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Das Glöckelchen befindet sich in der Angelstraße 18 in Groß-Zimmern. Der Vereinsraum ist bequem über die stählerne Außentreppe zu erreichen. Parkplätze sind genügend vorhanden.

Neuigkeiten & Berichte

7. Spieltag - Vorschau

Erste empfängt Langen III. | Zweite gegen Breuberg II. | Dritte daheim gegen Babenhausen IV.

06.02.2023

SC Groß-Zimmern I. - SK Langen II.
Zum letzten Spiel für unsere erste (am kommenden Spieltag haben wir spielfrei) empfangen wir die arg abstiegsgefährdeten Langener, die langsam mit dem Rücken zur Wand stehen. Nicht nur haben sie weiterhin einen Punkt Rückstand auf den Nächstplatzierten Groß-Umstadt I. aufzuholen, sondern auch noch im Vergleich zu den Umstädtern das schwierigere Restprogramm. Nach uns wartet nur nämlich noch Breuberg auf Langen, sodass ich einen Kampf "Alles oder Nichts" bei uns daheim erwarte. Für unsere erste Mannschaft geht es um nichts mehr, weder um den Auf- noch Abstieg, dennoch sollten wir den kommenden Spieltag nicht auf die leichte Schulter nehmen und ordentlich an- sowie auftreten.
Auch wenn Langen möglichst stark antritt, sollten wir schlussendlich nicht nur auf dem Papier die Nase vorn haben, sondern auch mit dem Ergebnis. Ich tippe zum Abschluss der kurzen Saison in der Starkenburgliga einen 5 : 3 Heimsieg.

SC Groß-Zimmern II. - Turm Breuberg II.
Nach nun auch rechnerisch gesichertem Klassenerhalt empfängt unsere zweite Mannschaft am kommenden Sonntag eine auf Augenhöhe agierende, zweite breuberge Mannschaft. Man kann daher auf einen offenen Schlagabtausch hoffen und dank der sorgenfreien Saison locker aufspielen. Das gleiche gilt für Breuberg, die mit dem Abstieg auch nichts mehr zu tun haben sollten. Es wird also ein reines und ehrliches Kräftemessen, dass wohl der an diesem Tag besser aufgelegte gewinnen wird.
Mein Tipp lautet: 3½ : 2½ für uns.

SC Groß-Zimmern III. - SC FK Babenhausen IV.
Für die dritte Mannschaft geht es als Gastgeber weiter mit Babenhausen IV., die weiter hinten in der Tabelle stehen. Auch dort gibt es viele neue Nachwuchsspieler, die noch Spielpraxis sammeln müssen und daher von mir als Underdog der Begegnung eingeschätzt werden. Das dachte ich mir auch beim letzten Gegner vom Schachforum Darmstadt, wurde dann aber eines besseren belehrt - also gilt auch hier erst mal Obacht.
Nichtsdestotrotz setze ich auf einen 3 : 1 Heimsieg!

6. Spieltag - Bericht

Erste verliert zu sechst knapp | Zweite souverän beim TEC Darmstadt | Dritte mit Punktgewinn gegen Schachforum VI.

29.01.2023

SC Groß-Zimmern I. - Turm Breuberg I. 3½ : 4½
Das neue Jahr beginnt leider mit einer Niederlage für die erste Mannschaft, die starken Breubergern nur zu sechst begegnen konnte, während Breuberg selbst nur 7 Mann aufbrachte. Dabei hatte das Spiel vorentscheidenden Charakter, denn derjenige, der als Sieger hervorgehen sollte, hätte allerbeste Chancen auf die Meisterschaft samt Aufstieg. Die aktuell noch an der Tabellenspitze stehenden Gernsheimer müssen noch einmal aussetzen und haben ein schwierigeres Restprogramm, sodass man auf einen Ausrutscher durchaus spekulieren könnte - wenn man eben heute selbst punktet.
Aber diese Überlegungen sind nun nicht mehr unser Problem, denn nach der Niederlage gibt es de facto keine Chance mehr auf den ersten Platz - was nicht schlimm ist, versteht mich nicht falsch. Das ausgegebene Saisonziel der ersten Mannschaft war der Klassenerhalt, den haben wir auch schon letzten Spieltag gesichert. Alles darüber ist und war Kür. Aber kommen wir zum sportlichen Teil:
Ohne Dominik und Tobias und leider ohne Ersatz entschieden wir uns taktisch aufzustellen, um so vielleicht eine Chance zu haben. Daher wechselten sowohl Roland als auch ich um ein Brett nach hinten und spielten an 4. bzw. 2. unsere Partien. An unseren hinteren vier Brettern wurde die sonstige Mannschaft aber stabil auf unsere Stammbesetzung gebaut und wie gemeldet gespielt. Paul an Brett 6. musste heute zuschauen, da es ausgerechnet an seinem Brett keinen breuberger Gegner gab.
An Brett 5. spielte natürlich Harald und lieferte einen sehenswerten Kampf dabei ab. In der Eröffnung wurde er von den vier weißen Zentrumsbauern regelrecht gestürmt und fand dabei nicht die besten Felder für die eigenen Figuren. Plötzlich konnte sein Gegner, als der Pulverdampf der Bauernwalze sich verzogen hatte, eine Qualität ersatzlos einstreichen und brachte den materiellen Vorteil locker nach Hause.
An 7. spielte Ghiyath wieder eine sehr vertrackte Stellung, in der fast alles zugestellt war. Er probierte am Damenflügel dem lang rochierten weißen König gefährlich zu werden, während sein Gegner auf dem Königsflügel angriff und durch Einschlag auf h5 bald die Rochadestellung von Ghiyath zerstörte. Der blanke König war danach ein leichtes Angriffsziel und Ghyiath gab auf.
Der breuberger Sieg wurde heute am 8. Brett dingfest gemacht, wo auch Steffen lange probierte einen Angriff gegen den gegnerischen König aufzuziehen. Er musste sich aber ebenso vor feindlichem Feuer gegenüber seines Königs hüten und nach Abtausch mehrere Figuren war wenig los auf beiden Seiten, sodass ein Remisangebot gerechterweise angenommen wurde.
Roland kam an Brett 4. gut zurecht und spielte solide aus der Eröffnung heraus auf positionellen Vorteil. Diesen kreierte er selbst durch die Bildung eines isolierten Doppelbauers im Lager seines Gegners und wickelte ruhig ins Endspiel "guter Springer gegen schlechten Läufer" ab. Am Freitag prophezeite Roland noch, dass er diesen Typus Endspiel gut beherrsche und wohl immer gewinnen würde und diese Einschätzung sollte sich bewahrheiten. Roland gewann das Endspiel bald durch Bauerngewinn.
Durch den Tausch an Brett 2. hatte ich heute einen nominell schwächeren Gegner und durfte daher aktiv auf den vollen Punkt spielen. Nach der Eröffnung bekam ich dank Raumvorteil am Damenflügel und der offenen f-Linie aktives Spiel und Druck auf die gegnerische Rochadestellung. Durch die auf die lange Diagonale a2-g8 gesetzte Batterie Dame und Läufer etwas verängstigt entschied sich mein Gegner der Fesselung des f-Bauern mittels Kf8 und f6 zu entgehen, was seine Stellung hoffnungslos werden ließ. Nach Öffnung der Stellung stand sein König im Dauerbeschuss und großer Materialgewinn für mich war die schlussendliche Folge.

Damit rutschen wir vom zweiten auf den dritten Platz ab und greifen nicht mehr in die Meisterschaftsfrage direkt ein. Wie eingangs erwähnt, macht das aber nichts, wir haben die Klasse gehalten und abermals ein gutes Spiel abgeliefert. Mehr zählt am Ende nicht.

TEC Darmstadt II. - SC Groß-Zimmern II. 2 : 4
Die zweite Mannschaft hatte beim TEC Darmstadt ihr zweites Spiel in diesem Jahr zu bestreiten und sich offensichtlich an meinem Tipp orientiert, denn sie gewinnt einen souveränen Auswärtsauftritt mit 2 : 4 und sichert sich damit nun auch vollends rechnerisch den Klassenerhalt. Daran bestand auch vor dem Spieltag kein wirklicher Zweifel mehr, dennoch wollte man diesen Umstand auch in trockene Tücher bringen.
Gegen die noch im Abstiegskampf halb steckenden Darmstädter spielte man nahezu in gemeldeter Stammbesetzung, was nicht heißt, dass man durch Torsten als Ersatz für Gerd schwächer wäre. Das konnte Torsten abermals mit einem Sieg am letzten Brett belegen, bei dem er diesmal die schwarzen Steine führte und seinen Gegner mittels Bauerngabel auf König und Springer zur Aufgabe zwang.
An Brett 4. spielte Siggi eine offene Partie, die immer in der Waagschale blieb und auch mit der Punkteteilung endete, da beide Seiten keine Möglichkeit sahen, auf Gewinn zu spielen.
Sein Brettnachbar an 5. Jonas gewann nach solider Eröffnung, bei der er sich lehrbuchhaft entwickelte (Figuren raus, rochieren, Türme auf die zentralen Linien), bald die gegnerische Dame gegen einen Turm - entscheidender Materialvorteil, den er nicht mehr abgab.
Wolfgang am 3. Brett knetete seine Partie bis ins Endspiel, bei der beide Seiten ungleichfarbige Läufer hatten. Sein Gegner probierte bis dahin vielfach Wolfgang niederzuringen, doch es war kein Durchkommen und das Remis wurde beschlossen.
Nach DWZ gesehen klarer Favorit sollte an Brett 2. Thomas sein und wurde dieser Rolle auch gerecht. Nach unkonventioneller Eröffnung, opferte Thomas für Spiel einen Bauern, konnte aber nicht in Vorteil kommen und hätte selbst um den halben Punkt kämpfen müssen, wenn sein Gegner richtig fortgesetzt hätte. Doch langsam in Zeitnot geratend half dieser Thomas und patzte in einer Abwicklung gar einen ganzen Springer, sodass Thomas die Hand zum Sieg gereicht bekam.
Am Spitzenbrett kämpfte Martin am längsten und bis zum bitteren Ende. Er versuchte, obwohl hier die Mannschaft schon uneinholbar vorne lag, die Partie mit Minusfigur zu halten, was aber schlussendlich nicht gelang.

SC Groß-Zimmern III. - Schachforum Darmstadt VI. 2 : 2
Mit einem 2 : 2 startet es sich gut ins neue Jahr, dachte sich auch unsere dritte Mannschaft und teilte sich mit den Gästen vom Schachforum Darmstadt VI. die Punkte.
Wie immer besetzten Kiril und Lev die beiden Spitzenbretter und spielten von vorne auf Sieg. Kiril gewann durch Damenschach und gleichzeitigem Figurenangriff schnell einen Läufer, sein König wurde im Tausch dafür aber aus der sicheren Stellung gelockt und war angreifbar. Kiril knickte aber nicht ein und brachte den Materialvorteil nach Hause.
Dino kam direkt zu seinem zweiten Einsatz im Ligakampf der dritten Mannschaft und besetzte Brett 3., an dem er sich zunächst einen schönen Vorteil durch mehr Raum und aktives Spiel erarbeitete. Doch ihm entglitt die Partie zum Ende nochmal und er fand sich in einem Damenendspiel mit drei Bauern weniger wieder, was er nicht halten konnte.
Zu seinem ersten Sieg in einem sonntäglichen Ligaspiel kam heute Anatoli, der sich für die harte Arbeit im Training und lange Wartezeit endlich auch mal selbst belohnte. Schon in der Eröffnung gut in die Partie gekommen, gewann er bald die erste Figur - von vielen weiteren, die noch kommen sollten. Er ließ bis zum Ende nichts anbrennen, wahrte den materiellen Vorteil und gewann sogar die gegnerische Dame. Dann hatte sein Gegner genug gesehen und gab auf.
Lev spielte am längsten heute und musste viel Arbeit in seine hochkomplizierte Partie stecken. Er versuchte wie gewohnt mit einem Angriff auf den gegnerischen König schnell die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden, doch sein Gegner verteidigte sich zäh. Erst sah es so aus, als ob Lev dabei einen Springer, der sich in der feindlichen Stellung vergaloppiert hatte, verlieren würde, konnte aber die gegnerische Rochadestellung weiter unter Druck setzen und aufsprengen. Nach weiterer zäher Verteidigung des Gegners war die Ausbeute mit 2 Bauern hoch genug, um einen Vorteil zu haben, doch dann kam der Konter des Gegners über die siebte Reihe und es folgte leider bald Matt auf g7, sodass der letzte Punkt nach Darmstadt ging.

6. Spieltag - Vorschau

Erste empfängt Breuberg | Zweite muss nach Darmstadt | Dritte spielt daheim gegen Schachforum VI.

22.01.2023

SC Groß-Zimmern I. - Turm Breuberg I.
Im neuen Jahr steht zu Beginn der zweiten Saisonhälfte direkt das nächste Spitzenspiel an, das auch eine wichtige Weiche für den weiteren Verlauf der Saison stellt. Nachdem man im vergangenen Jahr Tabellenführer Gernsheim mit einem Auswärtssieg einholen konnte, empfängt unsere erste Mannschaft nun Breuberg, das mit in den Aufstiegs- und Meisterschaftskampf eingreifen möchte. Noch ist Breuberg Dritter, hat aber schon mal ausgesetzt und stark sind sie noch dazu. Je nach Ausgang der Begegnung erhalten wir uns gute Chancen auf die Meisterschaft, oder versinken bedeutungslos im Mittelfeld. Nicht, dass es schlimm wäre, wenn wir nicht oben mitspielen würden, denn der Klassenerhalt und damit auch unser Hauptziel ist ja bereits gesichert - aber wenn mehr geht, will man bekanntlich ja auch mehr!
Ein Tipp abzugeben fällt mir hier wirklich schwer. Es wird ein harter Schlagabtausch und eine wirklich harte Nuss zu knacken. Mit genug Einsatz und etwas Glück, dürften wir uns über den positiven Ausgang der Begegnung aber freuen. Ich sage ein 4½ : 3½ zu unseren Gunsten voraus.

TEC Darmstadt II. - SC Groß-Zimmern II.
Nach dem guten, aber chancenlosen Spiel gegen den neuen Tabellenführer der A-Klasse, geht es nun zu einem Kellerkind nach Darmstadt, dem Tennis- und Eissportclub Abteilung Schach, kurz TEC. Der TEC konnte im letzten Spiel gegen Weiterstadt einen Befreiungsschlag landen und an diese die rote Laterne abgeben und befindet sich demnach in der Momentaufnahme im Aufwind. Der Vergleich in Spielstärke gemessen am DWZ-Schnitt spricht sich knapp für uns aus. Gepaart mit der bis hierhin guten Saisonleistung, sollte es auch nicht verwundern, wenn ich einen souveränen Auswärtssieg unsererseits erwarte. Die zweite Mannschaft würde so auch rechnerisch den Klassenerhalt sichern und sich für eine solide Saison in der A-Klasse belohnen.
Mein Tipp lautet: 2 : 4 für uns.

SC Groß-Zimmern III. - Schachforum Darmstadt VI.
Zum Auftakt in 2023 empfängt unsere dritte Mannschaft daheim die sechste Mannschaft vom Schachforum Darmstadt und damit den aktuellen Tabellenletzten. Dementsprechend darf man sich auch Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen und sollte die Begegnung von vorne weg und auf Gewinn spielen. Läuft alles so, wie es bislang in der Saison der C-Klasse lief, dürften die Punkte auch in Groß-Zimmern bleiben.
Ich setze auf einen 3 : 1 Heimsieg!

Thilo gewinnt internes Skatturnier

7 Spieler reizen es aus

20.01.2023

Beim gestrigen mal wieder durchgeführten internen Preisskat hatten sich 7 Mitspieler gefunden, die wie gewohnt bei gutem Essen die ein oder andere Runde Skat ausreizten. Nach 24 Runden stand mit Thilo und 892 erspielten Punkten der Sieger des Abends fest. Dahinter, schon mit etwas Abstand, schaffte ich es auf den 2. Platz mit 737 Punkten. Deutlich umkämpfter war der dritte Treppchenplatz, der hauchdünn mit 612 Punkten an Roland ging.

5. Spieltag A-Klasse

Chancenlos gegen Rödermark/Eppertshausen II.

15.01.2023

SC Groß-Zimmern II. - Rödermark/Eppertshausen II. 1½ : 4½
Gegen die dem Aufstieg entgegen strebenden Gäste war an diesem verregneten Sonntag nichts zu holen. Rödermark/Eppertshausen II. gelang es von Beginn an die DWZ-Hoheit nicht nur zu wahren, sondern auch voll an die Bretter zu bringen. Dabei stand es nach gerade mal 10 Minuten im Wettkampf bereits 0:2 für die Gäste, da einerseits Jonas kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel und sein Brett unbesetzt blieb, und andererseits Martin schon in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt und überrollt wurde. Seine Partie war nach 8 gespielten Zügen fertig - quasi als sie angefangen hat.

An Brett 4. spielte Siggi wohl die ruhigste Partie von allen, obwohl sein Gegner mit 1700 DWZ übermächtig erschien. Er und sein Gegner entwickelten sich vollständig und tauschten im Zentrum erste Leichtfiguren ab. Das ließ die Partie im Mittelspiel keine Spannung entwickeln. Nach langem Lavieren schnitt sich Siggi plötzlich alle Rückzugsfelder seines Springers ab und dieser ging durch einen einfachen Angriff über einen Bauern verloren, sodass Siggi sich nicht mehr viel zeigen ließ und aufgab.

Auch Brett 6. bildete keine Ausnahme. Torsten musste sich ebenfalls gegen einen stärkeren Gegner erwehren und tat dies nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Furchtlos schob er seine Königsflügelbauern nach vorne und versuchte die Stellung des schwarzen Monarchen zu erstürmen. Sein Gegner kam ihm in der Eröffnung hierbei etwas entgegen, da er seine den König schützenden Bauern ebenfalls vorzog und den König so immer angreifbar in der Mitte stehen ließ. Torsten entwickelte sich weiter und gewann dank seinem aktiven Spiel und Entwicklungsvorsprung im Zentrum den ersten Bauern. Bald darauf fiel auch der zweite Bauer und Torstens Gegner gab sich mit dem materiellen Rückstand konfrontiert geschlagen.

Gerd übernahm das 5. Brett und sah sich auch einem Gegner mit deutlich höherer DWZ ausgesetzt. Mit den schwarzen Figuren versuchte er sich aktiv zu entwickeln und gegen das weiße Bauernzentrum zu spielen. Das gelang ihm zu Beginn der Partie recht gut und mit genügend Raum auf dem Brett hatte Gerd keine Probleme gute Felder für die eigenen Figuren zu finden. Bis hierhin hatte er also für eine offene Partie gesorgt und das sollte sich nicht mehr ändern. Nach ein paar weiteren Zügen, bei der keine Seite irgendwie in Vorteil kommen konnte, wurde sich auf Remis geeinigt.
Bei Wolfgang, der den Gegner mit der zweithöchsten DWZ aus dem Team von Rödermark/Eppertshausen II. hatte, kamen bald einige zu lösende Probleme auf. Erst waren schnell seine beiden Zentrumsbauern unter Attacke, dann wurde er am Königsflügel durch vorstürmende Bauern einem Königsangriff ausgesetzt. Im Laufe der weiteren Partie verlor Wolfgang eine Figur und wurde dank des materiellen Nachteils nicht mehr in die Partie zurück gelassen. Er musste sich schlussendlich nach langem Kampf leider geschlagen geben.

So endet der Spieltag dann standesgemäß mit dem Sieg für den haushohen Favoriten, der weiterhin mit absolut weißer Weste die A-Klasse dominiert und sich so allerbeste Aufstiegschancen sichert. Unsere zweite Mannschaft macht zwar keine Punkte, hatte aber angesichts der Stärke des Gegners vor dem Spieltag nichts zu verlieren. Man tritt mehr oder minder tabellarisch auf der Stelle und steht nun auf Platz 5.
Der Klassenerhalt scheint mit Blick auf die restlichen Ergebnisse von heute und dem durchaus einfacheren Restprogramm aber trotzdem sicher. Sollte in den kommenden Spielen gegen die Kellerkinder der A-Klasse gewonnen werden, wovon ich ausgehe, wird der Klassenerhalt auch rechnerisch bald klargemacht.

Neue Zeiten Kinder- und Jugendtraining

Neuer Beginn um 18:00 Uhr

10.01.2023

Um einen Übergang zum Erwachsenentraining zu vereinfachen, wird der Beginn des freitäglichen Kinder- und Jugendtrainings um eine halbe Stunde nach hinten verschoben und fängt nun immer um 18:00 Uhr statt.

Jahreshauptversammlung 2023

10. Februar 2023, Beginn 20 Uhr

10.01.2023

Liebe Mitglieder,

Am 10. Februar findet die diesjährige Jahreshauptversammlung statt, zu der ich euch herzlich einlade. Beginn ist um 20:00 Uhr im Glöckelchen. Ich bitte um rege Teilnahme. Anbei die Einladung in schriftlicher Form.

Staufer Open 2023

Torsten in Schwäbisch Gmünd

07.01.2023

Das in diesem Jahr nach Pandemie bedingter Pause wieder durchgeführte Staufer Open in Schwäbisch Gmünd wurde in diesem Jahr auch mit zimmner Beteiligung gespielt. Torsten, der auch mir das Turnier mal schmackhaft machen konnte, war auch bei der diesjährigen Ausgabe im B-Turnier gestartet und durfte sich in 9 Runden mit seinen Gegnern messen.
Am Ende schaffte es Torsten in einem starken Teilnehmerfeld mit 233 Spielern auf den 166. Platz mit 4 erspielten Punkten. Die inoffizielle DWZ-Auswertung des Turniers gibt dabei ein kleines Minus von 6 Punkten an - alles in allem hat Torsten also in etwa seinen mathematisch erwarteten Score getroffen.

Insgesamt, d.h. A- und B-Turnier zusammen, haben 433 Spieler mitgespielt. Eine respektable Zahl für das Turnier, das nach langer Pause wohl nichts in seiner Beliebtheit einbüßen musste. Wer sich genauere Details zu Torstens Ergebnissen anschauen mag und mehr über das Turnier selbst erfahren möchte, der klickt auf die Turnierwebsite.

Staufer Open Staufer Open

5. Spieltag A-Klasse

Intermezzo gegen Rödermark/Eppertshausen II.

03.01.2023

SC Groß-Zimmern II. - Rödermark/Eppertshausen II.
Im neuen Jahr startet die Saison für die zweite Mannschaft in der A-Klasse früher als für die restlichen Mannschaften. Das liegt an dem Umstand, dass die A-Klasse mit 9 Mannschaften proppevoll ist und zusäzliche Spieltage zum ausspielen der Runde braucht. Am 15.01. kommt der von mir auserkorene Meisterschaftsfavorit der A-Klasse Rödermark/Eppertshausen II. zum Heimspiel. Bis hierhin sind die Gäste noch verlustpunktfrei (bei einem spielfrei, das jeder mal hat in der A-Klasse) und dürften auch aufgrund der Aufstellung mit einem DWZ-Schnitt von 1729 der Favorit sein. Doch wir erinnern uns - das war Pfungstadt auch und unsere zweite konnte da die "Favoriten" ärgern und ihnen ein Mannschaftsremis abtrotzen, auch wenn nun ein anderes Kaliber auf sie wartet. Wir werden sehen, wer besser ins Jahr starten kann. Zu verlieren hat nur Rödermark/Eppertshausen etwas, daher kann man befreit aufspielen.
Mein Tipp lautet daher: ein weiteres Mal 3:3.

2022

Persönlicher Jahresrückblick

26.12.2022

Liebe Vereinsmitglieder,

Im letzten Jahr hatte ich zum Jahreswechsel respektive Ausklang des Jahres einen persönlichen Rückblick auf das schachliche Jahr für unseren Verein gegeben und möchte das nun wieder tun. Als ich meine Erinnerungen an die vergangenen Monate sortierte, schien mir das nun endende Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 zunächst mal nicht so ereignisreich. Doch der Eindruck täuschte, denn mir fielen immer mehr Meilensteine, Ereignisse und nennenswerte Dinge rund um den Schachclub ein, die ich im folgenden einordnen möchte.

Den Einstieg machen wir wieder mit Corona, denn im ersten Halbjahr waren die Pandemie und zugehörige Maßnahmen abermals Hauptursache für das gestockte Vereinsleben. Bis zum März war es nur unter 2G+ möglich, den Vereinsabend im Glöckelchen zu besuchen - was sich massiv auf die Teilnehmerzahlen ausgeschlagen hat! So lese ich in Berichten von Februar, dass man zeitweise aufgrund geringer Nachfrage (oder weil man nicht kommen durfte, dank den Regeln) gar kein Training mehr veranstaltet hatte. Das hat uns nach dem erfolgreichen Jubiläumsopen auch wieder sensibel im Vereinsleben ausgebremst. Abermals wurde versucht, wenigstens teilweise das Training und die Spielabende online zu veranstalten. Doch wie die ersten damit gemachten Erfahrungen am Anfang der Pandemie bereits zeigten - online funktioniert das bei uns nicht und dementsprechend schlecht war die Teilnahme.
Nichts destotrotz haben wir für die Deutsche Schachonlineliga (DSOL) eine Mannschaft gemeldet und gegen andere Vereine aus ganz Deutschland eine Spaßsaison gespielt - mit mäßigem Erfolg. Diese Saison war mal was anderes und hat den Namen des SC Groß-Zimmern erneut deutschlandweit etwas bekannter gemacht, aber ins Finale der DSOL konnten wir nicht vorstoßen. Umso schöner war dann die Nachricht, dass ab dem 01. März 2G+ entfallen konnte und wieder mit 3G-Regelung im Verein gespielt werden durfte. Nach 5 Monaten Abstinenz für manche war das insgesamt für viele Mitglieder der ersehnte Einstieg zu den geliebten Spielabenden, die sich ab diesem Zeitpunkt auch einer stetig wachsenden Teilnehmerzahl erfreuen konnten. Einen Monat später trafen sich die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung, bei der auch ein neuer Vorstand zu wählen war. Torsten schied nach langer und sehr erfolgreicher Zeit als Kassenwart aus dem Vorstand aus und wurde durch Harald ersetzt, der den Posten des Schriftführers an Thomas weitergab. Für die hervorragend geleistete Arbeit, sowie das Engagement neue Aufgaben für den Verein zu übernehmen, sei an dieser Stelle nochmals an die drei mein persönlicher Dank gerichtet, denn ohne funktionierenden Vorstand und passionierte Mitglieder ist ein dauerhaftes Aufrechterhalten des Vereinslebens und der Vereinsführung auf dem aktuellen Niveau nicht möglich.

Vereinsabend 29.04. Vereinsabend 29.04.

Theoretisch wäre es ab dem Frühling auch möglich gewesen, eine Saison zeitig zu planen und durchzuführen - wozu sich die Vereine des Bezirks mehrheitlich auf einer Sondersitzung ausgesprochen hatten. Doch bis diese dann etwas abgeänderte und angepasstere Trainingssaison endlich ins Rollen kam, sollte es noch weitere 2 Monate dauern. Unter anderem wollte man mit einem Hygienekonzept des hessischen Schachverbandes die Trainingssaison durchführen, was auf viel Widerstand stieß und direkte Rückzüge von Spielern, Mannschaften und Vereinen nach sich zog. Letztendlich war die dann im Sommer gespielte Trainingssaison unterm Strich für den gesamten Bezirk ein Reinfall. Zu wenige Spiele fanden statt, viele Bretter waren unbesetzt und viele Spieler wollten erst wieder mitspielen, wenn es eine echte Saison wie vor der Pandemie gab. Generell wurden immer mehr Stimmen laut, dass es einen Umbruch im Bezirk geben müsste und man die Turnierordnung und die Spielrunden ob der ausgedünnten Spielerdecke der einzelnen Vereine anpassen müsste. Auf der Jahreshauptversammlung des Bezirks im Hochsommer kam es dadurch auch zu einigen Neubesetzungen im Bezirksvorstand. So wurde auch ich für das Amt des Pressewartes gewonnen und löste damit Holger Bergmann in diesem Amt ab, der für seine dort geleistete Arbeit zurecht im Bezirk hoch geachtet wird. Nicht ganz unschuldig hieran (so die Argumentation des Schachfreundes, der mich für dieses Amt vorgeschlagen hatte) ist die Entwicklung unserer Internetseite, an der ich nach wie vor stets arbeite, um sie immer aktuell zu halten, mit Leben und Infos zu füllen und auch den technischen Gegebenheiten anzupassen. Das Amt des Presewarts möchte ich bestmöglich ausfüllen und schreibe auch an jedem Spieltag munter meine Ligakommentare nebst einiger Prognosen, von denen ich hoffe, dass sie im Mindesten an die schönen und fundierten Berichte Holgers heranreichen.

Für mich persönlich startete das Vereinsjahr erst wirklich im Mai, als mit den ersten wärmeren Sonnentagen auch das überschachliche Vereinsleben richtig aufblühte. So trafen wir uns zu den Ortsvereinsturnieren der Bogenschützen und der Sportschützen und nahmen an beiden Turnieren mit sehr gutem Erfolg teil! Auch das alljährliche Grillfest des Vereins bei Roland war wieder ein voller Erfolg und mit 36 Leuten rekordverdächtig besucht. Ich bin überzeugt, dass diese Aktivitäten dem Vereinsgefüge äußerst gut getan haben und die alten Verhältnisse der weiteren Spielabende und dem Interesse am Verein absolut zuträglich gewesen sind. Immerhin kamen im Frühling zeitweise 18 Leute freitags ins Glöckelchen und man spürte endlich, dass man ein normales, freies Miteinander zurück hatte. Und damit auch den Spaß am schönsten Spiel der Welt - dem Schach!

Und Spaß ist das Wort das ich zum überleiten benutzen möchte, um auf die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen einzugehen. Nachdem wir eine dritte Mannschaft um Lev, Kiril und Makar gemeldet haben und diese Erfahrungen im Langzeittschach und als Team sammeln konnten, sind sie regelrecht unaufhaltsam dabei, ihre Spielstärken zu verbessern. Lev und Kiril spielen nebenbei fast jedes Wochenende irgendwo ein Schachturnier mit und bringen neben den guten Ergebnissen auch den ein oder anderen Preis oder gar Pokal samt Turniersieg mit. So war es dann auch auf Wunsch von unserem Jugendleiter Roland nicht verwunderlich, dass wir mit dem neuen Jugendleiter des Bezirks eines der vier Turniere vom Kinder- und Jugend Grand-Prix bei uns stattfanden ließen. Am Folgetag des Turniers haben wir auch noch die Blitzbezirksmeisterschaften der Jugend bei uns veranstaltet. Die beiden Turniere brachten wirklich frischen Wind in das Glöckelchen und man konnte sich abermals als guter Turnierveranstalter präsentieren. Das sollte man sich in Zukunft beibehalten und sich öfters als Organisatoren anbieten.

Bis zu den besinnlichen Weihnachtsfeiertagen hinein sind wir von weiteren Einschränkungen verschont geblieben und der Verein trifft sich in heiterer Regelmäßigkeit zu den Spielabenden freitags im Glöckelchen und einer regulären Spielrunde sonntags, die mit dem positiven Trend der letzten Jahre weiter gut für die Zimmner Mannschaften verläuft. Die erste Mannschaft hat Chancen auf die Meisterschaft in der Starkenburgliga, die zweite Mannschaft hat den Klassenerhalt in der A-Klasse nahezu sicher in der Tasche und die dritte Mannschaft punktet ordentlich in der C-Klasse und bekommt viel Spielpraxis. Die allgemeine Stimmung im Verein ist meiner Meinung nach aktuell sehr gut und trotz mehrfacher Rückschläge in den beiden vorangegangenen Wintern wieder auf einem Allzeithoch. Dazu trägt einerseits der sportliche Erfolg bei, aber mindestens im gleichem Maße der Umstand, dass man es in letzter Zeit auch schafft, die Freitage mit Abwechslung zu füllen und gewünschte, lange versprochene oder gar auf der Jahreshauptversammlung beschlossene Aktionen durchzuführen. Darunter fallen die beliebten Skatturniere, ein internes Langzeitturnier und ein neuerdings anlaufendes Angebot an gezieltem, themenbezogenem Training für alle. Insbesondere letzteres ist hier als direkter Erfolg hervorzuheben, denn an den bislang drei Terminen nahmen im Schnitt 10 Leute teil und brachten sich konstruktiv und mit Spaß in die Trainingseinheiten ein.

Hoffen wir also, dass der Verein sich diese Entwicklungen behält und sie weiterhin positiv gestaltet. Es werden neue Herausforderungen kommen, denen ich aber zuversichtlich entgegen sehe, dass wir diese bestehen wie die bisherigen. Im neuen Jahr 2023 werden wir uns auch endlich zu unserem 100 jährigen Jubiläum eine gebührende Feier veranstalten, an der wir es uns richtig gut gehen lassen. Die Planung hierfür läuft bereits und ein grobes Rahmenprogramm steht bereits. Einige Ideen zur weiteren Gestaltung des Abends und zur Unterhaltung aller Gäste sind im Vorstand bereits angesprochen - ihr könnt euch also auf ein ordentliches Fest freuen! Ein Termin hierfür wird bald bekannt gegeben, mit dem dann auch die Einladungen ausgesprochen werden.

Bis dahin wünsche ich euch allen und euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest, viel Entspannung und Erholung in den ruhigen Tagen zwischen den Jahren und einen guten Start ins neue Jahr 2023!

Steffen Heß
1. Vorsitzender

Seniorenmeisterschaft des Bezirks zu Ende

Ergebnisse und Tabellen

13.12.2022

Am gestrigen Montag endete die diesjährige Seniorenmeisterschaft des Bezirks, an der auch Wolfgang, Gerd und Torsten teilnahmen. Während Torsten an Brett 2. in der letzten Runde noch den Ausgang des Turniers aktiv mit gestalten konnte, ging es für Gerd und Wolfgang nur noch um die Kür der Finalrunde. Gerd gelang hierbei leider kein Punktgewinn, Wolfgang konnte sein Punktekonto mit einem Sieg nochmal aufstocken und Torsten erreichte ein beachtliches Remis gegen den späteren Zweitplatzierten mit 1709 DWZ.

Gerd belegte damit am Ende bei 1½ Punkten den 10. Platz.
Wolfgang wurde mit 2 Punkten Neunter und
Torsten gelang mit respektablen 3½ beinahe der Sprung aufs Siegertreppchen. Er wurde nur knapp Vierter - und das mit beinahe der besten Buchholzwertung. Immerhin spielter er auch gegen alle drei Erstplatzierten.

Und nun zu einem Bericht zu den Seniorenmeisterschaften von Torsten:
Am letzten Spieltag der Senioren waren alle 12 Teilnehmer versammelt, um die noch ausstehenden Entscheidungen zu finalisieren. Dabei hatte Gerd mit dem zweitgesetzten Arkadij Tirapolski die größte Herausforderung. Eigentlich gelang ihm die Eröffnung ganz gut, nur gab es dann im Mittelspiel auf einmal zu viele Möglichkeiten, die zu beachten waren und dabei war die wichtigste Variante zu früh fallen gelassen worden. Mit einer Figur weniger konnte er dann dem Druck nicht mehr standhalten und musste seinem Gegner gratulieren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sprinter schon längst fertig mit ihren Spielen. Dieter Frank gewann gegen Joachim Götz und und auch Gerhard Kirchmann setzte sich mit seinem Sieg gegen Alexander Müller vorerst an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Am Ende seiner Partie war seine Bedenkzeit nur 7 Minuten vermindert. Was für eine Verschwendung – aber dafür musste er halt abwarten, was die anderen Bretter noch für Ergebnisse ergeben.

Auch Torsten hatte mit Walter Pauli einen DWZ Brocken als Gegner. Er kam aus seiner Eröffnung auch gut heraus. Kurz nachdem beide Seiten kurz rochiert hatten, schickte Walter Pauli mit einem Sprint „Harry“ den Randbauern nach vorne und es wurde für Torsten eng auf dem Königsflügel. Der Konter begann als Torsten’s f-Bauern Vorstoß die wichtige weiße Diagonale blockierte und auch die Bedenkzeit seines Gegners sich damit deutlich reduzierte. Kurz im Anschluss passte es Torsten auch ganz gut, mit einem Zwischenzug den weißen a -Bauern mit der Dame zu gewinnen. Hierdurch wurde mit zwei Figuren die gegnerische Bauernwurzel des Zentrums bedroht. Notgedrungen musste Weiß seinen angreifenden Turm vom Königsflügel wegholen und nun drohte es dort wieder für die schwarze Dame eng zu werden. Mit dem Rückzug der Dame wurde von Torsten ein Remis angeboten, dass sein Gegner hinsichtlich seines Zeitverbrauchs und der Perspektive eines gegnerischen Bauernsturmes am Damenflügel annahm. Mit diesem Remis erreichte Walter Pauli nur die gleiche Punktzahl, wie der aktuell führende Gerhard Kirchmann. Die Zweitwertung wurden also wichtig und die übrigen Partien liefen noch.

Wolfgang musste jetzt noch seinen Gegner kneten. Aber er fand dann ein Feld, um mit seinem Läufer die beiden gegnerischen Türme aufzuspießen. Dadurch ergaben sich dann Routen, um mit Springer und Schwerfigur den König einzuengen und auch die Partie erfolgreich zu beenden. Während der Partie musste der Turnierleiter Wolfgang Ebert allerdings unterstützen, denn die Uhr war plötzlich aus und die verfügbaren Zeiten wurden auf einer Ersatzuhr schnellstens rekonstruiert.

Aber dann springe ich wieder zur letzten laufenden Partie zwischen Reiner Gruber und Heinz-Friedrich Cors. Das Material war die ganze Zeit sehr ausgeglichen und im Endpiel mit einem Turm und vielen Bauern. Ein lauffreudiger Bauer von schwarz schaffte es dann aber auf die dritte Reihe und es fehlte die Idee diesen unterstützten Bauern noch zu stoppen. Damit gewann Heinz-Friedrich Cors die Partie und insgesamt 4,5 Punkte aus 5 Partien. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Seniorenmeister.

Insgesamt zeigten sich die Senioren sehr entscheidungsfreudig. Neben zwei kampflosen Partien gab es nur drei Remis. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, das bei 13 Siegen von weiß auch deren 12 Schwarzerfolge stehen. Im Rahmen der Siegerehrung wurde von Gerd Held auch dem Turnierleiter zu seiner erfolgreichen Arbeit gratuliert.

Dieses Turnier ist zwar beendet, aber die Starkenburger Schnellschachmeister des Jahres 2022 fand im aktuellen Jahr keinen Platz mehr, so dass diese im Feb 2023 nachgeholt werden soll. Auch für die kommende Seniorenmeisterschaft des Jahres 2023 gibt es schon die ersten Ansätze: es wird jeweils ein Spieltag im März, April und Mai geben. Dazu kommen dann noch zwei Spieltage im Juni.

4. Spieltag für Groß-Zimmern erfolgreich - alle Mannschaften punkten

Erste sichert Klassenerhalt | Zweite holt Punkt gegen Favorit Pfungstadt | Dritte spielt bei Dinos Debüt Unentschieden

04.12.2022

Zum zweiten Advent und letzten Spieltag diesen Jahres belohnten sich alle drei Mannschaften nochmal selbst und brachten aus ihren Auswärtsspielen Punkte mit nach Hause.

SK Gernsheim III. - SC Groß-Zimmern I. 2½ : 5½
Das Spitzenspiel der Starkenburgliga geht zu unseren Gunsten aus, und das recht deutlich. Dabei gewannen wir sogar noch etwas höher, als von mir vorausgesagt. Beide Mannschaften konnten vollzählig antreten, was einem Duell der Tabellenführer nur gerecht wurde. Denn der Mannschaftskampf mit Gernsheim bot wieder allerhand, was Schach so schön und unterhaltsam macht. Während Gernsheim mit einem Sieg auf und davon in der Tabelle ziehen konnte und wohl nicht mehr einholbar gewesen wäre, hatten wir die Gelegenheit mit zwei Punkten den Klassenerhalt zu sichern. Ich betone es hierbei noch einmal: Die Starkenburgliga ist stark dezimiert, sodass es elementar wichtig ist, frühzeitig seine Spiele zu gewinnen und zu punkten, da man sonst ganz schnell auf dem Abstiegsplatz landen kann.
Nachdem der Ausblick auf die möglichen Folgen gegeben ist, kommen wir zum sportlichen.
Schaut man sich die Aufstellungen an, sollten wir trotz des gernsheimer Heimvorteils die leichten Favoriten sein. Doch das schien nichts bedeuten zu müssen, denn Roland am 3. Brett musste die Uhr als Erster anhalten und zum Sieg des Gegners gratulieren. In der Eröffnung opferte er durch Einschlag auf f7 einen Läufer, um die Figur mit einem Doppelangriff durch Schachgebot der eigenen Dame zurück zu gewinnen. Haken an der Sache war nur, dass Schwarz das Schachgebot blockieren und gleichzeitig den eigenen, von der Dame bedrohten Läufer decken konnte. Danach war die Stellung schon sehr nachteilig für Roland, dessen Handy zu allem Überfluss auch noch klingelte und er dadurch keine Chance mehr bekam, sich zurück zu kämpfen.
Den zeitnahen Ausgleich stellte aber Paul an Brett 5. her, der nachdem beide Seiten ihre Entwicklung mit einigen Tempoverlusten beendeten, wie gewohnt zum Angriff auf den feindlichen König ansetzte. Dabei ließ Paul seine Figuren sehr harmonisch aufziehen und immer neue Drohungen aufstellen. Sein Gegner machte unter Druck gesetzt mehrere positionelle Zugeständnisse und gab Paul, der weiterhin die Figuren tadellos platzierte, bald die Möglichkeit über Kombinationen Material zu gewinnen. Als Paul einen ganzen Turm gewann, wurden noch ein paar Züge gemacht und dann die Gegenwehr eingestellt.
Mit dem heutigen Sieg (und nun 3½ Punkten aus 4 Spielen) überholt er Harald als Topscorer der ersten Mannschaft, denn Harald konnte heute leider nicht mithalten und verlor am 6. Brett. In der nachträglichen Analyse konnten wir den entscheidenden Fehler, der die ganze Partie zum Kippen brachte, nicht genau eingrenzen, einigten uns aber darauf, dass wohl in der Eröffnung nicht ganz nach Theorie gespielt wurde und Harald so ins Hintertreffen geraten ist. Jedenfalls wurde sein Damenflügel unter dem weißen Angriff eingedrückt und er verlor zuviel Material, ohne dabei den typischen Königsangriff am anderen Flügel zum Laufen zu bekommen.
Einen wichtigen Sieg zum Gesamterfolg der Mannschaft trug heute wieder Dominik an 2. bei, der sein hartes Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern exzellent zu Ende spielte. Während er mit dem aktiven König den feindlichen Läufer an die Deckung eigener Bauern band, ließ er einen Freibauern weit vorrücken, der von Dominiks Läufer Unterstützung bekam. Nachdem der Bauer weit genug vorgelaufen war, riss sich Dominiks König von seiner ersten Aufgabe los und drückte den Freibauer durch. In der Analyse hinterher zeigte Dominik, dass er Endspiele wirklich wie eine Engine beherrscht und fand alle Finten, Tricks und Genauigkeiten um das Endspiel zum Sieg in den einzelnen Varianten zu verwerten. Bärenstark!
Komplett zu unseren Gunsten neigte sich der Spieltag dann, als Ghiyath am 7. Brett gewann. Nach äußerst aggressiver Eröffnung, bei der er mutig einen Bauern nach dem anderen zur Treibjagd der feindlichen Dame vorzog, kam Ghiyath zu gutem und aktivem Spiel am Damenflügel, brach dort mit beiden Türmen ein und drohte Vernichtendes. Einen Konter hatte da sein Gegner noch, den er auch ausspielte: Ein Turmopfer auf f1 entblößte den König von Ghiyath vollends, sodass dieser schnell um sein Leben fürchten musste. Es gab danach an einigen Stellen nichts mehr zu holen, doch Ghiyaths Gegner fand den letzten Stoß nicht, ließ auch die Möglichkeit zum Dauerschach verstreichen und wurde bald durch die bereits erwähnten starken weißen Türme Matt gesetzt.
Am 4. Brett konnte Tobias sich ebenfalls über den vollen Punkt freuen und damit gleichzeitig auch über den ersten Saisonsieg. In der Entwicklung wurden nur Springer getauscht und mit dem Läuferpaar auf beiden Seiten aktives Spiel gesucht, doch die Figuren von Tobias und dessen Gegner neutralisierten sich lange Zeit. Es wurde nach und nach weiter runtergetauscht, dann unterlief dem Weißen ein entscheidender Fehler im sonst ausgeglichenen Endspiel und Tobias ließ sich nicht zweimal bitten. Er gewann eine Figur und ihm wurde die Hand zum Sieg gereicht.
Kurz nach Tobias beendete auch ich meine Partie siegreich. Ich gewann früh im Mittelspiel einfach einen Bauern durch einen Rechenfehler meiner Gegnerin, ließ mich dann aber etwas zu sehr vom feindlichen Läuferpaar einschnüren. Da ich mich schlecht aktivieren konnte, setzte ich mich selbst psychisch sehr unter Druck, überlegte immer sehr lange und verschenkte so massiv Bedenkzeit. Als ich einen weiteren Bauern einheimsen konnte und die eigenen Freibauern vorschob, hatte ich noch gut 1 Minute für 12 Züge! Ein grober Schnitzer, durch den ich per Springergabel einen ganzen Turm gewinnen konnte, beendete die Partie aber bevor ich wirklich blitzen musste. Trotzdem muss ich wieder an Geschwindigkeit dazugewinnen - das war das dritte Spiel in Zeitnot in dieser Saison...
Mit 2:5 im Rücken konnte Ersatzmann Dieter sein Endspiel beruhigt kneten und tat das auch bis zum bitteren Ende. Er besaß einen Springer, fünf Bauern und sah sich einem schlechten Läufer, fünf auf der Farbe des Läufers stehenden Bauern und einem sehr aktiven feindlichen, weißen König entgegen gesetzt, während er selbst mit dem Springer hinter den eigenen Bauern lange Zeit eingekerkert war. Als er dann aber die Möglichkeit bekam, den Springer ins feindliche Lager umzugruppieren, taten sich plötzlich allerhand Gewinnchancen auf. Es drohte bei richtigem Spiel mal hier, mal dort den Springer in die weiße Bauernkette zu opfern, um einen Freibauern zu bilden, der auch vom weißen Läufer nicht mehr aufgehalten werden konnte, denn dem wurden durch die eigenen Bauern wie erwähnt viele Felder zum aktiven Spiel geraubt. Dieter fand aber langsam in Zeitnot geratend die richtigen Fortsetzungen nicht und einigte sich nach langem Probieren auf die Punkteteilung.

Mit dem heutigen Sieg entledigen wir uns aller Absteigssorgen und machen den Kampf um die Meisterschaft in der Starkenburgliga nochmal spannend. Bis auf einen Punkt sind wir an Gernsheim nun heran gekommen und auch das weitere Feld der Starkenburgliga, die vor dem Spieltag noch dicht beieinander war, trennt sich langsam auf.

SK Pfungstadt I. - SC Groß-Zimmern II. 3 : 3
Mein Tipp hat hier gestimmt und die zweite Mannschaft entführt einen Punkt beim Favoriten Pfungstadt. Hier muss ich auch gleich nochmal eine Korrektur einfügen, denn Pfungstadt ist nicht, wie ich in der Vorberichtserstattung behauptete, schon mal in dieser Saison gestrauchelt, sondern war verlustpunktfrei erster. Erster sind sie geblieben, allerdings hat man gegen Groß-Zimmern einen Punkt abgeben müssen.
Nach langer Zeit konnte Martin wieder mitspielen und stieg direkt mit einem fixen Sieg in die Saison ein. Er überspielte seinen sehr passiv agierenden Gegner schon in der Eröffnung und heimste einen diagonal gefesselten Turm durch zweiten Angriff komplett und ersatzlos ein. Mehr ließ sich sein Gegner nicht mehr zeigen und gab auf. Ein gelungener Einstand am Spitzenbrett!
Gerd musste sich am 4. Brett bald darauf geschlagen geben. Neben seiner Bedenkzeit lief auch die Stellung mehr und mehr aus dem Ruder, sodass er seinem Gegner bald die Hand reichen musste.
Am 2. Brett konnte Thomas sein Läuferpaar bis ins Endspiel retten, doch das war dank sieben Bauern auf beiden Seiten sehr verstellt und geschlossen, was nicht die ideale Stellungsart für das Läuferpaar darstellt. Gefühlt war wenn dann eben Thomas dank etwas besserer Aktivität und sich hierdurch ergebende Ideen am Drücker, doch ohne Risiko zu gehen wurde sich auf die Punkteteilung geeinigt.
Auch Torsten einigte sich auf ein schiedlich, friedliches Remis mit seinem Gegner. Ebenso Siggi. Bei Siggi lavierten beide Seiten nach der Entwicklung etwas, fanden aber kein aktives Spiel. Siggis Gegner drohte mit einem Springereinfall über f4 eine Qualität zu gewinnen, doch die Falle wurde gekonnt von Siggi umschifft. Danach war die Partie durch die Bauern beider Seiten recht verkeilt und man sparte sich die restliche Energie durch Remisangebot.
Nach längerer Pause kehrte auch Jonas ans Brett zurück. Nach abgeschlossener Entwicklung gewann er in einem Abspiel im Zentrum einfach einen Bauern und hielt die Stellung hiernach gut geschlossen. Ein Springer landete gedeckt vom Bauern auf c3 auf d4 und blockierte für die feindlichen Türme die d-Linie. Doch danach ließ sich Jonas hinreißen, die eigene Bauernstruktur durch Abtausch des verbliebenen Läufers zu schwächen und Schwarz bekam Gegenspiel. Beide Seiten einigten sich vor dem Rückgewinn des Mehrbauern auf Remis und besiegelten damit auch die Punkteteilung der Mannschaften.

Mit dem Punktgewinn in Pfungstadt lässt es sich gut leben. Auch wenn hier der Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern ist, bleibt die zweite Mannschaft auf einem guten Weg diesen bald zu erreichen. Genug Spiele in der übervollen A-Klasse sind ja noch zu machen.

SK Gernsheim VI. - SC Groß-Zimmern III. 2 : 2
Und auch hier lag ich mit meiner Vorhersage goldrichtig. Allerdings mussten zunächst gegen Gernsheims sechste Mannschaft zwei Ersatzleute gefunden werden. Glücklicherweise sprangen sowohl Wilhelm als Dino ein. Dino kam hierbei nach gerade mal drei Trainingsabenden zu seinem Debüt im Langzeitschach und hielt die ganze Partie über sehr gut mit. Er entwickelte sich anständig, ließ sich im Mittelspiel nicht überrollen und fing sogar einen bedrohlichen Angriff der feindlichen Dame auf seinen König ab. Im Endspiel musste er sich dann aber nach klasse Kampf doch noch geschlagen geben. Trotzdem ein gelungener Einstand!
Kiril siegte heute kampflos, da er leider keinen Gegner bekam. Dafür durfte er gegen den zuschauenden Mannschaftsführer der Gernsheimer eine Trainingspartie spielen.
Am 2. Brett spielte Lev abermals rasant auf Angriff. Doch sein Gegner ließ anfangs nicht viel zu und hielt die Partie in der Balance. Erst als Lev immer mehr Durck durch Ausnutzung schwacher Felder durch die eigenen Figuren erzeugte, patzte sein Gegner und verlor die Qualiät. Das Endspiel mit Turm gegen Springer war für Lev nicht schwer zu gewinnen.
Wieder einmal als Ersatzmann dabei war Willi, der seinen jungen Gegner anfangs auch gut im Griff hatte und ihm eine Qualität abnahm. Doch danach fand Wilhelm nicht immer die besten Züge, ließ zwei feindliche Freibauern immer weiter gen Grundreihe marschieren und patzte dann zweimal kurz nacheinander. So kam Gernsheim noch zum 2:2 und sicherte sich einen Punkt im Heimspiel.

So kommt es wenigstens mit meinem Tipp hin und die dritte Mannschaft zu einem weiteren Punkt. Sie steht nun solide im Mittelfeld und darf sich entspannt den Weihnachtsferien entgegen sehnen. Im Januar geht es dann auch für unsere kleinen weiter.

4. Spieltag in der Runde und bei den Senioren

Update zur Seniorenmeisterschaft + Vorschau auf Spieltag

28.11.2022

Am zweiten Advent reisen unsere drei Mannschaften nochmal zum letzten Spieltag dieses Jahres. Doch zuvor gebe ich euch ein Update zur laufenden Seniorenmeisterschaft, da man auf der Bezirksseite leider immer noch nichts nachlesen kann. In der vierten Runde wurden 2 Punkte aus 3 Partien geholt. Gerd gewann dabei als erster, denn sein Gegner tauchte einfach nicht auf. Dadurch gewann er kampflos einen Punkt und steht nun bei 2½ aus 4 und spielt zum Abschluss um eine Position im oberen Tabellendrittel. Ebenso Torsten, der nach seinem Sieg nun bei fast perfekten 3 aus 4 steht und auch den 3. Platz zeitweise einnimmt. In der letzten Runde spielt er sogar um den Turniersieg mit, trifft aber auf den Darmstädter 1. Vorsitzenden Walter Pauli, der ein harter Brocken sein wird. Wolfgang musste diesmal Erfahrung sammeln und eine Niederlage einstecken. Er steht bei einem Punkt und kann sich in der finalen Runde nochmal verbessern.

SK Gernsheim III. - SC Groß-Zimmern I.
Zum Spitzenspiel der Starkenburgliga reisen wir am nächsten Sonntag mit der ersten Mannschaft nach Gernsheim. Dass ich diese Begegnung als Spitzenspiel titulieren kann, liegt an dem Umstand, dass wir uns mit einem Punkt Unterschied vom gesamten Rest der Starkenburgliga auf den zweiten Platz absetzen, während Gernsheim mit 100% und 3 Punkten Vorsprung Tabellenerster ist. Ich sehe die Mannschaften trotz des außergewöhnlich guten Starts in die Saison auf Augenhöhe und an einem guten Tag sollten wir definitiv gute Chancen auf einen Sieg haben. Der würde uns alle Sorgen um den Klassenerhalt nehmen und die Frage um die Meisterschaft dieses Jahr nochmal erneuern, da der Abstand auf Gernsheim dann auf einen Punkt zusammenschmilzen würde.
Mein Tipp: Ein 3:5 Auswärtssieg.

SK Pfungstadt I. - SC Groß-Zimmern II.
Zu den wohl überstarken Pfungstädtern muss unsere zweite Mannschaft am kommenden Sonntag reisen. Pfungstadt ist meiner Meinung nach im erweiterten Favoritenkreis in Sachen Aufstieg in die Bezirksklasse. Auf dem Weg dahin, ist Pfungstadt schon einmal gestrauchelt, hat aber ansonsten alles gewonnen. Im Schnitt sollte Pfungstadt mehr DWZ am Sonntag ans Brett bringen, doch der Umstand, dass auch sie wie erwähnt schon einmal verloren haben, zeigt, dass hier was gehen könnte. Eine geschlossene Mannschaftsleistung ist von Nöten.
Mein Tipp: 3:3.

SK Gernsheim VI. - SC Groß-Zimmern III.
Mit der ersten reist unsere dritte Mannschaft mit nach Gernsheim. Dort wartet die sechste Mannschaft Gernsheims auf unsere Kleinen. Ob unsere Anwesenheit eher unserer dritten hilft, sie nervöst macht oder der Heimvorteil Gernsheims sich durchsetzen wird, steht noch in den Sternen. Es wird mir aber eine Freude sein, auch bei unserer dritten wieder zuschauen zu können, da hier die Partien immer recht spannend laufen.
Mein Tipp: 2:2.

Update - Heusenstammer Sparkassen Open mit Zimmner Beteiligung

Torsten, Martin und Ralf spielen mit

21.11.2022

Das Heusenstammer Sparkassen Open ist gespielt und hier folgt ein Update zum Abschneiden unserer Vereinsmitglieder samt Einordnung des Turniers. Die Infos und Bilder stammen abermals von Torsten, dem weiterhin für das Weiterleiten gedankt ist!

Im B-Turnier erreichte Martin mit 50% Punktausbeute den 70. Platz in der Endtabelle. Bei einem Gegnerschnitt von 1413 DWZ sicherlich kein erfreuliches Ergebnis, aber nach langer Abstinenz ein gutes Training zum Wiedereinstieg in Langzeitschach. Man kann nur hoffen, dass es dafür sonntags in der Runde dann umso besser bei ihm läuft und er das zu erwartenden DWZ-Minus vom Turnier ausgleichen kann.
Torsten schließt nach einer Niederlage in der letzten Partie gegen den an 9. gesetzten Spieler auf dem 109. Platz ab. Mit 2½ Punkten wird auch er einen Abschlag auf seine Ratingzahl hinnehmen müssen.
Ralf brachte es nach durchwachsenem Start im A-Turnier noch auf 3 Punkte (wobei einer ein kampfloser Sieg war) und landete auf dem 129. Platz. Das wird auch hier etwas DWZ kosten.

Auch wenn es sportlich nicht so lief, bleibt das Heusenstammer Sparkassen Open eigentlich ein Muss für jeden Schachfreund aus der näheren Umgebung. Auch dieses Jahr konnte das Turnier mit super Oragnisation und fähigen Schiedsrichtern aufwarten, die die entstandenen Probleme zeitnah und verständlich klären konnten.
Dennoch bleibt auch etwas Kritik am Modus des Turniers, da man eventuell die Ratingklassen für die Zukunft überdenken muss. So waren 90 von 143 Spieler im B-Turnier über dem höchsten Ratingpreis. Damit war es für die meisten gar nicht abzusehen, etwas zu gewinnen. Aber das ist alles in allem Jammern auf hohem Niveau. Um das Turnier kommt man als Turnierspieler eigentlich sonst nicht herum. Nächste Haltestationen sind bspw. das Frankenthaler Weihnachtsopen oder das Staufer Open.

Vorbericht vom 19.11.2022

An einem ersten verschneiten Morgen im späten November findet die vierte Runde des diesjährgen Heusenstammer Sparkassen Opens statt. Nachdem letztes Jahr nur mit verringerter Teilnehmerzahl und Impfausweis gespielt werden durfte, ist das aktuelle Turnier wieder offen und auflagenfrei, was der Teilnehmerzahl gehörig zu Gute kommt. So spielen insgesamt 408 Schachfreunde aufgeteilt in A-, B- und Jugendturnier um Ruhm und Preisgeld. Damit erreicht das vier Tage dauernde Turnier aus dem Hieb seine altes Teilnehmerfeld, zu dem sich dieses Jahr auch Torsten, Martin (beide im B-Turnier) und Ralf (A-Turnier) zählen.

Für Martin, der an 5. gesetzt ist, und Torsten lief der Einstieg nicht ideal bzw. erwartungsgemäß. Martin hat bei einem Gegnerschnitt von 1452 DWZ gerade mal 50% der Punkte geholt und muss sich noch deutlich steigern, um kein Minus zu machen. Torsten steht ebenfalls bei 1½ aus 3 bei einem Gegnerschnitt von 1395, was bis hierhin exakt seinem Erwartungswert entspricht.
Ralf im A-Turnier sucht noch seine Form, denn er steht bei ½ aus 3 bei einem Gegnerschnitt von 1784. Dafür sind aber noch wie gesagt vier Runden Zeit. Erste Bilder gibt es auch schon, danke hierfür an Torsten!
Wer sich nähere Einblicke über die Perfomance der drei und das Turnier machen möchte, schaut auf der offiziellen Homepage vorbei: Heusenstammer Sparkassen Open 2022

Seniorenmeisterschaften Zwischenstand

Torsten, Wolfgang und Gerd spielen mit

17.11.2022

Nach drei gespielten Runden bei den diesjährigen Seniorenmeisterschaften haben die drei Zimmner Teilnehmer ihre ersten Punkte gemacht und es verdient, dass mal ein Zwischenstand zum sportlichen Abschneiden gezogen wird. Das Turnier findet bislang noch keinen Eingang auf die Website des Bezirks, da es recht viele offene und noch nicht ausgetragene Partien gibt bzw. gab. Ich hoffe, dass sich das bald ändert und man auch beim Bezirk selbst etwas zum Turnier findet und lesen kann.

Torsten startet mit 2 Punkten aus 2 Spielen und traf in der letzten Runde auf Turnierfavorit H.-F. Cors vom Schachforum Darmstadt (1833 DWZ), gegen den er leider nichts zählbares holen konnte. Nichts destotrotz steht er damit solide im Turnier, das noch zwei weitere Runden vorsieht.

Gerd hat sich bislang nur ein Remis erkämpfen können und wartet noch auf den ersten Sieg. Man muss dabei aber bemerken, dass er bislang nur stärkere Gegner hatte, es ihm dabei aber nicht an Kampfeslust fehlt. Zuletzt spielter er in einer Partie mit einem Turm weniger bis zum bitteren Ende weiter, ohne nochmal das Ruder rumreißen zu können.

Last, but not least ist auch Wolfgang dieses Jahr mit dabei. Nachdem er die ersten beiden Runden ebenfalls gegen stärkere Gegner verloren hatte, durfte er in Runde 3. seinen ersten Sieg frühzeitig einfahren. Sein Gegner mit 1250 war für Wolfgang dann keine große, zu nehmende Kragenweite.

So lässt sich das Sportliche zumindest kurz zusammenfassen. Leider kann ich euch keine weiteren Paarungen oder Tabellenstände präsentieren, da es hier noch wie gesagt an der Veröffentlichung seitens des Bezirks und Turnierleiters fehlt. Sobald diese aber kommen, werde ich hierauf verlinken.

Groß-Zimmern scheidet im 4er-Pokal aus

Vier kurzweilige Partien besiegeln Pokalaus

11.11.2022

Groß-Zimmern I. - SK Gernsheim II. 1 : 3
Nach vier kurzweiligen und interessanten Partien geht die diesjährige Pokalrunde für uns auch jäh zu Ende. Ein recht junges Team wartete mit der zweiten Pokalmannschaft des Gernsheimer Schachklubs als Gegner und Gast auf uns in der ersten Runde. Nominell nach DWZ Zahlen waren wir deutlich überlegen, zumindest an den Brettern 2-4. Aber unserer Favoritenrolle konnten wir am Ende keineswegs gerecht werden.
Dominik spielte mit seinem Gegner fulminant und mit offenen Visier, was ihm direkt in der Eröffnung einen Einschlag auf f7 mit Bauerngewinn und Zerstörung der gegnerischen Rochademöglichkeit einbrachte. Doch nach ein paar weiteren Zügen fand er sich plötztlich im Hintertreffen: Anstatt die Figuren über e6 etwas zu tauschen, musste er in ein Endspiel abwickeln, bei dem er einen Turm gegen zwei Springer hatte. Der materielle Vorteil seines Gegners und ohne dabei große Gegenspielmöglichkeit zu haben, besiegelte bald den ersten, überraschenden Erfolg für die Gernsheimer.
Auch Roland musste kurz hierauf aufgeben, als er ersatzlos einen ganzen Turm hängen ließ. In der Eröffnung opferte Roland für Entwicklung einen Bauern, tauschte dann aber aktive und gut positionierte Figuren unnötig schnell ab, stand aber trotzdem positionell leicht besser. Aber dann passierte ihm leider der bereits genannte Fauxpas. Auf e5 wurde ein Turm von ihm durch die schwarze Dame geschlagen, die dank einer Fesslung auf der d-Linie nicht vom d-Bauern auf d4 zurückgenommen werden konnte. Damit verlor Roland nicht nur seine erste ernste Partie seit Monaten (letztmalig gegen Dominik im Zimmner Jubiläumsopen (sic!)), sondern die Mannschaft geriet so mit 0:2 in Rückstand.
Jetzt halfen nur noch zwei volle Punkte aus den beiden letzten Spielen am 1. und 4. Brett. Paul probierte alles, um die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Nach versuchtem Angriff am Königsflügel, der durch Blockaden aufgehalten und verlangsamt wurde, patzte Paul leider die Qualität. Sein Gegner öffnete direkt hinterher die Stellung mittels einer Bauernsprengung auf der f-Linie und der Drops war bald gelutscht. Zwischenzeitlich lehnte Paul in verlorener Stellung ein Remisangebot im Sinne der Mannschaft ab, denn die Gernsheimer wären mit dem dann zwischenzeitlichen 2½ : ½ sicher durch.
So blieb nur noch meine Partie, die nach kurzem theoretischem Zweikampf im Mittelspiel plötzlich sehr scharf wurde. Mein König fühlte sich nach Öffnung der langen schwarzen Diagonale a1-h8 sehr unwohl und durch die weiße Dame und den weißen, schwarzfeldrigen Läufer bedroht. Ich opferte aber einen Bauern für Spiel und schob meine Figuren im Zentrum und am Königsflügel vor, was mir wichtige Felder zur gleichzeitigen Verteidigung und Angriff sicherte. Etwas durch Zeitnot aus dem Konzept gebracht, verlor mein Gegner den Faden, stellte eine Qualität ein und konnte keine große Gegenwehr mehr leisten. Immerhin durfte ich kurze Zeit später so den einzigen Ehrenpunkt für uns heim holen.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Auf dem Papier standen wir eigentlich als sichere Sieger fest. Wir waren an den Brettern 2-4. im Schnitt eine Klasse besser, brachten aber unsere Spielstärke auch dank gröberer Schnitzer nicht aufs Brett, weswegen es nur logisch ist, dass die junge Truppe der Gernsheimer verdient besiegt haben. So endet die Pokalsaison für uns sehr früh, obwohl wir in den letzten Jahren auch mal bis ins Finale einziehen konnten. Aber so ist das nun mal, momentan haben wir zwei schlechtere Spieltage zu verdauen. Bessere Zeiten kommen jedoch bestimmt bald.
Die Einzelergebnisse gibt es im Menüpunkt Pokalmannschaft.

Durchwachsener Spieltag für Groß-Zimmern

Erste verliert unglücklich | Zweite verspielt Führung | Dritte siegt souverän

06.11.2022

Groß-Zimmern I. - Schachforum Darmstadt II. 3 : 5
Zum 3. Spieltag bleiben die Punkte leider nicht in Groß-Zimmern. Es war die zweite Mannschaft des Schachforums zu Gast im Glöckelchen und mit dieser ein nicht zu unterschätzender Gegner, denn das Schachforum wartet immer mit jungen Talenten auf. Leider fiel Harald krankheitsbedingt aus, sodass wir nun zum wiederholten Male nicht vollständig antreten konnten. Dennoch entwickelte sich an den übrigen 7 Brettern ein spannendes Ringen um die beiden Mannschaftspunkte:
Am 6. Brett stellte Paul nach nicht ganz einer Stunde Spielzeit den Ausgleich her. Während Paul seinen Gegner am Königsflügel angriff, wollte dieser - trotz unrochiertem König - es ihm gleich tun und griff ebenfalls am Königsflügel überstürzt an. Das brachte Paul schlussendlich Material ein, denn ein gefesselter Bauer, hinter dem der unentwickelte und ungedeckte schwarze Turm h8 stand, konnte auf g5 nicht zurückschlagen. Nach dem Materialgewinn gab Pauls Gegner direkt auf.
Nach dem Ausgleich stellte ich die Weichen zur heutigen Niederlage. In einer total gewonnen Stellung nach falschem Figurenopfer von Seiten meines Gegners vergriff ich mich traumwandelnd und opferte meine Dame gegen eine weitere Figur. Ich glaubte, die geopferte Dame mittels Springergabel bei gleichzeitigem Schachgebot zurückgewinnen zu können, doch dann wurde meine Dame mit Schach geschlagen und ich hatte keine Zeit zur angedachten Springergabel. So ein derber Schnitzer ist mir länger nicht passiert, passt aber zu meinem bis hierhin sehr bescheidenen schachlichen Jahr.
Es wurde danach nicht besser: An 8. verlor Steffen ebenfalls seine bis kurz vor Schluss gute Partie durch Figureneinsteller. Vorher wurde die Eröffnung schon gefühlt nicht so gut gespielt, doch Steffen kam gut raus, hatte die offene h-Linie zur Attacke und versuchte am Königsflügel durchzubrechen. Bis eben durch einen Patzer eine ganze Figur weg war.
Danach ließ Darmstadt wenig anbrennen. Ghiyath musste sich an 7. ebenfalls geschlagen geben. In der Eröffnung hatte er früh eine Qualität durch Läuferspieß verloren, die sein Gegner mustergültig für entscheidenderen Vorteil später wieder zurückopferte. Nach dem Qualitätsopfer von Weiß fielen am Damenflügel sämtliche Bauern und die Gegenwehr wurde eingestellt.
Roland hielt die Fahne Groß-Zimmerns dann aber nochmal sehenswert hoch: Im lavierenden Mittelspiel wurden Einbruchsfelder für die eigenen Felder gesucht und spät gefunden. Über e3 und generell die e-Linie brachen Rolands Schwerfiguren in die Stellung seines Gegners ein und zwangen diesen zur Aufgabe.
Auch Dominik steckte noch nicht auf und kämpfte verbissen seine königsindische Partie weiter. Das Blatt wendete sich in dieser Partie ganze zwei mal. Erst stand Dominik mit mehr Raum für die Figuren positioneller angenehmer und besser, dann wurde er in Zeitnot zurückgedrängt, ehe nach der Zeitkontrolle sein Gegner falsch abwickelte und sich gegen einen Freibauern verteidigen musste, der am anderen Flügel von zwei verbundenen Bauern unterstützt wurde. Als Dominik das Endspiel gewohnt sicher runter spielte und sein Sieg mehr als abzusehen war, gab sein Gegner auf.
Beinahe hätte Tobias meinen Patzer noch wett gemacht und zum rettenden 4:4 ausgeglichen, doch seine scharfe Partie ging durch Zeitnot leider ebenfalls am Schluss noch verloren. Zu Beginn der Partie installierte Tobias auf e4 einen bärigen Springer, den er mit dem zweiten Springer überdeckte und dann zum Angriff auf den Königsflügel überging. Als beide Spieler langsam in Zeitnot gerieten ergaben sich am Königsflügel Chancen zum Durchbruch. Leider war da Tobias Königsstellung über die lange Diagonale auch angreifbar geworden und durch die Gegendrohungen wurde er zwischenzeitlich sogar ganz in die Defensive gedrückt. Ein tödlicher Springerabzug nach f5 besiegelte dann den Auswärtssieg Darmstadts.

Ich war sehr zuversichtlich, dass wir trotz Haralds Abwesenheit heute was zählbares mitnehmen würden. Meine dumme (also ich meine mich mit dumm hier) Niederlage war der entscheidende Stolperstein, weswegen ich den heutigen Spieltag auf meine Kappe nehmen muss. Tabellarisch sind wir damit im Mittelfeld angekommen und können uns noch nicht ganz vom Abstiegskampf absetzen.

Groß-Zimmern II. - Dieburg I. 3 : 3
Zu einem hart ausgekämpften Mannschaftsremis kam unsere zweite Mannschaft heute im Derby zum Martinsmarkt. Dieburg war von mir schon als Underdog in dieser Begegnung ausgemacht, sodass es für uns galt, der Favoritenrolle gerecht zu werden. Das gelang leider nicht, obwohl es zwischenzeitlich öfters danach aussah.
Torsten legte am 6. Brett vor und gewann seine Partie praktisch schon in der Eröffnung. Sein Gegner verlor die Dame nach einem Springereinschlag auf c7, sodass Torsten mit riesigem Materialvorteil weiter spielen konnte. Als Torsten erfolgreich die Rochadestellung knackte wurde ihm die Hand zum Sieg gereicht.
Danach legte Siggi nach. Im Mittelspiel gewann er dank der Fesselung eines gegnerischen Springers einfach einen Bauern und spielte danach solide weiter. Als sein Gegner regelrecht Harakiri spielte und mittels g5 seinen eigenen Königsflügel aufriss, war danach schnell Feierabend. Siggi tauschte ins Turmendspiel runter und eroberte einen weiteren Bauern, mehr ließ sich sein Gegner nicht zeigen.
Wolfgang hob den Zwischenstand weiter an. Er gewann an Brett 2. seine Partie mittels klassischem Angriff gegen den König, den er sich durch Bauernvorstöße und Abtausch wichtiger Schutzfiguren blank legte. Nach kurzer Treibjagd setze er den feindlichen Monarchen ästhätisch mittels Se4 Matt.
Danach rissen die guten Nachrichten leider komplett ab. Gerd wurde in seiner Stellung nach langer und zäher Verteidigung eingedrückt. Dabei musste er sich von Beginn des Mittelspiels bis zum Schluss hin um die Sicherheit seines Königs und diverse Einbruchsfelder am Königsflügel kümmern. Doch irgendwann gingen ihm leider die Verteidgungszüge aus.
Auch Thomas, der sonst ein Punktgarant ist, musste heute die Waffen strecken. Er wählte nach eigener Aussage schlicht und ergreifend den falschen Plan fürs Mittelspiel und war bald im Hintertreffen. Dabei zog sich seine Partie noch bis ins Springerendspiel, bei dem er aber nicht mehr standhalten konnte. Ein Bauer nach dem anderen ging verloren, ohne richtig Gegenwehr leisten zu können.
Auch Ersatzmann Dieter konnte seine Erfahrung nicht in einen Sieg oder Remis ummünzen. In sehr verwickelter Stellung gewann Dieter eine Figur und ließ dafür einen weißen Freibauern bis c7 vormarschieren. Diesen hätte er unverzüglich rausoperieren müssen, dann wäre die Partie einfach gewonnen. Doch auch nachdem der Druck durch Nachzug zweier weiterer Freibauern auf b6 und c5 erhöhrt wurde, hatte Dieter gute Chancen zu gewinnen. Die beiderseitige Zeitnot verhinderte dies und nach geschaffter Zeitkontrolle setzen sich die drei Bauern durch. Dieter musste seine Mehrfigur dabei abgeben und verlor hierfür die Bauern auf dem Königsflügel, ohne die er keinen Widerstand im König- und Bauernendspiel leisten konnte.

Durch das mit Zähneknirschen erspielte Mannschaftsremis punktet man weiter, wenn auch nicht den eigenen Ansprüchen entsprechend hoch genug. Da ging ebenfalls mehr, doch die Saison ist noch lang und wer weiß, ob der gewonnene Punkt nicht noch wichtig wird.

Groß-Zimmern III. - Schachforum Darmstadt V. 3 : 1
Ein stark erkämpftes 3:1 steht bei unserer dritten Mannschaft auf der Berichtskarte. Das bedeutet die ersten Punkte auf der Habenseite in dieser Saison. Leider ist mir von den Partien nicht viel bekannt, da ich nicht viel zum zuschauen kam.
Makar war recht schnell fertig und verlor gegen den nominell stärksten (1100 DWZ!) Gegner viel Material und musste aufgeben. Wilhelm kam als erfahrener Ersatzmann zum Einsatz am 4. Brett und gewann nach Einfindungsphase ins klassische Schach schlussendlich seine Partie. Lev griff wie gewohnt rasant an und gewann wohl auf taktische Art und Weise. Kiril hatte am längsten mit dem Darmstädter Mannschaftsführer zu kämpfen. In einer Partie, in der beide noch alle Schwerfiguren plus einen Läufer hatten, wollte der Darmstädter wohl zu viel und überreizte seine Stellung. Kiril strich somit auch seinen ersten Saisonsieg ein und tütete damit auch den Gesamtsieg der Mannschaft ein. Ein schöner Erfolg!
Nun sind die ersten Punkte gemacht, was Tür und Tor für weitere öffnet. Es war auch nur eine Frage der Zeit, bis unsere Kleinen ihre konstant guten Leistungen und die gewonnene Spielstärke auch sonntags mal wieder aufs Brett bringen.

Lev gewinnt in Darmstadt!

1. Platz beim Jugend Grand-Prix in Darmstadt

05.11.2022

Beim 3. Serienturnier des Starkenburger Jugend Grand-Prix 2022 in Darmstadt war mit Lev zwar diesmal nur ein Vertreter unserer guten Jugend als Teilnehmer dabei, doch dafür räumte Lev richtig ab: In der U12 wurde er heute Gesamtsieger und sicherte sich durch seinen 1. Platz auch einen Pokal!

Lev gewann seine Altersklasse mit 5½ Punkten aus 7 Runden. Dabei wurde er in der Gesamttabelle des mit der U10 zusammengelegten Turniers Zweiter. Erster wurde ein Spieler der U10 mit 1222 DWZ, was zeigt, wie gut auch Levs Konkurrenz war und wie stark die von ihm erbrachte Leistung mit den geholten Punkten in diesem Feld. Beim ausrichtenden Verein, dem Schachforum Darmstadt gibt es entsprechend die Endtabellen und Einzelergebnisse.

Meinen Glückwunsch an Lev für den tollen Erfolg! Da wurde meine Prognose, dass unsere Jugend auch bald mal ein Turnier gewinnt, doch sehr schnell wahr. So darf es gerne weiter gehen, insbesondere auch schon beim morgigen Spieltag!

Dritter Spieltag steht an

Großer Heimspieltag: Erste und Dritte gegen das Schachforum, Zweite empfängt Dieburg

29.10.2022

Zum dritten Spieltag treten wiederum alle Mannschaften daheim an und empfangen nicht zu unterschätzende Gegner zu interessanten Begegnungen.

Groß-Zimmern I. - Schachforum Darmstadt II.
In der Starkenburgliga empfangen wir die zweite Mannschaft des Schachforums zu unserem nächsten Heimspiel. Das Schachforum hat in dieser Saison Schwierigkeiten sich in der Klasse zu etablieren. Man hat mit vielen Ausfällen und Dezimierungen im Vergleich zu vorherigen Saisons zu kämpfen und schaffte es bislang nicht, diese voll zu kompensieren. Nichtsdestotrotz bleibt die zweite Mannschaft des Schachforums gefährlich, da sie in gewohnter, darmstädter Manier mit vielen talentierten jungen Leuten besetzt ist.
Nicht nur statistisch durch das von mir sehr geschätzte Liga-Orakel, sondern auch nach meinem Gefühl sollten wir hier die Favoritenrolle annehmen und dementsprechend auftreten. Wenn es uns gelingt vollständig anzutreten und unsere möglichen PS abzurufen, dürften die zwei Punkte in Groß-Zimmern bleiben. Das käme dann in der recht kurzen Saison der Starkenburgliga schon nahezu dem Saisonziel Klassenerhalt gleich. Denn mit 5 Punkten aus 3 Spielen dürfte nicht mehr allzu viel bei 3 verbleibenden Spieltagen anbrennen.
Mein Tipp: 5:3 Heimsieg.

Groß-Zimmern II. - Dieburg I.
Zu einem weiteren richtigen Derby kommt es am nächsten Sonntag im Glöckelchen ebenfalls. Denn mit Dieburg kommt nicht nur der Nachbarort zu uns, sondern auch richtiger Derbycharakter durch die (heute nicht mehr ganz so ernste) Rivalität auf. Dabei sollte unsere zweite Mannschaft deutlich im Vorteil sein und vorne weg um den Sieg spielen. Die gemeldete Stammbesetzung verrät uns da auch nichts anderes, da wir im Schnitt durchweg besser aufgestellt sind. Doch trotzdem sollte man aufpassen: In meiner Prognose als Bezirkspressewart zur Saison habe ich zwar Dieburg als einen der Hauptkandidaten für den Abstieg aus der A-Klasse angezählt, doch gegen die direkte Konkurrenz aus Weiterstadt konnte Dieburg am vergangenen Spieltag souverän punkten. Es bedarf also einer geschlossenen, konzentrierten Leistung um nicht eine böse Überraschung zu erleben. Doch mit dem eigenen guten Start in die Saison im Rücken, habe ich da wenig Bedenken.
Mein Tipp: 4:2 Heimsieg.

Groß-Zimmern III. - Schachforum Darmstadt V.
Ob es diesmal mit den ersten Punkten der Saison für unsere dritte klappt? Eine gute Frage, denn die fünfte Mannschaft des Schachforums hat vorne einen erfahrenen Spieler gemeldet und setzt an den weiteren Brettern die jüngeren und bereits gut trainierten Schützlinge ein. Ich sehe einem harten und spannenden Kampf entgegen, der aber durchaus mit dem nötigen Quäntchen Glück siegreich gestaltet werden kann. Immerhin ist die Darmstädter Aufstellung nicht in Stein gemeißelt - nach zwei Spieltagen gab es dort schon etwas Fluktuation, sodass es wohl am Ende darauf ankommen wird, wie die Gäste antreten.
Mein Tipp: 2:2 Unentschieden.

Kiril und Lev bei den Blitzmeisterschaften

Lediglich 13 Kinder und Jugendliche spielen mit

23.10.2022

Zum zweiten Turniertag im Glöckelchen standen heute die Blitzmeisterschaften der Jugend auf dem Plan, an denen sowohl Kiril als Lev in ihrer Altersklasse U12 teilnahmen. Gespielt wurde abermals aufgrund zu dünn besetzter Altersklassen ein großes Gesamtturnier, in denen die Gruppen zusammengelegt wurden. Insgesamt fanden sich aus den Altersklassen U8, U10, U12, U14, U16 und U18 lediglich 13 Spieler im Glöckelchen ein, was dann aber immerhin 13 sportliche Blitzrunden ergab. Abgesehen von der eher schwachen Annahme des Turniers bei der starkenburger Jugend konnte man auch ein recht deutliches Gefälle in den Spielstärken der älteren zu den jüngeren Spielern sehen.

Trotzdem starteten unsere beiden mit je einem Sieg gegen starke Gegner (1450 und 1500 DWZ) und sorgten so für das erste Ausrufezeichen. Doch nachdem wohl die erste Nervosität der Favoriten sich gelegt hatte und diese warm gespielt waren, gab es nach dem Start wenige Überraschungen. Zum Schluss schaffte es leider nur Lev auf einen Treppchenplatz. Er wurde in der U12 mit 3½ Punkten Dritter, während Kiril auf dem 4. Platz der U12 landete und so haarscharf an einer Medaille vorbeischrammte.
Es bleibt darüber hinaus festzuhalten, dass Blitzschach nochmal was ganz anderes als Schnell- oder Langzeitschach ist und es hier viel auf Erfahrung mit der geringen Bedenkzeit ankommt. Sowohl Lev als auch Kiril spielten oft sehr solide Partien, verloren dann aber unglücklich auf Zeit. Gerade gegen die teilweise überstarken, älteren Jugendlichen wurden beide oft ausgetrickst oder über die Zeit gehoben. Aber mit etwas weiterer Übung kann man denen auch in Zukunft ein Bein stellen.

Abermals will ich mich hier bei allen Helfern und Spendern herzlichst für die erbrachte Unterstützung bedanken. Heute war es zwar nicht so stressig wie am ersten Tag, aber Arbeit war es für uns alle schon. Insbesondere haben wir auch die ein oder andere Schwachstelle kennengelernt, die wir bei den nächsten Turnieren daheim dann ausbessern werden.

Jugend Grand-Prix in Groß-Zimmern

2. Serienturnier findet erfolgreich im Glöckelchen statt

22.10.2022

Das zweite Turnier der insgesamt vierteiligen Serie des Starkenburger Jugend Grand-Prix fand heute in unserem heimischen Gefilde, dem Glöckelchen zu Groß-Zimmern statt. Es kamen insgesamt 33 Kinder, die eingeteilt in Altersklassen um den Sieg spielten. Aus Groß-Zimmern waren nicht nur zahlreiche Helfer dabei, denen ich nochmal für alles von Herzen danken möchte für gespendete Kuchen, Brezeln, Plätzchen und Pizzaschnecken, für das Auf- und Abbauen und Übernahme verschiedenster Dienste, sondern auch mit Lev und Kiril zwei unserer Kinder.
Die beiden starteten in ihrer Altersklasse der U12, die aus Mangel an zahlreicheren Teilnehmern mit der U8 und U10 zusammengelegt worden sind. So spielten in dieser Gruppe 18 Kinder mit. In den ersten beiden Runden erwischten unsere zwei Kämpfer mit zwei Siegen einen guten Start und führten hiernach früh ihre Altersklasse an. Danach gab es je eine Niederlage, ehe sich beide in Runde 4 vor der Mittagspause mit einem Remis bei Lev und einem Sieg bei Kiril zurück im Titelrennen meldeten.
Doch dann folgten leider wieder entscheidende Niederlagen gegen die besten Gegner im Turnier, sodass beide nicht mehr ganz vorne eingreifen konnten. Nichts destotrotz stand für beide ein solides Turnier am Ende fest. In der Schlussrunde konnte Lev mit einem Sieg im direkten Duell gegen Kiril diesen noch in der Tabelle überholen. Lev wurde dadurch mit 4½ aus 7 Vierter, während Kiril mit 4 aus 7 auf dem 3. Platz landete.

Das Turnier war sowohl aus Sicht des Bezirks als auch aus unserer ein weiterer schöner Erfolg. Mit 33 Kindern war das Glöckelchen gut belebt und Schauplatz eines abwechslungsreichen Kinder- und Jugendturniers. Harald & Julia hatten währenddessen beim Verkauf alle Hände voll zu tun. Es hat sich also auch finanziell deutlich mehr als gelohnt.

Gerd gewinnt Skatturnier

Dieter und Tobias folgen dicht

21.10.2022

Der glückliche Sieger des gestrigen Skatabends heißt Gerd. Mit 1224 Punkten hielt er erfolgreich die Konkurrenten auf Abstand. Dicht gefolgt ist ihm allerdings mit 1189 Punkten Dieter, der damit knapp 2ter wurde. Titelverteidiger Tobias ergatterte mit 1133 Punkten noch Platz 3, während Sieger mit starken 1080 Punkten nicht mehr aufs Treppchen gelangte.
Weiterhin treu mitgespielt haben Harald (286 Punkte) und Torsten (239 Punkte), denen aber das Kartenglück diesmal verwehrt blieb.

Seniorenspielplan mit Zimmner Terzett

Torsten, Gerd und Wolfgang spielen bei den Seniorenmeisterschaft mit

18.10.2022

Im Bessunger Forstmeisterhaus zu Darmstadt fingen gestern die diesjährigen Seniorenmeisterschaften des Bezirks an. Mit von der Partie aus Groß-Zimmner Sicht waren Torsten, Gerd und Wolfgang.
Torsten hat zum ersten Spieltag einen Bericht verfasst und Bilder geschossen, die ich euch nicht vorenthalten mag:

Dieses Jahr ist die Senioreneinzelmeisterschaft mit Wolfgang, Gerd und Torsten im Darmstädter Forstmeisterhaus gestartet. Unter etwa einem Dutzend hatten wir Losglück – es war keine vereinsinterne Partie dabei. Wolfgang und sein Gegner bauten trotz weniger Figuren massive Drohungen gegeneinander auf. Eine Spitze wurde von Wolfgang unterschätzt, so dass er seine Partie im 30 Zug verlor.
Torsten ließ sich in seiner Partie räumlich einengen. Aber zur richtigen Zeit gelang der Abtausch seines passiven Läufers gegen einen Springervorposten und so langsam die Offiziere vom Brett. Mit gleich vielen Bauern, verschiedenfarbigen Läufern und jeweils einem Turm gab es zwar ein Angebot zum Remis, aber voll motiviert wurde es von Torstens Gegner fortgesetzt. Allerdings hat er einen Turmtausch auf einem ungünstigen zentrumsnahen Feld angeboten, was Torsten mit einer zusätzlichen Bauerngabel erwiderte. Mehr wollte sein Gegner dann nicht mehr sehen.
Mit vollster Konzentration hat da Gerd noch an seinem Brett gespielt. Beide Spieler hatten zwei Bauerninseln – allerdings hatte Gerd auf seinen Weg einen Bauern mehr verloren. Zusätzlich waren verschieden farbige Läufer auf dem Brett. Der gewaltigste Unterschied war allerdings auf der Uhr zu finden: nach mehr als 50 Zügen standen bei Weiß noch 1 Stunde und 20 Minuten und bei Gerd 30 Minuten. Nebenbei angemerkt, es wird nur mit einer Periode von 90 Minuten gespielt plus Zeitgutschrift pro Zug. Gerd schaffte es seinen „Isolani“ sehr günstig mit seinem Läufer zu positionieren und der Gegner hatte schließlich auch keine gescheite Idee mehr, an der anderen Insel einen Durchbruch zu schaffen. Dabei wirkte Gerd bis zum Ende ruhig, obwohl ihm früher solche Zeitunterschiede schon einige Male Punkte gekostet hatten. Da bewirkt die Zeitgutschriften pro Zug vielleicht auch etwas Gutes….

2. Spieltag: 1x gewonnen, unentschieden und verloren

Erste holt 3½ : 1½ Rückstand auf | Zweite mit Kantersieg in Münster | Dritte verliert in Eppertshausen

09.10.2022

Mit drei verschiedenen Ausgängen kamen unsere drei Mannschaften nach ihren ersten Auswärtsspielen zurück.

Reinheim/Groß-Bieberau I. - Groß-Zimmern I. 4 : 4
Mit meinem Tipp hat es nicht geklappt, die erste Mannschaft kommt dennoch noch zu einem Punktgewinn, der sich am Ende fast schon wie ein Sieg anfühlt. Mit jeweils nur sieben Leuten gestartet, stand es von Beginn an 1:1. Die Gastgeber, die Paul an Brett 5 leerlaufen ließen, stellten den Spielstand aber bald zu ihren Gunsten um.
Inmitten einer sehr geschlossenen, engen Partie, in der beide Seiten gerade so ihre Entwicklung beendet hatten und sich nun den strategischen Plänen im Mittelspiel widmen wollten, stellte Tobias zweizügig eine Figur ein und gab sofort auf.
Das 3:1 aus Sicht von Reinheim/Groß-Bieberau wurde am 7. Brett klar gemacht. Ghiyath verlor in der Eröffnung einen Bauern und wurde am Damenflügel angegriffen, wo er zuvor hinrochiert ist. Er konnte zwischenzeitlich einen Bauernabzug zum Qualitätsgewinn spielen, den sah er aber erst einen Zug später, als die Chance hierzu bereits verstrich. Danach musste er in der Verteidigung bald viel Material geben, um im Spiel zu bleiben - kämpfte aber bis zum Schluss mit Turm weniger weiter, ehe nichts mehr ging.
Dominik probierte an Brett 3. wirklich alles, um in Vorteil zu kommen, griff dann einmal voreilig zur falschen Figur und ließ seinen Gegner so das entscheidende bisschen Luft, um die Partie in der Balance zu halten. Danach war nichts mehr zu machen und man musste sich auf Remis einigen.
Zu diesem Zeitpunkt sah es arg bedenklich um die Erste aus und zur Niederlage fehlte nicht mehr viel. Es galt einen 3½ : 1½ Rückstand einzuholen und an den verbliebenen drei Brettern von Steffen (1), Harald (6) und Steffen (8) sah es nicht gerade rosig aus. Da hieß es kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen. Steffen hat sich am 8. Brett schön entwickelt und so erste Tempoverluste des Gegners zur besseren Aufstellung der eigenen Figuren ausgenutzt. Dann ließ er sich doch zu einem verfrühten Bauernvorstoß hinreißen, der eigentlich einen Bauern hätte kosten sollen. Sein Gegner sah die materialgewinnende Kombination aber nicht und ließ sich im weiteren Verlauf einen Springer fesseln, den er ohne die richtige Verteidigung zu finden einfach stehen ließ. Mit der Mehrfigur war es für Steffen kein Problem mehr, seinen ersten vollen Punkt in der ersten Mannschaft einzufahren. Herzlichen Glückwunsch hierzu! Ein wichtiger Sieg im heutigen Mannschaftskampf.
Harald verlor im Mittelspiel etwas den Faden und verzettelte sich leicht beim Finden der richtigen Felder für die Figuren. Sein Gegner setzte ihn mit einem weit vorgeschobenen Bauern auf b6 unter Druck und drohte über die d-Linie Material zu gewinnen. Doch in Zeitnot gab er Harald wieder Chancen ins Spiel zurück zu kommen, die Harald auch gekonnt nutzte. Nach Einbruch auf die zweite Reihe des Gegners, gewann Harald einen Bauern und tauschte ins leicht gewonnene Turmendspiel runter. Nach ein paar weiteren Zügen war keine Gegenwehr zu leisten und man konnte den Gleichstand herstellen.
Mittlerweile hatte auch ich an 1. Oberwasser und spielte um den vollen Punkt. Nach katastrophaler Eröffnung (ich übertreibe hier ein wenig, weil ich mich über mein Spiel aufrege - aber innerlich emfpand ich meine Partie zu Anfang genau so) konnte ich kleine Ungenauigkeiten meines Gegners ausnutzen, um meine Figuren immer besser ins Spiel zu bringen. Als wir beide um den 40. Zug herum in Zeitnot waren, preschte ich mit meinem g-Bauern vor und versuchte die Königsstellung zu öffnen. Durch ein Springeropfer gewann ich einen Bauern, doch das Endspiel sollte ich nicht gewinnen. Zu luftig war mein König nach Aufopferung meines g-Bauern und zu passiv der verbleibende Turm. Ein Remisangebot meinerseits wurde angenommen und besiegelte so das heutige Endergebnis.

Mit dem Punktgewinn können wir durchaus gut leben, wenn man auf den Verlauf des Wettkampfes blickt. Reinheim/Groß-Bieberau war heute im Vergleich zum ersten Spieltag stärker und vollständiger besetzt, sodass es ein Mannschaftskampf auf Augenhöhe war, der dann auch gerechterweise 4 : 4 ausging. Mit 3 Punkten aus 2 Spielen ist die erste damit sehr gut gestartet.

Münster I. - Groß-Zimmern II. 1½ : 4½
Mit zwei Punkten und einem Kantersieg im Sack fährt unsere zweite Mannschaft heute nach Hause. Wie beim letzten Spieltag mussten wieder zwei Bretter freigelassen werden, denn sowohl wir als auch Münster waren nur zu fünft angetreten. So musste Torsten leider zu sehen, wie der Rest der Mannschaft den Spieltag für Groß-Zimmern gewann.
Thomas gewann schon im 13. Zug einen Bauern, den sein Gegner leichtfertig eingepatzt hatte. Im 20. Zug kam ein zweiter Bauer dazu, ohne dass Thomas Gegenspiel zuließ und als die Damen unweigerlich vom Brett durch erzwungenen Tausch verschwunden wären, gratulierte Thomas Gegner ihm zum Sieg, da er sich nicht mehr zeigen lassen wollte.
Wolfgang gewann an 3. seine Partie sehenswert: In der langen Diagonale b1-h7 standen der schwarze König, die Dame und ein Turm aufgereiht. Der Turm war dabei sogar gefesselt, da hinten dran die Dame ungeschützt stand. Diesen Umstand nutzte Wolfgang aus und belagerte den feindlichen Turm, bis sich daraus ein Qualitätsgewinn ergab, der ihm zum Gewinn locker ausreichte. Wolfgang setzt somit seinen Höhenflug fort, den er in der Runde sowie beim internen Langzeitturnier hat.
Auch Siggi hatte ein spannendes Spiel anzubieten. Mit einem weit vorgerückten und gut unterstützten Freibauer auf der h-Linie, konnte Siggis Gegner eigentlich kein Gegenspiel am Damenflügel wagen. Dennoch griff er Siggi dort an und versuchte mit einer kleinen Treibjagd Matt zu setzen. Siggi blieb eiskalt, wandelte seinen Freibauern um und entzog sich der Mattschlinge durch einen kleinen Königsmarsch souverän. Danach gewann er über ein Schach noch einen Turm und sein Materialvorteil war übermächtig, sodass sein Gegner die Waffen streckte.
Das einzige Remis des Tages steuerte Gerd in der wildesten Partie bei. Seine Gegnerin opferte früh eine Figur für Angriff, den Gerd folgerichtig durch Rückgabe der Figur parierte. Danach tauschte man bis ins Turmendspiel runter. Das Endspiel hätte Gerd noch ausreizen können, wenn er die verbliebenen Türme getauscht und das Bauernendspiel mit Vorteil für ihn weitergespielt hätte. Doch er entschied sich im Turmendspiel zu bleiben und gab dem alten Sprichwort "Turmendspiele sind immer Remis" weiteren Nährboden. Nachdem alle Bauern bis auf jeweils einen vom Brett genommen wurden, einigte man sich auf Remis.

Die zweite Mannschaft fährt so nun ihren ersten Sieg ein und macht die knappe Niederlage aus Runde 1. wieder wett. Zwischenzeitlich ist man sogar erster, da noch Ergebnisse der A-Klasse fehlen.

SSG Rödermark/Eppertshausen III. - Groß-Zimmern III. 3 : 1
Und auch im zweiten Spiel muss unsere dritte Mannschaft federn lassen. Diesmal in Eppertshausen. Dort unterlag man deren dritten nach hartem Kampf mit 1:3.
Mannschaftsführer Kiril spielte hierbei am längsten. Erst nach 76. Zügen musste er sich geschlagen geben, als sein Gegner bereits mit zwei Damen zum Matt ansetzte. Vorher verlor Kiril im Mittelspiel einen Bauern, dem er vergeblich nachlief, da sein Gegner nichts zuließ und sich zäh verteidigte.
Lev ist nicht zu bremsen und gewann abermals seine Partie recht schnell. Schon in der Eröffnung opferte sein Gegner ohne Not einen Bauern und patzte bald die Qualität über einen Läuferspieß auf der langen, schwarzen Diagonalen. Danach war es nicht schwer für Lev, den Materialvorteil nach Hause zu bringen. Nach dem Damentausch konnte er seinen f-Bauern zu einer neuen Dame verwandeln und setzte kurz darauf Matt.
Bei Makar lief es anfangs recht gut. Die Entwicklung wurde schön angestrebt und die schwarzen Figuren zurückgedrängt. Dann verirrte sich plötzlich die auf Turmfang geratene Dame im feindlichen Lager. Als Makar die Dame so ersatzlos verlor, brach seine Partie vollends auseinader und er wurde bald mit Dame und Turm Matt gesetzt.
Anatoli bekam am vierten Brett mit Günter Junkers ein bekanntes Gesicht, musste sich dem Routinier nach 30 Zügen aber geschlagen geben, als dieser ihn sehenswert über h7 mit den beiden Springern Matt setzte.
Auch hier liege ich mit meinem Tipp daneben und die dritte Mannschaft verliert ihr zweites Spiel in Folge. Das macht aber nichts, es gibt noch genügend weitere Spiele, bei denen man punkten kann. Also nicht den Kopf hängen lassen!

2. Spieltag steht an

Erste in Groß-Bieberau | Zweite zu Gast bei Münster | Dritte in Eppertshausen

08.10.2022

Nach dem ersten Höhepunkt der Saison mit drei zeitgleich stattfindenden Heimspielen geht es nun im zweiten Spieltag für alle Mannschaften auswärts ans Brett.

Reinheim/Groß-Bieberau I. - Groß-Zimmern I.
Mit gestärkter Brust nach einem etwas unerwarteten Heimsieg gegen Groß-Umstadt fahren wir nach Groß-Bieberau, um gegen die Spielgemeinschaft Reinheim/Groß-Bieberau anzutreten. Der Gastgeber ist äußerst schlecht gestartet und bekam in Gernsheim eine 2:6 Klatsche, auch aufgrund gerade mal sechs besetzter Bretter. Ob die Personalprobleme anhaltend sind, wird sich morgen zeigen. So oder so sehe ich uns als Favoriten, mit dem Moment auf unserer Seite.
Ich tippe auf einen souveränen Auswärtssieg, 3:5.

Münster I. - Groß-Zimmern II.
Nachdem man nur knapp ab Bezirksklassenabsteiger Gernsheim gescheitert ist, bekommt man mit Münster ein ähnlich stark aufgestelltes Team, das aber beim ersten Spieltag nicht in Bestbestzung antreten konnte. Auch hier stellt sich die Frage, ob das richtungsweisend für den Wettkampf ist und morgen Münster ebenfalls ersatzgeschwächt antreten muss. Das würde unserer Zweiten in die Karten spielen, die hungrig auf die ersten Punkte ist.
Abhängig von der Aufstellung Münsters ist hier alles drin. Ich tippe auf ein 2:4 für uns.

SSG Rödermark/Eppertshausen III. - Groß-Zimmern III.
Nach der ersten Niederlage unserer dritten überhaupt heißt es jetzt Mund abwischen und weiter machen! Beim Auswärtsspiel in Eppertshausen bestehen auch alle Chancen auf den ersten Saisonsieg in dieser regulären Spielrunde. Ich bin gespannt, wie sich unsere jungen diesmal schlagen.
Rödermark/Eppertshausen liegt schon eher auf unserer Wellenlänge und müsste zumindest ein schaffbarer Gegner werden. Ich sage einen 1:3 Auswärtssieg vorher!

Jugend Grand-Prix in Babenhausen gestartet

Lev & Kiril spielen erstes Turnier der Serie mit

03.10.2022

In Babenhausen hat gestern der diesjährige, bezirkseigene Jugend Grand-Prix mit dem ersten Turnier der vierteiligen Serie begonnen. Mit von der Partie waren Kiril und Lev, die beide in der U12 antraten. Mit insgesamt 41 Kindern war die Neuauflegung des Grand-Prix überaus gut besucht und mit starken Teilnehmern besetzt.
Gespielt wurden insgesamt 7 Runden mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie, also ein knackiger, schneller Modus. Der sollte aber weder Kiril noch Lev größere Probleme machen, denn beide spielten ein solides und gutes Turnier. Lev wurde in der U12 mit 2½ Punkten 7., Kiril mit 3 Punkten landete auf dem 5. Platz. In der Gesamtwertung des Grand-Prix haben sich die beiden ebenfalls Punkte erspielt, die nach allen Turniern zusammen gerechnet werden um den Gesamtsieger der Turnierserie zu ermitteln. Kiril hat nun 11 Punkte, Lev 9.
Fortgesetzt wird die Turnierserie am 22.10. in Groß-Zimmern, ich hoffe dass das Turnier dann genau so reibungslos verläuft und ebenso viele Spieler anzieht.

Weitere Ergebnisse und einen Bericht gibt es auch auf unserer Bezirksseite.

Semierfolgreicher Start in die neue Saison

Erste gewinnt | Zweite verliert knapp | Dritte unglücklich

25.09.2022

Nach drei ersten Heimspielen für unsere Mannschaften steht ein gemischter Auftakt auf dem Papier. Trotzdem war es mir wieder ein Fest am Brett zu sitzen und die Mannschaftskämpfe zu leiten und zu verfolgen. Gehen wir in die genaueren Berichte zu den Mannschaften:

Groß-Zimmern I. - Groß-Umstadt I. 4½ : 3½
Einen knappen Erfolg konnte sich unsere erste heute gegen die eigentlich favorisierten Groß-Umstädter sichern. In meiner Vorberichterstattung als Pressewart auf der Bezirksseite hatte ich Groß-Umstadt noch als einen der Aufstiegskandidaten gezählt und erwartete heute auch einen zähen Kampf, gerade mit Blick auf unsere Aufstellung, da wir nur zu siebt antreten konnten.
Tobias war am vierten Brett heute als erster fertig und steuerte einen halben Punkt bei. Während er gut aus der Eröffnung kam und Chancen am Königsflügel über seine offene f-Linie suchte, tauschte sein Gegner die Figuren soweit ab, dass Gewinnchancen nicht mehr zu sehen waren. Kurz vor dem Bauernendspiel gab es ein Remisangebot, das Tobias zurecht annahm.
Das nächste Ergebnis wurde wieder eine Punkteteilung: Dominik spielte aggressiv aus der Eröffnung heraus und opferte im Mittelspiel zum Öffnen der Stellung einen Bauern, was aber leider etwas rückschlagen sollte. Obwohl beiden Seiten noch einen Turm und das Läuferpaar hatten, wurde es plötzlich um Dominiks König brenzlig. Die schwarzen Läufer arbeiteten gut mit dem Turm zusammen, stellten die ein oder andere böse Drohung auf, aber an ein Durchkommen war nicht zu denken. Denn Dominik verteidigte alles genau und konnte den halben Punkt nach Tausch eines Läufers und der Türme in einem "tot remisliches" Endspiel festmachen.
Danach stellte ich den Ausgleich am ersten Brett her. Ich probierte im Königsinder mal eine Zugumstellung während der Eröffnung, um ein Tempo zu gewinnen. Doch auch bei mir gab es erst mal Gegenfeuer und langsam wachsenden Grund zur Sorge. Denn während Weiß traditionell am Damenflügel vormarschiert, greift Schwarz am Königsflügel an - ein Plan, den ich etwas zu sehr vernachlässigte. Ich spielte plötzlich etwas mehr als mir eigentlich lieb war am Damenflügel mit und wäre (so in der nachträglichen Analyse gesehen) bei genauem weißen Spiel arg unter Druck geraten, hatte aber etwas Hilfe durch meinen Gegner, der die richtige Aufstellung für die Figuren nicht fand. Nachdem ich so dann doch Zeit genug hatte, meinen Angriff am Königsflügel laufen zu lassen, war es dann schnell vorbei und ein Turmeinsteller bescherte mir den vollen Punkt.
Und mit Turmeinsteller muss ich zu Steffen überleiten, der sich heute am achten Brett leider nicht für seine gute Partie selbst belohnte. Nach ruhiger, positioneller Eröffnung und abgeschlossener Entwicklung öffnete er die Stellung am Königsflügel und ließ über einen Turmschwenk gefährliche Drohungen gegen den gegnerischen König aufziehen. Diese wurden noch eine Zeit lang gut abgewährt, was Steffen dazu bewog einen Bauern zu opfern. Objektiv sollte das Bauernopfer (aus der Entfernung betrachtet - ich habs nicht ganz durchgerechnet) falsch sein, aber Steffens Gegner setzte nicht ideal fort und geriet wieder unter Druck. Mitten im vielversprechend wirkenden Angriff ließ Steffen aber einen Turm stehen und die Partie war hin. Schade!
Es bedurfte an der Stelle schon mindestens zweier Siege aus den letzten drei Partien und einen davon steuerte Roland bei. Nachdem beide Seiten mit leichten Tauschaktionen ganz gescheit aus der Eröffnung kamen, überspielte Roland seinen Gegner im Zentrum und drang sehr aktiv mit den verbleibenden Figuren in die feindliche Stellung ein. Das führte bald zu großem Materialverlust und der Einstellung der Gegenwehr des Gegners.
Harald war es dann, der die Mannschaft gänzlich auf die Siegerstraße einbiegen ließ. Nachdem er in absolut geschlossener und verkeilter Stellung ein Remisangebot im Sinne der Mannschaft abgelehnt hatte, gruppierte er seinen aktiven Springer genial in der feindlichen Stellung um und zwang seinen Gegner, der selbst keine Einbrüche für seine Figuren in Haralds Festung fand, zu Zugeständnissen. Diese sollten sich bald in materieller Form zweier Bauern niederschlagen und die Partie für Harald, der einen der Mehrbauern unaufhaltsam gen Grundreihe schob, entscheiden.
Die Umstädter hatten da noch die Chance, wenigstens das Mannschaftsremis mitzunehmen, doch Paul hatte was dagegen. Er hielt das Remis in seiner durch viel Lavieren geprägten Partie sicher fest. Spätestens als alle Figuren getauscht und ins Bauernendspiel übergegangen wurde, war für beide Seiten nichts mehr zu machen, denn die Könige konnten wegen den Bauern nirgends eindringen. Ein souveräner und gelungener Einstand in die erste Mannschaft für Paul!

Mit einem doch etwas unerwarteten Sieg startet also die erste Mannschaft in die neue Saison. Das lässt positiv auf die kommenden Spiele blicken und gibt im Kampf um den Klassenerhalt schon etwas Luft, denn allzu viele Spiele sind ja nicht in der Starkenburgliga. Da punktet man lieber frühzeitig.

Groß-Zimmern II. - Gernsheim IV. 2½ : 3½
Beim ersten Heim- und Saisonspiel empfing unsere zweite den Bezirksklassenabsteiger Gernsheim IV. Was auf dem Papier schon nach einer äußerst harten Nuss aussah, wurde dann auch eine. Gernsheim trat zwar nur zu fünft an, doch einen kurzfristigen Ausfall Gerds konnten auch wir nicht kompensieren und waren ebenfalls nur zu fünft. Dann wollten wir schlau sein und das erste Brett frei lassen, weshalb Thomas mit Wolfgang tauschte und an drei rutschte - doch ausgerechnet dort fehlte der Gegner. Also stand es zu Beginn der übrigen vier Partien 1:1.
Jonas spielte heute seine erste Partie in der zweiten Mannschaft und muss sich nun stärkeren Gegnern als in der C-Klasse stellen. Seinem heutigen Gegner gelang es ihm auch sogleich ein Bein zu stellen: Kurz nachdem beide im Mittelspiel angelangt waren, patzte Jonas einen zentralen Bauern ein, dem er vergeblich über das restliche Spiel nachlaufen musste. Er probierte zwar Druck aufzubauen und sein Material zurückzugewinnen, doch nachdem auch noch sein weißfeldriger Läufer gefangen wurde, war nichts mehr zu machen.
Torsten dagegen konnte anfangs nebst schöner Figurenentwicklung Druck auf einen gefesselten Springer aufbauen, musste aber dann auf ein unangenehmes Damenschach reagieren. Im Verlauf der nächsten Züge ging dabei eine Figur ersatzlos verloren und die Partie war auch hier nicht mehr zu drehen.
Auch Wolfgang musste lange Zeit ums Überleben kämpfen. Nach solider Eröffnung und frühzeitigem, aber leider nicht durchschlagenden Angriff patzte er aber durch einen kleinen Fehler einen Bauern. Mit dem materiallen Nachteil und mehr und mehr Figurentauschaktionen wurde es schwer für ihn, noch Gegenspiel aufzuziehen, doch ein jähes Remisangebot seines Gegners beendete die Partie. Beim Stand von 1:3 für Gernsheim wollte Wolfgangs Gegner so den Mannschaftssieg sichern - was auch geschah, denn Wolfgang konnte in seiner Stellung das Remis objektiv gesehen auch nicht ausschlagen.
Jessica kämpfte dann noch als letzte am sechsten Brett und gewann nach beidseitiger, sehr symmetrischer Eröffnung eine Qualität. Als die Damen vom Brett kamen, positionierte sie ihren Springer auf dem Vorposten c5, der von dort aus nahezu den ganzen Damenflügel des Gegners unter Beschuss nahm. Als einer ihrer Türme noch über die Grundreihe einbrechen konnte und weitere Materialverlust in Form von mehreren Bauern unumgänglich wurde, bekam Jessica die Hand zum Sieg gereicht.

Damit startet die zweite Mannschaft mit einer denkbar knappen und unglücklichen Niederlage in die wohl schwierige Saison in der A-Klasse. Dennoch hat sie sich heute wacker gegen einen übermächtigen Gegner geschlagen, das sollte Mut für die kommenden Begegnungen machen.

Groß-Zimmern III. - Weiterstadt III. 1 : 3
Mit dem heutigen 1:3 gegen Weiterstadt verliert unsere dritte Mannschaft ihr aller erstes Match überhaupt, obwohl es zwischenzeitlich recht gut aussah:
Lev spielte von Beginn an wie die Feuerwehr und war nach rund 30 Minuten schon mit seinem Gegner fertig. Nachdem er erst die Dame hat hängen lassen, was vom Gegner glücklicherweise übersehen wurde, konnte er die ungeschützte Grundreihe zum Matt ausnutzen.
Diese Steilvorlage konnte aber leider niemand mehr zum weiteren Punktefang ausnutzen. Makar wurde die eigene Königsstellung aufgerissen und konnte keine Figuren mehr zur Verteidigung vom Matt heranziehen, sodass auch er seine erste Niederlage einstecken musste.
Anatoli war als Ersatzmann in die Mannschaft gerutscht und bekam ebenfalls einen Ersatzmann aus Weiterstadt als Gegner, der der stärkste der vier Gäste mit 1011 DWZ sein sollte. Nachdem Anatoli lange gut mithielt und sich selbst solide entwickelte, griff er bei einem Turmtausch zuf falschen Figur um zurück zu nehmen und verlor einen Läufer. Das beendete die Partie leider zu seinen Ungunsten.
Kiril stand nach der Eröffnung gut, hatte einen Bauern mehr und war bestens entwickelt. Lediglich ein Manko hatte seine Stellung: den offenen König. Dieser wurde folgerichtig von seinem Gegner auch mehr und mehr angegriffen und schlussendlich auch durch einen unabwendbaren Mattangriff gefangen.

Auch wenn es so nun die erste Niederlage überhaupt für die dritte Mannschaft gab, muss keiner den Kopf hängen lassen. Es waren wie immer ordentliche Partien und wie es halt manchmal so ist: Mal gewinnt man, mal verliert man und an Niederlagen kann man nur wachsen.

Neue Saison 2022/23 startet

Ausblick auf das erste Heimspiel

23.09.2022

Nach fast drei Jahren ohne reguläres, normales sonntägliches Schach am Brett im Gefüge einer Mannschaft startet die neue Saison 2022/23 am kommenden Sonntag endlich auch für uns. Wie in der kurzen und leider nicht allzu ernst angenommenen Trainingssaison startet Groß-Zimmern mit drei Mannschaften. Das freut mich persönlich sehr, da es weiterhin zeigt, dass wir vergleichsweise wenig Spieler verloren haben oder ersetzen mussten und wir nach wie vor einen festen und engagierten Spielerstamm haben.
Mit Blick auf die ersten Paarungen darf man sich auf kleines Schachfestival beim ersten Heimspiel freuen!

Groß-Zimmern I. - Groß-Umstadt I.
In der wieder aufgefüllten Starkenburgliga treffen wir gleich zu Beginn auf die gut aufgestellten Umstädter. Mit diesen liefern wir uns die letzte Jahre immer wieder einen spannenden Schlagabtausch, sodass ich auch diesmal guter Dinge bin, dass die Begegnung ereignisreich sein wird. Um gegen Umstadt zu bestehen bedarf es mit Blick auf deren gemeldeter Aufstellung dieses Jahr einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Wir müssen sowohl vorne, als auch hinten solide spielen. Vorne, um unseren drei Debütanten Paul, Ghyiath und Steffen Druck abzunehmen und die eben genannten hinten, um einen guten Einstand zu haben, was wir auch über die Saison hinweg so halten müssen, da wir eigentlich keine schlechteren Gegner bekommen werden. Ziel ist natürlich Klassenerhalt und Etablierung der jungen und neuen Spieler im Kader.
Ich tippe mal auf hart ausgefochtenes 4:4.

Groß-Zimmern II. - Gernsheim IV.
Beim Megaheimspiel unserer drei Mannschaften trifft unsere zweite auf Gernsheims vierte Mannschaft. Deren Aufstellung setzt anders als gewohnt auf die Verteilung vorne und hinten sehr stark, in der Mitte leicht schwächer. Doch da die Mannschaft recht jung besetzt ist, kann man den DWZ-Zahlen nicht ganz trauen. Das wird gleich zu Beginn ein schwerer Brocken für unsere zweite werden, die die Abgänge von Paul und Ghyiath kompensieren muss.
Generell ist die A-Klasse durchsetzt von Mannschaften, die teilweise weit über dem üblichen Niveau unserer zweiten spielen und in Teams, die gleichstark und somit besiegbar sind. Das wird sicherlich eine herausfordernde Saison werden. Das Ziel sollte aber sein, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und die Klasse zu halten. An guten Tagen kann man sicherlich auch den besseren zusetzen.
Daher tippe ich gegen Gernsheim, die ja auch erst wieder reinfinden müssen, auf ein 3:3 Mannschaftsremis.

Groß-Zimmern III. - Weiterstadt III.
In der C-Klasse dürfen sich unsere Kinder natürlich auch wieder austoben. Die C-Klasse ist traditionell mit Kindern und Anfängern besetzt, die erste Erfahrungen im Mannschaftskampf sammeln sollen. Letztes Jahr galt das auch für unsere neu geschaffene dritte Mannschaft, die sogleich die C-Klasse überzeugend gewinnen konnte. Insbesondere Lev und Kiril haben sich hervorgetan und deutliche Zugewinne in ihrer Spielstärke gemacht, was sich letztens in der deutlichen Steigerung ihrer DWZ-Zahlen zeigte. Die beiden spielen nun an 1. und 2. und bekommen dort auch ihres Könnens angepasst bessere Gegner.
Mit Weiterstadt kommt eine für die C-Klasse gut gerüstete Mannschaft, sodass man sich auf einen regen Kampf einstellen muss. Mein Tipp: 3:1 für uns!