Turnier haben wir in erster Linie für das Jubiläum und unseren Verein gemacht. Und der Verein, na das sind wir alle selbst, also haben wir uns selbst mit dem Turnier das größte Geschenk gemacht und sollten das, trotz der Mühen und dem Stress auch so sehen, als Geschenk an uns selbst. Ich kann mich abschließend nur wiederholen. Man war das ein Wochenende, ein Meilenstein in der Geschichte des Vereins, eine riesen Gaudi! Ich bin sehr stolz, Teil dieser Geschichte und dieses Vereins zu sein!

Das sportliche Abschneiden der Mitglieder
Und nach langem Schwelgen in meinem Gedächtnis, meiner Gedanken- und Gefühlswelt will ich euch über unser sportliches Abschneiden berichten.
Von uns haben insgesamt 12 Leute mitgespielt. Also ein Großteil der Aktiven von uns, eine wie ich finde stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass es auch Leute dauerhaft im Hintergrund braucht, die sich um das Drumherum kümmern und das Turnier am Laufen halten. Besonders gefreut hat mich die Teilnahme von Lev und Jonas, die beide ihr erstes Turnier und die ersten Wettkampfpartien überhaupt spielten. Ich denke vor allem für die beiden war das Turnier ein idealer Einstieg in das Turnierschach, auch wenn es sowohl für Lev und Jonas trotz teilweise stolzer Leistungen am Brett zu keinen Punkten reichte (Jonas hatte dazu noch das Unglück einmal spielfrei zu bekommen, als sich einige andere Spieler für Runde 3 entschuldigen ließen). Dementsprechend erhalten beide auch noch keine DWZ oder ELO, aber die wird bald noch kommen, spätestens wenn die Saison rum ist, so sie denn wie erhofft anläuft.
Seit noch längerer Zeit als wir alle anderen mal wieder am Brett war auch Jessica, die nichts verlernt hat und trotz sehr starker Gegner auf 1½ Punkte kam. Das machte sich auch durch den Gewinn des 3. Platzes der Damenwertung bezahlt. Wie Jessica kam auch Siggi auf 1½ Punkte. In der ersten Runde noch unglücklich durch ein nicht ausgeschaltetes Handy verloren, kam er immer besser ins Turnier und beendete nach schweren Kämpfen gegen besser Gegner nur mit einem leichten Minus von 7 DWZ-Punkten das Turnier.

Einen durchwachsenen Turnierverlauf erlebten Kosto und Harald, die beide ihre PS nicht ganz aufs Brett bringen konnten und mit 2 Punkten das Turnier abschlossen. Während Kosto viel unter seiner Nervosität litt und mit 16 verlorenen DWZ-Punkten noch leben kann, tun die verspielten 54 Punkte von Harald schon weh. Damit rutscht er unter die 1600er Marke, hat damit aber einen weiteren Motivationsgrund für die kommende Saison!
Bei Paul, der sich große Hoffnungen auf den Gewinn seiner Ratingklasse gemacht hatte, reichte es schlussendlich dank überstarker Gegner leider nicht zu einem Preisrang. 2 geholte Punkte und ein weiteres DWZ-Plus in Richtung 1600 lassen sich aber sehen. Torsten erging es ähnlich, 2 Punkte geholt und dabei teilweise viel zu starke Gegner gezogen sind trotzdem beachtlich. Für ihn hat es dann auch für den Gewinn des 3. Platzes der Ratinggruppe 1500-1301 gereicht.
Dieter erreichte mit ebenfalls 2 erspielten Siegen den 67. Platz. Das macht für ihn ebenfalls nur ein leichtes DWZ-Minus von 12 Punkten. Erwähnenswert ist hier noch, dass er gleich in der ersten Runde Jonas als Gegner zugelost bekam, mit dem er sehr lange zäh um den Punkt ringen musste, wobei er aber schlussendlich den Sieg klar machen konnte.
Roland holte starke 4 Punkte aus 5 Partien und war mit dem 10. Platz in der Gesamtwertung auch noch in der Top Ten vertreten. Das brachte ihm auch klar vor der Konkurrenz den Sieg in der Seniorenwertung ein. Seinen einzigen Verlustpunkt gab er Dominik ab, der ebenso ein bockstarkes Turnier spielte. Leider patzte er in der letzten Spielrunde am dritten Brett unglücklich und verlor die Partie, sodass er höchst unverdient "nur" 13ter wurde und leider keinen Preisrang erreichte. Mit einem Remis oder gar einem Sieg im letzten Spiel wäre der Sprung unter die Hauptpreise sicher gewesen. Trotzdem sind 3½ Punkte in Anbetracht der Gegner mehr als respektabel, was sich auch im gemachten DWZ-Plus von 34 Punkten und der ELO-Einstiegswertung von 2089 wiederspiegelt.
Bester Groß-Zimmner, und damit leider auch erster Verlierer, wurde ich mit 4 Punkten. Nachdem ich durschschnittlich 4½h seit Donnerstag über das Turnier geschlafen hatte, konnte ich, auch dank meiner Gegner, doch bis in die letzte Runde um den Turniersieg spielen. In einem Herzschlagfinale, bei dem ich lange Zeit erst besser, aktiver stand, dann noch länger klar auf Gewinn gegen meinen bis in Runde 5. ebenso verlustpunktfreien Gegner, schmiss ich die Partie mit zu viel verbrauchter und weiter schwindender Bedenkzeit komplett weg und landete auf dem 4. Platz. Schade! Das wäre die absolute Krönung des Jubiläums geworden, aber man kann wohl doch nicht alles haben.

Aus sportlicher Sicht war das Turnier für die meisten von uns gefühlt mehr durchwachsen als erfolgreich, aber ich denke der Gedanke den Verein würdig zu vertreten steht hierbei mehr im Vordergrund und das haben wir. Allein schon als zahlenmäßig am stärksten vertretener Verein und gleichzeitig Ausrichter so viele Spielleute stellen zu können und am Turniersieg mitgewirkt zu haben, beweist das. Im Idealfall hätten Dominik und ich unsere beiden letzten Partien gewonnen und die ersten beiden Plätze ergattert. Trotzdem bin ich mit euren Leistungen zufrieden und das solltet ihr auch sein, immerhin lastete auf allen Schultern der Druck als Gastgeber!

Rangliste:  Stand nach der 5. Runde 
Selektion: Verein: SC Groß-Zimmern
Rang Teilnehmer TWZ S R V Punkte Buchh SoBerg DWZ neu Diff
4. Heß,Steffen 2072 4 0 1 4.0 18.0 13.00 2079 7
10. Rühm,Roland 2024 4 0 1 4.0 13.5 10.00 2019 -5
14. Leiter,Dominik 1824 3 1 1 3.5 18.0 11.50 1858 34
59. Terre,Paul 1503 2 0 3 2.0 13.5 4.00 1522 19
63. Wöhl,Torsten 1321 2 0 3 2.0 12.5 2.00 1321 0
65. Ilievski,Kosto 1495 2 0 3 2.0 12.0 1.00 1479 -16
67. Rauck,Dieter 1684 2 0 3 2.0 11.5 2.50 1672 -12
78. Weber,Harald 1610 2 0 3 2.0 9.5 1.00 1556 -54
83. Scholz,Siegfried 1373 1 1 3 1.5 11.0 1.75 1366 -7
85. Wöhl,Jessica 1386 1 1 3 1.5 10.5 1.00 1347 -39
93. Ruland, Jonas   1 0 4 1.0 9.0 1.00 0 0
100. Cherniavskii, Lev   0 0 5 0.0 9.0 0.00 0 0

Zum Abschluss ein paar Worte...

Ein persönlicher Kommentar des Turnierleiters

19.10.2021

Liebe Schachfreunde!

Das Zimmner Jubiläumsopen ist nun beendet und ich möchte hier ein paar Abschlussworte zur Veranstaltung geben. Vorweg genommen war das Turnier für uns als ausrichtender Verein und (hoffentlich) alle Schachfreunde, Teilnehmer und Beteiligte ein riesen Erfolg! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht das Turnier zu organisieren, Sie alle zu empfangen, durch das Turnier zu leiten und selbst mitzuspielen.

Leider vergingen die drei Turniertage viel zu schnell, sodass ich persönlich jetzt schon dem Turnier etwas nachtrauere. Doch das soll aber keinesfalls eine triste Berichterstattung werden! Ganz im Gegenteil freut es mich, und da spreche ich auch für den gesamten Groß-Zimmner Schachclub, die nun folgenden Worte derart verfassen zu können.

Doch vorweg muss ich noch ein weiteres mal jedem, der das Turnier zu diesem Erfolg hat werden lassen, meinen allergrößten Dank aussprechen. Das fängt bei allen 100 Teilnehmern an, die durch vorbildhaften Sportsgeist und an den Tag gelegten Wettkampfcharakter dem Turnier seine einmalige Atmosphäre verschafft haben. Dass wir zu unserem 100sten Jubiläum auch die 100 Spieler vollbekommen haben, obwohl wir ein solches Event noch nie veranstaltet und uns so als Organisatoren vorab einen Namen gemacht haben, ist gelinde gesagt immer noch der Wahnsinn. Gepaart mit den immer noch widrigen Umständen für eine Veranstaltung dieser Größe, erfüllt es mich persönlich als leidenschaftlicher Turnierspieler auch mit einem gewissen Stolz, so viele gleichgesinnte Leute für die Teilnahme gewonnen zu haben. Gerade der Wunsch aller Schachfreunde mal wieder eine Partie Schach gegen echte Gegner unter Wettkampfbedingungen zu spielen, kam in den Partien und den vielen Gesprächen mit euch mehr als deutlich heraus und trägt so ein Turnier auch maßgeblich mit. So kamen - und das verdient auch meinen allergrößten Respekt - Spieler von sehr weit her, nur um mit uns unser Vereinsjubiläum schachlich zu feiern. Aus Bremen, Leipzig, Erlangen und vielen anderen weit entfernten Orten durften wir euch zum Turnier begrüßen. Solche Distanzen legt man aus meiner Erfahrung nur für etablierte Topturniere, wie dem Grenke Chess Open bspw., zurück, die dem geneigten Schachspieler viel mehr bieten können, als unser vergleichsweise kleines Jubiläumsopen. Dass das bei uns nun auch so war, spricht Bände über die Vorschusslorbeeren, die ein jeder von euch uns geschenkt hat. Ich hoffe, dass wir niemanden enttäuscht, sondern vielmehr begeistert haben oder zumindest ein angenehmes Turnier bieten konnten.

Darüber hinaus möchte ich auch unseren Sponsoren nochmals mein herzlichstes Dankeschön aussprechen, denn ohne die Förderung und das Sponsoring des Turnieres hätten wir das Zimmner Jubiläumsopen nie durchführen können. Diese größzügige Unterstützung ist wiederum mit Hinblick auf alle immer noch herrschenden Widrigkeiten der Covid-19-Pandemie alles andere als selbstverständlich gewesen, leiden eben auch viele der sonst dem sozialen Engagement verschriebene Unternehmen, Amtsträger und Förderer kultureller sowie sportlicher Events unter der pandemischen Lage mit. Ebenso die Gemeinde Groß-Zimmern, die uns trotzdem grünes Licht für die Veranstaltung und die ortsansässige Mehrzweckahlle als überaus attraktiven und geeigneten Veranstaltungsort gegeben hat.

Dankesworte gebühren auch unserem Schiedsrichter Fabian Czappa, der das Turnier ohne Problem souverän und mit entspannter Leichtigkeit geleitet hat. Ohne sein Wirken, das für Schiedsrichter typischerweise eher im Hintergrund stattfand, wäre es mir persönlich als Turnierleiter auch nicht möglich gewesen, selbst am Spielgeschehen teilzunehmen und diese einmalige Gelegenheit zu nutzen, meinen Verein zu seinem Jubiläum sportlich zu vertreten. Das hat mir ebenfalls unser zweiter Schiedsrichter Holger Bergmann durch ständigen Rat und Hilfe ermöglicht, auch wenn es ihm leider kurzfristig nicht möglich war in persona vor Ort zu sein. Zu erwähnen ist hier auch der Verein der beiden, das Schachforum Darmstadt, die uns einen Großteil des edleren, hölzeren Spielmaterials geliehen haben.

Auch alle Helfer und Vereinskollegen, die jedwede Dienste übernommen haben, sei es beim Auf- und Abbau, in der Vorbereitung oder Thekendienst, gebührt großer Dank. Ihr habt durch euren uneigennützigen Einsatz und Arbeitseifer auch maßgeblichen Anteil am Erfolg des Turniers und wart eine unersetzliche Säule, ohne die die ausgearbeiteten Ideen zur Gestaltung und Durchführung des Turniers sonst nicht umsetzbar gewesen wären.

Doch jetzt beende ich mein doch ausgeufertes Abschlusswort mit den besten Wünschen an euch, Gratulation an alle Gewinner und der Vorfreude auf ein Wiedersehen - vielleicht ja auch bei der nächsten Ausgabe des Zimmner Jubiläumsopen.

Steffen Heß
Turnierleiter Zimmner Jubiläumsopen

Torsten spielt Schnellschach

Demokratie Leben! veranstaltet Schnellschachturnier in Erlensee

10.10.2021

Am Samstag fand in Erlensee ein Schnellschachturnier (10 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie) unter dem Motto "Unsere Demokratie ist nicht schachmatt" statt. Organisiert und veranstaltet wurde das Turnier von "Demokratie leben!". Torsten war mit von der Partie und erreichte in 7 Runden respektable 4 Punkte, teilweise gegen sehr starke Gegner, was ihm den 5. Platz in der Gesamttabelle einbrachte.

Genauere Ergebnisse und Tabellenstände sollen wohl noch vom Veranstalter ins Internet gestellt werden. Ich habe bislang nichts zum Verlinken gefunden, reiche es aber nach, sobald ich was finde.

100 Teilnehmer zum Zimmner Jubiläumsopen!

Maximale Teilnehmerzahl erreicht

03.10.2021

Seit gestern ist es amtlich: Die maximale Teilnehmerzahl zum Zimmner Jubiläumsopen ist erreicht und zur Feier des 100 jährigen Bestehens des Schachclubs Groß-Zimmern 1921 e.V. werden 100 Leute in der Mehrzweckhalle spielen.

Es freut mich persönlich sehr, dass wir diesen Meilenstein nehmen konnten und das ganze seine mal angedachte Größe erreicht. Ich kann mich noch gut an die erste richtige Vorstandssitzung zum Jubiläumsopen vor einem Jahr erinnern, wo wir mal 50-60 Teilnehmer für realistisch betrachteten. Immerhin waren wir vorab noch nicht als Turnierveranstalter bekannt, geschweige denn erfahren. Dass wir trotzdem so viele Leute, teilweise mit über 450 km Anreise, ans Brett bringen können, hat meines Erachtens viele Gründe.

Der Hauptgrund scheint der sich nun nicht mehr bändigen zu lassende Wunsch zu sein, endlich wieder an einem Brett normal mit jemanden Schach zu spielen. Daneben herrscht selbstverständlich dank Corona immer noch ein Mangel an Turnieren und anderen Spielmöglichkeiten, sodass unser Turnier wohl auch einen gewissen Bedarf bedienen kann. Des Weiteren hat die Babenhäuser Stadtmeisterschaft 2021 und die währenddessen von mir aufgehängten Plakate und verteilten Flyer allerhand Spieler angeworben. Vor dem Turnier vor drei Wochen standen wir bei 48 Anmeldungen. Seitdem haben sich fast ausschließlich Schachfreunde von außerhalb des eigenen Bezirks angemeldet.
Ob das Turnier in seiner Austragungsart und das mit 32 Preisen insgesamt mehr in die Breite zielende Preisgeld größeren Einfluss und ausschlaggebende Attraktivität hatten, kann ich nicht ganz beurteilen. Einen gewissen Anteil davon an den Anmeldungen will ich aber nicht ausschließen. Hinzu kommen noch die über die Schachvereine bestehenden Freund- und Bekanntschaften der Schachspieler untereinander. Wenn ein benachbarter und vielleicht sogar befreundeter Verein eine derartige Veranstaltung macht, spielt man doch gerne mit. Zumindest trifft das auf mich persönlich zu.

Zum Schluss kann ich mich nur nochmal wiederholen, dass ich mich sehr darüber freue, welchen Gang das alles bislang genommen hat. Angefangen mit den trotz aller Widrigkeiten gefundenen Sponsoren, über die bisher sauber laufende Organisation bis zur Ausschöpfung der maximalen Teilnehmerzahl kann nur eine positive Zwischenbilanz gezogen werden. Die Chance, die sich uns hier mit den guten Vorzeichen bietet, müssen wir unbedingt nutzen um den Schachsport und unseren Verein gebührend in der Mitte der Öffentlichkeit darzustellen. Dafür bedarf es trotzdem noch einiges an Arbeit in den letzten zwei Wochen und während des Turniers. Dem sehe ich aber immer entspannter entgegen und freue mich schon auf unser drei Tage dauerndes Schachfest!

Saison 2021/22

Bezirk meldet sich zur kommenden Saison

30.09.2021

Über Umwege erreichte mich dann doch noch eine Infomail des Bezirks über die kommende Runde. Die Infos, die darin enthalten waren, will ich euch auch hier nicht vorenthalten und das wichtigste zusammengefasst herausschreiben.

Die Spielbedingungen
Gespielt werden soll die Saison unter 3G-Bedingungen, was bedeutet, dass ungeimpfte Spieler sich für das Spiel einen negativen Test, der nicht älter als 48h ist, besorgen müssen. Das ganze soll von der Heimmannschaft bzw. des anwesenden Schiedsrichters kontrolliert und festgehalten werden.

Die einzelnen Klassen
Wie befürchtet oder vorgeahnt sind die einzelnen Klassen stark von Wegbrüchen einzelner Mannschaften betroffen. Die Starkenburgliga und Bezirksklasse können mit den jetzt vorangemeldeten Mannschaften spielen, da beide Klassen über 9 bzw. 10 Mannschaften verfügen. Darunter beginnt das Chaos:
Die A-Klasse musste mit Teilen der B-Klasse aufgefüllt werden, ebenso wurde die C-Klasse mit den übrigen Mannschaften der B-Klasse aufgefüllt. Die B-Klasse wird somit gestrichen und die C-Klasse zur neuen B-Klasse befördert. Die D-Klasse wiederum kann normal mit den gemeldeten Mannschaften spielen, wird aber auch unter neuem Namen (dann C-Klasse) geführt.

Die Brettverteilung
Durch die starke Verminderung der einzelne Klassen, hat der Bezirk auch beschlossen, die für die Klassen geltenden Bretterverteilungen zu ändern. So braucht jede Mannschaft wie folgt Spielleute für die einzelnen Bretter:

  • Starkenburgliga: 8 Bretter
  • Bezirksklasse: 7 Bretter
  • A-Klasse: 6 Bretter
  • B-Klasse: 5 Bretter
  • C-Klasse: 4 Bretter

Die Termine
Da nun die Vereine neue Aufstellungen und Entscheidungen treffen müssten, ob sie mit diesen Regelungen noch Mannschaften stellen, wurden die Meldetermine und der Start der Saison abermals nach hinten verschoben. Die neuen Spieltermine lauten wie folgt:

  • 05.12.2021
  • 09.01.2022
  • 23.01.2022
  • 13.02.2022
  • 27.02.2022
  • 13.03.2022
  • 08.05.2022
  • 22.05.2022
  • 12.06.2022

Mein Fazit und die Bedeutung für uns
Für uns ändert sich erst mal nicht viel, außer dass es einen neuen Termin gibt (der 07.11. entfällt, dafür ist der 27.02. neu drin), nach 3G-Regeln gespielt wird und wir in der A-Klasse "nur" 6 Bretter besetzen müssen. Das ist für mich soweit alles akzeptabel und dem kann ich so zustimmen. Ich hoffe, dass die Vereine, die bereits Mannschaften gemeldet haben, damit einverstanden sind und es nicht zu weiteren Verschiebungen bei den Terminen kommt. Darüber hinaus bin ich gespannt, wie die Saison an für sich läuft und wie die nächste Saison abläuft - gerade im Hinblick mit Mannschaften, die jetzt nicht gemeldet waren, aber dann nächstes Jahr in der untersten Klasse neu starten sollen. Hier sollte nochmals mit den Vereinen diskutiert werden, was im hypothetischen Falle dann nächstes Jahr mit diesen Mannschaften geschieht.
Naja, warten wir es ab...

Die neuen Polos sind da!

Schachclubmitglieder in neuem Gewand - neues Logo

25.09.2021

Dank Paul und der DAUM GmbH gab es gestern eine weitere freudige Überraschung: Die neuen Polohemden sind fertig und bereit von euch abgeholt zu werden.
Neben dem neuen Logo, das auf die Brust gestickt wurde, ist quer über die Front in gleichen Farben der Schriftzug "SC Groß-Zimmern" zu lesen. Daneben ziert das Firmenlogo des Hauptsponsors unseres Jubiläumsopen Merck als krönenden Abschluss den Kragen des Polos.

Herzlichen Dank nochmals an die DAUM GmbH und Paul, der neben dem Organisieren der Polos auch das neue Logo entworfen und bis zum finalen Stick stetig verbessert hat. Ich kann nichts anderes sagen, als dass alles sehr gelungen ist und die neuen Vereinsklamotten mächtig was hermachen!

Schachclub mit neuen Polos

Saison 2021/22

Wie geht es weiter, wenn es weiter geht?

22.09.2021

Immer mehr Fragen zur kommenden Saison erreichen mich. Ob sie stattfindet, wie sie stattfindet, mit 3G oder gar nur 2G, gibt es schon Aussagen vom Bezirk selbst, weiß ich etwas usw. Das kommt erstaunlicherweise nicht nur von Mitgliedern aus meinem Verein, sondern auch von Schachfreunden anderer Vereine aus unserem Bezirk, daher will ich mir hier mal etwas Luft verschaffen.

Nach meinem Kenntnisstand erscheint die Saisonplanung für die meisten oder gar alle Vereine und natürlich auch für den Bezirk äußerst schwierig. Während den Bezirksmeisterschaften hat Torsten viel mit Vertretern anderer Vereine gesprochen und fast immer die selben Aussagen gehört: Uns sind viele Spieler weggebrochen, wir kriegen keine Mannschaften zusammen, haben Probleme mit dem Spiellokal bei entsprechenden Coronaregeln und ähnliches. Das heißt nichts anderes, dass wir viel weniger Mannschaften in der kommenden Saison, so sie denn stattfindet, sehen werden. Je nach Spielklasse kann es dann im ungünstigsten Fall auch sein, dass nahezu keine Mannschaften antreten und die Klasse gestrichen werden müsste.

Das wirft sofort die nächsten Fragen auf: Wie vorgehen mit den Mannschaften, die trotdzem unbedingt spielen wollen? In eine andere Liga mit deutlich besseren oder schwächeren Mannschaften packen und generell Ligen streichen um die Klassen je nach Meldungsstand gleichmäßig aufzufüllen? Was ist mit den Mannschaften, die zurückgezogen haben? Müssten die dann bei der nächsten "normalen" Saison, wie nach einem Rückzug sonst vorgesehen, in der D-Klasse starten? Wie sieht es mit Strafgebühren aus, wenn jemand wegen Corona kurfristig ausfällt, wer bezahlt die Tests, wenn diese kostenpflichtig werden oder gibt es direkt nur 2G als Regelung? Aber bricht das nicht vielleicht den Vereinen und der Saison durch weiteren Spielermangel das Genick?

Äußerst schwierig zu beantwortenden Fragen, ich möchte da nicht unbedingt die Entscheidungen fällen müssen. Trotzdem muss ich mich fragen, warum der Bezirk nach über einer Woche Rückmeldungsfrist von den Vereinen zur Saison nicht mal selbst die Karten auf den Tisch legt, vielleicht gerade ob der Schwierigkeit der Lage mal das weitere Gespräch mit den Vereinen sucht und seine Planungsabsichten transparent gestaltet. Wie ist denn jetzt die genaue Lage, wieviele Mannschaften haben wir, welche Klassen sind stark betroffen von Ausfällen und Rückzügen? Am 03. Oktober ist Meldepflicht der Aufstellungen, das sind gerade mal 10 Tage noch... Wie gibt man den noch interessierten und zur Mannschaftsbildung fähigen Vereinen so Planungssicherheit?

Was mich persönlich seit der aufgetretenen Coronapandemie immer gestört hat, ist die schleppende und immer wieder nur auf höhere Klassen abwartende Öffentlichkeitsarbeit und Entscheidungsfällung. Das setzt sich auch für die kommende Saison offensichtlich so fort. Schade. Wie gesagt will ich der Aufgabe, eine funktionierende Saison in der aktuellen Zeit aufzustellen und zu planen nicht die Komplexizität absprechen, aber die fehlende Transparenz und dass nicht auf die Vereine mal zugegangen wird, vergibt einfach viel Potential zu einer für alle erträglichen und gut durchführbaren Lösung zu kommen. Man muss nicht bei allem nach oben schauen und abwarten, wie die da oben was machen oder welche Maßnahmen von oben runtergebetet werden. Wäre das so, könnten wir unser Jubiläumsopen nicht durchführen. Zu unflexibel könnten wir auf Änderungen reagieren, könnten keine klaren Aussagen treffen und wären immer der Absage näher als der Durchführung. Bestes Beispiel hierfür ist das Heusenstammer Sparkassen Open, dass sich auf Aussagen von der Gemeinde Heusenstamm und angeschlossener Ämter verlässt, die aber noch nicht da sind und so einfach zu wage für viele potentiele Teilnehmer sein wird. Dabei ist das Interesse an einem Brett Schach zu spielen ungebrochen hoch. Siehe die Beteiligung an den Bezirksmeisterschaften, siehe die bereits 70 Voranmeldungen zu unserem Jubiläumsopen.

Aber zurück zum Bezirk und der kommenden Saison. Ich glaube es wird mit 3G Regelung gespielt werden können und es sollte auch nicht schärfer gefahren werden. Wieviele Klassen eventuell dann durch weggebrochene Mannschaften gestrichen werden müssen und wie man die übriggebliebenen Mannschaften sinnvoll in einem Wettkampf zusammenführt steht dann erst mal auf einem anderen Blatt (das ich momentan leider nicht einsehen kann). Dennoch glaube ich schon, dass es eine Saison geben wird. Nur wird sie deutlich von den gewohnten Spielrunden der letzten Jahre abweichen.

So oder so, ich halte euch, sobald auch ich mehr Infos habe, auf dem Laufenden.

Bezirksmeisterschaften 2021

Babenhäuser Stadtmeisterschaften mit Zimmner Beteiligung³

12.09.2021

Babenhäuser Stadtmeisterschaften

An diesem Wochenende wurde die Babenhäuser Stadtmeisterschaft 2021 ausgespielt, in die wie gewohnt die Bezirksmeisterschaften im Einzel integriert sind. Unter schlussendlich 51 mitspielenden Teilnehmern waren auch Torsten, Kosto und ich mit von der Partie um mal endlich wieder an einem echten Brett einem echten Gegner in einer echten Langzeitpartie gegenüber zu sitzen. Wie angekündigt habe ich mir den Verlauf des Turniers, das Hygienekonzept und dessen Umsetzung angeschaut und für unser Jubiläumsopen nochmal ordentlich die Werbetrommel gerührt. Und wie das alles von statten ging, versuche ich mal in detaillierten Absätzen zu untergliedern:

Das Turnier
Gespielt wurden 5 Runden nach beschleunigtem Schweizer System (d.h. es wird so getan, als ob die erste Runde gespielt worden wäre und der jeweils Stärkere gewinnt. Danach wird normal ausgelost) mit einem modernen Zeitmodus von 70 Minuten für die ersten 40 Züge, danach 20 Minuten für den Rest der Partie zuzüglich 30 Sekunden Inkrement ab dem ersten Zug. Klingt kompliziert, heißt aber im Endeffekt rund 120 Minuten für jeden Spieler Bedenkzeit. Und wenn man sich mal an die Modi mit Inkrement durch Turnierteilnahmen gewohnt hat, ist das auch sehr angenehm zu spielen, da man fast nie in wirkliche Zeitnot gerät.

Das Hygienekonzept
In leicht abgeänderter Form wurde das vom hessischen Schachverband empfohlene Hygienekonzept für das Turnier angewandt. Das sah so aus: Jeder Spieler musste vor Turnierbeginn einmalig, also nur freitags, einen negativen Coronatest oder seinen Impfstatus vorzeigen. An den restlichen Tagen war das dann nicht mehr notwendig, da ja so alle bestätigt haben, dass sie coronafrei sind und somit keine Ansteckungsgefahr für das Turnier herrscht. Daneben war es Pflicht beim Betreten des Spielsaals eine Maske zu tragen, die aber am Brett selbst ausgezogen werden durfte. Das wars eigentlich auch schon. Den Leuten stand es daneben frei sich vorab die Hände zu desinfizieren, sofern man sich auch die Hand geben wollte.
Das war auch einer der Hauptgründe für mich an dem Turnier teilzunehmen. Ich wollte sehen, ob die Maßnahmen von den Teilnehmern akzeptiert und angewandt werden und wie das Turnier mit diesen Hygienestandards läuft. Gerade in Anbetracht des doch vergleichsweise ertragbaren Aufwands für Organisatoren und Mitspieler erscheint mir die beschriebene Umsetzung doch sehr erträglich. Die beachtliche Teilnahme an dem auf 60 Leute ausgelegten Turnier lässt auch darauf schließen, dass die Leute diese Art des Konzeptes mittragen und so oder so das Interesse am Schachspielen bei Weitem überwiegt. Das lässt mich doch recht positiv auf unser Turnier blicken, bei dem wir wohl nicht drum herum kommen werden, ein ähnliches, wenn nicht sogar das gleiche Konzept anwenden zu müssen.

Torsten bei den Babenhäuser Stadtmeisterschaften 2021 Kosto bei den Babenhäuser Stadtmeisterschaften 2021 Steffen bei den Babenhäuser Stadtmeisterschaften 2021

Das Sportliche
Natürlich will ich auch davon berichten, wie wir abgeschnitten haben.
Die angepeilten Ziele von uns dreien waren allesamt gar nicht so hoch gesteckt. Kosto wollte einfach nur als Training gute Partien spielen, Torsten am liebsten 7 DWZ Punkte verlieren, um beim Jubiläumsopen in einer anderen Ratinggruppe antreten zu können und ich wollte keine DWZ verlieren und ordentliche Partien spielen. Nach den 5 Runden lässt sich sagen, dass wir 2 von 3 Zielen erreicht haben, aber das sogar im eher positiven Sinne.
Kosto hatte zum Start in das Turnier einen nominell schlechteren Gegner, den er auch standesgemäß besiegen konnte. Dann warteten auch schon die Hochkaräter auf ihn. In Runde 2. erkämpfe sich Kosto bei einem Bauern weniger im Endspiel gegen einen 1760er ein beachtliches Remis. Ebenso hohen Kampfgeist bewies er in dritten Runde, diesmal gegen Jana Badorz (U14 mit 1911 DWZ!) mit Schwarz. Bis ins tiefe Turmendspiel hielt Kosto die Partie ausgeglichen bis gänzlich offen, musste dann aber trotz 4 stündiger Spielzeit der besseren Technik seiner Gegnerin wegen die Waffen strecken. Ebenso erging es ihm in der vorletzten Runde, wieder mit einem 1974 DWZ schweren Gegner, der sich sehr anstrengen musste, Kostos Verteidigung zu überwinden. Zum Schluss, als Kostos "Batterie leer" war, wie er selbst sagte, remisierte er in leicht schlechterer Stellung gegen einen jungen Gegner und beendete das Turnier mit soliden 2 Punkten bei einem Gegnerschnitt von 1638. Das kann sich sehen lassen und zur Belohnung macht er einen kleines DWZ-Plus von 8 Punkten.

Torsten erreichte sein angestrebtes Ziel leider nicht, denn er spielte wie Kosto von Beginn an ein beachtliches Turnier. In der ersten Runde remisierte er gegen den späteren Gewinner der Ratinggruppe bis 1700 DWZ in einer mehr als wilden Partie, zu der ich bei der Analyse nur sagen konnte, dass da wirklich Feuer drin war. Torsten zeigte sich sehr angriffslustig und opferte nach guter Eröffnung im Zentrum einen Springer gegen zwei Bauern. Wenn sein Gegner nicht einen Zwischenzug als Ressource parat gehabt hätte, wäre großer Materialgewinn für Torsten unvermeidlich gewesen, so mussten beide Seiten aber genaustens weiter kämpfen. Während Torsten mit Weiß dann den schwarzen König in der Mitte des Brettes halten und entblößen konnte, spielte er mit einer Figur weniger. Im Verlauf dieser wilden ersten Partie wurden nach und nach Figuren getauscht, bis man sich durch eine Turmschaukel und dreifacher Stellungswiederholung auf Remis einigte. Partie zwei war fast ebenso scharf. Auch hier griff Torsten früh zu einer Taktik, die auf den ersten Blick einem Figurenopfer glich. Doch im Verlauf der Kombination gewann Torsten einfach einen Bauern, den er bei genauem Spiel im Endspiel vielleicht auch verwerten hätte können, doch aktives Gegenspiel des Gegners ließ ihn dann doch ins Remis einlenken.
Erstmals hinter sich greifen musste er dann in Partie 3., wo sich der Spielstärkeunterschied zu seinem Gegner (1751 DWZ - sein stärkster Gegner im Turnier) durchsetzte. Leider war danach für Torsten trotz guter Ansätze nichts mehr zu holen. In der Vorschlussrunde gewann Torsten zunächst die Qualität, sah sich dann aber einem unabwendbaren Königsangriff ausgeliefert. Partie 5. wurde durch einen groben Schnitzer verloren, sodass trotz gutem Start am Ende nur ein Punkt auf der Habenseite stand. Bei einem Gegnerschnitt von 1665 trotzdem eine beachtliche Leistung und ein DWZ-Plus von 15 Punkten.

Bei mir lief es ganz gut, obwohl ich mir hier und da einige Ungenauigkeiten erlaubte, die mich allerdings nie in Gefahr brachten, sondern lediglich vorher erarbeiteten Vorteil abgaben. Trotzdem erreichte ich mit 4 Punkten das Treppchen und wurde Dritter. In der ersten Partie nutzte ich eine lange Diagonale mit einer unübersichtlichen Kombination zu merkwürdigem Materialvorteil aus. So hatte ich zwischenzeitlich 4 Leichtfiguren gegen 2 Türme bei jeweils 4 Bauern auf dem Brett. Das konnte ich in Zeitnot dank kleiner Patzer meines Gegners noch zum vollen Sieg ummünzen. Partie 2. war dann schon schwieriger zu kneten. Aber hier entschied praktisch eine Ungenauigkeit die Partie, die es mir erlaubte die gegnerische Bauernstruktur derart zu schwächen (Doppelbauer und Isolani - leichte Angriffsziele also), dass bald auch Kombinationen mit Mattangriff und höherem Materialvorteil möglich wurden. In der dritten Partie bekam ich nominell zwar meinen schwächsten Gegner, musste aber auch hier bis ins Bauernendspiel gehen und dann über Zugzwang gewinnen. Im Mittelspiel hab ich schon siegessicher nach einem Bauerngewinn die Partie abgehakt. Tja, selbst schuld, wer nicht konzentriert bleibt, muss eben härter für den Punkt ackern.
Heute Morgen hab ich dann in der Eröffnung einen Bauern geschenkt bekommen, dafür aber starken Entwicklungsnachteil gehabt, der das ganze ausgleichen sollte. Da sagt selbst die allwissende Engine totremis. Immerhin bestätigt diese Partie meinen langfristigen Plan, die Eröffnungen zu wechseln. So richtig taugen die nämlich nicht mehr gegen bessere Leute. In der Schlussrunde spielte ich dann nahezu verlustpunktfrei am ersten Brett um den Turniersieg, einigte mich aber nach einem frühen Remisangebot schnell auf die Punkteteilung, da so ein Platz auf dem Treppchen sicher war und ich nicht größere Ambitionen hatte. Mit dem 3. Platz sicher in der Tasche und einem kleinen Plus von 8 DWZ-Punkten ließ ich dann entspannt durch nette Gespräche und Kiebitzen der anderen Partien den Tag ausklingen.

Die Werbemaßnahmen fürs Zimmner Jubiläumsopen
Kurz und knapp: Ich hab ca. 30 Flyer unter die Leute bringen können und 3 Plakate in und um den Turniersaal aufgehängt, die eifrig studiert und abfotografiert wurden. Stand jetzt hat das auch schon 8 Leute zur Anmeldung bewegt und ich darf stolz verkünden, dass wir die 50er-Marke geknackt haben. Man darf bei dem Interesse, das ich alleine während des Turniers mitbekommen habe, sogar davon ausgehen, dass bald auch die 60 fallen...

Mein Fazit
Mein Fazit fällt natürlich wie die Jahre davor durchgehend positiv aus. Das Turnier in Babenhausen ist vergleichsweise kein großes, doch durch mehrere Dinge fest in meinem Schachkalender integriert. Einerseits ist es immer kurz vor der Saison eine gute Möglichkeit zum Wiedereinstieg in ernstes Langzeitschach nach der Sommerpause. Die kürzere Rundenzahl und der entspanntere Zeitmodus sind kräfteschonend und wunderbar um zu experimentieren. Dann bin ich gern bei den Babenhäusern, weil das Turnier einfach eine äußerst angenehme Atmosphäre hat. Das Spiellokal ist geräumig, ruhig und im Grünen, das Catering durch die Babenhäuser, die nahezu alles vom Kuchen über Würstchen bis zu Spätzle und Kürbissuppe selbst vor Ort kochen, ist vorzüglich, die teilnehmenden Leute sind allesamt sympathisch und mit meiner Spielstärke kann ich an den vorderen Plätzen auch mal mitwirken - hat man ja sonst auch nicht immer.
Ansonsten freut es mich noch, dass ich gute Werbung machen konnte und dass das Hygienekonzept der Atmosphäre oder dem Verlauf des Turniers überhaupt kein Abbruch getan hat. Loben möchte ich an dieser Stelle neben den Organisatoren, dem Babenhäuser Schachclub, für das schöne, reibungslos abgelaufene Turnier, den Teilnehmern für die schönen Partien, aber auch dem Schiedsrichter Holger Bergmann, der ja auch unser Turnier als Schiedsrichter leiten wird.

Ich bin nächstes Jahr selbstverständlich wieder am Start, doch freue ich mich mit den neuen Erkenntnissen erstmal auf unser Turnier im Oktober.

Allgemeines Update

Kommende Saison, Zimmner Jubiläumsopen, Skatturnier

06.09.2021

Nun, da die höheren Spielklassen Hessens ihre beiden offenen Spieltage nachgeholt haben, kann die Planung für die neue Saison beginnen. Der Verein wird für die Runde zwei Mannschaften melden, einmal die I. Mannschaft in der Starkenburgliga und einmal unsere als Meister in die A-Klasse aufgestiegene II. Mannschaft. Wer sich gern an einem Brett wiederfinden und am Erfolg der Mannschaften sonntags mithelfen will, darf sich gerne jederzeit melden. Außerdem werden wir auch wieder eine Mannschaft für den Bezirks-4er-Pokal stellen.
Hoffen wir nur mal, das alles stattfindet und normal läuft...

Ebenso hoffe ich sehr, dass unser Zimmner Jubiläumsopen noch wie geplant stattfinden kann, ohne große Einschränkungen oder Sicherheitsmaßnahmen bezüglich Covid. Wie das eventuell ablaufen wird, kann man sich am kommenden Wochenende schon in Babenhausen bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften ansehen. Dort wird nach Empfehlung des hessischen Schachverbandes unter dessen Hygienekonzept gespielt. Ich werde selbstverständlich berichten.
Um die Stimmung nicht gänzlich zu trüben, sei hierbei erwähnt, dass unser geplantes Jubiläumsopen kurz davor steht, die 50er-Marke an Teilnehmern zu knacken. Das ist schön, darf sich aber gern noch weiter steigern. In Babenhausen werde ich, auch wenn es kurzfristig ist, nochmal kräftig die Werbetrommel für unser Turnier rühren.

Am 17. September wird das nächste Skatturnier bei uns im Verein stattfinden, haltet euch also den Termin frei, um genauso zahlreich mitzuspielen wie zuletzt.

Zum Schluss darf die Meldung über die Silbermedaille von Vincent Keymer bei den Europameisterschaften natürlich nicht fehlen. Er ist sogar nur denkbar knapp dank Feinwertung am ersten Platz vorbeigeschrammt und sackt neben Ruhm und Ehre auch 15.000€ für den zweiten Platz ein, eine ebenso große Summe wie damals bei seinem Sieg im Grenke Chess Open.
Detaillierte Ergebnisse der EM 2021 in Reykjavik gibts hier: chess-results

Hessenmeisterschaften mit zimmner Beteiligung

Maximilian mit respektablem Platz - Kongress abgehalten

15.08.2021

Über das nun ausklingende Wochenende hat der hessische Schachverband die diesjährigen Einzelmeisterschaften im Blitzschach ausgetragen und trotz Corona und gleichzeitig in Frankfurt stattfindendem Iron Man nebst großen Verkehrseinschränkungen stolze 71. Teilnehmer verbuchen können. Das lässt auf ein gesteigertes Interesse der Schachfreunde an Teilnahmen an Turnieren schließen, was schon mal für den Sport, der von Corona auch hart getroffen wurde, sehr erfreulich ist.

Neben zahlreichen IMs, FMs und gestandenden Oberligaspielern war auch Maximilian von uns dabei und spielte die über 19 Runden (!) dauernde Meisterschaft mit. Schlussendlich erreichte Maximilian hierbei mit 8 Punkten einen mehr als respektablen 55. Platz bei sehr starker Konkurrenz.

Und heute wurde auch noch der Kongress des hessischen Schachverbandes abgehalten, bei dem es neben Neuwahlen nicht viel erwähnenswertes gibt. Interessant ist aber die Ehrung dreier Vereine, die im Jahr 1921 gegründet wurden. Nur der SC Groß-Zimmern 1921 e.V. wurde nicht genannt bzw. geehrt, vielleicht auch deshalb, weil kein Vertreter unseres Vereins zum Kongress erscheinen konnte. Daneben wurde ein paar Beschlüsse gefasst, die unter anderem in den höheren Spielklassen die Nachholtermine für nicht gespielte Paarungen aus der letzten Saison nun am ersten Septemberwochenende festgelegt haben. Daneben wurde beschlossen, dass es ab der nächsten Saison keine Verpflichtung gibt in der jeweils höchsten Klasse aller Bezirke mit 8er-Mannschaften zu spielen. Heißt für uns erst mal gar nichts, da ich nicht damit rechne, dass unser mitgliederstarke Bezirk die Starkenburgliga und die Bezirksklasse auf 7 Bretter reduzieren, zumal es ab Landesklasse dann wieder verplfichtend wäre mit 8 Mann anzutreten.

Grillfest 2021 - ein voller Erfolg

Bericht und Bilder

28.07.2021

Vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder des Vereins zum gemeinsamen Grillfest bei unserem Schachfreund Roland, der wie üblich die Vorbereitungen übernahm und seinen Garten zur Verfügung stellte. Daher gebührt ihm auch unser aller Dank, denn es war wieder einer der Tage, von denen man sich wünscht, sie würden nicht zu Ende gehen.

Rekordverdächtige 21 Leute waren gekommen und haben bei bestem Wetter, obwohl Regen gemeldet war, einen schönen Nachmittag miteinander verbracht. Neben den Gesprächen, dem Gruppenfoto und einigen Skatrunden kam natürlich auch das Schachliche nicht zu kurz.

Gruppenbild Grillfest 2021 Grillfest 2021 Grillfest 2021

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2021

Dieter Rauck für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt

24.07.2021

Am gestrigen Freitag fanden sich 15 Mitglieder zur in den Juli verlegten Jahreshauptversammlung des Schachclubs zusammen. Durch die Sitzung leitete der Vorsitzende Steffen Heß, dessen Bericht trotz Coronapandemie eine positive Bilanz der vergangenen anderthalb Jahre zu entnehmen war. Die Stimmung im Verein sei riesig, sportliche Erfolge (vor Corona, als die Saison noch lief) waren auch zu verbuchen und mit dem 100 jährigen Jubiläum des Vereins steht das nächste große Ereignis an.

Neben einem Überblick über den aktuellen Stand des geplanten Zimmner Jubiläumsopen dürften sich die Mitglieder selbstverständlich auch noch auf eine weitere Feier zum Jubiläum freuen.

Geehrt wurden Dieter Rauck, für 60 (!) Jahre treue Mitgliedschaft im Verein, und die zweite Mannschaft des Schachclubs, für die Meisterschaft in der B-Klasse, die mit 100% verlustpunktfrei gelang, und dem dazugehörigen Aufstieg in die A-Klasse. Daneben erhielt Roland Rühm für seine engagierte Jugendarbeit ebenfalls ein kleines Dankeschön.

Die Sitzung endete um 22:20 Uhr in bester Stimmung.

Ehrung Dieter Rauck Danke an Roland Rühm

Mannschaftsplanungen

Saisonbeginn im November

23.07.2021

Ob im November, wie jetzt vom Bezirk geplant wirklich die Saison normal anlaufen wird und kann, ist noch nicht sicher oder abzusehen. Trotzdem werden wir frühzeitig mit der Mannschaftsplanung beginnen und uns Gedanken um die zukünftigen Aufstellungen für die Runde sein.

Ziel in der I. Mannschaft ist es, die Starkenburgliga ein weiteres Jahr souverän zu halten, wie uns das in der vergangenen Saison gelungen ist. Dafür benötigt es selbstverständlich zuverlässige Mitspieler.

Die II. Mannschaft fasst ebenfalls das Ziel Klassenerhalt ins Auge, hat aber nach dem Aufstieg in die A-Klasse wohl damit ein schwereres Los vor der Brust, da man mit den höherklassigen Mannschaften mithalten muss.

Jahreshauptversammlung 23.07.

Beginn 20:00 Uhr im Glöckelchen

28.06.2021

Liebe Vereinsmitglieder,

Anbei die Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Wir bitten, insbesondere im Hinblick des diesjährigen Jubiläums des Vereins, um rege Anteilnahme.
Beginn ist um 20:00 Uhr. Um dem Hygienekonzept gerecht zu werden, wir die Jahreshauptversammlung im großen Saal des Glöckelchens stattfinden.

Ausschreibug für Saison 2021/22

Saison startet deutlich später

20.06.2021

Seit heute ist die Ausschreibung für die nächste Saison 2021/22 auf der Bezirksseite online gestellt.

Es gibt zwei hauptsächliche Änderungen, die beachtet werden müssen.
1.: Die Saison beginnt erst am 07.11. und damit deutlich später als gewohnt. Da der ursprüngliche erste Spieltag für den 03. Oktober terminiert war, und damit auf den Tag der deutschen Einheit gefallen wäre, wird ein zusätzlicher Spieltag im Januar vorgesehen und der Start eben in den November verschoben.

2.: Die kommende Saison wird wie vor 2 Jahren beschlossen den FIDE-Standards weiter angepasst und mit neuem Zeitmodus gespielt. Statt 2h / 40 Züge + 1h / Rest wird nun der Fischer-Modus
100 min / 40 Züge + 50 min / Rest + 30s Inkrement pro Zug von Beginn der Partie an
gespielt. Wer nachrechnet sieht, dass beide Zeitmodi gleich viel Bedenkzeit einräumen, aber man weiter gegen Zeitnot durch den Bonus von 30s pro Zug wirken will. Sollte alles nur Gewöhnungssache sein - auch wenn ich hier schon Probleme auf uns zukommen sehe...

Social Media meets Schachclub

Verein nun auf Twitter und Instagram vertreten

17.06.2021

Seit ein paar Tagen ist der Verein nun sowohl auf Twitter als auch auf Instagram vertreten. Die Kanäle auf beiden Plattformen dienen vordergründig erst einmal der Werbung für unser Jubiläumsopen, was auch bis dato recht erfolgreich war. So haben sich nach Bekanntmachungen auf Twitter bislang 5 neue Leute, teilweise sogar aus weiter entfernten Orten wie Hemer im Sauerland, NRW.

Ob nach dem Turnier die Kanäle weiter betrieben und gepflegt werden, bleibt aber abzuwarten. Wenn ihr aber am sozialen Leben des Vereins im Onlineformat teilhaben oder einen Überblick beschaffen wollt, klickt euch doch einfach mal rein.

2. Mannschaft steigt in A-Klasse auf

Bezirk bricht Saison ab

08.06.2021

Der Bezirk Starkenburg bricht nach weiteren Beratschlagungen die noch offene Saison 2019/21 ab. Damit entfallen auch die immer wieder verschobenen Nachholspiele. Man wird die Saison mit dem Stand vom März 2020 werten und dementsprechend Auf- und Absteiger bestimmen. Das ganze Statement findet sich auf der Bezirkshomepage.

Mit dieser getroffenen Entscheidung stehen für den SC Groß-Zimmern auch zwei Dinge fest:

Einerseits schafft die 1. Mannschaft den angestrebten Klassenerhalt mit einem souveränen 4. Platz in der Starkenburgliga. Und andererseits, umso schöner und erwähnenswerter, steigt damit die 2. Mannschaft ungeschlagen und verlustpunktfrei hoch verdient in die A-Klasse auf. Nach 7 von 9 zu spielenden Runden hat man die B-Klasse dominiert und ist zurecht Meister geworden. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten, durch die der Durchmarsch erst möglich wurde! Man darf also auf die kommenden Leistungen in der nächst höheren Klasse gespannt sein.

Anmeldung freigeschaltet!

Ausschreibung und Anmeldung für das Jubiläumsopen fertig

05.06.2021

Das lange Warten hat ein Ende, denn sowohl die Ausschreibung als auch die Anmeldung des Zimmner Jubiläumsopen sind veröffentlicht bzw. freigeschaltet.

Ab sofort ist das Anmelden zum Zimmner Jubiläumsopen sowohl per Mail als auch über das online Anmeldeformular möglich. Alle weiteren Infos, Daten und Kontakt finden sie auf den verlinkten Seiten der Turnierhomepage.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Schachclub wieder offen

Landkreis erreicht Stufe 2

03.06.2021

Da der Landkreis Darmstadt-Dieburg Stufe 2 des Lockerungsplanes der Landesregierung erreicht hat und somit wieder Breitensport möglich ist, dürfen auch wir uns wieder zum Trainieren im Glöckelchen treffen. Das bereits im vergangenen Jahr bei der Gemeinde eingereichte und bewilligte Hygienekonzept gilt weiterhin und muss bis auf Weiteres befolgt werden. Ein negativer Test muss bei Erscheinen zum Training nicht vorgelegt werden, wird aber von der Landesregierung empfohlen.

Ich freue mich also euch zum ersten Erwachsenentraining am Freitag begrüßen zu dürfen. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird auch das Jugendtraining am 18. Juni wieder aufgenommen.

9 Spieler auf lichess

Es werden immer mehr

23.05.2021

Ich halte es kurz: Wieder einen mehr motiviert, mitzuspielen. Das macht nun 9 Teilnehmer, die (hoffentlich) regelmäßig online teilnehmen werden. Momentan schaut es ja so aus, dass wir uns ab dem 04. Juni wieder im Glöckelchen treffen können. Doch bis dahin ist es noch ein wenig und unsere Geduld muss weiter halten.

9 Mitspieler 9 Mitspieler

8 Mann auf lichess

Neuer Teilnehmerrekord

16.05.2021

8 Mitspieler

Und kurz vorm Sommer und vielleicht baldigen Treffen im Glöckelchen (ich halte auf dem Laufenden) erreichen wir mit 8 gleichzeitigen Mitspielern einen neuen Rekord auf lichess. Paul sagt es selbst immer wieder: Mit mehr Schachspielern machts auch mehr Spaß.

Ab morgen erste Lockerungen

Heute wieder online Schach

16.05.2021

Ab morgen gibt es erste Lockerungen für den Außenbereich in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100. Damit greift der hesssiche Lockerungsplan nun zum baldigen Beginn des Sommers. Im weiteren Verlauf sollen bald auch Lockerungen für Veranstaltungen im Inneren mit bis zu 100 Personen kommen, zu denen auch unser Jubiläumsopen zählen würde. Bis Oktober ist allerdings noch einiges an Zeit, sodass von diesen ersten Maßnahmen noch nicht viel auf die Durchführbarkeit des Turniers geschlossen werden kann, aber wir blicken weiterhin gespannt in die Zukunft.

Bis dahin spielen wir weiterhin auf lichess ein wenig Schach online zusammen. Unsere Vereinsgruppe auf lichess ist hierfür Treffpunkt.

Die Hoffnung steigt

Der Sommer naht - mit ihm Lockerungen?

07.05.2021

So lansgam aber sicher wird es wieder wärmer und nach den ersten wärmeren Tagen auch sicherlich wieder Sommer. Ebenso wie letztes Jahr erwarte ich auch dieses Jahr spätestens zum Sommer bundesweite Lockerungen, wenn nicht sogar in Kombination mit den voranschreitenden Impfungen komplette Öffnungen allen sozialen Lebens.

Für uns hieße das auch ein Zurück zum regelmäßigen Trainingsbetrieb und Vereinsleben im Glöckelchen, was die allermeisten von uns sich bereits ersehnen. Daneben würde auch endlich eine doch aussagekräftige und zuverlässige Entscheidung bezüglich des geplanten Jubiläumsturniers fallen. Nämlich ob es stattfinden kann und in welcher Form, sprich mit Hygieneauflagen und wie stark ausgeprägt diese sein werden. Noch sind bis dahin ganze 5 Monate plus ein bisschen was zu überstehen.

Prinzipiell bin ich daher noch ganz positiv über unser Jubiläum gestimmt. Die Vorfinanzierung und Planung laufen bislang trotz aller Widrigkeiten um Corona reibungslos bzw. sind schon abgeschlossen oder am Zielpunkt angelangt. Die nächsten Schritte, die in diesem Mai noch gegangen werden, sind die Veröffentlichung der Ausschreibung, die Öffnung des Anmeldeportals auf der Turnierseite, das Drucken von Flyern & Postern, sowie die Einladung der bezirkseigenen Vereine.

Warten wir mal ab, was die kommenden Wochen bringen. Ab jetzt kann es eigentlich nur besser werden. Und bis dahin bleibt uns das regelmäßig sonntags stattfindende offene Training auf lichess. Hier nochmal der Link zur Vereinsgruppe auf der Schachplattform, über die man auch direkt zu den geplanten online Turnieren kommt. Und wer beim Dummschwätzen gerne dabei wäre, darf gerne auch über Discord mitmachen.

Und aus 2 mach 1

Zweikampf Nepomniachtchi - Giri vorzeitig entschieden

26.04.2021

Nepomniachtchi vs Carlsen
Ian Nepomniachtchi ist der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen. Die beiden werden im November um die Schachkrone in Dubai gegeneinader antreten.

Hierfür reichte Nepomniachtchi ein Remis gegen den Franzosen Vachier-Lagrave in der vorletzten Runde des Turniers, da sein zuletzt übrig gebliebener Verfolger Anish Giri in einer zu ambitionierten Partie, in der er die Damenindische Verteidigung mit Schwarz als Eröffnung wählte, gegen Alexander Grischuk verlor. Auch wenn die beiden nur einen Punkt bei einer verbleibenden Partie voneinader entfernt sind, kann Giri nur noch aufschließen, Nepomniachtchi aber wegen der schlechteren Feinwertung nicht mehr überholen. Insbesondere der direkte Vergleich ging an den Russen, entscheidend war hier die aller erste Partie in der ersten Runde des Turniers im März 2020 (!). Bemerkenswert ist auch der Umstand, das Alexander Grischuk sowohl für Maxime Vachier-Lagrave als auch jetzt für Anish Giri zum wohl entscheidenden Stolperstein wurde. Er hat also maßgeblich Anteil am Sieg seines Landsmanns.

Die weiteren Ergebnisse lauten: Alekseenko - Ding 0:1 und Wang - Caruana 0:1. Doch beides spielt keine große Rolle mehr. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass auch dieses Kandidatenturnier seine Höhen und Tiefen hatte. Das spielerische Niveau und die Qualität sowie Unterhaltsamkeit der Partien waren dagegen mehr als hochklassig. Lediglich vielleicht Ding Liren blieb hinter den Erwartungen als Mitfavorit zurück.

Ich möchte auch hier Wolfgang meinen Glückwunsch aussprechen, der mit mir auf den Sieger wettete. Er setzte auf Nepomniachtchi, ich auf Vachier-Lagrave. Einsatz waren die Getränke für den nächsten Trainingsabend, der wie die Weltmeisterschaft hoffentlich bald kommt....

Tabelle nach Runde 13

Aus 4 mach 2

Zweikampf Nepomniachtchi - Giri

25.04.2021

Tabelle nach Runde 12

Nach den gestrigen Partien, bei denen keine der vier Remis ausging, liegen zwei Runden vor Schluss von den ursprünglichen vier Titelaspiranten nur noch zwei realistisch vorne. Das ist einerseits der immer noch Erste Ian Nepomniachtchi, der gegen Wang Hao gewann, sowie Anish Giri, der im Verfolgerduell gegen Caruana seinen zweiten Sieg in Folge klarmachte und letzteren aus dem Rennen wirft. Da Nepo und Giri schon gegeneinander gespielt haben und Nepo neben seinem halben Punkt Vorsprung auch die bessere Feinwertung hat, kann er sich eigentlich nur noch selbst schlagen.

Kleine, wenn auch nur rein theoretische Chancen hat sich Maxime Vachier-Lagrave durch einen lockeren Sieg gegen Alekseenko beibehalten. Er liegt allerdings zwei Runden vor Schluss 1½ zurück. Je nach Ausgang der nächste Runde, kann er allerdings noch entscheidend in das Rennen um den ersten Platz eingreifen, auch wenn er da schon selbst gar keine Chancen mehr hat. Denn in der letzten Runde trifft er auf Nepomniachtchi, dem er die bislang einzige Turnierniederlage beibringen konnte.

Da am heutigen Sonntag ein weiterer Ruhetag ist, müssen wir uns bis Montag gedulden um die weiteren Partien zu sehen. Von Interesse wird sicherlich die Partie Giri - Alekseenko sein, in der Giri gegen den Youngster mit Weiß auf Sieg spielen muss und wird. Nepomniachtchi bekommt es mit Ding Liren zu tun, der wieder im Aufwind ist und Grischuk in der letzten Runde besiegen konnte. Auch mit Blick auf die letzte Runde hat Giri das vermeintlich leichtere Restprogramm mit Grischuk, wenn man bei einem Kandidatenturnier von "leichtem Programm" reden kann...

Nepomniachtchi setzt sich ab

Sieg gegen Alekseenko, Konkurrenz remisiert

22.04.2021

Mit einem weiteren Sieg in der 10. Runde des Kandidatenturniers gegen Kirill Alekseenko füllt Ian Nepomniachtchi weiter sein Punktekonto auf und gewinnt an Abstand gegenüber der Konkurrenz. Alle anderen drei Partien gingen unentschieden aus, wenn auch wieder etwas spektakulärer. Alexander Grischuk bspw. hatte wieder sehr früh arge Zeitnot, denn ab dem 12 Zug hatte er nur noch 5 Minuten auf der Uhr, obwohl die Partie gegen Wang Hao zu diesem Zeitpunkt noch keine große Bedenkzeit bedurfte. Er blitzte die Partie dann aber mehr oder weniger souverän runter, hatte teilweise die leicht bessere Stellung, schaffte aber aufgrund zu wenig Zeit nicht die Partie in einen Sieg umzumünzen.

Anish Giri verteidigte sich mit einem Bauer weniger fehlerlos gegen die Versuche von Vachier-Lagrave, sodass sich beide Spieler nach kurzem Geplänkel im Mittelspiel schnell auf die Punkteteilung einigten. Fabiano Caruana musste hingegen mehr Aufwand für den halben Punkt betreiben. Er geriet positionell im Mittelspiel etwas ins Hintertreffen, hielt später aber das Gleichgewicht durch genaue Züge beisammen.

So geht das Kandidatenturnier morgen erst mal in einen spielfreien Tag mit Nepomniachtchi weiterhin als alleinigem Ersten - und das mit einem Punkt Abstand zum Verfolgertrio.

Weiter Spannung im Kandidatenturnier

Viererteam setzt sich ab, hochklassige Partien

21.04.2021

Das Kandidatenturnier, besser gesagt dessen fortgesetzte zweite Hälfte, unterhält weiterhin maßgeblich. Eine Partie ist besser, spannender und unterhaltsamer anzusehen als die nächste. Wenn man gleichzeitig das Niveau der Partien in Betracht zieht, kommt man nicht umhin zu sagen, dass sich anscheinend alle Teilnehmer exzellent vorbereitet haben und keiner eine "schlechte" Phase momentan hat.

Obwohl es gestern drei Remispartien gab, setzt sich langsam aber sicher eine Hälfte des Teilnehmerfelds oben ab. Neben dem immer noch Ersten Jan Nepomniachtchi mit 5½ gibt es drei Spieler mit 5 Punkten, die also in unmittelbarem Schlagschatten des Russen stehen. Das sind namentlich Fabiano Caruana, der der letzte Herausforderer Carlsens war, Maxime Vachier-Lagrave, der nur denkbar knapp einer weiteren Niederlage gegen Ding Liren und damit einem krassen Fehlstart aus dem Weg gegangen ist, und Anish Giri. Letzterer konnte gestern seine hochstrategische Partie gegen den Chinesen Wang Hao gewinnen und zieht mit der Führungsgruppe gleich.

Selbst der Weltmeister Magnus Carlsen, der die Partien kommentiert, legte sich nach den gestrigen Ergebnissen fest, dass sein nächster Herausforderer einer der genannten vier werden wird. Ob sich dieser Trend heute weiter verfestigt, können wir wie gewohnt ab 13 Uhr beobachten. Die einzelnen Paarungen kann man sich natürlich auch auf der offiziellen Turnierseite des Kandidatenturniers betrachten. Insbesondere die Partie Vachier-Lagrave : Giri kann von vorentscheidendem Charakter für den Verlauf des Turniers sein.

Einmal der Link zur deutschsprachigen Version mit GM Jan Gustafsson und Gast und Amateurspieler (~ 1500 DWZ) Stefan Tietze,
und einmal der link zur englischsprachigen Ausgabe mit Magnus Carlsen, Tania Sachdev und David Howell.

Nepomniachtchi vorne

Neuer alleiniger Spitzenreiter beim Kandidatenturnier

20.04.2021

Das gestern in Jekaterinburg wieder aufgenommene Kandidatenturnier hat einen neuen alleinigen Tabellenersten. Jan Nepomniachtchi reichte zur Übernahme der Tabellenspitze ein eher locker ausgespieltes Remis gegen den in letzter Zeit stark aufspielenden niederländischen GM Anish Giri. Der zuvor noch mit Nepomniachtchi gleich aufliegende Maxime Vachier-Lagrave verlor seine Auftaktpartie gegen Fabiano Caruana nach knapp 6h Spielzeit in einer Weltklassepartie - von beiden.

Nicht überraschend eröffnete Vachier-Lagrave mit der Najdorf-Variante der Sizilianischen Verteidigung, auf die sich Caruana aber bestens vorbereitet hatte. Zunächst opferte er 3 (sic!) Bauern für Entwicklungsvorsprung und dann noch einen Läufer um den schwarzen König an der Rochade zu hindern. Dabei verbrauchte er nahezu keine Bedenkzeit bis zum 15 Zug, was abermals für die geniale und tiefe Vorbereitung von Caruana sprach. Vachier-Lagrave fand allerdings zunächst immer die besten Fortsetzungen, gab erst den gewonnenn Läufer, dann eine Qualität zurück um im Spiel zu bleiben und erreichte ein als remis geltendes Endspiel mit Springer plus Bauer gegen Turm und Bauer. Nach 6h Quälerei reichte aber eine Ungenauigkeit und die Partie kippte zu Gunsten des Amerikaners, der gnadenlos blieb und das Spiel gewann.

Ab 13 Uhr deutscher Zeit geht es dann heute weiter. Ich möchte hier nochmal auf die online gestellten Streams von chess24 auf Youtube verweisen, die zur Verfolgung der Partien bestens geeignet sind.

Einmal der Link zur deutschsprachigen Version mit GM Jan Gustafsson und Gast und Amateurspieler (~ 1500 DWZ) Stefan Tietze,
und einmal der link zur englischsprachigen Ausgabe mit Magnus Carlsen, Tania Sachdev und David Howell.

Sieben auf einen Streich

Sonntägliches Turnier auf lichess fast wie freitags

19.04.2021

7 auf einen Streich

Mit sieben Mitspielern war die gestrige Ausgabe unseres auf sonntäglich stattfindenden Turniers auf lichess.org gut besucht. Es fehlen nicht viele weitere Teilnehmer und man kann es mit einem normalen Training vergleichen. Die Möglichkeit über Discord miteinander zu sprechen hilft darüber hinaus, die sonst so schönen Freitagabende wenigstens etwas aufzufangen und zu kompensieren, solange wir immer noch im Lockdown festhängen.

Übrigens sollte man sich nicht vom Endergebnis oder der Punktzahl täuschen lassen. Die Turniere gehen meistens ziemlich ausgeglichen von statten, bzw. lassen gerade auch die Favoriten sehr oft online Federn, die sie vielleicht an einem echten Brett nicht lassen würden.

Auch der Modus entspricht nicht ganz unserer Vereinsmeisterschaft, was nicht tragisch ist, denn die Turniere online gehen ja nicht in die Wertung ein. Es wird nicht nur eine Runde jeder gegen jeden gespielt, sondern die Paarungen von lichess automatisiert erstellt. Es kann also vorkommen, dass man sich sehr häufig gegenübersitzt oder wie bei Paul und Harald gestern sehr selten. Denn es kommt darauf an, wie die Leute punktemäßig liegen und gegen wen sie gerade spielen, sprich überhaupt für eine Paarung frei sind. Die Dauer des Turniers hängt von den Einstellungen ab, die ich wähle, meist 3-4 Stunden.

Auch die Punktezahl aus dem Bild lässt sich nicht mit dem System unserer Vereinsmeisterschaft vergleichen. Für einen Sieg gibt es 2 Punkte auf lichess, nach drei nacheinander gewonnenen Spielen sogar 4 Punkte pro folgendem Sieg. Es werden also, warum auch immer, starke Phasen nochmals belohnt. Man kann auch seine Zeit halbieren für einen weiteren Extrapunkt. Das nennt sich "berserken", sollte aber nur von extrem starken Blitzern angewandt werden.

Wer selbst mal mitmachen will, ist mehr als herzlich eingeladen das zu tun. Unsere Vereinsgruppe auf lichess ist hierfür Treffpunkt. Wer mitreden will, kann auch gern auf Discord zu uns stoßen. Auch hier gibt es einen eigenen Vereinsraum nur für uns.

Übrigens sind beide Plattformen, lichess wie auch discord, vollkommen in ihrer Nutzung kostenlos und werbefrei. Das soll laut den Programmierern von lichess auch so bleiben. Man kann allerdings auf freiwilliger Basis etwas Spenden, was ich persönlich auch getan habe. Immerhin gab es lange keine Turniere, die ein Startgeld bedurften.

Kandidatenturnier wird fortgesetzt

Wer wird der nächste Herausforderer Carlsens?

14.04.2021

Maxime Vachier-Lagrave vs. Ian Nepomniachtchi

Das Kandidatenturnier wird am kommenden Montag trotz anhaltender Pandemie fortgesetzt. Am 25. März vergangenen Jahres wurde es nach der Hälfte der gespielten Partien vorzeitig abgebrochen. Momentan liegen der Franzose Maxime Vachier-Lagrave und der Russe Ian Nepomniachtchi mit je 4½ aus 7 punktgleich vorne. Allerdings sind vier Spieler in mittelbarer Distanz (mit 3½ Punkten).

Wer die Partien nachverfolgen möchte, kann das bequem per Livestream nebst Kommentar auf YouTube tun. Es wird Streams auf englisch, chinesisch und russisch direkt von der FIDE geben (Youtube-Kanal der FIDE), sowie deutsch-, englisch- und spanischsprachige Ausgaben von chess24 (Youtube-Kanal von Chess24).

Ich persönlich verfolge die englische Übertragung von chess24 am liebsten, da dort mehrere Gäste zu Wort kommen, viel auch für uns Amateure noch gerecht analysiert wird und auch die Unterhaltung insgesamt nicht zu kurz kommt. Hier der direkte Link dazu: Candidates Tournament 2020 Round 8 - Commentary by Petr Leko & Tania Sachdev.

Wer die Partien auch mit Computeranalyse nachspielen möchte, kann das auf der Seite von chess24 tun.

Umzug zu neuem Provider

Website kurzzeitig nicht erreichbar gewesen

01.04.2021

Durch einen Umzug zum neuen Provider war unsere Website für ein paar Tage nicht erreichbar. Mittlerweile ist sie das allerdings wieder und erscheint in neuem Gewand.

Die Änderungen sind meist nur von kleinem Ausmaß, allerdings wurde einiges aufgeräumt und insebsondere die Startseite mal anschaulicher geschmückt. So fungiert diese praktisch auch als Menü, denn man erreicht die wichtigsten Menüpunkte über die einzelnen Bilder.

Ich hoffe jeder findet sich wie die Tester zurecht, an die ich hier meinen Dank ausrichten mag. Wie immer, wenn ich etwas mehr an unserer Webpräsenz arbeite, lasse ich das ganze vor dem Hochladen von ein paar von euch hinsichtlich Zugänglichkeit, Funktionalität und Übersichtlichkeit prüfen, sonst ist es kein Update sondern ein Schritt zurück.

Turniere auf lichess

Jeden Sonntag Schach

14.03.2021

Auf Lichess findet nun regelmäßig sonntags ab 17 Uhr Turniere bzw. ein Turnier von uns statt. Wert teilnehmen mag, guckt einfach jeden Sonntag kurz vorher mal bei unserer Vereinsgruppe auf lichess rein oder fragt mich nach dem entsprechenden Link.

Mir ist bewusst, dass die Verlegung ins Internet für viele deutlich mehr Arbeit und Gewöhnung mit sich bringt und auch Verständnisprobleme. Trotzdem bleibt das vorerst unsere einzige Möglichkeit miteinander wenigstens etwas Schach zu spielen und über unseren eigenen Vereinsraum auf Discord mitenander zu sprechen. Daher meine Bitte an euch, beschäftigt euch mit lichess und discord und spielt mit uns mit. Denn je mehr dabei sind, desto mehr Spaß macht es auch.

Ich freue mich auf rege Teilnahme!